News-Ticker zur Corona-Pandemie

Rund 50.000 Reisende nehmen freiwillige Corona-Tests in Anspruch

Corona Test Symbolbild
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Corona Test Symbolbild

Landkreis/Welt - Das Coronavirus sorgt seit nunmehr fast sieben Monaten in der Region, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Infizierte Personen: Rosenheim 2865, Traunstein 1320, Berchtesgadener Land 359, Mühldorf 520, Altötting 620
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 25, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9183 Todesfälle in Deutschland (2624 in Bayern)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • SERVICE: Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Update, 20.55 Uhr - Rund 50.000 Reisende nehmen freiwillige Corona-Tests in Anspruch

An Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnraststätten in Bayern haben sich bisher rund 50.000 Menschen freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Allein am Münchner Flughafen seien 13 771 Abstriche genommen worden, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bei einem Besuch des dortigen Testzentrums am Freitag. Auch an den Raststätten sei die Nachfrage groß. Demnach ließen sich allein am Testzentrum an der Autobahn 3 zuletzt täglich rund 2000 Menschen testen.

Gesamtzahlen darüber, wie viele Reisende in den bayerischen Testzentren bisher nachweislich mit dem Coronavirus infiziert waren, liegen nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang nicht vor. Nach aktuellem Stand bewege sich der Anteil positiver Tests an den Flughäfen Nürnberg und München im Promillebereich, in Memmingen liefe die Zahl der Fälle im niedrigen einstelligen Bereich, teilte das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. 

Die Landratsämter in Rosenheim und Traunstein meldeten zudem für einzelne Testzentren Zahlen zu positiven Befunden. So wurden an der Autobahn 93 bei Kiefersfelden bislang 8 von knapp 2300 Reisenden positiv auf das neue Coronavirus getestet, an der Raststätte Hochfelln-Nord an der Autobahn 8 waren es 18 von 3583 Tests.

In Bayern können sich alle Reisenden seit dem 25. Juli bei der Ankunft an den Flughäfen München und Nürnberg freiwillig testen lassen, seit dem 30. Juli auch an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sowie an den Autobahnraststätten Hochfelln-Nord (A8), Inntal-Ost (A93) und Donautal-Ost (A3). Anfang August wurde zudem ein Testzentrum am Flughafen Memmingen eingerichtet. Für Urlauber aus Risikogebieten greift am Samstag bundesweit eine Testpflicht.

Update, 19.10 Uhr - Große Mehrheit besorgt über Umgang mit Corona

Eine große Mehrheit der Menschen über 18 Jahren in Bayern macht sich nach einer Umfrage Sorgen um einen zu leichtfertigen Umgang mit der Corona-Pandemie. 83,2 Prozent der Befragten gaben an, besorgt zu sein, dass einige Menschen durch Missachtung der Corona-Regeln die Gesundheit der Allgemeinheit gefährden. Laut der Umfrage von «Schwäbischer Zeitung» und dem Online-Meinungsforschungsinstitut Civey äußerten sich bundesweit 84,1 Prozent besorgt. Gefragt wurde: «Sind Sie aktuell besorgt, dass einige Menschen durch die Missachtung der Corona-Maßnahmen die Gesundheit der Allgemeinheit gefährden?»

An der Online-Befragung nahmen vom 3. bis zum 6. August insgesamt 8572 Bürger teil. Die Stichprobe für das Gesamtergebnis lag dabei bei 5035 Befragten, der statistische Fehler bei 2,5 Prozent. Für das Ergebnis aus Bayern ergibt sich eine Stichprobe von 832 Befragten bei einem statistischen Fehler von 3,4 Prozent.

Nach der gestrigen Umfrage in diesem Artikel halten 75% der 2201 abgegebenen Stimmen (Stand 7.8. 19 Uhr), dass die Erhöhung der Strafen bei Verstoß gegen die Maskenpflicht in bestimmten Situationen sinnvoll ist. 22% halten das nach aktuellem Stand der Umfrage für Schikane. 3% äußerten sich gleichgültig. Wie wird die Frage der oben genannten Umfrage in der Region beantwortet?

Update, 18.22 Uhr - Trachtenverbände hoffen auf mehr Wertschätzung nach Corona

Die Trachtenverbände in Bayern wünschen sich einen Schub durch die Corona-Krise. Sie hofften, dass die Menschen den Stellenwert der Vereine und deren Engagement für das Kulturleben durch den coronabedingten Wegfall vieler Veranstaltungen neu wahrnehmen und schätzen lernten, hieß es in einer am Freitag von der Regierung der Oberpfalz in Regensburg verbreiteten Mitteilung. Regierungspräsident Axel Bartelt hatte sich mit Spitzenvertretern des Bayerischen und des Oberpfälzer Trachtenverbands getroffen.

«Trachtenvereine stehen für gelebtes soziales Miteinander und tragen auch ganz entscheidend zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei», sagte Bartelt danach. «Sie sind ein Herzstück Bayerns und ein Sinnbild für das, was unsere bayerische Heimat so besonders macht.» Sie seien ein unverzichtbarer Bestandteil der kulturellen Identität. 

