News-Ticker zur Corona-Pandemie

Party mit 150 Personen aufgelöst - Polizei München setzt Infektionsschutzgesetz durch

Corona Test Symbolbild
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Corona Test Symbolbild

Landkreis/Bayern - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr fast sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (14. August) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bisher infizierte Personen: Rosenheim 2909, Traunstein 1326, Berchtesgadener Land 372, Mühldorf 535, Altötting 663
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9211 Todesfälle in Deutschland (2627 in Bayern)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Update, 17.17 Uhr - Polizei setzt in München Infektionsschutzgesetz durch

Am Samstag, 15.08.2020, gegen 02.15 Uhr, kontrollierten Beamte der Münchner Polizei in Zusammenarbeit mit der Bezirksinspektion Mitte einen gastronomischen Betrieb in der Sonnenstraße. In der Örtlichkeit wurden mehrere Gäste festgestellt, die dort tanzten. Mindestabstände wurden nicht eingehalten. Die ca. fünfzig Gäste und auch ein Teil der Angestellten trugen keinen Mund-Nasen-Bedeckung. Der Betrieb wurde für den Rest der Nacht eingestellt und die Gäste verließen die Örtlichkeit. Die verschiedenen Verstöße gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wurden angezeigt.

Gegen 03.10 Uhr, wurde ein weiterer Betrieb in der Altstadt kontrolliert. Dort wurden über hundertfünfzig Personen auf einer Tanzfläche festgestellt, die keinen Mund-Nasen-Bedeckung trugen und keine Mindestabstände zueinander einhielten. Die Aktivitäten wurden eingestellt und die Personen verließen die Örtlichkeit. Verschiedene Verstöße gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wurden angezeigt.

Am Sonntag, 16.08.2020, gegen 01.00 Uhr, kontrollierten Beamte der Münchner Polizei einen gastronomischen Betrieb in Garching. An der Örtlichkeit wurde Musik abgespielt und es befanden sich ca. fünfzig Personen vor Ort, die keinen Mund-Nasen-Bedeckung trugen. Die Beamten forderten den Verantwortlichen auf die Musik abzustellen und die zum Teil erkennbar alkoholisiert wirkenden Gäste wurden angewiesen, die Örtlichkeit zu verlassen. Der Verantwortliche wurde wegen eines Verstoßes gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angezeigt.

Update, 16.02 Uhr - Sechs Corona-Neuinfektionen im Landkreis Altötting

Wie das Landratsamt Altötting am Sonntag (16. August) verlauten ließ, haben sich weitere sechs Personen mit dem Coronavirus infiziert. Nach aktuellem Stand steigt die Zahl der Neuinfektionen damit auf 663.

Update, 14.32 Uhr - Großteil der positiv getesteten Reise-Rückkehrer ermittelt

Bei der Übermittlung von bayerischen Corona-Testergebnissen an Reise-Rückkehrer ist bis zum Sonntagmittag der Großteil der positiv Getesteten erreicht worden. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: „Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat mit großartiger Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei unter Hochdruck daran gearbeitet, die positiven Befunde den Getesteten zuzuordnen. Das ist in den meisten Fällen gelungen.“

Von rund 44.000 Tests aus dem Zeitraum bis zum 11. August 2020, deren Ergebnisse zunächst nicht mitgeteilt werden konnten, waren 949 positiv. Es mussten zigtausende Dokumente gesichtet werden, um die Getesteten ermitteln zu können. Dies gelang nun bei 903 Betroffenen, bei lediglich 46 positiven Befunden liegen keine passenden Personendaten vor. Auch bei den negativen Tests werden die Betroffenen ermittelt und informiert.

Huml betonte: „Es war wichtig, dass nun möglichst viele Getestete ermittelt werden konnten. Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz.“

Für weitere Fragen hat das LGL eine Hotline eingerichtet. Sie ist auch am Sonntag von 08.00 bis 18.00 Uhr zu erreichen unter der Telefonnummer 09131/6808-5101.

