News-Ticker zur Corona-Pandemie

Sonderausschuss Krisenfall in Rosenheim - 39 neue Corona-Fälle und ein Todesfall im Berchtesgadener Land

Landkreis Miesbach Ausflug Symbolbild
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Für eigene Bürger eventuell schon bald wieder möglich: Ausflüge im Landkreis Miesbach.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag, 21. Januar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 122,7, Landkreis Rosenheim 131,6, Landkreis Traunstein 144,9 , Landkreis Berchtesgadener Land 181,3, Landkreis Mühldorf 191,6, Landkreis Altötting 139,9 (Quelle/Stand: RKI, 21. Januar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2637, Landkreis Rosenheim 9682, Traunstein 6583, Berchtesgadener Land 3572, Mühldorf 3906, Altötting 3360 (Quelle/Stand: RKI, 21. Januar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 47, Landkreis Rosenheim 375, Traunstein 173, Berchtesgadener Land 78, Mühldorf 96, Altötting 134 (Quelle/Stand: RKI, 21. Januar, 0 Uhr)
  • Mindestens 49.783 Todesfälle in Deutschland (9282 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.45 Uhr - 35 Corona-Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1408 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 144,9. Seit der letzten Pressemitteilung am 20. Januar sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 35 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 6614 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 5033 Personen (49 Personen mehr seit der Meldung vom 20. Januar).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 173 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 56 COVID-19-Patienten behandelt, davon 44 auf der Normalstation und 12 auf der Intensivstation.

Update, 20 Uhr - 39 neue COVID-19-Fälle und ein weiterer Todesfall im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 39 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 14 Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 3572 (Meldestand RKI: 21. Januar 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 181,3 (Stand: 21. Januar 0 Uhr).

Von den insgesamt 3572 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 3175 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 319 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 192 neue COVID-19-Fälle.

Aktuell ist dem Landratsamt Berchtesgadener Land ein stärkeres Ausbruchsgeschehen in einer Einrichtung im Landkreis gemeldet worden. Nach aktuellem Stand sind dort 19 Bewohner positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden. Das Gesundheitsamt hat bereits eine 14-tägige Quarantäne für das gesamte Haus angeordnet, die betroffenen Personen wurden separiert. Bis zum Ende der Quarantäne werden regelmäßige Reihentestungen in der Einrichtung vorgenommen.

Von einer öffentlichen Bekanntmachung, um welche Einrichtung es sich handelt, wird abgesehen. Dies hat folgende Gründe: In der Vergangenheit ist es aufgrund der öffentlichen Benennung von betroffenen Einrichtungen zu besonders vielen Nachfragen in den Einrichtungen selbst gekommen. Die Arbeit zur Bewältigung des Ausbruchsgeschehens in den Einrichtungen hat oberste Priorität und wird durch die gehäuften Nachfragen unnötig erschwert. Zudem ist es in der Vergangenheit aufgrund der Veröffentlichung leider teilweise zu verbalen Anfeindungen und Anschuldigungen gegenüber der Einrichtung und deren Mitarbeiter gekommen.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 18.17 Uhr - Sonderausschuss Krisenfall tagt in Rosenheim

Der Stadtrat hat sich mehrheitlich per Umlaufbeschluss dafür ausgesprochen, während des sogenannten „harten Lockdown“ alle Stadtrats-, Ausschuss- und Aufsichtsratssitzungen entfallen zu lassen. Die zu behandelnden Tagesordnungspunkte werden durch den Sonderausschuss Krisenfall behandelt, der an den für Stadtratssitzungen geplanten Terminen tagt.

Nachdem durch die Ministerpräsidentenkonferenz entschieden worden ist, den Lockdown bis 14. Februar zu verlängern, wird im Februar der Sonderausschuss Krisenfall anstelle der Stadtrats-, Ausschuss- und Aufsichtsratssitzungen tagen. Die Sitzung des Sonderausschusses Krisenfall findet am Mittwoch, den 10. Februar ab 17 Uhr im Großen Rathaussaal statt.

Die Teilnahme stellt für Gremiumsmitglieder und Besucher einen gewichtigen und unabweisbaren Grund im Sinne des Infektionsschutzgesetzes dar. Es müssen selbstverständlich sehr strenge Infektionsschutzmaßnahmen getroffen werden. Nach aktuellem Stand heißt das: Einhaltung des Mindestabstandes, Registrierung der Teilnehmer und Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Ab dem Zeitpunkt, ab dem der sogenannte „harte Lockdown“ aufgehoben wird, finden wieder die regulären Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse und Aufsichtsräte statt.

