News-Ticker zur Corona-Pandemie

Söder will neue Corona-“Spezialeinheit“ zum Schutz von Heimbewohnern

Markus Söder vor Kabinettssitzung
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Söder schlägt „Spezialeinheit“ vor - es gibt aber auch Kritik.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Wochenende (19./20. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 174,7, Landkreis Rosenheim 204,3, Landkreis Traunstein 142,7, Landkreis Berchtesgadener Land 150,1, Landkreis Mühldorf 269,3, Landkreis Altötting 168,6 (Quelle/Stand: RKI, 20. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2121, Landkreis Rosenheim 7872, Traunstein 5213, Berchtesgadener Land 2467, Mühldorf 3042, Altötting 2709 (Quelle/Stand: RKI, 20. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 30, Landkreis Rosenheim 285, Traunstein 141, Berchtesgadener Land 56, Mühldorf 62, Altötting 87 (Quelle/Stand: RKI, 20 Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 26.049 Todesfälle in Deutschland (5.655 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 17.30 Uhr - Söder will neue Corona-“Spezialeinheit“ zum Schutz von Heimbewohnern

Mit einer neuen Spezialeinheit will Bayern die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen besser vor Ansteckungen mit dem Coronavirus schützen. «Experten sagen eindeutig, dass es ab einer bestimmten Höhe der Infektionszahlen und bei einem diffusen Infektionsgeschehen nahezu unmöglich ist, Alten- und Pflegeheime komplett vom Virus frei zu halten», sage Ministerpräsident Markus Söder dem in Aschaffenburg erscheinenden «Main Echo» (Samstag).

Trotzdem wolle er sich mit der Situation nicht abfinden: Es werde «eine Spezialeinheit gegründet, mit der wir die Kontrollen in den Heimen verstärken». Vorwürfe, dass die besonders anfälligen und gefährdeten Menschen in Pflegeheimen nicht gut genug geschützt würden, wies Söder zurück.

Für Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, brauchen die Heimbewohner in der Pandemie keine Spezialeinheit. «Heimbewohner, die das Virus bedroht, brauchen jetzt keine knallharten Sheriffs», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München. Vielmehr seien helfende Hände notwendig, damit die Pflegebedürftigen durch die Krise kommen. Leider sei «weit und breit» keine Taskforce zu sehen, die bei Grund- und Behandlungspflege unterstütze. Auch fehle zusätzliches Personal für regelmäßige Corona-Schnelltests vor jeder Einrichtung.

Aus dem bayerischen Landtag kam umgehend Kritik an den Plänen der Regierung. «Wir brauchen keine Spezialeinheit, die unsere Heimbewohnerinnen und -bewohner abschirmt, sondern ein Konzept, dass insbesondere Kontakte für unsere vulnerablen Gruppen ermöglicht», sagte Andreas Krahl von den Grünen. Seine Fraktion forderte mobile Testteams vor Ort, die das Personal entlasten und Besuche tatsächlich ermöglichen könnten.

Krahls Fraktionskollegin Kerstin Celina betonte zudem: «Als Gesellschaft haben wir eine besondere Verantwortung für Menschen mit besonderer Verletzlichkeit. Ein Mindestmaß an sozialen Kontakten muss für ein Leben in Würde gewährleistet werden.» In einem Positionspapier fordern die Grünen dafür, die Ausweitung der aktuellen Besuchsbeschränkung in stationären Einrichtungen auf einen Haushalt pro Tag. Die Ausweitung auf einen Haushalt statt einer Person gehe ohne größeres Infektionsrisiko einher.

Zugleich betonte Söder, dass die Pandemie erst durch Impfungen langfristig unter Kontrolle gebracht werden könne. «Die großen Seuchen dieser Welt wie etwa die Pocken wurden nur erfolgreich bekämpft durchs Impfen und nicht durchs Zuwarten und Schlechtreden.»

Update, 15.06 Uhr - Neue Corona-Variante ist „außer Kontrolle“

Die in Großbritannien entdeckte Variante des Coronavirus bereitet den Behörden große Sorgen. «Sie ist außer Kontrolle, und wir müssen sie wieder unter Kontrolle bekommen», sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Sonntag der BBC. Nach ersten Erkenntnissen der Behörden ist die Mutation deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass die Variante schwerere Krankheitsverläufe auslöse oder eine höhere Sterblichkeitsrate. Zudem gehen die Behörden bisher davon aus, dass Impfstoffe auch gegen die Mutation wirksam sind.

