News-Ticker zur Corona-Pandemie

66 Neuinfektionen in Kreisen Berchtesgadener Land und Traunstein - Bayern will „Impfturbo“ einschalten

Bild von Klaus Holetschek
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Holetschek will „Impfturbo“ einschalten.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag, 22. Februar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 48,8, Landkreis Rosenheim 58,9, Landkreis Traunstein 91,4, Landkreis Berchtesgadener Land 83,1, Landkreis Mühldorf 75,9, Landkreis Altötting 78,9 (Quelle/Stand: RKI, 22. Februar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2845, Landkreis Rosenheim 10.465, Traunstein 7406, Berchtesgadener Land 4262, Mühldorf 4508, Altötting 3846 (Quelle/Stand: RKI, 22. Februar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 52, Landkreis Rosenheim 419, Traunstein 190, Berchtesgadener Land 92, Mühldorf 122, Altötting 160 (Quelle/Stand: RKI, 22. Februar, 0 Uhr)
  • Mindestens 67.903 Todesfälle in Deutschland (12.123 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.16 Uhr - 48 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Die Landratsämter des Berchtesgadener Landes und Traunsteins melden insgesamt 66 Neuinfektionen: Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 617 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 91,4.

Seit der letzten Pressemitteilung am 19.02.21 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 48 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 7406 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 6599 Personen (21 Personen mehr seit der Meldung vom 19.02.2021).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 190 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 29 COVID-19-Patienten behandelt, davon 21 auf der Normalstation und 8 auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 7.116 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 3.593 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 22.13 Uhr - Zwei weitere Todesfälle und 18 Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Samstag 18 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich fünf Personen als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.262 (Meldestand RKI: 22. Februar, 00 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 83,1 (Stand: 22. Februar, 0 Uhr).

Von den insgesamt 4.262 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 4.038 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 132 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 21 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 88 neue COVID-19-Fälle.

Seit der letzten Meldung wurde dem Gesundheitsamt zwei weitere Corona-Todesfälle gemeldet. Dabei handelt es sich um eine Frau im Alter von 86 Jahren und einen Mann im Alter von 88 Jahren. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 92.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 170 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

Update, 21.31 Uhr - Bayern will „Impfturbo“ einschalten

In bayerischen Schulen und Kindergärten sollen sich rund 200 000 Beschäftigte so schnell wie möglich gegen das Coronavirus impfen lassen können. Das sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Montagabend nach der Einigung von Bund und Ländern auf beschleunigte Impfungen der Belegschaft von Grund- und Förderschulen sowie Kinderbetreuungseinrichtungen. «Aber das kann in Sachen Impfbeschleunigung nur ein Anfang sein», sagte Holetschek. «Wir müssen jetzt gemeinsam in den Impfturbo schalten.»

Ziel müsse sein, den Impfstoff des Pharmaunternehmens Astrazeneca so schnell und unkompliziert wie möglich anzubieten, sagte Holetschek. Das bezieht sich darauf, dass viele Menschen den Astrazeneca-Impfstoff wegen Berichten über Nebenwirkungen und mögliche mangelnde Wirksamkeit gegen Virusvarianten ablehnen. «Für Bayern kann ich sagen: Ich will, dass wir den sicheren und wirksamen Impfstoff von Astrazeneca so schnell wie möglich verimpfen», sagte Holetschek dazu. «Verzögerungen können wir uns angesichts des Infektionsgeschehens und von hochansteckenden Virusvarianten nicht erlauben.»

Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sollen von der dritten in die zweite Gruppe der Impf-Reihenfolge vorgezogen werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat dazu einen Entwurf für eine Änderung der Impfverordnung vorbereiten lassen, die voraussichtlich an diesem Mittwoch in Kraft treten soll.

Update, 20.43 Uhr - Fast 500 000 Corona-Tote in den USA: Biden lässt Flaggen auf halbmast setzen

Die US-Regierung wird ihre Flaggen für fünf Tage auf halbmast setzen, um der fast 500 000 Corona-Toten in den Vereinigten Staaten zu gedenken. Präsident Joe Biden werde dies im Rahmen einer Gedenkveranstaltung anlässlich des «traurigen Meilensteins» am Montagabend (Ortszeit) anordnen, sagte seine Sprecherin Jen Psaki bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Die USA dürften am Montag die Schwelle von einer halben Million Corona-Toten überschreiten. Bis Montagmittag (19.15 Uhr MEZ) hatten US-Behörden nach Daten der Universität Johns Hopkins 499 186 Todesfälle nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gemeldet. In absoluten Zahlen gibt es in keinem anderen Land der Welt so viele bestätigte Corona-Todesfälle.

