News-Ticker zur Corona-Pandemie

Corona und Urlaub: Rückkehrer aus Risikogebieten sollen getestet werden

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Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr sechs Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (22. Juli) im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Rosenheim 2836, Traunstein 1314, Berchtesgadener Land 345, Mühldorf 511, Altötting 604
  • Aktive Fälle: Rosenheim 200, Traunstein 8, Berchtesgadener Land 13, Mühldorf 10, Altötting 2
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9090 Todesopfer in Deutschland (2613 in Bayern) 
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Update, 18.38 Uhr - Rückkehrer aus Risikogebieten sollen zum Corona-Test

Wer aus Risikogebieten nach Deutschland zurückkommt, muss eigentlich zwei Wochen in Quarantäne. Doch nicht jeder hält sich dran. Die Politik will die Regeln nun ändern.

Reisende aus sogenannten Risikogebieten im Ausland sollen künftig unmittelbar nach Rückkehr in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Eine entsprechende Empfehlung beschlossen die Gesundheitsminister der Bundesländer nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz. Die Tests seien verpflichtend, hieß es.

Bisher müssen Menschen, die aus stark vom Coronavirus betroffenen Staaten zurückkehren, in Deutschland zunächst 14 Tage in häusliche Quarantäne. Ob sie das tatsächlich immer tun, ist aber fraglich. Deshalb will die Politik hier nachjustieren.

Weltweit stuft das Robert Koch-Institut (RKI) derzeit den größten Teil der Staaten als Corona-Risikogebiet ein. Keine Quarantänepflicht gilt dagegen für Einreisende aus fast allen EU-Staaten und einigen anderen europäischen Ländern.

Momentan sind viele Deutsche etwa in Spanien, Frankreich, Italien oder Griechenland im Urlaub - Ländern also, die nicht als Risikogebiet eingestuft sind. Gleichwohl kann dort erhöhte Ansteckungsgefahr mit Sars-CoV-2 bestehen. Zuletzt hatten ungezügelte Partys von Urlaubern ohne Maske und Abstand auf Mallorca für Schlagzeilen gesorgt und auch die Politik aufgeschreckt.

dpa

Update, 16.25 Uhr - Zahlen aus Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom 20. Juli einen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 22. Juli, 14 Uhr).

Es handelt sich dabei um einen Familienangehörigen eines bereits vermeldeten positiv getesteten Sicherheitsdienstmitarbeiters aus Waldkraiburg. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen des Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Mittlerweile liegen auch die Ergebnisse der zweiten Reihentestung des Kindergartens in Waldkraiburg vor. Die Befunde sind alle negativ. Der Kindergarten wird ab morgen wieder geöffnet.

Ebenso wurde eine Reihentestung in einem Seniorenheim in Waldkraiburg durchgeführt, da eine Pflegefachkraft positiv war. Auch hier liegen die Ergebnisse bereits vor. Alle Abstriche der Bewohner und Mitarbeiter sind negativ. Die zweite Testung ist für nächste Woche organisiert.

Pressemeldung Landratsamt Mühldorf

Update, 15.50 Uhr - Zahlen aus dem Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit acht aktive COVID-19-Fälle vor.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 3,39. Seit der letzten Pressemitteilung sind beim Staatlichen Gesundheitsamt vier Neuinfektionen eingegangen. Dabei handelt es sich um Ansteckungen innerhalb von zwei Familienverbünden.

Es liegen somit insgesamt 1.314 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1.218 Personen.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit zwei COVID-19-Patienten im Klinikum Traunstein auf Normalstation behandelt.

Stand: 22.Juli, 15 Uhr

Datum:

W

M

Gesamt

7 Tage-Inzidenz

22.07.20

666

648

1314

3,39

21.07.20

664

646

1310

1,69


Genesene (gesamt)

1218

Verstorbene

(gesamt)

88

Aktive Fälle

8

Pressemeldung Landratsamt Traunstein

Update, 15.40 Uhr - Zwei Kindergartengruppen in Bischofswiesen unter Quarantäne

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern drei weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt, wobei diese drei Personen bereits als direkte Kontaktpersonen unter Quarantäne standen. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 345 (Meldestand: 22. Juli, 10 Uhr). Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land fällt auf 5,7.

Von den nunmehr insgesamt 345 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind nach wie vor 299 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell befinden sich 21 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen, wie z. B. eine häusliche Quarantäne, ein. Aktuell befinden sich 84 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (19 mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 906 unmittelbare Kontaktpersonen sind nunmehr seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (6 mehr im Vergleich zu gestern).

