News-Ticker zur Corona-Pandemie

Gültig ab Montag: Erkältete dürfen nur mit negativem Corona-Test in Schulen

Ein Schüler eines geteilten Kurses der Oberstufe sitzt mit Mund-Nasen-Bedeckung in einem Klassenraum und bearbeitet eine Aufgabe.
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Ein Schüler eines geteilten Kurses der Oberstufe sitzt mit Mund-Nasen-Bedeckung in einem Klassenraum und bearbeitet eine Aufgabe. (Symbolbild)

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag, 12. März, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 138,5, Landkreis Rosenheim 80,0, Landkreis Traunstein 94,2, Landkreis Berchtesgadener Land 85,9, Landkreis Mühldorf 114,8, Landkreis Altötting 109,4 (Quelle/Stand: RKI, 11. März, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 3008, Landkreis Rosenheim 11.035, Traunstein 7735, Berchtesgadener Land 4536, Mühldorf 4833, Altötting 4174 (Quelle/Stand: RKI, 11. März, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 53, Landkreis Rosenheim 424, Traunstein 194, Berchtesgadener Land 96, Mühldorf 127, Altötting 177 (Quelle/Stand: RKI, 11. März, 0 Uhr)
  • Mindestens 73.062 Todesfälle in Deutschland (12.782 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.58 Uhr - Erkältete dürfen nur mit negativem Corona-Test in Schulen

Kinder und Jugendliche mit Erkältung müssen vor dem Schulbesuch in Bayern künftig einen negativen Corona-Test vorweisen. Der Test müsse im Testzentrum, in Apotheken oder bei Ärzten durchgeführt werden, teilte das Kultusministerium am Freitag in München mit. Ein negativer Selbsttest reiche für den Schulbesuch nicht aus.

Nur bei Schnupfen oder Husten mit allergischer Ursache wie Heuschnupfen ist ein Schulbesuch weiter ohne Test möglich. Eine Ausnahme gilt auch bei einer verstopften Nase ohne Fieber, gelegentlichem Husten, Halskratzen oder Räuspern.

Die Testpflicht für Erkältete gilt ab kommenden Montag auch vor dem Besuch von Kitas und Horten, wie das zuständige Sozialministerium schon am Donnerstag mitteilte. Die Regelung wird mit der wachsenden Sorge der sich ausbreitenden Coronavirus-Mutation begründet.

Wie bisher dürfen auch nach der neuen Regel kranke Kinder oder Betreuer, etwa mit Fieber und Durchfall, die Einrichtungen nicht besuchen.

Update, 18.59 Uhr - Impfung beim Hausarzt: Testlauf in fünf Praxen im Landkreis Mühldorf gestartet

In fünf Hausarztpraxen im Landkreis Mühldorf a. Inn wurden in dieser Woche die ersten Personen gegen das Corona-Virus geimpft. Der Testlauf ist erfolgreich gestartet. „Im MVZ Haag beispielsweise wurden 30 Impfungen verabreicht. Die Abläufe und die Zusammenarbeit mit dem Team des Impfzentrums vor Ort in der Praxis haben reibungslos funktioniert“, so Dr. Ulrich Ebermann, stellvertretender medizinischer Leiter des Impfzentrums und Ansprechpartner für die Hausärzte.

Für Landrat Max Heimerl ist die Schaffung von dezentralen Impfangeboten in den Praxen die richtige Strategie. Er machte sich selbst ein Bild von den ersten Impfungen vor Ort im MVZ in Haag: „Mit den Testläufen wird die flächendeckende Einbindung der Hausärzte bei den Impfungen vorbereitet. Ich bin den niedergelassenen Ärzten für ihre Unterstützung sehr dankbar.

Update, 18.26 Uhr - 12 Neuinfektionen im Berchtesgadener Land gemeldet

Im Berchtesgadener Land wurden seit gestern zwölf weitere Personen positiv auf Corona getestet. Davon befanden sich fünf Personen als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.536 (Meldestand RKI: 12. März, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 85,9 (Stand: 12. März, 0 Uhr).

Von den insgesamt 4.536 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 4.288 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 152 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 29 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land. In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 91 neue COVID-19-Fälle.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 14 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden zwei Patienten intensivmedizinisch betreut. Seit Montag, 8. März, dürfen Einzelhändler im Landkreis Berchtesgadener Land ihre Geschäfte wieder öffnen.

