News-Ticker zur Corona-Pandemie

Nach Aussetzung des Impfstoffs in Dänemark: Deutschland hält an Impfungen mit Astrazeneca fest

Mehrere Impfdosen
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Impfdosen (Symbolbild)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag, 11. März, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 140,0, Landkreis Rosenheim 77,3, Landkreis Traunstein 78,4, Landkreis Berchtesgadener Land 89,7, Landkreis Mühldorf 119,1, Landkreis Altötting 112,1 (Quelle/Stand: RKI, 11. März, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2997, Landkreis Rosenheim 10.994, Traunstein 7689, Berchtesgadener Land 4524, Mühldorf 4817, Altötting 4154 (Quelle/Stand: RKI, 11. März, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 53, Landkreis Rosenheim 424, Traunstein 194, Berchtesgadener Land 96, Mühldorf 127, Altötting 175 (Quelle/Stand: RKI, 11. März, 0 Uhr)
  • Mindestens 72.810 Todesfälle in Deutschland (12.743 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.20 Uhr - Deutschland setzt Impfungen mit Astrazeneca-Impfstoff nicht aus

Deutschland setzt die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca nicht aus. Bislang gebe es keine Hinweise, dass der Todesfall in Dänemark mit dem Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca in kausaler Verbindung stehe, teilte das Paul-Ehrlich-Instuitut am Donnerstagabend in Langen mit. Nach einer ersten Prüfung halte auch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) „an der positiven Bewertung des zugelassenen Astrazeneca-Impfstoffs fest“, hieß es.

Dänemark hatte entschieden, vorübergehend niemanden mehr mit dem Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens zu impfen. Als Grund wurden Berichte über schwere Fälle von Blutgerinnseln genannt. Dabei wurde auch über einen möglichen Todesfall berichtet. Man könne jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststellen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Vakzin und den Blutgerinnseln bestehe, hieß es. Nach Behördenangaben wird der Stopp zunächst 14 Tage dauern.

Bis 10. März wurden der EMA nach eigenen Angaben 30 Fälle von „thromboembolischen Ereignissen“ bei fast fünf Millionen mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpften Menschen in der EU gemeldet. Dies sei nicht mehr als statistisch zufällig auch ohne Impfung in der Bevölkerung vorkomme.

Es gebe derzeit „keinen Hinweis, dass die Impfung diese Erkrankungen verursacht hat“, schrieb das PEI. „In Übereinstimmung mit der EMA überwiegt aus Sicht des Paul-Ehrlich-Instituts der Nutzen der Impfung die bekannten Risiken.“

Der Impfstoff von Astrazeneca wird bisher in Deutschland seltener eingesetzt als der von Biontech/Pfizer. Der jüngste Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts zählte bis 26. Februar 363 645 Impfungen mit dem Produkt von Astrazeneca. Dem stehen 5,4 Millionen Impfungen mit dem Präparat von Biontech/Pfizer gegenüber. Noch seltener sind Impfungen mit dem Präparat von Moderna (168 189 Impfungen).

Update, 19.19 Uhr - Münchner Polizei sprengt Geburtstagsparty und Versammlung

Die Münchner Polizei hat im Zeitraum von Mittwoch, 10. März, 6 Uhr, bis Donnerstag, 11. März, 6 Uhr, eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen durchgeführt, um die Einhaltung der aktuellen Infektionsschutzregelung zu überprüfen. Über 1100 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 41 Verstöße angezeigt.

Am Mittwoch, 10. März, gegen 21.15 Uhr, wurde in einem gastronomischen Betrieb im Stadtteil Moosach eine Versammlung abgehalten. Die eingesetzten Beamten stellten fest, dass mehrere Versammlungsteilnehmer die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung nicht trugen. Sie wurden angezeigt. Die Versammlung war zuvor durch den Versammlungsleiter beendet worden.

Gegen 23.30 Uhr, meldete eine Passantin über den Notruf 110 der Polizei eine Party von mehreren Jugendlichen und Heranwachsenden auf einer Sportanlage in Berg am Laim. Eine Überprüfung durch mehrere Streifen der Münchner Polizei ergab, dass die Personen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren, alle mit Wohnsitz in München, einen Geburtstag feierten.

Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung durch Brandlegung ein, da unter anderem ein Tornetz angezündet worden war. Es entstand ein Sachschaden von mehreren hundert Euro. Zusätzlich wurden die Personen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt

Update, 18.25 Uhr - 45 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 413 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 78,39. Seit der letzten Pressemitteilung am 10. März sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 45 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 7733 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 7126 Personen (18 Personen mehr seit der Meldung vom 10. März) .Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein unverändert insgesamt 194 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 13 COVID-19-Patienten behandelt, davon sieben auf der Normalstation und 6 auf der Intensivstation. Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 12.616 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 5.944 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 17.43 Uhr - Zwölf Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern zwölf weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befand sich keine Person als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.524 (Meldestand RKI: 11. März, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 89,7 (Stand: 11. März, 0 Uhr).

Von den insgesamt 4.524 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 4.287 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 141 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 29 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 95 neue COVID-19-Fälle.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 410 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit elf COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 2 Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

KiTa- und Schulöffnung für die nächste Woche entscheidet sich morgen

In der Zwölften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) ist festgelegt, dass die zuständige Kreisverwaltungsbehörde (Landratsamt) durch amtliche Bekanntmachung jeweils am Freitag jeder Woche die für den betreffenden Landkreis maßgebliche Inzidenzeinstufung nach dem jeweils aktuellen Stand der Veröffentlichung des Robert-Koch-Instituts zu bestimmen hat.

Wenn der 7-Tage-Inzidenz-Wert am Freitag unter dem Wert von 100 liegt, kann in der darauffolgenden Kalenderwoche bis zum Ablauf des folgenden Sonntags in KiTas und Schulen unter Einhaltung der vorgegebenen Hygienemaßnahmen Präsenz- oder Wechselunterricht stattfinden.

Pressemeldung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 17.06 Uhr - Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in der EU zugelassen

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson kann nun auch in der Europäischen Union genutzt werden. Die EU-Kommission genehmigte dies am Donnerstag, wie Präsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter mitteilte. „Mehr sichere und wirksame Impfstoffe kommen auf den Markt“, schrieb von der Leyen. Die Kommission folgte einer Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA, die das Vakzin eingehend geprüft hatte. Es ist der vierte in der EU zugelassene Impfstoff gegen Covid-19.

Die EU-Kommission hat bei dem US-Hersteller Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Davon würde Deutschland 36,7 Millionen erhalten. Es gibt Befürchtungen, dass das Unternehmen nicht rechtzeitig liefern könne, unter anderem, weil der Impfstoff in den USA abgefüllt wird und dort faktisch ein Exportstopp für Corona-Impfstoffe herrscht. Der Hersteller hat aber zugesagt, ab April zu liefern. Die EU-Kommission ist nach eigenen Angaben im Gespräch mit den US-Behörden, um die Lieferungen zu sichern.

Das Präparat, das von der Johnson-Tochter Janssen in den Niederlanden entwickelt worden war, hat gegenüber den bisher zugelassenen Impfstoffen große Vorteile: So muss es nur einmal gespritzt werden - bei allen anderen Mitteln sind zwei Impfungen nötig. Das Vakzin kann zudem bei Kühlschranktemperatur gelagert werden. Die Wirksamkeit liegt nach Angaben der EMA bei etwa 67 Prozent. Bei einer schweren Covid-19-Erkrankung lag der Schutz in den Studien bei mehr als 85 Prozent - und das gilt auch für Ältere. Das Vakzin soll auch gegen Virus-Varianten effektiv sein.

Neben dem Vakzin von Johnson & Johnson sind bereits die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca in der EU auf dem Markt.

Update, 16.15 Uhr - Tiroler Testregion beginnt Massenimpfung gegen Südafrika-Variante

In einem europäischen Pilotprojekt können sich nun alle Bürger des österreichischen Bezirks Schwaz gegen das Coronavirus impfen lassen. Rund 50 000 der etwa 64 000 infrage kommenden Personen haben sich dafür angemeldet. Die Impfaktion begann nach Angaben der Stadt Schwaz am Donnerstag. In der EU gilt die Maßnahme als Modell zur Überprüfung der Wirksamkeit des Impfstoffs von Biontech/Pfizer auch gegen die Südafrika-Variante des Virus. Die Region in Tirol ist besonders von der Verbreitung der Mutante betroffen.

