News-Ticker zur Corona-Pandemie

Chaos in österreichischen Skigebieten trotz Corona-Regeln - Impfungen in Bayern mit Studien begleitet

Abstandsregeln und die Einreisequarantäneverordnung hielten Ski-Fans am Wochenende nicht davon ab, die österreichischen Pisten unsicher zu machen.
+
Abstandsregeln und die Einreisequarantäneverordnung hielten Ski-Fans am Wochenende nicht davon ab, die österreichischen Pisten unsicher zu machen.

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen von Freitag bis Sonntag (25. Dezember bis 27. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 199,8, Landkreis Rosenheim 203,2, Landkreis Traunstein 148,9, Landkreis Berchtesgadener Land 141,6, Landkreis Mühldorf 218,3, Landkreis Altötting 124,6 (Quelle/Stand: RKI, 24. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2193, Landkreis Rosenheim 8125, Traunstein 5361, Berchtesgadener Land 2536, Mühldorf 3143, Altötting 2788 (Quelle/Stand: RKI, 24. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 33, Landkreis Rosenheim 304, Traunstein 143, Berchtesgadener Land 59, Mühldorf 67, Altötting 95 (Quelle/Stand: RKI, 24. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 28.770 Todesfälle in Deutschland (6069 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.49 Uhr - Abstandsregeln und Quarantäneverordnung verhindern nicht Ansturm auf Skigebiete in Österreich

Riesenandrang an den Skigebieten in Österreich: Am Wochenende gab es bei strahlendem Sonnenschein teils so große Verkehrsstaus, dass einige die Notbremse zogen und den Zutritt sperrten. Das Bodental in Kärnten, das Winterwandern und Langlauf bietet, blieb nach dem Ansturm von Samstag am Sonntag geschlossen, ebenso die Rodelwiesen in Semmering rund 100 Kilometer südwestlich von Wien. Die Skigebiete Hinterstoder, Wurzeralm und Kasberg in Oberösterreich waren am Sonntagmittag voll, Autos wurden an der Taleinfahrt abgewiesen. Am Samstag musste in Damüls in Vorarlberg rund 70 Kilometer südlich von Lindau am Bodensee eine große Menschenansammlung aufgelöst werden.

In Österreich sind viele Skigebiete geöffnet, allerdings praktisch nur für Einwohner. Für Anreisende aus dem Ausland gilt eine zehntägige Quarantänepflicht, was die meisten Touristen abschreckt. Zudem sind die besonders wirksamen FFP2-Masken als Mund- und Nasenschutz für alle Skifahrer über 14 Jahre vorgeschrieben, die Gondeln oder Lifte benutzen oder anstehen müssen. Die Bergbahnen befördern teils nur halb so viele Gäste, um Abstandsregeln einhalten zu können. Tickets sollen online gebucht werden.

Das Gedränge in Damüls entstand wegen Schneemangels in benachbarten Gebieten, teilte Andreas Gapp, Chef der Vorarlberger Seilbahnen, am Sonntag mit. „Wir haben hieraus gelernt und werden schnellstmöglich unsere Konzepte anpassen.“ Er zog ansonsten eine positive Bilanz der Weihnachtstage. „Die Leute tragen die FFP2 Maske, halten Abstand und akzeptieren die Gastronomieregeln“, sagte er.

Im Bodental und am Semmering waren Behörden durch „massenhaft am Straßenrand parkende Fahrzeuge“ alarmiert. Teils sei die Zufahrt von Feuerwehr- oder Rettungswagen behindert gewesen, hieß es. Hunderte Ausflügler seien dann unterwegs und die Corona-Abstandsregeln nicht mehr zu gewährleisten gewesen. Semmering hatte am 1. Weihnachtstag noch vergeblich versucht, die Zahl der Rodler mit Absperrgittern zu begrenzen. Beide Gemeinden schlossen die Zufahrten am Sonntag ganz.

Die Salzburger Bergwelt sei gut besucht, aber die Lage entspannt, berichtete der Sprecher der Salzburger Seilbahnen, Erich Egger. Es handele sich vor allem um Tagesausflügler. Auf der Schmittehöhe seien am Sonntag etwa 3000 Gäste gewesen, verglichen mit bis zu 16.000 Gästen am Tag in vergangenen Jahren.

Update, 20.08 Uhr - Impfungen werden in Bayern wissenschaftlich mit Studien begleitet

Die Corona-Impfungen werden in Bayern wissenschaftlich begleitet. Es gehe um die Sicherheit und Wirksamkeit der Sars-CoV-2-Impfung, teilte das Wissenschaftsministerium am Sonntag mit. Ziel der Studie sei es unter anderem, mithilfe eines Covid-19 Impfregisters herauszufinden, wie wirksam die Impfung in verschiedenen Personen- und Risikogruppen sei. Das Ministerium unterstützt die Studie mit einer Million Euro.

„Die Zulassung des Impfstoffs ist ein großer Schritt im Kampf gegen Corona“, sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU). „Nun geht es darum, wirksam und effektiv zu impfen.“ Die Studie werde hierzu wichtige Daten liefern. Impfwillige könnten die Studie unterstützen, indem sie bei der Impfung ihr Einverständnis zur Kontaktaufnahme durch die Wissenschaftler geben.

Die Studie werde von den sechs bayerischen Universitätskliniken in Erlangen, München, Würzburg, Regensburg und Augsburg sowie der Hochschule Hof in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit durchgeführt.

Die Federführung liegt bei Klaus Überla, Direktor des Virologischen Instituts am Uniklinikum Erlangen sowie Mitglied der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut. „Die vorausschauende wissenschaftliche Begleitung der zugelassenen Impfstoffe ist ein wichtiger Baustein, um die größtmögliche Sicherheit der Covid-19 Impfungen zu gewährleisten und die Impfstoffe optimal einsetzen zu können“, sagte Überla laut Mitteilung.

Update, 18.43 Uhr - Gesundheitsministerin Huml anlässlich des Impfbeginns: „Jahr 2020 mit dieser guten Nachricht beenden“

In Bayern haben am Sonntag, den 27. Dezember, die Corona-Impfungen begonnen. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte laut einer Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums anlässlich des Impfbeginns in einer Pflegeeinrichtung im oberbayerischen Germering am heutigen Sonntag: „Wir konnten heute wie geplant mit den ersten Corona-Impfungen in Bayern beginnen. Ich bin sehr froh und erleichtert, dass wir dieses für uns alle so herausfordernde und bewegte Jahr 2020 mit dieser guten Nachricht beenden können! Mein herzlicher Dank gilt allen, insbesondere auch den Landrätinnen und Landräten beziehungsweise Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern, die in einer unglaublichen Kraftanstrengung den heutigen Impfstart in Bayern ermöglicht haben.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Die Verimpfung erfolgt zunächst vorrangig über Mobile Impfteams in den stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen. Denn zuallererst müssen wir die schützen, die vor dem Coronavirus am meisten gefährdet sind: die Menschen in den Alten- und Pflegeheimen, wo das Infektionsgeschehen besonders kritisch ist. Daher werden dort schnellstmöglich sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner als auch die Beschäftigten geimpft.“

Update, 17.10 Uhr - Neun weitere Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Seit der letzten Meldung des Landratsamtes Altötting kamen neun neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis hinzu. Damit steigt die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie verzeichneten infizierten Personen auf 2871.

