News-Ticker zur Corona-Pandemie

Auslieferung des Corona-Impfstoffes „Comirnaty“ hat begonnen - Erste Dosen für Deutschland am 26. Dezember

Corona-Impfstoff in Europa zugelassen - Vier Todesfälle im Landkreis Traunstein
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (21. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Corona-Impfstoff : Die EU-Kommission hat den Biontech-Impfstoff zugelassen
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 176,2, Landkreis Rosenheim 199,0, Landkreis Traunstein 142,1, Landkreis Berchtesgadener Land 141,6, Landkreis Mühldorf 240,8, Landkreis Altötting 166,8 (Quelle/Stand: RKI, 21. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2130, Landkreis Rosenheim 7903, Traunstein 5254, Berchtesgadener Land 2478, Mühldorf 3042, Altötting 2734 (Quelle/Stand: RKI, 21. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 30, Landkreis Rosenheim 287, Traunstein 142, Berchtesgadener Land 56, Mühldorf 62, Altötting 87 (Quelle/Stand: RKI, 21. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 26.275 Todesfälle in Deutschland (5.692 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.41 Uhr - Biontech: Lieferungen werden sofort beginnen

Nach der bedingten Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union wollen die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer sofort die ersten Lieferungen des Präparats in die EU-Mitgliedsstaaten veranlassen.

„Die Lieferungen werden sofort beginnen und schrittweise im Laufe der Jahre 2020 und 2021 erfolgen, um eine gerechte Verteilung der Impfstoffe entsprechend der Vertragsbedingungen in der EU zu gewährleisten“, teilten die Unternehmen am Montagabend mit. Die Impfstoffdosen für Europa werden den Angaben zufolge in den Biontech-Produktionsstätten in Deutschland sowie im Pfizer-Werk im belgischen Puurs hergestellt.

„Die heutige bedingte Marktzulassung durch die Europäische Kommission ist eine historische Errungenschaft“, erklärte Biontech-Chef und Mitgründer Ugur Sahin. Der Impfstoff sei der erste, der in nicht einmal einem Jahr in einer großen Studie an mehr als 44.000 Probanden getestet und zugelassen worden sei. „Diese große Leistung basiert auf der jahrzehntelangen Arbeit vieler Wissenschaftler weltweit und ist außerdem ein Beleg für unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit unserem Partner Pfizer“, sagte Sahin.

„Wir glauben, dass Impfungen dazu beitragen können, die Zahl der Menschen in der Hochrisikobevölkerung zu verringern, die im Krankenhaus stationär behandelt werden müssen“, fügte er hinzu. Biontech und Pfizer würden in den nächsten zwei Jahren weitere Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit erheben und „den Impfstoff gegenüber allen neu auftauchenden Mutationen untersuchen“.

Der Impfstoff wird laut Biontech in der EU unter dem Namen Comirnaty vermarktet. Der Name vereine die Wörter Covid-19, mRNA (Bezeichnung des Botenmoleküls), Community (englisch für Gemeinschaft) und Immunity (Immunität). Mit der Bezeichnung will das Unternehmen nach eigenen Angaben die erste Zulassung eines Impfstoffs auf Basis von messenger RNA (mRNA) hervorheben. Zudem solle der Namen die gemeinschaftlichen Bemühungen unterstreichen, die diese Zulassung jetzt ermöglicht hätten.

Update, 21.52 Uhr - Bisher in Bayern kein Fall der britischen Virus-Mutation bekannt

In Bayern ist bisher kein Fall einer Ansteckung mit der in Großbritannien neuen Coronavirus-Variante bekannt. Das erklärte ein Sprecher des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag in Erlangen. Er wies aber auch darauf hin, dass die zum Virusnachweis verwendeten PCR-Tests nicht nach unterschiedlichen Virus-Mutationen unterscheiden. „Hierzu sind gesonderte Sequenzierungen notwendig“, betonte er.