Minister Hancock sagte, er mache sich große Sorgen um das Gesundheitssystem. Derzeit seien mehr als 18 000 Infizierte in den Krankenhäusern, das seien fast so viele wie zum Höhepunkt der ersten Infektionswelle im Frühjahr. «Das ist ein weiterer Grund dafür, dass alle sich an die neuen Regeln halten und persönlich Verantwortung übernehmen müssen», sagte er. Dem Sender Sky News sagte Hancock, jeder müsse sich so verhalten, als sei er mit Corona infiziert. «Das ist der einzige Weg, wie wir das Virus unter Kontrolle bekommen können.»

Wegen der raschen Ausbreitung der neuen Virus-Variante gilt in London und anderen Gegenden in Südostengland seit Sonntag ein neuer Shutdown mit weitreichenden Ausgangssperren, auch für die Weihnachtstage. Es sei nicht ausgeschlossen, dass die schärferen Maßnahmen noch Monate in Kraft bleiben müssten, bis flächendeckend geimpft werden könne, sagte Hancock.

In Deutschland ist die neue Coronavirus-Variante, die sich derzeit in Großbritannien ausbreitet, nach Angaben von Christian Drosten bisher nicht aufgetaucht. Die Verbreitung könne Zufall sein, schreibt der Coronavirus-Experte der Berliner Charité auf Twitter. Die Mutationen verschafften dem Virus nicht zwingend einen Selektionsvorteil, auch wenn das möglich sei. Ein Selektionsvorteil kann dazu führen, dass sich ein Virus leichter ausbreiten kann.

Ersten Analysen britischer Wissenschaftler zufolge verfügt die neue Variante über ungewöhnlich viele genetische Veränderungen, vor allem im Spike-Protein. Dieses Protein benötigt das Virus, um in Zellen einzudringen. Der in Großbritannien eingesetzte Impfstoffe des Mainzer Unternehmens Biontech erzeugt eine Immunantwort gegen genau dieses Protein. Deswegen gibt es die Befürchtung, dass der Impfstoff gegen die neue Variante möglicherweise nicht wirkt. Nach Angaben des britischen Premierministers Boris Johnson gibt es aber keine Hinweise darauf.

Update, 13.15 Uhr - 17 weitere Fälle im Landkreis Altötting gemeldet

Wie das Landratsamt Altötting mitteilt, wurden seit der gestrigen Meldung vom 19. Dezember 17 neue Fälle der Infektion mit SARS-Cov-2 gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie infizierten Personen auf 2740.

Die aktuelle 7-Tages-Inzidenz für den Landkreis Altötting laut RKI beträgt 168,6.

Update, 12.25 Uhr - 41 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf am Inn und ein weiterer Todesfall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn ist eine weitere Person verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert war. Seit der letzten Statusmeldung vom Samstag, 19. Dezember gibt es 41 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 20. Dezember 2020, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 484 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen erhöht sich auf 62. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 271,0.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf am Inn

Update, 11.24 Uhr - Polizei zieht erste Bilanz: Verstöße gegen Ausgangssperre halten sich in Grenzen

Am ersten Wochenende nach Einführung einer nächtlichen Ausgangssperre haben sich die meisten Bayern nach Polizeiangaben an die verschärften Regelungen gehalten. Dennoch griff die Polizei in der Nacht zum Sonntag etliche Menschen auf, die ohne einen der wenigen erlaubten Gründe die eigene Wohnung verlassen hatten. 

In einem Taxi in Straubing wurde ein Fahrgast angezeigt, der keinen triftigen Grund für seine Fahrt angeben konnte. In Straubing musste die Polizei außerdem zwei Partys auflösen. Bei einer davon hatten sechs Jugendliche in einem Privathaus gefeiert. Auch im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen beendete die Polizei eine Party von vier Jugendlichen. 

Im Landkreis Miltenberg machte sich ein Pärchen gegen 20 Uhr auf den Nachhauseweg. Weil der Mann aber zu stark betrunken war, fand das Paar nicht den Weg zum Bahnhof und irrte zwei Stunden ziellos durch Elsenfeld. Letztlich landeten sie im Vorgarten eines Anwesens, wo beide durch eine Streife aufgegriffen wurden.

