News-Ticker zur Corona-Pandemie

Inzidenz unter 200: Lockerung der 15-Kilometer-Regel für Berchtesgadener Land erst nach sieben Tagen möglich

Seit der letzten Pressemitteilung vom 19. Januar meldete das Landratsamt Traunstein 65 neue bestätigte Corona-Infektionen und drei Todesfälle im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung.
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Seit der letzten Pressemitteilung vom 19. Januar meldete das Landratsamt Traunstein 65 neue bestätigte Corona-Infektionen und drei Todesfälle im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch, 20. Januar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 151,1, Landkreis Rosenheim 145,4, Landkreis Traunstein 135,9 , Landkreis Berchtesgadener Land 183,1, Landkreis Mühldorf 167,4, Landkreis Altötting 138,1 (Quelle/Stand: RKI, 20. Januar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2624, Landkreis Rosenheim 9604, Traunstein 6495, Berchtesgadener Land 3533, Mühldorf 3853, Altötting 3317 (Quelle/Stand: RKI, 20. Januar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 47, Landkreis Rosenheim 374, Traunstein 170, Berchtesgadener Land 77, Mühldorf 93, Altötting 131 (Quelle/Stand: RKI, 20. Januar, 0 Uhr)
  • Mindestens 48.770 Todesfälle in Deutschland (8929 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.13 Uhr - Lockerung der 15-Kilometer-Regel erst nach mindestens 7 Tagen möglich - aktuell 7-Tage-Inzidenz bei 183,1

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 26 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich zehn Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 3533 (Meldestand RKI: 20. Januar 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 183,1 (Stand: 20. Januar 0 Uhr).

Mit 183,1 ist der Landkreis Berchtesgadener Land erstmals seit Erlass der 15-Kilometer-Regelung wieder unter dem entscheidenden 7-Tage-Inzidenzwert von 200. Entsprechend der Verordnung der Bayerischen Staatsregierung können die Kreisverwaltungsbehörden diese Regelung jedoch erst dann aufheben, wenn der Inzidenzwert von 200 mindestens 7 Tage in Folge unterschritten worden ist. „Der erste Schritt hin zu einer Lockerung der Maßnahmen im Berchtesgadener Land ist geschafft. Doch die Aufhebung der 15-Kilometer-Regel ist erst möglich, wenn der Landkreis mindestens 7 Tage in Folge unter dem Inzidenzwert von 200 liegt. Um die Inzidenz dauerhaft unter diesem Grenzwert zu halten und damit wieder mehr Mobilität für die Bürgerinnen und Bürger im Berchtesgadener Land zu ermöglichen, müssen wir aber weiterhin aktiv auf die Einhaltung der bestehenden Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung achten. Nur wenn die Einschränkungen sowie die AHA-L-Regeln beachtet werden, können wir das Infektionsgeschehen dauerhaft senken“, so Landrat Bernhard Kern.

Von den insgesamt 3533 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 3154 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgefallen. Aktuell gibt es 302 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 194 neue COVID-19-Fälle.

Seit der letzten Meldung wurde dem Gesundheitsamt ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um eine 85-jährige Frau. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 77.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 352 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 59 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden fünf Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Update, 20.20 Uhr - 49 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf a. Inn - ein weiterer Todesfall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist eine weitere Person, die mit dem Corona-Virus infiziert war, verstorben. Seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 19. Januar gibt es 49 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 20. Januar 2021, 0 Uhr).

Aufgrund eines positiven Corona-Falles wurde eine Gruppe des Kindergartens Obertaufkirchen unter Quarantäne gestellt. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Darüber hinaus verzeichnet das Innklinikum in den letzten 7 Tagen im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn 10 positiv bestätigte Mitarbeiter/Innen an den Standorten Mühldorf und Haag.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 259 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 20. Januar 2021, 0 Uhr) bei 167,4.

Update, 19.44 Uhr - 65 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein - drei weitere Todesfälle

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1422 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 135,9. Seit der letzten Pressemitteilung am 19. Januar sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 65 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 6579 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 4984 Personen (101 Personen mehr seit der Meldung vom 19. Januar).

