News-Ticker zur Corona-Pandemie

Ab Januar eine Million kostenlose FFP2-Masken für Angehörige von Pflegebedürftigen in Bayern

News-Ticker zur Corona-Pandemie
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Pflege in Zeiten von Corona.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (23. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 210,9, Landkreis Rosenheim 203,6, Landkreis Traunstein 131,4, Landkreis Berchtesgadener Land 131,2, Landkreis Mühldorf 257,2, Landkreis Altötting 148,0 (Quelle/Stand: RKI, 23. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2165, Landkreis Rosenheim 8010, Traunstein 5292, Berchtesgadener Land 2495, Mühldorf 3112, Altötting 2771 (Quelle/Stand: RKI, 23. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 32, Landkreis Rosenheim 301, Traunstein 143, Berchtesgadener Land 58, Mühldorf 66, Altötting 93 (Quelle/Stand: RKI, 23. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 27.968 Todesfälle in Deutschland (5966 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Upddate, 21.11 Uhr - Gesundheitsministerium weitet Hilfen für Kliniken aus

Wegen der hohen Corona-Zahlen und der angespannten Lage in vielen Kliniken hat das Bundesgesundheitsministerium nach eigenen Angaben die Unterstützungsmöglichkeiten für Krankenhäuser erweitert. Wie das Ministerium am Mittwoch mitteilte, tritt eine entsprechende Verordnung an diesem Freitag in Kraft, die Regeln gelten demnach bereits seit dem 17. Dezember.

Mehr Krankenhäuser könnten dadurch Anspruch auf sogenannte Ausgleichszahlungen erhalten, wenn sie planbare Operationen und Behandlungen verschieben, um Intensivkapazitäten zu schaffen und dadurch finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Bisher ist das unter anderem daran gekoppelt, dass die freien Intensivkapazitäten in einer Region bereits eine bestimmte Schwelle unterschreiten.

Künftig könnten die Länder unabhängig von den freien Intensivkapazitäten Krankenhäuser für solche Ausgleichszahlungen bestimmen, heißt es. Es reicht demnach, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz über 200 liegt. Die Regelungen sind vorerst bis Ende Januar befristet.

Update, 20.06 Uhr - Berliner Polizei verbietet „Querdenken“-Demonstration am 30. Dezember

Die für den 30. Dezember in Berlin geplante „Querdenken“-Demonstration gegen staatliche Beschränkungen in der Corona-Krise wird verboten. Angesichts der Pandemiesituation würde eine Versammlung zur unmittelbaren Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung führen, teilte die Berliner Polizei am Mittwochabend mit. Für die Kundgebung hatten die Kritiker der Corona-Politik 22.500 Teilnehmer auf der Straße des 17. Juni angemeldet.

Ursprünglich war die Demonstration unter dem Motto „Willkommen 2021 - das Jahr der Freiheit und des Friedens“ an Silvester geplant. Wegen des allgemeinen Versammlungsverbots hatten die Organisatoren die Demonstration um einen Tag vorverlegt.

Die öffentliche Sicherheit umfasse den Schutz zentraler Rechtsgüter wie Leben, Gesundheit, Freiheit, Ehre und Eigentum des Einzelnen sowie die Unversehrtheit der Rechtsordnung und die staatlichen Einrichtungen und Veranstaltungen, teilte die Polizei weiter mit. In Berlin ist die Corona-Infektionslage weiter kritisch, die Kurve flacht trotz des Lockdowns nicht ab.

Der Initiator der Stuttgarter Initiative „Querdenken“, Michael Ballweg, kündigte für Donnerstag eine Stellungnahme zu der neuerlichen Verbotsverfügung an.

Bei der großen „Querdenken“-Demonstration am 29. August hatten sich viele Teilnehmer nicht an die Abstandsregel gehalten. Am 18. November war eine ähnliche Demonstration von der Polizei mit Hilfe von Wasserwerfern aufgelöst worden, weil fast niemand einen Mund-Nasen-Schutz trug.

Update, 19.15 Uhr - Bayern verteilt an Januar kostenlose FFP2-Masken für Angehörige von Pflegebedürftigen

Für die pflegenden Angehörigen in Bayern stellt das bayerische Gesundheitsministerium eine Million FFP2-Masken kostenlos zur Verfügung.

