News-Ticker zur Corona-Pandemie

Auch aus eigenen Reihen: Massive Kritik an Spahn - Schuldzuweisungen vor Gratis-Schnelltest-Start

Bild von Jens Spahn
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Jens Spahn steht massiv in der Kritik.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag, 7. März, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 114,9, Landkreis Rosenheim 80,0, Landkreis Traunstein 76,6, Landkreis Berchtesgadener Land 87,8, Landkreis Mühldorf 98,4, Landkreis Altötting 109,4 (Quelle/Stand: RKI, 7. März, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2946, Landkreis Rosenheim 10.892, Traunstein 7616, Berchtesgadener Land 4465, Mühldorf 4746, Altötting 4083 (Quelle/Stand: RKI, 7. März, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 53, Landkreis Rosenheim 422, Traunstein 192, Berchtesgadener Land 96, Mühldorf 126, Altötting 175 (Quelle/Stand: RKI, 7. März, 0 Uhr)
  • Mindestens 71.900 Todesfälle in Deutschland (12.633 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.03 Uhr - Kritik an Spahn wächst - Schuldzuweisungen vor Start von Gratis-Schnelltests

Vor dem angekündigten Beginn kostenloser Corona-Tests an diesem Montag gibt es Kritik an einer unzureichenden Vorbereitung. Dabei zeichnete sich bereits ab, dass es zum Wochenstart zunächst keine flächendeckende Versorgung mit dem von Bund und Ländern vereinbarten Angebot geben wird. Aus der Opposition und auch der Koalition wurden Vorwürfe gegen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erhoben, der sich aber wehrte. «Es war nie vereinbart, dass der Bund diese Tests beschafft», sagte er am Wochenende bei einer digitalen Gesprächsrunde mit dem rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten Christian Baldauf. «Was vereinbart war, ist, dass wir mithelfen, dass sie zugänglich sind, dass sie verfügbar sind.» Schnelltests seien «mehr als genug verfügbar», bekräftigte er.

Die kostenlosen Schnelltests durch geschultes Personal soll es in Apotheken, Testzentren und auch bei Hausärzten geben. Der Bund bezahlt allen Bürgern wöchentlich mindestens einen Schnelltest, wie Bund und Länder in ihrer jüngsten Corona-Konferenz am Mittwoch beschlossen hatten. Für die Bereitstellung sind die Länder verantwortlich. Hier gab es in den vergangenen Tagen unterschiedliche Vorbereitungen und Ankündigungen. Teilweise laufen noch Gespräche mit den Apothekerkammern und Ärzten. In Berlin stehen für die Schnelltests stadtweit 16 Testzentren bereit, wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Sonntag mitteilte.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: «Mitte Februar hat Gesundheitsminister Jens Spahn kostenlose Schnelltests für alle versprochen. Und er hat behauptet, er habe für Deutschland 500 Millionen Tests vertraglich gesichert. Das war ein großes Versprechen und hat sehr hohe Erwartungen geweckt, die er nicht einhalten konnte.» Ihr Land habe nun selbst Tests beschafft, sagte Dreyer, die am Sonntag in einer Woche die Landtagswahl gewinnen will.

Auch die CSU zeigte sich weiter unzufrieden. CSU-Generalsekretär Markus Blume warf Spahns Ressort Versäumnisse beim Thema Schnelltests vor. «Tests sind die Brücke bis zum Impfangebot für alle. Aber leider sehen wir auch hier wieder: Es wurde zu spät, zu langsam, zu wenig bestellt. Man muss deutlich sagen, es sind wohl Fehler im Bundesgesundheitsministerium passiert. Jetzt muss endlich geliefert werden», sagte Blume der «Welt» (Samstag). Blume legte am Sonntag mit Kritik an Spahn nach und sagte der «Bild am Sonntag» («BamS»): «Man kann nicht die Verantwortung beim Testen auf die Länder schieben und sich selbst für komplett unzuständig erklären.»

Update, 17.55 Uhr - Laschet fordert wegen Masken-Affäre unverzügliche Rücktritte

Der CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet hat die in die Masken-Affäre verstrickten Politiker zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. «Wer als Volksvertreter versucht, in dieser Krise für sich persönlich Geld zu verdienen, muss das Parlament unverzüglich verlassen», sagte Laschet dem «Südkurier» (Sonntag). «Jeder Abgeordnete, der sich an und in der Krise bereichert, beschädigt das höchste Gut der Demokratie: Vertrauen

In der ARD räumte Laschet ein, dass die Vorfälle «nicht hilfreich für die Wahlkämpfer» der Union sei. Es gehe jetzt aber nicht um Wahlchancen; Politik als Ganzes müsse Vertrauen genießen in solchen Zeiten. «Wo man den Menschen so viel zumutet, darf nicht ein Einziger auch nur einen Cent an dieser Krise verdienen», sagte Laschet dem ARD-Hauptstadtstudio.