Biden will am Montagabend (Dienstag, 0.00 Uhr MEZ) in einer Ansprache der Opfer der Pandemie gedenken. Im Anschluss wollen Biden, Vizepräsidentin Kamala Harris und ihre Ehepartner eine Schweigeminute abhalten. «Sie werden alle Amerikaner auffordern, sich beim Sonnenuntergang dem Moment der Stille während des Entzündens der Kerzen anzuschließen», sagte Psaki.

Update, 18.59 Uhr - Bayerns Grenzregionen sollen zusätzliche Impfdosen bekommen

Wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder betont, geben die Hotspots in Bayern an der Grenze zu Tschechien weiter Anlass zur Sorge. Es sei wegen der Inzidenzen im Nachbarland notwendig, sich verstärkt um die an Tschechien angrenzenden Landkreise zu kümmern. Söder stellt laut „BR“ klar, dass die Regeln dort weiter zu gelten hätten, um einen Übertrag in andere Landkreise zu verhindern.

Des weiteren stellte Bayerns Ministerpräsident in Aussicht, dass diese Landkreise jeweils 1.000 zusätzliche Impfdosen von AstraZeneca zur Verfügung gestellt bekommen könnten.

Update, 18.40 Uhr - Mutmacher für den Sport: Neues Konzept soll Fan-Rückkehr ermöglichen

Ein branchenübergreifendes Konzept zur kontrollierten Rückkehr von Zuschauern weckt auch im Sport neue Hoffnungen auf baldige Lockerungen und ein Stück Normalität in der Corona-Krise. «Einen Mutmacher können momentan alle gut gebrauchen. Keiner hat mehr Lust auf den Lockdown», sagte Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, der Deutschen Presse-Agentur am Montag nach der Vorstellung der Studie. «Wir wissen um die Brisanz einer Öffnung, halten sie aber für verantwortbar.» Aus Sicht von Stefan Holz, Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga, ist das Konzept «ein wichtiger Schritt».

Der von 20 Experten und Wissenschaftlern in den vergangenen zwei Monaten erarbeitete Leitfaden unterteilt sich in drei Bereiche: Ein Basiskonzept mit einer Auslastung der Zuschauerkapazität bis zu 40 Prozent, ein Spezialkonzept mit einer Auslastung bis zu 80 Prozent und ein Testkonzept für eine hundertprozentige Vollauslastung. Dabei wird zwischen Indoor- und Outdoorveranstaltungen unterschieden.

«Irgendwann muss die Frage beantwortet werden, wie gehen wir die Schritte zurück. Wir wollen der Politik einen Weg zeigen, wie geht es zurück. Das steht für uns im Vordergrund», sagte Hygiene-Experte und Mitautor Florian Kainzinger. «Das Wann ist eine Frage, die die Politik gerne mit uns diskutieren kann. Wir denken, dass der Einstieg bald möglich ist. Aber wichtiger ist das Wie.» Kainzinger appellierte zugleich, über eine Lockerung nicht nur auf Grundlage der aktuellen Inzidenzzahlen zu entscheiden: «Die zentrale Frage dabei ist die Belastung des Gesundheitssystems.»

Die Initiative wird unter anderen von den großen Verbänden und Profiligen aus dem Fußball, Handball, Basketball, Volleyball und Eishockey unterstützt.

Update, 17.43 Uhr - Gärtnereien dürfen ab 1. März in Bayern öffnen

In Bayern sollen ab der kommenden Woche (1. März) Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden öffnen dürfen. Zudem stellte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor einer Videoschalte des CSU-Parteivorstandes in München am Montag weitere Lockerung im Handel, an Schulen oder der Kontaktregeln in Aussicht - allerdings nur in Regionen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen stabil unter 35 liegt. „Wir wollen schützen und atmen zugleich“, betonte Söder.

