News-Ticker zur Corona-Pandemie

Söder und Merkel rechtfertigen Lockdown-Verlängerung um drei weitere Wochen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch, 10. Februar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 62,9, Landkreis Rosenheim 63,5, Landkreis Traunstein 107,7, Landkreis Berchtesgadener Land 89,7, Landkreis Mühldorf 111,3, Landkreis Altötting 84,3 (Quelle/Stand: RKI, 10. Februar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2787, Landkreis Rosenheim 10.223, Traunstein 7130, Berchtesgadener Land 4067, Mühldorf 4339, Altötting 3694 (Quelle/Stand: RKI, 10. Februar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 51, Landkreis Rosenheim 411, Traunstein 189, Berchtesgadener Land 89, Mühldorf 115, Altötting 157 (Quelle/Stand: RKI, 10. Februar, 0 Uhr)
  • Mindestens 62.969 Todesfälle in Deutschland (11.371 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.35 Uhr - Lockdown-Verlängerung um drei weitere Wochen

Die aktuell geltenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden grundsätzlich bis zum 7. März verlängert. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder am Mittwoch nach mehrstündigen Beratungen verständigt. Sollte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen bis dahin stabil unter 35 gesunken sein, sollen die Beschränkungen danach schrittweise gelockert werden.

Dann sollten der Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen unter konkreten Auflagen wieder aufmachen können, heißt es in dem Beschluss von Bund und Ländern.

>>> Beschluss der Bundesregierung <<<

Momentan liegt die Zahl pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bundesweit im Schnitt bei 68 bestätigten Neuinfektionen täglich. Der Wert von 35 sei durchaus in Sichtweite, betonte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU): „Es ist kein Vertagen auf den Sankt-Nimmerleinstag.“

Eine Ausnahme soll es für Friseure geben. Sie sollen unter strikten Hygiene-Auflagen bereits Anfang März wieder öffnen dürfen. Wann es welche Öffnungsschritte in Schulen und Kindertagesstätten geben soll, wird nicht bundeseinheitlich geregelt. Merkel sagte, sie hätte mit diesen Öffnungen gerne erst ab dem 1. März begonnen. Die Länder, die für Bildung zuständig sind, hätten dies aber anders beurteilt.

Etliche Bundesländer wollen die wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Schulen bereits im Februar schrittweise öffnen - Bayern aber wohl nicht.

Corona-Gipfel: Merkel, Müller und Söder über Ergebnisse

Update, 20.10 Uhr - „Vorsicht mit Perspektive“ lautet Söders neue Devise

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte: „Sehr positiv ist, dass alle Maßnahmen, die wir getroffen haben, wirken!“ In Bayern seien die Zahlen seit Lockdown-Beginn um 90 Prozent gesenkt worden. Das sei aber nur eine Seite der Medaille. Die Kehrseite sei nämlich die angespannte Stimmung in der Bevölkerung. Allerdings gelte es jetzt, weiter durchzuhalten und vor allem die Mutationen weiter entschieden zu bekämpfen.

„Vorsicht mit Perspektive“ laute deswegen nun die Devise für die nächsten Wochen. Söder kündigte bereits an, dass man im Freistaat in Sachen Schule und Kitas wohl sehr vorsichtig vorgehen werde. „Es war heute wieder eine lange, aber fruchtbare Diskussion gewesen“, fasste der Landeschef die Beratungen zusammen. Zugleich dankte er der Bevölkerung für die aus seiner Sicht nach wie vor große Akzeptanz der Maßnahmen. Insgesamt habe man eine „kluge, ausgewogene und balancierte Strategie“ für die nächsten Wochen erarbeitet, so Söder abschließend. Der „vorsichtiger Kurs“ habe sich durchgesetzt.

Update, 19.57 Uhr - Müller: „Wäre fatal, jetzt zu früh aufzugeben!“

Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sprach ebenfalls von einer positiven Entwicklung bei den Fallzahlen und dass der Lockdown seine Wirkung zeigen würde. „So mühsam und ermüdend der Weg der letzten Monate und Wochen auch war - er hat vielen Menschen das Leben gerettet“, sagte Müller und dankte den Bürgern in Deutschland ausdrücklich für ihre Solidarität .„Es wäre jedoch fatal, jetzt ein, zwei Wochen zu früh aufzugeben“, so Müller weiter.