Der Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel hatte zuvor angekündigt, sein Abgeordnetenmandat bis Ende August niederzulegen. Löbel und der Neu-Ulmer CSU-Parlamentarier Georg Nüßlein sollen Provisionen in sechsstelliger Höhe für die Vermittlung von Geschäften mit Corona-Schutzmasken kassiert haben. Nüßlein hatte am Freitag mitteilen lassen, er lege sein Amt als Fraktionsvize der Union nieder und werde in der kommenden Legislaturperiode nicht mehr für den Bundestag kandidieren.

Update, 16.56 Uhr - Deutliche Corona-Lockerung in 30 bayerischen Städten und Kreisen

In Ostbayern entlang der tschechischen Grenze werden die Corona-Beschränkungen ab Montag kaum gelockert, in 13 bayerischen Städten und Landkreisen von Würzburg bis Bad-Tölz dagegen ist jetzt vieles wieder möglich. Das bayerische Gesundheitsministerium veröffentlichte am Sonntag die Liste, was wo gilt.

Inzidenz unter 35

In 13 Regionen mit Inzidenz unter 35 sind Treffen von zehn Menschen aus drei Haushalten gestattet: In den Landkreisen Aichach-Friedberg, Bad Tölz-Wolfratshausen, Dillingen, Donau-Ries, Eichstätt, Kitzingen, Neuburg-Schrobenhausen, Roth, Weißenburg-Gunzenhausen, Würzburg und in den Städten Erlangen, Ingolstadt und Kempten.

Inzidenz zwischen 35 und 50

In 17 Landkreisen und Städten liegen die Inzidenzwerte demnach zwischen 35 und 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern: In den Landkreisen Bamberg, Dachau, Ebersberg, Erding, Garmisch-Partenkirchen, Günzburg, Haßberge, Kelheim, München, Neu-Ulm, Oberallgäu, Pfaffenhofen a.d.Ilm, Roth, Schweinfurt, Starnberg, und in den Städten Bamberg, Landshut und Würzburg. Hier können Einzelhandel, Bibliotheken, Museen und Zoos wieder öffnen. Kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen bis maximal zehn Personen unter freiem Himmel ist wieder erlaubt. Bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten dürfen sich treffen. An den Grundschulen soll wieder normaler Präsenzunterricht angeboten werden.

Inzidenz zwischen 50 und 100

In München, Nürnberg und Augsburg liegt der Inzidenzwert zwischen 50 und 100. Hier können Einzelhändler für Kunden nur nach vorheriger Terminbuchung öffnen, ebenso wie Museen und Zoos.

Inzidenz über 100

Über 100 liegt der Inzidenzwert in 20 Landkreisen und Städten: In den Landkreisen Altötting, Amberg-Sulzbach, Bayreuth, Cham, Deggendorf, Dingolfing-Landau, Freyung-Grafenau, Hof, Kronach, Kulmbach, Neustadt a.d.Waldnaab, Regen, Schwandorf, Straubing-Bogen, Tirschenreuth, Wunsiedel und in den Städten Amberg, Hof, Rosenheim und Weiden in der Oberpfalz. Hier bleiben die Kontakte auf den eigenen Haushalt und eine weitere Person beschränkt. Es gilt eine nächtliche Ausgangsperre. Nur Schüler der Abschlussklassen können in die Schule kommen, zumindest im Wechselunterricht. Kindergärten und Kitas bleiben geschlossen.

Update, 15.01 Uhr - 12 neue Fälle in Stadt und Landkreis Altötting

In Stadt und Landkreis Altötting gibt es seit der letzten Meldung 12 neue Corona-Fälle (Stand: 7. März, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der Infizierten stieg damit seit Pandemie-Ausbruch auf 4084. Unter den Neu-Infizierten befindet sich auch eine jugendliche Person (16) aus Kastl. Dies teilte das zuständige Landratsamt mit. Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis insgesamt 204 aktive Fälle - die meisten davon in Burghausen (35), Altötting (34) und Burgkirchen (26). Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 109,4.