Pressemitteilung Stadt Rosenheim

Update, 16.36 Uhr - Miesbach will Ausflugsverbot aufheben - aber nur für eigene Bürger

Der oberbayerische Landkreis Miesbach will das Ausflugsverbot für die eigenen Bürger bald aufheben. Menschen aus anderen Kreisen sollen aber vorläufig weiter nicht zu touristischen Zwecken einreisen dürfen. Das Landratsamt berichtete am Donnerstag, dass voraussichtlich am Samstag der 15-Kilometer-Radius für touristische Tagesausflüge für die Landkreisbürger aufgehoben werde. Grund sei, dass die 7-Tage-Inzidenz dann für eine Woche unter der 200er-Marke liegen könnte.

Das Ausflugsverbot trat nach den landesweiten Vorgaben in Kraft, als in dem oberbayerischen Landkreis mehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen registriert wurde. Mittlerweile liegt der Kreis Miesbach laut Robert Koch-Institut allerdings mit 77 weit unter dem damaligen Wert.

Die Miesbacher Behörden hatten jedoch auch mit vielen Ausflüglern zu kämpfen (Plus-Artikel), die in den vergangenen Wochen aus anderen Regionen zum Spitzingsee und zu benachbarten Ausflugszielen fuhren. Deswegen wurden touristische Tagesausflüge in den Landkreis Miesbach untersagt. Das Verbot dieser „Einreisen“ von Bürgern anderer Landkreise bliebe zunächst für die Dauer der aktuellen bayerischen Infektionsschutzverordnung bis Ende Januar bestehen. Am kommenden Montag soll laut der Kreisbehörde aber entschieden werden, „ob eine vorzeitige Aufhebung in Betracht kommt“.

Update, 15.40 Uhr - Söder offen für EU-Corona-Impfpass - können Geimpfte andere weiterhin anstecken?

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ist offen für einen EU-Impfpass für Personen, die gegen Corona geimpft sind. „Wenn er funktioniert, ist das eine Idee. Gut wäre, wenn er dann fälschungssicher ist“, sagte der CSU-Chef Söder in der ARD-Talksendung „Maischberger. Die Woche“, die am Mittwochabend ausgestrahlt wurde.

An diesem Donnerstag beraten die 27 EU-Staaten bei einem Videogipfel, ob und wie sie ein gemeinsames Dokument zum Nachweis von Corona-Impfungen einführen. Dass sie jetzt schon Privilegien wie einfacheres Reisen an einen solchen EU-Impfpass knüpfen, ist aber unwahrscheinlich. Bislang ist unter anderem unklar, ob Geimpfte andere weiterhin anstecken können.

Experten sind der Auffassung, dass gegen Corona geimpfte Menschen das Virus wohl doch übertragen könnten. Zumindest beim in Großbritannien bereits zugelassenen Impfstoff von AstraZeneca deuteten sowohl Tierversuche als auch Studien mit Klinikpersonal darauf hin, dass kein sogenannter Fremdschutz gegeben sei, erklärte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“.

Besser sieht es in Sachen Fremdschutz aber offenbar bei den in Deutschland zugelassenen RNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna aus. Das Virus habe man bei geimpften und absichtlich infizierten Affen einen Tag später nicht mehr nachweisen können. Ob das auch für Menschen gelte, sei aber noch offen. „Bei der Frage, ob die Impfung einen Fremdschutz bietet, müssen wir klar sagen: Wir wissen es nicht“, betonte Watzl.

