Urlaubsrückkehrer können sich kostenlos testen lassen *mit Video

Corona-Teststrecke an A8 bei Bergen jetzt in Betrieb: Wir waren zu Besuch

An der Corona-Teststrecke in Bergen an der A8 wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht
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An der Corona-Teststrecke in Bergen an der A8 wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht

Bergen - Seit Donnerstag können sich Urlauber, die mit dem Auto die bayerische Grenze passieren, freiwillig und kostenlos auf Corona testen lassen. Mehrere Teststationen gingen in den Morgenstunden in Betrieb - auch in Bergen. Wir waren vor Ort.

„In den ersten vier Stunden, in denen die Teststrecke seit heute 7 Uhr in Betrieb ist, haben wir bereits rund 70 Personen getestet", sagt Projektleiter Thorsten Brandstätter vom BRK Kreisverband Traunstein. Er und seine Kollegen seien am Dienstag von der bayerischen Staatsregierung informiert worden, dass die Teststrecke an der Autobahnraststätte Hochfelln-Nord (A8) in Bergen bereits am Donnerstag, 30. Juli in Betrieb gegen soll. Neben Bergen wird in der Region auch in Kiefersfelden getestet.

Urlauber an Corona-Teststation an der A8: „Je mehr getestet wird, umso besser“

Ein Urlaubsrückkehrer aus Freising erzählt gegenüber chiemgau24.de: „Ich komme gerade aus dem Urlaub in Kroatien zurück. Mir geht es zwar gut, aber wenn man so das Risiko einer Weiterverbreitung minimieren kann, dann ist das eine gute Sache. Je mehr getestet wird, desto besser.“ Drei Autos waren vor ihm, dann kam er nach rund zehn Minuten Wartezeit dran. Die Testergebnisse werden an das Gesundheitsamt weitergeleitet, das die Ergebnisse wiederum an das Landesamt gibt und das Landesamt informiert dann die Urlauber. Die Tests sind kostenlos.

Corona-Teststation in Bergen in 18 Stunden auf die Beine gestellt

„Nach einem etwas holprigen Start haben wir in den letzten 18 Stunden in einer Nachtschicht die Teststrecke aufgebaut“, so Brandstätter weiter. Betreiben werden er und seine Kollegen die Strecke vorerst mit Unterstützung von ausschließlich freiwilligen Helfern der BRK Bereitschaft, Wasserwacht und DLRG Traunstein für maximal eine Woche. „Danach wird die Staatsregierung das dann voraussichtlich an private Betreiber weitergeben“, sagt der Projektleiter.

Alles ist genau geregelt und beschildert. Nimmt man die Ausfahrt zur Raststätte von Salzburg kommend, sieht man gleich den Wegweiser zur Teststrecke. Am „Empfang" stehen schon BRK-Mitarbeiter bereit, die über das Vorgehen aufklären. Dann geht es mit dem Auto weiter bis zur Abstrichstelle. Ist der Test genommen, kann man einfach weiterfahren zurück auf die A8. Bis zu 30 Helfer sind am Tag im Schichtbetrieb im Einsatz. Auf Grund der großen Hitze und der Schutzkleidung wird einmal pro Stunde gewechselt.

Die Corona-Teststrecke an der A8 bei Bergen

Corona-Teststrecke: Abstrich wird gemacht
An der Corona-Teststrecke wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht © jb
Corona-Teststrecke: Abstrich wird gemacht
An der Corona-Teststrecke wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht © jb
Corona-Teststrecke: Abstrich wird gemacht
An der Corona-Teststrecke wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht © jb
Corona-Teststrecke: Abstrich wird gemacht
An der Corona-Teststrecke wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht © jb
Corona-Teststrecke: Abstrich wird gemacht
An der Corona-Teststrecke wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht © jb
Corona-Teststrecke: Abstrich wird gemacht
An der Corona-Teststrecke wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht © jb
Corona-Teststrecke: Abstrich wird gemacht
An der Corona-Teststrecke wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht © jb
Corona-Teststrecke: Abstrich wird gemacht
An der Corona-Teststrecke wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht © jb
Corona-Teststrecke: Abstrich wird gemacht
An der Corona-Teststrecke wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht © jb
Corona-Teststrecke: Abstrich wird gemacht
An der Corona-Teststrecke wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht © jb
Corona-Teststrecke: Abstrich wird gemacht
An der Corona-Teststrecke wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht © jb
Corona-Teststrecke: Abstrich wird gemacht
An der Corona-Teststrecke wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht © jb
Corona-Teststrecke: Abstrich wird gemacht
An der Corona-Teststrecke wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht © jb
Corona-Teststrecke: Abstrich wird gemacht
An der Corona-Teststrecke wird ein Abstrich bei einem Urlaubsrückkehrer gemacht © jb

Muss ich nach einem Test in Quarantäne?

Um die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie in Deutschland zu bremsen, haben das Robert-Koch-Institut und verschiedene Bundesministerien zahlreiche Länder zu Risikogebieten erklärt. Einreisende aus diesen Ländern müssen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland, außer in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Republik Zypern), in Schengen-assoziierte Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz), in das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland, nach Andorra, Monaco, San Marino und in den Vatikanstaat.

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte am Montag angekündigt, eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten anzuordnen, die voraussichtlich in der kommenden Woche in Kraft treten soll - über zuvor beschlossene freiwillige Testmöglichkeiten hinaus.  Diese Länder gelten als Corona-Risikogebiete:

Diese Länder gelten als Corona-Risokogebiete

Wer beispielsweise aus Kroatien oder Italien kommt und sich in Bergen testen lässt, muss also nicht in Quarantäne und darf einfach weiterfahren. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt durch Zusammenarbeit des Bundesministeriums für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

jb

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