News-Ticker zur Corona-Pandemie

Laschet sieht bis Sommer keine Chance auf langfristige Corona-Strategie: „Bedrohungslage noch zu groß“

Der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet hält ein langfristiges Öffnungskonzept für die Zeit nach dem Corona-Lockdown für unrealistisch. 
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Der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet hält ein langfristiges Öffnungskonzept für die Zeit nach dem Corona-Lockdown für unrealistisch. 

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Samstag, 23. Januar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 113,3, Landkreis Rosenheim 114,0, Landkreis Traunstein 143,2 , Landkreis Berchtesgadener Land 214,3, Landkreis Mühldorf 172,6, Landkreis Altötting 138,1 (Quelle/Stand: RKI, 23. Januar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2660, Landkreis Rosenheim 9779, Traunstein 6672, Berchtesgadener Land 3687, Mühldorf 3964, Altötting 2406 (Quelle/Stand: RKI, 23. Januar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 49, Landkreis Rosenheim 384, Traunstein 173, Berchtesgadener Land 81, Mühldorf 98, Altötting 136 (Quelle/Stand: RKI, 23. Januar, 0 Uhr)
  • Mindestens 51.521 Todesfälle in Deutschland (9420 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.40 Uhr - Laschet: Es wird bis Sommer keine langfristige Corona-Strategie geben

Der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet hält ein langfristiges Öffnungskonzept für die Zeit nach dem Corona-Lockdown für unrealistisch. „Es wird keine Strategie bis zum Sommer geben können, weil immer neue Fakten hinzukommen, auf die wir reagieren müssen“, sagte Laschet am Samstag am Rande des Parteitags der Südwest-CDU in Stuttgart. Die neuen Virusvarianten aus Großbritannien und Südafrika könnten nochmal weiter mutieren. „Wir wissen nicht, welche Arten wir in den nächsten Wochen und Monaten noch erleben. Deshalb ist Auf-Sicht-fahren das einzig Richtige“, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident.

Selbstverständlich sei es wichtig, Grundrechtseingriffe zurückzunehmen, wenn die Infektionszahlen sinken. „Nur zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Öffnungsdiskussion falsch. Die Bedrohungslage ist noch zu groß.“ Es müsse unbedingt vermieden werden, dass sich eine Mutation in Deutschland ausbreite. „Wir müssen alles tun, dass wir mit dem Impfen besser werden.“ Das sei die einzige Möglichkeit, das Coronavirus in den Griff zu bekommen. „Und deshalb ist es richtig, dass auch die Bundeskanzlerin persönlich jetzt dieses Thema voranbringt und sich selbst drum kümmert.“

Update, 19.02 Uhr - Forderungen nach Lockdown-Ende Mitte Februar werden lauter

Nach der Verlängerung und Verschärfung der Corona-Maßnahmen regen sich nun Stimmen, die auf ein Ende des Lockdowns Mitte Februar drängen. Der Vizevorsitzende der Unionsbundestagsfraktion, Georg Nüßlein, fordert, den Lockdown nach Ende der bisherigen Befristung definitiv zu beenden. „Es ist wegen der massiven Auswirkungen nicht verantwortbar, solange einen flächendeckenden Lockdown zu verordnen, bis die Inzidenz-Zahl unter 50 oder unter 35 sinkt“, sagte der CSU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“ (Samstag). „Wenn nicht in den nächsten Wochen noch etwas passiert, was wir jetzt nicht vorhersehen können, also beispielsweise eine massive Ausbreitung von mutierten Viren, dann müssen wir spätestens ab Mitte Februar einen anderen Weg gehen als den bisherigen.“

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will nach dem 14. Februar Lockerungen durchsetzen, wenn es verantwortbar ist, wie er der Zeitung „Welt“ sagte - zunächst in Schulen und Friseurläden. „Im März können wir dann über den Einzelhandel sprechen. Und nach Ostern auch über die Gastronomie.“

Ärztepräsident Klaus Reinhardt - eigentlich ein Unterstützer des Lockdowns - verlangte von der Politik ebenfalls Perspektiven für die Bevölkerung. „Es ist nachvollziehbar, dass die Menschen nach zehn Monaten Pandemie ermüdet sind und die Corona-Schutzmaßnahmen als belastend empfinden“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer der „Rheinischen Post“ (Samstag). Zu den Perspektiven gehöre auch eine klare Kommunikation zu den Impfkapazitäten.