Im niederbayerischen Regen wurde am Samstagabend ein Pärchen laut streitend von der Polizei auf der Straße erwischt. Die 41-jährige Frau und ihr 37-jähriger Freund konnten nicht schlüssig erklären, warum sie sich draußen aufhielten. Die Frau wurde wegen ihres körperlichen Zustandes und der kalten Temperaturen in Gewahrsam genommen. Sie durfte in einer Haftzelle der Polizei ausschlafen.

Im oberfränkischen Marktredwitz hielten sich zwei Menschen ohne triftigen Grund auf dem Gelände des Schulzentrums auf. 

Im Freistaat gilt seit Mittwoch eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist in dieser Zeit nur noch aus ganz wenigen triftigen Gründen erlaubt.

Update, 10.25 Uhr - Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz in der Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz in der Region

Die 7-Tage-Inzidenzen beziehungsweise Fallzahlen sind in den Städten und Landkreisen der Region haben sich im Vergleich zum Vortag unterschiedlich verändert: Kreis Rosenheim (von 213,9 auf 204,3), Stadt Rosenheim (von 195,1 auf 174,7), Traunstein (von 168,1 auf 142,7), Berchtesgadener Land (von 146,3 auf 150,1), Mühldorf (von 231,3 auf 269,3), Altötting (von 172,2 auf 168,6) meldeten jeweils leicht sinkende Inzidenzen. Die Daten entsprechen dem Meldestand des RKI am 20. Dezember um 0 Uhr.

Update, 9.18 Uhr - Falsch getragene Maske führt zu Handgemenge in Linienbus in Rosenheim

Am Freitag, den 18. Dezember, kam es in einem Linienbus in Rosenheim zu einem Handgemenge wegen der Maskenpfllicht im ÖPNV. Wie die Polizeininspektion Rosenheim in einer Pressemitteilung bekannt gab, wurde ein Rosenheimer beim Einsteigen in einen Bus auf seine nicht richtig getragene Mund-Nasen-Bedeckung angesprochen. Auf die Bitte des Busfahrers, er solle seine Maske ordentlich tragen, entwickelte sich ein Streitgespräch.

Während diesem Streit gab der Fahrgast dem Busfahrer eine Ohrfeige. Der Fahrgast entfernte sich daraufhin vom Bus in Richtung Bahnhof. Die verständigte Polizei konnte den Mann aufgrund der Personenbeschreibung schnell ausfindig machen. Es stellte sich heraus, dass der 25-jährige Rosenheimer mit gut einer Promille Alkohol im Blut unterwegs war. Gegen ihn wird nun wegen Körperverletzung ermittelt.

Update, 20. Dezember 7.53 Uhr - Tirols Landeschef Günther Platter ist mit Markus Söders „Egotrip“ unzufrieden.

„Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder befindet sich momentan auf einem Egotrip“, sagte der konservative ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter der „Tiroler Tageszeitung“ am Samstag. „So eine Formulierung verwende ich sonst nicht. In diesem Fall tue ich das aber ganz bewusst, weil Söders Tirol-Bashing, die ständige und abschätzige Erwähnung von Ischgl, nicht in Ordnung ist. Ich bin schwer irritiert, so verhält man sich unter Freunden nicht.“

Söder hatte den Tiroler Skiort Ischgl, der im Frühjahr zu einem zentralen Corona-Hotspot für zahlreiche Touristen wurde, wiederholt für Vergleiche herangezogen. Zuletzt hatte es auch wegen der Frage der Öffnung der Skigebiete unter den Nachbarn gekriselt.

Das angespannte Verhältnis seines österreichischen Bundeslands zum Nachbarn Bayern liege nicht nur an Streit über Transitverkehr, sagte Platter. „Auch Salzburg, Oberösterreich oder Vorarlberg haben Probleme mit Bayern, und die haben keine Transitprobleme.“ Aber die Situation werde sich wieder verbessern, das mache er sich keine Sorgen, sagte Platter.

Update, 20.27 Uhr - Auch Altötting darunter: Mehrere Kreise haben keine freien Intensivbetten mehr

In Bayern werden wegen der Corona-Krise die Intensivbetten knapp. Mehrere Landkreise meldeten am Samstag kein einziges freies Intensivbett mehr, wie aus dem deutschlandweiten DIVI-Register hervorgeht. Null freie Betten gab es in den Landkreisen Würzburg, Landshut, Regen, Aichach-Friedberg, Donau-Ries, Altötting und Fürstenfeldbruck. Viele andere Kommunen meldeten am Samstag nur noch ein bis zwei freie Intensivbetten.