Die aktuelle 7-Tages-Inzidenz laut RKI liegt bei 113,0. Im Landkreis sind nach aktueller Auskunft des Landratsamtes 341 Corona-Fälle aktiv.

Update, 16.15 Uhr - Erste Corona-Impfungen im Landkreis Mühldorf am Inn - Landrat Heimerl: „Wichtiger Schritt hin zur Normalität“

Im Landkreis Mühldorf am Inn sind am Sonntag, den 27. Dezember, die ersten Corona-Impfungen durchgeführt worden. Im Pflegeheim Kursana in Ampfing und am Impfzentrum in der Mainstraße in Mühldorf am Inn wurden insgesamt 100 Personen geimpft. Bereits am Vormittag startete die Impfaktion durch die mobilen Impfteams von DLRG und Malteser im Pflegeheim Kursana. Dort wurden als Erste Pflegedirektorin Diana Müller-Renner und die 87-jährige Bewohnerin Agnes Brunner geimpft.

Die Impfung am Impfzentrum startete mit der 92-jährigen Elisabeth Schwab aus Rechtmehring. Landrat Max Heimerl freute sich über den Impfstart und bezeichnete diesen als einen wichtigen Schritt hin zur Normalität. „Trotzdem müssen wir noch weiter geduldig und diszipliniert bleiben, weil es noch mehrere Monate dauern wird, bis wir die nötige Gesamtzahl an Impfungen erreicht haben“, so Landrat Heimerl. Da anfangs nicht genügend Impfstoff für alle zur Verfügung steht, haben der Bundesgesetzgeber und die Ständige Impfkommission vorgegeben, dass im ersten Schritt Bewohner und Mitarbeiter in Alten- und Seniorenpflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienstmitarbeiter, Personen über 80 Jahre und besonders betroffene Mitarbeiter in den Krankenhäusern geimpft werden müssen. Die nächsten Impfstofflieferungen erfolgen im Laufe der Woche. Derzeit geht das Landratsamt von knapp 1000 weiteren Impfdosen bis Jahresende aus. „Wir haben uns vorerst auf 300 Impfungen pro Tag vorbereitet und hoffen jetzt, dass schnell ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht“, so Landrat Max Heimerl.

Inzwischen wurden auch alle etwa 7100 Personen über 80 Jahre im Landkreis angeschrieben und auf die Möglichkeit einer Impfung hingewiesen. Unter der Telefonnummer 08631/18 60 90 können sie sich im Impfzentrum melden und einen Termin vereinbaren. Die etwa 1400 Menschen, die in einem stationären Alten- oder Seniorenpflegeheim leben und die entsprechenden ungefähr 930 Pflegekräfte müssen sich nicht melden, sondern werden über die Einrichtung über das weitere Vorgehen informiert. Die Pflegeeinrichtungen bereiten sich derzeit auf die Impfungen vor und holen gegebenenfalls nötige Einverständniserklärungen der gesetzlichen Betreuer ein. Hausärzte übernehmen dabei die Impfaufklärung. Die Impfung selbst wird dann in der Pflegeeinrichtung von einem mobilen Impfteam, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit den dort tätigen Hausärzten übernommen.

Wichtig: Die telefonische Terminvereinbarung im Impfzentrum soll derzeit ausschließlich von der höchstpriorisierten Personengruppe in Anspruch genommen werden.

Alle aktuellen Informationen zur Corona-Impfung und zu den Priorisierungsgruppen können unter www.impfzentrum-muehldorf.de abgerufen werden.

Pressemitteilung des Landratsamtes Mühldorf am Inn

Update, 15.22 Uhr - 17 neue bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Mühldorf am Inn – ein weiterer Todesfall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn ist eine weitere Person verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert war. Seit der letzten Statusmeldung vom Samstag, 26. Dezember gibt es 17 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 27. Dezember 2020, 8 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 378 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 169,16.

Update, 14.15 Uhr - Landkreis Traunstein startet mit Impfungen gegen das Coronavirus

Als erste Freiwillige erhält die 81-jährige Roswitha Mösl im Impfzentrum des Landkreises in Altenmarkt einen der Impfdosen. Damit konnte die Impfung am Sonntag, den 27. Dezember 2020 auch im Landkreis Traunstein beginnen.

Roswitha Mösl ist Jahrgang 1939. In dem Jahr als sie geboren wurde, steht Europa am Beginn des Zweiten Weltkriegs. Mit Ihrer Familie muss sie im Alter von sechs Jahren aus Breslau fliehen. In den 1950er Jahren absolvierte sie eine Ausbildung in der Krankenpflege. Später zieht sie nach Trostberg, lernt ihren Mann kennen und gründet eine eigene Familie. Dort arbeitete sie jahrzehntelang als Altenpflegerin, denn anderen Menschen zu helfen ist nicht nur ihre Arbeit, sondern ihre Leidenschaft. Ihren ‚Ruhestand‘- das heißt zwischen Ihrem 65- und 70. Lebensjahr - verbrachte Sie die meiste Zeit in Palästina, um das dortige Pflegeheim des Vereins vom Heiligen Lande in der Ortschaft Emmaus mit Arbeitskraft und „Know-how“ zu unterstützen. Im Chiemgau lebt sie als Rentnerin noch immer sehr gerne, nun aber in Traunstein. „Wenn ich an meine Elterngeneration denke, die in ihrem Leben das Grauen zweier Weltkriege und deren dramatischen Folgen erleben mussten, glaube ich, dass es auch bei dieser Corona-Pandemie ein ‚Nachher‘ geben wird. Die meisten von uns hungern nicht, haben noch ein sicheres Dach über dem Kopf – ein Zuhause“.