In Großbritannien war zuletzt eine Mutation des Corona-Virus entdeckt worden, die nach Angaben der britischen Regierung eine um bis zu 70 Prozent erhöhte Ansteckungsgefahr birgt. Viele Länder der Welt haben deshalb ihre Grenzen für Einreisen aus dem Vereinigten Königreich praktisch abgeriegelt.

Am Flughafen München saßen nach Angaben des Landesamtes rund 50 Personen vorübergehend fest. Sie waren am Sonntag aus Großbritannien angekommen und mussten erst das Ergebnis eines Corona-Tests abwarten, ehe sie den Flughafen verlassen durften.

Update, 20.58 Uhr - Erste Impfstoff-Lieferung für Deutschland am 26. Dezember geplant

Deutschland soll am 26. Dezember die erste Lieferung des zugelassenen Impfstoffes der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer bekommen. Erwartet würden 151.125 Impfdosen, teilte die Berliner Senatsverwaltung am Montag als Vorsitz der Länder-Gesundheitsministerkonferenz mit. Demnach hatte zuvor Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) darüber informiert.

Spahn erklärte auf Twitter, bis Ende 2020 sollten insgesamt mehr als 1,3 Millionen Impfdosen an die Bundesländer ausgeliefert und von diesen an Impfteams verteilt werden. Im Januar würden dann jede Woche mindestens weitere 670.000 Dosen ausgeliefert. Er bekräftigte, dass Impfungen in Deutschland am 27. Dezember losgehen sollen. Dann würden die ersten Pflegebedürftigen geimpft.

Laut Mitteilung Berlins für die Gesundheitsministerkonferenz sollen am 28. Dezember weitere 521.625 Impfdosen geliefert werden, am 30. Dezember dann 672.750. In der ersten Kalenderwoche 2021 werden 672.750 Impfdosen erwartet.

Die Konferenz habe die fachliche Empfehlung des Ministers zustimmend zur Kenntnis genommen, dass zunächst die Hälfte der Dosen geimpft werden solle. Pro Person sind zwei Impfungen vorgesehen.

Update, 20.10 Uhr - Neue Corona-Variante auch in fünf weiteren Ländern gefunden

Die neue Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 ist außer in Großbritannien auch in Australien, Island, Italien, den Niederlanden und Dänemark gefunden worden. Abgesehen von Dänemark seien es Einzelfälle gewesen, berichtete die Coronavirus-Expertin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Maria van Kerkhove, am Montag in Genf.

Das Virus könne auch in der neuen Variante unter Kontrolle gebracht werden, betonte der WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan. „Die Situation ist nicht außer Kontrolle“, sagte er.

„Wir müssen uns aber noch mehr anstrengen. Das Virus kann gestoppt werden.“ Schutzmaßnahmen wie Distanz halten, direkte Kontakte vermeiden und Händewaschen seien auch bei der neuen Variante genau die richtigen, um Ansteckungen möglichst zu vermeiden.

Die in Großbritannien entdeckte Mutation könnte nach ersten Erkenntnissen britischer Wissenschaftler um bis zu 70 Prozent ansteckender sein als die bisher bekannte Form. Der R-Wert, der angibt, wie viele andere Menschen ein Infizierter anstecken kann, betrage bei der neuen Variante 1,5 statt 1,1, sagte Kerkhove. Der R-Wert bei Masern liege zwischen 12 und 18, sagte Ryan.

Nach Angaben der WHO gibt es keine Hinweise darauf, dass Menschen, bei denen die neue Variante nachgewiesen wurde, einen schwereren Krankheitsverlauf haben als früher Infizierte. Die in Südafrika aufgetauchte Virus-Variante weise ähnliche Mutationen auf, sei aber eine andere Variante als die in Großbritannien entdeckt Variante.

Update, 19.31 Uhr - Seit Samstag 29 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Samstag (19.12) 29 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt.

Davon befanden sich sechs Personen bereits als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 2.483 (Meldestand: 21.12.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 141,6 (Stand: 20.12.2020, 0 Uhr).

