News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bayerischer Verfassungsgerichtshof lässt Corona-Verordnung bis auf Weiteres in Kraft

News-Ticker zur Corona-Pandemie
+
Für die Corona-Impfungen in Deutschland soll nun doch schon in der ersten Woche des neuen Jahres Nachschub kommen. 

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (30. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 209,3, Landkreis Rosenheim 156,5, Landkreis Traunstein 160,7, Landkreis Berchtesgadener Land 153,9, Landkreis Mühldorf 128,6, Landkreis Altötting 92,4 (Quelle/Stand: RKI, 30. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2297, Landkreis Rosenheim 8418, Traunstein 5595, Berchtesgadener Land 2668, Mühldorf 3267, Altötting 2890 (Quelle/Stand: RKI, 30. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 34, Landkreis Rosenheim 317, Traunstein 151, Berchtesgadener Land 63, Mühldorf 73, Altötting 104 (Quelle/Stand: RKI, 30. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 32.107 Todesfälle in Deutschland (6549 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 18.55 Uhr - Bayerischer Verfassungsgerichtshof lässt Corona-Verordnung in Kraft

Die bayerische Corona-Verordnung mit weitreichenden Einschränkungen und Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus bleibt bis auf Weiteres in Kraft.

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof lehnte es in einer am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung ab, die Verordnung durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen. Laut Mitteilung des Gerichts ist es aber offen, wie die Entscheidung im Hauptverfahren ausgeht: Bei der im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes gebotenen überschlägigen Prüfung könne „weder von offensichtlichen Erfolgsaussichten noch von einer offensichtlichen Aussichtslosigkeit“ des Hauptantrags im Popularklageverfahren ausgegangen werden.

In der Verordnung sind quasi sämtliche Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern geregelt, darunter die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, die nächtliche Ausgangssperre sowie der aktuelle Lockdown mit Geschäfts-, Schul- und Kita-Schließungen. Die weitreichenden Maßnahmen, auch der Lockdown, sind zunächst bis 10. Januar befristet. Allerdings deutete sich zuletzt eine Verlängerung der meisten Maßnahmen an. Bund und Länder wollen darüber am 5. Januar beraten.

Update, 17.53 Uhr - 91 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1768 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 160,73. Seit der letzten Pressemitteilung am 29. Dezember sind beim Gesundheitsamt 91 Neuinfektionen eingegangen.

Eine Großzahl der Neuinfektionen sind auf Infektionsgeschehen innerhalb von Familienverbünden zurückzuführen. Aufgrund von Reihentestungen sind im Seniorenheim in Waging a. See aktuell bei zwölf Bewohnern und sechs Mitarbeitern ein positiver COVID-19-Nachweis eingegangen.

Entsprechende Quarantänemaßnahmen wurden von dem Gesundheitsamt angeordnet. Ein ausgearbeitetes Hygienekonzept wird von Seiten der Einrichtung beachtet und fachgerecht umgesetzt. Weitere Reihentestungen sind bereits in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt geplant.

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine Frau im Alter von 83 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 152 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Als genesen gelten mindestens 3762 Personen (39 Personen mehr seit der Meldung vom 29. Dezember).

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 63 COVID-19-Patienten behandelt, davon 47 auf der Normalstation und 16 auf der Intensivstation.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 17.03 Uhr - Bund: Nächste Corona-Impfstofflieferung am 8. Januar

Für die Corona-Impfungen in Deutschland soll nun doch schon in der ersten Woche des neuen Jahres Nachschub kommen. Mit dem Impfstoff-Hersteller Biontech habe vereinbart werden können, dass die nächste Lieferung - wie ursprünglich geplant - bereits nächste Woche, am 8. Januar, erfolgen werde, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Danach solle die nächste Lieferung am 18. Januar kommen, ab dann vorerst wöchentlich jeweils montags. Dabei würden anfangs etwa 670.000 Dosen pro Woche geliefert.

Aus mehreren Bundesländern - unter anderem Bayern - war am Mittwoch Kritik laut geworden, dass eine für die erste Kalenderwoche 2021 zugesagte Lieferung ausbleiben sollte. Demnach sollte es erst am 11. Januar Nachschub geben, also in der zweiten Kalenderwoche 2021.

