News-Ticker zur Corona-Pandemie

Vier neue Fälle im Kreis Traunstein - Huml: Eine Infektion in Fleischbetrieben

Coronavirus - Bayern
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Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr fast sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (10. August) im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Bisher infizierte Personen: Rosenheim 2865, Traunstein 1324, Berchtesgadener Land 362, Mühldorf 520, Altötting 620
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9196 Todesfälle in Deutschland (2624 in Bayern)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Update, 17 Uhr - Vier neue Corona-Infektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit elf aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 3,95.

Seit Freitag, den 7. August 2020 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt insgesamt vier Neuinfektionen eingegangen. Dabei handelt es sich bei drei Personen um Infektionen innerhalb eines Familienverbundes. Es liegen somit insgesamt 1324 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden .Als genesen gelten weiterhin mindestens 1225 Personen.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit keine COVID-19-Patienten behandelt.

Pressemeldung Landratsamt Traunstein

Update, 16.05 Uhr - Bayerns Gesundheitsministerin: Mehr als 5.700 Menschen in Fleischbetrieben getestet

Die neuen Reihentests in bayerischen Fleischbetrieben haben lediglich eine Corona-Infektion ergeben. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml sagte am Montag in Nürnberg: „Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis. Wir haben 5.706 Personen in 33 Betrieben getestet. Nur ein Befund war positiv. Das ergibt eine Positivrate von 0,018 Prozent.“

Die Ministerin ergänzte: „Ich bin froh, dass wir schnell gehandelt und die Reihentests in den Fleischbetrieben ausgeweitet haben. Die Tests waren wichtig, um einem größeren Ausbruchsgeschehen wie in dem Schlachtbetrieb in Gütersloh vorzubeugen. Denn es geht darum, die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen und die Bildung möglicher Corona-Hotspots zu vermeiden. Das Ergebnis legt nahe, dass wir bislang auf einem guten Weg sind.“

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) handelt es sich bei der infizierten Person um eine Reinigungskraft, die zuletzt elf Tage vor dem Befund in dem Betrieb gearbeitet hatte. Daher gilt ein Zusammenhang mit der Arbeit als unwahrscheinlich.

Kontrolliert wurden seit Anfang Juni acht Schlachthöfe (1.838 Personen getestet, alle negativ), zwölf Zerlegebetriebe (758 Personen getestet, ein positiver Befund) sowie 13 Betriebe mit dem Schwerpunkt auf der Herstellung von Fleischerzeugnissen und Wurstwaren (3.110 Personen getestet, alle negativ). Ursprünglich an einem weiteren Schlachthof geplante Tests wurden nicht vorgenommen, weil der Betrieb saisonbedingt derzeit eingestellt ist.

Huml sagte: „Insgesamt ist der Ausbau der Testkapazitäten und deren Ausschöpfung von entscheidender Bedeutung für eine weiterhin erfolgreiche Eindämmung der Corona-Pandemie. Deswegen haben wir die Testungen auf SARS-CoV-2 in Bayern massiv ausgeweitet. Neben den Fleischbetrieben gibt es Reihentestungen bei Erntehelfern und in Alten- und Pflegeheimen. Ein weiteres wichtiges Standbein unserer Teststrategie sind die Tests für Reiserückkehrer, die wir in den vergangenen Tagen an den Flughäfen sowie ausgewählten Bahnhöfen und Autobahnraststätten eingerichtet haben. Zudem kann sich seit Juli jede Bürgerin und jeder Bürger auf Corona kostenlos testen lassen – auch ohne Symptome.“

Pressemeldung  Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 15.10 Uhr - Fußballmanschaft in Hof nach positivem Corona-Befund in Quarantäne

Im Landkreis Hof wurde nun eine gesamte Fußballmanschaft unter Quarantäne gesetzt. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, mussten 15 Spieler vom Kreisligisten SG Enchenreuth/Presseck aus den Kreisen Hof und Kulmbach isoliert werden, nachdem ein Mannschaftskamerad positiv getestet wurde. Alle Spieler waren bei dem Training anwesend, an dem auch der Erkrankte teilnahm.