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 18.56 Uhr - EU-Kommission lässt Corona-Impfstoff von Biontech zu

Die EU-Kommission hat nach der Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA den Corona-Impfstoff von Biontech zugelassen. In Deutschland sollen die ersten Dosen am Sonntag, den 27. Dezember, gespritzt werden.

Update, 18.05 Uhr - Bayerns Schulen können Zahl der Prüfungen wegen Corona senken

Wegen der noch immer nicht absehbaren Folgen der Corona-Krise für das laufende Schuljahr kann an Bayerns Realschulen und Gymnasien die Zahl der Prüfungen reduziert werden.

„Mir ist vor allem sehr wichtig, dass wir eine Ballung von Leistungsnachweisen verhindern. Deswegen schaffen wir faire und flexible Regelungen zur Reduzierung von Leistungsnachweisen“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Montag in München. Es dürfe nicht sein, dass die Schüler wegen längerer Phasen von Wechsel- oder Distanzunterricht unter Druck geraten.

Konkret sieht die Neuregelung für Gymnasien und Realschulen vor, dass die Lehrer an den Schulen für sich entscheiden können, ob und wie sie die vorgeschriebene Zahl an sogenannten großen Leistungsnachweisen senken.

„Die konkrete Entscheidung trifft das Lehrkräfteteam unter genauer Abwägung der Situation in der einzelnen Klasse“, teilte das Ministerium mit. Bei den Leistungsnachweisen könne die Ausgangslage auch an einer Schule von Klasse zu Klasse sehr unterschiedlich sein.

Update, 17.41 Uhr - Vier Todesfälle im Landkreis Traunstein

Seit der letzten Mitteilung des Landratsamtes Traunstein vom 18. Dezember sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 79 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 5263 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Pressemitteilung vier Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 70 und 89 Jahre. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 142 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Als genesen gelten mindestens 3478 Personen (113 Personen mehr seit der Meldung vom 18.12.2020).

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 78 COVID-19-Patienten behandelt, davon 59 auf der Normalstation und 19 auf der Intensivstation.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 17.15 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 24 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 20. Dezember 24 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 21. Dezember 2020, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.
Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 486 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 264,95.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf

Update, 16.30 Uhr - Polizei löst drei illegale Feiern in München auf

Im Zeitraum von Freitag, 18. Dezember, 6 Uhr, bis Montag, 21. Dezember, 6 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt- und Landkreis München), um die Einhaltung der aktuellen Infektionsschutzregelung zu überprüfen. Knapp 4500 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 371 Verstöße angezeigt. In 165 Fällen ging es hier um die Ausgangssperre.

Am Samstag, 19. Dezember, wurde der Polizei gegen 0.15 Uhr mitgeteilt, dass in einer Privatwohnung in Schwabing eine Feier in einer entsprechenden Lautstärke stattfindet. Vor Ort konnte letztendlich eine Party mit acht teilnehmenden Personen festgestellt werden. Die Feier wurde beendet. Alle Partygäste erwartet nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Am Samstag, 19. Dezember, gegen 15.30 Uhr, wurde eine Privatfeier in einer anderen Wohnung in Schwabing mitgeteilt. Hier konnten schließlich insgesamt 13 Personen bei einer Geburtstagsfeier angetroffen werden. Alle Beteiligten wurden nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Am Samstag, 19. Dezember, kurz nach 22 Uhr, wurde eine weitere Feier in einem Mehrfamilienhaus in Forstenried mitgeteilt. Bei Eintreffen der Polizei stellte diese dann elf Personen vor Ort fest, die dort in einer Wohnung zusammen feierten. Diese wurden demzufolge nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Update, 15.45 Uhr - Fünf positive Testergebnisse in Rosenheimer Altenheim

Im Rosenheimer Altenheim „Elisabeth“ wurden im Rahmen einer Reihentestung insgesamt fünf positive Testergebnisse bekannt. Dabei handelt es sich um vier Bewohner sowie einen Mitarbeiter, wie Michael Fischer, Pressesprecher des Landratsamtes Rosenheim auf Anfrage von rosenheim24.de erklärt.

