News-Ticker zur Corona-Pandemie

Deutlich mehr Sterbefälle zu Jahresanfang in Bayern

Person hält Hand
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Symbolbild: Der Anstieg der Todeszahlen liegt wohl auch an der Corona-Krise. 

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Dienstag, 9. Februar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 50,4, Landkreis Rosenheim 67,0, Landkreis Traunstein 112,8, Landkreis Berchtesgadener Land 108,0, Landkreis Mühldorf 131,2, Landkreis Altötting 104,0 (Quelle/Stand: RKI, 9. Februar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2774, Landkreis Rosenheim 10.204, Traunstein 7103, Berchtesgadener Land 4047, Mühldorf 4326, Altötting 3686 (Quelle/Stand: RKI, 9. Februar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 51, Landkreis Rosenheim 411, Traunstein 188, Berchtesgadener Land 89, Mühldorf 113, Altötting 156 (Quelle/Stand: RKI, 9. Februar, 0 Uhr)
  • Mindestens 62.156 Todesfälle in Deutschland (11.226 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.54 Uhr - Deutlich mehr Sterbefälle zu Jahresanfang in Bayern

Anfang Januar sind in Bayern deutlich mehr Menschen gestorben als in den Vorjahresmonaten. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes starben in der ersten Woche dieses Jahres 3548 Menschen im Freistaat. In den vergangenen vier Jahren lag die durchschnittliche Zahl der Sterbefälle für Bayern in jener Woche noch bei 2846.

Der Anstieg der Todeszahlen liegt wohl auch an der Corona-Krise. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete in der ersten Kalenderwoche allein für Bayern 746 Covid-19-Todesfälle.

Bundesweit starben in diesem Januar nach Angaben des Statistischen Bundesamts 103 804 Menschen, 18 Prozent mehr als durchschnittlich im Januar der vier Vorjahre. Zurückzuführen sei dies auf eine Zunahme von Sterbefällen in der Altersgruppe ab 80 Jahren. Dort sei die Zahl um 29 Prozent gestiegen. Bei den Menschen unter 80 Jahren liege das

Update, 18.05 Uhr - Masken könnten wie Warnwesten in Autos Pflicht werden

Autofahrer könnten künftig dazu verpflichtet werden, zwei Masken zum Schutz vor dem Coronavirus in ihrem Fahrzeug dabei zu haben.

Wie die „Saarbrücker Zeitung“ berichtet, plant das Bundesverkehrsministerium eine „Mitführpflicht“ von Mund-Nase-Bedeckungen auch für die Zeit nach der Pandemie. Das gehe aus einer Stellungnahme des Ressorts an den Petitionsausschuss des Bundestages hervor, die der Zeitung vorliege.

Das Verkehrsministerium erklärte auf dpa-Anfrage, es prüfe, bei der nächsten Änderungsverordnung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) eine Mitführpflicht von zwei Mund-Nasen-Bedeckungen vorzuschlagen.

Laut der Zeitung will sich das Ministerium an den Regelungen für Warnwesten orientieren. Auch für sie gilt eine „Mitführpflicht“, Verstöße können dann mit einem Bußgeld von 15 Euro geahndet werden. In der Stellungnahme heißt es, eine solche Vorgabe sei schneller umzusetzen als Masken für den Verbandskasten vorzuschreiben.

Der ADAC sieht eine „Mitführpflicht“ von Mund-Nase-Bedeckungen auch für die Zeit nach der Corona-Pandemie eher kritisch.

Update, 17.40 Uhr -Corona-Ausnahme: Blumenverkauf am Valentinstag erlaubt

Die bayerische Staatsregierung lässt am Valentinstag eine kleine Ausnahme vom strikten Corona-Lockdown zu: Blumenläden dürfen am kommenden Sonntagmorgen Blumen verkaufen, wenn auch nur zur Abholung im sogenannten „Click&Collect“ und ohne vorherige Besichtigung im Geschäft. Das hat das Arbeitsministerium in einer neuen Vorschrift bekannt gemacht, die nur für den Valentinstag gilt.