Diesbezüglich gab sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zuversichtlich, dass trotz der Lieferschwierigkeiten des Impfstoffherstellers Astrazeneca im Februar viele Menschen mit dem Vakzin geimpft werden können. Er erwarte die Zulassung des Impfstoffs in einer Woche, und es werde „dann auch im Februar Lieferungen geben von Astrazeneca, und zwar in einer Größenordnung, da bin ich weiterhin zuversichtlich, die schon im Februar einen Unterschied machen wird im Vergleich zu, wenn wir Astrazeneca nicht hätten“, sagte der CDU-Politiker in den ARD-“Tagesthemen“ (Freitag).

Update, 18.03 Uhr - Spahn: „Im Februar mindestens drei Millionen Impfdosen von Astrazeneca“

Berlin (dpa) - Trotz verringerter Lieferzusage des Impfstoffherstellers Astrazeneca an die EU rechnet Gesundheitsminister Jens Spahn für Deutschland „im Februar mit mindestens drei Millionen Impfdosen“. Das sei „leider weniger, als erwartet war“, sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“. Er traf die Aussage unter der Voraussetzung, dass der Impfstoff von Astrazeneca wie erwartet Ende Januar in der EU zugelassen wird. Es zeige sich einmal mehr, dass die Produktion von Impfstoffen deutlich komplexer sei, als manche Überschrift vermuten lasse, sagte er.

Astrazeneca wird nach einer Zulassung zunächst weniger Corona-Impfstoff an die EU liefern als geplant, hatte eine Sprecherin des britisch-schwedischen Unternehmens am Freitag mitgeteilt. Grund sei eine geringere Produktion an einem Standort in der europäischen Lieferkette. Wie „Bild“ berichtet hatte, muss der Impfstoff wegen der aufgetauchten Mutationen in einigen Ländern angepasst werden. Bereits auf Halde produzierte Impfstoffe könnten deshalb womöglich nicht ausgeliefert werden. Zudem seien die Auswirkungen eines Brandes in einem Werk noch nicht klar. In dieser Woche war es bereits zu einem Lieferengpass der Hersteller Biontech und Pfizer gekommen.

Spahn erneuerte sein Versprechen, dass im Sommer allen Bürgern eine Impfung angeboten werden könne, wenn die erwarteten Zulassungen weiterer Impfstoffe kommen. Auch am Ziel, die erste Gruppe von Impfkandidaten „bis Ende März“ durchzuimpfen, hielt er fest. Zu der Gruppe gehören Über-80-Jährige, Pflegeheimbewohner und Medizin- und Pflegepersonal.

Kritik an einem mangelnden Impftempo in Deutschland im internationalen Vergleich wies der Minister zurück. „Sinnvoll vergleichen können wir in zwei oder drei Monaten.“ Deutschland habe mit den Pflegeheimen angefangen, das sei aufwendiger und dauere länger.

Update, 16.54 Uhr - FFP2-Maske und Bart: Passionsspiele Oberammergau äußern Kulanz gegenüber der Rasur

Die Corona-Krise beeinträchtigt auch den Haarwuchs in Oberammergau. Von Aschermittwoch an sind ein Jahr vor den Passionsspielen traditionell Schere und Rasiermesser für alle Mitspieler tabu, dann gilt der Haar- und Barterlass. Doch dieses Jahr gibt es bei den Bärten aus Infektionsschutzgründen Kulanz. „Die FFP2-Maske sollte richtig sitzen, ob Bart getragen wird, muss jeder für sich selbst entscheiden“, sagte eine Sprecherin der Passionsspiele der Deutschen Presse-Agentur.

Am 17. Februar wird Spielleiter Christian Stückl der Tradition folgend alle Mitspieler aufrufen, sich Haare und Bärte wachsen zu lassen. „Der Fokus liegt hier klar auf den Haaren, da es ja seine Zeit dauert, bis die Haar eine gewisse Länge haben. Der Bart ist natürlich auch wichtig, da sind wir aber in der derzeitigen Situation nicht streng“, sagte die Sprecherin. „Es würden auch zwei bis drei Monate Vorlauf reichen für einen vorzeigbaren Bart auf der Bühne.“

Rund 2500 Oberammergauer - fast die Hälfte der Bewohner - wollen vom 14. Mai bis 2. Oktober 2022 das jahrhundertealte Laienspiel vom Leiden, Sterben und Auferstehen Jesu aufführen. Es geht auf ein Gelübde zurück: Als vor fast 400 Jahren die Pest tobte, gelobten die Oberammergauer, alle zehn Jahre die Passion aufzuführen, wenn niemand mehr sterben würde - was der Legende nach auch geschah.