Huml dankte zudem erneut den ehrenamtlichen Helfern für die Unterstützung beim Betrieb der vorläufigen Testzentren. Sie unterstrich: „Ohne unsere ehrenamtlichen Helfer wäre es nicht möglich gewesen, die Teststationen so schnell aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Es war entscheidend, möglichst schnell mit den Tests zu beginnen.“

Insgesamt erfolgten seit Aufnahme der bayerischen Testungen für Reise-Rückkehrer am 25. Juli nach LGL-Angaben 127.650 Testungen. Darunter waren 1802 positive Ergebnisse (Datenstand 15. August).

Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 13.42 Uhr - Kritiker fordern: Reiserückkehrer sollten sich an Testkosten beteiligen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist sauer, weil Reiserückkehrer die Corona-Tests nicht selbst bezahlen müssen. „Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollten sich an den Kosten für die Corona-Tests mindestens beteiligen müssen. Denn sie gehen bewusst ein Risiko ein und gefährden die Allgemeinheit", äußerte er sich der Bild am Sonntag gegenüber. Dem stimmt auch FDP-Innenexperte Konstantin Kuhle zu. Jens Spahn dagegen hält an der Kassen-finanzierten Tests fest.

Update, 11.11 Uhr - WHO meldet Rekordzahl

Die Weltgesundheitsorganisation hat in 24 Stunden mehr Infektionen gemeldet als jemals zuvor. Beinahe 300.000 Fälle wurden innerhalb eines Tages gemeldet.

Update, 9.22 Uhr - RKI meldet aktuelle Zahlen

In Deutschland wurden 625 neue Corona-Infektionen gemeldet, gibt das Robert-Koch-Institut bekannt. Das ist wesentlich weniger, als noch am Vortag, doch Sonntags, sind die gemeldeten Zahlen oft niedriger, da viele Gesundheitsämter am Wochenende ihre Daten nicht übermitteln.

Update, 16. August, 8 Uhr - Huml will Stand der Test-Übermittlung bekannt geben

Eigentlich hatte Gesundheitsministerin Huml versprochen, dass alle von der Test-Panne betroffenen Personen ihre Ergebnisse bis spätestens Donnerstag erhalten sollen. Bis Sonntagfrüh ist das aber noch nicht geschehen, das Übermittlungsproblem konnte nicht gelöst werden.. Am Nachmittag will sie darüber informieren, wie viele Ergebnisse noch zusammengetragen werden müssen.

Update, 19.44 Uhr - Sechs neue Corona-Fälle im Landkreis Altötting

Im Landkreis Altötting haben sich sechs Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Das vermeldete das Landratsamt am Samstagabend. Die Gesamtzahl der Infizierten steigt somit auf 657.

Update, 17.51 Uhr - Österreichs Kanzler will strengere Corona-Kontrollen an den Grenzen

Nach dem Anstieg der Coronazahlen in Österreich will Bundeskanzler Sebastian Kurz schärfere Kontrollen von Urlaubsrückkehrern an den Grenzen. Bei einem kürzlichen Aufenthalt in einem von rund 30 Risikogebieten müssen Rückkehrer einen negativen Corona-Test mit sich führen, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder sie müssen in eine zehntägige Quarantäne. «Hier muss strenger kontrolliert werden», sagte Kurz der Zeitung «Österreich» (Samstag).

Kurz schloss auch Tests direkt an der Grenze nicht aus. Das liege in der Verantwortung der Gesundheitsbehörden.

Risikogebiete sind unter anderem das spanische Festland, die Länder des Westbalkans, aber auch Rumänien, Bulgarien, Schweden, die USA und Russland. Ab Montag müssten auch Rückkehrer aus Kroatien einen negativen Coronatest vorweisen, sagte Kurz. «Es gibt eine massive Einschleppung des Virus aus Kroatien.»

