News-Ticker zur Corona-Pandemie

Söder kritisiert Aiwangers Forderung nach Öffnung von Hotels und Skiliften: „Tun, was notwendig ist“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kritisierte indirekt seinen Stellvertreter Hubert Aiwanger nach einer Forderung nach Öffnung von Hotels und Skiliften.
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kritisierte indirekt seinen Stellvertreter Hubert Aiwanger nach einer Forderung nach Öffnung von Hotels und Skiliften.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag, 22. Januar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 122,7, Landkreis Rosenheim 134,7, Landkreis Traunstein 139,9 , Landkreis Berchtesgadener Land 224,7, Landkreis Mühldorf 173,5, Landkreis Altötting 136,3 (Quelle/Stand: RKI, 22. Januar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2648, Landkreis Rosenheim 9752, Traunstein 6627, Berchtesgadener Land 3657, Mühldorf 3930, Altötting 3387 (Quelle/Stand: RKI, 22. Januar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 48, Landkreis Rosenheim 382, Traunstein 172, Berchtesgadener Land 81, Mühldorf 96, Altötting 135 (Quelle/Stand: RKI, 22. Januar, 0 Uhr)
  • Mindestens 50.642 Todesfälle in Deutschland (9282 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Ihr braucht FFP2-Masken? Hier mit dem OVB24-FFP2-Shopping-Deal profitieren

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.41 Uhr - Söder kritisiert Aiwangers Forderung nach Öffnung von Hotels und Skiliften

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat seinen Stellvertreter Hubert Aiwanger (Freie Wähler) für dessen Forderung nach einer Öffnung von Skiliften und Hotels ab Februar (siehe Update von 12.58 Uhr) kritisiert. Ohne seinen Namen zu nennen, griff der CSU-Chef die Forderung seines Wirtschaftsministers in seiner Rede auf dem digitalen CSU-Neujahrsempfang direkt auf und machte deutlich, dass für ihn die Debatte zur Unzeit komme. Die aktuellen Corona-Maßnahmen würden zunächst bis Mitte Februar gelten, was danach komme bleibe abzuwarten. Leider gebe es immer wieder Politiker, die gerne erklärten, „wann ganz sicher was geöffnet wird“.

„Mein dringender Rat ist, wir sollten tun, was notwendig ist“, sagte Söder. Um das Vertrauen der Menschen nicht zu beschädigen, sei es wichtig, dass Politiker das richtige wollten und auch das Richtige tun.

Aiwanger hatte am Freitag in München gefordert, die Hotels und Skilifte im Februar wieder zu öffnen. Gemeinsam sollten die Wirtschaftsminister „auch auf Bundesebene diese Öffnungsschritte einfordern“ und nicht „wieder wie Kaninchen vor der Schlange warten, was von Frau Merkel und der Ministerpräsidentenkonferenz aus Berlin kommt“, sagte Aiwanger am Freitag in München.

Update, 19.35 Uhr Uhr - 85 neue Corona-Infektionen und drei Todesfälle im Berchtesgadener Land

85 neue Corona-Fälle werden aus dem Landkreis Berchtesgadener Land gemeldet. Wie das zuständige Gesundheitsamt informiert, waren davon elf Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation.

„Das aktuelle Infektionsgeschehen im Berchtesgadener Land hat damit leider wieder zu einem Anstieg der 7-Tage-inzidenz über den Schwellenwert von 200 geführt. Mir ist bewusst, dass die anhaltend hohen Zahlen für alle Landkreisbürgerinnen und Bürger sehr belastend sind. Dennoch ist es jetzt umso wichtiger, die Maßnahmen weiterhin konsequent umzusetzen”, so Landrat Bernhard Kern.

Auch drei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wurden bekannt. Dabei handelt es sich um drei Frauen im Alter von 98, 99 und 101 Jahren. Derzeit werden in den Kliniken im Berchtesgadener Land 52 Covid-19-Patienten stationär behandelt, vier davon intensivmedizinisch.

Update, 18.31 Uhr - 45 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Das Traunsteiner Gesundheitsamt meldet seit der letzten Pressemitteilung am 21. Januar 45 Neuinfektionen im Landkreis. 152 Personen sind im gleichen Zeitraum von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen.

In den Kliniken des Landkreises Traunstein werden aktuell 65 Covid-19-Patienten stationär behandelt, davon 51 auf der Normalstation und 14 auf der Intensivstation.