Als Roswitha Mösl von der Impfmöglichkeit gegen das Coronavirus erfahren hatte, hat sie für sich gleich entschieden, dass sie diese nutzen wollte: „Meine Eltern waren beide Ärzte, mein Vater war Gynäkologe und meine Mutter Kinderärztin. Wenn die ihren damaligen Stand der Medizin mit unserer Heutigen und gerade diesem Impfstoff vergleichen würden – die würden es nicht glauben“, ist sich Roswitha Mösl sicher. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Existenz von Viren gerade erforscht und waren als Erreger von Krankheiten wie den Pocken – die laut WHO unter anderem durch Impfungen als ausgerottet gelten – noch unbekannt. Erst im Laufe der Zeit wurde der Hintergrund von Virusinfektionskrankheiten erforscht. Mösl ist überzeugt, dass sich in Ihrer Generation viele für die Impfungen entscheiden werden. Auf jeden Fall will sie viele dazu ermutigen: „Das funktioniert wie vieles im Leben halt immer nur, wenn jemand anfängt und dann auch genug Menschen mitmachen“.

Diese Haltung habe sie von ihren Eltern gelernt: Nach vorne schauen, anpacken und nicht verzweifeln. „Das wollte ich auch immer anderen Menschen und gerade meinen Kindern und Enkeln mitgeben. Die haben auch schon gesagt, dass sie bei der Impfung mitmachen werden“. Nach der Impfung in Altenmarkt geht es ihr gut. Nun wartet sie zum Jahreswechsel auf den zweiten Termin im Impfzentrum, der nach der vorgeschriebenen Wartezeit von 21 Tagen Ende Januar stattfinden soll.

Pressemitteilung des Landratsamtes Traunstein

Update, 13.21 Uhr - Innenminister Seehofer: Keine Sonderrechte für Geimpfte

Wer gegen Corona geimpft ist, sollte aus Sicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer keine Sonderrechte bekommen. „Eine Unterscheidung zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften kommt einer Impfpflicht gleich. Ich bin aber gegen einen Impfzwang“, sagte der CSU-Politiker der „Bild am Sonntag“. „Wir alle stecken in dieser Krise. Und wir sollten uns gemeinsam und solidarisch heraus kämpfen.“

Auch Sonderrechte privater Unternehmen wie von Fluglinien oder Konzertveranstaltern für Geimpfte lehnt Seehofer ab. „Ich kann davor nur warnen“, sagte er dem Blatt. Dies spalte die Gesellschaft. „Des einen Privileg ist die Benachteiligung des anderen.“

Genau elf Monate nach Bekanntwerden einer ersten Corona-Infektion in Deutschland beginnen am Sonntag in allen Bundesländern die Impfungen gegen das Virus. Zuerst sollen Menschen über 80 Jahre sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden. Dazu werden vor allem mobile Impfteams unterwegs sein. Die mehr als 400 Impfzentren werden größtenteils erst in den nächsten Tagen in Betrieb genommen.

Update, 12.30 Uhr - Polizei München beendet mehrere Corona-Partys an den Feiertagen

Am Sonntag, 27. Dezember, gegen 1 Uhr, wurde über den Notruf 110 der Polizei eine Party in der St.-Michael-Straße in Berg am Laim mitgeteilt. Die Beamten der Polizeiinspektion 24 (Perlach) überprüften die Feier und stellten fest, dass mehrere Personen im Alter zwischen 26 und 35 Jahren mit Wohnsitzen in München und Unterhaching in der Wohnung waren. Weil sie aus mehr als zwei Hausständen stammten, wurden sie wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Am Heiligabend, gegen 1 Uhr, meldete ein Anwohner über den Notruf 110 eine Ruhestörung an einem Grillplatz in der Schmidbauerstraße in Altperlach. Eine Streife der Münchner Polizei überprüfte die Mitteilung und stellte fest, dass sechs Personen im Alter zwischen 21 und 48 Jahren mit Wohnsitzen in München Alkohol tranken und feierten. Zudem stammten sie aus mehr als zwei Haushalten. Sie wurden daher wegen mehrerer Verstöße nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt und erhielten einen Platzverweis.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag, gegen 0.45 Uhr, wurde eine lautstarke Party in einer Wohnung in der Schulstraße in Unterhaching mitgeteilt. Als die Beamten zur gemeldeten Ruhestörung kamen, stellten sie fest, dass sechs Personen im Alter zwischen 16 und 23 Jahren, alle mit Wohnsitzen in Unterhaching, aus mehr als zwei Hausständen stammten. Die Beamten stellten die Ruhe her, indem sie die Party beendeten und vier der sechs Personen nach Hause schickten. Die Feiernden wurden wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz angezeigt. 

Update, 11.42 Uhr - 7-Tage-Inzidenz in der Region sinkt - mit einer Ausnahme

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 27. Dezember).

Das RKI meldet eine sinkende 7-Tage-Inzidenz in der Region am 27. Dezember. Die Inzidenz ist in den Landkreisen Altötting, Mühldorf, Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land niedriger als noch am 26. Dezember. Nur in der Stadt Rosenheim ist die 7-Tage-Inzidenz von 201,4 auf 203 am Sonntag gestiegen.

Die Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, wegen der Feiertage wurde weniger getestet und auch weniger Fälle den Behörden gemeldet.

Weiter meldet das RKI am Sonntag fünf neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in der Region: Jeweils ein Todesfall ereignete sich in den Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land und Mühldorf. Aus dem Landkreis Traunstein wurden zwei neue Todesfälle am 26. Dezember gemeldet.

Update, 10.36 Uhr - Erste Seniorin in Bayern geimpft

In Bayern hat das Impfen begonnen. Erste Senioren bekamen am Sonntag den neuen Impfstoff gegen das Coronavirus verabreicht. Gesundheitsministerin Melanie Huml und Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (beide CSU) kamen zum Auftakt der Impfungen in eine Seniorenresidenz in Germering im Landkreis Fürstenfeldbruck, wo ebenfalls erste Impfdosen gespritzt wurden.

Am Morgen waren die ersten mobilen Impfteams ausgerückt. Zunächst soll weitestgehend in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern geimpft werden: Neben Bewohnern und Mitarbeitern der Heime soll medizinisches Personal in Intensivstationen und Notaufnahmen zuerst die Immunisierung erhalten. Am Samstag waren die ersten 9750 Impfdosen im Freistaat angekommen.

Update, 9.05 Uhr - Söder: „Impfpflicht wird es nicht geben“

Nach wochenlangen Vorbereitungen starten am Sonntag auch in Bayern die Corona-Impfungen. Mobile Impfteams werden zunächst vor allem zu Pflege- und Seniorenheimen ausrücken und dort die besonders gefährdeten Menschen versorgen.