Den Angaben nach gehören dem Bayerischen Trachtenverband als Dachorganisation mehrere Hundert Vereine mit rund 165 000 Erwachsenen sowie rund 100 000 Kindern und Jugendlichen an. Wegen der Pandemie fallen heuer viele Traditionsveranstaltungen wie der mehr als 600 Jahre alte Bad Kötztinger Pfingstritt aus, um Ansteckungen zahlreicher Menschen möglichst zu vermeiden. «Damit fehlt unseren Trachtenvereinen eine weithin sichtbare und notwendige Bühne für das gelebte Brauchtum», sagte Regierungspräsident Bartelt weiter.

Update, 16.45 Uhr - Traunstein: So sind die aktuellen Zahlen im Landkreis

Seit dem gestrigen Tag liegen dem Gesundheitsamt Traunstein keine neuen Infektionen mit COVID-19 vor, wie das Landratsamt mitteilt. Damit liegt die 7-Tages-Inzidenz bei 1,69 und es sind weiterhin 7 aktive Fälle bekannt.

Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie bestätigten Infektionen bleibt damit bei 1320. Als genesen gelten davon mindestens 1225 Personen. In den Kliniken des Landkreises Traunstein werden aktuell keine Corona-Patienten behandelt.

Update, 16.15 Uhr - Bayern setzt Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ab Samstag um

Ergänzend zum freiwilligen Testangebot für alle Bürgerinnen und Bürger im Freistaat setzt Bayern die vom Bund beschlossene Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten von Samstag an um. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte am Freitag anlässlich eines Besuchs am Testzentrum am Münchner Flughafen: „Wir müssen aufpassen, dass Reiserückkehrer keine neuen Infektionen mit nach Hause bringen. Zum Schutz der Bevölkerung haben wir deshalb schon früh dafür geworben, dass die Verpflichtung zur Testung bundeseinheitlich geregelt wird. Die vom Bund erlassene Verordnung schafft jetzt Klarheit.“

An den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen werden alle Flugreisenden, die direkt aus einem Risikogebiet kommen und kein entsprechendes ärztliches Zeugnis vorlegen können, bereits bei der Einreise zu der ärztlichen Untersuchung aufgefordert.

Für Reisende aus Risikogebieten, die auf andere Weise einreisen, gilt ebenso die Pflicht, auf Anforderung ein ärztliches Zeugnis vorzulegen. Diese Pflicht kann sowohl durch die Polizei bei Einreise, als auch nach der Einreise durch die örtlich zuständigen Gesundheitsämter stichprobenartig kontrolliert werden. Einreisende, die zum Beispiel mit dem Auto fahren, können sich innerhalb von 72 Stunden nach Einreise zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung testen lassen, zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen des bayerischen Testangebots zu Lasten des Freistaats. 

Huml verwies darauf, dass das ärztliche Zeugnis in deutscher oder in englischer Sprache verfasst sein und sich auf eine molekularbiologische Testung stützen muss, die höchstens 48 Stunden vor der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem sonstigen Staat vorgenommen wurde, der auf einer Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) aufgelistet ist. Wer kein entsprechendes ärztliches Zeugnis vorlegen kann, ist nach dem Infektionsschutzgesetz des Bundes verpflichtet, eine ärztliche Untersuchung, insbesondere eine molekularbiologische Testung einschließlich der Abstrichnahme, zur Gewinnung des Probenmaterials zu dulden.

Die Ministerin betonte: „Auf die Umsetzung der Testpflicht sind wir vorbereitet. Mit unserem bisherigen freiwilligen Testangebot für Reiserückkehrer haben wir im Freistaat schon in den vergangenen Tagen die Infrastruktur für möglichst hohe Testkapazitäten an den Flughäfen, Bahnhöfen und an drei Autobahnraststätten in Grenznähe aufgebaut.“

Um der Testpflicht nachzukommen, können Reiserückkehrer alle Möglichkeiten des bayerischen Testangebots nutzen. In Bayern können sich alle Reisenden seit dem 25. Juli bei der Ankunft an den Flughäfen München und Nürnberg freiwillig auf eine SARS-CoV-2-Infektion testen lassen. Das Angebot gilt auch für Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten. Anfang August wurde auch ein Testzentrum am Flughafen Memmingen eingerichtet. Seit dem 30. Juli gibt es zudem ein Angebot für freiwillige Tests an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg sowie an den Autobahnraststätten Hochfelln-Nord (A8), Inntal-Ost (A93) und Donautal-Ost (A3).

Die Ministerin ergänzte: „Insgesamt haben sich bis zum 6. August knapp 50.000 Menschen testen lassen. Neben dem Flughafen München mit insgesamt 13.771 Abstrichen ist die Nachfrage an den Autobahnraststätten besonders groß. Allein an der Raststätte Donautal-Ost haben sich in den vergangenen Tagen täglich rund 2.000 Menschen testen lassen, gestern sogar 2.769.“ Bei der Berechnung der Gesamtzahl fehlen die jüngsten Daten der Flughäfen Nürnberg und Memmingen. 

Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat eine Hotline eingerichtet, über die sich Reisende über das Verfahren bei den Tests für Rückkehrer informieren können. Huml erläuterte: „Es ist wichtig, dass wir so umfassend wie möglich über die Abläufe und unser Testangebot informieren. In den vergangenen Tagen sind viele Fragen zu den neuen Testmöglichkeiten aufgekommen. Hier möchten wir den Bürgerinnen und Bürgern eine Hilfestellung bieten.“ Die Hotline kann auch bezüglich der Tests an den Autobahnraststätten und Bahnhöfen kontaktiert werden. Die Bürger-Hotline des LGL ist montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr unter der Nummer 09131/6808 - 5101 erreichbar.