Update, 17.14 Uhr - 120 Impfdosen für Mitarbeiter des Klinikums Bad Trissl in Oberaudorf

Nach dem Corona-Ausbruch im Seniorenheim St. Florian in Brannenburg wird eine Reihe weiterer Infektionen aus einer Einrichtung im Inntal gemeldet. Andreas Kutschker, Geschäftsführer des Klinikums Bad Trissl in Oberaudorf, bestätigte sechs Patienten und vier Mitarbeiter, die positiv auf Corona getestet wurden. Von einem Ausbruch könne nicht die Rede sein, das Geschehen sei unter Kontrolle und könne die Infektionsketten lückenlos nachverfolgen.

Das Personal achte, in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt in Rosenheim, auf strenge Einhaltung der Hygieneregeln und verfolge eine konsequente Teststrategie. Diese sehe vor, dass ein Patient bei Aufnahme sowie am zweiten und am dritten Tag getestet werde, bevor man schließlich auf eine wöchentliche Testroutine übergehe, sagte Kutschker auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Die Patientin, von der die Ansteckung mutmaßlich ausgegangen sei, sei bei ihrer Aufnahme in die Einrichtung negativ und erst am zweiten oder dritten Tag positiv getestet worden.

Was die Impfquote des Personals betrifft, liegt die auf Onkologie spezialisierte Einrichtung in der Region Rosenheim in der Spitzengruppe. Am Wochenende sollen dem Personal der Klinik 120 Dosen des Wirkstoffs injiziert werden. Damit werden 100 Mitarbeiter, gut ein Drittel der Gesamtzahl, sogar schon zum zweiten Mal gegen Corona geimpft sein. Rund die Hälfte der Mitarbeiter hat nach Auskunft Kutschkers wird nach dem Wochenende die erste Impfung absolviert haben und wartet auf den nötigen zweiten Impftermin in den kommenden Wochen.

Update, 16.08 Uhr - 30.000 FFP2-Masken für bayerische Polizisten zurückgerufen

Die Bayerische Bereitschaftspolizei hat 30.000 für Polizisten und Polizistinnen bestimmte FFP2-Masken wegen Verdachts auf Mängel zurückgerufen. Wie das bayerische Innenministerium am Freitag mitteilte, sind die Masken von einer Warnmeldung betroffen und wurden schon Anfang der Woche zurückgerufen. Der medizinische Dienst der Bereitschaftspolizei prüfe die Angelegenheit. Zunächst hatte das „Straubinger Tagblatt“ berichtet.

„Fake“-Masken seien bei der bayerischen Polizei aber nicht im Einsatz, betonte ein Ministeriumssprecher. Alle für die Polizei bestellten FFP2-Masken solle ab sofort ein externes Institut nach ihrer Anlieferung nochmals auf ihre Wirksamkeit prüfen. Außerdem sichte man die gesamten FFP2-Bestände der Polizei noch einmal und sortiere problematische Ware aus.

Update, 14.56 Uhr - Polizeischüler verstoßen bei Party gegen Corona-Auflagen: „Dienstrechtliche Konsequenzen“ drohen

Wegen einer Abschlussfeier in den Räumen der Bereitschaftspolizei müssen Polizeischüler nun mit erheblichem Ärger rechnen. Wie das Präsidium der bayerischen Bereitschaftspolizei am Freitag berichtete, hatten die jungen Beamten bei ihrer Party in Königsbrunn bei Augsburg die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln missachtet.

Die Polizeiazubis müssten nun „mit dienstrechtlichen Konsequenzen rechnen, da sie mit ihrem Verhalten gegen die äußerst strengen internen Kontakt- und Hygienevorschriften verstoßen haben und ihrer Vorbildfunktion als angehende Polizisten nicht gerecht wurden“, betonte das Präsidium. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Laut der Mitteilung hatten die angehenden Polizisten bereits Mitte Dezember in ihrer Kaserne spontan gefeiert, nachdem eine Prüfungsrunde im Rahmen der Ausbildung vorbei war.

Update, 13.39 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 18 neue Corona-Fälle, Kinderkrippe unter Quarantäne

Seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 21. Januar gibt es im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn 18 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 22. Januar 2021, 0 Uhr). Aufgrund eines positiven Falles wurde eine Gruppe der Kinderkrippe Isenzwergerl Ampfing unter Quarantäne gestellt. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 3921 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 3.541 wieder genesen. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 283 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 97. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 22. Januar 2021, 0 Uhr) bei 173,5.  

Mit Stand 21. Januar sind im Landkreis Mühldorf a. Inn 2180 Personen mindestens einmal geimpft, davon 1224 Personen in den Alten- und Pflegeheimen und 956 Personen im Impfzentrum. 589 Personen haben bereits die 2. und damit abschließende Impfung erhalten. 