Das Ziel sei, diese ansteckendere Variante zu bekämpfen und Infektionszahlen zu senken, sagte Tirols Landeschef Günther Platter in der Bezirkshauptstadt Schwaz. Er erwarte auch, dass im Zuge der Massenimpfung die Beschränkungen der Einreise von Tirol nach Bayern aufgehoben würden. „Da gibt es natürlich schon Kontakte mit Deutschland“, sagte der konservative Politiker. „Ich orte schon, dass diese Aktion sehr positiv gesehen wird.“

Die Impfung wird von einer sechsmonatigen wissenschaftlichen Studie begleitet. Dazu sind mindestens 5000 Teilnehmer nötig. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass sich deutlich mehr Geimpfte freiwillig melden und einen entsprechenden Fragebogen ausfüllen. Für das Pilotprojekt stehen 100 000 Dosen zur Verfügung, die mit Hilfe der EU geliefert wurden. Die erste Impfphase soll am kommenden Montag abgeschlossen sein. Im Rest Österreichs werden vorerst weiterhin hauptsächlich nur hochbetagte Menschen, Gesundheitspersonal und Lehrer geimpft.

In Österreich ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen unterdessen weiter spürbar angestiegen. Am Donnerstag wurden binnen 24 Stunden laut Innenministerium 2997 neue Fälle gezählt. Das waren rund 400 mehr als am Vortag. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl würde dies in Deutschland 27 000 Fällen entsprechen.

Update, 15.50 Uhr - Betrüger will mit Corona-Schockanrufen Geld machen

Die Corona-Pandemie hat ein bislang Unbekannter in Oberfranken ausgenutzt, um mit Schockanrufen Geld zu erbeuten. Bei der Polizeiinspektion Wunsiedel meldeten sich mehrere Menschen, die von einem angeblichen Arzt des Klinikums Marktredwitz angerufen wurden.

Der Mann meldete sich laut Polizeiangaben vom Donnerstag mit Dr. Weber und erklärte den Angerufenen dann, dass einer ihrer Angehörigen wegen einer Corona-Infektion todkrank bei ihm in der Klinik liege. Der Patient könne nur durch die Gabe eines amerikanischen Medikaments gerettet werden, das jedoch nicht von der Krankenversicherung bezahlt werde. Deshalb forderte er die Zahlung eines vier- und teilweise sogar fünfstelligen Betrages. Die Angerufenen gingen jedoch auf die Geldforderung nicht ein, sondern verständigten die Polizei.

Update, 14.38 Uhr - EU-Behörde macht Weg frei für Impfstoff von Johnson & Johnson

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die bedingte Zulassung für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson in der EU empfohlen. Damit gab die EMA am Donnerstag in Amsterdam grünes Licht für den vierten Impfstoff gegen Covid-19 in der EU. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung muss nun die EU-Kommission treffen - das gilt als Formsache und könnte ebenfalls noch am selben Tag erfolgen. Die EU rechnet mit ersten Lieferungen im April.

Die EU-Kommission hatte bereits Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Davon würde Deutschland 36,7 Millionen erhalten. Allerdings gibt es Befürchtungen, dass das Unternehmen nicht rechtzeitig liefern könne. Der Hersteller sicherte zu, dass er sich an die Absprachen halten und ab April liefern werde. In der EU sind bisher die Impfstoffe der Hersteller Pfizer/Biontech, Moderna und AstraZeneca zugelassen.

Vor rund zwei Wochen war das Präparat, das von der Johnson-Tochter Janssen in den Niederlanden entwickelt worden war, bereits in den USA zugelassen worden. Es hat gegenüber den bisherigen Impfstoffen große Vorteile: So muss es nur einmal gespritzt werden. Das Vakzin kann bei Kühlschranktemperatur gelagert werden.