Vier der Spieler hatten sich nach dem gemeinsamen Österreichurlaub zwar testen lassen, das Ergebnis aber nicht mehr abgewartet, bis sie wieder zum Training gingen. Dumm nur, dass einer der Jungs am Tag darauf das positive Ergebnis erhielt. Das geplante Spiel gegen den FC Neuenmarkt, musste abgesagt werden. Es hätte nach der langen Zwangspause das erste Testspiel sein sollen.

Update, 14.07 Uhr - Drei Reiserückkehrer im BGL positiv getestet

Im Berchtesgadener Land wurden seit Freitag, 7. August, drei weitere Corona-Fälle bekannt. Dies teilte soeben das zuständige Gesundheitsamt mit. Bei allen drei Personen handelt es sich um Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Nach ihrer Rückkehr traten bei zwei Personen Corona-Symptome auf, eine Person ließ sich symptomfrei testen. Die Abstriche ergaben in der Folge jeweils einen positiven Befund.

Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 362 (Stand: 10. August, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 4,7.
 

Die Pressekonferenz im Video:

Update, 12.51 Uhr - So soll der Schulstart in Bayern ablaufen

Die bayerische Staatsregierung will kurz vor dem Ende der Sommerferien über eine mögliche Maskenpflicht auch im Schulunterricht entscheiden. Als Termin nannte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag die Kabinettssitzung am 1. September - die Schule startet eine Woche später, am 8. September. Dann wolle er unter anderem mit Lehrervertretern sprechen, sagte er nach einer Videokonferenz des Kabinetts am Montag in Nürnberg. Wichtig seien die ersten zwei Wochen als Startphase mit klaren Regeln. Jede Schule müsse wissen, wie bei einem Infektionsfall zu handeln sei.

Der aktuelle Plan zum Schulstart im September sehe laut Kultusminister Piazolo folgende Maßnahmen vor: Möglichst feste Unterrichtsgruppen, Lüftungskonzepte, Maskenpflicht bis zum Einnehmen des Platzes im Unterricht, keine mehrtägigen Klassenfahren bis Ende Januar.

Bei „höherem Infektionsgeschehen“ laute das Alternativszenario „wechselnder Unterricht“. Bei hohem Infektionsgeschehen: Fernunterricht.

Vom 24. August an soll es intensive freiwillige Testmöglichkeiten für Lehrkräfte geben. Was die Schülerbeförderung angeht, werde es laut Piazolo es eine Arbeitsgruppe mit dem Verkehrsministerium geben.

Update, 12.44 Uhr - Huml will Tests für neue Saisonarbeiter

Die Infektionszahlen für Bayern seien erfreulicherweise noch relativ stabil. Gestern gab es einen Anstieg von 0,1 Prozent, so Gesundheitsministerin Huml. Dies solle aber niemanden in falscher Sicherheit wiegen. Die Pandemie sei weiterhin da und es sei weiterhin absolut notwendig, Vorsicht walten zu lassen.

Laut Huml sollen Arbeitserlaubnisse für Saisonarbeitskräfte erst bei Corona-negativen Tests ausgestellt werden. Bislang seien Reihentestungen in rund einhundert Betrieben durchgeführt worden. In bayerischen Schlachthöfen seien alle negativ gewesen. Einen einzigen Fall habe es in einem Zerlegebetrieb gegeben.

Update, 12.36 Uhr - Söder weiter skeptisch zu vollen Stadien bei Bundesliga-Start

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) steht einer Rückkehr von Zuschauern in der Fußball-Bundesliga zum Saisonstart äußerst kritisch gegenüber. „Ich habe mich sehr für den Start von Geisterspielen eingesetzt, das läuft auch hervorragend. Aber bei vollen Stadion zum Bundesliga-Start bin ich außerordentlich skeptisch. Ich kann es mir derzeit nicht vorstellen“, sagte der Ministerpräsident. „Es ist auch nicht klug, wenn wir Schulstart haben, wenn wir beginnenden Herbst haben, zu überlegen, dass wir dann zusätzlich 20.000, 25.000 Leute in den Stadien haben“, sagte Söder.