Es gelte jetzt noch weiter durchzuhalten, damit man anschließend endlich wieder zu einer Art „Normalität“ zurückkehren könne. Zudem sei es nun besonders wichtig, den Kindern und Jugendlichen in Sachen Kitas und Schule eine Perspektive zu geben. Deswegen müsse hier alles unternommen werden, um so schnell wie möglich zum Präsenzunterricht - zumindest teilweise - zurückkehren zu können.

Update, 19.53 Uhr - Friseure dürfen ab 1. März wieder öffnen

Anschließend stellte Merkel die Maßnahmen vor: Zunächst ging sie auf Schulen und Kitas ein. Merkel betonte, dass sie sich eine einheitliche Öffnung ab 1. März gewünscht hätte. Jedoch habe man sich darauf verständigt, dass alle Bundesländer selbst über die etwaige Öffnung ihrer Einrichtungen eigenständig entscheiden. Friseure dürfen zum 1. März wieder öffnen. Weitere Öffnungsschritte können danach jedoch erst ab einer Inzidenz von 35 erfolgen, hieß es.

Explizit wurden hier der Einzelhandel, körpernahe Dienstleistungen und Museen, jeweils mit Auflagen, genannt. Alles weitere, wie zum Beispiel die Bereiche Gastronomie und Sport, sollen zu einem späteren Zeitpunkt geregelt werden. Der nächste Bund-Länder-Gipfel soll am 3. März stattfinden. Die nun verabschiedeten Regeln gelten vorerst bis einschließlich 7. März.

Update, 19.46 Uhr - Merkel: Virus-Mutationen bereiten Sorgen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sind am Abend nach stundenlangen Verhandlungen vor die Presse getreten, um über die Ergebnisse der Beratungen beim Bund-Länder-Gipfel zu informieren. „Wir können mit der Entwicklung sehr zufrieden sein und ich möchte den Bürger dafür ausdrücklich danken. Im Lichte der verschiedenen Virus-Mutationen ist unser Weg jedoch noch nicht zu Ende“, sagte Merkel zu Beginn. 

Die entscheidende Frage dabei sei nun, wie schnell sich die neuen Virus-Varianten in Deutschland ausbreiten. Es gelte deswegen weiterhin, die Inzidenzen noch weiter nach unten zu bringen, um damit auch die Ausbreitung der Mutationen zu bremsen.

Update, 18.50 Uhr - Lockdown-Verlängerung bis in den März deutet sich an

Der Lockdown in Deutschland zur Corona-Bekämpfung wird voraussichtlich noch bis in den März hinein andauern. Das zeichnete sich am Mittwoch bei den Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Pandemie ab. Während eine Vorlage des Bundes eine Verlängerung der Maßnahmen bis zum 14. März vorsah, plädierten die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten in einem Arbeitspapier nach einer Vorbesprechung für den 7. März.

Friseure können sich indes Hoffnungen machen, bei strikter Einhaltung von Hygieneregeln bereits früher wieder öffnen zu dürfen. Hier deutete sich der 1. März an. Die Länderregierungschefs hatten zwar schon den 22. Februar angepeilt, sie gaben aber dem Druck von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach und verschoben den Zeitpunkt nochmals nach hinten.

Es zeichnete sich zudem ab, dass es wohl kein bundesweit einheitliches Vorgehen für die Öffnung von Schulen und Kitas geben wird. Die Vorlage des Bundes sieht vor, dieses besonders umstrittene Thema praktisch in das Ermessen der einzelnen Länder zu stellen.

Die Länderchefs und Merkel sollen sich auch grundsätzlich auf die Öffnungsbedingungen für Geschäfte im März geeinigt haben. Ab einer Inzidenz von 35 darf der Einzelhandel unter bestimmten Bedingungen wohl wieder öffnen.

Offen bleibt, wie es für viele andere Bereiche weitergehen soll - also vor allem für Restaurants, Hotels, Museen, Clubs, Theater und Konzerthäuser sowie den Amateursport.

Die Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich sollen weiter bleiben. Ebenso die Verpflichtung zum Tragen wirksamer Masken in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Weiter gilt die Aufforderung, nicht notwendige private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - zu unterlassen sowie - wo immer möglich - im Homeoffice zu arbeiten.

Update, 18 Uhr - Bund-Länder-Verhandlungen: Öffnung für Friseure ab 1. März in Sicht

Bei den Verhandlungen von Bund und Ländern zur Corona-Krise zeichnet sich die Wiederöffnung für Friseure ab dem 1. März ab. Auf Druck von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) haben die Ministerpräsidenten am Mittwoch bei ihrer Videoschalte zur Corona-Krise den zunächst angepeilten Termin 22. Februar noch einmal nach hinten verschoben. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach übereinstimmenden Teilnehmerangaben aus der Sitzung. Zur Begründung hieß es demnach, dass man glaube, dann bei den Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner unter der kritischen Marke von 50 zu liegen.