„In der Gesamtbetrachtung stehen bayernweit noch ausreichend Allgemein- wie auch Intensivbetten-Kapazitäten zur Verfügung“, betonte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Die Zahl der freien Intensivbetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit für besonders schwer erkrankte Corona-Patienten liegt nach Humls Worten aber nur noch bei rund 300 Betten.

>>>Hier nachlesen (Plus-Artikel): Klinikverbund im Raum Rosenheim hat nicht mehr viele Intensivbetten<<<

„Vereinzelt ist die Situation – abhängig vom jeweiligen lokalen Infektionsgeschehen – dementsprechend bereits sehr ernst“, sagte die Ministerin.

Wenn in einem Landkreis keine Betten mehr frei sind, bedeutet dies nicht, dass keine Behandlung mehr möglich wäre. Aber neue Intensivpatienten müssen zum Teil über weite Entfernungen in andere Krankenhäuser gebracht werden. Bayernweit waren laut Intensivregister am Samstag noch 13 Prozent der gut 3400 Intensivbetten frei. Abgesehen davon wurden Mitte der Woche knapp 3500 Corona-Patienten auf Allgemeinstationen behandelt.

>>>Hier nachlesen (Plus-Artikel): Corona-Lage in der Region Rosenheim: Fallzahlen bleiben hoch – Zahl der Corona-Toten steigt<<<

„Für den Fall, dass es in einzelnen Krankenhäusern keine Intensivbettenkapazitäten mehr geben sollte, erfolgt eine Verteilung der Patienten innerhalb des jeweiligen Leitstellenbereichs in andere Krankenhäuser“, sagte Huml. „Mittlerweile verzeichnen aber ganze Leitstellenbereiche nur noch wenig freie Intensivkapazitäten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit. In diesen Fällen helfen benachbarte Leitstellen aus.“

Die Landkreise, die keine freien Betten mehr haben, sind überwiegend ländlich geprägt, dort gibt es ohnehin weniger Intensivbetten als in den Großstädten. Doch auch in München und Nürnberg spitzt sich die Situation zu. So meldeten die Krankenhäuser der Landeshauptstadt nur noch 37 von 517 Intensivbetten frei, das entspricht einem Leerstand von sieben Prozent, weit weniger als üblich. In Nürnberg waren von insgesamt 147 Intensivbetten lediglich 18 nicht belegt.

Die bayerischen Krankenhäuser haben zwar eine Notfallreserve von 1159 weiteren Intensivbetten gemeldet, die bei Bedarf aufgestellt werden könnten. „Dies bedeutet aber unter anderem, dass aufschiebbare Behandlungen zurückgestellt und Personal-Notfallpläne in Kraft treten müssen“, sagt Huml. Das würde demnach bedeuten, dass Mitarbeiter aus der Elternzeit oder dem Ruhestand zurückgeholt werden.

Huml forderte den Bund auf, die vorgeschriebene Personaluntergrenze für die Pflege vorübergehend auszusetzen. Eine zweite Möglichkeit wäre, dass die Krankenhäuser nicht dringliche Operationen zurückstellen. Dabei spielen aber auch die Finanzen eine Rolle: „Entscheidend für die Bereitschaft der Krankenhäuser, planbare Eingriffe zu verschieben, ist jedoch die Frage, in welchem Umfang sie hierfür Ausgleichszahlungen erhalten“, sagte Huml dazu.

Update, 19.21 Uhr - 28 Neuerkrankungen und weiterer Todesfall im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Freitag 28 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 10 Person bereits als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 2.454 (Meldestand: 19. Dezember, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 146,3 (Stand: 19. Dezember, 0 Uhr).

Von den insgesamt 2.454 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land bestätigten Fälle sind 2.204 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Im Landkreis gibt es aktuell 193 aktive Fälle.

Seit der letzten Meldung wurde dem Gesundheitsamt ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um einen 82-jährigen Mann. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 57.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 236 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 50 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 3 Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle. 

