News-Ticker zur Corona-Pandemie

Huml informiert über aktuelle Corona-Erleichterungen - Nach illegalen Partys: Mallorca schließt Lokale am "Ballermann"

Mallorca schlieflt Lokale am ´Ballermannª
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Mallorca schlieflt Lokale am "Ballermann"

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt seit Monaten in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Mittwoch, 15. Juli, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Rosenheim 2828, Traunstein 1306, Berchtesgadener Land 325, Mühldorf 501, Altötting 602
  • Aktive Fälle: Rosenheim 200, Traunstein 2, Berchtesgadener Land 5, Mühldorf 1, Altötting 2
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9068 Todesopfer in Deutschland (2613 in Bayern) 
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Update, 21.20 Uhr - Huml informiert über aktuelle Corona-Erleichterungen

Seit dem heutigen Mittwoch gelten in Bayern weitere Erleichterungen im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen die Corona-Pandemie. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hingewiesen. Huml erläuterte: "Für Kulturveranstaltungen gilt: Wenn es eine Sitzplatzordnung gibt, können bis zu 200 Personen teilnehmen, im Außenbereich sogar 400 Personen. Ohne feste Sitzplätze sind es 100 Personen, im Außenbereich 200. Das gilt auch für Tagungen oder Kongresse."

Die Ministerin betonte: "Unser Ziel bleibt es, im Kampf gegen die Corona-Pandemie Infektionsrisiken möglichst zu vermeiden. Daher gelten für Veranstaltungen weiterhin auch Hygiene- und Schutzkonzepte, die konsequent beachtet werden sollten."

Huml ergänzte: "Auch bei Sport-Wettkämpfen können wir jetzt wieder mehr Personen zulassen - unter bestimmten Voraussetzungen sind bis zu 200 Personen möglich." Die Ministerin verwies zudem darauf, dass seit heute auch wieder Märkte ohne Volksfestcharakter, darunter kleinere, traditionelle Kunst- und Handwerkermärkte, Töpfermärkte oder Flohmärkte stattfinden können – unter strengen Hygieneauflagen.

Huml betonte: "Weiterhin sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu fremden Menschen eingehalten werden. Wenn dies nicht möglich ist, empfiehlt sich das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Denn die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei - und wir dürfen unsere bisherigen Erfolge nicht leichtfertig aufs Spiel setzen!"

Update, 18.45 Uhr - Nach illegalen Partys: Mallorca schließt Lokale am "Ballermann"

Wegen illegaler Partys am "Ballermann" hat Mallorca die Zwangsschließung aller Lokale der vor allem von deutschen Touristen gern besuchten "Bier-" und "Schinkenstraße" beschlossen. Diese Anordnung gelte zunächst für zwei Monate und trete am Mittwoch mit der Veröffentlichung des entsprechenden Beschlusses im Amtsblatt sofort in Kraft, teilte der balearische Tourismusminister Iago Negueruela in Palma mit.

Die Regionalregierung ordnete aus demselben Grund auch die Schließung aller Lokale der Straße Puerto Ballena in der Briten-Hochburg Magaluf westlich der Inselhauptstadt an. Das Verhalten einiger weniger Urlauber und Lokalbesitzer dürfe nicht die riesigen Anstrengungen der Menschen auf den Balearen im Kampf gegen die Pandemie aufs Spiel setzen, sagte Negueruela.

Der sozialistische Politiker bezog sich auf Fotos und Videoaufnahmen, die gezeigt hatten, wie Hunderte - mutmaßlich Touristen aus Deutschland und Großbritannien - am Wochenende an der Playa de Palma sowie in Magaluf getrunken, getanzt und gefeiert hatten. Sie waren unterwegs, ohne Schutzmaske zu tragen und ohne den in ganz Spanien vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Metern einzuhalten.

Update, 17.50 Uhr - 11 Neuinfizierungen im Berchtesgadener Land

Berchtesgadener Land. Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 11 weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 336 (Meldestand: 15.07.2020, 10:00 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land steigt ebenfalls auf 12,3.

Im Rahmen von Routine-Reihentestungen wurde 11 symptomfreie Personen als Corona-infiziert identifiziert. Sie werden entsprechend mit derzeit 25 Kontaktpersonen in Quarantäne gesetzt und vom Gesundheitsamt betreut. Eine kurzfristige weitere Testreihe ist geplant.

Die 11 bestätigten Neuinfizierungen stehen wohl im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch unter Mitarbeitern der BG Klinik Bad Reichenhall. Dort waren mehrere Beschäftigte positiv getestet worden. Das Klinikum musste vorerst einen Aufnahmestopp verhängen.