Aufgrund der aktuellen 7-Tages-Inzidenz zwischen 50 und 100 ist die Öffnung der Ladengeschäfte jedoch nur für einzelne Kunden nach vorheriger Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum zulässig (sogenanntes „Click & Meet“). Voraussetzung hierfür ist unter anderem, dass die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kunden nicht höher ist als ein Kunde je 40 m² der Verkaufsfläche. In den Verkaufsräumen, auf dem Verkaufsgelände, in den Eingangs- und Warteflächen vor den Verkaufsräumen und auf den zugehörigen Parkplätzen gilt für das Personal Maskenpflicht und für die Kunden und ihre Begleitpersonen FFP2-Maskenpflicht.

Update, 18.03 Uhr - Impf-Stop für Astrazeneca nun auch in Bulgarien

Trotz schnell steigender Corona-Zahlen ist in Bulgarien am Freitag ein vorübergehender Impfstopp für Dosen von Astrazeneca angeordnet worden. Der Chef der Arzneimittelagentur in Sofia, Bogdan Kirilow, verfügte, dass die dem Lande bereits gelieferten Mengen des Impfstoffs von Astrazeneca blockiert werden, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Zuvor hatte Regierungschef Boiko Borissow die Einstellung der Impfungen mit Astrazeneca-Dosen angeordnet. Die Verimpfung werde wegen Bedenken bei Nebenwirkungen, die in anderen Staaten und auch in Bulgarien angemeldet wurden, bis zur Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur ausgesetzt. Gesundheitsminister Kostadin Angelow sagte, er erwarte eine klare Stellungnahme zu Astrazeneca.

Anlass des Impfstopps sei der Tod in der Nacht zum Freitag einer 57-jährigen Frau mit einer Reihe von begleitenden Erkrankungen, der am Donnerstagmittag eine Dosis von Astrazeneca verabreicht worden sei, erläuterte Gesundheitsminister Angelow. Die Arbeitsdiagnosis sei akutes Herzversagen bei einer schweren Lungenschwellung, erklärte der Gerichtsmedizin-Spezialist Pawel Timonow nach Angaben des Gesundheitsministeriums. Einen direkten Zusammenhang zwischen der Impfung und des Todes könne derzeit weder entschieden abgelehnt noch bestätigt werden, meinte er. Die gerichtsmedizinische Expertise soll binnen einer Woche vorliegen.

Das Balkanland will nun nur mit Produkten von Biontech/Pfizer und Moderna impfen. Insgesamt fast 55.000 Dosen beider Impfstoffe sollen in der kommenden Woche geliefert werden, erläuterte der Chef der bulgarischen Arzneimittelagentur, Bogdan Kirilow.

Update, 17.42 Uhr - Corona-Zahlen im Kreis Traunstein: Weitere positive Tests in Asylunterkunft Chieming

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 426 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 94,2. Seit der letzten Pressemitteilung am 10. März sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 26 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 7759 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 7139 Personen (13 Personen mehr seit der Meldung vom 11. März).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein unverändert insgesamt 194 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 14 COVID-19-Patienten behandelt, davon 8 auf der Normalstation und 6 auf der Intensivstation. Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 12.928 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 6.233 Personen die Zweitimpfung erhalten. In der Kalenderwoche 10 hat der Landkreis Traunstein rund 4.000 Impfdosen erhalten.

Aufgrund des positiven COVID-19 Nachweises Anfang der Woche wurde in der Asylunterkunft Chieming durch das Gesundheitsamt eine Reihentestung veranlasst. Hierbei sind drei weitere Personen positiv auf COVID-19 getestet worden. Die Quarantänemaßnahmen vor Ort bleiben weiter bestehen. Weitere Reihentestungen sind geplant und werden in Zusammenarbeit mit dem BRK durchgeführt.