Das bayerische Kabinett soll Söder zufolge schon an diesem Dienstag die Öffnungen der Gärtnereien beschließen. „Sonst wird dieses ganze Blumengeschäft nur bei Discountern stattfinden, und dann werden die Discounter überrannt.“ Neben den Blumengeschäften sollen ab 1. März auch körpernahe Dienstleistungen wie Friseuren oder Fußpflege wieder möglich sein.

Gleichzeitig warnte der CSU-Chef eindringlich vor einer dritten Corona-Welle, insbesondere wegen der raschen Ausbreitung der britischen Virusmutation. „Keiner kann vorhersagen, wie das in zwei, drei Wochen ist“, warnte er.

Update, 17.10 Uhr - Frühlingswetter und Corona: Städte wollen vermehrt kontrollieren

Der Deutsche Städtetag hat angesichts des frühlingshaften Wetters verstärkte Kontrollen der Corona-Regeln angekündigt. „Wir sehen aktuell, dass die Infektionszahlen wieder steigen, und müssen sehr vorsichtig sein. Wenn wir leichtsinnig werden, verspielen wir die Erfolge der vergangenen Wochen“, sagte Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, der „Rheinischen Post“. „Wo es nötig ist, werden die Städte daher vermehrt beliebte öffentliche Plätze kontrollieren.“

Klar sei aber, dass nicht an jeder Ecke Mitarbeiter der Städte stehen könnten, schränkte Dedy ein. Er appellierte daher an die Bürger, sich weiter an Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen zu halten. „Die Menschen müssen verantwortlich handeln, dann können wir trotz Corona alle das gute Wetter genießen.“

Am Wochenende musste die Polizei mancherorts einschreiten, um die Einhaltung der Corona-Regeln zu wahren. In Bayern etwa wurde wegen des großen Andrangs bei sonnigem Wetter die Gedenkstätte Walhalla in Donaustauf gesperrt. Viele Menschen hatten laut Polizei dort am Samstag keine Masken getragen und keinen Abstand gehalten. Und auch bei uns in der Region lockte das frühlingshafte Wetter in die Berge und an andere Ausflugs-Hotspots. Die Folgen waren deutlich bemerkbar: Parkchaos, zahlreiche andere Verstöße und viel Arbeit für die Polizei. (Plus-Artikel)

Update, 16.23 Uhr - Busfahrerin will mit gefälschtem Corona-Test einreisen

Die Fahrerin eines italienischen Reisebusses hat versucht, mit einer manipulierten Bescheinigung über einen negativen Corona-Test nach Deutschland einzureisen. Bei einer Kontrolle am Grenzübergang Mittenwald-Scharnitz im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen habe die 55-jährige Fahrerin eine handschriftliche Bescheinigung vorgelegt, teilte die Bundespolizei am Montag mit.

Als die Beamten ihr sagten, dass das Dokuments nicht ausreiche, forderte die Frau das Testergebnis von einer Apotheke in Italien erneut an. Dabei bemerkten die Bundespolizisten, dass sie in der handschriftlichen Bescheinigung die Uhrzeit um sechs Stunden vordatiert hatte - offenbar, um für die Rückfahrt einen erneuten Test zu umgehen. Die Frau wurde den Angaben zufolge wegen Urkundenfälschung angezeigt.

Sieben der 22 Insassen des aus Bologna stammenden Busses konnten nach Angaben der Bundespolizei entweder keine negativen Corona-Tests oder keine triftigen Einreisegründe vorweisen. Sie und die Fahrerin wurden zurückgeschickt. Die übrigen 15 Passagiere konnten mit Taxis weiterfahren.

Update, 15.20 Uhr - Merkel: Drei Pakete für mögliche Öffnungsschritte in Corona-Pandemie

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der Sorgen vor einer dritten Corona-Welle erneut für eine vorsichtige Strategie bei möglichen Öffnungen plädiert. Öffnungsschritte müssten gekoppelt mit vermehrten Tests klug eingeführt werden, sagte Merkel am Montag nach Angaben von Teilnehmern in Online-Beratungen des CDU-Präsidiums. Die Sehnsucht der Bürger nach einer Öffnungsstrategie sei groß, das verstehe sie.