Update, 13.36 Uhr - Grundschülerin sieht Nacktfotos auf Lernplattform

Erneut hat sich in Niederbayern ein Unbekannter Zugang zur Lernplattform einer Grundschule verschafft. Eine Achtjährige in Mainburg (Landkreis Kelheim) habe während des Online-Unterrichts Bilder eines nackten Mannes angezeigt bekommen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Lehrerin sei von dem Unbekannten aus dem Chatraum entfernt worden, so dass sie nicht mehr habe eingreifen können. Auch einige Schüler wurden den Angaben nach bei dem Vorfall am Dienstag aus der Plattform abgemeldet. Die Kripo ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Einen ähnlichen Fall gab es ebenfalls am Dienstag an einer anderen Grundschule in Niederbayern. Auf der Online-Lernplattform der Schule in Abensberg waren beleidigende Videos abgespielt worden. Zum Teil soll es nach Polizeiangaben zu verbalen Beleidigungen gegenüber Schülern und deren Eltern gekommen sein. Die Schule installierte nach dem Vorfall laut Polizei ein Sicherheitsupdate für den Heimunterricht während der Corona-Pandemie. Möglicherweise hätten die Unbekannten aber einfach die Zugangsdaten zum Chat gekannt, sagte ein Sprecher der Polizei.

Update, 12.38 Uhr - Strauß-Double Schleich klagt gegen FFP2-Maskenpflicht in Bayern

Der vor allem als Double von CSU-Übervater Franz Josef Strauß bekannt gewordene Kabarettist Helmut Schleich (53) klagt nach Medieninformationen gegen die FFP2-Maskenpflicht in Bayern. Er habe demnach eine Klage beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) eingereicht. „Die FFP2-Masken gelten selbst nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts für den Privatgebrauch grundsätzlich als nicht geeignet“, sagte er den Blättern. „Wie sollen denn Herr Müller und Frau Meier die Masken sachgerecht aufsetzen? Hier ist die bayerische Staatsregierung eindeutig über das Ziel hinausgeschossen.“

Nach Angaben eines VGH-Sprechers liegen dem Gerichtshof derzeit schon fünf Eilanträge gegen die verschärfte Maskenpflicht vor, die vorsieht, dass in Bussen und Bahnen sowie in Geschäften in Bayern zum Schutz vor Corona-Infektionen FFP2-Masken getragen werden müssen. Alltagsmasken oder ein Schal als Mund-Nase-Bedeckung reichen nicht mehr aus. Ob einer dieser Anträge von dem Kabarettisten Schleich kommt, wollte der Sprecher weder bestätigen noch dementieren. Wie lange es dauert, bis über die Anträge entschieden wird, sei noch unklar. „Der Senat versucht, das prioritär zu behandeln.“ Auch gegen das Verbot, sich bei einer Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen weiter als 15 Kilometer von seinem Wohnort zu entfernen, liegen Klagen beim VGH vor.

Update, 11.53 Uhr - 59 Patienten in InnKlinikum wegen Corona in Behandlung

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 59 Patienten im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stationär behandelt - 22 in Mühldorf, 20 in Burghausen und 17 in Altötting. Insgesamt zehn Betroffene davon müssen auf einer Intensivstation betreut werden. Zudem wurde ein weiterer Todesfall gemeldet. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 88-jährigen Mann aus dem Landkreis Mühldorf.

Live-Stream der Pressekonferenz:

Update, 11.30 Uhr - Merkel stimmt Bürger auf längere Einschränkungen ein

Mit Blick auf mögliche Lockerungen von Corona-Maßnahmen räumt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Kitas und Schulen den Vorrang ein. Man könne bei Erreichen der 50er-Inzidenz nicht wieder alles aufmachen, sondern müsse Prioritäten setzen, sagte sie am Donnerstag in Berlin. Anderenfalls drohe schnell wieder exponentielles Wachstum. „Eine Priorität für mich ist ganz klar, dass zuerst Kitas und Schulen wieder geöffnet werden müssen.“ Bei der Öffnung stünden diese auf Rang eins, das sei politisch völlig unstrittig.

Merkel sagte weiter: „Aber danach wird es natürlich nicht ganz einfach. Ich würd mal sagen, aus praktischen Gründen müsste man dann bald die Friseure rannehmen, aber das ist jetzt mehr anekdotisch.“ Weiter erwähnte sie den Einzelhandel. Man müsse immer über die Auswirkungen diskutieren, sagte Merkel mit Blick auf Öffnungsschritte, „sonst würden wir uns, glaub ich, gleich wieder zurückwerfen“.