Ansonsten wären Menschen, die Frau, Freundin, Freund, Ehemann, Lebenspartner oder sonstigen Angebeteten einen Strauß verehren wollen, auf die Blume von der Tankstelle angewiesen gewesen.

„So kann trotz aller Schwierigkeiten durch die Corona-Pandemie an diesem Tag ein bisschen Normalität einkehren“, sagte Arbeitsministerin Carolina Trautner (CSU). „Gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist es wichtig, dem Partner oder der Partnerin seine Wertschätzung zu zeigen und zu verwöhnen.“

Allerdings sollten Blumenkäufer nicht zu spät aufstehen, in der Mittagszeit um 12 Uhr müssen die Floristen wieder zusperren. Der Valentinstag ist für Blumenläden einer der wichtigsten Tage des Jahres.

Update, 17.14 Uhr - Merkel gegen jegliche Corona-Lockerungen vor 1. März

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich gegen jegliche Öffnungsschritte beim aktuellen Corona-Lockdown bis zum 1. März ausgesprochen.

Die Zeit, in der die britische Virusvariante noch nicht die Oberhand gewonnen habe, sei entscheidend, um mit aller Kraft die Infektionszahlen herunter zu bekommen, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von mehreren Teilnehmern am Dienstag in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag.

Ihre Auffassung sei aus diesem Grund, dass man mit jeglichem Öffnungsschritt bis zum 1. März warten solle, sagte Merkel demnach. Dies sei für Eltern und andere Betroffene schwer. Man könne dann aber Öffnungsschritte „mit besserem Gewissen machen“.

Darüber gebe es noch Differenzen, räumte die Kanzlerin vor ihren Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Mittwoch ein. Merkel sagte, sie erwarte, dass die britische Variante des Virus in wenigen Wochen auch in Deutschland die dominante sein werde.

Update, 16.59Uhr - Zwei neue Covid-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern zwei weitere bestätigte Covid-19-Fälle im Landkreis gibt. 

Davon befanden sich keine Personen als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.047 (Meldestand RKI: 9. Februar, 0 Uhr).

Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 108,6 (Stand: 09.02.2021, 0:00 Uhr). In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 115 neue COVID-19-Fälle.

Update, 16.38 Uhr - Informationen zum Coronavirus im Landkreis Traunstein 

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 768 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 112,8.

Seit der letzten Pressemitteilung am 08. Februar sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 28 Neuinfektionen eingegangen. Die Fälle kommen aus den Kontaktpersonennachverfolgungen bekannter positiver Fälle sowie aus dem privaten und familiären Umfeld.

Es liegen insgesamt 7126 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden .Als genesen gelten mindestens 6169 Personen (58 Personen mehr seit der Meldung vom 8. Februar).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Es handelt sich dabei um einen 80 Jahre alten Mann. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 189 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 33 COVID-19-Patienten behandelt, davon 27 auf der Normalstation und sechs auf der Intensivstation.

Update 15.51 Uhr - Beschlussvorlage vor dem Bund-Länder-Gipfel durchgesickert

Die Bild-Zeitung hat angeblich bereist erfahren, was in der Beschlussvorlage für den Bund-Länder-Gipfel am Mitwoch stehen soll. Die Details hat rosenheim24.de in einem Extra-Artikel zusammengefasst.

Update, 14.48 Uhr - Corona-Mutationen in Österreich: Ausreise aus Tirol zunächst nur noch mit Test

Österreich verhängt im Ringen gegen eine Ausbreitung der Corona-Mutationen nun doch schärfere Maßnahmen in Tirol. Aus dem Bundesland sei - von Osttirol abgesehen - vom kommenden Freitag an für zehn Tage eine Ausreise nur noch mit negativem Coronatest möglich, sagte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag in Wien.