Die Wirksamkeit liegt nach Angaben der EMA bei etwa 67 Prozent. Bei einer schweren Covid-19-Erkrankung lag der Schutz in den Studien bei mehr als 85 Prozent - und das gilt auch für Ältere. Das Vakzin, das bereits vor rund zwei Wochen in den USA zugelassen worden war, soll auch gegen Virus-Varianten effektiv sein.

Die Experten der EMA hatten die Forschungs- und Test-Daten bereits seit Wochen nach einem schnelleren Verfahren bewertet. Es sei gründlich und nach höchsten Sicherheitsstandards geprüft worden, erklärte die EMA. Bei einer bedingten Zulassung ist der Hersteller verpflichtet, auch danach noch Daten etwa zur Langzeitwirkung an die EMA zu übermitteln. Auch Angaben zu möglichen Nebenwirkungen werden weiterhin geprüft

Update, 13.57 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 34 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch, 10. März
34 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 11. März 2021, 0 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Ursächlich für das aktuelle Infektionsgeschehen ist laut dem Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Benedikt Steingruber, nicht ein einzelnes Ausbruchsgeschehen, sondern mehrere kleinere Infektionsgeschehen, die sich aufsummieren.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 206 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 11. März 2021, 3.10 Uhr) bei 119,1.

Update, 13.18 Uhr - Inzidenz drei Tage über 100: Corona-Notbremse greift im Kreis Mühldorf

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis liegt am heutigen Tag, 11.03.2020, laut RKI bei 119,1 und damit den dritten Tag in Folge über dem Grenzwert 100. Damit treten nach der neuen 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung folgende Regelungen ab Freitag, 12. März, 0 Uhr in Kraft:

  • Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr
  • Kontaktbeschränkung: Private Treffen sind nur noch zwischen einem Haushalt und einer weiteren Person gestattet. Die zu den Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren zählen zur Gesamtzahl nicht mit;
  • Ladengeschäfte: Es gelten die Regelungen vor dem 8. März. Das heißt, Ladengeschäfte mit Kundenverkehr sind geschlossen, Click & Collect ist weiterhin möglich;
  • Für Schulen und Kindertageseinrichtungen gelten noch bis einschließlich Freitag (12. März) weiterhin Wechsel- bzw. Präsenzunterricht und Betreuung in festen Gruppen. Am Freitag will das Landratsamt festlegen, in welcher Form der Unterricht bzw. die Kitabetreuung in der gesamten kommenden Kalenderwoche stattfindet.

Die Allgemeinverfügung im Wortlaut lest Ihr hier.

Lockerungen können erst wieder eintreten, wenn die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen den Wert von 100 unterschreitet.

Update, 12.53 Uhr - Zuweisungs-Panne: Jüngere mit Biontech-Vakzin geimpft

Im Landkreis Berchtesgadener Land sind aufgrund einer Panne mehrere jüngere Menschen mit dem normalerweise Älteren vorbehaltenen Biontech- und Moderna-Vakzinen geimpft worden. „Es gab das Problem, dass das System bei der Priorisierung mehreren jungen Leuten diesen Impfstoff zugewiesen hat“, sagte die Sprecherin des Landratsamtes, Alexandra Rothenbuchner am Donnerstag. Die „Passauer Neue Presse“ hatte über den Vorfall berichtet.

Allerdings sei niemand geimpft worden, der nicht grundsätzlich berechtigt gewesen sei, sagte Rothenbuchner weiter. Es habe sich um eine mittlere zweistellige Zahl von Personen unter 65 aus der Priorisierungsgruppe 2 und 3 gehandelt. Weder das Landratsamt noch das Impfzentrum könne beeinflussen, wer eingeladen werde. „Wir haben keinerlei Möglichkeit einzugreifen.“

Der Fehler sei behoben. Insgesamt wurden im Landkreis seit Beginn der Kampagne rund 11.500 Menschen geimpft. Allerdings stelle das Programm nicht klar, welcher Priorisierungsgruppe sie angehörten. Dem Vernehmen nach war von dem Fehler nicht nur das Berchtesgadener Land betroffen. „Unseres Wissen nach gab es diesen Fehler in mehreren Impfzentren in Bayern“, sagte Rothenbuchner.