Da zwei infizierte Personen in engerem Kontakt mit einer Kindergarteneinrichtung im südlichen Landkreis stehen, wurden die beiden betroffenen Gruppen in Abstimmung mit der Kindergartenleitung vorsorglich auf Empfehlung des Gesundheitsamtes unter Quarantäne gestellt. Testungen wurden vorgenommen. Das Gesundheitsamt ermittelt alle engen Kontaktpersonen und geht dazu auf die Eltern der betroffenen Kinder zu.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land wird nur noch ein Covid-19-Patient stationär behandelt.

Hinweis: Dieser Patient hat jedoch seinen Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehört somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten 342 BGL-Corona-Fälle.

Pressemeldung Landratsamt Bechtesgaden

Auf Nachfrage von BGLand24.de bestätigte das Landratsamt, dass es sich bei der oben genannten Kindergarteneinrichtung um den Kindergarten Insula in Bischofswiesen handelt.

Update, 13.02 Uhr - Wegen Hinweis auf Maskenpflicht: Busfahrer in Oldenburg verprügelt

Unbekannte Männer haben in Oldenburg einen Busfahrer angegriffen und verletzt, nachdem dieser sie auf die Einhaltung der Maskenpflicht hingewiesen hatte. Die Attacke ereignete sich am Donnerstagabend gegen 23 Uhr, wie der "NDR" berichtet. "Der Busfahrer ist von den beiden Männern zunächst beleidigt worden", zitiert der Sender Polizeisprecher Stephan Klatte. Und weiter: "Daraufhin hat er die Tür des Busses von innen zugemacht, um sie an die Polizei zu übergeben."

Die Männer sollen anschließend auf den Busfahrer eingeschlagen und die Tür gewaltsam geöffnet haben. Im Bus hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffes fünf weitere Fahrgäste aufgehalten, heißt es in dem Bericht weiter. Der Busfahrer habe durch den Vorfall eine Gehirnerschütterung erlitten, sei seitdem arbeitsunfähig. Gegen die Tatverdächtigen ermittelt die Polizei nun wegen Körperverletzung und Beleidigung. Aktuell sind sie jedoch noch nicht gefasst worden, laut "NDR" werte die Polizei aktuell das Videomaterial der Überwachungskameras aus.

Update, 11.46 Uhr - Piazolo: Zusätzliche Unterstützung durch 800 Teamlehrkräfte

Die Planung der Unterrichtsversorgung erfolgt dieses Jahr in einem zweistufigen Verfahren, erklärte Kultusminister Piazolo am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.  In einem ersten Schritt werden die normalen Personalveränderungen, die gestiegenen Schülerzahlen sowie den Bedarf für die wieder zur Verfügung gestellten zusätzlichen 1.000 Lehrerstellen eingeplant.

In einem zweiten Schritt werden bei der Personalplanung die Auswirkungen der Corona-Pandemie angegangen. Wenn das Infektionsgeschehen weiter positiv bleibt, kann der Unterricht ab September auf den Regelbetrieb unter besonderen Hygieneauflagen umgestellt und es können zusätzliche Förderangebote für die Schüler eingerichtet werden. Im Grundsatz können dann alle Lehrkräfte wieder Präsenzunterricht geben. 

Minister Piazolo: „Corona stellt uns auch bei der Personalplanung vor neue Herausforderungen. Wir müssen auf diese pädagogisch, pragmatisch und flexibel reagieren. Um den Präsenzunterricht zu sichern, werden wir über unsere bestehenden Lehrerreserven hinaus ein neues Instrument einführen: Wir bilden mit 800 zusätzlichen Kapazitäten einen Pool von sog. Teamlehrkräften. Diese Teamlehrer unterstützen in der Schule die Stammlehrkräfte, die coronabedingt nicht im Klassenzimmer sein können. Wir suchen mit diesen neuen Ressourcen ab sofort ausgebildete Lehrkräfte, aber auch andere Frauen und Männer mit abgeschlossenem Hochschulstudium, die sich an unseren Schulen engagieren wollen.“

Update, 11.10 Uhr - PK: Piazolo zu den Plänen fürs nächste Schuljahr

Am Montag beginnen in Bayern die Sommerferien. Schule im Zeichen der Corona-Pandemie hat dann eine Pause, aber längst geht es um die Frage: Wie geht es im kommenden Schuljahr weiter? Kultusminister Piazolo informiert aktuell in einer Pressekonferenz zu dem Thema.