Just wegen der Corona-Pandemie wurden die Passionsspiele im März vergangenen Jahres kurz vor dem Start verschoben. Hatte man vor einem Jahr auf den Straßen des Ortes schon dichte Bärte und wallende Mähnen gesehen, so griffen nach der Absage viele zu Rasiermesser und Schere. Mancher fängt am Aschermittwoch trotzdem nicht bei ganz kurz an - sondern hat wegen des Lockdowns und der geschlossenen Friseurläden schon eine „Corona-Frisur“.

Update, 15.26 Uhr - 30 neue COVID-19-Fälle im Berchtesgadener Land - 7-Tage-Inzidenz aktuell bei 214,3

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 30 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich sechs Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 3687 (Meldestand RKI: 23. Januar, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 214,3 (Stand: 23. Januar, 0 Uhr).

Von den insgesamt 3687 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 3262 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 344 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 227 neue COVID-19-Fälle.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 386 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 51 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden fünf Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Pressemitteilung des Landratsamtes Berchtesgadener Land

Update, 13.58 Uhr - 15 neue Fälle in Stadt und Landkreis Altötting

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 15 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit gab es seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting bislang insgesamt 3413 Fälle.
Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis Altötting insgesamt 235 aktive Fälle - die meisten davon in Garching/Alz (48), Burghausen (44) und Altötting (33). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis beträgt laut 138,1.

Update, 13.22 Uhr - FFP2-Maskenpflicht: Ab Montag droht ein Bußgeld von 250 Euro

Die FFP2-Maskenpflicht in Bayern ist gut angelaufen. Zum Ende der Kulanzwoche hin, in der Verstöße noch ungeahndet blieben, ziehen Handel und Nahverkehr eine positive Bilanz. Der bereits zu Beginn hohe Anteil an Menschen mit FFP2-Maske ist weiter gestiegen. Auch die Versorgung mit den Masken ist insgesamt weiter gesichert. Ab Montag drohen 250 Euro Bußgeld, wenn man ohne FFP2-Maske einkaufen geht oder den öffentlichen Nahverkehr nutzt.

Aus dem Innenministerium heißt es: „Selbstverständlich wird die Bayerische Polizei auch die Einhaltung der FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV verstärkt kontrollieren, neben den Kontrollen durch die Betreiber der öffentlichen Verkehrsmittel.“ Wer mit einer unzureichenden Maske erwischt wird, kann aber zumindest ein Stück weit auf Milde hoffen: Deren Tragen kann laut Innenministerium bei der Bemessung eines Bußgeldes berücksichtigt werden.

In Läden sieht das Innenministerium - wie bisher - die Betreiber in der Verantwortung, für die Umsetzung der Maskenpflicht zu sorgen. Wenn im Einzelfall nötig, werde die Polizei aber „natürlich bei der Durchsetzung der verschärften Maskenpflicht“ helfen.

Update, 12.15 Uhr - Die Geburtshilfe Reichenhall zieht vorübergehend nach Traunstein

Die hohe Zahl an Corona-Fällen auch in der Kreisklinik Bad Reichenhall veranlassen die Kliniken Südostbayern aus Gründen der Vorsicht vorübergehend die Geburtshilfe an das Klinikum Traunstein zu verlagern. Vor Ort in Reichenhall steht aktuell und jederzeit das bekannte erfahrene Team aus Hebammen, Ärzten und Pflege für die Notfallversorgung der Schwangeren und Gebärenden zur Verfügung.

Schwangere und Gebärende im Landkreis Berchtesgadener Land werden gebeten, sich bei Bedarf im Vorfeld und aktuell mit dem Kreissaal der Klinik Bad Reichenhall unter der Nummer 08651/772625 in Verbindung zu setzen. Die Kliniken gehen davon aus, dass der Normalbetrieb in Bad Reichenhall im Laufe der übernächsten Woche wiederhergestellt werden kann.