Ein Anstieg der Coronazahlen sei nach den Ferienwochen nicht überraschend, sagte Kurz. Dennoch sei er beunruhigt. «Die aktuellen Zahlen sind besorgniserregend», sagte er. «Wir müssen alles tun, um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden, ohne dass wir einen zweiten Lockdown durchführen.»

Update, 15.10 Uhr - Tui sagt Pauschalreisen nach Spanien von Samstag an ab

Der Reisekonzern Tui wird nach der Reisewarnung für fast ganz Spanien die ab Samstag geplanten Pauschalreisen dorthin absagen. Den Kunden würden Umbuchungen zu anderen Reisezielen angeboten, zum Beispiel zu den Kanarischen Inseln, wie ein Tui-Sprecher am Freitagabend der dpa sagte. Weil man nicht von allen Kunden Kontaktdaten habe, nehme man außerdem Kontakt zu Reisebüros auf. Reisenden, die bereits in den betroffenen Feriengebieten sind, biete Tui an, sie auf Wunsch früher als geplant nach Hause zu fliegen.

Die deutsche Tourismuswirtschaft bedauerte derweil die vom Auswärtigen Amt ausgesprochene Reisewarnung, betonte aber auch, die Entscheidung sei zu akzeptieren, «da der Gesundheitsschutz die höchste Priorität für die Tourismusbranche hat», wie der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) mitteilte.

BTW-Generalsekretär Michael Rabe appellierte «an die Vernunft von Reisenden wie touristischen Unternehmen (...), die geltenden allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten». Reisewarnungen müssten vor dem Hintergrund der ohnehin schon stark gebeutelten Tourismusbranche «tagesaktuell überprüft und bald möglichst zurückgenommen werden».

Update, 13.15 Uhr - Spaniens Touristen-Hotspots in großer Sorge

Nach der Reisewarnung Deutschlands für fast ganz Spanien einschließlich Mallorca wächst die Angst vor einem wirtschaftlichen Absturz auf den Balearen.

Als einen „tödlichen Schlag“ bezeichnete die Zeitung „Diario de Mallorca“ am Samstag die Entscheidung der Bundesregierung vom Vorabend, auch die liebste Urlauberinsel der Deutschen zum Corona-Risikogebiet zu erklären und vor Reisen dorthin zu warnen. Damit hätten sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet, die dem Tourismus für diese Saison den Todesstoß versetzt hätten, schrieb die Zeitung.

Nirgendwo in Spanien außer auf den Kanaren, die wegen niedrigerer Corona-Zahlen von der Reisewarnung ausgenommen wurden, sind die Menschen so sehr vom Tourismus abhängig wie auf den Balearen. In beiden Regionen trägt die Branche rund 35 Prozent zur Wirtschaftsleistung bei. Die Regionalregierung gab sich zuversichtlich, dass die Corona-Zahlen bald wieder fallen würden. Dafür gab es aber zunächst keine Anzeichen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigte die Reisewarnung der Bundesregierung. „Das ist kein Reiseverbot, aber die klare Ansage: Wer aus dem Spanienurlaub kommt, muss in Quarantäne, solange er kein negatives Testergebnis hat“, sagte Spahn der „Bild am Sonntag“. „Und wer trotz der Warnung nach Spanien fährt, sollte sich und andere auch im Urlaub schützen. Partyurlaub ist in dieser Pandemie unverantwortlich.“ Er wisse, was diese Entscheidung der Regierung für viele Urlauber, für Reisebüros oder auch für Spanien bedeutet, sagte Spahn weiter. „Aber leider steigen die Infektionszahlen dort stark, zu stark.“

dpa

Update, 12.16 Uhr - Neuinfektionen in Österreich in rasantem Aufwärtstrend

Die Infektionszahlen in Österreich steigen rapide an, 303 Neuinfektionen meldet das Land an einem einzigen Tag - so viele, wie schon seit April nicht mehr. . Bundeskanzler Kurz warnt daher, dass alles daran gesetzt werden müsse, das Virus unter Kontrolle zu bringen, ohne einen weiteren Lockdown zu provozieren. Besonders bedenklich sei die „massive Einschleppung des Virus aus Kroatien“, so Kurz. Schärfere Kontrollen von Urlaubsrückkehrern sollen nun Abhilfe leisten. Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss einen Test vorlegen oder in eine zehntägige Quarantäne gehen. Das müsse künftig strenger überprüft werden.