Bewohner und Mitarbeiter von Heimen sowie medizinisches Personal auf Intensivstationen und in Notaufnahmen sind als erste an der Reihe. Gesundheitsministerin Melanie Huml und Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (beide CSU) kommen zum Auftakt der Impfungen am Vormittag (10.30 Uhr) in eine Seniorenresidenz in Germering im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Am Samstag waren die ersten 9750 Impfdosen im Freistaat angekommen, aus Sorge vor Sabotage oder Anschlägen unter Polizeischutz. Von den zentralen Lagerorten Erlangen und München aus wurde der Impfstoff regional auf die 99 Impfzentren verteilt. Für jede der 96 Kreisverwaltungsbehörden jeweils etwa 100 Dosen bereit, lediglich in München sind es 250.

Ministerpräsident Markus Söder warnte kurz vor dem Impfstart vor negativen Folgen durch Lieferengpässe. „Endloses Warten reduziert auch die Bereitschaft der Bevölkerung, sich impfen zu lassen“, sagte der CSU-Chef der Deutschen Presse-Agentur. Leider sei noch nicht genügend Impfstoff vorhanden. „Die Bestellungen des Bundes reichen wohl, aber die Produktion dauert. Daher ist es wichtig, alle Kapazitäten zur Herstellung des Impfstoffes zu erhöhen“

Söder betonte, dass er darüber hinaus keine größeren Probleme erwarte. „Die Impflogistik steht, es braucht nur noch den Impfstoff. Der Bund beliefert die Länder und dann wird alles verimpft.“

Alle Seuchen hätten am Ende nur wirksam durch Impfungen bekämpft werden können. „Dazu müssen wir die Impfbereitschaft der Menschen noch deutlich erhöhen. Denn eine Impfpflicht wird es nicht geben“, sagte Söder. „Je mehr geimpft wird und je mehr sich impfen lassen, desto schneller können wir den großen Schrecken von Corona reduzieren.“ Impfen sei ein wichtiger Schritt in die alltägliche Freiheit.

Bis zum Jahresende werden in Bayern weitere rund 205.000 Impfdosen in ultratiefgekühlten Thermoversandbehältern erwartet. Im neuen Jahr soll es mit regelmäßigen Lieferungen weitergehen, dem Vernehmen nach rund 100.000 Dosen pro Woche.

Da für einen wirksamen Schutz zwei Mal geimpft werden muss, wird jeweils die Hälfte der Impfstoffdosen zurückgestellt und in den zentralen Standorten zwischengelagert.

Der Impfstoff, den die Firmen Biontech und Pfizer gegen das Coronavirus entwickelt haben, muss dabei bei extremen Temperaturen um die Minus 70 Grad tiefgekühlt werden. In den örtlichen Impfzentren muss es dann schnell gehen: Dort werden die Fläschchen in normalen Medizinkühlschränken gelagert und müssen binnen drei bis fünf Tagen verbraucht werden.

Update, 27. Dezember, 7.21 Uhr - 13.755 Corona-Neuinfektionen am zweiten Weihnachtstag gemeldet

Am zweiten Weihnachtstag haben die deutschen Gesundheitsämter insgesamt 13.755 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Außerdem wurden binnen 24 Stunden 356 weitere Todesfälle verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen bekanntgab. Diese Zahlen sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete.

Vor genau einer Woche waren 22.771 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden. Bei den Todesfällen war der Höchststand von 952 am Mittwoch vergangener Woche (16.12.) registriert worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Sonntagmorgen bei 161,3. Ihr bisheriger Höchststand war am Dienstag mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Sonntag Sachsen mit 375,8 und Thüringen mit 290,2, den niedrigsten Wert hatte Mecklenburg-Vorpommern mit 77,5.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.640.858 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 27.12., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Sonntag auf 29.778. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.236.700 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Samstag bei 0,89 (Donnerstag: 0,97). Am Freitag gab es wegen des Feiertags keinen Situationsbericht. Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Das RKI verweist in seinem Bericht am Samstag aber darauf hin, dass während der Feiertage Covid-Fälle nur verzögert angezeigt, erfasst und übermittelt werden, „so dass der R-Wert zudem ggf. unterschätzt wird“.

News-Ticker zur Corona-Pandemie vom 26. Dezember 2020

Update, 20.32 Uhr - Corona-Schnelltestung kurz vor Weihnachten voller Erfolg

Die bayernweite Weihnachtsaktion „Corona-Schnelltestung für Besucher von Einrichtungen für Senioren und Menschen mit Behinderung“ unter Federführung des Bayerischen Roten Kreuzes wurde am Samstag, den 26. Dezember, erfolgreich beendet.

Das BRK-Zentrum in Feldkirchen vor Fahrzeughalle

Durch das Engagement von 323 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus den Bereitschaften, der Wasserwacht und der Bergwacht des BRK Kreisverbandes Rosenheim konnten seit Heiligabend 841 Corona-Tests an den zwölf Teststellen in Stadt und Landkreis Rosenheim durchgeführt werden. Die DLRG unterstützte unsere „Weihnachtsaktion 2020 – Test zum Fest“ mit 18 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Der reibungslose und professionelle Ablauf, an allen zwölf Teststationen, sorgte für ein schnelles Ergebnis des Testes und somit für sehr kurze Wartezeiten.

Die Teststellen befanden sich an folgenden Orten:

  • • BRK-Kreisgeschäftsstelle Rosenheim
  • • BRK-Haus Aschau
  • • BRK-Haus Bad Aibling
  • • BRK-Haus Bad Endorf
  • • BRK-Haus Bruckmühl
  • • BRK-Zentrum Feldkirchen-Westerham
  • • BRK-Haus Prien
  • • BRK-Haus Kolbermoor
  • • BRK-Haus Rohrdorf
  • • BRK-Haus Wasserburg
  • • Bergrettungswache Samerberg
  • • Bergrettungswache Brannenburg

Update, 19.55 Uhr - 14 neue Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Wie das Landratsamt Altötting am Samstag, den 26. Dezember mitteilte, wurden im Landkreis seit gestern 14 neue Infektionsfälle mit SARS-Cov-2 bestätigt. Damit steigt die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie gemeldeten Corona-Fälle auf 2862.

Die Zahl der aktiven Corona-Fälle beträgt nach der Meldung aktuell 341. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bei 120,2.