Update, 11.24 Uhr - Corona-Gegnerin schleicht demonstrativ auf A7 - Schlüssel entzogen

Lockdown-Gegner hatten geplant, Autobahnen zu blockieren, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. In Mittelfranken stoppte die Polizei die Aktionen, bevor andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden. Viele der Fahrzeuge seien aufgrund von Plakaten oder Aufschriften als Teilnehmer der Aktion auszumachen gewesen, heißt es.

Eine Gegnerin staatlicher Corona-Maßnahmen ist trotz Belehrungen durch die Polizei am Freitag fahnenschwenkend langsam auf der Autobahn A7 entlang gefahren - mehrfach. Nach dem dritten Mal sei der Fahrzeugschlüssel der Frau vorübergehend einbehalten worden, teilte die Polizei Unterfranken mit. Corona-Maßnahmen-Gegner hatten für Freitagnachmittag im Internet und auf Flugblättern Kundgebungen im Bereich der Autobahnen angekündigt.

Insgesamt sei die Weiterfahrt von zwei Fahrzeugen unterbunden worden. Zudem seien zwei Strafverfahren wegen Verstößen nach dem Waffengesetz eröffnet und 24 Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht worden - etwa wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht sowie die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. In der Spitze seien rund 100 Fahrzeuge unterwegs gewesen. Ein Autokorso über die A7 kam aber nicht zustande.

Update, 10.32 Uhr - 33 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf, drei Todesfälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn sind drei weitere Personen verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert waren. Seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 22. Januar gibt es 33 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 23. Januar 2021, 0 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein
.Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 293 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 23. Januar 2021, 0 Uhr) bei 172,6.

Update, 9.45 Uhr - RKI meldet sieben weitere Todesfälle in der Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 23. Januar).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Gesunken sind die Inzidenzen in den Kreisen Berchtesgadener Land (von 224,7 auf 21,3), Mühldorf (von 173,5 auf 172,6), Rosenheim (von 134,7 auf 114,0) und der Stadt Rosenheim (von 122,7 auf 113,3). Gestiegen sind die Inzidenzen dagegen im Landkreis Altötting (von 136,3 auf 138,1) und dem Kreis Traunstein (von 139,9 auf 143,2).

In der Region wurde laut RKI sieben weitere Todesfälle gemeldet. Jeweils zwei Personen verstarben in den Landkreisen Mühldorf und Rosenheim, jeweils eine Person im Kreis Altötting, Kreis Traunstein und der Stadt Rosenheim. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 8.23 Uhr - Reihentestung nach Nachweis von Corona-Mutation in Bayreuth

Nach dem Nachweis einer hoch ansteckenden Corona-Mutation in Bayreuth soll am Samstag mit Reihentestungen am dortigen Klinikum begonnen werden. „Wir wollen bis Montagabend möglichst alle Mitarbeiter testen“, sagte ein Sprecher des Klinikums. „Wir haben dafür extra drei Teststraßen aufgebaut und ein eigenes Buchungssystem entwickelt.“ Die überwiegende Mehrheit der mehr als 3300 Mitarbeitenden habe sich schon für einen Test angemeldet. Das Klinikum befürchtet nun, dass viele bald ausfallen könnten. „Wir sind vorbereitet, dass wir notfalls reagieren können“, betonte der Sprecher des Klinikums. Die Bundeswehr sei schon angefragt.

Die Mutation B.1.1.7 aus England wurde in Bayreuth erstmals bei einer Person nachgewiesen, die von einer Reise zurückgekehrt war. „Es ist nicht auszuschließen, dass dieser Virustyp inzwischen im Klinikum angekommen ist“, hatte das Klinikum vergangenen Mittwoch mitgeteilt. Zuletzt sei die Zahl der Covid-19-Patienten stark angestiegen. Der Virustyp ist im Krankheitsverlauf nicht gefährlicher, wohl aber deutlich ansteckender. Je nach Studie soll die Ansteckungsgefahr um 50 bis 70 Prozent höher liegen.

RKI meldet 16.417 Corona-Neuinfektionen und 879 neue Todesfälle

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 16.417 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 879 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Samstagmorgen bekannt gab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 18 678 Neuinfektionen und 980 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bei 112,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.122.679 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 23.01., 0 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 51.521. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.795.400 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,97 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mh/mda/dpa

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