„Auf unserem Kontinent, also in der Europäischen Union, setzen sich die britische und die südafrikanische Mutation durch“, erklärt Sebastian Kurz weiter. Diese seien um rund ein Drittel ansteckender. Während die bestehenden Impfstoffe die britische Mutante abdeckten, sei die südafrikanische anders zu behandeln, weil hier der Astrazeneca-Impfstoff kaum Wirkung zeigt.

Die Situation in Tirol sei mit 400 Verdachtsfällen eine besondere, 293 Fälle seien bestätigt, 129 noch aktiv. Besonders betroffen ist der Bezirk Schwaz.

Update, 13.55 Uhr - Polizei beendet Stammtisch-Treffen in Burgkirchen

Am Montagnachmittag, 8. Februar, beendete die Polizei in Burgkirchen (Landkreis Altötting) eine verbotene Stammtisch-Zusammenkunft. Gegen 16 Uhr waren insgesamt sieben Personen aus verschiedenen Haushalten in einem privaten Stüberl von den Beamten entdeckt worden. Den Personen war die Regelung nach dem Infektionsschutz-Gesetz bekannt, wonach solche Treffen derzeit einfach nicht möglich sind. Es wurden entsprechende Anzeigen gefertigt.

Update, 13.28 Uhr - Polizei kontrolliert in München über 1200 Mal

Im Zeitraum zwischen Montag, 8. Februar, und Dienstag, 9. Februar, jeweils 6 Uhr, führte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis insgesamt über 1200 Kontrollen durch, um die Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln zu überprüfen. Dabei wurden 71 Verstöße angezeigt, wobei nach Polizeiangaben in 18 Fällen die Ausgangssperre betroffen war.

Update, 12.50 Uhr - Merkel will Lockdown verlängern, Bund und Länder für Inzidenz-Stufen für Lockerung

Einen Tag vor dem Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch (10. Februar) sickern erste Details zu den Plänen der Politik durch. Wie die Bild berichtet, macht Bundeskanlzerin Angela Merkel Druck auf die Länderchefs. Sie will laut dem Bericht eine öffnungsfreie Lockdown-Verlängerung bis Ende Februar.

Erste stufenweise Lockerungen für das öffentliche Leben insgesamt könnte es ab dem 1. März geben. Dabei wollen sich Bund und Länder nach Informationen des Wirtschaftsmagazins „Business Insider“ offenbar an den Inzidenzwerten 35, 20 und 10 orientieren. Hinzukommen sollen noch weitere Indikatoren des Infektionsgeschehens. Welche das genau sein sollen, werde derzeit noch beraten. Die Schwierigkeit liege dem Vernehmen nach darin, geeignete Indikatoren zu finden, die die Gefahr durch Mutationen angemessen abbilden und trotzdem einfach verständlich sind.

Eine detaillierte Liste mit Angeboten und Einrichtungen würden Bund und Länder auf dem Corona-Gipfel am Mittwoch allerdings wohl nicht verabschieden. Stattdessen soll es ein grobes Raster geben, innerhalb dessen die Länder einen gewissen individuellen Spielraum bekommen sollen. So sei dem Bericht nach im Gespräch, Restaurants bei einem lokalen Unterschreiten der Inzidenz von 35 (möglicherweise mit Berücksichtigung weitere Faktoren) zu öffnen, wobei es dann von den Ländern zu definierende Beschränkungen etwa bei Öffnungszeiten oder der Anzahl der Gäste geben werde.

Update, 12.15 Uhr - Lauterbach gegen Lockerungen: Sonst dritte Welle mit „Turbo-Virus“

Trotz sinkender Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen sieht der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach baldige Lockerungen der staatlichen Beschränkungen sehr skeptisch. Grund sind die um sich greifenden, wahrscheinlich deutlich ansteckenderen Virusmutanten, wie der Mediziner auf Twitter schrieb. In eigenen Berechnungen komme er zu dem Ergebnis, dass bei derzeitiger Ausbreitung der Mutanten die Fallzahlen nur noch bis Ende Februar sinken dürften, dann komme eine dritte Welle der Pandemie.