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Pressemitteilung drei Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um drei Männer im Alter von 95, 88 und 81 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 173 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 57 COVID-19-Patienten behandelt, davon 44 auf der Normalstation und 13 auf der Intensivstation.

In der Asylunterkunft in der Seuffertstraße sind bei der Reihentestung vom 18. Januar keine weiteren positiven Fälle mehr nachgewiesen worden. Die Quarantäne in der Unterkunft Haus Nr. 4-8 kann deshalb mit Ablauf des 20. Januar aufgehoben werden.

Update, 19.14 Uhr - 24 neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Wie das Landratsamt Altötting mitteilt, sind seit der letzten Pressemitteilung vom 19. Januar 24 neue Corona-Fälle im Landkreis gemeldet worden. Damit steigt die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie festgestellten Infektionen mit SARS-Cov-2 auf 3353.

Derzeit gibt es im Landkreis Altötting 250 aktive Corona-Fälle. Davon werden 39 dem Stadtgebiet Altötting, 40 Burgkirchen und 50 Garching zugeschrieben. Laut RKI-Meldung liegt die aktuelle 7-Tage-Inzidenz zum Meldezeitpunkt 20. Januar, 0 Uhr, bei 138,1.

Update, 18.28 Uhr - Impfbereitschaft im InnKlinikum groß - Herausforderung durch Ausbrüche auf Stationen

„Die Impfbereitschaft bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des InnKlinikum ist groß und dafür sind wir sehr dankbar”, so der Vorstandsvorsitzende des InnKlinikum Altötting und Mühldorf, Thomas Ewald. Etwa 400, überwiegend für die Versorgung von COVID-Patienten eingesetzte Beschäftigte, werden bis Ende dieser Woche geimpft, 70 davon bereits zum zweiten Mal.

Es gebe lange Wartelisten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der limitierende Faktor sei die derzeit mangelhafte Verfügbarkeit der Impfstoffe. Von einer Entspannung der Lage am InnKlinikum könne derzeit nicht die Rede sein, betont Ewald. „Auch wenn die Zahl der COVID-Patienten und Verdachtsfälle leicht zurückgegangen ist, sind alle vier Kliniken derzeit sehr hoch ausgelastet und die Kolleginnen und Kollegen arbeiten am Limit.”

Wie in vielen anderen Kliniken bundesweit müsse auch das InnKlinikum zudem immer wieder Abteilungen zeitweise schließen, weil sich Mitarbeiter infiziert hatten oder als Kontaktpersonen in Quarantäne begeben mussten. Aus diesem Grund konnten in den letzten Tagen auch einige geplante Kaiserschnittgeburten in der Geburtshilfe in Mühldorf nicht durchgeführt werden.

Vorstandsvorsitzender Thomas Ewald ist davon überzeugt, dass das InnKlinikum auch diese Herausforderung bewältigen wird und bittet die Bürgerinnen und Bürger darum, die Kliniken dabei zu unterstützen, indem sie sich an die Vorgaben der Regierung halten.

Update, 16.31 Uhr - Aiwanger fordert Fairness unter Einzelhändlern

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat die Betreiber von Supermärkten aufgefordert, nicht das Sortiment geschlossener kleiner Einzelhändler zu bedienen. Er appelliere an die Fairness der Händler untereinander, sagte Aiwanger am Mittwoch nach einer Sitzung des Kabinetts. Die Aufsichtsbehörden würden ein zusätzliches, wachsames Auge auf diese Angelegenheit werfen.

Inzwischen sei ein großer Teil der staatlichen Hilfen für Gewerbetreibende ausgezahlt, sagte Aiwanger. Gelder aus der Überbrückungshilfe II für den Zeitraum September bis Dezember 2020 hätten 15.900 Betriebe im Volumen von 343 Millionen Euro beantragt. Davon seien 90 Prozent ausgezahlt.