Merkel machte demnach deutlich, dass sie drei Bereiche sehe, für die man Pakete einer Öffnungsstrategie schnüren müsse. So gehe es zum einen um den Bereich der persönlichen Kontakte, zum zweiten um das Thema Schulen und Berufsschulen sowie um ein drittes Paket mit Sportgruppen, Restaurants und Kultur. Ziel sei es, Pakete zu schnüren, um Öffnung möglich zu machen und dann anzupassen, wurde sie zitiert.

Von diesem Dienstag an soll nach diesen Informationen eine Arbeitsgruppe mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und den Chefs der Staatskanzleien der Länder zum Thema Öffnungen tagen. Dabei soll die für den 3. März geplante nächste Ministerpräsidentenkonferenz mit der Kanzlerin vorbereitet werden. Ziel ist es, dann Pläne für mögliche Öffnungsschritte zu präsentieren. Braun sagte nach Informationen aus Teilnehmerkreisen im CDU-Präsidium, die Mutationen des Coronavirus zerstörten leider gerade die gute Entwicklung in Deutschland.

Die Kurve der Neuinfektionen hatte am Sonntag den vierten Tag in Folge nach oben gezeigt - trotz des seit Mitte Dezember geltenden Lockdowns. Am Montag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) kaum Veränderung: Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 4369 Neuinfektionen, vor einer Woche waren es 4426 gewesen. Zugleich stieg aber die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) weiter an: und zwar auf bundesweit 61,0. Am Vortag hatte sie noch bei 60,2 gelegen.

Update, 13.51 Uhr - Verbotene Party und 200 Personen auf Sportplatz in München

In der Zeit zwischen Freitag, 19. Februar, und Montag, 22. Februar, jeweils 6 Uhr, kontrollierte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis insgesamt über 3500 Mal die Einhaltung der derzeit gültigen Corona-Regeln. Dabei gab es rund 350 Verstöße und Anzeigen. Mehrmals wurden unter anderem größere Personengruppen festgestellt, die Abstände nicht einhielten. In diesen Fällen wurden entsprechende Platzverweise erteilt.

Die „Highlights“ im Überblick: Am Samstagmittag gegen 13 Uhr wurden etwa 200 Personen im Bereich einer Sportanlage in der Putzbrunner Straße in Waldperlach festgestellt. Mit Lautsprecherdurchsagen und einem Einsatz mehrerer Streifen der Münchner Polizei wurden alle Personen des Platzes verwiesen. Von Nachmittag bis in den späten Samstagabend stellten Einsatzkräfte öfters viele Personen am Gärtnerplatz, am Viktualienmarkt, Max-Josephs-Platz und im Hirschgarten fest. Auch in diesen Fällen wurden die Betroffenen den Örtlichkeiten verwiesen.

Am Samstag gegen 21.45 Uhr wurde dann per Notruf eine Party im Stadtteil Großhadern gemeldet. Die Polizei stellte nach der Ankunft in der Fürstenrieder Straße in der betroffenen Wohnung insgesamt 14 Personen im Alter zwischen 18 und 23 Jahren mit unterschiedlichen Wohnsitzen fest. Alle erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Die Party wurde beendet.

Update, 13.12 Uhr - InnKlinikum meldet vier weitere Corona-Todesfälle

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 44 Patienten im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung stationär behandelt - elf davon in Mühldorf, 10 in Burghausen und 23 in Altötting. Sieben Personen liegen auf einer Intensivstation, sechs davon wiederum müssen künstlich beatmet werden (Stand: 22. Februar, 9 Uhr).
Zudem meldeten die Kliniken vier weitere Corona-Todesfälle. Es handelt sich dabei um zwei 68 und 81 Jahre alte Männer sowie eine 86-jährige Frau aus dem Landkreis Altötting und um einen 78-jährigen Mann aus dem Landkreis Mühldorf.