Update, 17.18 Uhr - Die aktuellen Fallzahlen aus Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein lieget weiterhin ein aktiver COVIS-19-Fall vor. Dies ließ das Amt in einer Pressemitteilung verlauten. Am heutigen Dienstag (15. Juli) sei es nach Auskunft der Behörde zu keinem neuen Fall gekommen.

Es liegen somit weiterhin insgesamt 1307 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1218 Personen.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein sind derzeit keine COVID-19-Patienten in Behandlung

Update, 16.24 Uhr - Zwei weitere Coronavirus-Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zusammenhang mit den Testungen der Sicherheitsdienstmitarbeiter an der Anker- Dependance in Waldkraiburg wurde seit der letzten Meldung vom Sonntag, Stand 12 Uhr, ein weiterer Sicherheitsdienstmitarbeiter als positiv gemeldet, der außerhalb des Landkreises wohnt.

Das für diesen Mitarbeiter zuständige Gesundheitsamt wurde informiert. Damit sind im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen an der Anker- Dependance Waldkraiburg insgesamt 8 Sicherheitsdienstmitarbeiter sowie 3 Familienangehörige positiv getestet worden.

Darunter befindet sich, wie bereits berichtet, ein Kind, das eine KITA-Gruppe in Waldkraiburg besucht. Die Testergebnisse aller in diesem Zusammenhang getesteten 51 Personen, darunter 22 Kinder und 2 Erzieherinnen als enge Kontaktpersonen sowie Eltern und Geschwister sind negativ.

Die Kita-Gruppe bleibt weiterhin geschlossen, da sich die Kinder und zwei Erzieherinnen in Quarantäne befinden. Darüber hinaus verzeichnet der Landkreis einen weiteren bestätigten Covid-19-Fall, der nicht im Zusammenhang mit der Anker-Dependance oder der KITA-Gruppe steht. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen des Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Die Zahl der insgesamt positiv bestätigten Fälle im Landkreis erhöht sich auf 508, da 4 der insgesamt 12 positiven getesteten Personen ihren Hauptwohnsitz außerhalb des Landkreises haben.

Update, 15.37 Uhr - BG Klinik Bad Reichenhall verhängt Aufnahmestopp

In der BG Klinik für Berufskrankheiten in Bad Reichenhall sind mehrere Beschäftigte positiv auf das sogenannte Coronavirus getestet worden. Die Klinikleitung hat in Abstimmung mit der Konzernleitung einen sofortigen Aufnahmestopp verhängt und die Einrichtung vorläufig geschlossen. Insgesamt haben sich nach ersten Erkenntnissen elf Beschäftige infiziert.

Ein direkter Kontakt der Betroffenen mit Patienten kann aktuell nicht ausgeschlossen werden. Die Klinikleitung hat daher in Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt einen Massentest für sämtliche Patienten und Beschäftigte veranlasst. Patienten mit negativen Ergebnissen werden entlassen bzw. in andere Einrichtungen verlegt. Darüber hinaus begeben sich alle positiv getesteten Personen in Quarantäne und werden entsprechend betreut.

Die Klinik- und Konzernleitung befinden sich im permanenten Austausch mit den zuständigen Behörden und werden selbstverständlich alles in ihrer Macht Stehende tun, um schnellstmöglich den Infektionsherd zu identifizieren und stillzulegen und die Patienten und Beschäftigten dauerhaft vor weiteren Ansteckungen zu schützen.

Update, 14.35 Uhr - Einzelhandel erwartet lange Durststrecke

Der Einzelhandel in Deutschland rechnet angesichts der Corona-Krise mit einer langen Durststrecke. Voraussichtlich werde erst 2022 wieder das Umsatzniveau des Vorkrisenjahres 2019 erreicht, prognostizierte am Mittwoch der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth. "Der Einzelhandel wird sich erholen, aber es wird eine langsame Erholung sein, nicht das schnelle Aufleben des Konsums."

Genth malte ein düsteres Bild der aktuellen Lage in den deutschen Fußgängerzonen und Shopping-Centern. Die Verbraucher seien im Krisenmodus: Die Sparquote steige, der private Konsum breche weg. Viele Verbraucher hätten angesichts der drohenden Rezession ihr Einkaufsverhalten grundlegend verändert. 2020 werde voraussichtlich "das Jahr mit dem stärksten Wirtschaftsrückgang in der Geschichte des Einzelhandels seit dem Zweiten Weltkrieg".