Update, 17.05 Uhr - Wegen neuem Corona-Cluster: Kostenloses Testangebot am Samstag in Bayerisch Gmain

Aufgrund eines vom Staatlichen Gesundheitsamt identifizierten Clusters mit möglicherweise dynamischem Infektionsgeschehen in Bayerisch Gmain hat das Landratsamt erneut eine freiwillige Corona-Testaktion organisiert. Am Gelände des kommunalen Testzentrums in Bayerisch Gmain, Theo-Birkel-Straße 5, haben Bürgerinnen und Bürger am morgigen Samstag, 13. März 2021 von 14 bis 17 Uhr die Möglichkeit, kostenlos einen Schnelltest durchführen zu lassen.

Organisiert wird die freiwillige Schnelltestaktion vom Staatlichen Gesundheitsamt Berchtesgadener Land in Zusammenarbeit mit der BRK Bereitschaft Bad Reichenhall, die sich kurzfristig bereit erklärt hat, das Landratsamt bei der Umsetzung zu unterstützen. Das Testergebnis steht bereits nach einer Wartezeit von 15 Minuten fest.

Die Testwilligen werden vor Ort vom Ordnungsdienst eingewiesen. Im Falle eines positiven Testergebnisses muss das Ergebnis durch einen PCR-Test bestätigt werden. Dies ist direkt vor Ort möglich. Positiv getestete Personen werden über das weitere Vorgehen informiert und angewiesen, sich in Quarantäne zu begeben

Update, 16.44 Uhr - Aiwanger spricht sich für Öffnung von Gasthäusern mit Luftreinigern aus

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sprach sich für eine bevorzugte Öffnung von Gasthäusern mit besserer Ausstattung zum Corona-Schutz aus. Wenn erwiesen sei, dass Luftreiniger die Viren unschädlich machen, müsse man Innenräume mit solchen Geräten wie Außenbereiche behandeln, sagte er am Freitag anlässlich der Vorstellung einer Studie zur Raumluftreinigung. Sie stammt vom Fraunhofer-Institut und wurde im Auftrag des Hotel- und Gaststättenverbands, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und des Wirtschaftsministeriums durchgeführt.

Wer viel Geld für Schutzmaßnahmen ausgebe, solle auch Leute hereinlassen dürfen, sagte der Minister. Dabei hält er Unterschiede je nach Ausstattung für sinnvoll. Eine mit Luftreinigern ausgerüstete Gastronomie, die ihre Gäste testet, könne dann eben geöffnet werden, „und der andere eben nicht“.

Aiwanger rief dazu auf, im Kampf gegen Corona mehr auf Technik zu setzen und differenziertere Lösungen zu finden. Dies sei überfällig, um „möglichst viel Normalität zurückzuholen“.

Studienleiter Gunnar Grün vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Valley sagte, die Studie habe gezeigt, dass die Technologien zur Raumluftreinigung wirkten. Getestet wurden unter anderem Geräte, die das Virus mit Filtern aus der Luft entfernen, aber auch solche, die es mit Ionisierung, Ozon oder UV-Strahlung inaktivieren. Zusätzlich sieht er aber auch das Lüften als wichtigen Baustein zum Corona-Schutz.

Wichtig sei, dass die Geräte gewisse Qualitätskriterien erfüllen - beispielsweise ausreichend gute Filter haben, genügend Luft umwälzen und nicht zu laut sind. Zudem dürften keine gesundheitsschädlichen Nebenprodukte entstehen.

Um Betrieben bei der Auswahl von Luftreinigern für ihre spezifische Situation zu helfen, soll voraussichtlich ab kommender Woche ein vom Fraunhofer-Institut erstellter Konfigurator online gehen.

Update, 16.20 Uhr - Spahn „bedauert“ Aussetzung von Impfungen mit Astrazeneca

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Aussetzung von Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca in einigen Ländern kritisiert. Der CDU-Politiker verwies am Freitag in Berlin auf die Europäische Arzneimittelbehörde EMA. Diese habe nach Beratung der Experten erklärt, dass es keine auffällige Häufung von Thrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gebe. Das für Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut komme zu derselben Einschätzung. „Ich bedaure es, dass auf dieser Grundlage - Wissensstand jetzt Freitagvormittag - einige Länder in der Europäischen Union das Impfen mit Astrazeneca ausgesetzt haben.“

„Mit dem, was wir bisher wissen, ist der Nutzen (…) bei weitem höher als das Risiko“, fügte er hinzu. Es gebe nach derzeitigem Stand und nach Angaben der zuständigen Behörden auch in den Ländern, die die Impfung ausgesetzt hätten, keinen Hinweis für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankungen. Der Präsident des Robert Koch-Insituts, Lothar Wieler, sagte, es gebe zum jetzigen Zeitpunkt keinen Hinweis, dass diese Geschehnisse statistisch auffällig wären.