Bayerns Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek betonte am Mittwoch in München: "Ergänzend zu unseren Unterstützungsleistungen für Pflegebedürftige, Besucherinnen und Besucher sowie das Personal in stationären Einrichtungen werden wir verstärkt auch die pflegenden Angehörigen in den Blick nehmen: Rund 76 Prozent der Pflegebedürftigen in Bayern werden zu Hause gepflegt, etwa 47 Prozent der insgesamt rund 400.000 Pflegebedürftigen ausschließlich durch Angehörige. Auch diese Menschen und ihre pflegebedürftigen Angehörigen müssen wir vor einer Infektion mit dem lebensgefährlichen Coronavirus schützen: Deshalb werden wir ab Anfang Januar eine Million FFP2-Masken für pflegende Angehörige verteilen."

Holetschek erläuterte: "Keines der bisherigen Programme zur Verteilung von Masken zielt explizit auf diese Menschen ab, die die wichtige Aufgabe der oft aufopferungsvollen Fürsorge für ihre Familienmitglieder übernehmen. Diese Lücke werden wir schließen. Ein entsprechendes Konzept, wie die Schutzmasken bayernweit an die betroffenen Angehörigen verteilt werden können, wird aktuell erarbeitet."

Die Schutzmasken stammen aus dem Bestand des Pandemiezentrallagers, das durch Ersatzbeschaffungen wieder entsprechend aufgefüllt wird.

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 18.06 Uhr -  Impfstoff wird am 26. Dezember in Bayern angeliefert

Am 27. Dezember ist der Start für die Corona-Impfungen in Bayern. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Mittwoch in München hingewiesen.

Huml betonte: „Der lang ersehnte Beginn der Impfungen ist ein wichtiger Schritt im Kampf zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Das ist mit das schönste Weihnachtsgeschenk, das wir den Menschen machen können! Im Laufe des 26. Dezembers werden 9.750 Dosen des Impfstoffs vom Hersteller Biontech an die beiden Lagerzentren in Erlangen und München ausgeliefert. Von dort wird er an die Impfzentren in den einzelnen Regierungsbezirken verteilt, so dass wir am 27. Dezember in Bayern mit den ersten Impfungen durch mobile Impfteams prioritär in den Alten- und Pflegeheimen starten können.“

Welche Einrichtungen den Impfstoff zuerst erhalten, wird durch die Kreisverwaltungsbehörde vor Ort und unter Beachtung der Vorgaben der Priorisierung in der Impfverordnung des Bundes festgelegt.

Die Ministerin erläuterte: „Die Beschaffung der Impfdosen erfolgt durch den Bund. Diese werden nach der Nationalen Impfstrategie des Bundes gemäß dem Bevölkerungsanteil direkt durch den Hersteller an die Lieferstandorte der Länder ausgeliefert. Die Erstauslieferung des Impfstoffs mit 9.750 Impfdosen am 26. Dezember in Bayern erfolgt allerdings zunächst ohne Berücksichtigung des Bevölkerungsschlüssels – alle Bundesländer erhalten mit der ersten Lieferung jeweils 9.750 Dosen. Denn das Ziel ist, am 27. Dezember flächendeckend in Deutschland mit den Schutzimpfungen zu beginnen!“

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 17.13 Uhr - Keine weiteren Todesfälle in Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 17 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 2.519 (Meldestand: 23. Dezember, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 131,2 (Stand: 23. Dezember, 0 Uhr).

Das Corona-Testzentrum Berchtesgadener Land in Bayerisch Gmain ist in den nächsten Tagen am Donnerstag, 24. Dezember (Heiligabend) von 8 bis 12 Uhr und zusätzlich am Donnerstag, 26. Dezember (2. Weihnachtsfeiertag) von 10 bis 12 Uhr geöffnet. In der kommenden Woche (KW 53) ist das Testzentrum dann von Montag bis Mittwoch von 12 bis 18 Uhr und am Silvestertag von 8 bis 12 Uhr offen. Die wichtigsten Informationen zum Testzentrum Berchtesgadener Land sind im Internet unter www.testzentrum-bgl.de verfügbar. Aktuell befinden sich 185 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 39 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 2 Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

69 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1602 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 131,4.

Seit der letzten Pressemitteilung am 22.12.20 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 69 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 5357 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 143 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. Als genesen gelten mindestens 3612 Personen (77 Personen mehr seit der Meldung vom 22. Dezember). Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 72 COVID-19-Patienten behandelt, davon 55 auf der Normalstation und 17 auf der Intensivstation.

Hinweise des Landratsamts Traunstein zur Einreise aus Risikogebieten

Seit dem 22. Dezember 2020 müssen sich alle Reisende, die sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise aus einem Risikogebiet dort aufgehalten haben, auf das Corona-Virus testen lassen. Den entsprechenden Befund können betroffene Landkreisbürger auf der Landkreis-Homepage (Direktlink: https://bayern.govrz.de/bayern/go/a/13) dem Gesundheitsamt zur Verfügung stellen. Außerdem müssen sich alle Einreisenden unter www.Einreiseanmeldung.de registrieren. Die bestehende Quarantänepflicht bei Einreisen aus den Risikogebieten gilt weiterhin.