Huml erläuterte: „Ziel unserer bayerischen Teststrategie ist es, Infizierte so früh wie möglich zu erkennen und so Infektionsketten zu unterbrechen oder bestenfalls gar nicht erst entstehen zu lassen. Deswegen haben wir das kostenlose Testangebot für Reiserückkehrer so schnell vorangetrieben. Darüber hinaus können sich schon seit Anfang Juli alle Bürgerinnen und Bürger im Freistaat kostenlos auf Corona testen lassen - auch wenn sie keine Symptome haben. Bei der Umsetzung unterstützen uns zahlreiche Vertragsärzte. Dafür möchte ich allen Beteiligten von Herzen danken.“ Über die Arztsuche auf der Webseite der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (www.kvb.de) kann sich jeder informieren, welcher Vertragsarzt in seiner Nähe Testungen nach dem bayerischen Testangebot anbietet. Hierzu muss nur das Kästchen „Arzt für Coronavirus Test“ ausgewählt werden.

Die Ministerin verwies darauf, dass weiterhin auch die Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) gilt. Huml betonte: „Wer sich innerhalb der letzten zwei Wochen in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss nach der EQV für 14 Tage in Quarantäne, und er muss sich bei seinem zuständigen Gesundheitsamt melden. Das gilt solange, bis ein negatives Testergebnis vorliegt, also auch für die Wartezeit bis der Befund des Pflichttests vorliegt“, sagte Huml. Über die aktuell als Risikogebiet eingestuften Länder und Regionen weltweit informiert das RKI auf seiner Webseite.

Huml ergänzte: „Klar ist: Die Testpflicht ist immer auch ein Eingriff in Freiheitsrechte. Aber klar ist auch: Zum Schutz der Allgemeinheit ist sie notwendig.“

Update, 14:40 Uhr - Fünf neue Fälle im Landkreis Mühldorf am Inn

Wie das Landratsamt Mühldorf am Inn mitteilt, wurden nach Stand 7. August 12 Uhr fünf neue Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus im Landkreis bestätigt. Es handelt sich dabei um fünf Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre.

Damit liegt die Gesamtzahl, der seit Beginn der Pandemie infizierten Personen, bei 520, wovon 485 als genesen gelten. Die Zahl der Verstorbenen bleibt gleich bei 27. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt damit bei 4,3 und der Landkreis zählt acht aktive Fälle.

Update, 12.37 Uhr - Ein neuer Corona-Fall im Berchtesgadener Land - 7-Tage-Inzidenz steigt

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern Donnerstag einen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Bei dieser Person handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus einem Nicht-Risikogebiet: Nach seiner Rückkehr traten Corona-Symptome auf, der Abstrich ergab einen positiven Befund. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 359 (Meldestand: 07.08.2020, 10:00 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt auf 3,8.

Von den insgesamt 359 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind nach wie vor 325 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell befinden sich neun SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung (1 mehr im Vergleich zum Vortag).

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 15 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (1 mehr im Vergleich zum Vortag). Insgesamt 1.039 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (1 mehr im Vergleich zum Vortag). Allerdings ist seit gestern auch 1 neue direkte Kontaktpersonen ermittelt worden.

Update, 11.30 Uhr - Salzburger Festspiele verbieten Gebrauch von Fächern

Bei den Salzburger Festspielen darf sich das Publikum nicht mehr mit Fächern Kühlung verschaffen. Der Gebrauch während der Vorstellungen wird untersagt. „Dadurch könnten infektiöse Aerosole, die eigentlich von der Klimaanlage nach oben abgesaugt werden sollen, seitlich verteilt werden, was wir unbedingt vermeiden wollen“, sagte Lukas Crepaz, der als kaufmännischer Direktor der Festspiele auch für die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen verantwortlich ist, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Ein entsprechender Hinweis wurde nachträglich in die automatische Ansage aufgenommen, die vor Beginn jeder Aufführung in deutscher und englischer Sprache zu hören ist.

Als eines der wenigen Kulturfestivals weltweit wurden die Salzburger Festspiele, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern, nicht wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Dafür gelten strenge Hygieneregeln. Nach anfänglichen Problemen insbesondere bei der Einhaltung der Sicherheitsabstände verhalte sich das Publikum mittlerweile „vorbildlich“, sagte Crepaz. Die verkürzten und wegen der Pandemie stark modifizierten Festspiele laufen noch bis Ende August.

Update, 10.20 Uhr - Kein Corona-Abstand: Anzeige gegen Würzburgs Oberbürgermeister

Weil er bei einem Foto mit den Würzburger Kickers den Corona-Mindestabstand nicht einhielt, hat Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) sich eine Anzeige eingehandelt. Ein Sprecher der Regierung von Unterfranken bestätigte am Freitag, dass die Polizei eine entsprechende Anzeige an die Regierung weitergeleitet hatte. Zuvor hatte die „Main Post“ (Freitagsausgabe) darüber berichtet. „Wir haben die Stadt dazu angehört und werden uns in den kommenden Tagen dazu äußern“, sagte der Regierungssprecher.