Rund 80 Prozent der Händler im Nicht-Lebensmittel-Bereich litten nach wie vor unter erheblichen Umsatzrückgängen, sage Genth. Der Verband rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzminus von 40 Milliarden Euro in diesem Bereich. Rund 50 000 Geschäfte seien durch die Krise in ihrer Existenz bedroht. Bereits im Herbst könne es zu einem spürbaren Anstieg der Insolvenzzahlen kommen, sagte Genth.

>>> ovb24.de hat sich auch über die aktuelle Lage in der Region erkundigt <<<

Bei einer aktuellen Umfrage des Instituts für Handelsforschung (IFH) gaben 84 Prozent der Konsumenten an, vor allem gezielte Einkäufe vorzunehmen. Nur noch 7 Prozent der Befragten suchten das Einkaufserlebnis in der Innenstadt. "Damit wird dem Handel die Umsatzgrundlage entzogen, denn nur durch gezielte Bedarfseinkäufe kann er nicht überleben", klagte der HDE. Vor allem die großen Modehäuser in den Innenstädten litten massiv unter dem Fehlen von Laufkundschaft.

Update, 12.08 Uhr - Kontaktbeschränkungen in Bayern werden erneut verlängert

Die Kontaktbeschränkungen in Bayern werden als Corona-Maßnahme nochmal verlängert - diesmal bis zum 02. August. Dies erfährt man auf der Seite des Bayerischen Ministeriums für Gesundheit und Pflege. Bis dahin ist es weiterhin nur erlaubt, sich mit maximal zehn Personen im öffentlichen Raum zu treffen.

Bisher war das Enddatum der Maßnahmen wie die Maskenpflicht am 19. Juli angegeben. Nun wurde die Ziffer 6 der Verordnung geändert. Neues vorläufiges Enddatum ist der 2. August. Damit gelten die Regelungen den gesamten Juli hindurch - gegen Ende des Monats ist dann eine weitere Entscheidung über eine eventuelle Verlängerung zu erwarten.

In manchen Bundesländern wurden die Kontaktbeschränkungen bereits komplett aufgehoben - so etwa in Berlin, Brandenburg oder auch in Mecklenburg-Vorpommern.

Update, 11.44 Uhr - Entscheidung über Ausreiseverbote für Corona-Regionen verschoben

Über die vom Bund geplanten lokalen Ausreiseverbote für Regionen mit großen Corona-Ausbrüchen wird voraussichtlich erst morgen entschieden. Die Vorabstimmungen zu dem Beschluss liefen noch, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Es sollten noch neue Punkte in die geplanten Änderungen der betreffenden Corona-Regeln aufgenommen werden, hieß es weiter. Aus diesem Grund sei die Besprechung von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mit den Staatskanzleichefs der Länder auf Donnerstagvormittag verschoben worden.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatten sich am Dienstag bei einem Treffen in Herrenchiemsee hinter den Vorschlag gestellt. Ziel des Bundes ist es, bei regionalen Corona-Ausbrüchen wie im Kreis Gütersloh zielgenauer reagieren zu können.

Update, 10.23 Uhr - Studie zu Hotspot Tirschenreuth: Corona-Fälle bereits im Februar

Skiurlaub und große Feste: Eine Untersuchung des Robert Koch-Institutes (RKI) zur Ausbreitung des Coronavirus im besonders betroffenen Landkreis Tirschenreuth hat einen Zusammenhang von Infektionen und bestimmtem Freizeitverhalten der Betroffenen festgestellt. 33 von 98 Befragten waren entweder kurz zuvor im Skiurlaub in Österreich oder Italien gewesen, hatten an einem Starkbierfest in der Stadt Mitterteich oder an einem zweiten Bierfest ("Zoigl") teilgenommen.

"Ein Zusammenspiel dieser drei Faktoren, zu einem Zeitpunkt, als noch kein einziger Fall aus dem Landkreis gemeldet worden war, scheint wahrscheinlich als Ursache für die rasante Ausbreitung des neuen Coronavirus in der Stadt Mitterteich und daraufhin im gesamten Landkrei", heißt es in der Studie des RKI. Andererseits seien die Faktoren als Erklärung für die starke Ausbreitung im Kreis Tirschenreuth nicht ausreichend.

Tirschenreuth war einer der Aufsehen erregendsten Hotspots der frühen Corona-Welle in Deutschland. Am 10. März war der erste Fall registriert worden, binnen einer Woche stieg die Zahl der bestätigten Fälle auf 42. Am 18. März wurde für die Stadt Mitterteich die bundesweit ersten Ausgangsbeschränkungen verhängt. Am 1. April war mit 103 gemeldeten Fällen an nur einem Tag der Höhepunkt erreicht. Bis zum 11. Mai waren insgesamt 1122 Fälle bestätigt, 129 Patienten starben. Im Kreis Tirschenreuth leben insgesamt rund 72.000 Menschen.