Update, 15.21 Uhr - Gegen Quarantäne verstoßen? Ermittlungen gegen bayerischen Arzt

Die Staatsanwaltschaft Deggendorf ermittelt gegen einen Arzt aus Niederbayern, der gegen die Quarantäneauflagen verstoßen haben soll. Nach Polizeiangaben vom Mittwoch musste sich der Allgemeinmediziner aus dem Landkreis Regen auf Anweisung des Gesundheitsamtes bis 17. Dezember in häusliche Quarantäne begeben. Das Landratsamt erhielt demnach aber Hinweise, dass der Mann am 16. Dezember wieder Patienten in seiner Praxis behandelt haben soll.

Die Praxis sei daraufhin geschlossen worden, der Arzt sei in die Quarantäne zurückgekehrt. Bei der Durchsuchung der Praxis seien Beweismittel sichergestellt worden, die Ermittlungen dauerten an.

Der Landkreis Regen ist von der Ausbreitung des Coronavirus besonders stark betroffen. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit lag die Zahl der Infektionen je 100 000 Einwohner binnen 7 Tagen am Mittwoch bei 589 und damit weit höher als im restlichen Bayern.

Update, 14.53 Uhr - Zahlen aus den Landkreisen Mühldorf am Inn und Altötting

Das Landratsamt Mühldorf am Inn berichtet von 28 neuen Corona-Infektionen. Damit gibt es aktuell landkreisweit 382 aktive Fälle.

Aus dem Landkreis Altötting werden unterdessen 26 Neuinfektionen gemeldet. Die jüngste Person mit einer neuen bestätigten Corona-Infektion ist zwei Jahre alt, die älteste Person ist 100 Jahr alt. Die derzeit meisten Corona-Fälle gibt es in Töging (96), gefolgt von Altötting (43), Burghausen (43), Burgkirchen (38) und Neuötting (37).

Update, 14.12 Uhr - Mehrere Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen in Burghausen

Am Dienstagnachmittag, 22. Dezember, wurden der Polizeiinspektion Burghausen, gegen 17 Uhr, mehrere Personen, die in einer Tiefgarage im Stadtgebiet Burghausen Fußballspielen, mitgeteilt. Vor Ort wurden insgesamt acht Personen angetroffen. Beim Eintreffen der Polizeistreifen wurde kein „Fußballspiel“ festgestellt. Jedoch lag kein triftiger Grund zum Verlassen der Wohnung im Sinne der allgemeinen Ausgangsbeschränkungen vor.

Dienstagnacht, zwischen 21.50 und 0.30 Uhr, wurden im Stadtgebiet Burghausen und im Gemeindebereich Burgkirchen im Hinblick auf die geltende nächtliche Ausgangssperre mehrere Einzelpersonen und Kleingruppen kontrolliert. Insgesamt wurden neun Verstöße gegen die Ausgangssperre festgestellt.

Aufgrund der Verstöße gegen die allgemeine Ausgangsbeschränkung sowie die nächtliche Ausgangssperre werden dem Landratsamt Altötting entsprechende Ordnungswidrigkeitenanzeigen vorgelegt.

Update, 12.47 Uhr - Bursche (16) in Übersee trotz Ausgangssperre betrunken auf Motorrad gestoppt

In der Nacht von 22. auf 23. Dezember kontrollierte die Polizei Grassau die Corona-Ausgangsbeschränkungen. Dabei wurden mehrere Verkehrsteilnehmer im Dienstbereich angehalten und einer Kontrolle unterzogen. Die meisten konnten einen triftigen Grund für ihre Fahrt vorbringen, so dass nach kurzer Zeit jeweils die Weiterfahrt gestattet werden konnte.

Anders erging es einem 16-jährigen Motorradfahrer, der im Gemeindegebiet von Übersee gestoppt wurde. Trotz Mund-Nasen-Schutz, der sowohl vom Fahrer als auch den Beamten getragen wurde, war eine deutliche Alkoholfahne zu riechen. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert weit über 1,1 Promille. Der 16-Jährige musste sein Motorrad abstellen, kassierte eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr und wurde nach einer Blutentnahme seinen Eltern übergeben.

Obendrauf erhielt der Bursche zur „Belohnung“ auch noch eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, da der „Ausflug“ - ohne triftigen Grund - während der nächtlichen Ausgangssperre nach 21 Uhr erfolgt war.

