News-Ticker zur Corona-Pandemie

„Meilenstein“: Zweitimpfungen in Alten- und Seniorenheimen im Landkreis Mühldorf abgeschlossen

Spritze wird aufgezogen
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Die Einsatzplanung ist aufgrund der kurzfristigen Lieferungen des Impfstoffes eine logistische Herausforderung für das Team des Impfzentrums.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch, 24. Februar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 53,5, Landkreis Rosenheim 64,7, Landkreis Traunstein 75,6, Landkreis Berchtesgadener Land 68,9, Landkreis Mühldorf 67,3, Landkreis Altötting 61,0 (Quelle/Stand: RKI, 24. Februar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2850, Landkreis Rosenheim 10.507, Traunstein 7417, Berchtesgadener Land 4276, Mühldorf 4519, Altötting 3854 (Quelle/Stand: RKI, 24. Februar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 52, Landkreis Rosenheim 419, Traunstein 190, Berchtesgadener Land 93, Mühldorf 123, Altötting 163 (Quelle/Stand: RKI, 24. Februar, 0 Uhr)
  • Mindestens 68.740 Todesfälle in Deutschland (12.233 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 23.18 Uhr - Zweitimpfungen in Alten- und Seniorenheimen im Landkreis Mühldorf abgeschlossen

Die Zweitimpfungen in den Alten- und Seniorenheimen im Landkreis Mühldorf a. Inn wurden vergangene Woche abgeschlossen. In den 18 Einrichtungen der stationären Altenhilfe wurden insgesamt rund 1700 Personen geimpft, davon 1200 Bewohner und 500 Mitarbeiter. „Das ist ein wichtiger Meilenstein in der Pandemiebekämpfung. Sobald der Impfschutz einsetzt, sind diese vulnerablen Personen, in der die Verläufe einer Covid-19 Erkrankung in vielen Fällen besonders schwer sind und die Sterberate am höchsten ist, geschützt. Ich danke den Mobilen Impfteams von Maltesern und DLRG für ihren unermüdlichen Einsatz“, so Landrat Max Heimerl. Die Einsatzplanung ist aufgrund der kurzfristigen Lieferungen des Impfstoffes eine logistische Herausforderung für das Team des Impfzentrums. Derzeit laufen die Impfungen in den Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Mit 18 Alten- und Seniorenheimen und 9 Einrichtungen für Menschen mit Behinderung hat der Landkreis Mühldorf eine vergleichsweise hohe Zahl an stationären Einrichtungen. 

„Für den vollständigen Infektionsschutz muss der Impfstoff zweimal verabreicht werden. Ca. ein bis zwei Wochen nach der zweiten Impfung ist die Immunisierung abgeschlossen. Kommt eine Person nach der ersten Impfung mit dem Erreger in Kontakt, wird sie in Abhängigkeit vom zeitlichen Abstand zur Impfung mit hoher Wahrscheinlichkeit aber nicht erkranken bzw. ist geschützt vor einem schweren Verlauf“, so Dr. Timm Büttner, der Ärztliche Leiter des Impfzentrums Mühldorf. 

Am Impfzentrum laufen unterdessen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um die Kapazitäten deutlich auszuweiten. Nach Vorgabe des Freistaates wurde im Dezember das Impfzentrum auf 300 Impfungen pro Tag ausgelegt. Für das 2. Quartal wurden nun deutlich mehr Impfstoff-Lieferungen angekündigt. Dann sollen knapp 1000 Impfungen am Tag stattfinden. „Wir können das stemmen und bis dahin die Kapazitäten bei uns im Landkreis hochfahren“, so Landrat Max Heimerl. 

Für ihn sind dann zwei wesentliche Punkte erfüllt, die Perspektiven eröffnen: Die besonders gefährdeten Personen in den Pflegeeinrichtungen sind geschützt. Es seien somit weniger schwere Verläufe zu erwarten, so dass auch das Krankenhaus entlastet würde. Gleichzeitig komme man schneller mit den Impfungen voran und dadurch steige die Hoffnung auf einen entspannteren Spätfrühling und Sommer. 

Update, 22.21 Uhr - Neun neue COVID-19-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern neun weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich sechs Personen als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.276 (Meldestand RKI: 24. Februar, 00 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 68,9 (Stand: 24. Februar, 0 Uhr).

Von den insgesamt 4.276 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 4.077 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 106 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 20 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 73 neue COVID-19-Fälle.

Seit der letzten Meldung wurde dem Gesundheitsamt ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um einen Mann im Alter von 80 Jahren. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 93.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 162 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 22 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 4 Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Update, 20.59 Uhr - Weiterer Corona-Todesfall im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 523 aktive COVID-19-Fälle vor, wie das Landratsamt mitteilt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 75,6.