Dänemark hatte entschieden, vorübergehend niemanden mehr mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca zu impfen. Als Grund wurden Berichte über einen Todesfall und schwere Erkrankungen durch Blutgerinnsel nach der Impfung genannt. Man könne jedoch noch nicht feststellen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Vakzin und den Blutgerinnseln bestehe, hieß es. Norwegen, Island und Thailand folgten der Entscheidung Dänemarks. Auch in Italien kam es Medienberichten zufolge zu Todesfällen im zeitlichen Zusammenhang zur Corona-Impfung, weshalb eine Charge des Astrazeneca Impfstoffs konfisziert worden sein soll.

Update, 15.24 Uhr - Arztpraxen in der Region warten noch auf Impfstoff

Während Markus Söder davon spricht, ab 1. April auch Hausärzte in Bayern Corona-Impfungen vornehmen zu lassen, stehen die Hausarztpraxen der Region vor einem großen Fragezeichen. Denn sie wären schon längst bereit, mit dem Impfen loszulegen, einzig der Impfstoff fehlt. Der Rosenheimer Bezirksvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbands, Dr. Nikolaus Klecker rechnet nicht vor Mitte April, eher aber Mitte Mai damit, den nötigen Impfstoff geliefert zu bekommen (Plus-Artikel)

Update, 14.31 Uhr - Bayerns Hausärzte sollen ab Anfang April impfen

Bereits ab Anfang April sollen in Bayern Hausärzte flächendeckend Impfungen gegen das Coronavirus anbieten. „Wir fangen ab 1. April in Bayern bereits an, die Hausärzte zu integrieren. Das wird noch nicht so viel Impfstoff geben, aber wir fangen ganz bewusst an“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag in Nürnberg. Er erhoffe sich vom frühen Start, dass die Praxen, wenn endlich «sehr viel mehr Impfstoff da ist», viele Menschen impfen könnten. Der aktuelle Mangel an Impfstoff sei „hoch ärgerlich“.

Ungeachtet des fixen Termins sind die Impfstofflieferungen aber weiter die große Unbekannte in der Gleichung. „Wir erwarten, dass die Impfstofflieferungen des Bundes die Arztpraxen in die Lage versetzen, ihren Patienten zum 1. April ein Impfangebot machen zu können“, betonte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). „In Bayern werden ab Anfang April die niedergelassenen Ärzte als zweite Säule die Bayerische Impfstrategie ergänzen.“

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Mittwoch beschlossen, mit Corona-Impfungen in den Arztpraxen frühestmöglich zu beginnen, spätestens jedoch in der Woche vom 19. April.

Söder sprach sich im Zusammenhang mit einer wachsenden Zahl von Geimpften zudem wiederholt dafür aus, diesen auch mehr Freiheiten in der Pandemie zu ermöglichen. Es sei auf Dauer auch rechtlich kaum zu rechtfertigen, dass Geimpfte nach dem „Piks“ die gleichen Einschränkungen hinnehmen müssten wie Ungeimpfte.

Update, 13.53 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 14 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 11. März
14 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 12. März 2021, 03.21 Uhr). Im Landkreis Mühldorf liegen damit insgesamt 4825 bestätigte Fälle vor. Bislang wurden insgesamt 132 Fälle der britischen Virus-Mutation im Screening-Test nachgewiesen, darüber hinaus gibt es 5 Verdachtsfälle auf die südafrikanische Variante. 4496 Personen sind insgesamt wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 201 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt
128. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 12. März 2021, 03.21 Uhr) bei 114,8