Update, 8.45 Uhr - RKI: Zahl der Neuinfektionen leicht gesunken

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Samstagmorgen 1415 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 222.828 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 15.8., 0.00 Uhr). Seit dem Vortag wurden 6 neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben nun bei 9231. Bis Samstag hatten 200.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten sind besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an Grenzen bringt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 14. August., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,08. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 14.8., 0.00 Uhr, bei 1,14. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Die R-Werte liegen nach RKI-Angaben seit Mitte Juli 2020 wieder bei 1 beziehungsweise leicht darüber. „Dies hängt mit einer größeren Anzahl kleiner Ausbrüche, aber auch mit den bundesweiten Fallzahlen zusammen, die seit den Lockerungen der Maßnahmen sowie durch zunehmende Fälle unter Einreisenden in den letzten Wochen stetig gestiegen sind“, hieß es.

dpa

Update, 15. August, 7.25 Uhr - Messe München will Betrieb wieder aufnehmen

Obwohl die Infektionszahlen in München steigen, will die Messe München im September wieder ihren Betrieb aufnehmen. Wie unser Partnerportal merkur.de berichtet, wird daher die Trendset vom 12. bis 14. September die erste Messe nach dem Lockdown sein. Es soll ein strenges Hygienekonzept für die Wiedereröffnung geben.  

Update, 18.13 - Spanien mit Mallorca nun Corona-Risikogebiet - außer Kanaren

Fast ganz Spanien samt der Ferieninsel Mallorca gilt für deutsche Urlauber nun als Corona-Risikogebiet wegen hoher Infektionszahlen - mit Ausnahme der Kanarischen Inseln. Das entschieden die beteiligten Bundesministerien für Gesundheit und Inneres sowie das Auswärtige Amt, wie es am Freitag aus Regierungskreisen hieß. Zuvor berichtete die «Bild»-Zeitung darüber. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat. Über die Risikogebiete führt das bundeseigene Robert-Koch-Instituts (RKI) eine Liste, die fortlaufend aktualisiert wird. Sie umfasst derzeit etwa 130 Staaten von Ägypten über Russland bis zu den USA. In Spanien standen bereits die Regionen Aragón, Navarra, das Baskenland, Katalonien und die Hauptstadt Madrid darauf. Mit der Ausweitung sind künftig auch die Balearen mit der Ferieninsel Mallorca davon umfasst.

Update, 17.26 Uhr - Medienberichte: Balearen und ganz Spanien werden Risikogebiet

Weil sich die Fallzahlen auf Mallorca schlecht entwickeln, weswegen Deutschland über eine Reisewarnung auf die Balearen verhandelt. Wie unser Partnerportal wa.de berichtet, soll schon bald vor Reisen auf die Inseln gewarnt werden. Das RKI habe die Balearen bereits als Risikogebiet eingestuft, eine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt werde noch abgestimmt, hieß es von Quellen aus dem RKI.

Update, 17.05 Uhr - Österreich warnt vor Reisen nach Kroatien

Wegen gestiegener Corona-Infektionszahlen in Kroatien warnt Österreich nun vor Reisen in das EU-Partnerland. Die Reisewarnung tritt am Montag offiziell in Kraft, wie das Außenministerium am Freitag in Wien mitteilte. Österreichische Urlauber, die sich in Kroatien befinden, wurden jetzt schon zur Heimreise aufgefordert. Kroatien hatte am Donnerstag 180 Neuansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 innerhalb von 24 Stunden registriert, den höchsten Tageswert seit Beginn der Pandemie. Die Infektionszahlen in Österreich selbst sind in den vergangenen Tagen ebenfalls gestiegen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober begründete dies auch mit einer höheren Zahl an Tests.