Seit der letzten Pressemitteilung am 23.02.21 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 12 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 7428 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 6714 Personen (54 Personen mehr seit der Meldung vom 23.02.2021).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Es handelt sich um einen Mann im Alter von 79 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 191 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 24 COVID-19-Patienten behandelt, davon 14 auf der Normalstation und 10 auf der Intensivstation. Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 7.282 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 3.998 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Update, 18.07 Uhr - Ärzte beklagen „Impfstau“ in den Ländern - Streit über Impfvorrang

Deutschlands Kassenärzte haben die Bundesländer gemahnt, Impfstoffe gegen Corona nicht unverimpft liegenzulassen. Es gebe einen «Impfstau» in den Impfzentren der Länder, kritisierte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, am Mittwoch in Berlin. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden bis Dienstag nur rund 239 000 Dosen des Herstellers Astrazeneca gespritzt. Dem Gesundheitsministerium zufolge sind aber bereits mehr als 1,4 Millionen Astrazeneca-Dosen an die 16 Bundesländer geliefert. KBV-Vizechef Stephan Hofmeister mahnte: «Unverimpft sollte der Impfstoff nicht herumliegen. Er muss verimpft werden.»

Gassen sagte: «Der Impfstoff, der da ist, den kriegen die Impfzentren nicht an den Mann und an die Frau. Das zeigt, dass so eine aufwendige Organisation immer mit einer gewissen Trägheit operiert.» Immer wieder gab es Berichte, dass Pflegekräfte den Impfstoff ablehnten. 

Wer den Impfstoff vorrangig bekommt, liege in der Hand der Politik, betonte die KBV. Es sei Sache der Länder, festzulegen, wer die Hunderttausende freie Dosen Astrazeneca erhalte. Hofmeister kritisierte, dass die Länder die Impfkampagne nun aber sehr unterschiedlich für einzelne Gruppen öffneten. «Die einen wollen Lehrer impfen, die anderen Polizisten.» Hofmeister: «Es ist ein bisschen schwierig, wenn es in Berlin anders gemacht wird als in Bayern.» 

Update, 16.50 Uhr - Aiwanger: Handel soll auch bei höheren Corona-Zahlen öffnen dürfen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat Öffnungen im Handel auch in Regionen mit höheren Corona-Zahlen gefordert. Insbesondere die Grenz-Landkreise seien besonderen Belastungen ausgesetzt, sagte Aiwanger am Mittwoch in einer Regierungs-Fragestunde im Landtag in München. Wenn man sich hoffentlich in den nächsten Wochen in Berlin und dann auch in Bayern zu einer Öffnung des Handels durchringe, müsse man auch in Gebieten mit höheren Inzidenzen Möglichkeiten eröffnen - und wenn es am Ende über Schnelltests gehe, wenn auch nicht für jeden Kunden. Aiwanger forderte: „Wir brauchen auch für diese Regionen Perspektive.“

Aiwanger setzt sich damit erneut in einem Punkt von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ab. Dieser hatte zuletzt regionale Öffnungen unter anderem im Handel lediglich für Regionen mit stabil niedrigen Corona-Zahlen in Aussicht gestellt. In Gebieten mit höheren Zahlen seien allenfalls „Click and Mee“»-Angebote möglich, also mit vorab vereinbarten Terminen. Über den weiteren Anti-Corona-Kurs wird kommende Woche zunächst die Ministerpräsidentenkonferenz beraten.

Update, 16.07 Uhr - Polizei löst private Party in München-Neuperlach auf

In der Zeit zwischen Dienstag, 23. Februar, und Mittwoch, 24. Februar, jeweils 6 Uhr, kontrollierte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis insgesamt über 1100 Mal die Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln. Dabei gab es 41 Anzeigen.
Unter anderem wurde am Dienstagabend gegen 18 Uhr eine Party im Stadtteil Neuperlach gemeldet.

Es hieß, in einer Wohnung würde sich eine große Personenanzahl aufhalten. Vor Ort angekommen, stellte die eingesetzte Streife insgesamt zehn Personen aus unterschiedlichen Haushalten fest, die dort eine private Feier abhielten. Die Veranstaltung wurde beendet, alle Teilnehmer erhielten Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update, 14.49 Uhr - Corona-Hilfen: 4,2 Milliarden Euro an bayerische Unternehmen gezahlt

Bayerische Unternehmen haben seit Beginn der Corona-Krise 4,2 Milliarden Euro an staatlichen Hilfen bekommen. Alleine seit Juli seien gut 2 Milliarden geflossen, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Mittwoch. „Jeder Euro davon ist gut investiert.“ Weitere 2,2 Milliarden waren von März bis Mai als Soforthilfen geflossen.

