News-Ticker zur Corona-Pandemie

Die aktuellen Fallzahlen aus dem Raum Traunstein - Neue Regeln in Bayern: Mehr Zuschauer bei Kultur

Bayern erlaubt mehr Zuschauer in Kino und Kulturveranstaltungen
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6. August 2017 in Bayern, Nürburg: Besucher des Open Airs "Stars im Luitpoldhain" verfolgen am an einem eigens mitgebrachten Tisch das Konzert.

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt seit Monaten in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Dienstag, 14. Juli, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Rosenheim 2828, Traunstein 1306, Berchtesgadener Land 325, Mühldorf 501, Altötting 602
  • Aktive Fälle: Rosenheim 200, Traunstein 2, Berchtesgadener Land 5, Mühldorf 1, Altötting 2
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9068 Todesopfer in Deutschland (2613 in Bayern) 
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Update, 18.43 Uhr - Die Zahlen aus dem Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegt derzeit weiterhin ein aktiver COVID-19-Fall vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 0,56.

Heute ist beim Staatlichen Gesundheitsamt keine Neuinfektion eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1307 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten weiterhin mindestens 1218 Personen.In den Kliniken im Landkreis Traunstein sind derzeit keine COVID-19-Patienten in Behandlung.

Update, 16.10 Uhr - Bayern erlaubt mehr Zuschauer in Kinos und bei Kulturveranstaltungen

In Bayern werden die Corona-Auflagen für kulturelle Veranstaltungen, Kinos und Sport-Wettkämpfe weiter gelockert. Zudem werden kleinere Kunst-, Handwerker-, Töpfer- und Flohmärkte im Freien wieder erlaubt. Das hat das Kabinett am Dienstag auf seiner Sitzung auf Schloss Herrenchiemsee beschlossen.

In Kinos und bei kulturellen Veranstaltungen sind von diesem Mittwoch, 15. Juli, an wieder mehr Menschen zugelassen: wenn es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätzen gibt, dann sind wieder bis zu 400 Personen im Freien und bis zu 200 Personen in geschlossenen Räumen erlaubt. Ohne fest zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze sind künftig wieder bis zu 200 Personen im Freien beziehungsweise bis zu 100 Personen in geschlossenen Räumen erlaubt. Die gleichen Beschränkungen gelten für beruflich veranlasste Veranstaltungen wie Tagungen oder Kongresse.

Auch für Sport-Wettkämpfe in geschlossenen Räumen werden die bislang geltenden Personenbeschränkungen erhöht: Wenn es gekennzeichnete oder klar voneinander abgegrenzte Aufenthaltsbereichen gibt, sind künftig wieder 200 Personen zugelassen, ansonsten 100 Personen. Allerdings bleibt es vorerst dabei, dass Zuschauer ausgeschlossen bleiben.

Kleinere Märkte "ohne Volksfestcharakter (...), die keine großen Besucherströme anziehen und bei denen kein Feiercharakter besteht", werden im Freien wieder erlaubt. Voraussetzungen sind, dass Mindestabstände eingehalten werden, dass eine Maskenpflicht gilt, dass es kein Festzelt und keine Partymusik gibt und dass die Veranstalter ein eigenes Schutz- und Hygienekonzepts erstellen.

Das Infektionsgeschehen in Bayern habe sich in den vergangenen Wochen weiterhin positiv entwickelt, hieß es von der Staatskanzlei. Die Obergrenze von mehr als 50 Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen werde bayernweit in keinem Landkreis und in keiner Stadt überschritten. Das rechtfertige weitere vorsichtige Öffnungsschritte.

Kunstminister Bernd Sibler (CSU) freute sich über die neuen Lockerungen. "Die erweiterten Besucherzahlen ermöglichen unseren Künstlerinnen und Künstlern ihren Auftritt vor einem größeren Publikum, gleichzeitig schaffen sie Perspektiven für unsere Kulturschaffenden", sagte er. "Wir können damit einen weiteren wichtigen Schritt für das kulturelle Leben in Bayern in der Corona-Krise gehen." Er freue sich sehr, dass diese Entscheidung auf Basis der vorliegenden Infektionszahlen möglich sei. Es sei wichtig, "Gesundheitsschutz auf der einen Seite und kulturelle Freuden auf der anderen Seite miteinander in Einklang zu bringen", betonte er.

Update, 13.46 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Montag keinen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land bleibt somit bei 325 (Meldestand: 14.07.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bleibt ebenfalls bei 0,9.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen, wie z. B. eine häusliche Quarantäne, ein. Aktuell befinden sich 16 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (sechs mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 896 unmittelbare Kontaktpersonen sind nunmehr seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

Update, 12.58 Uhr -  "Corona-Cluster" bei Salzburger Polizei

Wie die Epidemie-Behörde der Stadt Salzburg am Dienstag, 14. Juli 2020, mitteilt, hat sich ein neuer Covid-Cluster in Salzburg gebildet. Betroffen davon sind die Polizeiinspektionen Bahnhof und Itzling. Bei der PI Bahnhof sind zwei Polizisten infiziert, ein dritter weist Symptome auf. In Itzling ist bis dato eine Person positiv getestet worden, so das Land Salzburg.

Rund 100 Personen (auch Sondereinsatzkräfte) werden laut letzten Informationen heute noch zu Drive-In-Testungen geschickt. Der Krankheitsausbruch wird von der Behörde mittlerweile als „Cluster C“ geführt.