Update, 18.42 Uhr - 101-Jährige und etwa 40 weitere geimpft: Erste Impfungen in Sachsen-Anhalt

Die bisher größte Impfkampagne in Deutschland hat früher als geplant begonnen. In einem Seniorenzentrum in Sachsen-Anhalt wurden am heutigen Samstag die 101 Jahre alte Edith Kwoizalla und etwa 40 weitere Bewohner geimpft. Außerdem ließen sich zehn Pflegekräfte immunisieren. Der Start der bundesweiten Impfkampagne war eigentlich erst für Sonntag geplant. Der Betreiber des Seniorenheims, Tobias Krüger, wollte aber offensichtlich keine Zeit verlieren. „Jeder Tag, den wir warten, ist ein Tag zu viel“, sagte er. Das Landratsamt hatte zuvor bei ihm angefragt, ob im Heim alles vorbereitet sei.

Am Sonntag sollen die Impfungen in allen Bundesländern beginnen, mehrere zehntausend Impfdosen wurden am Samstag ausgeliefert. Sie werden von den zuständigen Landesbehörden an Impfzentren und mobile Teams verteilt. Zuerst sollen Menschen über 80 Jahre sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden.

Gesundheitsminister Jens Spahn rief zu einem „nationalen Kraftakt“ auf, um so viele Menschen wie möglich gegen das Coronavirus zu immunisieren. „Dieser Impfstoff ist der entscheidende Schlüssel, diese Pandemie zu besiegen. Er ist der Schlüssel dafür, dass wir unser Leben zurückbekommen können“, sagte der CDU-Politiker in Berlin.

In dem Seniorenzentrum in Halberstadt im Harz entschieden sich zwei Drittel der 59 Bewohner für die Impfung sowie ein Viertel der 40 Mitarbeiter. Auch Heimleiter Krüger war darunter. Er halte die Impfung für sinnvoll. „Ich verstehe aber auch die Bedenken“ Am 15. Januar, also in knapp drei Wochen, erfolgt die zweite Impfung der Bewohner. Damit wird dann erst die volle Wirkung des Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer gewährleistet.

Die Bundesregierung wirbt unter dem Motto „Ärmel hoch“ gezielt dafür, an der Impfkampagne teilzunehmen. Um die Pandemie zu stoppen, müssten nach Schätzung von Experten etwa 60 bis 70 Prozent der deutschen Bevölkerung geimpft werden. „Wir wollen so viele Menschen impfen, dass das Virus keine Chance mehr hat, in Deutschland und in Europa“, sagte Spahn. Jede Impfung mehr bedeute weniger Infektionen und weniger Todesfälle. „Wer mitmacht, rettet Leben.

Bis Ende des Jahres sollen 1,3 Millionen Impfdosen ausgeliefert werden. Ende März sollen es schon über zehn Millionen sein. Und Mitte des Jahres will Spahn allen, die sich impfen lassen wollen, ein Angebot machen können. Der Gesundheitsminister bereitete die Bevölkerung aber auch darauf vor, dass angesichts der Größe der Kampagne vielleicht nicht alles sofort ganz glattlaufen wird. „Es wird an der einen oder anderen Stelle auch mal ruckeln, das ist ganz normal.“

Spahn rief die Jüngeren zur Solidarität mit den Alten und Schwachen auf, die den Impfstoff nun am dringendsten benötigten. Und er machte Hoffnung, dass die Pandemie im Laufe des nächsten Jahres überwunden werden kann: „Der Herbst und der Winter und auch das Weihnachten des kommenden Jahres, sollen nicht mehr im Zeichen dieser Pandemie stehen.“

Update, 17.38 Uhr - 21 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf am Inn - drei weitere Todesfälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn sind drei weitere Personen verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert waren. Seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 25. Dezember gibt es 21 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 26. Dezember 2020, 8 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 409 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 188,14.

Update, 15.20 Uhr - Söder: Ankunft des Impfstoffs „macht Hoffnung“

Die Ankunft des Corona-Impfstoffs in Bayern macht laut Ministerpräsident Markus Söder Hoffnung. Es brauche aber weiter Geduld, twitterte der CSU-Chef am Samstag. Am Samstagmorgen waren 9750 Impfdosen für den Freistaat an zentralen Lagerstandorten in Erlangen und München eingetroffen.

Zunächst sei zumindest eine kleine Menge in Bayern angekommen. „Aber weil die bestellten Mengen erst nach und nach kommen, wird es länger dauern. Daher braucht es weiter Geduld“, schrieb Söder. Am Sonntag soll es in Deutschland mit dem Impfen losgehen. Bis Jahresende werden in Bayern weitere 205.000 Impfdosen erwartet.

13.38 Uhr - Kanzler Kurz warnt vor dritter Welle mit massiven Ansteckungszahlen

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz rechnet im kommenden Jahr europaweit mit einer dritten Corona-Welle und einem massiven Anstieg der Infektionszahlen.

Zum Sommer sei dann mit einer gewissen Rückkehr zur Normalität zu rechnen, sagte Kurz dem Sender ORF am Samstag in einem Interview. Für Österreich hat seine Regierung die Corona-Einschränkungen am 2. Weihnachtstag nach einer kurzen Lockerung wieder verschärft. Häuser und Wohnungen dürfen nur mit gutem Grund verlassen werden - dazu gehören aber auch Sport treiben und spazieren gehen. Die Regeln gelten bis zum 17. Januar.

„Das erste Quartal 2021 wird sicherlich für Europa noch eine extreme Herausforderung, die dritte Welle wird über uns hereinbrechen, und die Ansteckungszahlen werden in vielen europäischen Ländern wieder massiv zunehmen“, sagte Kurz.

„Danach gehe ich davon aus, dass es aufgrund der wärmeren Temperaturen, aber auch aufgrund der stetig steigenden Zahlen derer, die geimpft sind, eine stetige Entspannung geben wird. Und ich rechne damit, dass wir im Sommer wieder in weiten Teilen zur Normalität zurückkehren können.“

12.33 Uhr - Weißer Ring sieht 2020 deutlich mehr Opfer häuslicher Gewalt

Beim Weißen Ring haben sich in den ersten zehn Monaten des Corona-Jahrs 2020 gut zehn Prozent mehr Opfer von häuslicher Gewalt, Sexualdelikten und Körperverletzung gemeldet als im Vorjahreszeitraum. „Die Zahlen waren nach dem ersten Lockdown im Frühjahr sehr verhalten und sind dann aber im Juni wieder deutlich angestiegen“, sagte der Bundesvorsitzende des Weißen Rings und frühere Chef des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. „Wir müssen leider mit dem Schlimmsten rechnen.“ Dies bestätigten die Zahlen aus der zweiten Jahreshälfte bis Oktober; neuere gibt es noch nicht.