Update, 13.36 Uhr - Polizei beendet Corona-Partys in der Region

In der Nacht von Samstag, 6. März, auf Sonntag, 7. März, hatte die Polizei in Sachen Corona-Regeln alle Hände voll zu tun und musste einige verbotene Corona-Partys auflösen. Besonders bei einer „Veranstaltung“ in Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) ging es drunter und drüber. Ein Überblick über die „Highlights“:

  • Geburtstagsfeier in Bad Feilnbach (Samstag, 6. März, 22.30 Uhr): Die Posts in sozialen Netzwerken sind einer größeren Partygesellschaft in einer Gaststätte zum Verhängnis geworden. Ein Bürger hatte deshalb die Polizeiinspektion Brannenburg verständigt. Als die Einsatzkräfte eintrafen, verließen mehrere junge Leute die „Location“. Im Inneren der Gaststätte wurde das Licht abgedreht sowie alle Eingangstüren verschlossen. Erst nach mehrmaligem Zureden durch die Beamten konnte Kontakt mit einer Anwesenden hergestellt werden. Bevor sich die Polizisten mit Gewalt Zugang verschaffen mussten, wurde schließlich doch noch die Tür geöffnet. In dem Anwesen konnten schließlich neun Männer und Frauen sowie eindeutige „Beweise“ für eine zuvor stattgefundene Geburtstagsfeier mit geschätzten 30 Personen festgestellt werden.
    In der Folge solidarisierten sich mehrere hinzukommende Nachbarn mit der verbotenen Party-Gesellschaft. Zusammen attackierten sie die Einsatzkräfte verbal in aggressivem Ton und machten dabei ihrem Unmut über den Einsatz laut. Dafür fielen auch Äußerungen, die nach Polizeiangaben dem Reichsbürgertum zugeordnet werden können. Die Polizisten konnte eine weitere Eskalation jedoch verhindern und die erforderlichen Maßnahmen zu Ende bringen. Die Party wurde aufgelöst, es gab entsprechende Anzeigen.

    Hüttenparty in Hausham (Samstag, 6. März, 19 Uhr): Aufgrund einer Mitteilung überprüfte eine Streifenbesatzung der Polizei Miesbach eine Hütte im Gemeindebereich Hausham. Beim Eintreffen flüchteten mehrere Jugendliche von der Örtlichkeit. In der Hütte konnten noch neun Personen im Alter von 13 bis 15 Jahren angetroffen werden, die alle aus unterschiedlichen Hausstände stammten und sich nicht an die geltenden Infektionsschutzmaßnahmen hielten. Im Rahmen der Anzeigenaufnahme beleidigte eine 15-Jährige die eingesetzten Polizisten als „Scheiß Bullen“. Sie erhielt eine gesonderte Anzeige wegen Beleidigung. Das Treffen wurde schließlich aufgelöst.

    Sieben „Gäste“ fliehen in Freilassing (Samstag, 6. März, 23.15 Uhr): Ebenfalls einem entsprechenden Hinweis aus der Bevölkerung ging die Polizei Freilassing in einer Wohnung in der Münchner Straße von Freilassing nach. In der Wohnung trafen die Beamten auf sieben feiernde Personen im Alter zwischen 19 und 22 Jahren. Ungefähr genauso vielen Gästen gelang die Flucht über den Balkon im ersten Stock.

    Wohnungsparty in Wasserburg (Samstag, 6. März, 23.30 Uhr): Nach einer Mitteilung aus der Bevölkerung überprüften Beamte der Polizei Wasserburg eine Wohnung im Steinmühlweg. Dort wurden acht Personen aus unterschiedlichen Haushalten angetroffen, die sich nicht an die geltenden Infektionsschutzmaßnahmen hielten. Alle acht im Alter zwischen 19 und 23 Jahren wurden angezeigt, das Treffen aufgelöst.

    „Ungeschickte Partygesellschaft“ in Wasserburg (Sonntag, 7. März, 0.10 Uhr): Um kurz nach Mitternacht verhielt sich eine junge Partygesellschaft in der Nachbarschaft zur Polizeiinspektion Wasserburg laut und ungeschickt. Die Beamten der Dienststelle wurden darauf aufmerksam und überprüften schließlich die Wohnung, von welcher der Lärm ausging. Darin traf die Streifenbesatzung auf sieben feiernde Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren aus unterschiedlichen Hausständen, die schließlich wegen Verstößen gegen die geltenden Infektionsschutzmaßnahmen angezeigt werden mussten. Anschließend wurde auch dieses Treffen beendet.