Update, 9.04 Uhr - 351 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 351 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 199 726 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Mittwochmorgen meldete (Datenstand 15.7., 0.00 Uhr).

In Deutschland starben den RKI-Angaben zufolge bislang 9071 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von 3 im Vergleich zum Vortag. Bis Mittwochmorgen hatten 186.000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 14.7., 0.00 Uhr, bei 1,06 (Vortag: 1,00). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 14.7., 0.00 Uhr, bei 0,91 (Vortag: 0,83). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update, 7.19 Uhr - Bayern will Abstimmung wegen Corona-Gefahr von Urlaubern

Wegen der möglichen Corona-Infektionsgefahr durch Urlaubsrückkehrer will sich Bayern mit den anderen Bundesländern und dem Bund absprechen. "Wir müssen aufpassen, dass insgesamt von Reiserückkehrern keine neuen Infektionen nach Deutschland gebracht werden. Hier müssen wir uns natürlich eng mit dem Bund und den anderen Bundesländern abstimmen", sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Sie werde das Thema in die wöchentliche Telefonschaltkonferenz der Landesgesundheitsminister mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kommenden Montag einbringen. Ausufernde Partys am Ballermann am vergangenen Wochenende hatten das Thema aufkommen lassen.

Bayern erlaubt mehr Zuschauer in Kinos und bei Kulturveranstaltungen

In Bayern werden die Corona-Auflagen für kulturelle Veranstaltungen, Kinos und Sport-Wettkämpfe weiter gelockert. Zudem werden kleinere Kunst-, Handwerker-, Töpfer- und Flohmärkte im Freien wieder erlaubt. Das hat das Kabinett am Dienstag auf seiner Sitzung auf Schloss Herrenchiemsee beschlossen.

In Kinos und bei kulturellen Veranstaltungen sind von diesem Mittwoch (15. Juli) an wieder mehr Menschen zugelassen: wenn es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätzen gibt, wieder bis zu 400 Personen im Freien und bis zu 200 Personen in geschlossenen Räumen. Ohne fest zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze sind künftig wieder bis zu 200 Personen im Freien beziehungsweise bis zu 100 Personen in geschlossenen Räumen erlaubt. Die gleichen Beschränkungen gelten für beruflich veranlasste Veranstaltungen wie Tagungen oder Kongresse.

Auch für Sport-Wettkämpfe in geschlossenen Räumen werden die bislang geltenden Personenbeschränkungen erhöht: Wenn es gekennzeichnete oder klar voneinander abgegrenzte Aufenthaltsbereichen gibt, sind künftig wieder 200 Personen zugelassen, ansonsten 100 Personen. Allerdings bleibt es vorerst dabei, dass Zuschauer ausgeschlossen bleiben.

Kleinere Märkte "ohne Volksfestcharakter (...), die keine großen Besucherströme anziehen und bei denen kein Feiercharakter besteht" werden im Freien wieder erlaubt. Voraussetzungen sind, dass Mindestabstände eingehalten werden, dass eine Maskenpflicht gilt, dass es kein Festzelt und keine Partymusik gibt und dass die Veranstalter ein eigenes Schutz- und Hygienekonzepts erstellen.

Das Infektionsgeschehen in Bayern habe sich in den vergangenen Wochen weiterhin positiv entwickelt, hieß es von der Staatskanzlei. Die Obergrenze von mehr als 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen werde bayernweit in keinem Landkreis und in keiner Stadt überschritten. Das rechtfertige weitere vorsichtige Öffnungsschritte.

Bars und Kneipen in Bayern müssen dagegen auch nach zwei Gerichtsentscheidungen bis auf Weiteres geschlossen bleiben: Der Verwaltungsgerichtshof lehnte es am Dienstag in zwei Fällen ab, das Verbot der Öffnung von Schankwirtschaften einstweilen außer Vollzug zu setzen. Die Richter begründeten dies in den Entscheidungen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, unter anderem damit, dass die Gefahr einer alkoholbedingten Nichteinhaltung von Hygienestandards in Schankwirtschaften erhöht sei. Gleichwohl verwiesen die Richter auch darauf, dass derart lange Betriebsschließungen immer einer besonderen Rechtfertigung im Hinblick auf ihre Verhältnismäßigkeit bedürften.

mh/dpa

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