Das aktuelle Infektionsgeschehen lässt sich laut dem Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Benedikt Steingruber, nicht auf einen einzelnen großen Ausbruch zurückführen. Mit 55 Prozent findet der Großteil der Ansteckungen in der Woche vom 5. bis 11. März im privaten Umfeld statt. 21 Prozent sind auf einzelne Fälle in Betrieben zurückzuführen. Ursächlich für die hohen Infektionszahlen ist seiner Einschätzung nach der Anstieg der britischen Virus-Mutation: „Hier liegt die Quote der nachgewiesenen Fälle in den letzten Wochen mittlerweile bei nahezu 50 Prozent. Diese Variante breitet sich in den Familien und im Umfeld sehr schnell aus.“

Update, 13.06 Uhr - Mallorca ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr

Wegen stark sinkender Corona-Infektionszahlen hebt die Bundesregierung die Reisebeschränkungen für Mallorca auf. Die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen gilt ab Sonntag wie auch die anderen Balearen-Inseln und einige spanische Festlandsregionen nicht mehr als Risikogebiet, wie das Robert-Koch-Institut am Freitag im Internet mitteilte.

Update, 12.33 Uhr - Schulen im Kreis Berchtesgadener Land wechseln in Präsenzunterricht

Nachdem sich die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Berchtesgadener Land auch weiterhin unter der Marke 100 hält, wechseln die Schulen ab Montag (15. März) in den Präsenzunterricht. Bedingung: Der Mindestabstand von 1,5 Metern kann durchgehend und zuverlässig eingehalten werden.
Die Regelung für Schulen und Kindertagesstätten gilt für den gesamten Landkreis jeweils für die Dauer der darauffolgenden Kalenderwoche von Montag bis zum Ablauf des folgenden Sonntags.

Die Details lest Ihr hier.

Update, 11.54 Uhr - Neuer Gipfel: Merkel und Länderchefs wollen am 17. März über Impffragen reden

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen sich am 17. März unter anderem mit dem Start von Corona-Impfungen in Arztpraxen befassen. An diesem Mittwoch wolle man sich von 19 Uhr an über aktuelle Impffragen abstimmen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Teilnehmerkreisen.

Die Gesundheitsminister hatten sich am Mittwoch auf die 16. Kalenderwoche (19. bis 25. April) oder früher als Starttermin für die routinemäßigen Impfungen in Arztpraxen geeinigt - sollten dies die Liefermengen zulassen. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte mitgeteilt, Merkel und die Ministerpräsidenten wollen zeitnah über die Empfehlungen der Gesundheitsministerkonferenz entscheiden. Am 22. März will sich Merkel wie geplant mit der Ministerpräsidentenrunde über das weitere Vorgehen im Corona-Lockdown abstimmen.

Update, 11.29 Uhr - Söder in Videobotschaft: „Alles dauerhaft zusperren ist für die Menschen auch keine echte Antwort”

Ministerpräsident Markus Söder hat sich in einer Videobotschaft erneut an die bayerische Bevölkerung gewandt. Er warnt darin eindringlich davor, die dritte Welle nicht zu unterschätzen. Man müsse sich der Realität stellen und den Kampf gegen die Pandemie nicht nachlassen. Besonders betont er, dass gerade Jüngere sich deutlich öfter mit der aktuellen Mutante anstecken. Man müsse sich darauf einstellen, dass dann bei schweren Verläufen Krankenhausaufenthalte deutlich länger und aggressiver verlaufen.

Wir müssen eines machen - dringend - die Bemühungen beim Impfen und Testen verstärken. Wir geben hier in Bayern alles”, fährt Söder fort. Nicht erst Ende April müsse mit dem Impfen bei den Hausärzten begonnen werden, sondern bereits Anfang April. „Und die starre Impfbürokratie und Prioritätenreihenfolge soll felxibilisiert werden”. Und weiter: „Nur über Testen und Impfen bekommen wir Normalität zurück.”

Update, 10.44 Uhr - Schulen im Kreis Traunstein wechseln in Präsenzunterricht

Nachdem sich die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Traunstein auch weiterhin unter der Marke 100 hält, wechseln die Schulen ab Montag (15. März) bis Sonntag (21. März) in den Präsenzunterricht. Bedingung: Der Mindestabstand von 1,5 Metern kann durchgehend und zuverlässig eingehalten werden. Ansonsten findet Wechselunterricht statt.

Die Details lest Ihr hier.