Update, 17 Uhr - Bundesregierung kauft Millionen Impfdosen nach

Die Bundesregierung hat mehr Dosen für Impfungen gegen das Coronavirus für Deutschland gesichert. Vom ersten Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer kommen aus einer EU-weiten Bestellung nun 55,8 Millionen statt zunächst vorgesehener 40 Millionen Dosen, wie das Bundesgesundheitsministerium am Samstag auf Anfrage in Berlin mitteilte. Zuerst berichtete die «Bild am Sonntag» darüber. Daneben wurden über nationale Zusagen auch schon weitere 30 Millionen Impfdosen dieses Präparats gesichert.

An diesem Montag will die EU-Arzneimittelbehörde EMA ihre Beurteilung über den Impfstoff von Biontech/Pfizer abgeben, danach wird eine Zulassung durch die EU-Kommission erwartet. Bund und Länder stellen sich dann auf einen Beginn von Impfungen am 27. Dezember ein.

Vom zweiten aussichtsreichen Impfstoff des US-Konzerns Moderna hat Deutschland nun dem Gesundheitsministerium zufolge über das EU-Kontingent 50,5 Millionen Impfdosen gesichert. Zusammen mit 85,8 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer seien damit 136,3 Millionen Dosen sicher, von denen nahezu alle 2021 ausgeliefert werden könnten. Da jeweils zwei Dosen benötigt werden, ließen sich so rein rechnerisch 68,2 Millionen Bürger impfen - bei insgesamt 83 Millionen Einwohnern in Deutschland. Der Moderna-Impfstoff hatte am Freitagabend eine Notfallzulassung in den USA erhalten.

Update, 14.44 Uhr - Schulen geschlossen, aber Skipisten offen: Kritik an Österreichs Lockdown-Maßnahmen

Österreichs Regierung muss sich scharfe Kritik an den neu verkündeten Lockdown-Maßnahmen anhören. Konkret geht es um die Öffnung der Skilifte. Die Regierung teilte ja am Freitag mit, dass ab dem 24. Dezember 2020 Skilifte unter bestimmten Rahmenbedingungen öffnen können. Die Letztentscheidung über die genauen Modalitäten liegen bei den einzelnen Ländern oder Bezirken (Anm. Red.: entspricht Landkreis-Ebene). Die Schulen indes sollen bis zum 18. Jänner geschlossen sein. Ein Unding, wie viele Bürger der Alpenrepublik finden - in sozialen Medien bricht sich ein Sturm der Entrüstung bahn. Auch der Wiener Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr kritisiert die Maßnahmen laut dem „Standard“ scharf. Er spricht von einem „Zick-Zack-Kurs“ der Regierung, welche die Bevölkerung verunsichere.

Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hat das Öffnen der Skigebiete trotz eines weiteren mehrwöchigen Lockdowns nach Weihnachten verteidigt. „Wir haben zur Zeit keine Touristen im Land, das heißt, wir öffnen die Sportmöglichkeiten, die Skilifte vor allem auch für die Einheimischen“, sagte Köstinger bei einer Pressekonferenz am Samstag. Am Samstag trat die neue Einreiseverordnung in Österreich in Kraft, wonach Einreisende mit wenigen Ausnahmen in eine zehntägige Quarantäne mit Testmöglichkeit ab Tag fünf müssen.

Ein Wiener könne beispielsweise auch mit der U-Bahn ins Grüne am Stadtrand fahren und dort laufen gehen, sagte Köstinger. „Es gibt bei den Seilbahnen, den Gondeln keinen Unterschied zu den anderen Transportmitteln, also ich verstehe manchmal, ehrlich gesagt, nicht, warum das so differenziert gesehen wird.“ Sicherheitskonzepte, die unter anderem Maskenpflicht schon beim Anstellen für den Lift vorsähen, gebe es bereits seit Herbst.

Auch an diesen Aussagen Köstingers regt sich heftige Kritik. Während des Frühjahrs-Lockdowns hatte sie sich selbst dagegen ausgesprochen, etwa die Bundesgärten für die Bevölkerung zu öffnen - denn: „Auch draußen lauert die Gefahr einer Ansteckung. Das Öffnen der Bundesgärten wäre das völlig falsche Signal. Deshalb bleiben die Parks auch zu“

Am Freitagabend hatte Österreichs Regierung erneute Ausgangsbeschränkungen und Schließungen etwa des Handels vom 26. Dezember bis zum 17. Januar verkündet. Für diejenigen, die dann nicht an einem der landesweit angebotenen Corona-Tests teilnehmen wollen, sollen die Regeln laut Regierung noch eine weitere Woche gelten. Für Negativgetestete sollen ab dem 18. Januar auch die seit November geschlossene Gastronomie, Tourismusbetriebe und Kultur wieder öffnen.