„Unsere Erfahrung ist, dass sich häusliche Gewalttaten nicht sehr schnell in Zahlen niederschlagen. Das kommt erst nach und nach“, sagte Ziercke. „Wir wissen aus Studien, dass Frauen bis zu sieben Anläufe brauchen, um sich aus einer gewalttätigen Beziehung zu befreien.“ Dazu komme in Zeiten des Lockdowns die Gefahr des unentdeckten Missbrauchs von Kindern oder auch Gewalt gegen sie. Wenn Kitas, Schulen und Sportvereine schließen müssten, gebe es auch weniger Möglichkeiten hinzuschauen, wenn Jungen oder Mädchen Verhaltensauffälligkeiten zeigten.

„Der Lockdown führt dazu, dass wir in einer Phase zunehmender Gereiztheit miteinander leben“, stellte Ziercke fest. Dazu kämen bei vielen Menschen noch beengte Wohnverhältnisse, die Betreuung von Kindern oder der Verlust der Arbeit, wirtschaftlicher und damit auch psychischer Druck.

Ziercke appellierte an Opfer von häuslicher Gewalt, sich an den Weißen Ring oder andere Hilfeeinrichtungen zu wenden. Er forderte aber auch die Bürger generell auf, mit offenen Augen auf das jeweilige Umfeld zu achten. „Menschen, die Hilfe benötigen und sie sich selber nicht holen können, müssen wahrgenommen und ihnen muss von außen geholfen werden.“

Update, 11.38 Uhr - Spahn sieht Deutschland gut vorbereitet auf Impfkampagne

Deutschland ist laut Gesundheitsminister Jens Spahn gut auf die größte Impfkampagne in der Geschichte des Landes vorbereitet. „Die Impfzentren sind startklar, die Impfteams stehen“, sagte der CDU-Politiker am Samstag in Berlin. Gleichzeitig machte er klar, dass das Coronavirus mit dem Start der Impfaktion noch nicht besiegt ist. „Wir werden einen langen Atem brauchen, um diese Pandemie hinter uns zu lassen.“

Die Corona-Impfungen sollen in Deutschland am Sonntag beginnen. Bereits am Samstag wurden die ersten Dosen an die Bundesländer ausgeliefert. Dort werden sie an Impfzentren und mobile Teams verteilt. Zuerst sollen Menschen über 80 sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden.

Spahn stimmte die Bürger darauf ein, dass angesichts der Größe der Kampagne vielleicht nicht alles sofort ganz glatt laufen wird. „Es wird an der einen oder anderen Stelle auch mal ruckeln, das ist ganz normal.“ Der Gesundheitsminister bekräftigte das Ziel, Mitte des Jahres „mit dem Impfen in die Fläche zu gehen und jedem der will, ein Impfangebot zu machen“.

Update, 11 Uhr - Pressekonferenz: Jens Spahn zum Impfstart

Update, 10.45 Uhr - Sinkende 7-Tage-Inzidenz in vier Landkreisen und sechs Todesfälle

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 26. Dezember).

Aus den Landkreisen Altötting (137,2 auf 120,2), Berchtesgadener Land (138,8 auf 129,3), Mühldorf (191,6 auf 183,8) und Rosenheim (190,9 auf 172,6) wurde vom RKI eine sinkende 7-Tage-Inzidenz gemeldet am 2. Weihnachtsfeiertag. Im Landkreis Traunstein (156,8 auf 165,2) und der Stadt Rosenheim (199,8 auf 201,4) meldet das RKI eine leicht gestiegene Inzidenz-Zahl.

Insgesamt sechs neue Todesfälle wurden am 26. Dezember vom RKI für die Region registriert. Drei aus dem Landkreis Mühldorf, zwei aus dem Landkreis Traunstein und ein Todesfall wurde im Landkreis Rosenheim registriert.

Update, 9.29 Uhr - Erste Impfdosen in Bayern angekommen

Die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs ist in Bayern angekommen. Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) nahmen die Impfdosen am Samstagmorgen in Erlangen in Empfang. Es handele sich um die Hälfte der für den Freistaat bestimmten ersten 9750 Impfdosen, sagte Huml. Die übrigen Dosen sollten in München ankommen.

Der Impfstoff kam in Erlangen in zwei Kartons mit einem Spezialtransport an - er muss tiefgekühlt werden. Das Thermometer des Behälters zeigte Minus 85,4 Grad. Bewaffnete Polizisten begleiteten die Ankunft.

Von München und Erlangen soll der Impfstoff, den die Firmen Biontech und Pfizer gegen das Coronavirus entwickelt haben, regional verteilt werden. Alle 99 Impfzentren in Bayern sollen mit erste Impfstoffdosen erhalten.

Am Impfzentrum Dasing im Landkreis Aichach-Friedberg werden am Mittag (13.45 Uhr) Sozialministerin Carolina Trautner und Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (beide CSU) zusammen mit Landrat Klaus Metzger die ersten Corona-Impfstoffe entgegennehmen.

Am Sonntag sollen die ersten mobilen Impfteams aus den Impfzentren ausrücken. In den ersten Tagen wird vor allem in Senioren- und Pflegeheimen geimpft sowie in Krankenhäusern. Neben Heimbewohnern gehören die Mitarbeiter der Heime und medizinisches Personal auf Intensivstationen und in Notaufnahmen dazu.

Ministerin Huml hat bereits vor zu großen Hoffnungen auf rasche Fortschritte durch die ersten Impfungen gewarnt. „Trotz der Impfungen stehen uns allen noch herausfordernde Monate bevor.“

Es sei deshalb weiter wichtig, die Schutzmaßnahmen einzuhalten und die sozialen Kontakte zu reduzieren. „Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass wir mit dem Beginn der Impfungen in unserer Wachsamkeit und Vorsicht nachlassen dürfen“, sagte die Ministerin kürzlich.

Update, 26. Dezember - RKI meldet 14.455 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Die deutschen Gesundheitsämter haben binnen 24 Stunden insgesamt 14.455 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 240 weitere Todesfälle verzeichnet, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen bekanntgab.

Diese Zahlen sind jedoch nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar. Das RKI rechnete während der Feiertage mit einer geringeren Zahl an Tests und mit weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern.

