News-Ticker zur Corona-Pandemie

Gericht bestätigt Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk - 6000 Menschen in Bayern bereits geimpft

News-Ticker zur Corona-Pandemie
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Der Impfstoff von Biontech

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (28. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 210,9, Landkreis Rosenheim 163,8, Landkreis Traunstein 157,9, Landkreis Berchtesgadener Land 109,5, Landkreis Mühldorf 147,6, Landkreis Altötting 105,8 (Quelle/Stand: RKI, 28. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2263, Landkreis Rosenheim 8330, Traunstein 5541, Berchtesgadener Land 2597, Mühldorf 3237, Altötting 2859 (Quelle/Stand: RKI, 28. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 33, Landkreis Rosenheim 309, Traunstein 148, Berchtesgadener Land 61, Mühldorf 71, Altötting 97 (Quelle/Stand: RKI, 28. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 30.126 Todesfälle in Deutschland (6213 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 22.31 Uhr - Neue Coronavirus-Variante auch in Niedersachsen nachgewiesen

Die neue Coronavirus-Variante aus England ist erstmals in Niedersachsen nachgewiesen worden. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) habe bei einem Infektionsfall aus dem November im Nachhinein die Virus-Variante B1.1.7 bestimmen können, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Hannover mit.

Es handele sich um die Proben eines mittlerweile gestorbenen, sehr alten Covid-Patienten mit Vorerkrankungen sowie seiner Frau. Das Referenzlabor der Berliner Charité habe das Ergebnis bestätigt.

Die neue Virus-Variante ist inzwischen für einen Großteil der Infektionen im Süden Englands verantwortlich und nach ersten Erkenntnissen möglicherweise besonders ansteckend.

Laut Ministerium hatte sich die Tochter des Patienten Mitte November in England aufgehalten und dort wohl angesteckt. Tochter und Ehefrau des Gestorbenen seien mittlerweile aber wieder genesen. Weitere Ansteckungen habe es im Zusammenhang mit diesen Fällen nach den Erkenntnissen des Gesundheitsamtes der Region Hannover nicht gegeben.

Update, 21.45 Uhr - Gericht bestätigt Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das bundesweite Verkaufsverbot für Silvester-Feuerwerk bestätigt. Das teilte das Gericht am Montagabend mit.

Zur Begründung hieß es: Nach allgemeiner langjähriger Erfahrung sei damit zu rechnen, dass unsachgemäßer Gebrauch von Silvester-Feuerwerk zu akut behandlungsbedürftigen Verletzungen führe. Die Behandlung der Verletzten würde das zurzeit ohnehin stark in Anspruch genommene Krankenhauspersonal zusätzlich treffen und die Behandlung der zahlreichen Corona-Patienten potenziell beeinträchtigen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte den Verkauf von Silvesterfeuerwerk deutschlandweit untersagt. Nach der am 22. Dezember 2020 in Kraft getretenen Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz dürfen pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 - also etwa Raketen und Böller - auch vom 29. bis 31. Dezember nicht verkauft werden.

Das Verwaltungsgericht Berlin hatte von Pyrotechnikherstellern und -händlern gestellte Anträge, diese Vorschrift vorläufig außer Vollzug zu setzen, zurückgewiesen.

Die Richter in zweiter Instanz argumentierten, das Verbot greife zwar gravierend in deren Berufsausübungsfreiheit ein. Doch es überwiege das Ziel, einer weiteren Belastung der angespannten medizinischen Versorgungssituation insbesondere in den Krankenhäusern entgegenzuwirken.

Update, 19.57 Uhr - 6000 Menschen in Bayern geimpft

Trotz einer Panne im Oberfranken sind die Corona-Impfungen in Bayern schnell angelaufen. Vom Start am Sonntag bis Montagnachmittag meldeten die Gesundheitsämter landesweit bereits 6000 Impfungen, großenteils in Pflege- und Seniorenheimen, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montagabend mitteilte.