Update, 12.01 Uhr -  Österreich hebt Einreisebeschränkung für Kreis Gütersloh auf

Menschen aus dem Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen können wieder ohne Einschränkungen nach Österreich reisen. Die Einreise aus Deutschland sei wieder uneingeschränkt möglich, teilte das Außenministerium in Wien am Dienstag auf seiner Webseite mit. Auch die seit Ende Juni geltende teilweise Reisewarnung Österreichs für das Land Nordrhein-Westfalen wurde aufgehoben

Seit dem 29. Juni mussten Menschen aus dem Kreis Gütersloh ein ärztliches Attest für einen negativen Corona-Test vorweisen, wenn sie nach Österreich wollten.

Update, 11.02 Uhr - Experte: Mallorca-Maskenpflicht begründet keinen Stornoanspruch

Die Maskenpflicht für Mallorca und die anderen Balearen zur Eindämmung von Corona-Infektionen ärgert zwar viele Reisende. Sie können aber nicht allein wegen dieser Regelung Aufenthalte abbrechen oder anstehende Reisen kostenlos stornieren, sagt der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover.

Ein Recht zum Stornieren bereits vor der Maskenpflicht-Einführung gebuchter Reisen hätte man nur, "wenn der Aufenthalt, also der Reisevertrag, erheblich beeinträchtigt wäre", erläutert der Jurist. "Die Grenze zur Erheblichkeit ist mit der schlichten Maskentragepflicht aus meiner Sicht noch nicht erfüllt. Das ist eher ein allgemeines Lebensrisiko, das der Reisende ja auch hätte, wenn er in Deutschland zum Beispiel zum Einkaufen geht."

Gleiches gelte für den Reiseabbruch von Pauschalurlaubern, die bereits vor Ort sind, sowie für die Frage eines Minderungsanspruchs. Urlauber können also nicht wegen einer Maskenpflicht Teile ihrer Reisekosten zurückverlangen. Und sie können auch nicht erwarten, dass der Veranstalter sie vorzeitig deswegen zurück nach Deutschland holt.

Es gibt allerdings ein Schlupfloch für Pauschalreisende, die bereits wegen anderer Punkte mit ihrem Reiseverlauf unzufrieden sind - und bei denen eine Maskenpflicht nur die Spitze eines Eisbergs darstellt. Degott nennt Beispiele für mögliche Einschränkungen, die dabei eine Rolle spielen könnten. Eine solche könnte sich etwa ergeben, wenn statt der gebuchten All-inclusive-Verpflegung mit Büfett wegen der Abstands- und Hygienepflichten ein gesetztes Essen angeboten wird und dies zu langen Warteschlangen vor dem Hotelrestaurant führt. "Oder der Spa-Bereich im Hotel ist geschlossen, obwohl man ihn bezahlt hat."

Update, 9.20 Uhr - RKI-Fallzahlen für Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Instituts (RKI) 412 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 199.375 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Montagmorgen meldete (Datenstand 14.7., 0.00 Uhr).

In Deutschland starben den RKI-Angaben zufolge bislang 9068 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von vier im Vergleich zum Vortag. Bis Dienstagmorgen hatten 185 100 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 13. Juli, 0 Uhr, bei 1,00 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 13. Juli, 0 Uhr, bei 0,83 (Vortag: 0,91). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Update, 7.26 Uhr - Corona-Ausbruch in Asylbewerberheim in Bad Tölz

In einer Unterkunft für Asylbewerber im oberbayerischen Bad Tölz sind 26 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Alle Betroffenen zeigten keine Symptome, teilte das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen am Montag mit. Sie seien in eine Quarantäne-Unterkunft und Unterkünfte außerhalb des Landkreises verlegt worden. Zwei der Infizierten arbeiteten bei Betrieben im Landkreis. Dort wurden bereits Mitarbeiter auf das Virus getestet. Auch eine Berufsschule ist betroffen. Eine Lehrkraft steht bereits unter Quarantäne.

In einer Asylunterkunft in der Stadt Geretsried hatte es zuvor bereits mehrere Corona-Fälle gegeben, darunter waren auch vier Schulkinder. Bei einem zweiten Test der Bewohner fiel ein Ergebnis nach Angaben des Landratsamtes positiv aus. Die Unterkunft steht weitere zwei Wochen unter Quarantäne. Für zwei Grundschulklassen endet diese Ende der Woche.

Bundesregierung plant Ausreiseverbote

Die Bundesregierung plant ein zielgenaueres Durchgreifen bei regionalen Corona-Ausbrüchen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am späten Montagabend (News-Ticker Montag, 13. Juli) nach einer Video-Schalte von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mit den Staatskanzlei-Chefs der Bundesländer. Ziel sei es, schneller zu reagieren, mehr zu testen, auch solle es Ausreisebeschränkungen/-verbote geben. Hintergrund sei, dass sich die Bundesländer untereinander mehr vertrauen sollen. Zuerst hatte die Bild-Zeitung über die Schalte zwischen Braun und den Staatskanzleien der Länder berichtet.

Nach dpa-Informationen hat es sich um einen ergebnisoffenen Meinungsaustausch über technische Anpassungen bestehender Regelungen gehandelt, es habe keine Beschlüsse gegeben. In den nächsten Tagen dürfte es weitere Gespräche geben. Es wird aber voraussichtlich in dieser Woche keine neue Runde zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder geben. Über einen solchen Termin an diesem Mittwoch oder Donnerstag war zunächst spekuliert worden.

mw/mh/dpa

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