Am vergangenen Samstag waren 31.300 Neuinfektionen binnen eines Tages übermittelt worden. Der bisherige Höchstwert war am Freitag vor einer Woche erreicht worden mit 33.777 Infektionen, darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Bei den Todesfällen war der Höchststand von 952 am vergangenen Mittwoch (16.12.) erreicht worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstag bei 170,7. Am Dienstag war mit 197,6 ein Höchststand erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.627.103 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 26.12., 0 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Samstag auf 29.422.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Donnerstag bei 0,97 (Vortag: 0,92) - einen aktuelleren Wert gibt es nicht, da das RKI am Freitagabend wegen des Feiertages keinen entsprechenden Situationsbericht veröffentlicht hat. Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

News-Ticker zur Corona-Pandemie vom 25. Dezember 2020

Update, 18.02 Uhr - Warten auf die Impfung - Vorbereitungen auf Hochtouren

Der Countdown für den Start der Corona-Impfungen in Bayern läuft. Am Sonntag sollen die ersten Menschen im Freistaat die erste Impfdosis erhalten, Bewohner in Alten- und Pflegeheimen sowie pflegerisches und medizinisches Personal. Gesundheitsministerin Melanie Huml und Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (beide CSU) werden zum Auftakt der Impfungen eine Seniorenresidenz im Landkreis Fürstenfeldbruck besuchen, wie das Ministerium am Freitag mitteilte. An dem Termin wird auch Landrat Thomas Karmasin (CSU) teilnehmen.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte bereits vor zu großen Hoffnungen auf rasche Fortschritte gewarnt: „Trotz der Impfungen stehen uns allen noch herausfordernde Monate bevor.“ Es sei deshalb weiter wichtig, die Schutzmaßnahmen einzuhalten und die sozialen Kontakte zu reduzieren. „Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass wir mit dem Beginn der Impfungen in unserer Wachsamkeit und Vorsicht nachlassen dürfen“, sagte die Ministerin kürzlich.

Am Samstag sollen die ersten 9750 Impfdosen in München und Erlangen ankommen. Von dort werden sie auf alle 99 Impfzentren in Bayern verteilt. Am Impfzentrum Dasing im Landkreis Aichach-Friedberg werden Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) und Gesundheitsstaatssekretär Holetschek zusammen mit Landrat Klaus Metzger die ersten Corona-Impfstoffe in Empfang nehmen.

Tags darauf werden die ersten mobilen Impfteams aus den Impfzentren ausrücken. In den ersten Tagen wird das Impfen weitestgehend in Alten- und Pflegeheimen stattfinden sowie in Krankenhäusern für deren Personal. Neben Heimbewohnern gehören die Bediensteten der Heime und medizinisches Personal in Intensivstationen und Notaufnahmen dazu.

Am 29. Dezember sollen weitere 97.000 Dosen in Bayern ankommen; am 31. Dezember werden 107.000 Impfdosen erwartet. Von Januar an sollen dann jede Woche rund 100.000 Dosen eintreffen.

Im Gesundheitsministerium wird damit gerechnet, dass die Impfung der ersten Prioritätengruppe bis mindestens Ende Januar dauert, wie ein Sprecher sagte. Wenn die nächste Gruppe geimpft werden kann, werde darüber umfangreich öffentlich informiert. Die bundesweit vereinbarte Prioritätenfolge werde strikt eingehalten.

Wer nicht zur höchstpriorisierten Gruppe gehöre, sollte derzeit nicht versuchen, einen Termin zu vereinbaren, sagte der Sprecher. Die erste Gruppe der über 80-Jährigen würden rechtzeitig informiert, wie sie an ihr Impfangebot komme. Dazu würden die Menschen ab Anfang Januar angeschrieben.

Die Impfdosen werden zunächst in acht Verteilzentren in Spezialtiefkühlschränken bei minus 70 Grad Celsius aufbewahrt; in den Impfzentren werden die Fläschchen in normalen Medizinkühlschränken gelagert und müssen binnen drei bis fünf Tagen verbraucht werden.

Update, 16.16 Uhr - Gut 4400 Anzeigen wegen Corona-Verstößen in der ersten Lockdown-Woche

In der ersten Woche des Lockdowns mit strikten Corona-Regeln sind in Bayern 4420 Menschen wegen Verstößen angezeigt worden. Am häufigsten wurde gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen: 2264 Anzeigen gab es nach Angaben des bayerischen Innenministeriums vom 16. bis zum 23. Dezember. Nach 21 Uhr dürfen die Menschen im Freistaat derzeit das Haus nicht mehr verlassen, außer in begründeten Einzelfällen wie in Notfällen oder zum Gassi-Gehen mit dem Hund.

Wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht stellten die Behörden in der ersten Lockdown-Woche 966 Anzeigen aus. 717 Menschen bekamen Anzeigen wegen verbotener Menschenansammlungen. Gegen Quarantäneauflagen gab es kaum Verstöße - 44 Menschen bekommen deshalb Post von den Ordnungsbehörden.

Am Heiligabend trafen sich bei einer religiösen Veranstaltung in Augsburg rund 200 Menschen in einem Veranstaltungsraum, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Da die Sicherheitsabstände nicht eingehalten worden seien, würden die Veranstalter angezeigt.

Am Heiligabend und in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag hielten sich die Menschen in Bayern zum großen Teil an die Ausgangsbeschränkungen. Die Polizeipräsidien meldeten am Freitag nur wenige Verstöße. In München herrschte auf dem Mittleren Ring am Weihnachtsabend um halb neun reger Verkehr - offenbar, weil alle schnell heim wollten, um vor 21 Uhr zu Hause zu sein. In Augsburg beobachtete die Polizei ebenfalls „teilweise lebhaften Abreiseverkehr“ aus den Wohngebieten, sagte ein Sprecher.

Ein Sprecher des Innenministeriums kündigte verstärkte Kontrollen der Ausgangsbeschränkungen im Laufe der Feiertage an. Ebenso sollen Reiserückkehrer stärker kontrolliert werden, diese unterliegen in Bayern einer Corona-Testpflicht. Spätestens 72 Stunden nach der Einreise müssen sie beim zuständigen Gesundheitsamt ein Testergebnis vorlegen. Das hatte am Dienstag das bayerische Kabinett in München beschlossen. Die Urlaubs- und Familienrückkehrer können aber auch Corona-Tests vorlegen, die im Ausland vorgenommen wurden. Der Test darf aber maximal 48 Stunden alt sein. 

Update, 15 Uhr - Wieder etwas mehr freie Intensivbetten in Bayern

In Bayern hat sich die Lage auf den Intensivstationen nach Angaben des Gesundheitsministeriums wieder etwas entspannt. Derzeit seien im Freistaat 394 Intensivbetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit frei, berichtete ein Ministeriumssprecher am Freitag. Vor sechs Tagen waren es rund 300. Das sei allerdings nur eine Momentaufnahme, betonte der Sprecher. Die Lage könne sich natürlich wieder ändern.

Insgesamt sind den Angaben nach in Bayern 2725 sogenannte ICU-Betten verfügbar. Am 1. Weihnachtsfeiertag waren 2331 Betten mit Patienten belegt - davon 757, die an Covid-19 erkrankt sind. 