Das Gruppenfoto mit der Fußballmannschaft hatte Schuchardt zuvor schon Ärger in sozialen Medien eingehandelt. Das Bild „konterkariert leider unsere vielen Überlegungen in Sachen Corona-Schutz“, räumte Rathaus-Sprecher Georg Wagenbrenner in der „Main Post“ ein. Auch der Oberbürgermeister selbst bedauert den Fehler nach in einem Fernsehinterview, wie die Zeitung berichtete.

Update, 8.57 Uhr - Arzt verdient 3000 Euro täglich an Corona-Teststation

Bundesweit lassen sich täglich Tausende Reiserückkehrer an Covid-19-Teststationen auf das Coronavirus testen. Auch in Bayern herrscht an den Stationen Hochbetrieb - ob an Flughäfen oder an Raststätten. Eine Teststation befindet sich an der Raststätte Donautal-Ost an der A3 bei Passau.

Wie die „Passauer Neue Presse„ berichtet, bekommt ein Arzt, der dort aushilft, bis zu 250 Euro pro Stunde. Bei einer Zwölf-Stunden-Schicht sind das bis zu 3000 Euro. Für die Helfer, die dort genau dieselbe Tätigkeit ausüben, gibt es laut Bericht allerdings nichts. Demnach engagierten sich nahezu alle Beteiligten ehrenamtlich - mit Ausnahme der dort tätigen Ärzte. Ausgerechnet einer von ihnen kritisiert gegenüber der „PNP“, dass ihre Vergütung unverhältnismäßig hoch sei und bezeichnet das Honorar gar als Verschwendung von Steuergeldern.

Die Hauptarbeit würden ohnehin die Ehrenamtlichen der Hilfsorganisationen erledigen, und das bei teils extremen Arbeitsbedingungen. Er selbst habe keinerlei ärztliche Tätigkeit ausgeführt, berichtet der Arzt der Zeitung weiter. Er habe lediglich Reisende beraten, die sich testen lassen wollten. Laut Bericht erhalten Ärzte, die an Teststationen mithelfen, 200 Euro pro Stunde. An Wochenenden und Feiertagen belaufe sich der Stundenlohn auf 250 Euro. Bayernweit übrigens. Gegenüber der „PNP“ sagt der Arzt, er wolle sein Geld nun spenden.

Update, 7.31 Uhr - USA rechnen mit 300.000 Toten - bis Dezember     

Bis Dezember könnten nach einem weithin beachteten Modell in den USA insgesamt fast 300.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben. Das wären rund 140.000 Tote mehr als derzeit. Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis 1. Dezember mit rund 228.000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle am Donnerstag.

„Wir erleben in den Vereinigten Staaten eine Achterbahnfahrt“, erklärte Institutsdirektor Christopher Murray. Sobald die Infektionen in einem Gebiet dramatisch ansteigen, tragen die Menschen Masken und befolgen die nötigen Vorsichtsmaßnahmen, sobald sich die Situation entspanne, verflüchtige sich aber auch die Vorsicht wieder, wie Murray kritisierte. „Das führt natürlich zu mehr Infektionen. Und der womöglich tödliche Kreislauf beginnt wieder von vorne“, sagte er. Das Modell des Instituts befürchtet nun bis 1. Dezember 295.000 Tote. Vor der jüngsten starken Zunahme der Neuinfektionen in den USA hatte das Modell bis 1. November noch mit rund 230.000 Toten gerechnet.

Update, Freitag (7. August) - Erneut mehr als 1000 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1147 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages (Vortag: 1045) gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 214.214 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen im Internet meldete (Datenstand 7.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat damit den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Bereits am Donnerstag lagen die Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000. Sie war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6000 erreicht.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9183. Bis Freitagmorgen hatten 195.900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 6.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,99 (Vortag: 0,9). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 6.8., 0.00 Uhr, bei 1,06 (Vortag: 0,97). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Donnerstag (6. August)

Update, 21.15 Uhr - Wissenschaftsminister an Spahn: Uni-Kliniken brauchen mehr Geld

Die 16 Wissenschaftsminister der Länder haben in einem Brandbrief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mehr Unterstützung für die deutschen Universitätskliniken gefordert. Dabei geht es um mehr Hilfen des Bundes zum Ausgleich für die finanziellen Einbußen, die ihnen durch die Corona-Pandemie entstanden sind. Der Brief mit Datum 5. August liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuvor hatte das «Hamburger Abendblatt» berichtet.

Die bisher beschlossenen Gelder für die Uni-Kliniken seien «nicht ausreichend», heißt es in dem Schreiben. Die Ausfall-Pauschalen für leere Betten seien zu gering. «Beispielsweise erhalten nur 23 von 34 Universitätskliniken die höhere Ausgleichspauschale von 760 Euro. Erschwerend kommt hinzu, dass die höhere Ausgleichspauschale erst ab Inkrafttreten der Verordnung gilt. Die finanzielle Hauptlast durch die Freihaltung von Bettenkapazitäten von Mitte März bis etwa Ende Mai wird damit nicht ausreichend kompensiert», schreiben die Ressortchefs. «Wir bitten daher um weitere Nachjustierungen am Krankenhausentlastungsgesetz, um so die Leistungsfähigkeit der Universitätskliniken und Maximalversorger weiterhin sicherzustellen.»

Update, 19.20 Uhr - Stuttgart erhöht Bußgelder für Maskenverweigerer - Folgen nun weitere Bundesländer?