Bei den Novemberhilfen sei Bayern auf die Software des Bundes angewiesen. Von 50.900 Anträgen im Volumen von 865 Millionen Euro seien 42 Prozent des Geldes ausgezahlt. Noch im Januar werde der größte Teil abgewickelt sein. Bei den Dezemberhilfen seien von 28.600 Anträgen über 466 Millionen Euro 34 Prozent ausgezahlt.

Die Überbrückungshilfe III für den Zeitraum Januar bis Juni 2021 sei noch in der Endabstimmung. Es gebe deutliche Nachbesserung für die Abschreibungen bei verderblichen und saisonalen Waren. Beispielsweise können die Kosten für nicht mehr verkäufliche Winterkollektionen abgeschrieben werden. Die Abschlagszahlungen seien auf bis zu 150.000 Euro angehoben worden.

Update, 15.32 Uhr - Söder und Aiwanger bei Lockerungsprognose uneins

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und sein Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sind unterschiedlicher Ansicht, wann umfassendere Lockdown-Lockerungen möglich sein werden. Aiwanger nannte nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch Mitte Februar - Söder allerdings bremste. „Der Wunsch nach Besserung ist bei uns allen in gleicher Form ausgeprägt. Die Einschätzung, wie schnell das geht, differenziert“, sagte Söder.

Aiwanger rechnet nach eigenen Worten mit einem zügigen Sinken der Sieben-Tage-Inzidenz: „Die Maßnahmen greifen jetzt, und die Impfungen in den Pflegeheimen werden ihre Wirkung zeigen (...) Damit wird automatisch der Ruf nach Lockerungen lauter und auch berechtigt.“ Zudem habe man nun die Kombination mit der FFP2-Maskenpflicht. Söder erwiderte: „Es gehört zum gewissen Ritual unserer gemeinsamen Zusammenarbeit, dass Hubert Zeitpunkte nennt - und wir dann gemeinsam entscheiden, wenn sie dann eintreten, nach dem jeweiligen Infektionsgeschehen.“ Der CSU-Vorsitzende betonte: „Wir hoffen natürlich, dass die Zahlen deutlich runtergehen.“

Update, 14.45 Uhr - Maskenverweigerin rastet in Supermarkt aus

Eine rabiate Maskenverweigerin hat am Dienstag, 19. Januar, Personal, Angestellte und Personal in einem Supermarkt in Mindelheim (Schwaben) in Atem gehalten. Die 40-Jährige betrat den Laden zunächst ohne Maske. Beim Vorbeigehen an der Kasse wurde sie aufgefordert, eine entsprechende Maske aufzusetzen oder das Geschäft zu verlassen.

Daraufhin eskalierte die Situation: Zunächst wurde nach Polizeiangaben das Personal des Supermarkts beleidigt. Als die verständigte Polizei hinzukam, griff die 40-Jährige ohne Vorwarnung die Beamten an, trat um sich und randalierte. Zwei Beamte wurden durch den Angriff leicht verletzt, konnten die Frau jedoch am Ende überwältigen und zur Wache bringen. Die Randaliererin erhielt Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs, Beleidigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung sowie Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz.

Die Pressekonferenz im Live-Stream:

Update, 13.58 Uhr - Digitalisierung der Impfanmeldung der „richtige Weg“

Auf die Nachfrage eines Journalisten zu den Problemen bei der Anmeldung für Impftermine entgegnete Gesundheitsminister Holetschek, dass die Digitalisierung der Anmeldung grundsätzlich der richtige Weg sei. Er räumte jedoch ein, dass Dinge wie überlastete Hotlines oder die nur einmal mögliche Verwendung einer E-Mail-Adresse Probleme verursachen würden. Daran würde aber mit Hochdruck gearbeitet, hieß es. „Wir lernen jeden Tag und wollen da auch noch nacharbeiten“, sagte Holetschek, der in diesem Zusammenhang großen Wert auf offene, einfache Kommunikation legt.