Somit sei die Entscheidung bei den Bund-Länder-Beratungen an diesem Mittwoch „extrem schwer“, schrieb Lauterbach: Die Bevölkerung erwarte Lockerungen, weil die Fallzahlen sinken. Epidemiologisch gesehen „müssten wir sogar verschärfen“, weil eine dritte Welle mit „Turbo-Virus“ drohe, warnte er. Zusätzlich gefährdeten Lockerungen den Impferfolg, weil bei einigen Mutanten Impfungen weniger gut wirkten.

Weiter schrieb Lauterbach: „Die politisch schlechteste Lösung wäre: Warten, bis die 3. Welle beginnt, weil dann die Bevölkerung reif für die schlechte Nachricht wäre. Das wäre falsch. Weil die verlorene Zeit nicht einholbar ist. Es bliebe nur Lockdown bis Ostern. Jetzt sind Mut und Transparenz gefragt.“

Update, 11.18 Uhr - CSU-Generalsekretär: Schließung der Grenze kein Tabu

Angesichts der österreichischen Corona-Lockerungen bei gleichzeitig hohen Infektionszahlen wird in Bayern über eine Schließung der Grenzen nachgedacht. „Das, was Österreich macht, ist aus unserer Sicht unverantwortlich“, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Dienstag in der Sendung „Frühstart“ von RTL und n-tv. Für Sorge in Deutschland sorgt die starke Ausbreitung von Virus-Mutanten aus Großbritannien und Südafrika, vor allem in dem direkt an Bayern angrenzenden Tirol.

 „Wir werden nicht zulassen, dass sich diese Welle über die Grenze zu uns nach Deutschland breit macht“, sagte dazu Blume. „Deswegen ist es gut und wichtig, dass auch die Grenzkontrollen jetzt wieder intensiviert werden.“ Darüber hinaus müsse aber „auch Grenzschließung eine Möglichkeit sein“, wenn auch nur als „Ultima Ratio“.

Update, 10.20 Uhr - Erste Länder vereinbaren Reisefreiheit für Geimpfte

Israel und Griechenland wollen in der Corona-Krise Tourismus für Geimpfte ermöglichen. Vertreter beider Länder verständigten sich am Montag in Jerusalem darauf, geimpften Bürgern Reisen zwischen den Staaten ohne Auflagen zu gestatten, sobald die Flugbeschränkungen aufgehoben sind.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte bei einer Pressekonferenz mit seinem griechischen Kollegen Kyriakos Mitsotakis, die Reisen sollten ohne Einschränkungen und Quarantäne möglich sein. Griechenlands Regierungschef hoffte, israelische Touristen so schnell wie möglich in seinem Land zu begrüßen. Basis der Abmachung ist die gegenseitige Anerkennung sogenannter Grüner Impfpässe. In Israel ist der internationale Flughafen Ben Gurion vorerst geschlossen, um das Einschleppen von Coronavirus-Mutanten zu verhindern.

In der EU wird kontrovers über eine mögliche Aufhebung von Reisebeschränkungen für Menschen mit Corona-Impfung diskutiert. Mitsotakis hatte sich für Reisefreiheit von Geimpften eingesetzt. Absehbar können diese innerhalb der Gemeinschaft jedoch nicht mit Erleichterungen rechnen. Zwar arbeiten die 27 EU-Staaten an einem gemeinsamen Impfpass. Die Debatte über mögliche, damit verbundene Vorteile wurde jedoch im Januar vertagt. Ungeklärt ist noch eine mögliche Ansteckungsgefahr von Menschen, die bereits geimpft sind.

Update, 9.33 Uhr - Landkreis Altötting meldet 12 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 12 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 3687 Personen (Stand: 8. Februar, 16.30 Uhr). Aktuell gibt es im Landkreis 197 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Garching (36), Altötting (26) und Burghausen (24). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 104,0.