Maskenverweigerer müssen in Stuttgart künftig ein deutlich höheres Bußgeld zahlen als bisher. «Wird eine Privatperson ohne Mund-Nasen-Bedeckung erwischt, wo sie eine tragen müsste, beträgt die Mindeststrafe jetzt 75 Euro», teilte die Baden-Württemberger Landeshauptstadt am Donnerstag mit. Bislang lag das Bußgeld bei 25 Euro. Für Menschen im gewerblichen Bereich - beispielsweise für Kellner - liege die Mindeststrafe nun bei 150 Euro.

Für Wiederholungstäter könne es sogar noch teurer werden, sagte Stuttgarts Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Martin Schairer (CDU). «Der Bußgeldkatalog sieht eine Strafe von bis zu 250 Euro für Personen vor, die sich beharrlich weigern. Wir sind bereit, diesen Rahmen auszuschöpfen, und können im Ausnahmefall sogar darüber hinaus gehen.»

Zuletzt hatten mehrere Bundesländer ihre Gangart gegen Maskenverweigerer verschärft. So will etwa Nordrhein-Westfalen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen künftig ohne Vorwarnung ein Bußgeld von 150 Euro verhängen. Auch die Regierungen in Bayern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen zeigten sich offen für empfindliche Bußgelder oder kündigten solche bereits an.

Update, 18:35 Uhr - Zwei Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Nach Auskunft des Gesundheitsamtes Traunstein gingen heute am 6. August zwei neue Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus ein. Damit liegt die gesamte Zahl der seit Beginn der Pandemie infizierten Personen bei 1320 und die 7-Tages-Inzidenz sinkt auf 1,13.

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes beläuft sich die Zahl der aktiven COVID-19-Fälle auf sieben. Die Zahl der Genesenen bleibt bei 1225 Personen und im Moment befindet sich keiner der Infizierten zur Behandlung in einer der Kliniken im Landkreis.

Update, 17.20 Uhr - Verteilung von Flugblättern im Bereich der Endorfer-Au-Straße

Im Bereich der Endorfer-Au-Straße in Rosenheim ist in den vergangenen Tagen ein Fall einer Erkrankung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 festgestellt worden. Weil es zudem einige Verdachtsfälle gibt, wurden heute auf Bitte des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim Flugblätter an alle Haushalte in diesem Bereich verteilt.

Die Bürgerinnen und Bürger werden darin aufgefordert, verschiedene Verhaltensregeln zu beachten zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit. Konkret geht es unter anderem um den Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Meter, das Verzichten auf Händeschütteln oder Umarmungen, das Tragen einer Alltagsmaske, dort wo es vorgeschrieben ist, und das regelmäßige Händewaschen.

Eltern werden darüber hinaus aufgefordert, bei Krankheitszeichen ihrer Kinder wie Husten, Schnupfen oder Fieber, diese zu Hause zu lassen und Kontakt mit dem Haus- oder Kinderarzt aufzunehmen.

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Update, 16.15 Uhr - „Corona-Disziplin“ auf dem Bau in Rosenheim sinkt

Die „Corona-Disziplin“ auf dem Bau sinkt: Auf immer mehr Baustellen in Rosenheim wird gegen Abstands- und Hygieneregeln verstoßen. Das kritisiert die IG Bauen-Agrar- Umwelt (IG BAU). „Viele Baufirmen nehmen die Ansteckungsgefahr mit dem Corona- Virus auf die leichte Schulter. Das ist fatal“, sagt der Vorsitzende der IG BAU Oberbayern, Michael Müller. Immer häufiger werde wieder „im alten Trott“ gearbeitet – wie vor der Corona- Pandemie.

Viele Bauunternehmen blendeten die Gefahr einer Infektion mit dem Covid-19-Virus inzwischen einfach aus, so die IG BAU. Bei ihren Baustellen-Visiten stoße die Gewerkschaft auf „grobe Corona-Sünden“: „Oft ist nicht einmal das Händewaschen möglich. Ein Waschbecken mit Seife und fließendem Wasser – Fehlanzeige. Von Desinfektionsmittel-Spendern ganz zu schweigen. Aber auch Sammeltransporte in Bullis sind schon längst wieder an der Tagesordnung.“

„Genauso Frühstücks- und Mittagspausen dicht an dicht im Bauwagen“, sagt Michael Müller. Corona-Schutz auf dem Bau koste – wie in anderen Bereichen der Wirtschaft auch – Geld. Das seien allerdings notwendige Kosten, die die Bauunternehmen in Rosenheim nicht scheuen dürften, fordert die IG BAU Oberbayern: „In der Corona-Pandemie zeigen Baubeschäftigte in Rosenheim volle Leistung. Dafür haben sie auch vollen Gesundheitsschutz verdient.“

Der IG BAU-Bezirksvorsitzende Müller appelliert an die Baubeschäftigten in Rosenheim, strikt darauf zu achten, sich zu schützen: „Regelmäßiges Händewaschen, Schutzmasken und das Arbeiten mit Abstand gehören zu den To-dos auf dem Bau. Denn Corona-Schutz ist Arbeitsschutz. Und den müssen Beschäftigte notfalls selbstbewusst einfordern“, macht Müller deutlich. Dass das Arbeiten unter freiem Himmel das Infektionsrisiko reduziere, sei nur die halbe Wahrheit, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende.