In der letzten August-Woche werde er versuchen, in Abstimmung mit dem Bund eine Ministerpräsidentenkonferenz zum Thema Bundesliga abzuhalten, sagte Söder nach einer außerplanmäßigen Videokonferenz seines Kabinetts. „Ich kann mir vielleicht im Laufe der Saison, aber nicht zum Bundesliga-Start volle Stadien vorstellen.

Update, 12.25 Uhr - Söder fordert verpflichtenden Doppeltest für Reise-Rückkehrer

Reiserückkehrer sollten sich nach Worten Söders künftig zweimal testen lassen: Einmal an der Grenze beziehungsweise am Flughafen, und ein zweites Mal fünf bis sechs Tage später. Dazu sollen die Testkapazitäten in Bayern weiter massiv ausgebaut werden - von derzeit 55 000 pro Tag auf dann „weit über 200.000 pro Tag“. Und: Die bisherigen Corona-Testzentren an der Grenze sollen nach Worten Söders weiter professionalisiert werden, damit Testergebnisse schneller als bisher ermittelt werden und schneller übertragen werden könnten.

In ganz Bayern soll es in Kürze flächendeckend Corona-Testzentren geben. In jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt sollen solche Zentren eingerichtet werden, also rund 100 an der Zahl. Das hat das Kabinett am Montag in einer Videokonferenz beschlossen. Ministerpräsident Söder sagte anschließend in Nürnberg, die Menschen sollten sich schnell und unbürokratisch testen lassen können und dafür nicht mehr zum Arzt gehen müssen.

Update, 12.21 Uhr - Söder: Dynamische Ausweitung der Risikogebiete notwendig

"Corona macht keine Ferien" - aus diesem Grund tagte heute das bayerische Kabinett, so eröffnet Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Pressekonferenz in Nürnberg. Corona sei zudem viel heimtückischer und gefährlicher als bislang angenommen. Da leider die Vorsicht und Umsicht der Menschen sinke, appelliert Söder an die Vernunft der Bürger. Gerade mit den steigenden Zahlen der Reiserückkehrer, erwarte Söder auch wieder steigende Coronazahlen. Daher sei es wichtig, rechtzeitig für die Zukunft z.B. Schulstart zu planen.

Die Ausweitung der Tests und die dynamische Ausrufung der Risikogebiete sei aus diesen Gründen unverzichtbar. Söder fordert eine „weitere Entwicklung“, was Risikogebiete betrifft. Die Ausweitung von Risikogebieten müsse dynamischer erfolgen. Wichtigstes Instrument seien dabei die verpflichtenden Tests für Reise-Rückkehrer und die bayerischen Testzentren.

Das größte Corona-Infektionsrisiko steckt nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder im privaten Bereich. Die Gefahr gehe weniger von Betrieben aus oder vom öffentlichen Nahverkehr, sagt Bayerns Ministerpräsident. „Die eigentliche Gefahr ist der Leichtsinn bei privaten Veranstaltungen.“ Daher müsse man auch dort ansetzen, wenn es Probleme gibt. „Corona macht keine Ferien, Corona macht keine Pause“, so Söder. „Wir nehmen Corona weiter absolut ernst. Bayern ist weiter absolut wachsam.“

Update, 11.21 Uhr - Söder-PK um 12 Uhr - Kommen weitere Beschränkungen?

Angesichts der aktuellen Corona-Entwicklungen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag (10 Uhr) außerplanmäßig sein Kabinett zusammengerufen - zu einer Videokonferenz. Söder wird die Schalte vom Heimatministerium in Nürnberg aus leiten.

rosenheim24.de überträgt ab 12 Uhr hier die anschließende Pressekonferenz mit Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) und Bildungsminister Michael Piazolo (FW).