Update, 13.35 Uhr - Gesundheitsbehördliche Einreisekontrolle an der österreichischen Grenze ab heute: „Konsequent und engmaschig“

Beginnend mit Samstag, dem 19. Dezember 2020, werden an allen Grenzübergänge zu Deutschland im Auftrag der österreichischen Gesundheitsbehörden Einreisekontrollen vollzogen. Das teilte die Landespolizeidirektion Salzburg am Samstag, den 19. Dezember, in einer Pressemitteilung mit.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Die Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes werden bei der Vollziehung der Einreiseverordnung funktional als Organe der Gesundheitsbehörde tätig. Diese Tätigkeiten sind daher den Gesundheitsbehörden zuzurechnen. Bei diesen Kontrollen werden die aktuellen COVID19-Verordnungen konsequent und engmaschig überwacht, weshalb für die betreffenden Personen das Mitführen der entsprechenden Formulare unbedingt notwendig ist.


Es ist, je nach Verkehrsaufkommen, mit Staus zu rechnen. Welche Grenzübergänge zu welchen Zeiten kontrolliert werden, wird jedoch im Sinne des übergeordneten Ziels, der Eindämmung der Pandemie, nicht näher bekannt gegeben.

Daher gilt generell der dringende Appell, nicht unbedingt notwendige Fahrten in das Ausland zu unterlassen.

Die Detailregelungen zu den Ausnahmen sowie nähere Informationen zur Covid-19-Einreiseverordnung sind auf den Internetseiten des Landes Salzburg unter https://www.salzburg.gv.at/themen/gesundheit/corona-virus/grenzverkehr und des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz unter https://bit.ly/3mraUwX nachzulesen. Zudem werden die reisenden Personen darauf hingewiesen, dass die für die Einreise notwendigen Formulare (siehe https://www.bmeia.gv.at/) bereits ausgefüllt mitzuführen sind.

Bei einer gesundheitsbehördlichen Kontrolle an einem Grenzübergang oder an anderen Orten im Bundesgebiet hat die betreffende Person plausibel und konkret darzulegen - glaubhaft zu machen -, dass ein Grund nach den Ausnahmen der Verordnungen vorliegt. Um diese Situationen gut zu bewältigen, ist die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger entscheidend. Es ist durchaus sinnvoll, eine Bestätigung des Arbeitgebers oder sonstige Dokumente, die den Grund der Ausnahme untermauern, bei sich zu haben. Das erleichtert und beschleunigt die Kontrollen für alle Beteiligten.

Für Auskünfte und weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an das zuständige Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz unter buergerservice@sozialministerium.at oder Tel: 0800 201 611 sowie an die für Salzburg örtlich zuständige Gesundheitsbehörde, das Land Salzburg (Landessanitätsdirektion Salzburg), unter sandion@salzburg.gv.at oder Tel: 0662 8042-2337.

Pressemitteilung der Landespolizeidirektion Salzburg

Update, 12.42 Uhr - 30 neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting meldet seit dem gestrigen Freitag, den 18. Dezember 30 neue Corona-Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie mit dem SARS-Cov-2 Virus infizierten Personen in Landkreis Altötting auf 2723.

Die aktuelle 7-Tages-Inzidenz laut RKI beträgt 172,2. Derzeit sind 396 aktive Corona-Fälle im Landkreis bekannt. 40 davon befinden sich im Stadtgebiet Altötting. Die meisten aktiven Fälle im Landkreis hat derzeit die Stadt Töging am Inn mit einer Zahl von 119 aktiven Fällen.

mIm Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist eine weitere Person verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert war. Seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 18. Dezember gibt es 33 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 19. Dezember 2020, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 479 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen erhöht sich auf 61. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 252,01.