Spätestens beim Innenausbau und beim Sanieren sehe das dann schon ganz anders aus. Zudem lauere bei gemeinsamen Pausen eine hohe Infektionsgefahr. Ebenso auf dem Weg zur Baustelle im Sammeltransporter: „Hier müssen Arbeitgeber Einzelfahrten möglich machen – und den Bauarbeitern dafür auch etwas bieten“, fordert Michael Müller. An- und Abfahrten zwischen Wohnort und Baustelle würden bislang in der Regel nicht entschädigt. „Dabei legen Bauarbeiter oft enorme Strecken zurück. Das ist verlorene Zeit für sie“, kritisiert der IG BAU-Bezirksvorsitzende. Für diese Wegezeit nichts zu bekommen, sorge für immer mehr Unmut und Ärger unter den Bauarbeitern.

Immerhin diktiere der Chef, wer wann zu welcher Baustelle fahren müsse. Die Wegezeit ist für einen Großteil der Baubeschäftigten in Rosenheim längst zu einem „wunden Punkt“ geworden, so die IG BAU. Trotzdem hätten die Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen für das Bauhauptgewerbe zur Wegezeit kein Angebot auf den Tisch gelegt. „Auch in puncto Lohn und Gehalt kam nichts von den Arbeitgebern. Sie gehen stattdessen auf Konfrontationskurs“, so Michael Müller.

Die IG BAU werde jedoch nicht lockerlassen: „Gerade auch nach den Erfahrungen, die viele Baubeschäftigte in der Corona-Pandemie gemacht haben und nach wie vor machen müssen, wird die IG BAU die Wegezeit in der bevorstehenden Schlichtung wieder auf den Verhandlungstisch packen.“ Dies wird, so die Erwartung der IG BAU, in der letzten Augustwoche (voraussichtlich am 26. August) der Fall sein.

Im Fokus der Verhandlungen steht dann auch die Lohnforderung der IG BAU: ein Plus von 6,8 Prozent, mindestens jedoch 230 Euro pro Monat mehr für die Baubeschäftigten. Darüber hinaus sollen Azubis aller Ausbildungsjahre 100 Euro zusätzlich im Monat erhalten. „Mehr Arbeitsschutz und mehr Lohn – das hat der Bau verdient. Und die Bauunternehmer können es sich leisten. Denn der Bau boomt – auch in Rosenheim“, sagt Michael Müller.

Hier geht es zu den Corona-Arbeitsschutz-Standards der IG BAU: www.igbau.de/Informationen-zu-Corona.html

Update, 15.20 Uhr - Flughafen Salzburg bekommt Corona-Teststation

Um in dieser Situation eine sichere Reisetätigkeit zu ermöglichen hat das medizinisch-chemische Labor Dr. Mustafa, Dr. Richter gemeinsam mit dem Salzburger Labor Pharmgenetix und in Kooperation mit dem Flughafen Salzburg eine COVID-19 Teststation am Airport eingerichtet. Medilab stellt dafür seine gesamte Infrastruktur zur Verfügung, die Abstriche werden vom Roten Kreuz durchgeführt. „Ich habe bereits vor längerer Zeit mit dem Partnerlabor des Landes Salzburg in Sachen Covid-19-Testungen, dem medizinischen Labor Dr. Mustafa, Dr. Richter, die Möglichkeiten dazu erörtert und angeregt, auf dem Salzburger Flughafen Testungen vorzunehmen. Trotz Corona gehen sehr viele Menschen auf Reisen bzw. müssen beruflich ins Ausland bzw. nach Salzburg.

Deshalb ist es wichtig, auf einer so großen reisetechnischen Drehscheibe wie dem Salzburger Flughafen eine Teststation zu haben. Das erhöht auch die Attraktivität des Salzburger Flughafens, weil es ihn im Zusammenhang mit Corona sicherer macht. Zudem wollen sich auf viele Menschen testen lassen, um persönliche Gewissheit zu haben“, betont dazu der Aufsichtsratsvorsitzende des Salzburger Flughafens, LH-Stv. Dr. Christian Stöckl. Die Teststation wird täglich in Betrieb sein, die Öffnungszeiten werden sich allerdings vorerst am Flugplan orientieren, die Anmeldung kann direkt in der Station erfolgen.

„Mit dieser Teststation wollen wir Reisenden unmittelbar und unkompliziert die Möglichkeit bieten, sich testen zu lassen, um damit einer möglichen unwissentlichen Verbreitung des Virus vorzubeugen“, begründen Dr. Mustafa und Pharmgenetix-Geschäftsführer Dr. Schnitzel diese Initiative. Die Teststation befindet sich im Flughafengebäude und ist sowohl für Ankommende, aber auch für andere Personen, die sich testen lassen wollen, zugänglich.

Bei abreisenden Personen wird empfohlen, den Test zwei Tage vor Reisebeginn durchzuführen, damit das Ergebnis rechtzeitig verfügbar ist. Der Preis einer PCR-Testung beträgt EUR150,-. Am Salzburger Flughafen trägt die Einführung einer solchen Teststation dazu bei, das Reisen und das Ankommen sicherer zu gestalten. „In diesen Zeiten ist es nicht nur wichtig auszuloten, wie man die durch COVID-19 eingeschränkten Wirtschaftstätigkeiten in kleinem Maße weiter betreiben kann, sondern auch dort zu unterstützen, wo es sinnvoll ist. Dieser ehemalige Warteraum am Salzburg Airport bietet sich als COVID-19 Teststation bestens an,“ so Flughafenprokurist Christopher Losmann.