Update, 10.51 Uhr - Maskenverweigerer im Flugzeug riskieren Konsequenzen

An Bord eines Flugzeugs müssen sich Passagiere an die Ansagen des Kapitäns halten - auch was die Maskenpflicht angeht. “Der Flugkapitän hat die hoheitliche Gewalt an Bord und ist der offizielle Vertreter der Sicherheitsbehörden”, erklärt der Reiserechtler Paul Degott. “Er kann alle nötigen Maßnahmen zur Sicherheit der Crew, der Passagiere und des Flugzeugs ergreifen.”

Die Maßnahmen können sehr weitreichend sein: Randaliert ein Fluggast zum Beispiel im Streit um das Tragen der Maske, kann sich der Kapitän für eine Zwischenlandung entscheiden, wenn er die Sicherheit des Fluges ernsthaft gefährdet sieht. “Das kann teuer werden und einen Passagier definitiv ruinieren”, warnt Degott. So etwas passiert manchmal, wenn betrunkene Reisende ausrasten.

Die Fluggesellschaft Tuifly bestätigt: Rechne man alles zusammen, könnten mit zusätzlichen Landegebühren, Treibstoff und Kompensationen für Folgeflüge durchaus 50.000 Euro zusammenkommen. Kommt es zu dieser Entscheidung, trage der Passagier die Schuld, so Degott. Der Kapitän wird seine Crew hinter sich haben und immer argumentieren können, warum eine Zwischenlandung notwendig geworden ist. “Da habe ich in der Regel schlechte Karten.”

Update, 9.57 Uhr - Aiwanger: Bars und Clubs sollen mit Speise-Angebot wieder öffnen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will den 5000 Bars, Clubs, Discotheken und Kneipen in Bayern in der Corona-Krise eine Perspektive geben.

Das Partyvolk weiche zunehmend in den öffentlichen Raum aus, Konflikte mit Anwohnern seien die Folge. „Wir müssen deshalb eine Abgrenzung finden, um eine Öffnung zu ermöglichen: Natürlich wird kein Disco- und Party-Betrieb möglich sein, aber es gibt Grenzbereiche, wo sich die eine oder andere Bar gut aufstellen kann, indem sie Speisen anbietet“, sagte Aiwanger dem „Münchner Merkur“ (Montag). Salzstangen und Erdnüsse als Speisen zu deklarieren, reiche eher nicht aus. Die Untergrenze zog Aiwanger bei Wurstsemmeln und Baguettes. „Es gibt Kneipen, die haben umdisponiert“, sagte er der Zeitung.

Aiwanger befürchtet vor allem im der bevorstehenden kälteren Jahreszeit einen Rückzug der Partyleute in private Räumlichkeiten. Dort könne der Staat Infektionsschutz nicht mehr durchsetzen. „Dann wird die Garage oder die leere Wohnung der Oma zum Partykeller umfunktioniert“, sagte Aiwanger. „Wir müssen wirklich aufpassen, dass sich hier im Privaten kein ganz großes Infektionsrisiko ergibt“, betonte der Minister.

Update, 9.09 Uhr - Staatssekretär fordert: Meldepflicht für Reisenede in Risikogebiete

Innenstaatssekretär Günter Krings hat die Einführung einer Anzeigepflicht vor geplanten Reisen in Corona-Risikogebiete vorgeschlagen. „Bei Reisen in Risikogebiete sollten wir darüber nachdenken, ob wir eine vorherige Anzeigepflicht einführen“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“ (Montag). „Wer in ein Risikogebiet reisen will, sollte das vorher dem Gesundheitsamt melden, damit es hinterher leichter überprüfen kann, ob der verpflichtende Corona-Test bei der Einreise gemacht und gegebenenfalls die Quarantäne eingehalten wurde.“

Für Heimkehrer aus Risikogebieten gibt es derzeit zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen sich noch im Urlaubsland höchstens 48 Stunden vor der Abreise testen und legen einen Negativ-Nachweis in deutscher oder englischer Sprache vor. Tests im Ausland sind aber selbst zu zahlen. Oder sie lassen sich nach der Rückkehr in Deutschland testen, was bis zu drei Tage kostenlos möglich ist, etwa auch beim Hausarzt.