Update, 16.10 Uhr - Fazit der Polizei Oberbayern Nord und München zu Mundschutz-Kontrolle

Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord kontrollierten am gestrigen Donnerstag (13.08.2020) im Rahmen einer bayernweiten Kontrollaktion von 7 bis 22 Uhr die Einhaltung der Maskenpflicht im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs.

Wie bereits in einer ersten Einschätzung berichtet, trugen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord nahezu alle Fahrgäste innerhalb der Verkehrsmittel den erforderlichen Mund-Nase-Schutz. Die Mehrzahl der Verstöße wurden durch die eingesetzten Kräfte demnach an den Bus- und Bahnsteigen festgestellt.

Insgesamt wurden 2.978 Kontrollen durchgeführt. Daraus ergaben sich 489 Verstöße mit 29 Anzeigen. Allein im Bereich der Region 10 wurden bei 1.157 Kontrollen 98 Verstöße mit 11 Anzeigen aufgezeichnet .Besondere Vorkomnisse blieben aus.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Am Donnerstag, 13. August, von 7 bis 22 Uhr gab es einen bayernweiten Kontrolltag im Bereich des ÖPNV zur Durchsetzung der Maskentragepflicht. Auch in München beteiligten sich über 200 eingesetzte Kräfte der Polizei an den Kontrollen, die im Zusammenhang mit der Stadt München und der MVG durchgeführt wurden.

Im Verlauf des Tages kam es zu über 7.000 Kontrollen durch die eingesetzten Kräfte. Dabei wurden 651 Verstöße im Zusammenhang mit der Maskentragepflicht festgestellt. 137 Verstöße davon wurden angezeigt. Die meisten Verstöße wurden aufgrund einer nicht korrekt getragenen Maske, insbesondere unter der Nase, festgestellt. In den meisten dieser Fälle konnte die Problematik kommunikativ mit den Betroffenen geklärt werden.

Im Zusammenhang mit den Kontrollen gab es auch einige besondere Vorkommnisse. So wurde im Sperrengeschosses des U-Bahnhofes Sendlinger Tor ein 20-jähriger italienischer Staatsangehöriger ohne den erforderlichen Mund-Nasen-Schutz angetroffen.

Da sich dieser unkooperativ verhielt und nicht ausweisen wollte, mussten die Beamte unmittelbaren Zwang anwenden und den 20-Jährigen vorübergehend fesseln. Er erhielt eine Anzeige wegen dem nicht getragenen Mund-Nasen-Schutz und ein Hausverbot durch Mitarbeiter der U-Bahnwache. Nach der notwendigen Sachbearbeitung und einem Platzverweis konnte er vor Ort entlassen werden.

Am U-Bahnhof Stiglmaierplatz wurde eine Dame durch Polizeikräfte ohne Mund-Nasen-Bedeckung angetroffen. Auf Nachfrage händigte die Dame ein ärztliches Attest aus. Bei der Überprüfung des ärztlichen Attestes ergab sich, dass dieses komplett gefälscht und durch die Dame selbstständig erstellt wurde. Sie wurde wegen der Urkundenfälschung und des Verstoßes gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (IfSMV) angezeigt und konnte nach der Anzeigenbearbeitung vor Ort wieder entlassen werden.

Zusammengefasst konnte festgestellt werden, dass die große Mehrheit der Münchner Bevölkerung sehr verantwortungsvoll mit der Maskenpflicht umgeht.

Trotzdem der erneute Hinweis:

Der Mund-Nasen-Schutz ist aufgrund der nach wie vor existierenden Corona-Pandemie vor allem im öffentlichen Personennahverkehr zu tragen. Es besteht Maskenpflicht!