Update, 12.01 Uhr - Gewerkschaft der Polizei Bayern fordert Lockdown für Versammlungen und Demos

In der jetzigen Situation eines erneuten, harten Lockdowns ist es aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei Bayern (GdP) nicht mehr nachvollziehbar, warum Demos nach wie vor erlaubt werden. Für den 31. Dezember und 1. Januar sind zum Beispiel in Berlin solche Veranstaltungen geplant. Das Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit ist in unserer Demokratie richtig und wichtig, muss aber in Zeiten der immer noch drastisch steigenden Infektionszahlen, die zu massiven Einschränkungen der persönlichen Freiheit eines jeden Einzelnen führen, vorübergehend in den Hintergrund treten. Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit hat hier eine höhere Priorität. Dem Infektionsschutz muss jetzt Rechnung getragen werden, um eine Besserung der Situation für uns alle und damit ein schnelles Ende der Beschränkungen zu erreichen.

Ansammlungen in der Öffentlichkeit sind risikobehaftet, umso mehr fordern wir als GdP, dass die Politik hier einheitlich und konsequent handelt. Landratsämter, Städte und letztendlich die Verwaltungsgerichte sind aufgefordert, eine klare und gemeinsame Linie zu vertreten. Menschen die Woche für Woche auf Demos vorsätzlich gegen Abstandsregeln und Maskenpflicht verstoßen, gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch friedliche und die Auflagen einhaltenden Demo-Teilnehmer sowie unsere Einsatzkräfte. Dieses unverantwortliche Handeln muss Konsequenzen haben. Es kann nicht sein, dass in der jetzigen Zeit Besuche im Familien- und Freundeskreis auf ein Minimum eingeschränkt und Ausgangssperren verhängt werden, aber im Gegenzug Demos, welche gerade noch dazu einladen, zum Beispiel Extremisten und Reichsbürgern ein ideales Spielfeld zu verschaffen um ihrem ideologischen Gedankengut Raum zu geben.

Die GdP fordert zumindest bis Ende des Lockdowns Versammlungen und Demos zu untersagen. Es ist Zeit, hier mit aller Konsequenz zu handeln, Flagge zu zeigen, um den eingeschlagenen Kurs des harten Lockdowns zur Eindämmung der Pandemie für alle gleich zu gestalten.

Pressemitteilung Gewerkschaft der Polizei Landesbezirk Bayern

Update, 11.03 Uhr - THW und Feuerwehr verteilen 68.000 Masken im Landkreis Rosenheim

68.000 Mund-Nasen-Bedeckungen werden derzeit an Pflegeheime im Landkreis Rosenheim verteilt. Im Auftrag des Katastrophenschutzes hatte das Technische Hilfswerk die Masken nach Bad Aibling gebracht. Dort übernahmen sie am Dienstagabend Vertreter von örtlichen Feuerwehren, die sich um die Belieferung der Pflegeheime kümmern. Die Aktion soll bis heute Abend abgeschlossen sein. Die Mund-Nasen-Bedeckungen stammen aus Beständen des Bundes.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Update, 10.13 Uhr - Lkw dürfen wieder von Großbritannien in die EU - bei negativem Test

Nach 48 Stunden Grenzschließung dürfen Lastwagen wieder von Großbritannien nach Frankreich übersetzen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Fahrer einen negativen Corona-Test vorlegen können. Verbände rechnen angesichts der schieren Menge an Lkw nicht damit, dass sich der Rückstau in der südostenglischen Grafschaft Kent rasch auflöst. Viele Fahrer werden deshalb das Weihnachtsfest nicht mit ihren Familien verbringen können.

Nach Schätzungen des britischen Verbands der Speditionsunternehmen RHA warten mittlerweile 8000 bis 10.000 Fahrzeuge auf die Ausreise nach Frankreich. Das Land hatte wegen der rasanten Ausbreitung der neuen Coronavirus-Variante die Grenzen zu Großbritannien auch für den Warenverkehr geschlossen.

Der britische Verkehrsminister Grant Shapps teilte mit, es seien ausreichend Schnelltests, die ein Ergebnis nach 30 Minuten anzeigen, in die Region geschickt worden. In der wichtigen Hafenstadt Dover kamen Mitarbeiter des Gesundheitsdiensts NHS an. Sie sollen gemeinsam mit Armeeangehörigen die Tests durchführen. RHA-Chef Richard Burnett betonte, dass auch der Einsatz von Schnelltests für erhebliche Verzögerungen in der Lieferkette sorgen würden.