ICU-Betten sind Intensivpflegebetten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit. Die Behandlung in einem solchen Bett bedeutet zwar nicht zwingend, dass der Patient aktuell beatmet wird. Es kann aber jederzeit dazu kommen, dass sofort eine Beatmung notwendig wird.

Im Landkreis Landshut war am Freitag kein einziges Intensiv-Bett mehr frei. In etlichen Landkreisen standen nur ein oder zwei Betten zur Verfügung. Wenn in einem Landkreis keine Betten mehr frei sind, bedeutet dies nicht, dass keine Behandlung mehr möglich ist. Aber neue Intensivpatienten müssen dann zum Teil über weite Entfernungen in andere Krankenhäuser gebracht werden.

Update, 13.35 Uhr - 20 neue Fälle in Stadt und Landkreis Altötting

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 20 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl an Infizierten seit Pandemie-Ausbruch stieg damit in Stadt und Landkreis Altötting auf 2848 (Stand: 24 Dezember, 24 Uhr). Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz betrug nach Angaben des Landratamtes zum o.g. Zeitpunkt 137,2. Aktuell gibt es 371 aktive Fälle im Kreis Altötting.

Update, 12.05 Uhr - Ausgangsbeschränkungen werden auch an Weihnachten eingehalten

Die Menschen in Bayern haben sich auch an Heiligabend und in der Nacht zum 1. Weihnachtsfeiertag zum großen Teil an die geltenden Ausgangsbeschränkungen gehalten. Die Polizeipräsidien meldeten am Freitag nur wenige Verstöße. In München herrschte auf dem Mittleren Ring am Weihnachtsabend um halb neun reger Verkehr - offenbar, weil alle schnell heim wollten, um vor 21 Uhr zu Hause zu sein.

Einen Verstoß gegen die nächtliche Ausgangssperre meldete die Polizei Pfarrkirchen (Landkreis Rottal-Inn) am Weihnachtsmorgen. Den Beamten zufolge stellte eine Streife am späten Heiligabend im Bereich der Passauer Straße eine dreiköpfige Personengruppe fest. Die beiden Männer und eine Frau im Alter zwischen 19 und 23 Jahren aus Pfarrkirchen, Eggenfelden und Gangkofen konnten keinen triftigen Grund für den Aufenthalt außerhalb ihrer Wohnungen angeben. Die Personengruppe wurde eindringlich belehrt und außerdem angezeigt.

Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen bedeuten in der Definition der bayerischen Staatsregierung, dass zwischen 21 und 5 Uhr der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur noch aus ganz wenigen triftigen Gründen erlaubt ist. Das sind etwa Notfälle, der Weg zur Arbeit oder das Gassigehen mit dem Hund. Auch für Weihnachtsgottesdienste gab es keine Ausnahmen.

rosenheim24.de hat die Corona-Regeln für Weihnachten in einem Extra-Artikel zusammengestellt.

Update, 10.56 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 28 neue Coronafälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 24. Dezember 28 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 25. Dezember 2020, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.
Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 429 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 198,5.

Update, 10.09 Uhr - Corona-Landkarte der Region „hellrot“, aber sechs Todesfälle

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 25. Dezember).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen haben sich in der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Allerdings ist zum ersten Mal seit Wochen die Corona-Landkarte der Region ohne Ausnahme hellrot. Aus den Landkreisen Traunstein (von 148,9 auf 156,8) und dem Landkreis Altötting (von 124,6 auf 137,2) wurden steigende Inzidenz-Werte gemeldet. Die Stadt Rosenheim meldete laut RKI eine gleichbleibende Inzidenz von 199,8. Gesunken sind die Inzidenzen im Kreis Rosenheim (von 203,2 auf 190,9), im Kreis Berchtesgadener Land (von 141,6 auf 138,8) und im Kreis Mühldorf (von 218,3 auf 191,6).

Allerdings gab es in der Region leider auch wieder sechs Todesfälle binnen 24 Stunden zu beklagen - drei im Landkreis Rosenheim, je einer in den Landkreisen Traunstein, Altötting und Berchtesgadener Land. Weitere Details zum Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen wurde nicht bekannt.

Update, 8.43 Uhr - Polizei-Gewerkschaft fordert Demo-Verbot für Impfstoff-Gegner

Die Vorbereitungen zum Impfstart in Deutschland laufen auf Hochtouren. Die ersten Impfungen sind am Sonntag direkt nach Weihnachten geplant. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hofft auf eine schnelle Durchimpfung der Bevölkerung, um die Pandemie zu überwinden. Mit dem Start der Corona-Schutzimpfungen sei ein Wendepunkt erreicht, sagte der frühere Laborarzt der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Das Land Berlin erwartet beispielsweise eine erste Charge an Impfstoff (rund 150.000 Dosen) von Biontech/Pfizer am Samstag, 26. Dezember. Aus Sicherheitsgründen wurden weitere Details zur Verteilung nicht bekannt gegeben.

Um Komplikationen bei der Auslieferung vorzubeugen, forderte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, ein Demonstrationsverbot vor Corona-Impfzentren in Deutschland: „Wir brauchen Demo-Verbote, sowohl auf den Transportstrecken als auch bei den Impfstationen.“ Der Impfstoff sei ein wertvolles Gut. Wenn die Impfstoff-Transporte so abliefen wie die Castor-Transporte, schaffe die Polizei das kräftemäßig nicht. Die Kommunen sollten rasch Verbote erlassen, die Länder koordinieren. Denn „wir haben diese Querdenker-Demos bereits erlebt und gesehen, welches aggressives Potenzial es da gibt.“

25.533 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 25.533 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Außerdem wurden 412 Todesfälle verzeichnet, wie das RKI am Freitagmorgen bekannt gab. Die Zahlen sind jedoch nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar. Das RKI rechnete während der Feiertage mit einer geringeren Zahl an Tests und mit weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern. Am vergangenen Freitag war mit 33.777 Infektionen ein Höchststand verzeichnet worden, darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Außerdem wurden damals 813 Todesfälle gemeldet. Der Höchststand von 952 Todesfällen war am vergangenen Mittwoch (16.12.) erreicht worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Freitag bei 188,8. Am Dienstag war mit 197,6 ein Höchststand erreicht worden. Den mit Abstand höchsten Wert erreicht Sachsen: Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 441,3, also mehr als doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. Es folgt Thüringen mit einem Wert von 320,6. Der niedrigste Wert wird in Mecklenburg-Vorpommern mit 87,1 verzeichnet.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.612.648 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 25.12., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Freitag auf 29.182. Rund 1.206.200 gelten nach Schätzungen inzwischen als genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Donnerstag bei 0,97 (Vortag: 0,92). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mh/dpa

Kommentare