Update, 13.46 Uhr - Wechselunterricht für Abschlussklassen ab 1. Februar geplant

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sagte, dass der Distanzunterricht in Bayern insgesamt positiv angelaufen sei. Allerdings sei allen Verantwortlichen klar, dass dieser den regulären Präsenzunterricht auf Dauer nicht ersetzen könne, hieß es. Auch die soziale Komponente (z.B. das Treffen von Freunden/Klassenkameraden) dürfe zu keinem Zeitpunkt aus den Augen verloren werden.

Sollte es das Infektionsgeschehen zulassen, dürfen ab 1. Februar die Abschlussklassen an Gymnasien (Q12), FOS/BOS (12./13. Jahrgangsstufe) sowie Schüler von beruflichen Schulen, bei denen zeitnah Abschlussprüfungen anstehen, unter strengen Hygieneauflagen wieder mit Wechselunterricht anfangen. In allen Fragen gelte es „faire und flexible Lösungen“ zu finden und es müsse jedem klar sein, dass Corona auch ab dem 14. Februar nicht vollkommen vorbei sein, betonte der Minister. Für alle Jahrgangsstufen und Schularten gilt: Leistungserhebungen sollen reduziert und angepasst werden, auch ein „Vorrücken auf Probe“ soll ggf. wieder großzügig gewährt werden. Damit soll der Leistungsdruck der Schüler reduziert werden, sagte Piazolo.

Update, 13.38 Uhr - Holetschek: „Müssen weiter vorsichtig und umsichtig vorgehen“

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) betonte ebenfalls, dass es wichtig sei, weiterhin „vorsichtig und umsichtig“ im Kampf gegen die Pandemie vorzugehen - vor allem auch wegen der neuen, gefährlichen Mutation. Das hätte auch den entsprechenden „präventiven Charakter“. Die Planungen für die Impf-Strategie im Freistaat gelte es noch weiter zu verbessern, räumte der Minister ein. Allerdings hänge vieles an der Liefersituation von Impfstoffen und dass man derzeit oft nicht genau wisse, wann, welche und wieviel Impfstoff wo verfügbar sein wird.

Um die Situation an den Alten- und Pflegeheimen weiter zu verbessern, sollen den Einrichtungen 500.000 FFP2-Masken kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Zudem soll die Zahl der Tests beim Personal von zwei auf drei pro Woche erhöht werden - davon sollte mindestens ein Test ein PCR-Test sein.

Update, 13.33 Uhr - Besondere Hilfen für Rosenheim und Kreis Berchtesgadener Land

Noch im Januar werde der Rest der Novemberhilfen laut Aiwanger abgewickelt sein. „Viele Gelder sind bereits draußen“, so Aiwanger. Auch Dezemberhilfe und Überbrückungshilfe 3 sollen schnellstmöglich abgewickelt werden. Auch die Abschlagszahlung werde auf 150.000 Euro erhöht und sei nicht mehr bei 50.000 Euro gedeckelt.

Besondere Hilfen soll es für die Städte Rosenheim und Augsburg und die Kreise Berchtesgadener Land und Rottal-Inn geben. Für diese Orte wird es auch eine Oktoberhilfe geben, die im Februar beantragt werden könne, so Aiwanger. Die Entscheidung begründet der Minister mit den frühzeitigen Schließungen dort.

Update, 13.27 Uhr - Aiwanger: „Immer mehr Menschen drängen auf Öffnungen“

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) betonte, dass bei den Zahlen der „Trend in die richtige Richtung“ gehe. Aiwanger dankte der Bevölkerung für ihr Verständnis. „Wir sehen allerdings, dass im Bereich von Schulen und Wirtschaft immer mehr Menschen die Nerven verlieren und auf Öffnungen drängen“, sagte Aiwanger, der nun hofft, dass man entsprechende Schritte ab Anfang/Mitte Februar gehen kann. Zum Thema Home Office appellierte Aiwanger an die Vernunft zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. Es gelte, für beide Seiten „praktikable Lösungen“ zu finden.