Update, 16.30 Uhr - 35 neue Corona-Fälle und ein Todesfall im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 35 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 2.684 (Meldestand: 30.12.2020, 10:00 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 153,9 (Stand: 30.12.2020, 0:00 Uhr).

Von den insgesamt 2.684 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land bestätigten Fälle sind 2.452 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Im Landkreis gibt es aktuell 169 aktive Fälle.

Seit der letzten Meldung wurde dem Gesundheitsamt 1 weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um eine Frau im Alter von 77 Jahren. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 63.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgaden

Update, 15.28 Uhr - 33 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf – ein Todesfall

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist eine weitere Person verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert war. Seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 29. Dezember gibt es 33 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 30. Dezember 2020, 8 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 245 aktive Fälle. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 3.303 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 2.982 wieder genesen.

Die Zahl der Verstorbenen erhöht sich auf 76. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 159,66.

Daten und Fakten zu den Corona-Tests 2020 im Landkreis: Insgesamt wurden am Testzentrum am Volksfestplatz in Mühldorf ca. 13.500 Tests durchgeführt. 5.600 Tests sind in Waldkraiburg durch Vitolus erfolgt. Durch das Gesundheitsamt wurden insgesamt etwa 14.600 Kontaktpersonen (KP1) in diesem Jahr getestet. Auch an die Heime im Landkreis wurden insgesamt etwa 28.300 Schnelltests verteilt.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf

Update, 14.35 Uhr - Impfstoff-Engpass auch in Bayern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigte sich auf einer Pressekonferenz am Vormittag noch zufrieden mit dem Impfstart: „Der Impfstart ist gelungen. Ja, es ruckelt an der einen oder anderen Stelle, aber die größte Impfkampagne ist der Geschichte Deutschlands ist erfolgreich angelaufen.“

Kurz danach wurde bekannt, dass die Bundesländer Berlin und Brandenburg kurzfristig keinen Impfstoff geliefert bekommen, erst wieder ab 11. Januar 2021.

Jetzt hat der Impfstoff-Engpass offenbar auch Bayern erreicht: „Wie wir heute vom Bund erfahren haben, wird Bayern in der ersten Januar-Woche – entgegen der bisherigen Zusage - voraussichtlich keine Impfstofflieferung erhalten“ zitiert bild.de die bayerische Gesundheitministerin Melanie Huml.

„Es ist für mich unverständlich, wie gerade bei derartig hohen Infektionszahlen eine komplette Lieferung einfach entfallen kann. Die eigentlich zugesagten Impfdosen waren in unseren Impfzentren bereits fest eingeplant.“, so Melanie Huml.

Update, 13.33 Uhr - RKI verzeichnet gut 78.000 Impfungen

Bis Mittwochvormittag wurden 78.109 Corona-Impfungen an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Geimpften um 37.273, wie aus RKI-Angaben von Mittwoch hervorgeht. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegele somit nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betont das RKI.

Unter den Geimpften sind 37.302 Bewohner von Pflegeheimen. 32.678 Personen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen, darunter fallen medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko etwa in Notaufnahmen oder der Behandlung von Corona-Patienten sowie Personal in der Altenpflege. 20.913 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft.

Die meisten Impfungen wurden bisher in Bayern erfasst (12.935), gefolgt von 11.385 in Nordrhein-Westfalen und 9.448 in Hessen.

Update, 12.44 Uhr - Landkreis Altötting meldet 18 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 18 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand 29. Dezember). Die Gesamtzahl der Fälle stieg damit auf 2914. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz beträgt laut Landratsamt somit 92,4. Der Kreis hat aktuell 279 aktive Corona-Fälle.

Update, 11.53 Uhr - RKI-Chef Wieler: „Wie gut wir diese Pandemie bewältigen, das haben wir selbst in der Hand“

Nach Spahn ergreift RKI-Chef Wieler das Wort. „Lassen Sie uns gemeinsam dem Virus den Wind aus den Segeln nehmen“, appelliert er an die Bevölkerung. Dann betont er die Wichtigkeit der AHA-Regeln sowie der Kontaktreduktion. „Wie gut wir diese Pandemie bewältigen, das haben wir selbst in der Hand“, mahnt Wieler.