Update, 12.58 Uhr - Aiwanger fordert Öffnung von Hotels und Skiliften im Februar

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fordert, die Hotels und Skilifte im Februar wieder zu öffnen. Gemeinsam sollten die Wirtschaftsminister „auch auf Bundesebene diese Öffnungsschritte einfordern“ und nicht „wieder wie Kaninchen vor der Schlange warten, was von Frau Merkel und der Ministerpräsidentenkonferenz aus Berlin kommt“, sagte Aiwanger am Freitag in München.

„Bei Hotels seh‘ ich überhaupt keinen Grund, nicht öffnen zu dürfen“, sagte der stellvertretende bayerische Ministerpräsident und Bundesvorsitzende der Freien Wähler. Die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin sollten „akzeptieren, dass man sich in einem Hotel nicht infiziert“. Er sei auch überzeugt, „dass wir die Skilifte zeitnah öffnen können“. Die Österreicher zeigten, dass das gehe. Mit FFP2-Masken an den Liften und Online-Buchungen vorab, um einen Andrang zu verhindern könnten die Pisten noch im Februar öffnen. Und auch die Heilbäder könnten mit guten Hygienekonzepten und Corona-Schnelltests am Eingang im Frühjahr wieder Gäste empfangen dürfen, forderte Aiwanger auf einem Tourismus-Forum der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft.

Update, 12.08 Uhr - Corona-Ausbruch in Trissl-Klinik Oberaudorf

Nach dem Corona-Ausbruch im Seniorenheim St. Florian in Brannenburg (Plus-Artikel) wurde ein neues Ausbruchsgeschehen nur wenige Kilometer entfernt bekannt.
Wie Michael Fischer, Pressesprecher des Landratsamtes Rosenheim, auf Anfrage von rosenheim24.de bestätigte, wurden bislang sechs Patienten und vier Mitarbeiter des Personals der Klinik Bad Trissl in Oberaudorf positiv auf Corona getestet. Weitere Testergebnisse stehen zum aktuellen Zeitpunkt noch aus.

Update, 11.12 Uhr - Coronavirus-Variante in Garmischer Klinikum keine neue Mutation

Die am Klinikum in Garmisch-Partenkirchen entdeckte Variante des Coronavirus ist keine neue Mutation. Aus einem Bericht zur Untersuchung der Proben durch die Berliner Charité gehe hervor, dass es sich um eine erstmals im März 2020 identifizierte Variante handle, teilte das Klinikum am Donnerstag mit.

Über die klinische Relevanz der Coronavirus-Variante lassen sich demnach bislang keine Aussagen machen. Vor der Meldung aus Garmisch-Partenkirchen sei das Virus bislang nur bei 102 Patientenproben weltweit entdeckt worden. Allerdings gebe es laut Sequenzierungsbericht bislang keinen Hinweis darauf, dass sich die in Garmisch aufgetretene Mutation auf die Eigenschaften des Virus auswirkt. 

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden weltweit Veränderungen in den Erbgut-Sequenzen des Virus erfasst. Als für Europa relevant gelten derzeit vor allem zwei zunächst in Großbritannien und Südafrika nachgewiesene Varianten (B.1.1.7 und B.1.351), die nach derzeitigem Kenntnisstand merklich ansteckender sind als das Ursprungsvirus. In Garmisch entdeckt worden sind Erreger der Variante B.1.1.134.

Update, 10.54 Uhr - Landkreis Altötting meldet 25 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 25 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 21. Januar, 17.30 Uhr). Damit gab es seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting bislang insgesamt 3398 Fälle.
Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis Altötting insgesamt 235 aktive Fälle - die meisten davon in Garching/Alz (49), Burghausen (43) und Altötting (33). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis betrug zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes 136,3.

Die Pressekonferenz im Live-Stream:

Update, 10.31 Uhr - DIVI-Präsident Marx: Erst im April kann die Zahl der Intensivpatienten unter 1000 fallen

„Wir haben in Deutschland ausgezeichnet ausgebildete Pflegekräfte. Diese Menschen leisten einen enormen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise“, eröffnet DIVI-Präsident Gernot Marx sein Statement. Wir sollten daher die Maßnahmen einhalten, um diese Menschen auf den Intensivstationen zu unterstützen, fordert Marx.

„Wir sind noch weit weg von einer Situation, in der man von Entspannung sprechen kann“, sagt DIVI-Präsident Marx. Erst im April könnte die Zahl der Corona-Intensivpatienten unter 1000 fallen, so Marx. Daher müsse die Zahl der Neuinfektionen weiter gesenkt werden. Marx warnt auch vor einer möglichen dritten Welle, auf die man mit einem niedrigen Niveau vorbereitet sein müsste.