Update, 13.21 Uhr - Home-Office-Regeln werden auch in Bayern umgesetzt

Die Home-Office-Regeln, die am Dienstag in Berlin beschlossen wurden, werden auch in Bayern eingeführt. Damit ist die Anspruchsfrage für den Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber bis mindestens 15. März geregelt - zumindest wenn Heimarbeit im Betrieb grundsätzlich möglich ist.

Die „Achillesferse“ bleibt laut Söder die Situation in den Alten- und Pflegeheimen in Bayern. Hoffnung gibt hier die Impfsituation, die sich langsam bessern würde. Die Impfbereitschaft bei den Bewohnern steige, allerdings gibt es nach wie vor Schwierigkeiten mit der Lieferung von Impfstoffen. Auch die Impfbereitschaft beim Personal bezeichnete Söder als nicht unbedingt zufriedenstellend. „Insgesamt gibt es keinen Anlass zur Entwarnung. Wir befinden uns mitten in der zweiten Welle der Pandemie - hoffentlich gibt es keine dritte“, fasste Söder zusammen. Die Virus-Mutation sei eine „schwere Herausforderung“ für die nächsten Wochen und Monate.

Update, 13.16 Uhr - FFP2-Maskenpflicht auch in Pflegeheimen und Gottesdiensten

Die FFP2-Maskenpflicht in Bayern gilt weiterhin und wird sogar noch einmal verschärft. Diese Regel gilt nun auch für das Personal in Alten- und Pflegeheimen sowie beim Besuch eines Gottesdienst.

Besonders sensibel ist laut Söder der Schul- und Kita-Bereich. Derzeit gäbe es jedoch keine Alternative, als die Einrichtungen bis mindestens 14. Februar ebenfalls geschlossen zu halten. Ab dem 1. Februar soll es jedoch - noch unter Vorbehalt - eine Ausnahme geben: Dann dürfen die Abschlussklassen, die heuer Abitur oder ihren Berufsabschluss machen, wieder in Wechselunterricht einsteigen. Endgültig entschieden werden soll dies jedoch kurzfristig anhand des aktuellen Infektionsgeschehens.

Update, 13.11 Uhr - Söder: „Wir wollen kein Party-To-Go-Geschehen“

Der Lockdown wird auch in Bayern bis mindestens 14. Februar verlängert. Wie es danach weitergeht, soll nach dem jeweiligen Infektionsgeschehen zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden, betonte Söder. Ansonsten gibt es im Freistaat KEINE zusätzlichen Maßnahmen. Ausgangssperre und 15-Kilometer-Regel bleiben bestehen. Präzisiert wird das Alkoholverbot, das am Dienstag vom Verwaltungsgerichtshof gekippt worden war. Dieses gilt nun wieder auf öffentlichen Plätzen, die von Städten/Kommunen festgelegt werden. „Wir wollen kein Party-To-Go-Geschehen“, so der Ministerpräsident.

Update, 13.06 Uhr - „Corona bedeutet Dauerstress für uns alle“

Wie werden die Corona-Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels vom Dienstag in Bayern umgesetzt? Darüber hat am Mittwochvormittag die bayerische Staatsregierung bei ihrer nächsten Kabinettssitzung beraten. „Corona bedeutet einen absoluten Dauerstress für uns alle“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu Beginn der Pressekonferenz am Mittag in München. Söder dankte der Bevölkerung für das Verständnis und bat weiterhin darum, Geduld zu bewahren. Die Infektionslage in Bayern entwickle sich „verhalten positiv“ und der Lockdown beginne zu wirken, hieß es.

Dennoch gibt es noch keinen Anlass zur Entwarnung. „Ein Abbruch der jetzigen Maßnahmen wäre ein fataler Fehler“, betonte der Ministerpräsident. Vor allem die neue Virus-Mutation bereitet auch den bayerischen Behörden große Sorge. Die Ansteckungsquote dabei sei um bis zu 70 Prozent höher als bei der bisherigen Variante. „Es ist deswegen klüger, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen“, so Söder.