Die PK im Live-Stream:

Update, 10.22 Uhr - Wieler: „Der beste Schutz für uns alle ist eine niedrige Inzidenz“

Wir laufen einen Marathon, so Wieler. „Und wir befinden uns im letzten Drittel.“ Und das sei bekanntermaßen das anstrengendste. Man trete jetzt in eine „neue Phase der Pandemie“ ein.
Das Virus werde zwar nicht mehr verschwinden, aber mit einer Grundimmunität in der Bevölkerung könne man es kontrollieren. Als Gesellschaft werde man das gemeinsam schaffen. Wieler appelliert erneut an das selbstverantwortliche Handeln der Bevölkerung: „Der beste Schutz für uns alle ist eine niedrige Inzidenz.“

Update, 10.18 Uhr - Wieler: Mutante wohl verantwortlich für Ausbrüche in Kitas

Die Pandemie ist leider noch nicht vorbei, beginnt RKI-Chef Wieler seine Ausführungen. „Im Gegenteil, jetzt stehen wir am Anfang der dritten Welle.“ Die Impfungen weisen den Weg aus der Pandemie, meint der RKI-Chef. Aber bis es soweit ist, werde es noch eine Weile dauern. Deshalb appelliert Wieler erneut an die Bürger, sich an die AHA-Regeln zu halten und bei Grippesymptomen zuhause zu bleiben.

Die Inzidenz bei den unter 15-Jährigen würde stark ansteigen, führt Wieler an. Auch mehrere Ausbrüche in Kitas verzeichne man aktuell. Das sei vermutlich auf die ansteckendere B.1.1.7-Variante zurückzuführen. Es sei richtig und wichtig gewesen, alte Menschen zuerst zu impfen, meint Wieler. Das würde man aktuell erkennen. Dass die Zahl der Todesfälle zurückgehe, sei sicher ein Effekt der Impfungen.

Update, 10.14 Uhr - Spahn: Umstellung beim Impfen nicht von heute auf morgen organisiert

Die Impfkampagne gewinne in Deutschland deutlich an Dynamik, so Spahn weiter. Bis Mitte oder Ende April sollen auch die Hausärzte regelmäßig und routinemäßig impfen können. Der Grund, warum das Impfen dort noch nicht früher starten könne, sei, dass die Umstellung von Impfzentrum zum Hausarzt nicht von heute auf morgen organisiert sei.

Update, 10.11 Uhr - Spahn: „Testen allein bringt Pandemie nicht unter Kontrolle“

Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler informieren seit 10 Uhr erneut über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland. Zuerst geht Spahn auf die aktuellen Fallzahlen ein. Diese würden bei den Höchstbetagten stark zurückgehen. Im europäischen Vergleich habe man auch in der zweiten Welle viele Bürger vor einem schweren Verlauf schützen können.

Anschließend geht Spahn auf das Thema Testen ein. Viele Länder, Landkreise und Städte hätten in dieser Woche bereits mit den Schnelltests begonnen, so Spahn. Das sei, auch gemessen an der öffentlichen Kritik, ein Erfolg. Die Bundesregierung habe sich zusätzlich bis zu 62 Millionen Selbsttests in März und April gesichert. Spahn betonte jedoch erneut, auch mit Blick auf andere Länder, dass Testen allein die Pandemielage nicht unter Kontrolle bringen könne.

Update, 9.49 Uhr - PK um 10 Uhr: Spahn und Wieler informieren über aktuelle Corona-Lage

Nach der Zulassung eines vierten Impfstoffs äußern sich Jens Spahn und RKI-Präsident Wieler um 10 Uhr erneut zur Corona-Lage. Im Zentrum dürften das Impftempo und der erst für Mitte April avisierte Start von Impfungen in normalen Arztpraxen stehen.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der Pressekonferenz.

Update, 9.36 Uhr - Landkreis Altötting: Schulklassen ab Montag im Distanzunterricht

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 19 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 4177 Personen (Stand: 11. März, 16 Uhr). Aktuell gibt es im Landkreis 227 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (32), Burgkirchen (28) und Altötting (26). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 109,4.

Zudem meldet das Altöttinger Landratsamt, dass alle Schulklassen ab Montag im Distanzunterricht sind. Einzige Ausnahme sind Abschlussklassen. Auch Kitas etc. sind geschlossen. 