Pressemeldung Polizeipräsidium München

Update, 15.30 Uhr - Keine neuen Fälle in Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen weiterhin neun aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 3,39.

Heute sind beim Staatlichen Gesundheitsamt keine Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit weiterhin insgesamt 1326 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten weiterhin mindestens 1229 Personen .In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit keine COVID-19-Patienten behandelt.

Update, 14.30 Uhr - Corona-Studie in Kupferzell: Hohe Dunkelziffer bei Infektionen 

Das Robert-Koch-Institut hat die ersten Eckdaten zum „Corona-Monitoring lokal“ in Kupferzell veröffentlicht. Bei der Antikörperstudie - ähnlich wie in Bad Feilnbach - konnte eine relativ hohe Dunkelziffer nicht über Tests erfasster Infektionen ermittelt werden. Danach gab es in der 6000-Einwohner-Gemeinde im Hohenlohekreis fast vier Mal (3,9) so viele Infizierte wie bisher bekannt waren, erklärten Forscher des RKI am Freitag in Kupferzell.

Weiter gibt das Institut bekannt, dass 16,8 Prozent der Seropositiven (Personen mit positivem Antikörper-Nachweis) hatte keine typischen Krankheitssymptome. Die restlichen Infizierten hatten mindestens eins der Symptome (Fieber über 38°C, Atemnot / Kurzatmigkeit,Lungenentzündung, Schnupfen, Husten, Schmerzen beim Atmen, Halsschmerzen, Geruchs-/ Geschmacksstörung).

Insgesamt bei 7,7 Prozent der 2203 getesteten Erwachsenen seien Antikörper gegen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Selbst ein solcher im Bundesvergleich relativ hoher Wert reiche aber nicht aus, um eine befürchtete „zweite Welle“ zu verhindern, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade.

Bei mehr als einem Viertel (28,2 Prozent) der Testpersonen in Kupferzell mit einem vorherigen positiven Corona-Befund seien keine Antikörper gefunden worden, erklärte die Studienleiterin Claudia Santos-Hövener. Das bedeute jedoch nicht, dass keine Immunität gegen das Virus bestehe. 

Update, 13.41 Uhr - Ein neuer bestätigter Corona-Fall im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom 13. August 1 neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 14. August 2020, 9 Uhr). 

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen des Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 535 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 488 wieder genesen. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, liegt unverändert bei 27. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 12,9. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 20 aktive Fälle, davon wird keine Person stationär behandelt.

Update, 12.56 Uhr - Zwei neue Corona-Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern zwei weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Eine Person befand sich bereits als direkte Kontaktperson in Quarantäne und wurde nunmehr Corona-positiv getestet. Die zweite Person wurde symptomatisch in einer Klinik außerhalb des Landkreises getestet, hat jedoch ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 372 (Meldestand: 14.08.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 12,3.  

Von den insgesamt 372 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind mittlerweile 332 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen (1 mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Aktuell befinden sich 15 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung.  

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 10 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (3 weniger im Vergleich zu gestern). Insgesamt 1.050 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (3 mehr im Vergleich zur letzten Meldung).

Update, 12.14 Uhr - PK um 12.30 Uhr: Mühldorfer Landrat informiert über Corona-Pandemie

Landrat Maximilian Heimerl informiert am Freitag, 14. August, um 12.30 Uhr in einem Pressegespräch über aktuelle Entwicklungen in der Corona-Pandemie im Landkreis Mühldorf.

Es soll dabei insbesondere um die Zunahme der Fallzahlen, die Umsetzung des Ministerratsbeschlusses vom 10. August und die damit einhergehende Reaktivierung eines Testzentrums gehen.

innsalzach24.de berichtet aktuell von der Pressekonferenz.