Ein finaler Beschluss zu dem Lockerungsplan steht dem Vernehmen nach aber noch aus. Zur Begründung für die Lockerungspriorität für Friseure hieß es in den Arbeitspapieren von Bund und Ländern: „Vor dem Hintergrund der Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene und der jetzt bereits seit längerem bestehenden Schließung erscheint es erforderlich, die Inanspruchnahme zu ermöglichen, da erhebliche Teile der Bevölkerung, insbesondere ältere Menschen, auf diese angewiesen sind.“

Update, 17.14 Uhr - Lindner: Corona-Pläne sind große Enttäuschung

FDP-Chef Christian Lindner hat vor einer Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis weit in den März gewarnt. „Jetzt pauschal vier Wochen alles zu verlängern, halten wir für unverhältnismäßig und zu lang“, sagte Lindner am Mittwoch vor Journalisten im Bundestag. „Öffnungsorgien erwartet niemand, aber alle erwarten eine Perspektive“, sagte Lindner. Die Runde der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) werde den eigenen Anforderungen nicht gerechnet.

„Man kann sagen, dass bei dieser Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin die Überschrift „Weiter so“ ist. In der jetzigen Situation, angesichts der enormen sozialen und wirtschaftlichen Schäden in unserem Land, ist „Weiter so“ aber zu wenig“, sagte Lindner und sprach von einer „großen Enttäuschung“. Er bekräftigte die Forderung nach dem flächendeckenden Einsatz technischer Mittel wie Raumluftfilter und Schutzmasken sowie nach einem Stufenplan für die Öffnung. Besorgt mache der Umgang mit den Grundrechten in Deutschland.

Update, 16.24 Uhr - Söder verärgert: „Es wurde eine Bazooka versprochen, aber aktuell ist es noch eine Steinschleuder ohne Stein“

Die Beratungen über den Corona-Lockdown zwischen den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel laufen schwierig. Bereits zu beginn haben viele Minister ihrem Frust laut einem Bild-Bericht freien Lauf gelassen und vor allem Wirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (62, SPD) scharf kritisiert, weil die versprochenen November-Hilfen nicht fließen. Besonders der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) monierte: „Es wurde eine Bazooka versprochen, aber aktuell ist es noch eine Steinschleuder ohne Stein. Das muss endlich gelöst werden!“

Dem Bericht zufolge sei auch die Kanzlerin selber wütend darüber und zeigte Unverständnis für das Wirtschafts- und Finanzministerium.

Update, 15.47 Uhr - 35 als neuer Richtwert

Die neue „magische Zahl“ ist 35. So oder so ähnlich wird es wohl in Zukunft aussehen, wenn es um Corona-Neuinfektionen geht. Wie aus dem vom Kanzleramt an die Staatskanzleien verschickte neue Entwurf für die Verhandlungen mit Merkel am Nachmittag hervorgeht, soll die 7-Tage-Inzidenz von 35 der neue Richtwert bei Lockerungen des Lockdowns werden - nicht mehr wie bisher gehandelt die 50.

Merkels Corona-Berater, Karl Lauterbach, erklärte der Bild gegenüber, dass diese Neujustierung des Wertes nötig sei, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Karl Lauterbach (57, SPD) geht sogar noch weiter und erklärte: „Wenn wir eine 25er-Inzidenz haben und der R-Wert nicht höher als 0,7 liegt, haben wir die Pandemie im Griff“.

Derzeit wird damit gerechnet, dass der Lockdown nochmal bis zum 7. März verlängert wird, nicht mehr wie bisher vermutet bis zum 14.

Update, 15.24 - 1400 Kontrollen in einer Nacht: Polizei München greift durch

Die Polizei München führte in der Nacht zum Mittwoch, den 10. Februar mehrere Kontrollen durch, um die Einhaltung der Infektionsschutzregelung zu sichern. Beinahe 1400 Kontrollen kamen innerhalb von einer Nacht dabei zusammen, wobei 90 Verstöße festgestellt wurden. in 18 davon ging es um die Ausgangssperre.