Update, 12.05 Uhr - Bayerische Wirte fordern Öffnung von Gärten und Freischankflächen

Nach dem sonnigen Wochenende verlangen die bayerischen Wirte die Öffnung von Gärten und Freischankflächen. „Wir fordern, zusätzliche sichere Flächen im Freien zu schaffen“, sagte der Landesgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga, Thomas Geppert, am Montag. Beim aktuell schönen Wetter ziehe es die Menschen nach draußen. Das führe derzeit zu Ansammlungen an wenigen Begegnungspunkten. „Mit einem Öffnen der Außengastronomie würden unkontrollierte Ansammlungen im öffentlichen wie privaten Raum vermieden und Begegnungspunkte entzerrt werden.“

Die Signale aus der Politik stehen angesichts der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen allerdings nicht in Richtung schneller Öffnungen für die Gastronomie. Am Montag warnte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor der wachsenden Gefahr einer dritten Welle. Es bestehe die Gefahr, dass Deutschland in drei bis vier Wochen vor ähnlichen Herausforderungen stehe wie im vergangenen Dezember, sagte er. Bereits am Freitag hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu Vorsicht bei weiteren Lockerungsschritten gemahnt.

Update, 11.03 Uhr - Landkreis Altötting meldet neun neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt neun neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 3840 Personen (Stand: 21. Februar, 15 Uhr). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 78,9.

Update, 10.24 Uhr - Bericht: Merkel plädiert für Öffnungsplan in vier Schritten

Bundeskanzlerin Angela Merkel soll in einer internen Sitzung der CDU für einen vierstufigen Öffnungsplan in der Corona-Krise plädiert haben. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Es gebe eine „berechtigte Sehnsucht nach Öffnung“, so Merkel.

Mit ihrem Vier-Stufen-Plan will die Kanzlerin nach eigener Aussage einen „Jojo-Effekt vermeiden“. „Es braucht kluge Öffnungsstrategie für private Kontakte, Schulen, Unis, Berufsschulen, Restaurants, Sportvereine etc.“, sagte Merkel vor den Unionsspitzen. Eine einheitliche Unionslinie sei dabei „unabdingbar“. Kanzleramtsminister Helge Braun soll sich außerdem für zusätzliche Tests und eine „Optimierung“ der Arbeit der Gesundheitsämter ausgesprochen haben.

Ministerpräsident Söder im Live-Stream vor Parteivorstandssitzung:

Update, 10.03 Uhr - Diese Geschäfte will Söder ab Montag (1. März) zusätzlich öffnen

Im Hinblick auf die nächste Ministerpräsidenten-Konferenz nächste Woche stellte Söder klar: „Ich rate dringend davon ab, im Rahmen der Öffnungsmatrix täglich neue Zahlen zu diskutieren.“ Die Einführung einer weiteren Grenzzahl (50er- oder 35er-Inzidenz) hält Söder für falsch. Vielmehr plädiert er dafür, dass Erleichterungen lokal abgestimmt werden sollten. Diese gelte auch für Schule und Wirtschaft.

Allerdings sind für Bayern ab nächster Woche weitere Erleichterungen geplant: Neben den Friseuren (ab 1. März) will Söder dann auch wieder körpernahe Dienstleistungen (wie z.B. Fußpflege) erlauben. Außerdem sollen dann auch - wo die Inzidenz es zulässt - Gärtnereien, Blumenläden und Baumärkte wieder aufmachen dürfen. Einen entsprechenden Vorschlag hat der Ministerpräsident dem Kabinett bereits unterbreitet.

Update, 9.57 Uhr - „Dreiklang“ aus Impfen, Testen und Öffnungen

Der bayerische Plan sieht nun vor, den „Dreiklang“ (O-Ton Söder) aus Impfen, Testen und Öffnungen in Einklang zu bringen. Impfungen müssten schneller durchgeführt werden, zudem ist Söder dafür, Erzieher und Lehrer in der Impfreihenfolge weiter nach vorne zu ziehen. Beim Thema Testen sollen die Schnelltests massiv erhöht werden. Allerdings müsse jedem klar sein, dass dazu pro Tag Millionen von Tests notwendig seien. Zudem bedarf es einer guten, digitalen Organisation, um dies alles administrieren zu können, so Söder.

„Hätten wir die Hotspots nicht, stünden wir noch deutlich besser da“, sagte Söder im Hinblick auf die schwierige Situation in vielen Grenzlandkreisen. Die Maßnahmen müssten dort konsequent weiter gelten. Zudem sollen Sequenzierungen vorangetrieben und das Modell der Pendler-Quarantäne weiterentwickelt werden.