Update, 8.21 Uhr - Offenbar massive Pannen bei freiwilligen Corona-Tests

Bei den freiwilligen Corona-Tests für Reiserückkehrer, die an Flughäfen, Hauptbahnhöfen oder in Grenznähe (auch in der Region auf der A93 und A8) durchgeführt werden, gibt es offenbar massive Probleme. Laut einem Bericht des Münchner Merkur haben sich hunderte Reisende beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) darüber beklagt, dass ihre Testergebnisse entweder stark verspätet oder überhaupt nicht übermittelt worden seien.

„Das System funktioniert überhaupt nicht“, beschwerte sich laut dem Bericht eine Reisende bei der Zeitung. Anscheinend wurde auch der Test eines Politikers verschlampt - und zwar vom Fraktionsgeschäftsführer der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, Fabian Mehring. „Bei derart langen Wartezeiten haben Urlauber zwangsläufig ihr gesamtes Umfeld bereits angetroffen, bevor ihr Testergebnis vorliegt“, sagte Mehring. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte letzte Woche bei einem Vor-Ort-Termin lediglich „Verzögerungen in der Anfangsphase“ eingeräumt. Inzwischen sei die Übermittlung der Ergebnisse bereits verbessert worden, hieß es.

Update, 6.44 Uhr - Söder leitet außerplanmäßige Videokonferenz des Kabinetts

Angesichts der aktuellen Corona-Entwicklungen ruft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag (10 Uhr) außerplanmäßig sein Kabinett zusammen - zu einer Videokonferenz. Söder wird die Schalte vom Heimatministerium in Nürnberg aus leiten.

Söder und seine Minister wollen über die aktuelle Corona-Situation beraten, insbesondere über die bundesweit wieder gestiegenen Zahlen auch durch Reiserückkehrer. Zudem dürfte der Corona-Ausbruch im niederbayerischen Mamming die Ministerrunde weiter beschäftigen. Die Situation in den neuen Testzentren soll ebenso diskutiert werden wie die Frage nach einer möglichen Ausweitung von Corona-Risikogebieten.

Und schließlich will das Kabinett auch beraten, wie es nach den Sommerferien an den Schulen weitergehen soll. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hatte zuletzt einen Vier-Stufen-Plan vorgelegt, nach dem jedenfalls bis zum Platz im Klassenzimmer eine Maskenpflicht gelten soll, auch in Grundschulen. Bei hohen Infektionszahlen soll es eine Maskenpflicht auch im Unterricht geben.

Fraglich ist aber, ob eine generelle Maskenpflicht auch im Unterricht droht - Nordrhein-Westfalen hat dies für weiterführende Schulen so entschieden. Eltern-, Lehrer- und Schülerverbände in Bayern sind sich in der Frage einer generellen Maskenpflicht auch im Unterricht uneins, mehrere äußerten sich am Wochenende eher skeptisch. Im Anschluss daran (12 Uhr) geben Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) im Atrium des Heimatministeriums eine Pressekonferenz.

rosenheim24.de ist wie gewohnt um 12 Uhr live bei der PK.

436 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 436 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 216 327 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Montagmorgen im Internet meldete (Datenstand 10.8., 0.00 Uhr). Seit dem Vortag wurde ein neuer Todesfall gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben nun bei 9197. Bis Sonntagmorgen hatten 197 400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit nur halb so hoch wie die Werte in der vergangenen Woche. Am Samstag waren 1122 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet worden. Auch am Freitag und Donnerstag lagen die Zahlen erstmals seit Anfang Mai wieder über der Schwelle von 1000 Fällen. Die am Montag bekannt gegebenen Zahlen der Neuinfektionen sind aber meist vergleichsweise niedrig, weil am Sonntag nicht alle Gesundheitsämter ihre Werte übermitteln.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 9.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,17 (Vortag: 1,32). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 9.8., 0.00 Uhr, bei 1,17 (Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

mh/dpa

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