Der RKI-Chef betont, besonders die über 80-Jährigen seien vom Coronavirus gefährdet. Die freien Kapazitäten auf den Intensivstationen würden immer weiter sinken, so Wieler. „Manche Kliniken fahren Notprogramme“, warnt er. Zudem würden immer mehr Ärzte und Schwestern ausfallen, weil sie selbst am Virus erkranken würden. „Auch, wenn wir die ersten geimpft haben, werden nicht alle geschützt sein“, betont Wieler. Darum sei auch weiterhin die Einhaltung der AHA-Regeln wichtig, so der RKI-Chef. Denn: „Kein Impfstoff ist perfekt.“ 

PK von Spahn und RKI-Chef Wieler im Video

Update, 11.24 Uhr - Spahn nennt Impfkampagne „nationalen Kraftakt“

„Wir erleben gerade in dieser Phase der Pandemie eine Zeit der Gegensätze“, beginnt Spahn seine Rede. Er zeigt sich betroffen über die hohe Zahl an Corona-Toten, die das RKI heute morgen meldete. Von „einer Normalität, wie wir sie uns wünschen“, sei man laut dem Bundesgesundheitsminister noch weit entfernt. „Diese Zahlen belegen, wie brutal dieses Virus immer noch zuschlägt.“ Von einer Normalität sei man noch sehr weit entfernt. „Ich sehe also nicht, wie wir in dieser Situation zurückkehren können in den Modus vor dem Lockdown.“ Spahn spricht vom „wahrscheinlich ruhigsten Silvester, an das sich Deutschland erinnern kann“, dann geht er auf den Impfstart ein. „Wer hätte das zu Beginn der Pandemie gedacht?“, sagt er mit Blick auf die angelaufenen Impfungen.

Der Bundesgesundheitsminister nennt den Impfstart „gelungen“. Er lobt alle, die an der Impfkampagne beteiligt sind und bezeichnet sie als „nationalen Kraftakt“. Nächste Woche sei auch die Zulassung des Impfstoffes von AstraZeneca zu erwarten, so Spahn. Gleichzeitig ruft er die Bevölkerung zur Geduld auf, aktuell sei der Impfstoff knapp, nicht jeder könne das Vakzin sofort erhalten. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass man zum Impfstart priorisieren müsse. In der Pandemie müsse man sich gegenseitig vertrauen, um das Virus zu besiegen, schließt Spahn seine Rede.

Update, 9.49 Uhr - Aiwanger will lockern: intelligente Lösungen statt Holzschnitt

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert eine schrittweise Lockerung der Corona-Beschränkungen - mit Klugheit und Technologie. „Wir brauchen differenzierte und intelligente Lösungen, um schrittweise wieder zur Normalität zurückzukommen“, sagte Aiwanger der Deutschen Presse-Agentur. „Wir müssen weg vom holzschnittartigen „ganz Deutschland auf oder zu“. Aiwanger setzt sich unter anderem dafür ein, dem Einzelhandel so wie in anderen Bundesländern zu erlauben, dass Kunden Online-Bestellungen abholen dürfen (Click&Collect) und dass Skigebiete begrenzt öffnen dürfen.

„Wir müssen die Zahlen abwarten, aber es sieht so aus, als ob die Infektionen zurückgehen“, sagte der Freie Wähler-Chef. „Wir sollten darüber nachdenken, Click&Collect in Bayern einzuführen.“ Wenn die Analyse der Erfahrungen in anderen Bundesländern zeigt, dass dabei keine Corona-Hotspots entstehen, könnte das nach Aiwangers Einschätzung auch in Bayern erlaubt werden. Zur derzeitigen Debatte um den Freizeit-Wintersport sagte der Wirtschaftsminister: „Wir sollten den Bewegungsdrang der Menschen in geordnete Bahnen lenken. Das heißt für mich: Skigebiete mit sauberen Hygienekonzepten öffnen.“ Als Beispiel für eine mögliche Lösung nannte Aiwanger, Skifahrern FFP2-Masken und Online-Anmeldungen vorzugeben - „damit nicht zu viele kommen und jeder Zweite wieder heimgeschickt wird.“

Im Einzelhandel seien ebenfalls differenzierte Lösungen notwendig. „Derzeit kann man mit Fußballschal als Mund-Nasen-Bedeckung im Supermarkt einkaufen, aber der Schuhladen nebenan darf nicht mal Click&Collect machen. Mit vorgeschriebenen FFP2-Masken könnten auch mehr Geschäfte wieder öffnen.“ FFP2-Masken haben anders als die üblichen Mund-Nasen-Bedeckungen eine Filterwirkung und dienen sowohl dem eigenen Schutz als auch dem Schutz der Mitmenschen vor einer Infektion.