Update, 12.05 Uhr - Österreichs Kanzler Kurz „wütend“ auf Bürgermeister

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat kein Verständnis für einige Bürgermeister, die sich bei der Impfung gegen das Coronavirus vorgedrängelt haben. „Es macht mich wütend und zornig“, sagte Kurz der „Kronen Zeitung“. In einigen Bundesländern waren Fälle bekannt geworden, dass übrig gebliebene Impfstoffe nicht an Heimbewohner, Gesundheitspersonal oder über 80-Jährige verabreicht wurden, sondern an Politiker, Gemeindebedienstete und Angehörige. „Wenn sich jemand vordrängt, ist das moralisch enttäuschend“, betonte Kurz.

rosenheim24.de berichtet in einem ausführlichen Artikel über den Politwirbel in Österreich.

Update, 11.26 Uhr - Bayerns Landtag diskutiert verlängerten Lockdown erst nächste Woche

Die erneute Verlängerung des Corona-Lockdowns in Bayern wird erst in der kommenden Woche im Landtag diskutiert. „Durch die Entscheidungen beim gestrigen Bund-Länder-Treffen ergeben sich für Bayern keine Änderungen hinsichtlich der Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Mit der Verlängerung der bestehenden Maßnahmen ab Februar wird sich der Landtag in der kommenden Woche auseinandersetzen“, sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) am Mittwoch in München.

Die nächste turnusmäßige Sitzung findet am 27. Januar und damit bevor die neue Verordnung am 1. Februar in Kraft tritt statt. „Die mit allen Fraktionen und der Staatsregierung vereinbarte Verfahrensweise, dass vor Inkrafttreten der neuen Verordnung das Parlament debattiert und entscheidet, ist deshalb auch mit der regulären Sitzung gewährleistet“, betonte Aigner. Die Corona-Pandemie werde das Parlament aber auch in dieser Woche beschäftigen, so gebe es unter anderem am Donnerstag eine Sondersitzung des Bildungsausschusses.

Update, 10.33 Uhr - Söder-Pressekonferenz am Mittag

Am Vormittag tritt erneut die bayerische Staatsregierung zusammen und berät in ihrer nächsten Kabinettssitzung über das weitere Vorgehen des Freistaats im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Eklatante Verschärfungen sind jedoch wohl nicht zu erwarten, zumal in Bayern ohnehin die bereits mit striktesten Corona-Regeln in ganz Deutschland gelten. Am Mittag ab 13 Uhr informieren Ministerpräsident Söder, Gesundheitsminister Holetschek (beide CSU) und Wirtschaftsminister Aiwanger (Freie Wähler) auf einer Pressekonferenz über die Ergebnisse der Sitzung.

Update, 10.05 Uhr - Homeoffice-Verordnung geht heute durchs Kabinett

Die von Bund und Ländern am Dienstagabend vereinbarte Homeoffice-Verordnung soll bereits heute das Bundeskabinett passieren. Der Entwurf der Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sei in der Bundesregierung abgestimmt, heißt es in Regierungskreisen. Die Verordnung verpflichtet Arbeitgeber, ihren Beschäftigten die Arbeit von zu Hause aus zu ermöglichen, wenn keine zwingenden betrieblichen Gründe dagegen stehen.

Zudem werden die Corona-Schutzregeln am Arbeitsplatz verschärft. So muss der Arbeitgeber medizinische Schutzmasken bereitstellen, wenn etwa die Abstandsregel von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann und eine Verringerung der Belegung von Räumen nicht möglich ist.

Update, 9.08 Uhr - Bayerische Gastwirte verzweifelt wegen Lockdown-Verlängerung

Gastwirte und Hoteliers in Bayern haben entsetzt auf die Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar reagiert. „Wir versuchen nach wie vor mit aller Kraft die Pandemie zu überstehen und mit Zuversicht in das zweite Corona-Jahr zu schauen. Angesichts der erneuten Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar nimmt allerdings in weiten Teilen des Gastgewerbes die Verzweiflung überhand“, sagte der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Thomas Geppert, am Mittwoch in München. „Der Lockdown kann nicht ewig ohne eine echte Perspektive verlängert werden.