Am Montag trafen rund 9750 neue Impfdosen ein, bis Jahresende soll Bayern rund 215.000 Impfdosen erhalten.

Update, 19.10 Uhr - Einsätze der Münchner Polizei im Kontext mit der Corona-Pandemie 

Im Zeitraum von Mittwoch, 23. Dezember, 6 Uhr, bis Montag, 28. Dezember, 6 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt- und Landkreis München), um die Einhaltung der aktuellen Infektionsschutzregelung zu überprüfen.

Über 4.200 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 389 Verstöße angezeigt. In 75 Fällen ging es hier um die Ausgangssperre.

Am Freitag, 25. Derzember, gegen 16.55 Uhr, rief ein Mitteiler beim Polizeinotruf 110 an und er gab an, dass sich in einem Gebäude in der Max-Kolmsperger-Straße in Neuperlach mehrere Personen befinden würden, die dort feierten. Mehrere Streifen der Münchner Polizei wurden zur Einsatzörtlichkeit geschickt und trafen dort auf 30 Personen, die dort feierten, teilweise Alkohol tranken und auch keine Masken trugen. Die Feier wurde beendet, die Personen mussten die Örtlichkeit verlassen und sie wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Am Sonntag, 27. Dezember, gegen 20.25 Uhr, wurde der Polizeinotruf darüber informiert, dass in einer Wohnung in der Leinbergerstraße in Ramersdorf eine laute Party stattfinden würde. Zwei Streifen der Polizeiinspektion 24 (Perlach) fuhren zur Örtlichkeit und trafen dort auf acht Personen, die in einer Wohnung laut feierten. Die Party wurde beendet und die Anwesenden wurden wegen Verstößen nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt. 

Update, 18:02 Uhr - Österreichs Skigebiete verschärfen die Regeln

Nach dem teils gewaltigen Andrang auf Österreichs Skigebiete schärfen einige Regionen die Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie nach. In Deutschland appellierten Behörden an die Menschen, Tagesausflüge in den Schnee besser sein zu lassen, und erinnerten an geschlossene Skilifte und Restaurants.

Bundesweit sind Schulferien, zudem haben Arbeitnehmer mit Silvester und dem Neujahrstag ein weiteres langes Wochenende vor sich. Nach Weihnachten hatte Gedränge mitten im Corona-Lockdown in Ski- und Naherholungsgebieten Kopfschütteln ausgelöst.

In Österreich gehören zu den schärferen Sicherheitsregeln etwa eine weitere Begrenzung der Parkplätze, mehr Platz zum Anstellen und mehr Ordner, wie das Bundesland Oberösterreich am Montag mitteilte. In den dortigen Skigebieten Hinterstoder, Wurzeralm und Kasberg hatte am Sonntag bei schönem Wetter großer Andrang geherrscht.

Österreichs Wirtschaftsminister Markus Achleitner appellierte an die Wintersportler, erst ab Mittag in die Skigebiete zu kommen, weil dann viele Gäste vom Vormittag wieder auf dem Heimweg seien.

In Österreich sind viele Skigebiete geöffnet - allerdings praktisch nur für Einheimische. Für Anreisende aus dem Ausland, auch aus Deutschland, gilt eine zehntägige Quarantänepflicht.

Auch in Bayern ist die Sorge vor zu großem Andrang und Chaos groß, etwa im Nationalpark Bayerischer Wald. „Die Lage an den Parkplätzen kann vielerorts nur mit dem Wort katastrophal beschrieben werden“, sagte der stellvertretende Leiter der Parkverwaltung, Jörg Müller, am Montag. Einzelne Ausflügler seien „kreuz und quer durch das Kerngebiet“ des Nationalparks gelaufen und hätten dadurch störungsempfindliche Tierarten wie das Auerhuhn gefährdet.

Zum Jahreswechsel will der Nationalpark verstärkt Ranger einsetzen und Besucher auf die Verhaltensregeln hinweisen.