Am Dienstag hatte die Polizei zwischen 15 und 21 Uhr noch verstärkte Kontrollen am OEZ durchgeführt, weil es immer wieder zu Ordnungs- und Sicherheitsstörungen durch Jugendliche kommt. Insgesamt wurden die Personalien von 21 Personen dabei festgehalten, gegen zehn davon erging eine Anzeige wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update, 14.59 Uhr - Aiwanger sieht Chancen für Rest-Skisaison

Angesichts eines drastischen Einbruchs im bayerischen Tourismus während des Krisenjahres 2020 hat Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger erneut eine schnelle Öffnung von Hotels und Skiliften verlangt.

Es sollte möglich sein, in den nächsten Wochen mit einer Online-Buchung und Maskenbenutzung die Skigebiete zu öffnen, sagte er am Mittwoch bei der Vorstellung der Tourismusbilanz 2020. Die Zahl der Wintersportler sollte dabei auf den jeweiligen Pisten beschränkt werden, um eine Ansteckungsgefahr zu vermeiden.

Aiwanger bezeichnet das durch die Corona-Krise geprägte vergangene Jahr als „ein katastrophales Jahr“ für die Branche. Die Zahl der Gästeankünfte ging um die Hälfte zurück, nur noch knapp 20 Millionen Kunden kamen in die Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen.

Die Zahl der Übernachtungen sank um mehr als 40 Prozent auf rund 60 Millionen. „Das sind Einschnitte, die wir uns früher nicht hätten vorstellen können“, meinte der Minister.

Update, 14.38 Uhr - Mehr als eine Million Menschen in Deutschland zwei Mal geimpft

Rund sechs Wochen nach dem Impfstart in Deutschland haben rund 2,4 Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das neue Coronavirus erhalten. Rund 1,1 Millionen Bundesbürger bekamen darüber hinaus den zweiten Piks für den Schutz vor Sars-CoV-2. Das geht aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch hervor.

Die Impfungen sind bisher allein für Risikogruppen vorgesehen, die ein besonders hohes Erkrankungsrisiko haben. Unter den Immunisierten sind bundesweit rund 365.140 Pflegeheimbewohner, die durch die zweite Dosis einen Impfschutz aufbauen können.

Mehr als eine halbe Million Menschen erhielten die zweite Impfung aufgrund ihres Berufs, zum Beispiel im Bereich Pflege.

Update, 14.11 Uhr - Sieben-Tage-Inzidenz im BGL erstmals seit 15. Oktober wieder unter 100

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit 9. Februar 20 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich drei Personen als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation.

Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.067 (Meldestand RKI: 10.2, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 89,7 (Stand: 10.2, 0 Uhr).

Von den insgesamt 4.067 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 3.836 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 142 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 19 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 95 neue COVID-19-Fälle.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 257 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 32 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden drei Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 13.16 Uhr - Länder bereiten in gemeinsamer Schalte Beratungen mit Merkel vor

Die Ministerpräsidenten der Länder haben am Mittwochmittag gemeinsam beraten, um sich auf die um 14 Uhr geplante Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel vorzubereiten. Zuvor hatten sich die SPD- wie auch die von der Union geführten Länder erneut zu getrennten Beratungen zusammengeschaltet.

Bei den Gesprächen im Länderkreis dürfte der am Morgen vom Kanzleramt an die Staatskanzleien verschickte neue Entwurf für die Verhandlungen mit Merkel am Nachmittag eine wesentliche Rolle spielen. Nach diesem Papier sollen die Länder freie Hand für die Öffnung von Schulen und Kitas bekommen - der Lockdown in Deutschland könnte aber weitgehend bis zum 14. März verlängert werden. Eine Ausnahme soll es demnach für Friseure geben, die unter strikten Hygiene-Auflagen bereits Anfang März wieder öffnen könnten.

Offen bleibt, wie es für den Großteil der von der coronabedingten Schließung betroffenen Bereiche weitergehen wird - also etwa für weite Teile des Einzelhandels, Restaurants, Hotels, Museen, Clubs, Theater und Konzerthäuser sowie den Amateursport. Vor allem die Frage, wann der Handel wieder öffnen kann, dürfte in der Bund-Länder-Runde neben dem Bildungsthema eine größere Rolle spielen.

In den Verhandlungen waren wie immer Änderungen an dem Entwurf möglich. Eine abschließende Entscheidung gibt es wie üblich erst am Ende der Beratungen von Merkel mit den Ministerpräsidenten.