Derzeit seien keine weitreichenden Maßnahmen - wie beispielsweise eine Evakuierung des Heims - geplant, so Fischer weiter.

Update, 15.10 Uhr - EMA empfiehlt erste Zulassung eines Corona-Impfstoffs in der EU

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt die bedingte Zulassung des Corona-Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer in der EU. Das teilte die Behörde am Montag in Amsterdam mit. Im nächsten Schritt muss die EU-Kommission über die Verwendung des Präparats für alle Mitgliedsländer entscheiden - das gilt als Formsache und soll noch vor Weihnachten geschehen.

Update, 14.50 Uhr - Söder muss in Quarantäne

Nach der Corona-Infektion von Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) hat sich Ministerpräsident Markus Söder in Quarantäne begeben. „Die Amtsgeschäfte werde ich digital weiterführen“, schrieb der CSU-Chef am Montagmittag beim Kurznachrichtendienst Twitter. Er wünsche Herrmann einen milden Verlauf und gute Besserung.

Herrmann, der seit Monaten die Corona-Politik in der Staatskanzlei koordiniert, hatte wenige Minuten zuvor ebenfalls per Twitter mitgeteilt, positiv getestet worden zu sein. „Es geht mir den Umständen entsprechend gut. Ich habe mich umgehend in Quarantäne begeben.“

Update, 13.41 Uhr - Bund Naturschutz fordert Öffnung von Skipisten für Tourengeher

Der Bund Naturschutz (BN) in Bayern fordert eine Öffnung von Skipisten für Tourengeher. „Den Tourismus in naturverträgliche Bahnen zu lenken heißt nicht, die Gäste zu bekämpfen“, sagte der Sprecher des Landesarbeitskreises Alpen, Axel Doering, am Montag. „Deswegen sollte das Skibergsteigen auf Pisten zugelassen werden, weil die Belastung nicht höher ist, als wenn die Lifte offen wären, und dafür ruhige Gebiete geschont werden.“

BN-Landesvorsitzender Richard Mergner betonte, als Lehre aus dem Ausflügler-Ansturm während der Corona-Pandemie müsse der alpine Individualsport „in naturverträgliche Bahnen“ gelenkt werden. Zudem müssten Tourismusregionen besser an Bus und Bahn angebunden und der Ausbau von Infrastruktur wie Liften und Bergbahnen gestoppt werden.

Update, 12.56 Uhr - Corona-Party eskaliert - ausgerechnet in Arztpraxis

In Essen (Nordrhein-Westfalen) ist am Freitagabend, 18. Dezember, eine Corona-Party eskaliert - und das ausgerechnet in einer Arztpraxis. Ein Anwohner hatte im Südviertel wegen lauter Musik, Partylärm und tanzender Gäste die Polizei gerufen. Als diese dann in der Arztpraxis eintraf, fanden sie einen Mann und vier Frauen (26/28/38/59) vor - allesamt ohne Mund-Nase-Schutz, so die Polizei. Die Personen hätten fünf verschiedenen Haushalten angehört.

Der aufgebrachte und stark alkoholisierte Doktor (35) versuchte den Beamten zu erklären, dass man gerade den letzten Arbeitstag nach einem schweren Jahr gehabt und er deswegen seine Mitarbeiterinnen mit einer kleinen Feier belohnen habe wollen. Doch als die Polizei die Feier auflösen und die Personalien der Beteiligten aufnehmen wollte, eskalierte die Lage.