Der Verband forderte Planungssicherheit für Unternehmen, Gäste und Mitarbeiter sowie stabile und verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen. So müssten Softwareprobleme bei der kürzlich gestarteten Auszahlung der Novemberhilfe endlich behoben werden. „Durch dieses unprofessionelle und verzögerte Verhalten der Bundesregierung werden Existenzen aufs Spiel gesetzt. Das ist unverantwortlich“, erklärte Geppert. „Wehe einer von uns zahlt nur einen Tag zu spät seine Steuern, aber der Bundesfinanzminister schafft es nicht, dass Ende Januar die Novemberhilfen fehlerfrei ausbezahlt werden.“ Geppert forderte zudem, bei weiter sinkenden Infektionszahlen das Gastgewerbe schrittweise zu öffnen. „Das steht nicht im Widerspruch zur Pandemiebekämpfung. Wir sind Teil der Lösung und nicht des Problems“, so der Verbandschef.

Update, 8.12 Uhr - RKI meldet sechs weitere Todesfälle in der Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 20. Januar).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickeltGesunken sind die Inzidenzen in den Kreisen Altötting (von 163,2 auf 138,1), Berchtesgadener Land (von 223,7 auf 183,1), Traunstein (von 163,0 auf 135,9) und der Stadt Rosenheim (von 163,6 auf 151,1). Gestiegen sind die Inzidenzen im Landkreis Mühldorf (von 131,2 auf 167,4) und dem Kreis Rosenheim (von 144,3 auf 145,4).

In der Region wurde laut RKI sechs weitere Todesfälle gemeldet. Drei Personen verstarben im Kreis Mühldorf, zwei Personen im Kreis Traunstein und eine Person im Berchtesgadener Land. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.10 Uhr - Bayerns Kabinett verlängert Lockdown - Keine neuen Verschärfungen

Aus großer Sorge vor der aggressiveren Mutation des Coronavirus wird in Bayern wie im übrigen Bundesgebiet der Lockdown bis mindestens Mitte Februar verlängert. Das Kabinett will am Mittwoch (11 Uhr) in einer Videokonferenz den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz umsetzen - obwohl sich die Infektionszahlen im Freistaat aktuell wieder nach unten bewegen. Ob es dazu in dieser Woche auch noch eine Sondersitzung des Landtags geben soll, entscheidet der Ältestenrat des Parlaments am Mittwoch.

Lockdown bis 14. Februar verlängert - alle Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels im Überblick

Bislang war der Lockdown bundesweit bis Ende Januar befristet gewesen. Die Verlängerung bedeutet in der Praxis nicht nur, dass weite Teile des Handels, der Hotellerie und der Gastronomie weiter geschlossen bleiben, auch die Schulen im Freistaat werden vorerst weiter keinen normalen Präsenzunterricht und die Kitas weiter nur Notbetreuung anbieten.

Was der Bund-Länder-Beschluss für Bayern bedeutet

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärte die Beschlüsse insbesondere mit der großen Befürchtung, dass sich die Corona-Mutation auch hierzulande durchsetzen könnte. Ein mutierendes Virus, das sich schneller verbreite, sei nicht nur hochgefährlich, sondern es sei auch wahrscheinlich, dass es sich stärker verbreite, sagte er. Der Lockdown helfe aber, die Verbreitung generell zu bremsen. Aufgabe der Politik sei es, eine stärkere Verbreitung durch die Virusmutation „B.1.1.7“ zu verhindern.

rosenheim24.de berichtet von der anschließenden Pressekonferenz um 13 Uhr wie gewohnt live.

15.974 Corona-Neuinfektionen und 1148 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 15.974 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1148 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekannt gab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 19.600 Neuinfektionen und 1060 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

„Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche sinken die Fallzahlen in den meisten Bundesländern (jedoch nicht allen) nun leicht“, schrieb das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstagabend. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 123,5. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 237,7 und Brandenburg mit 208,8. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 78,5.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.068.002 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 20.01., 0 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 48.770. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.741.800 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,87 (Vortag: 0,89). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mh/mw/dpa

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