News-Ticker zur Corona-Pandemie

Mehr als 200.000 registrierte Corona-Infektionen in Deutschland

Coronavirus - Abstrich für Corona-Test
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Coronavirus - Abstrich für Corona-Test

Landkreis/München - Nachdem das neuartige Corona-Virus in der Onkologie des Freisinger Krankenhauses ausgebrochen ist, ist ein Krebspatient nun nach "akutem" Auftreten von Symptomen verstorben. Die Ergebnisse der folgenden Massentests stehen aus.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Rosenheim 2828, Traunstein 1307, Berchtesgadener Land 336, Mühldorf 508, Altötting 603
  • Aktive Fälle: Rosenheim 200, Traunstein 2, Berchtesgadener Land 5, Mühldorf 1, Altötting 2
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9078 Todesopfer in Deutschland (2613 in Bayern) 
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus 

Update, 20.23 Uhr - Mehr als 200.000 registrierte Corona-Infektionen in Deutschland

Die Zahl der registrierten Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat die Marke von 200 000 überschritten. Seit Beginn der Corona-Krise waren mindestens 200 260 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 16.7., 0.00 Uhr). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des RKI 534 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages.

Trotz der Gesamtzahl registrierter Infektionen und einer zusätzlichen Dunkelziffer sieht die Entwicklung in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern derzeit relativ gut aus. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen stieg vor allem im März zunächst rasch und gipfelte Anfang April mit über 6000 Meldungen pro Tag an das Robert Koch-Institut. Danach ging die Zahl zurück. Im Mai sank sie unter 1000 und liegt derzeit meist sogar unter 500. Es kam aber zwischenzeitlich zu größeren lokalen Ausbrüchen wie im Fall des Fleischverarbeiters Tönnies im Kreis Gütersloh.

Der Erfolg bei der Eindämmung des Coronavirus in Deutschland beruhe auf einem Gemeinschaftswerk, sagte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. Die Politik habe auf die Wissenschaft gehört, die Gesundheitsämter, Kliniken und Arztpraxen hätten nach Kräften gearbeitet und die meisten Menschen hätten sich an die Schutzmaßnahmen gehalten. "Auch Christian Drosten (Berliner Charité) ist da sicherlich ein wichtiger Faktor, der sehr schnell Informationen über seinen Test auf seiner Webseite angeboten hat, so dass diesen viele Labore rasch umsetzen konnten."

Update, 18.29 Uhr - Lehrer fordern wegen Corona nach Ferien maximal 30 Schüler pro Klasse

Nach den Sommerferien sollten wegen der Corona-Krise aus Sicht von Bayerns Lehrern maximal 30 Schüler in eine Klasse gehen. Größere Klassenstärken sollten an allen Schulen vermieden werden, "um Teilungen für einen gegebenenfalls notwendigen Schichtbetrieb problemlos durchführen zu können", teilte die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) am Donnerstag in München mit. Im Falle lokaler infektionsbedingter Einschränkungen müsse es Notfallpläne geben, "die festlegen, was wie in den Distanzunterricht ausgelagert wird".

Auf diesem Weise könnten auch Lehrkräfte aus der Risikogruppe ohne Gefahr eingesetzt werden, hieß es weiter. Darüber hinaus schlägt die Arbeitsgemeinschaft auch die Schulung eines Hygienebeauftragten an jeder Schule vor.

Für die im Herbst bevorstehenden Grippe- und Erkältungswellen müsse auch eine vorrangige Corona-Testung sichergestellt werden, damit im Fall einer normalen Erkältung die Teilnahme von Schülern wie Lehrern am Schulbetrieb zeitnah ermöglicht oder eine Quarantäne vermieden beziehungsweise verkürzt werden könne.

Klar sei aber auch, auf Dauer sei der Präsenzunterricht nicht durch andere Angebote zu ersetzen. Wegen der Schulschließungen sei es in Bayern oft zu Schwierigkeiten in der Vermittlung der Lerninhalte gekommen. Für das nächste Schuljahr müsse im Falle eines reduzierten Präsenzunterrichts dafür gesorgt werden, dass alle Schüler gleichermaßen an den Bildungsangeboten teilnehmen könnten.

Update, 17.30 Uhr - Bayern will Kita-Besuch in Corona-Zeiten planbarer machen

Der Kita-Besuch von Kindern in Bayern soll trotz Corona-Schutzmaßnahmen möglichst planbar für die Eltern sein. Zudem brauchen Erzieherinnen und Erzieher weiterhin klare und praktikable Regelungen im Umgang mit erkrankten Kindern. Deshalb wird es zeitnah einen leicht verständlichen Leitfaden für den Umgang mit möglichen Krankheits-Symptomen geben. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs von Bayerns Familienministerin Carolina Trautner und Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am gestrigen Mittwoch mit Ärztinnen und Ärzten.

Ministerin Huml betonte am Donnerstag in München: "Wir alle wissen, wie häufig Kinder gerade im Winter an üblichen Erkältungskrankheiten leiden. Daher werden Experten nun Kriterien erarbeiten, in welchen Fällen Kinder trotzdem die Kita besuchen können - und wann nicht. Das hilft sowohl den Eltern als auch den Kinderärzten und dem Kita-Personal."