Update, 14.41 Uhr - Tierpark Hellabrunn darf die Besucherzahlen verdoppeln

Gute Nachrichten für Hellabrunn: Ab Donnerstag (6. August) darf der Tierpark wieder mehr Besucher empfangen. Statt der bisherigen 4.370 Personen sind dann 8.740 Gäste pro Tag erlaubt, also doppelt so viele wie bisher.

„Wir freuen uns sehr über die behördliche Genehmigung, die Besucherzahlen erhöhen zu dürfen!“, sagt Tierparkdirektor Rasem Baban. „Wir freuen uns über jeden zusätzlichen Besucher hier in Hellabrunn, appellieren aber an jeden einzelnen Gast, die klar kommunizierten Regeln konsequent einzuhalten und Rücksicht auf andere zu nehmen.“

Was sich jedoch nicht ändern wird, ist das Prozedere bei den Eintrittskarten: Wer ein Ticket will, muss dieses mindestens einen Tag vor dem Tierpark-Besuch online buchen – vorausgesetzt, es sind noch Eintrittskarten verfügbar. Auch die ausgeschilderten Hygiene- und Abstandsregeln bleiben bestehen, zudem sind die großen Tierhäuser sowie einige andere Gebäude weiterhin geschlossen.

Update, 14.03 Uhr - Kein neuer Corona-Fall im Berchtesgadener Land 

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern keinen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land bleibt somit bei 358 (Meldestand: 06.08.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land sinkt auf 2,8.
 

Von den insgesamt 358 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind mittlerweile 325 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen (1 mehr im Vergleich zum Vortag). Aktuell befinden sich noch acht SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung (1 weniger im Vergleich zum Vortag).
 

Das Landratsamt weist darauf hin, dass Personen, die in den Freistaat einreisen und sich innerhalb von 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, verpflichtet sind, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Wohnung oder eine andere Unterkunft zu begeben und sich für 14 Tage nach ihrer Einreise zu isolieren. Betroffene aus dem Landkreis sind ebenfalls verpflichtet, sich unverzüglich beim Gesundheitsamt,  08651/7730, zu melden und ihre Rückkehr aus einem Risikogebiet anzuzeigen.

Update, 13.05 Uhr - Bisher acht positive Fälle an A93-Testzentrum in Kiefersfelden

Von 2193 Einreisenden, die sich im Testzentrum an der A93 in Kiefersfelden auf das neuartige Coronavirus testen ließen, liegen inzwischen die Befunde vor. Wie der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Dr. Wolfgang Hierl mitteilte, wurden am Mittwoch (5. August) acht positive Fälle durch das Labor übermittelt. 

„Das entspricht einer Positivrate von 0,4 Prozent. Sechs der Urlauber stammen aus Bayern, einer aus Hamburg und einer aus Nordrhein-Westfalen.“ Nach Angaben von Dr. Hierl, hielt sich keiner der positiv Getesteten in einem Risikogebiet auf. „Die Reiseländer waren Österreich, Italien und Frankreich.“ Das Staatliche Gesundheitsamt übermittelte die positiven Ergebnisse umgehend an die betroffenen Personen und ordnete eine häusliche Quarantäne an. Zudem wurde das für den Wohnort zuständige Gesundheitsamt informiert.

Trotz der niedrigen Positivrate rät Dr. Wolfgang Hierl zur Vorsicht: „Die Testergebnisse zeigen uns einerseits, dass bislang erfreulicherweise nur ein geringer Teil der Reiserückkehrer das Virus mitbringt, allerdings erfolgten die Ansteckungen vermutlich in Nicht-Risikoländern. Das zeigt, dass man überall auf der Hut sein muss und zuverlässig die Abstands- und Hygieneregeln einhalten muss.“

Update, 12.14 Uhr - Spahn appelliert an Bürger wegen Corona: „Wachsam bleiben“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angesichts wieder deutlich steigender Corona-Infektionszahlen an die Bürger appelliert, die Hygieneregeln einzuhalten. „Bleiben wir wachsam, halten wir die Regeln ein.“ Wo das Virus eine Chance habe, breite es sich aus und nehme keine Rücksicht auf die Urlaubszeit, mahnte Spahn am Donnerstag in Berlin. Abstand halten, Mund- und Nasenschutz, Händewaschen seien ein „kleiner Preis“, wenn man bedenke, wie schnell sich die Pandemie ausbreiten könne.

Zur Zeit verzeichne man viele kleinere Ausbrüche bei Familienfeiern etwa oder am Arbeitsplatz. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei“, sagte Spahn weiter. Jetzt endeten langsam auch die Ferien, viele kämen aus dem Urlaub zurück. Deswegen bestehe die Gefahr, dass die Infektionszahlen weiter stiegen.