Update, 9.53 Uhr - „Große Herausforderung, Öffnungen und Sicherheit in Einklang zu bringen“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist vor der virtuellen Vorstandssitzung seiner Partei vor die Presse getreten und hat zu den neuesten Corona-Entwicklungen Stellung bezogen. „Der Trend der Zahlen geht nicht mehr weit nach unten, in Bayern stagniert es, in anderen Bundesländern gehen sie sogar wieder nach oben“, sagte Söder. Die Verbreitung der Mutationen nehmen zu, das sei durch entsprechende Zahlen belegbar, hieß es. Man müsse daher gehörig aufpassen, dass man in zwei, drei Wochen nicht wieder wie in eine Situation wie im Dezember gerate.

„Wenn die britischen Mutante die dauerhafte Dominanz übernimmt, wird es eine große Herausforderung, Öffnungen und Sicherheit in Einklang zu bringen“, warnte der Ministerpräsident. Wenn das nicht gelinge, kommt die „dritte Welle ganz bestimmt“, betonte Söder. Inzwischen würden die Mutationen bereits 28 Prozent der Neu-Infektionen in Deutschland ausmachen.

Update, 9.15 Uhr - Wirt lässt Gäste durch Hintertür in Lokal - Bußgeld droht

Durch die Hintertür hat ein Gastwirt in Neuburg an der Donau sieben Gäste in sein Lokal gelassen und damit gegen die aktuellen Corona-Regeln verstoßen. Der Haupteingang der Gaststätte war versperrt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Über den Hintereingang habe der Betreiber jedoch offenbar weiterhin Gäste eingelassen. Bei einer Kontrolle am Sonntag saßen die Menschen an zwei Tischen, ohne genügend Abstand zu halten. Alle Anwesenden müssen nun mit einem Bußgeld rechnen.

Update, 8.19 Uhr - RKI meldet zwei weitere Todesfälle in der Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 22. Februar).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickeltGestiegen sind die Inzidenzen in den Kreisen Berchtesgadener Land (von 82,1 auf 83,1), Stadt Rosenheim (von 44,1 auf 48,8), Traunstein (von 86,8 auf 91,4), dem Kreis Altötting (von 74,4 auf 78,9). Gesunken ist die Inzidenz dagegen lediglich im Kreis Mühldorf (von 86,3 auf 75,9). Gleich geblieben ist die Inzidenz im Kreis Rosenheim (58,9).

In der Region wurde laut RKI zwei weitere Todesfälle gemeldet. Demnach sind zwei Personen im Kreis Berchtesgadener Land verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.03 Uhr - Weitere Jahrgänge kehren in die Schulen zurück

Nach Wochen des Distanzunterrichts kehren in Bayern am Montag weitere Jahrgänge in die Schulgebäude zurück. Es handelt sich dabei in erster Linie um Grundschüler und Abschlussklassen. Das heißt: Viele Jugendliche müssen weiter zuhause büffeln - ohne ein bislang absehbares Ende. Auch die Rückkehrer werden immer wieder daheim am Schreibtisch lernen müssen, weil die Klassen für die Einhaltung des Mindestabstands vielerorts geteilt werden.

Seit Anfang Februar erhielten schon die Abiturklassen von Gymnasien, Fachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) sowie bestimmte Abschlussklassen beruflicher Schulen Präsenzunterricht. Nun folgen sämtliche Grundschüler sowie die Abschlussjahrgänge aller anderen allgemeinbildenden Schulen, wie Real-, Mittel- und Wirtschaftsschulen, sowie der Förderschulen. Allerdings nur dort, wo die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche weniger als 100 beträgt.

Schulöffnungen in Bayern: So ist die Situation in der Region (OVB24-Plus-Artikel)

RKI registriert 4369 Corona-Neuinfektionen und 62 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4369 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 62 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4426 Neuinfektionen und 116 neue Todesfälle verzeichnet.

Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 61,0 - und damit höher als am Vortag (60,2). Vor vier Wochen, am 25. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 111,2 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. (News-Ticker Sonntag, 21. Februar)

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.390.928 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 22.02., 03.10 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.198.000 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 67.903.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagnachmittag bei 1,10 (Vortag 1,07). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 110 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/mh/dpa

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