Update, 16.56 Uhr - Oberfranken verwendet Pannen-Impfstoff doch nicht

Entgegen anderslautender Ankündigungen wird der Pannen-Impfstoff aus der ersten Lieferung in Oberfranken doch nicht verwendet. 1000 Dosen bleiben somit im Depot, wie ein Sprecher des Landratsamts Lichtenfels der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Dies hätten sämtliche von der Panne in der Kühlkette betroffenen Landräte in Oberfranken gemeinsam beschlossen, eine entsprechende Erklärung werde vorbereitet. Einzig in Stadt und Landkreis Bamberg hatte es keine entsprechenden Probleme gegeben.

Zum Start der bayernweiten Impfaktion am Sonntag hatte es in Oberfranken Probleme mit der Kühlung gegeben - der Impfstoff muss bei extremen Temperaturen um die minus 70 Grad tiefgekühlt werden.

Wie die Regierung von Oberfranken in der Nacht zu Montag mitteilte, habe die herstellende Firma Biontech nach einer Überprüfung die Qualität der Impfdosen dennoch bestätigt und die Dosen freigegeben. Den Angaben zufolge sollten die Einheiten noch im Laufe des Montags vor allem in Alten- und Pflegeheimen verwendet werden.

Update, 16.01 Uhr - 112 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein und fünf Todesfälle

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1703 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 157,9.

Seit der letzten Pressemitteilung am 24. Dezember sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 112 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt .5543 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Pressemitteilung fünf Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Männer (66 und 77 Jahre alt) und um drei Frauen im Alter von 88, 89 und 90 Jahren, bei welchen eine COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde.

Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 149 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Update, 15.32 Uhr - Bayerischer Corona-Schnelltest erhält Sonderzulassung

Ein von einem bayerischen Startup entwickelter neuer Corona-Schnelltest hat eine Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten. Das erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Montag in München.

Das Schnellverfahren des Unternehmens GNA Biosolutions aus dem Münchner Vorort Martinsried soll Ergebnisse in weniger einer Stunde liefern, aber vergleichbar zuverlässig sein wie herkömmliche PCR-Tests. Das Testgerät ist transportabel und kann acht Proben gleichzeitig analysieren.

Probeweise eingesetzt wurde das Verfahren in den vergangenen Monaten am Münchner Flughafen. Aiwanger und Unternehmenschef Federico Bürsgens wollen die Einzelheiten an diesem Dienstag vorstellen.

Für den Covid-19-Erreger gibt es mehrere Testmethoden: Bei PCR-Tests wird Erbgut des Erregers nachgewiesen. Dieses Verfahren gilt als das zuverlässigste, ist aber vergleichsweise langsam und teuer.

Daneben kommen mittlerweile günstigere Antigen-Schnelltests zum Einsatz, die innerhalb einer halben Stunde Ergebnisse liefern. Diese Antigen-Tests weisen nicht den Erreger als solchen nach, sondern bestimmte Proteine, die an das Virus gebunden sind, diese Methode gilt als weniger zuverlässig.

Ein drittes Verfahren ist der Nachweis von Antikörpern gegen das Virus.

Update, 14.39 Uhr - Seit Heiligabend 66 neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land meldet, dass es seit Heiligabend 66 weitere bestätigte Covid-19-Fälle im Landkreis gibt.

Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten Covid-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 2.638 (Meldestand: 28.12.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 109,5 (Stand: 28.12.2020, 0 Uhr).