Der CDU-Politiker bekräftigte, dass er von dem Argument, wer sich einen Urlaub leisten könne, könne sich gefälligst auch den anschließenden Test leisten, nichts halte. Das würde das solidarische Krankenversicherungssystem infrage stellen. Man solle dies nicht zur sozialen Frage erklären. „Wir leben nicht in normalen Zeiten.“

Update, 11.12 Uhr - Spahn: Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten ab Samstag

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus müssen sich Einreisende aus internationalen Risikogebieten von diesem Samstag an bei der Rückkehr nach Deutschland testen lassen. Das ordnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an, wie er am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Welche Länder als Risikogebiete gelten, steht auf einer Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) - aus der EU sind derzeit Luxemburg und die die drei spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra auf der Liste. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Spahn sagte, mit der Testpflicht für Rückkehrer aus Gebieten mit hohen Fallzahlen wolle man „auf Nummer sicher“ gehen. „Mir ist sehr bewusst, dass das ein Eingriff in die Freiheit des Einzelnen ist.“ Es sei aber ein zumutbarer Eingriff. Wer aus solchen Risikogebieten kommt, muss sich bisher schon direkt für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Möglich ist auch, ein negatives Testergebnis vorzulegen, das höchstens 48 Stunden alt ist.

Bereits seit vergangenem Samstag können sich alle Einreisenden aus dem Ausland freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Jede bisher unentdeckte Infektion mache einen Unterschied, sagte Spahn. Er verteidigte es erneut, dass die Reisenden dafür nicht selbst zur Kasse gebeten werden sollen. Die Kosten übernimmt letztlich der Bund.

Update, 11 Uhr - PK jetzt live: Gesundheitsminister Spahn zu aktuellem Infektionsgeschehen

Erstmals seit zwei Monaten meldet das Robert-Koch-Institut 1045 Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Laut RKI ist die Zahl nicht Folge eines „Superspreader-Events“, sondern verteilt sich relativ gleichmäßig über Deutschland. Um 11 Uhr will sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf einer Pressekonferenz zum aktuellen Infektionsgeschehen und zur Teststrategie äußern. 

Update, 10.35 Uhr - Party-Urlaub in Kroatien: Abiturienten mit Corona infiziert     

Nach einer Abifahrt nach Kroatien sind mehrere Teilnehmer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bereits neun Reisende aus dem Raum Donzdorf im Kreis Göppingen hätten sich infiziert, teilte das Göppinger Landratsamt am Mittwochabend mit. Weitere Testergebnisse stünden noch aus. Die Reise sei bundesweit organisiert worden von einem in Hamburg ansässigen Party-Reiseveranstalter. Nach bisherigem Kenntnisstand gebe es auch in anderen Landkreisen und Bundesländern infizierte Teilnehmer.

Bei den erkrankten Abiturienten aus dem Kreis Göppingen seien bereits während der Heimreise erste Symptome aufgetreten. Alle 18 Teilnehmer aus dem Kreis Göppingen und 50 Kontaktpersonen stehen nun für zwei Wochen unter Quarantäne.

Der Leiter des Göppinger Gesundheitsamts, Heinz Pöhler, betonte, das momentan vermehrt Corona-Erkrankungen bei Reiserückkehrern aus den Balkanländern nachgewiesen werden. „Dieser Fall zeigt deutlich das Risiko von Reisen und Partys während einer Pandemie und wie schnell das Virus innerhalb einer Gruppe um sich greifen kann.“

Update, 9.09 Uhr - RKI: 8700 aktive Corona-Fälle in Deutschland     

Erstmals seit drei Monaten hat das Robert Koch-Institut (RKI) mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI demnach 1045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages, wie es am frühen Donnerstagmorgen hieß. Die Schwelle von 1000 neuen Corona-Fällen war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6000 erreicht.

Anders als Mitte Juni, als es beispielsweise beim Schlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen einen großen Corona-Ausbruch gab, ist der jetzige Anstieg nicht hauptsächlich auf einzelne Brennpunkte zurückzuführen. Auf Landkreisebene sind die Zahlen oft nur leicht gestiegen. Doch über alle Kreise hinweg summiert sich dieser Effekt. Experten fürchten eine solche Entwicklung, weil sie sich nicht mit einigen wenigen harten Maßnahmen eindämmen lässt.

Als Ursache für den Anstieg nannte RKI-Präsident Lothar Wieler bereits vorige Woche Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln. Ob es sich um den Beginn einer möglichen zweiten Welle handele, sei unklar. Am Donnerstagvormittag (11 Uhr) wollte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf einer Pressekonferenz zum aktuellen Infektionsgeschehen und zur Teststrategie äußern.

Weitere 17 Infizierte auf Gemüsehof in Mamming

Auf dem von einem Corona-Ausbruch betroffenen Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind 17 weitere Saisonarbeiter positiv getestet worden. Wie das Landratsamt Dingolfing-Landau am Mittwochabend berichtete, waren 231 Männer und Frauen, die bislang als gesund galten, ein drittes Mal untersucht worden. „17 von ihnen tragen nachweislich das Covid-19-Virus in sich, 214 wurden auch ein drittes Mal negativ getestet“, teilte die Behörde mit. Die Neuinfizierten seien nun von den Gesunden getrennt worden.

Zuvor waren auf dem Gemüsehof bereits rund 230 Erntehelfer positiv getestet worden, als erkrankt gelten derzeit noch 80 Arbeiter. Die anderen sind genesen und durften die Quarantäne verlassen.

Auch Beschäftigte einer nahen Konservenfabrik in Mamming haben sich angesteckt. Dort sind 166 von etwa 600 Mitarbeitern positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin wurden auch Reihentestungen an zwei anderen Standorten des Betriebes veranlasst. „Die Auswertung dauert noch an“, berichtete die Kreisbehörde.

mh/mda/dpa

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