Update, 11.51 Uhr - 30 neue Fälle innerhalb einer Woche in Rosenheim

Seit dem letzten Wochenbericht mit Stand 06.08.2020 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt 30 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Somit hat sich die Zahl der wöchentlichen Neuerkrankungen im Vergleich zur Vorwoche mehr als verdoppelt. Täglich wurden dem Gesundheitsamt zwischen einem und 12 Neuerkrankungen gemeldet. Bisher sind insgesamt 2909 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2352, Stadt: 557).

Mittlerweile wurde bei mindestens 2640 Personen eine Genesung dokumentiert. 222 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 199, Stadt: 23). Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 145 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Ein COVID-19-Patient wird aktuell im Landkreis Rosenheim stationär behandelt. 

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 14.08.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 15,79, für den Landkreis Rosenheim bei 7,66.

Update, 11.14 Uhr - Frankreich erklärt Paris wieder zum Risikogebiet

Die französische Regierung hat Paris und das Department Bouches-du-Rhone an der Mittelmeerküste um Marseille herum zum Corona-Hochrisiko-Gebiet erklärt. Der Erlass gibt den lokalen Behörden die Befugnis, den Personen- und Fahrzeugverkehr einzuschränken, den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Flugreisen zu beschränken, den Zugang zu öffentlichen Gebäuden einzuschränken und einige Einrichtungen zu schließen, in denen ein hohes Infektionsrisiko besteht. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf einen starken Anstieg der Coronavirus-Infektionen in den vergangenen zwei Wochen.

Update, 10.26 Uhr - Mit leichtem Schnupfen und ohne Fieber in die Kita

Kinder mit leichtem Schnupfen und ohne Fieber dürfen ab dem 1. September wieder eine Kindertagesstätte besuchen. Grundlage hierfür ist ein Drei-Stufen-Plan, der sich an dem in Bayern geltenden Corona-Warnsystem orientiert, wie Familienministerin Carolina Trautner (CSU) am Freitag mitteilte. Demnach gibt es je nach Infektionszahlen in einem Landkreis oder in einer Stadt unterschiedliche Maßnahmen.

Betretungsverbote sollen künftig möglichst vermieden werden oder nur lokal gelten, so die Ministerin. „Eine lokale Schließung von Einrichtungen kommt nur als letzte Möglichkeit in Betracht. Wir wissen, wie wichtig die Betreuung für erwerbstätige Eltern ist.“

Wenn sich innerhalb einer Woche mehr als 50 Menschen je 100.000 Einwohner neu anstecken, dürfen Kinder mit milden Erkältungssymptomen beispielsweise nur bei Vorlage eines negativen Corona-Tests in die Kita gebracht werden.

Update, 9.28 Uhr - Corona-Teststation an Autobahn in Baden-Württemberg eröffnet

Vor dem Hintergrund zunehmender Corona-Infektionen hat Baden-Württemberg eine Teststation an der Autobahn A5 nahe der Grenze zu Frankreich eröffnet. „Die ersten Autofahrer sind durch, die Tests wurden genommen“, sagte die Karin Bundschuh, Sprecherin des Badischen Roten Kreuzes, das das Testcenter auf dem Parkplatz Neuenburg-Ost führt. Neben Reisenden aus Risikogebieten, für die ein Test Pflicht ist, können sich auch andere Reisende gratis testen lassen, die Kosten trägt das Land.

Tests sind für Reisende in Baden-Württemberg zudem bereits an den Flughäfen Stuttgart, Friedrichshafen und Karlsruhe/Baden-Baden möglich sowie seit Donnerstag am Stuttgarter Hauptbahnhof.

Allerdings müssen sich die Getesteten etwas in Geduld üben, bis ein Ergebnis vorliegt. Nach Angaben von Landesgesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) kann es bis zu vier Tage dauern.