Update, 12.45 Uhr - 13 Neuinfektionen und zwei Todesfälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn sind zwei weitere Personen verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert waren. Seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 9. Februar gibt es 13 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 10. Februar, 0 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 208 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 10. Februar, 0 Uhr) bei 111,3.

Update, 12.14 Uhr - Umfrage: Mehrheit für Lockdown-Verlängerung bis Ende Februar

Eine Mehrheit der Deutschen würde laut einer Umfrage die Verlängerung des Corona-Lockdowns bis Ende Februar befürworten. Zwei Drittel (66 Prozent) der Befragten sprachen sich für eine Verlängerung des Lockdowns aus, wie aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervorgeht. Etwa ein Viertel (26 Prozent) sprach sich gegen eine Verlängerung aus.

Einen Unterschied bei der Akzeptanz eines verlängerten Lockdowns gibt es demnach zwischen Männern und Frauen: Männer würden eine Lockdown-Verlängerung häufiger befürworten (69 Prozent) als Frauen (64 Prozent).

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder beraten ab Mittwochnachmittag (14.00 Uhr) über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die bisherigen Regeln laufen am 14. Februar aus.

Update, 11.22 Uhr - Keine Corona-Lockerungen für Sport bis Mitte März

Der Corona-Stillstand für den Amateur- und Breitensport könnte bis mindestens Mitte März verlängert werden. Das sieht eine neue Vorlage für die Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie am (heutigen) Mittwoch vor. Trotz der Appelle der Sportministerkonferenz für schrittweise Lockerungen sind vorerst keine Erleichterungen für den Sport vorgesehen.

Millionen Amateur- und Breitensportler müssen derzeit wegen der Beschränkungen im Corona-Lockdown auf ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb verzichten. Profisportler können unter Ausschluss von Zuschauern und mit strengen Hygienekonzepten dagegen weiter Spiele und Wettbewerbe ausrichten.

Die Sportministerkonferenz hatte gefordert, den Sport in sämtlichen Erörterungen und Beschlussfassungen zu Lockerungen zu berücksichtigen. Sie befürworte ein stufenweises Vorgehen zur vollumfänglichen Wiederaufnahme des Sportbetriebs im Einklang mit den Zielen des Gesundheits- und Infektionsschutzes, hieß es.

In der Beschlussvorlage für die Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderchefs bleibt jedoch offen, wie es für den Großteil der von der coronabedingten Schließung betroffenen Bereiche weitergehen wird. Zum Sport gibt es keine konkreten Aussagen in dem Papier, das mit der Uhrzeit 7.40 Uhr am Morgen vom Kanzleramt an die Länder verschickt wurde.

Update, 10.52 Uhr - Wohl keine weiteren Öffnungen vorgesehen

Laut einem Papier, das am Mittwoch (10. Februar) vom Kanzleramt an die Länder verschickt wurde und der Deutschen-Presse-Agentur vorliegt, bleibt vorerst offen, wie es für den Großteil der von der coronabedingten Schließung betroffenen Bereiche weitergehen wird - also vor allem für weite Teile des Einzelhandels, Restaurants, Hotels, Museen, Clubs, Theater und Konzerthäuser.

Zu diesem Thema soll am 10. März weiter beraten werden. Alternativ werden nächste Öffnungsschritte „bei einer stabilen deutschlandweiten 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner“ vorgeschlagen. „Dieser nächste Öffnungsschritt soll die Öffnung des Einzelhandels mit einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro 20 qm umfassen, die Öffnung von Museen und Galerien sowie die Öffnung der noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe umfassen.“

Update, 10.18 Uhr - Länder sollen Schulen öffnen dürfen

Immer mehr Details sickern vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern ab 14 Uhr durch. Merkel hat nun offenbar ihren Widerstand bei dem „Streitpunkt Schule” aufgegeben. Nach „Bild”-Informationen lenkt die Kanzlerin nun ein: Bundesländer sollen selbst über Kita- und Schulöffnungen entscheiden dürfen. Das sei auf Druck von CDU-Chef Armin Laschet entschieden worden. Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen hat zuletzt immer wieder vor den fatalen Konsequenzen des Lockdowns insbesondere bei Kindern gewarnt. Das Thema Schule war bereits beim letzten Bund-Länder-Gipfel DER Streitpunkt zwischen Merkel und den Ministerpräsidenten.

Update, 10.03 Uhr - Biontech startet Impfstoffproduktion in Marburg

Das Mainzer Unternehmen Biontech hat in seinem neuen Werk im hessischen Marburg mit der Produktion seines Corona-Impfstoffs begonnen. Als erster Schritt werde das Botenmolekül mRNA hergestellt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Biontech hatte vor wenigen Tagen die arzneimittelrechtliche Erlaubnis dafür erhalten.