Update, 12.23 Uhr - Polizei beendet große Corona-Party in München

Am frühen Samstagmorgen, 6. März, wurde die Münchner Polizei verständigt, dass im Stadtteil Schwabing in einem Gebäude eine Party mit etwa 100 Personen stattfinden soll. Daraufhin fuhren zahlreiche Beamte zur genannten Örtlichkeit, wo dann auch sofort laute Musik festgestellt werden konnte. Auf Klingeln und Klopfen durch die Polizei wurde nicht reagiert. Letztendlich wurde die Eingangstür dann durch einen Verantwortlichen aufgesperrt. Im Gebäude konnten jede Menge benutzte Flaschen und Gläser aufgefunden werden.

Die „dazugehörigen“ Personen konnten nach und nach im Anwesen verteilt angetroffen werden. Insgesamt wurden 27 Personen festgestellt. Von allen wurden die Personalien erhoben und sie erhielten anschließend einen Platzverweis. Dazu gab es Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Ein 19-Jähriger aus München wollte dem ausgesprochenen Platzverweis trotz mehrfacher Aufforderung nicht nachkommen und wurde deshalb in der Folge in Polizeigewahrsam genommen. In diesem Zusammenhang beleidigte er noch einen Polizeibeamten und muss nun auch noch mit einer entsprechenden Anzeige rechnen. Ein anderer 19-Jähriger, mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen, verweigerte die Angaben zu seiner Person und filmte dazu die ihn betreffenden Maßnahmen der Polizeibeamten mit seinem Smartphone. Sein Smartphone wurde daraufhin als Beweismittel beschlagnahmt. Eine weitere 20-Jährige aus München, die ebenfalls wiederholt einem Platzverweis nicht nachkam, musste schließlich ebenfalls in Polizeigewahrsam genommen werden.

Update, 11.22 Uhr - Gesundheitsamt Mühldorf meldet 20 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Mühldorf hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 20 neue bestätigte Corona-Fälle gemeldet (Stand: 7. März, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt dazu derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es in Stadt und Landkreis Mühldorf insgesamt 211 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 98,4.

Update, 10.15 Uhr - Inzidenz steigt weiter: „Notbremse“ droht

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 7. März 2021).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen haben sich in den Städten und Kreisen der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Laut neuesten RKI-Daten blieb der Wert im Landkreis Mühldorf unverändert bei 98,4. Die Kreise Rosenheim (von 84,2 auf 80,0), Berchtesgadener Land (von 94,4 auf 87,8) und Altötting (von 113,9 auf 109,4) meldeten fallende Inzidenzen.

Eine leichte Steigerung gab es im Landkreis Traunstein von 73,3 auf 76,6. In der Stadt Rosenheim stieg der Wert von 108,6 auf 114,9 weiter an. Am Samstag war der Wert dort über die 100er-Marke geklettert. Liegt dieser auch am Montag noch darüber, greift die Corona-Notbremse, was wieder deutlich stärkere Restriktionen für die Bürger zur Folge hätte. Weitere Todesfälle aus der Region wurden nicht gemeldet.

Update, 9.03 Uhr - Polizei löst Corona-Party in Innsbrucker Hotel auf

Die Tiroler Polizei hat am späten Samstagabend, 6. März, im Innsbrucker Stadtteil Igls eine verbotene Corona-Party in einem Hotel aufgelöst. Nach entsprechenden Hinweisen fuhren gegen 23 Uhr mehrere Streifen zu dem betroffenen Objekt. Dort stellten die Beamten dann rund 20 Personen fest, die bei lauter Musik auf einem Balkon und in einem angrenzenden Hotelzimmer feierten.

Bei den „Partygästen“ handelte es sich um Mitarbeiter einer Firma, die in dem betroffenen Hotel derzeit untergebracht sind. Die Veranstaltung wurde gegen 23.20 Uhr aufgelöst. Alle Beteiligten erhielten Anzeigen wegen Verstoßes gegen die österreichischen Infektionsschutzregeln sowie eine Anzeige wegen Ruhestörung obendrauf.

Jetzt mehr als 2,5 Millionen Infizierte in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt binnen eines Tages 8103 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 96 neue Todesfälle verzeichnet (Stand: 7. März, 0 Uhr). Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen jedoch meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7890 Neuinfektionen und 157 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 66,1 - und damit im Vergleich zum Vortag (65,6) etwas höher. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte (News-Ticker Samstag, 6. März).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.500.182 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.304.300 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 71.900. In Bayern kamen elf weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 12.633).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 1,06 (Stand: 6. März; Vortag 1,04). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mw/dpa

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