Die größten Posten der letzten Monate sind die November- und Dezemberhilfe. Für sie gingen jeweils mehr als 50 000 Anträge ein. Bei der Novemberhilfe wurden laut Wirtschaftsministerium bisher 955 Millionen Euro beantragt und 789 Millionen Euro ausgezahlt. Bei der Dezemberhilfe gibt es Anträge über 908 Millionen Euro, und 519 Millionen wurden bisher ausgezahlt. Zuletzt hatte es aus der Wirtschaft immer wieder Kritik gegeben, dass die Hilfen nicht schnell genug flössen.

Aiwanger beklagte zudem, dass gewisse Betriebe bei den Hilfen durch das Raster fielen. „Mischbetriebe, Brauereigaststätten und im letzten Jahr neu gegründete Betriebe beispielsweise erhalten keine oder zu wenig finanzielle Unterstützung“, sagte er. „Hier muss nachgebessert werden - ob mit einem Härtefallfonds oder durch eine Anpassung der laufenden Programme.“

Update, 13.39 Uhr - Derzeit 169 aktive Fälle im Landkreis Mühldorf

Das Gesundheitsamt Mühldorf hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 18 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 24. Februar, 0 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Aktuell gibt es in Stadt und Landkreis Mühldorf 169 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 82,85.

Update, 13.02 Uhr - Im Livestream: Spahn stellt sich Fragen der Abgeordneten im Bundestag

Update, 12.36 Uhr - Wegen Mutante: Kompletter Ort in Tirol unter Quarantäne gestellt

Im Skiort Mayrhofen hat sich nun offenbar ein neuer Corona-Hotspot entwickelt. Wie österreichische Medien wie der ORF und die „Tiroler Tageszeitung” berichten, wird Mayrhofen deswegen unter eine einwöchige Quarantäne gestellt. Eine mögliche Isolierung oder Quarantäne wurde seitens des Landes auf APA-Anfrage zunächst noch nicht bestätigt. Im Raum stand, dass ein Verlassen der Gemeindegrenze nur mit einem negativen Corona-Test möglich sein soll. Die Maßnahme könnte für eine Woche gültig sein.

Wie der „Standard“ berichtet, waren zuletzt in Mayrhofen 17 Verdachtsfälle auf die südafrikanische Virusmutation aufgetreten. Zwei der Verdachtsfälle waren in einem Kindergarten und in einer Schule aufgetreten.  Mit Stand Mittwochvormittag lag in Mayrhofen für 42 Personen ein positives Testergebnis vor. Tirol gilt nach wie vor als Virusvariantengebiet. In dem österreichischen Bundesland ist die südafrikanische Mutante des Coronavirus besonders stark verbreitet.

Update, 11.52 Uhr - 51 Patienten in InnKlinikum stationär in Behandlung

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit 51 Patienten stationär im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung behandelt - 14 davon in Mühldorf, 13 in Burghausen und 24 in Altötting. Neun Personen davon müssen intensivmedizinisch versorgt werden (Stand: 24. Februar, 8.45 Uhr).
Zudem meldeten die Kliniken einen weiteren Corona-Todesfall. Es handelt sich dabei um einen 86-jährigen Mann aus dem Landkreis Altötting, der am 23. Februar verstorben ist.

Update, 11.17 Uhr - Söder sieht vorerst keine Lockerungen bei Reisen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) rechnet nicht mit schnellen Lockerungen für Urlaubsreisen in den Ferien. „Zum Urlaub möchte ich noch keine Versprechen abgeben, aber im Laufe des Jahres geht das bestimmt”, sagte er am Mittwoch in einem Interview mit dem Portal „Bild Live”.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) war zuletzt so weit gegangen, dass es in diesem Jahr „auf keinen Fall” Osterurlaub geben werde. So weit würde Söder nicht gehen. „Wir haben in den letzten Wochen eine deutliche Verbesserung erlebt”, sagte Söder nun in dem Interview. Allerdings müsse man „jetzt erstmal die Mutationen abwarten”.

Update, 10.08 Uhr - Ausgangssperre im Berchtesgadener Land wird aufgehoben

Gute Nachricht für alle Bürger des Landkreises Berchtesgadener Land: Der Landkreis liegt am Mittwoch, 24. Februar, zum siebten Mal in Folge unter der 7-Tages-Inzidenz von 100. Aktuell betrug die Inzidenz 68,9 (Stand: 24. Februar, 0 Uhr). Aus diesem Grund entfällt die nächtliche Ausgangssperre ab Donnerstag (25. Februar 2021). Dies teilte das Landratsamt soeben mit.

 „Das bedeutet für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis, dass sie keinen triftigen Grund mehr benötigen, um sich nachts draußen aufzuhalten. Steigt die Inzidenz über 100, tritt die nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr wieder in Kraft“, hieß es in der Mitteilung weiter.