Im ersten Halbjahr 2021 sollen in Marburg 250 Millionen Dosen des Impfstoffes von Biontech und seines US-Partners Pfizer hergestellt werden. Die ersten am Standort Marburg hergestellten Impfstoffe werden nach Unternehmensangaben voraussichtlich Anfang April ausgeliefert.

Update, 9.44 Uhr - Friseure sollen angeblich ab 1. März öffnen dürfen

Vor Beginn der Beratungen zwischen Bund und Ländern sickern immer mehr Details zu den Verhandlungen durch. Demnach soll es zum Thema Friseure offenbar sogar einen eigenen Punkt auf der Tagesordnung geben. Ab 1. März sollen diese „unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken“ ihre Läden wieder öffnen können, berichtet nun der Fernsehsender n-tv.

Weiter heißt es: „Vor dem Hintergrund der Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene und der jetzt bereits seit längerem bestehenden Schließung erscheint es erforderlich, die Inanspruchnahme zu ermöglichen, da erhebliche Teile der Bevölkerung, insbesondere ältere Menschen, auf diese angewiesen sind.“ Welche Hygieneauflagen und welche Zutrittsregelungen dabei angewandt werden sollen, blieb zunächst offen.

Update, 8.58 Uhr - Lockdown soll bis 7. oder 14. März verlängert werden

Nun wurde offenbar das „X“ für das Enddatum des Lockdowns in der Beschlussvorlage vor dem Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch ersetzt: Wie die „Bild“ berichtet, soll der Lockdown demnach mindestens bis zum 7. oder 14. März andauern. Damit sind Lockerungen ab dem 1. März vom Tisch.

Update, 8.45 Uhr - Landkreis Altötting meldet neun neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt neun neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 3696 Personen (Stand: 9. Februar). Aktuell gibt es im Landkreis 176 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Garching (36), Altötting (23) und Burghausen (23). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 94,0.

Update, 6.51 Uhr - RKI meldet knapp 8100 neue Fälle und 813 Tote

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 8072 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 813 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet (Stand: 10. Februar, 0 Uhr). In diesen aktuellen Zahlen sollten auch 600 Nachmeldungen von Neuinfektionen aus Nordrhein-Westfalen enthalten sein, die laut RKI am Vortag gefehlt hatten. Vor genau einer Woche hatte das RKI 9705 Neuinfektionen und 975 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 68. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.299.996 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg um 813 auf 62.969. In Bayern kamen 145 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 11.371). Rund 2.073.000 Menschen gelten inzwischen als wieder genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,82 (Stand: 9. Februar; Vortag 0,89). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Merkel und Ministerpräsidenten beraten am Mittwoch ab 14 Uhr

Die Infektionszahlen sinken, aber es herrscht große Unsicherheit wegen der Mutationen des Coronavirus, die sich auch in Deutschland verbreiten. Eine schwierige Gemengelage - in der die Kanzlerin und die Länderchefs Lösungen finden müssen. Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder beraten an Mittwoch (14 Uhr) über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie (News-Ticker Dienstag, 9. Februar). Die bisherigen Regeln laufen am 14. Februar aus. Wahrscheinlich ist eine weitere Verlängerung des Lockdowns. Manches von dem, was beschlossen werden soll, ist absehbar, vieles ist aber noch völlig offen. Über die Beschlussvorlage hat rosenheim24.de bereits einen Extra-Artikel verfasst.

Es gibt allerdings auch gute Nachrichten: Erstmals seit mehr als drei Monaten liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut neuesten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 75. Das RKI gab den wichtigen Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen am frühen Dienstagmorgen zunächst mit 72,8 an, schränkte dann aber später ein, dass rund 600 Fälle aus Nordrhein-Westfalen fehlten. Der Wert sei daher um 0,8 zu niedrig, liege aber immer noch unter 75. Die fehlenden Daten aus Nordrhein-Westfalen sollen am Mittwoch in der Statistik berücksichtigt werden.

Ihren Höchstwert hatte die Sieben-Tage-Inzidenz übrigens am 22. Dezember mit 197,6 Fällen pro 100.000 Einwohner. Unter die Schwelle von 100 war sie vor zwölf Tagen gerutscht. Das politische Ziel ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von langfristig unter 50.

mw/mh/dpa

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