Update, 12.02 Uhr - Piazolo: Mit mehr Tests auch Schulöffnungen in Hotspots ermöglichen

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) schlägt für Regionen mit hohen Corona-Zahlen umfassende Testkonzepte für Schulen vor, um auch dort teilweise wieder Wechselunterricht zu ermöglichen. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir über die Methode des intensiven Testens auch bei Sieben-Tage-Inzidenzen über 100 mindestens die Grundschulen wieder öffnen können“, sagte Piazolo am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Derzeit ist in Landkreisen und kreisfreien Städten mit Inzidenzen über 100 lediglich Distanzunterricht möglich.

Bei seinem Vorschlag denkt Piazolo in jedem Fall an regelmäßige Tests zweimal pro Woche, lässt die genaue Art und Abfolge der Test aber noch offen. Es seien viele verschiedene Modelle denkbar. Das müsse man nun noch mit Wissenschaftlern besprechen.

Geht es nach Piazolo, könnte in der Woche vor den Osterferien ein Pilotversuch in einem oder in mehreren ostbayerischen Landkreisen starten. Und je nach Entwicklung der Corona-Zahlen könnte das Modell nach den Ferien dann ausgeweitet werden. „Wir machen uns schon Gedanken über den ostbayerischen Raum – wie wir es schaffen, auch dort wieder Schüler in die Schule zu bringen“, betonte er.

Update, 11.09 Uhr - Weiterer Beschuldigter und erneute Durchsuchung im Fall Nüßlein

Bei den Korruptionsermittlungen gegen den Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein (ehemals CSU) im Zusammenhang mit Maskengeschäften gibt es mittlerweile einen dritten Beschuldigten. Nach Angaben der Münchner Generalstaatsanwaltschaft handelt es sich dabei um keinen Politiker. Nähere Angaben wollte der Sprecher der Ermittlungsbehörde am Donnerstag nicht machen. Zuvor hatten mehrere Medien über den dritten Verdächtigen berichtet.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatte es in München auch eine weitere Durchsuchung in dem Ermittlungsverfahren gegeben. Bei dem weiteren Beschuldigten soll es sich um einen Geschäftsmann handeln.

Vor zwei Wochen hatte die Generalstaatsanwaltschaft im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Nüßlein und einen zweiten, nicht benannten Beschuldigten zunächst 13 Objekte in Deutschland und in Liechtenstein durchsuchen lassen. Es geht um den Anfangsverdachts der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern bei Geschäften mit Corona-Schutzmasken. Nüßleins Anwalt hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Update, 10.03 Uhr - Holetschek: Gratis-Schnelltests in bayerischen Apotheken möglich

Bayerns Apotheken können seit Donnerstag kostenlose Corona-Schnelltests für Bürger ohne Erkältungssymptome anbieten. Das teilte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) in München mit und verwies auf die neue Allgemeinverfügung, die die rechtliche Voraussetzung dafür bilde. Diese hatte den Apotheken noch gefehlt. „Zur Bewältigung der Corona-Pandemie ist es entscheidend, möglichst umfassend zu testen, um Infektionen frühzeitig zu erkennen und Ansteckungen zu vermeiden. Daher brauchen wir ein großflächiges und möglichst niederschwelliges Test-Angebot“, sagte der Minister.

Antigentests werden nun in Testzentren, Arztpraxen oder Apotheken durchgeführt. Apotheker seien aber nicht verpflichtet, die Tests anzubieten, betonte Holetschek. Ein Ergebnis liegt meist innerhalb von 15 bis 30 Minuten vor. Ist das Testergebnis positiv, müssen sich die Betreffenden den Angaben nach in häusliche Quarantäne begeben.

Der Vorsitzende des Bayerischen Apothekerverbandes, Hans-Peter Hubmann, sagte, „Test-Kits sind nach unserer Kenntnis ausreichend auf dem Markt vorhanden“. Die Bürger sollten aber auch weiterhin die bekannten Maßnahmen wie das Tragen einer Maske, Abstandhalten, häufiges Händewaschen, Desinfizieren und Lüften berücksichtigen.