Der 35-Jährige sowie eine 26-jährige Arzthelferin leisteten nun massiven Widerstand und bezweifelten die Rechtmäßigkeit der polizeilichen Maßnahmen. Beide schrien die Beamten an. Die 26-Jährige begann außerdem, den Einsatz mit ihrem Smartphone zu filmen. Zudem ließ sich das Duo auch von den anderen Gästen nicht mehr beruhigen. Außerdem biss die 26-Jährige einer Polizistin in den Finger. Zur Klärung des Sachverhaltes wurden beide zur Wache gebracht, wo ihnen auch eine Blutprobe entnommen wurde. Die Ermittlungen werden fortgesetzt.

Update, 12.09 Uhr - Rund 50 Passagiere aus Großbritannien übernachten auf Flughafen

Rund 50 Passagiere aus Großbritannien mussten nach Angaben der Bundespolizei die Nacht zum Montag im Transitbereich des Münchner Flughafens verbringen. Grund dafür waren die seit diesem Montag geltenden Landeverbote für aus Großbritannien kommende Flugzeuge wegen einer besonders ansteckenden Variante des Coronavirus, die dort aufgetreten ist.

Wie ein Sprecher der Bundespolizei am Montag sagte, mussten die betroffenen Passagiere ihr Testergebnis abwarten, bevor sie nach Deutschland einreisen durften. „Ein Großteil“ der 50 Fluggäste habe aber bis zum Montagvormittag das Ergebnis erhalten und den Transitbereich verlassen können, betonte der Sprecher.

Update, 11.31 Uhr - 1,4 Promille: 75-Jähriger flüchtet mit Fahrrad vor Corona-Kontrolle

Stark betrunken hat ein 75-Jähriger im unterfränkischen Schweinfurt versucht, mit dem Fahrrad einer Polizeikontrolle zu entkommen. Der Mann saß zusammen mit drei anderen Männern ohne Mindestabstand und ohne Mund-Nase-Schutz auf einer Parkbank, wie die Polizei mitteilte. Zusammen tranken sie Alkohol.

Als eine Streife am Samstag die Männer wegen der Corona-Verstöße zur Anzeige bringen wollte, lief der 75-Jährige zu seinem Fahrrad und flüchtete. Dabei fuhr er erhebliche Schlangenlinien und fiel mehrmals beinahe vom Fahrrad. Anschließend versuchte er laut Polizei, sich hinter einem Gebüsch zu verstecken. Die Polizei fasste ihn aber. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 1,4 Promille. Den Mann erwartet nun eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr. Wegen des Verstoßes gegen die Corona-Regeln kommt sowohl auf ihn als auch auf seine Begleiter eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeiten dazu.

Update, 10.40 Uhr - Landkreis Altötting meldet 25 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 25 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der Fälle stieg damit auf 2765.

Update, 10.19 Uhr - Britischer Passagier am Flughafen Hannover positiv auf Covid-19 getestet

Nach einem Zwangsaufenthalt auf dem Flughafen Hannover für 62 Passagiere aus Großbritannien hat sich ein Fluggast als Covid-19-positiv herausgestellt. Weitere Labortests sollten nun klären, ob der Passagier sich mit der neuen, besonders ansteckenden Variante des Coronavirus infiziert habe, teilte die Region Hannover am Montag mit. Der betroffene Fluggast und die Begleitpersonen würden nun in einem Quarantäne-Transport zu ihrem Zielort gebracht. Dort müssten sie „separiert“ werden.

Wegen der neuen Variante des Coronavirus ist die Einreise von Flugpassagieren aus Großbritannien an mehreren deutschen Flughäfen am Sonntagabend zunächst gestoppt worden. Ab Mitternacht untersagte Deutschland ohnehin Flüge aus dem Vereinigten Königreich.

Am Flughafen Hannover durften insgesamt 63 Passagiere zunächst nicht einreisen, 62 mussten getestet werden, ein Fluggast flog nach London zurück. Für die Reisenden waren Feldbetten aufgestellt worden. „Unser Ziel war zu verhindern, dass die neue Virusart unbemerkt nach Niedersachsen einzieht“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau.