Update, 11.10 Uhr - Kanzlerin Merkel warnt vor Mutation: „Wir dürfen nicht warten, bis...“

„Wir sind in einer schwierigen Phase der Pandemie“, begann Merkel die Pressekonferenz. Es seien zwar etwas weniger Patienten auf den Intensivstationen, aber nach wie vor gehe es darum, das Gesundheitssystem zu entlasten. „Es ist sehr ermutigend, dass sich die Lage zu entspannen beginnt“, sagte Merkel. „Es zeigt, dass sich die Mühe lohnt.“

Laut Merkel sind die Corona-Todeszahlen in Deutschland jedoch weiter zu hoch. Sorge bereitet ihr vor allem das mutierte Virus, das bereits in Irland und Großbritannien hohe Infektionszahlen verursacht hat. „Wir dürfen nicht warten, bis die Gefahr bei uns greifbarer wird“, sagte Merkel. Daher seien die Maßnahmen jetzt angebracht. Denn ersten Erkenntnissen zufolge ist die Mutation des Coronavirus deutlich ansteckender als die ursprüngliche Form. „Wir handeln aus Vorsorge für unser Land und die Gesundheit unserer Bürger - und damit auch aus Vorsorge für die Wirtschaft“, schließt Merkel ihr Eröffnungsstatement ab und verweist auf die möglichen wirtschaftlichen Schäden bei noch höheren Infektionszahlen. 

Nun beginnt die Fragerunde der Hauptstadtjournalisten. Diese könnt Ihr im Live-Video verfolgen.

Update, 10.50 Uhr - Bundeskanzlerin Merkel gibt Pressekonferenz

Gerade erst haben Bund und Länder den Lockdown bis zum 14. Februar verlängert. Zum Plan der weiteren Bekämpfung des Virus nimmt Kanzlerin Angela Merkel ab 11 Uhr bei der Bundespressekonferenz in Berlin Stellung.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der Pressekonferenz.

Update, 10.38 Uhr - 20 neue Fälle in Stadt und Landkreis Altötting

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 20 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 20. Januar, 17 Uhr). Damit gab es seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting bislang insgesamt 3373 Fälle. Unter den Neu-Infizierten befindet sich unter anderem auch ein Kind (10) aus Altötting und eine jugendliche Person im Alter von 15 Jahren aus Burghausen.

Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis Altötting insgesamt 250 aktive Fälle - die meisten davon in Garching/Alz (52), Burghausen (42) und Altötting (41). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis betrug zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes 139,9.

Update, 9.58 Uhr - Inzidenz über 200: So viele Kreise und Städte sind in Bayern betroffen

Das Robert Koch-Institut zählt in Bayern noch in acht Landkreisen und kreisfreien Städten eine Zahl von mehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche. Das geht aus Zahlen vom Donnerstag mit Stand Mitternacht hervor. Vor einer Woche waren es noch 30 Landkreise und kreisfreie Städte. Die höchsten Werte weist das Institut dabei für die Landkreise Regen mit 255,8 und Wunsiedel mit 254,6 aus, gefolgt von der Stadt Ansbach mit 253,6 und dem Landkreis Tirschenreuth mit 237,3.

Ebenfalls mit einer Inzidenz von mehr als 200 ausgewiesen werden die Landkreise Passau und Rottal-Inn sowie die Stadtkreise Passau und Landshut. Die Grenze von 200 Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche ist bedeutsam, weil sie die sogenannte 15-Kilometer-Regel auslöst. Danach dürfen Bewohner Ausflüge nur noch in einem Umkreis von höchstens 15 Kilometern unternehmen.

Die Regel tritt automatisch erstmals in Kraft, sobald das RKI in kreisfreien Städten oder Landkreisen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche meldet. Erst wenn der Wert mindestens sieben Tage in Folge unterschritten wird, können die Behörden diese Regel wieder außer Kraft setzen. Sie kann also auch noch in Städten und Landkreisen gelten, in denen die Zahl von 200 wieder unterschritten ist. Für ganz Bayern weist das RKI derzeit eine Inzidenz von 119,7 aus, 2813 neue Infektionen und 176 neue Todesfälle.

Update, 9.02 Uhr - Corona-Mutation aus England in Bayreuth nachgewiesen

Die wohl hoch ansteckende Mutation des Coronavirus aus England ist in Bayreuth nachgewiesen worden. „Bei einer Person, die von einer Reise zurückkehrte, war die Mutation B.1.1.7 in Bayreuth zuerst aufgetreten“, teilte das Klinikum Bayreuth am Mittwoch mit. „Es ist nicht auszuschließen, dass dieser Virustyp inzwischen im Klinikum angekommen ist.“ In den vergangenen Tagen gab es nach Angaben des Klinikums mehrere Ausbrüche, „die in ihrer Dynamik die bisherigen Ausbruchsereignisse übertroffen hatten“. Am Wochenende lag die Zahl der Covid-19-Patienten am Klinikum demnach zum ersten Mal bei über 100.