Update, 10.25 Uhr - Virologe Drosten zu Mutation: „Wir müssen es nun noch ernster nehmen“

Virologe Christian Drosten geht zunächst auf die entdeckten Virus-Mutanten ein. Mit Blick auf die gefährlichere Virus-Mutante aus England warnt er: „Wir müssen es nun noch ernster nehmen.“ Die Zahl der Neuinfektionen könnte noch um einen beachtlichen Prozentwert höher sein, wenn sich die Mutation voll durchsetze. Vor Weihnachten hätte die britische Mutation wohl keine große Rolle gespielt. Erst mit dem Reiseverkehr zu den Feiertagen sei die Mutante aus England eingeschleppt worden.

Inzwischen formieren sich in Deutschland aber erste kleine Cluster dieser Virus-Mutante. Daher sei es richtig, genau jetzt ein gezieltes Augenmerk auf diese Variante zu legen.

Update, 10.19 Uhr - Wieler über Todesfälle: „Das ist eine schier unfassbare Zahl“

Nun spricht RKI-Chef Lothar Wieler. Aktuell hätten lediglich 21 Landkreis in Deutschland eine Inzidenz unter 50. Die Corona-Zahlen befänden sich noch immer auf einem hohen Niveau. Jedoch färbe sich die Corona-Landkarte in Deutschland etwas heller und sei nicht mehr überwiegend dunkelrot. Wieler weist erneut darauf hin, wie wichtig es ist, die Inzidenz unter den Wert von 50 zu drücken. „Wir können das ganze Infektionsgeschehen deutlich besser kontrollieren, wenn wir niedrige Inzidenzen haben“, so Wieler. Es sei weiter extrem wichtig, die Maßnahmen im Kampf gegen das Virus weiter zu beachten, auch weil die Regeln vor den Corona-Mutationen schützen würden.

RKI-Chef Wieler geht abschließend auf die weiterhin hohen Todeszahlen in Deutschland ein. Inzwischen seien seit dem Beginn der Pandemie mehr als 50.000 Menschen an oder mit Corona gestorben. „Das ist eine schier unfassbare Zahl, das ist für mich bedrückend“, so Wieler.

Update, 10.11 Uhr - Spahn: „Zahlen entwickeln sich in die richtige Richtung, aber...“

Gesundheitsminister Jens Spahn eröffnet die Pressekonferenz am Freitag in Berlin. Er erinnert daran, dass es ziemlich genau ein Jahr her ist, dass es in Deutschland den ersten erfassten Corona-Fall bei der Firma Webasto gab. Damit leitet er über zur aktuellen Lage in Deutschland. Wenn man zu früh absetzt, zu früh aufhört, können noch mehr Schäden entstehen oder auch Resistenzen, so Spahn. „Die Zahlen entwickeln sich in die richtige Richtung, aber sie sind immer noch auf einem zu hohen Niveau“, sagt Spahn. Dennoch müssten die Zahlen noch weiter gedrückt werden, um die Pandemie wieder kontrollieren zu können.

Der Gesundheitsminister geht auf die Gefahr durch die Virus-Mutation aus Großbritannien ein. „Das Risiko solcher Mutationen zwingt uns, die Maßnahmen anzupassen.“ Deswegen sei die Einführung der medizinischen Masken sinnvoll. „Auch ich würde gerne schneller Impfstoff haben“, so Spahn. Man solle auch sehen, was bereits ist, nämlich dass 1,5 Millionen Menschen in Deutschland bereits geimpft worden sind. Der Gesundheitsminister sei sich sicher, dass die Menschen in Deutschland eine Aussicht auf einen besseren Sommer hätten. Es stünden jedoch noch einige harte Wochen bevor.

Update, 9.32 Uhr - PK um 10 Uhr live: Spahn und Drosten zur Corona-Lage

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Virologe Christian Drosten informieren um 10 Uhr vor der Bundespressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage. Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler sowie Gernot Marx, der Präsident der Deutschen Vereinigung der Notfallmediziner sind mit dabei.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der Pressekonferenz.

Update, 9.03 Uhr - Sieben Kreise und Städte in Bayern über Inzidenzwert von 200

Das Robert Koch-Institut zählt in Bayern noch in sieben Landkreisen und kreisfreien Städten eine Zahl von mehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche. Das geht aus Zahlen vom Freitag mit Stand Mitternacht hervor. Vor rund einer Woche waren es noch 30 Landkreise und kreisfreie Städte.