Update, 8.59 Uhr - 469 neue Corona-Fälle in Bayern

469 Corona-Neuinfektionen haben die bayerischen Behörden dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - lag am Dienstag bei 74,7. (Stand: 9. Februar, 0 Uhr). Bundesweit sank der Inzidenzwert auf 72,8 - und lag damit erstmals seit mehr als drei Monaten unter der Schwelle von 75. Das politische Ziel ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von langfristig unter 50.

25 Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat lagen nach den Zahlen unter dem Inzidenzwert von 50 - vier aber noch über 200. Den höchsten Wert hatte der Landkreis Tirschenreuth mit 392,8. Er ist damit bundesweit Spitzenreiter. Die wenigsten Neuinfizierten binnen einer Woche bezogen auf die Einwohnerzahl gab es im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen mit einer Inzidenz von 22,6. 80 neue Todesfälle wurden in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. In Bayern sind seit Beginn der Pandemie 414.332 Infektionen und 11.226 Tote gemeldet worden.

Update, 8.11 Uhr - RKI meldet sechs weitere Todesfälle in der Region

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickeltGestiegen sind die Inzidenzen in den Kreisen Berchtesgadener Land (von 107,6 auf 108,6) und Mühldorf (von 132,0 auf 131,2). Gesunken sind die Inzidenzen dagegen im der Stadt Rosenheim (von 51,9 auf 50,4), dem Landkreis Rosenheim (von 67,3 auf 67,0), dem Kreis Traunstein (von 119,0 auf 112,0) und dem Kreis Altötting (von 107,6 auf 108,6).
In der Region wurde laut RKI sechs weitere Todesfälle gemeldet. Drei Personen verstarben im Kreis Mühldorf, zwei im Kreis Altötting und eine Person im Landkreis Rosenheim. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.08 Uhr - Aiwanger will Ausgangssperre beenden

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat sich angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen für ein Ende der abendlichen Ausgangssperre eingesetzt. „In meinen Augen ist jetzt auch die Sperrstunde nicht mehr angemessen“, sagte Aiwanger im Interview der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag).

Er wolle die Gefahren durch Corona keineswegs kleinreden und habe sich auch für die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken eingesetzt. „Dann muss man aber auch die zusätzlich gewonnene Sicherheit für Öffnungen nutzen, um wieder Steuergelder zu erwirtschaften und den Menschen nicht mehr Freiheitseinschränkungen abzuverlangen als nötig“, sagte Aiwanger vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch.

Aiwanger forderte zudem die Öffnung von Grundschulen, Kitas und Friseurgeschäften. Zwar denke noch niemand daran, im Februar Kneipen und Discos zu öffnen, betont Aiwanger. „Ein Schuhgeschäft, das der Kunde wie beim Supermarkt-Besuch mit einer FFP2-Maske betritt, sollte aber auch wieder öffnen können“, sagte er. Es gelte, möglichst viel Normalität zuzulassen, ohne das Risiko unverhältnismäßig zu erhöhen. Aiwanger spricht sich dafür aus, den Lockdown so zu beenden, wie er angegangen wurde: „Zuerst Friseure und Einzelhandel, dann in einem weiteren Schritt Gastro, Hotellerie und Veranstaltungen.“

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erstmals seit drei Monaten unter 75

Erstmals seit mehr als drei Monaten liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 75. So wurden binnen einer Woche 72,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an die Gesundheitsämter übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen meldete. Die Zahl sinkt seit mehreren Wochen. Ihren Höchstwert hatte die Sieben-Tage-Inzidenz am 22. Dezember mit 197,6 Fällen pro 100.000 Einwohner. Unter die Schwelle von 100 war sie vor zwölf Tagen gerutscht. Das politische Ziel ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von langfristig unter 50.

Binnen eines Tages meldeten die deutschen Gesundheitsämter dem RKI 3379 Corona-Neuinfektionen. Außerdem wurden 481 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6114 Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.291.924 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 09.02., 0 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg um 481 auf 62.156. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.057.300 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,94 (Vortag 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mh/mw/dpa

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