Update, 8.57 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 12. März).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Gestiegen sind die Inzidenzen im Kreis Traunstein (von 78,4 auf 94,2) und dem Kreis Rosenheim (von 77,3, auf 80,0). Gesunken sind die Inzidenzen im Kreis Berchtesgadener Land (von 89,7 auf 85,9), dem Kreis Altötting (von 112,1 auf 109,4), dem Kreis Mühldorf (von 119,1 auf 114,8) der Stadt Rosenheim (von 140,0 auf 138,5).

In der Region wurden laut RKI zwei weitere Todesfälle gemeldet. Demnach sind zwei Personen im Kreis Altötting verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 8.21 Uhr - Spahn: frühestens Mitte April Lieferungen von Johnson & Johnson

Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffes von Johnson & Johnson erwartet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nicht sofort Lieferungen. Der CDU-Politiker sagte am Donnerstagabend in den ARD-“Tagesthemen“: „Die Wahrheit ist, dass frühestens Mitte, Ende April mit Lieferungen zu rechnen ist nach Angaben von Johnson & Johnson.“ Nun wolle man genau wissen, woran das liege, warum andere Länder beliefert würden und ob die Europäische Union möglichst bald dran sein könne. Die Gespräche führe die Europäische Kommission.

Der Impfstoff wird in den USA abgefüllt - dort herrscht faktisch ein Exportstopp für Corona-Impfstoffe. Spahn sagte, man habe es auch bei Medikamenten und Tests in den letzten zwölf Monaten immer wieder erleben müssen, dass „bestimmte Produkte die USA nicht verlassen haben“. „Dies finde ich problematisch, auch im Miteinander in der transatlantischen Partnerschaft.“ Dies müsse man nun mit den Partnern besprechen. Jetzt müsse man mit der Situation erst einmal umgehen und dafür sorgen, dass es mehr Produktionen in Deutschland und Europa gebe - auch des Impfstoffes von Johnson & Johnson.

Update, 7.03 Uhr - Holetschek kündigt Bündnis für schnelleres Impfen an

Bayern will mit einem Impfbündnis aus Ärzten, Apotheken sowie lokalen Impfzentren die Impfgeschwindigkeit erhöhen. „In Bayern werden ab Anfang April die niedergelassenen Ärzte als zweite Säule die Bayerische Impfstrategie ergänzen“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) laut Mitteilung vom Freitag. „Wir erwarten, dass die Impfstofflieferungen des Bundes die Arztpraxen in die Lage versetzt, ihren Patienten zum 1. April ein Impfangebot machen zu können.“ Er fügte hinzu: „Gemeinsam mit den Ärzten, den lokalen Impfzentren und den Apotheken als Logistikpartner der Praxen bilden wir ein Impfbündnis, mit dem wir die Impfgeschwindigkeit nochmals erhöhen wollen.“ Insbesondere chronisch Kranke, mobilitätseingeschränkte Menschen und immobile Menschen profitierten davon.

Laut Holetschek sollen die Impfzentren im Freistaat im April pro Woche mit 350.000 Dosen Impfstoff beliefert werden. Darüber hinausgehende Lieferungen sollen an die Praxen gehen. „Auf Basis der Prognose des Bundes gehen wir davon aus, dass beispielsweise schon in der Woche nach Ostern rund 121.000 Impfdosen in den Arztpraxen verimpft werden können. Diese Summe soll sich im Verlauf des April und Mai wöchentlich weiter erhöhen“, so Holetschek. In einem nächsten schritt sollten Betriebsärzte mit einbezogen werden.

Zahl der Corona-Neuinfektionen und Inzidenz steigen erneut

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 12.834 Corona-Neuinfektionen gemeldet - also 2254 mehr als vor genau einer Woche. Das geht aus Zahlen des RKI vom Freitag hervor. Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Freitagmorgen mit 72,4 deutlich höher als am Vortag (69,1). Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 252 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 10.580 Neuinfektionen und 264 neue Todesfälle verzeichnet. Bereits am Donnerstag hatte es einen deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche und der Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag gegeben.

Vor vier Wochen, am 12. Februar, hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 62,2 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings und stieg dann wieder an, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.545.781 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.345.600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 73.062.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 1,04 (Vortag 0,96). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 104 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mh/fgr/dpa

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