Update, 13.13 Uhr - Spahn rechnet bald mit höherer Impfstoffproduktion in Deutschland

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist zuversichtlich, dass die Produktion des Corona-Impfstoffs in Deutschland bald hochgefahren werden kann. „Wir tun alles zusammen mit Biontech-Pfizer, dass es zusätzliche Produktionsstätten hier in Deutschland etwa in Marburg in Hessen geben kann“, sagte Spahn am Montag im ZDF-“Morgenmagazin“. „Ziel ist, noch im Februar/März dort auch Produktion möglich zu machen. Und das würde die Menge enorm erhöhen.“

Biontech hat die Marburger Produktionsanlage von dem Schweizer Pharmariesen Novartis übernommen. Nach Angaben des Unternehmens sind dort nun einige Umstellungen nötig, bevor es auch dort mit der Produktion des Covid-19-Impfstoffs losgehen kann. Forderungen nach mehr Tempo wies Spahn zurück. Die Herstellung von Impfstoffen sei überaus anspruchsvoll, sie könne nicht in drei oder vier Wochen beliebig hochgefahren werden. „Das braucht Vorlauf, und das ist in Vorbereitung in Marburg“, betonte er.

Spahn zeigte sich optimistisch, dass in den ersten Januartagen neben dem Impfstoff von Biontech mit der Entwicklung von Moderna ein zweiter Impfstoff zugelassen wird. Zwei bis drei weitere Kandidaten seien außerdem „auf dem Weg zur Zulassung“. Man wisse aber nicht, ob es alle schaffen, weil es sehr hohe Anforderungen gäbe, so Spahn. „Aber es macht mich sehr zuversichtlich, dass, wenn es nur ein, zwei dieser weiteren Kandidaten schaffen, wir bis Sommer so viel Impfstoff in Deutschland, in Europa und im nächsten Schritt für die ganze Welt haben werden, dass wir jedem, der will, ein Impfangebot machen können.“

Update, 12.35 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet vier Neuinfektionen und einen weiteren Todesfall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist eine weitere Person verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert war. Seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 27. Dezember gibt es vier neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 28. Dezember 2020, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.
Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 363 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 151,90. 

Update, 11.22 Uhr - Betrunkener verstößt zweimal gegen Corona-Ausgangssperre

Ein betrunkener Autofahrer hat in der Nacht auf Sonntag gleich zweimal gegen die Corona-Ausgangssperre verstoßen. Wie die Polizei berichtete, wurde der Mann gegen 23 Uhr in Puchheim im Landkreis Fürstenfeldbruck kontrolliert. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht nüchtern war. Außerdem hatte er keinen triftigen Grund, um zu dieser Zeit unterwegs zu sein. Zwei Anzeigen waren die Folge. Der 41-Jährige musste den Autoschlüssel abgeben.

Drei Stunden später – immer noch während der Ausgangssperre – erschien der Mann dann mit zwei Begleitern in der Polizeiinspektion Germering. Der Grund: Er wollte seinen Autoschlüssel wiederhaben. Weil dies derzeit während der Corona-Krise kein triftiger Grund für das Verlassen der Wohnung ist, wurde der Mann erneut deswegen angezeigt. Auch seine beiden Begleiter erhielten Anzeigen.

Update, 10.41 Uhr - Landkreis Altötting meldet 16 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 16 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand 27. Dezember, 16 Uhr). Die Gesamtzahl der Fälle stieg damit auf 2887. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz beträgt laut Landratsamt somit 105,8.

Update, 9.50 Uhr - Nach Panne starten Impfungen gegen Corona nun auch in Oberfranken

Nach einer Panne beim Impfstart in Oberfranken soll nun auch dort gegen Corona geimpft werden. Die herstellende Firma habe die Qualität der Impfdosen bestätigt und die Dosen freigegeben, teilte die Regierung von Oberfranken in der Nacht zu Montag mit. „Damit steht dem Impfstart in Oberfranken nichts mehr im Wege. Die Impfungen können beginnen.“

Beim eigentlichen Impfstart am Sonntag hatte es in Oberfranken und in Schwaben Probleme mit der Kühlkette gegeben - der Impfstoff muss bei extremen Temperaturen um die minus 70 Grad tiefgekühlt werden. Während sich die Probleme in Schwaben bald darauf als marginal erwiesen und das Impfen begann, blieb es in Oberfranken zunächst unklar, wann die größte Impfaktion in der Geschichte der Bundesrepublik auch dort starten kann.