Die höchsten Werte weist das Institut dabei für die Stadt Ansbach mit 289,5 und die Landkreise Wunsiedel mit 262,9 und Regen mit 246,7 aus - gefolgt von den Landkreisen Berchtesgadener Land (224,7), Tirschenreuth (220,7), Passau (204,5) sowie der Stadt Coburg mit 202,1. Die Grenze von 200 Infektionen pro 100 000 Einwohner und Woche ist bedeutsam, weil sie die sogenannte 15-Kilometer-Regel auslöst. Danach dürfen Bewohner Ausflüge nur noch in einem Umkreis von höchstens 15 Kilometern unternehmen. Für ganz Bayern weist das RKI derzeit eine Inzidenz von 114,9 aus, 2689 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden und 139 neue Todesfälle.

Update, 8.21 Uhr - RKI meldet elf weitere Todesfälle in der Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 22. Januar).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickeltGesunken sind die Inzidenzen in den Kreisen Altötting (von 139,9 auf 136,3), Mühldorf (von 181,3 auf 173,5) und dem Kreis Traunstein (von 144,9 auf 139,9). Gestiegen sind die Inzidenzen dagegen im Landkreis Rosenheim (von 131,6 auf 134,7) und dem Kreis Berchtesgadener Land (von 181,3 auf 224,7). Damit ist das Berchtesgadener Land erneut über der “Hotspot-Marke” von 200. Gleich geblieben ist die Inzidenz in der Stadt Rosenheim (122,7).

In der Region wurde laut RKI elf weitere Todesfälle gemeldetSieben Personen verstarben im Landkreis Rosenheim, drei im Berchtesgadener Land und jeweils eine Person im Kreis Altötting und der Stadt Rosenheim. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht. Das RKI revidierte einen Todesfall im Kreis Traunstein vom Vortag.

Update, 7.08 Uhr - Miesbach will Ausflugsverbot aufheben - aber nur für eigene Bürger

Der Landkreis Miesbach will das Ausflugsverbot für die eigenen Bürger bald aufheben. Menschen aus anderen Kreisen sollen aber vorläufig weiter nicht zu touristischen Zwecken einreisen dürfen. Das Landratsamt berichtete am Donnerstag, dass voraussichtlich am Samstag der 15-Kilometer-Radius für touristische Tagesausflüge für die Landkreisbürger aufgehoben werde. Grund sei, dass die sogenannte Inzidenz dann für eine Woche unter der 200er-Marke liegen könnte.

Das Ausflugverbot trat nach den landesweiten Vorgaben in Kraft, als in dem oberbayerischen Landkreis mehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen registriert wurde. Mittlerweile liegt der Kreis Miesbach laut Robert Koch-Institut allerdings mit 77 weit unter dem damaligen Wert. Die Miesbacher Behörden hatten jedoch auch mit vielen Ausflüglern zu kämpfen, die in den vergangenen Wochen aus anderen Regionen zum Spitzingsee und zu benachbarten Ausflugzielen fuhren. Deswegen wurden touristische Tagesausflüge in den Landkreis Miesbach untersagt.

Das Verbot dieser „Einreisen“ von Bürgern anderer Landkreise bliebe zunächst für die Dauer der aktuellen bayerischen Infektionsschutzverordnung bis Ende Januar bestehen. Am kommenden Montag soll laut der Kreisbehörde aber entschieden werden, „ob eine vorzeitige Aufhebung in Betracht kommt“.

Mehr als 50.000 Corona-Tote in Deutschland seit Pandemiebeginn

In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie mehr als 50.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 859 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden, wie das RKI am Freitagmorgen bekannt gab. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 50.642. Vor genau einer Woche waren 1113 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden.

Als Covid-19-Todesfall zählt das RKI nachweislich infizierte Menschen, die direkt an Corona gestorben sind und solche mit Vorerkrankungen, bei denen sich die Todesursache nicht abschließend klären lässt. Es liegt am Ermessen des Gesundheitsamtes, ob es einen Fall als verstorben „an“ oder „mit“ Covid-19 an das RKI übermittelt. Forscher gehen davon aus, dass die Zahl der Covid-19-Todesfälle ohne die Corona-Einschränkungen um ein Vielfaches höher läge.

Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI außerdem 17.862 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Vor genau einer Woche hatte das RKI 22.368 Neuinfektionen verzeichnet. Der Höchststand von 33.777 registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden war am 18. Dezember gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bei 115,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern bleiben jedoch groß: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 218,4 und Brandenburg mit 194,4. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 80,9.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.106.262 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 22.01., 0 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.780.200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mh/dpa

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