Update, 9.23 Uhr - Drei weitere Tote in Region - Inzidenzen sinken größtenteils

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 21. Dezember).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Städten und Kreisen der Region jetzt im Vergleich zum Vortag größtenteils positiv, sprich nach unten, entwickelt. Lediglich in der Stadt Rosenheim stieg die Inzidenz von 174,7 auf 176,2 minimal.

Die restlichen fünf Landkreise meldeten fallende Werte. Im Landkreis Rosenheim sank die Inzidenz von 204,4 auf unter 200, nämlich auf 199,3. Auch die Landkreise Traunstein (von 142,7 auf 142,1), Berchtesgadener Land (von 150,1 auf 141,6) sowie Altötting (von 168,6 auf 166,8) liegen unter der 200er-Marke.

Lediglich der Kreis Mühldorf rangiert noch über der „Hotspot-Grenze“ von 200. Doch auch hier sank die Inzidenz von 269,3 auf 240,8. Zudem wurden drei weitere Todesfälle aus der Region gemeldet - zwei aus dem Landkreis Rosenheim und einer aus dem Landkreis Traunstein. Über Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es keine Angaben.

Update, 8.29 Uhr - Top-Virologe Drosten: Virus-Mutation bereits in Deutschland

Der Top-Virologe Christian Drosten hält die in Großbritannien entdeckte neue Mutation des Coronavirus nicht unbedingt für gefährlicher als die bisher bekannte Variante. „Ich bin darüber nicht so sehr besorgt im Moment“, sagte Drosten am Montag dem Deutschlandfunk.

Zudem sei noch zu klären, ob wirklich die neue Virus-Variante die neue Welle in Südostengland ausgelöst habe – oder ob sie ganz allgemein „im Zuge der Pandemie hochgespült“ worden sei, etwa weil sich die Menschen nicht mehr so gewissenhaft an die Abstands- und Hygieneregeln hielten. Aus diesem Grund geht Drosten auch davon aus, dass die neue Virus-Variante schon längst in Deutschland ist. Einen Nachweis dazu gibt es bislang allerdings noch nicht.

Update, 7.46 Uhr - Wirtin im Pinzgau sperrt Lokal auf und verköstigt Gäste

Eine Lokalbetreiberin im Pinzgau (Salzburger Land) hat nun eine Anzeige am Hals, weil sie am Samstagnachmittag, 19. Dezember, ihre Gaststube geöffnet hatte. Das berichtet die Landespolizeidirektion Salzburg in einer aktuellen Presseaussendung. Die Polizei hatte einen anonymen Hinweis bekommen und führte eine Kontrolle durch. Dabei wurde festgestellt, dass das Lokal entgegen der Covid-Bestimmungen geöffnet war. Im Lokal hielten sich sechs einheimische Gäste auf und konsumierten Getränke. Die Betreiberin wird bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft angezeigt.

197,1: Bundesweite 7-Tage-Inzidenz auf Rekordniveau

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) zum Wochenstart wieder vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet haben. Innerhalb eines Tages wurden jetzt 16.643 neue Fälle übermittelt (Stand: 21. Dezember, 0 Uhr). Am vergangenen Montag hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 16.362 etwas darunter gelegen. Allerdings sind die Zahlen zu Wochenbeginn meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird (News-Ticker Wochenende, 19./20. Dezember). Den Höchstwert mit 33.777 gemeldeten Infektionen hatte es am Freitag gegeben - darin waren jedoch rund 3500 nachgemeldete Fälle vom Vortag enthalten.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zudem 226 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einer Woche hatte dieser Wert bei 188 gelegen. Der bisherige Höchstwert von 952 Toten war am Mittwoch erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 26.275.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.510.652 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Nach Schätzungen sind rund 1.115.400 Menschen inzwischen genesen. Die durchschnittlichen 7-Tage-Inzidenz lag bei 197,1. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 1,04 (Stand: 20. Dezember; Vortag: 1,06). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 104 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/mh/dpa

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