Pressemitteilung des Landratsamtes Mühldorf am Inn

Update, 9.45 Uhr - Mehrheit der Deutschen will sich an Weihnachten an die Corona-Regeln halten

Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland will sich einer Umfrage zufolge an Weihnachten an die vorgegebenen Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie halten. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gaben 83 Prozent der Befragten an, alle Corona-Regeln an Weihnachten befolgen zu wollen. Derweil stellte wenige Tage vor dem erwarteten Beginn der Corona-Impfungen CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt die Vorbildfunktion für Politiker bei diesem Thema heraus. AfD-Fraktionschef Alexander Gauland betonte dagegen seine Skepsis gegenüber einer Corona-Impfung.

In der YouGov-Umfrage sagte nur jeder Zehnte, er wolle von den Corona-Regeln abweichen, sieben Prozent machten keine Angaben. Mit dem Alter nimmt dabei die Bereitschaft zu, die Beschränkungen einzuhalten. Bei den 18 bis 24-Jährigen sind es 72 Prozent, bei den Menschen über 55 sogar 91 Prozent.

Zu Weihnachten werden die während des Lockdowns geltenden Kontaktbeschränkungen etwas gelockert. Vom 24. bis 26. Dezember sollen in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen Treffen mit einem Haushalt und vier weiteren Personen über 14 Jahren möglich sein. Diese müssen aus dem „engsten Familienkreis“ kommen.

Nach aktuellem Stand dürften kurz nach Weihnachten die ersten Menschen in Deutschland gegen Covid-19 geimpft werden. Die Politik sollte mit Blick auf die Impfskepsis in Teilen der Bevölkerung am Anfang des Impfprozesses mit dabei sein, sagte der CSU-Politiker Dobrindt der Deutschen Presse-Agentur. „Es geht nicht um ein Impfprivileg, sondern es geht um ein Impfvorbild.“ Das Einstehen für das Impfen sei deutlich wichtiger als der mögliche Vorwurf, die Politik wolle sich ein Privileg verschaffen. Entscheidend sei, nun schnellstmöglich mit dem Impfen zu beginnen.

Update, 8.43 Uhr - FC Bayern-Präsident Hainer zur Zukunft des Jugendsports: „Nach dem 10. Januar ist die Pandemie ja nicht vorbei“

Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern München, hofft in der Corona-Pandemie im neuen Jahr auf Lockerungen für den Jugendsport. „Wir alle müssen noch mal intensiv nachdenken, wie es in der Zukunft gehandhabt werden soll. Nach dem 10. Januar ist die Pandemie ja nicht vorbei. Wir werden weiter mit Einschränkungen kämpfen. Wir müssen uns überlegen, wie wir die Jugend wieder an den Sport heranführen können“, sagte Hainer in einem Interview von „Münchner Merkur“ und „tz“ am Samstag.

„Viele Leute befürchten, dass eine ganze Generation an die Playstation verloren wird. Die Tendenz zur Playstation ist ja schon länger da und wird aktuell sicherlich noch mal verstärkt“, sagte der 66-Jährige. Aktuell sind in Bayern Sport und Bewegung an der frischen Luft nur sehr eingeschränkt erlaubt.

„Wir wissen, wie wichtig es ist, dass sich junge Menschen treffen, austauschen und Sport treiben. Wenn ich mich zurückerinnere, als ich 16 war, wollte ich natürlich auch mit den Freunden losziehen, mich unterhalten und etwas erleben. Das fehlt aktuell und kann für die Entwicklung der Jugendlichen auf Dauer nur schädlich sein“, warnte Hainer. „Wir sollten uns als Gesellschaft überlegen, ob wir der Jugend den Sport, unter Einhaltung der Hygienevorschriften, nicht wieder ermöglichen wollen. Auch die Politik muss hier dringend Überlegungen anstellen.“

Erstmeldung: 31.300 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet - 702 Todesfälle

Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen meldet, wurden deutschlandweit 31.300 Neuinfektionen binnen eines Tages übermittelt. Am Freitag hatte es mit 33.777 gemeldeten Infektionen einen Höchstwert gegeben, allerdings waren darin rund 3500 nachgemeldete Fälle vom Vortag enthalten. Am Samstag der vergangenen Woche hatte die Zahl bei 28.438 gelegen. 

Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 702 neue Todesfälle. Der bisherige Höchstwert von 952 Toten war am Mittwoch erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 25.640

Insgesamt zählt das Robert Koch-Institut seit Beginn der Pandemie 1.471.238 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 19.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.085.500 Menschen inzwischen genesen. Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz) gab das RKI am Samstag mit 189,6 an. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,05 (Vortag: 0,97). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 105 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mda mit Material der dpa

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