Update, 8.44 Uhr - Ein weiterer Todesfall in der Region registriert

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 28. Dezember).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen haben sich in der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Aus dem Landkreis Rosenheim (von 161,9 auf 163,8) und der Stadt Rosenheim (von 203,0 auf 210,9) wurden steigende Inzidenz-Werte gemeldet. Der Landkreis Altötting (von 113,0 auf 105,8), der Landkreis Berchtesgadener Land (von 114,2 auf 109,5) und Mühldorf (von 165,7 auf 147,6) meldeten dagegen fallende Zahlen. Gleich geblieben ist die 7-Tage-Inzidenz des Landkreises Traunstein (157,9).

Allerdings gab es in der Region leider auch wieder einen Todesfall im Kreis Rosenheim zu beklagen. Weitere Details zum Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen wurde nicht bekannt.

Update, 7.23 Uhr - Bayern setzt Impfungen gegen Corona fort

Nach dem Impfstart in Bayern am Sonntag soll die Versorgung der Patienten vor allem in den Alten-und Senioreneinrichtungen zügig fortgesetzt werden. Erwartet wird noch am Montag die zweite Impfstofflieferung, die zunächst an acht Verteilzentren in Bayern gehen soll. Der Freistaat rechnet mit 97.000 Impfdosen, das sind fast zehnmal so viel wie bei der ersten Lieferung am Samstag.

Bereits am Sonntag hatten mehrere Tausend Menschen in Bayern die Spritze verabreicht bekommen, von der eine schützende Wirkung im Kampf gegen Corona erwartet wird. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte von einem „sehr bewegenden“ Tag gesprochen. Überschattet wurde der Impfstart von einer Panne in Oberfranken und Schwaben. In zehn Landkreisen und kreisfreien Städten verzögerte sich das Impfen, weil es Probleme bei der Kühlung des Impfstoffs gegeben hatte. In Schwaben erwiesen sich die Probleme später als marginal, das Impfen konnte auch dort beginnen. Wann die größte Impfaktion in der Geschichte der Bundesrepublik auch in Oberfranken startet, war zunächst nicht klar.

In den anderen Teilen Bayerns waren die ersten mobilen Impfteams ausgerückt. In Unterföhring bei München wurde eine 100-Jährige geimpft, in Kaufbeuren eine Frau, die schon 103 Jahre alt ist, wie die Stadtverwaltung mitteilte. In Germering erhielten die 83-jährige Helga Klingseisen und ihr 91 Jahre alter Ehemann Kurt die ersten Dosen in ihre Oberarme gespritzt. „Das ist ein Piks und fertig“, kommentierte die 83-Jährige den Vorgang.

348 neue Corona-Todesfälle - Grenze von 30.000 überschritten

Die Zahl der mit oder an dem Coronavirus gestorbenen Menschen hat in Deutschland die Grenze von 30.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 348 weitere Todesfälle - damit stieg die Zahl auf 30.126, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen bekannt gab. Darüber hinaus wurden 10.976 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Die Zahl der Neuinfizierten und der Opfer sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage und zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Vor genau einer Woche waren 16.643 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden. Bei den Todesfällen war der Höchststand von 952 am 16. Dezember registriert worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Montagmorgen bei 157,8. Ihr bisheriger Höchststand war am vergangenen Dienstag mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Montag Sachsen mit 371,3 und Thüringen mit 288,2, den niedrigsten Wert hatte Mecklenburg-Vorpommern mit 77,0.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.651.834 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 28.12., 00.00 Uhr). Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 255 700 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Sonntag bei 0,83 (Samstag: 0,89). Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont in seinem Bericht aber, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel hin Corona-Fälle nur verzögert angezeigt, erfasst und übermittelt werden, „so dass der R-Wert zudem ggf. unterschätzt wird“.

mh/dpa

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