Burnett warnte vor Gesundheitsrisiken. Zahlreiche Fahrer hätten noch immer keinen Zugang zu Sanitäranlagen. Zudem seien logistische Fragen ungeklärt, etwa die Unterbringung positiv getesteter Fahrer und die Reinigung ihrer Fahrerkabinen.

Mehr als 2000 Lastwagen parken auf einem still gelegten Flughafen, Hunderte weitere auf der Autobahn. Minister Shapps lockerte unterdessen erneut die Ruhezeiten: Lkw-Fahrer dürfen nun elf statt neun Stunden am Steuer sitzen.

Update, 8.52 Uhr - Zehn Todesfälle alleine im Landkreis Rosenheim binnen 24 Stunden

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 23. Dezember).

Die Fallzahlen bzw. 7-Tages-Inzidenzen haben sich im Vergleich zum Vortag in den Städten und Landkreisen der Region größtenteils nach unten entwickelt. Lediglich in der Stadt Rosenheim stieg die Inzidenz deutlich von 179,4 auf 210,9. Damit liegt die Stadt laut den neuesten RKI-Daten auch wieder über der „Hotspot-Grenze“ von 200. Die restlichen Landkreise meldeten leicht fallende Werte - im Landkreis Rosenheim fiel die 7-Tage-Inzidenz von 206,6 auf 203,6, im Landkreis Traunstein von 140,4 auf 131,4, im Landkreis Berchtesgadener Land von 136,9 auf 131,2 und im Landkreis Altötting von 155,1 auf 148,0. Hoch bleibt der Wert im Landkreis Mühldorf mit 257,2 (Vortag: 258,9).

Sorgen bereiten weiterhin die hohen Todeszahlen in der Region. Alleine in den letzten 24 Stunden wurden 15 weitere Tote gemeldet - die meisten davon gab es im Landkreis Rosenheim mit 10. Der Landkreis Mühldorf und die Stadt Rosenheim meldeten je zwei Todesfälle, einen weiteren gab es im Landkreis Traunstein.

Update, 7.22 Uhr - Krematorium in deutschem Hotspot überfüllt

Im Corona-Hotspot Sachsen (durchschnittliche 7-Tage-Inzidenz: 414,1) spitzt sich die Situation weiter zu. Wegen der dramatisch hohen Todeszahlen im ostsächsischen Zittau müssen dort Leichen außerhalb des Krematoriums zwischengelagert werden. Die Toten sollen „im Bereich des Hochwasserstützpunkts“ gelagert und „bei Freigabe zur Einäscherung“ ins Krematorium gefahren werden, teilte die Stadt Zittau jetzt mit. Darauf habe sich die Geschäftsführung des Krematoriums mit Oberbürgermeister Thomas Zenker kurzfristig geeinigt.

Die Zahl der notwendigen Einäscherungen übersteige derzeit „mitunter die Kapazitäten des Zittauer Krematoriums“, hieß es weiter. Es gebe deutlich höhere Sterbefallzahlen, mehr Aufnahmegespräche, Leichenschauen und Beurkundungen in den Standesämtern. Alle Beteiligten seien an den „Belastungsgrenzen“. Die Stadt forderte beim Landkreis Görlitz und der Landesregierung Sachsen Hilfe für den Fall einer weiteren Verschlechterung der Lage an.

RKI meldet neuen Höchstwert bei Todesfällen

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat einen neuen Höchststand erreicht. Binnen eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 962 neue Todesfälle. Außerdem wurden 24.740 Neuinfektionen gemeldet (Stand: 23. Dezember, 0 Uhr). Vergangenen Mittwoch (16. Dezember) waren 27.728 Neuinfektionen und der bisherige Höchststand von 952 Todesfällen verzeichnet worden. Den Höchstwert mit 33.777 gemeldeten Infektionen hatte es am Freitag gegeben (News-Ticker Dienstag, 22. Dezember).

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sank bis Mittwoch leicht auf 195,1. Tags zuvor war mit 197,6 ein Höchststand erreicht worden. Den mit Abstand höchsten Wert erreicht Sachsen: Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 414,1, also mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Es folgt Thüringen mit einem Wert von 319,6.

Die Zahl der Todesfälle war in der Tendenz zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet worden war. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 27.968. In Bayern kamen 164 neue Todesfälle hinzu (gesamt nun 5802). Seit Pandemiebeginn zählte das RKI 1.554.920 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Rund 1.160.000 Menschen gelten als bereits wieder genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,95 (Stand: 22. Dezember; Vortag: 0,98). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/dpa

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