Update, 9.21 Uhr - Genehmigung erteilt: Spahn kündigt erste Corona-Selbsttests für Zuhause an

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Schnelltests zur Eigenanwendung durch Laien erteilt. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin mit. „Wir werden heute die ersten drei Tests genehmigen, die wird es dann in den nächsten Tagen auch in den Geschäften geben“, sagte Spahn im ZDF. Bei allen drei Tests würden die Proben durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich entnommen. Die Laientests sollen in Supermärkten und bei Discountern erhältlich sein. 

Vor der Erteilung einer Sonderzulassung prüft das Bundesinstitut nicht nur das Funktionieren des Tests. Es geht auch um die Frage, ob der Test sicher von Laien angewendet werden kann. Dazu gehört unter anderem auch eine verständliche Bedienungsanleitung, hieß es im Vorfeld.

Bei dem Bundesinstitut waren mit Stand 12. Februar fast 30 Anträge auf eine Sonderzulassung entsprechender Tests gestellt worden. Die Anträge werden nach damaligen Angaben mit höchster Priorität geprüft, um solche Schnelltests so schnell wie möglich verfügbar zu machen. Damit die Tests von Laien sicher angewendet werden können und einen wirksamen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten, sei Sorgfalt das oberste Prinzip in den Prüfverfahren, erklärte das Bundesinstitut. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Mittwochmorgen im ZDF: „Ich gehe davon aus, dass wir schon nächste Woche weitere genehmigen können, Sonderzulassungen aussprechen können.“

Update, 9.14 Uhr - Landkreis Altötting meldet 23 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 23 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 3871 Personen (Stand: 23. Februar, 16.30 Uhr). Ein Fall vom 22. Februar wurde laut Landratsamt gelöscht, da die PCR den positiven Schnelltest nicht bestätigte. Aktuell gibt es im Landkreis 128 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Altötting (26), Burgkirchen (22) und Burghausen (20). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 61,0.

Update, 8.19 Uhr - RKI meldet zwei weitere Todesfälle in der Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 24. Februar).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickeltGestiegen sind die Inzidenzen in den Kreisen Rosenheim (von 60,5 auf 64,7) und der Stadt Rosenheim (von 51,9 auf 53,5). Gesunken sind die Inzidenzen dagegen im Kreis Altötting (von 78,0 auf 61,0), dem Kreis Mühldorf (von 70,8 auf 67,3), dem Kreis Berchtesgadener Land (von 78,0 auf 61,0) und dem Kreis Traunstein (von 91,4 auf 75,6).

In der Region wurde laut RKI zwei weitere Todesfälle gemeldet. Demnach ist jeweils eine Person im Kreis Berchtesgadener Land und im Landkreis Mühldorf verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht. Das RKI korrigierte die Todeszahlen im Kreis Rosenheim um einen Fall nach unten (419 statt 420).

Update, 7.21 Uhr - Spahn heute im Bundestag: Scharfe Kritik am „Ankündigungsminister“

Angesichts von anhaltend hohen Infektionszahlen werden die Forderungen nach baldigen kostenlosen Corona-Schnelltests für alle immer lauter. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kritisierte bei einer Online-Veranstaltung der „Bild“-Zeitung, in Deutschland dauerten Zulassungen „immer so endlos lange“. Er hoffe, dass es nach dem verschobenen Start zur Abgabe von Schnelltests nun kommende Woche eine Lösung gebe. Die FDP forderte, sich dabei Österreich als Vorbild zu nehmen. Damit sollen auch Lockerungen der Corona-Regeln schneller möglich werden. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will an diesem Mittwoch im Bundestag Auskunft geben.

Spahn hatte ursprünglich angekündigt, dass ab 1. März ein Angebot für alle Bürger kommen solle, sich kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests testen zu lassen – etwa in Testzentren, Praxen oder Apotheken. Darüber soll nun aber erst bei den Bund-Länder-Beratungen am 3. März gesprochen werden. Söder sagte, mit vielen Schnelltests könne man viel machen. „Wenn wir pro Monat 300 Millionen für Deutschland hätten, dann könnten wir in vielen Bereichen viel mehr Freiheiten ermöglichen.“

8007 Corona-Neuinfektionen und 422 neue Todesfälle registriert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 8007 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 422 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7556 Neuinfektionen und 560 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 59,3 - und damit niedriger als am Vortag (60,5). Vor vier Wochen, am 27. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 101,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden (News-Ticker vom 23. Februar).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.402.818 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 24.02., 03.10 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.217.700 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 68.740.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,98 (Vortag 1,05). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 98 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mw/mh/dpa

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