So schnell wie möglich sollen nun alle Mitarbeitenden getestet werden - mehr als 3300 Menschen. Schon jetzt bitte das Klinikum um Unterstützung in der Pflege, hieß es weiter. Die stationären Patienten sollen möglichst bald entlassen werden. Weitere Maßnahmen sollen mit Experten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit abgestimmt werden. Der erstmals in England aufgetretene Virustyp sei im Krankheitsverlauf nicht gefährlicher, wohl aber deutlich ansteckender. Je nach Studie soll die Ansteckungsgefahr um 50 bis 70 Prozent höher liegen, teilte das Klinikum mit.

Update, 8.16 Uhr - RKI meldet elf weitere Todesfälle in der Region

Entwicklung der Corona-Inzidenzen in der Region (Stand 21. Januar).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickeltGesunken sind die Inzidenzen in den Kreisen Berchtesgadener Land (von 183,1 auf 181,3), Rosenheim (von 145,4 auf 131,6) und der Stadt Rosenheim (von 151,1 auf 122,7). Gestiegen sind die Inzidenzen dagegen im Landkreis Mühldorf (von 167,4 auf 191,6), dem Kreis Altötting (von 138,1 auf 139,9) und dem Kreis Traunstein (von 135,9 auf 144,9).

In der Region wurde laut RKI elf weitere Todesfälle gemeldet. Jeweils drei Personen verstarben in den Kreisen Altötting, Mühldorf und Traunstein, je eine Person in den Kreisen Berchtesgadener Land und Rosenheim. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.06 Uhr - Software-Panne bei Infektionszahlen im Kreis München

Der Landkreis München hat nach Softwareproblemen seine Corona-Daten bereinigt - und nach unten korrigiert. Als Begründung hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch, dass die Labore Neuinfizierte seit Jahresanfang ausschließlich über eine zentrale Software melden dürften. Doch der Datenaustausch mit der vom Landratsamt München genutzten Software habe nicht fehlerfrei funktioniert, weshalb diese gewechselt werden musste.

Beim Übertragen der Daten sei es etwa durch kleine Abweichungen bei der Schreibweise von Namen zu Mehrfachnennungen gekommen. Nach den nun bereinigten Daten haben sich in den vergangenen sieben Tagen im Landkreis 166,63 Menschen je 100.000 Einwohner infiziert. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit war für den Landkreis dagegen bislang von einer Sieben-Tages-Inzidenz von 181,18 und das Robert Koch-Institut von 191,2 ausgegangen.

Nach dem Auffallen der Softwareprobleme hatten Mitarbeiter bis Mittwoch mehr als 10.000 Datensätze manuell überprüft und bereinigt. Während dieser Zeit wurden kontinuierlich zu hohe Fallzahlen erfasst und an übergeordnete Stellen gemeldet, hieß es. Dennoch habe man sich bewusst dazu entschlossen, tägliche Meldungen zu veröffentlichen. Auch Nürnberg und Augsburg hatten vorübergehend falsche Zahlen gemeldet - im einen Fall zu niedrig, im anderen Fall zu hoch. Die Zahlen in den offiziellen Statistiken sollen nun alsbald ebenfalls korrigiert werden.

Corona: Deutlicher Rückgang bei den Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland zuletzt deutlich gesunken. So gab das Robert Koch-Institut (RKI) die sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 119,0 an - das ist der niedrigste Wert seit dem 1. November. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche, war in den vergangenen zehn Tagen kontinuierlich gesunken. Ihren bisherigen Höchstwert hatte sie kurz vor Weihnachten (22.12.) mit 197,6 erreicht.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch groß: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 225,0 und Brandenburg mit 203,3. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 76,6.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem RKI am Donnerstagmorgen zudem 20.398 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Außerdem wurden 1013 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI 25.164 Neuinfektionen und 1244 neue Todesfälle - der bisherige Höchststand - binnen 24 Stunden verzeichnet. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.088.400 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 21.01., 0 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 49.783. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.762.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,87 (Vortag: ebenfalls 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mh/mw/dpa

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