Update, 9.24 Uhr - Landkreis Altötting meldet 17 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 17 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 4158 Personen (Stand: 10. März, 16.30 Uhr). Aktuell gibt es im Landkreis 217 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (32), Burgkirchen (30) und Altötting (24). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des RKI bei 112,1.

Update, 8.27 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 11. März).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Gestiegen sind die Inzidenzen im Kreis Traunstein (von 72,2 auf 78,4) und der Stadt Rosenheim (von 122,7, auf 140,0). Gesunken sind die Inzidenzen im Kreis Berchtesgadener Land (von 92,5 auf 89,7) und dem Kreis Rosenheim (von 80,0 auf 77,3).

Drei Tage in Folge eine Inzidenz über 100 weisen heute die Kreise Altötting (stabil bei 112,1) und Mühldorf (von 112,2 auf 119,1) auf. Damit greift hier die „Notbremse”. Die Landratsämter werden spätestens am Freitag eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.

In der Region wurde laut RKI ein weiterer Todesfall gemeldet. Demnach ist eine Person im Kreis Traunstein verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.49 Uhr - RKI-Chef Wieler warnt: Dritte Corona-Welle hat begonnen

Ein Jahr nach der Erklärung einer Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in Deutschland nach Überzeugung des Robert-Koch-Instituts die dritte Corona-Welle begonnen. „Wir haben ganz klare Anzeichen dafür: In Deutschland hat die dritte Welle schon begonnen“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler im Gespräch mit der UN-Journalistenvereinigung (ACANU) in Genf. „Ich bin sehr besorgt.“ Die strikte Anwendung von Schutzmaßnahmen wie Maske tragen und Abstand halten sei trotz Impfungen weiter dringend nötig.

Die Impfkampagne sei ein Wettlauf gegen das mutierende Virus. Die Ziellinie sei aber in Sicht: Wenn es keine Unterbrechungen wegen Produktionsausfällen oder aus anderen Gründen gebe, könnten bis Herbst 80 Prozent der Bevölkerung immun gegen das Virus seien. „Wenn das der Fall ist, können alle Maßnahmen aufgehoben werden“, sagte Wieler. Er geht davon aus, dass nach den ersten Impfrunden Auffrischungen nötig sind - in welchen Abständen, sei bislang unklar.

Update, 6.51 Uhr - EMA entscheidet über Johnson-Impfstoff - Grünes Licht für Nummer vier

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) wird am Donnerstag (11. März) voraussichtlich den Weg für den vierten Corona-Impfstoff in der EU freimachen. Es wird erwartet, dass die Behörde mit Sitz in Amsterdam die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Johnson & Johnson empfehlen wird. Dann muss zwar noch die EU-Kommission zustimmen - doch das gilt als Formsache und könnte noch am selben Tag erfolgen.

Die EU-Kommission hat bereits Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Davon würde Deutschland 36,7 Millionen erhalten. Allerdings gibt es Befürchtungen, dass das Unternehmen nicht rechtzeitig liefern könne. Der Hersteller sicherte zu, dass er sich an die Absprachen halten und ab April liefern werde.

Der Impfstoff wurde in den Niederlanden von der Johnson-Tochter Janssen entwickelt. Er hat große Vorteile gegenüber den bisher zugelassenen Präparaten von Pfizer/Biontech, Moderna und Astrazeneca. Der wichtigste: Er muss nur einmal gespritzt werden. Das Präparat muss auch nicht tiefgefroren aufbewahrt werden. Kühlschranktemperatur reicht aus.

RKI: Zahl der Corona-Neuinfektionen und Sieben-Tage-Inzidenz steigen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 14.356 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und damit 2444 mehr als vor genau einer Woche. Das geht aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervor. Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) stieg mit 69,1 im Vergleich zum Vortag (65,4) an. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 04.50 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 321 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 11.912 Neuinfektionen und 359 neue Todesfälle registriert.

Mit dem Wert von 69,1 am Donnerstagmorgen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auch wieder über den Wert von vor genau vier Wochen: Am 11. Februar hatte die Inzidenz noch bei 64,2 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.532.947 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.337.000 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 72.810.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,96 (Vortag 0,97). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 96 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mh/dpa

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