Update, 8.53 Uhr - Aktuelle RKI-Zahlen aus der Region: Altötting unter 100, zwölf Todesfälle

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 30. Dezember).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen haben sich in der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Aus dem Landkreis Berchtesgadener Land (von 121,8 auf 153,9), dem Kreis Mühldorf (von 126,9 auf 128,6), dem Landkreis Rosenheim (von 155,7 auf 156,5) und dem Kreis Traunstein (von 149,4 auf 160,7) wurden steigende Inzidenz-Werte gemeldet. Der Landkreis Altötting (von 102,2 auf 92,4) und die Stadt Rosenheim (von 214,0 auf 209,3) meldeten dagegen fallende Zahlen. 

Allerdings gab es in der Region leider auch wieder zwölf Todesfälle zu beklagen. Laut Robert-Koch-Institut (Stand 30. Dezember) starben fünf Personen im Kreis Rosenheim, drei im Landkreis Traunstein und je zwei Personen in den Kreisen Mühldorf und Berchtesgadener Land. Weitere Details zum Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen wurde nicht bekannt.

Update, 7.26 Uhr - Staatsregierung bereitet Großeinsatz von PCR-Schnelltests vor

Die Staatsregierung startet im Januar den Großeinsatz eines neuen Corona-Schnelltests, der weit zuverlässiger sein soll als das bisher übliche Schnellverfahren. Vorerst hat die Staatsregierung sechs der erst vergangene Woche amtlich zugelassenen neuen Testgeräte und 60.000 Testkits des Startups GNA Biosolutions geordert. Darüber hinaus hat sich Bayern das Vorkaufsrecht für 1000 Geräte plus einer Million Tests gesichert, wie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Dienstag in München sagte.

Der neue Schnelltest ist laut Aiwanger der „weltbeste Schnelltest“ - eine Einschätzung, die der in der Biotech-Szene bekannte Biochemiker Horst Domdey weitgehend bestätigte: „Dieses Testsystem gehört zu den sensitivsten weltweit, zu den kostengünstigsten weltweit und den schnellsten weltweit.“ Anders als die bisher üblichen Antigen-Schnelltests ist auch der neue Schnelltest aus dem Münchner Vorort Martinsried ein PCR-Test, der das Erbgut des Covid-19-Erregers direkt nachweist. Gut geeignet wäre das „Octea“ genannte System nach Aiwangers Einschätzung für Krankenhäusern und Seniorenheime ebenso wie für Tests an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen.

Höchstwert: 1129 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat zum ersten Mal die Marke von 1000 überschritten und damit einen Höchststand erreicht. Binnen einen Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 1129 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Außerdem wurden 22.459 Neuinfektionen gemeldet. Vergangenen Mittwoch (23.12.) waren 24.740 Neuinfektionen und der bisherige Höchststand von 962 Todesfällen gemeldet worden.

Das RKI hatte vor den Weihnachtstagen mitgeteilt, dass die aktuellen Zahlen nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar seien, da es zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Dennoch war die Zahl der neuen Todesfälle am Mittwochmorgen deutlich höher als vor einer Woche.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwochmorgen bei 141,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Dienstag Sachsen mit 330,0 und Thüringen mit 255,1 den niedrigsten Wert hatte Niedersachsen mit 79,6.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.687.185 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 30.12., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Mittwoch auf 32.107. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.302.600 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Dienstagabend bei 0,67 (Montag: 0,74). Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 67 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont in seinem Bericht aber, dass zum Jahreswechsel hin Corona-Fälle nur verzögert angezeigt, erfasst und übermittelt werden, „so dass der R-Wert zudem ggf. unterschätzt wird“.

mh/bcs/dpa

Kommentare