Update, 8.14 Uhr - RKI: 1449 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist erneut leicht gestiegen. Den Zahlen des Robert-Koch-Instituts zufolge gibt es in Deutschland rund 12.000 aktive Corona-Fälle. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Donnerstagabend 1449 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Höher lag der Wert zuletzt am 01. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 221.413 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen im Internet meldete (Datenstand 14.8., 0.00 Uhr). Seit dem Vortag wurden 14 neue Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben nun bei 9225. Bis Freitagmorgen hatten 200.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 13.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,91. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Update, 7.07 Uhr - BR: Fast 1400 positive Ergebnisse Corona-Teststationen in Bayern

Von 107.376 Corona-Tests an bayerischen Teststationen für Reiserückkehrer sind laut Bayerischem Rundfunk (BR) 1389 positiv. Das habe das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitgeteilt, berichtete der BR am Donnerstagabend. Datenstand sei der Mittwoch.

Demnach haben sich an Autobahnraststätten an der A3, der A8 und der A93 insgesamt 72.104 Menschen auf Corona testen lassen. 1188 Ergebnisse seien positiv gewesen, rund 1,6 Prozent. An den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg seien 44 Menschen positiv getestet worden; von mehr als 6250 seien dort Abstriche genommen worden.

Bayern übt Schadensbegrenzung bei Corona-Testpanne

Die bayerische Staatsregierung treibt die Aufarbeitung der Panne bei den Corona-Tests von Urlaubsrückkehrern voran. Zehntausende Befunde müssen noch an die Betroffenen übermittelt werden, darunter auch positive. Dass Ministerpräsident Markus Söder an seiner Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) festhält, stößt bei der Opposition auf Kritik.

„Dass nach einem Skandal dieses Ausmaßes niemand persönliche Konsequenzen zieht, ist ein Armutszeugnis und schadet unserer politischen Kultur nachhaltig. Huml ist nach dem Test-Desaster als Gesundheitsministerin nicht mehr tragbar“, erklärte FDP-Landeschef Daniel Föst. Der Vizepräsident des Bayerischen Landtags, Markus Rinderspacher (SPD), twitterte am Donnerstagabend: „Nun übernimmt ein Verwaltungsbeamter die politische Verantwortung für eine markante Verfehlung, die ihren Ausgangspunkt in der Sorgfaltslosigkeit der Staatsregierung hatte. Das ist Verantwortungskultur à la CSU“.

Söder hatte am Donnerstag die Panne eingeräumt und den Fehler bedauert, der nun schnellstmöglich behoben werden solle. Er sprach Huml sein Vertrauen aus, die zweimal ihren Rücktritt angeboten habe. Andreas Zapf wurde hingegen als Leiter des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit abgelöst und ins Ministerium versetzt.

Von der Junge Union Bayern kam erwartbar Lob: „Es zeugt von Charakter Fehler einzugestehen und sie anschließend auszubügeln“, twitterte die CSU-Nachwuchsorganisation. „Bayern hat die richtige Strategie.“

Am Mittwoch hatte Huml erklärt, dass 44.000 Reiserückkehrer noch kein Ergebnis ihrer Corona-Tests bekommen hätten, die zum Großteil bei den Ende Juli eingerichteten Stationen an grenznahen Raststätten gemacht worden waren. Hintergrund für die Verzögerungen ist demnach vor allem, dass der Abgleich von Laboruntersuchung und Formularen händisch abläuft. Zudem war die Nachfrage größer als erwartet.

Unter den noch nicht übermittelten Testergebnissen waren auch Hunderte positive Befunde. Stand Donnerstagnachmittag hatte die Gesundheitsministerin von 908 identifizierten Betroffenen gesprochen, die seit dem Morgen kontaktiert würden. Zudem gebe es auch positive Ergebnisse, die noch nicht zugeordnet werden konnten. Möglicherweise seien darunter auch Dubletten - das müsse geprüft werden.

Völlig unklar sind nach wie vor die Fragen, wo die Infizierten im Moment wohnen und wie viele davon schon informiert sind. Ebenfalls konnte am Donnerstag niemand sagen, wo die Erkrankten im Urlaub waren und wo genau sie sich angesteckt haben.

mh/dpa

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