Update, 10.51 Uhr - Behörden in Baden-Württemberg sperren Badesee wegen Corona-Verstößen

Die Stadt Löwenstein und die Gemeinde Obersulm in Baden-Württemberg haben den als Badesee beliebten Breitenauer See wegen Verstößen gegen Corona-Regeln gesperrt. Am vergangenen Wochenende sei der See überlaufen gewesen, viele Badegäste hätten die Abstandsregeln und die Maskenpflicht missachtet, teilten die Kommunen am Mittwoch zur Begründung mit.

Da die Kontrolle der Regeln durch die Polizei angesichts eines solchen Massenandrangs nicht leistbar sei, sei die Schließung des Sees per Allgemeinverfügung beschlossen worden. Diese tritt am Freitag in Kraft und gilt bis auf Weiteres.

Update, 10.04 Uhr - Konzern arbeitet an 2,50-Euro-Impfstoff

Der Pharmakonzern AstraZeneca plant, bis Ende des Jahres einen Coronavirus-Impfstoff auf den Markt zu bringen. Dieser soll weltweit "zum Selbstkostenpreis" erhältlich sein, wie der Chef des Unternehmens, Pascal Soriot, am Dienstag dem französischen Radiosender RTL sagte. Eine Einheit soll demnach für 2,50 Euro verkauft werden. 

"Unser Ziel ist es, den Impfstoff allen Menschen zugänglich zu machen", sagte Soriot. Das Unternehmen hoffe, bis Ende des Jahres einen Impfstoff zu produzieren. "Vielleicht etwas früher, wenn alles gut geht", fügte Soriot hinzu.

Erst am Montag hatte eine Studie im Fachmagazin "The Lancet" große Hoffnungen in den gemeinsam von AstraZeneca und der britischen Universität Oxford entwickelten Impfstoff geweckt. Der Stoff erwies sich in den ersten beiden Testreihen als für die Probanden gut verträglich und sorgte für die Bildung von Antikörpern sowie für eine Immunisierung gegen die Lungenkrankheit Covid-19.

Update, 8.29 Uhr - Corona-Hotspot im oberfränkischen Rehau: 15 Infizierte

Im oberfränkischen Landkreis Hof gibt es mit der Stadt Rehau (Landkreis Hof) einen neuen Corona-Hotspot. Nach mehr als einem Monat ohne eine Neu-Infektion sind in den vergangenen Tagen 15 Personen positiv auf das Coronavirus Sars-Cov-2 getestet worden, wie das Landratsamt Hof auf seiner Website am Dienstag mitteilte. "Jeder Rehauer kann sich freiwillig testen lassen."

Dazu stellt der Landkreis ein Testmobil auf dem Sportzentrum der 10.000-Einwohner-Stadt bereit, in dem von Mittwoch bis Freitag die Tests angeboten werden. Außerdem sollen in sensiblen Bereichen wie Seniorenheimen zeitnah Reihentestungen durchgeführt werden.

Von den 15 bisher positiv getesteten Personen gehören laut Landratsamt zwölf Personen einer Bevölkerungsgruppe an. Der Landkreis Hof werde deshalb die Einwohner Rehaus, die dieser Bevölkerungsgruppe angehören, aktiv anrufen und zum Testen auffordern. Um welche Bevölkerungsgruppe es sich dabei handelt, gab das Landratsamt nicht bekannt.

Update, 7.14 Uhr - 454 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 454 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 202.799 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Mittwochmorgen meldete (Datenstand 22.7., 0.00 Uhr).

In Deutschland starben den RKI-Angaben zufolge bislang 9095 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von fünf im Vergleich zum Vortag. Bis Mittwochmorgen hatten 188.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 21.7., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,04 (Vortag: 1,15). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 21.7., 0.00 Uhr, bei 1,08 (Vortag: 1,13). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Trotz stabiler Corona-Lage fürchtet Bayern Urlaubsrückkehrer

Die Corona-Infektionslage in einigen Urlaubsregionen macht der bayerischen Staatsregierung Sorgen. "Es ist leider so, dass wir generell sehr freiheitsliebend sind, gerne sehr viel reisen möchten", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Ministerrats in München. Dies sei aber genau das Falsche bei der Eindämmung einer Pandemie, "weil es dann immer wieder von vorne losgeht".

Herrmann kündigte an, dass das Kabinett in der kommenden Woche ein Konzept zum Umgang mit Urlaubsrückkehrern vorlegen werde. Dies sei auch für die nach den Ferien angestrebte Rückkehr der Schulen und Kindergärten in den Normalbetrieb von Bedeutung. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits kürzlich erklärt, an den Flughäfen Corona-Testzentren eröffnen zu wollen.

mh/dpa

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