Update, 16.30 Uhr - Weiterhin ein aktiver Corona-Fall im Raum Traunstein

Das Gesundheitsamt Traunstein verzeichnet am Donnerstag (16.Juli) keine neuen Corona-Fälle. Weiterhin ist im Zuständigkeitsbereich des Amtes ein COVID-19-Fall aktiv. Es liegen somit insgesamt 1307 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1218 Personen.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein sind derzeit keine COVID-19-Patienten in Behandlung.

Update, 15.47 Uhr - Gesundheitsminister erwägen Corona-Tests für Rückkehrer

Die Gesundheitsminister der Bundesländer erwägen strengere Regeln für Rückkehrer aus stark vom Coronavirus betroffenen Staaten. Nach derzeitiger Rechtslage müssen diese Menschen in Deutschland zunächst in 14-tägige häusliche Quarantäne. Im Gespräch sind nun zusätzlich unter anderem gezielte Corona-Tests.

"Ganz zufrieden bin ich mit der jetzigen Lösung nicht", sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Berlins Ressortchefin Dilek Kalayci (SPD), am Donnerstag nach einer Schalte mit ihren Ressortkollegen der Deutschen Presse-Agentur. Bei der Umsetzung der Quarantäneregel sei bei den Menschen sehr viel Eigenverantwortung gefragt.

"Meine Befürchtung ist aber, dass sich Rückkehrer nicht daran halten", so Kalayci. "Deshalb haben wir verabredet, zum Beispiel über zielgerichtete Testungen dieses Personenkreises zu sprechen." Beratungen dazu seien bei einer Schalte der Gesundheitsminister von Bund und Ländern am kommenden Mittwoch (22. Juli) geplant.

Momentan gilt die Quarantänepflicht für Rückkehrer oder Einreisende aus Staaten außerhalb der EU und des europäischen Wirtschaftsraums. Auch der EU-Staat Luxemburg ist wegen eines starken Anstiegs der Corona-Infektionen derzeit betroffen.

Zuletzt hatten ungezügelte Sauf-Partys von Urlaubern ohne Maske und Abstand auf Mallorca für Schlagzeilen gesorgt. Spanien gilt indes nicht als Risikogebiet.

Update, 14.55 Uhr - Die aktuellen Zahlen aus dem Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern keine weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle im Landkreis Berchtesgadener Land bleibt somit bei 336 (Meldestand: 16. Juli, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bleibt ebenfalls bei 12,3.

Von den insgesamt 336 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind nach wie vor 298 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell befinden sich immer noch 13 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung.

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen, wie z. B. eine häusliche Quarantäne, ein. Aktuell befinden sich 41 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Insgesamt 896 unmittelbare Kontaktpersonen sind nunmehr seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

Update, 14.06 Uhr - Kindergarten in Bad Reichenhall vorsorglich bis auf Weiteres in den Notbetrieb zurückgefahren

Aufgrund mehrerer Krankmeldungen von Beschäftigten im Kindergarten Zenostraße hat die Stadt Bad Reichenhall die Betreuungseinrichtung vorsorglich wieder in den Notbetrieb zurückgefahren. Grund für diese Vorsichtsmaßnahme sind die aktuell wieder steigenden Corona-Infektionszahlen im Reichenhaller Stadtgebiet.

„Wir möchten mit dieser rein präventiven Maßnahme keine Panik verbreiten, nehmen aber unsere Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den uns anvertrauten Kindern sehr ernst“, so Oberbürgermeister Dr. Christoph Lung. „Die Stadt Bad Reichenhall steht in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land. Die Beschäftigten werden nun erst einmal getestet. Im Anschluss entscheiden wir dann gemeinsam über die weitere Vorgehensweise.“

Sollte in einer der Kindertageseinrichtungen in städtischer Trägerschaft ein Fall mit engem Corona-Bezug auftreten, wird grundsätzlich sofort eine Testung vorgenommen und den Weisungen des Gesundheitsamts gefolgt. Besonnen, mit klarem Kurs und zugleich mit der gebotenen Vorsicht zu handeln, ist angesichts der Lage für die Stadt Bad Reichenhall das Gebot der Stunde.

Update, 13.32 Uhr - Gesundheitsminister für lokale Beschränkungen nach Corona-Ausbruch

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich auf zielgenauere, lokale Beschränkungen in Regionen mit einem starkem Corona-Ausbruch verständigt. Lokale Ausreisesperren könnten dabei "ein geeignetes Mittel" sein, heißt es in einem Papier der Gesundheitsministerkonferenz vom Donnerstag, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die Minister empfehlen den Regierungschefs der Länder, künftig kleinere örtliche Einheiten bei einem Ausbruch einzuschränken. "Die Abriegelung ganzer Bezirke zum Beispiel in Hamburg oder Berlin ist nicht möglich", heißt es in dem Papier. Es dürfe bei solchen Maßnahmen keinen Automatismus geben: "Entscheidungen müssen vor Ort flexibel von den zuständigen Behörden getroffen werden."

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte bereits zielgenauere Lösungen für Corona-Hotspots angeregt. Am Donnerstagvormittag waren dazu Beratungen zwischen Bund und Ländern geplant. Eine Reihe von Ministerpräsidenten hatte es vorher abgelehnt, Ausreiseverbote für ganze Landkreise auszusprechen.

Die Gesundheitsminister räumten ein, dass die Umsetzung und Kontrolle solcher lokalen und zeitlich eng begrenzten Ausreisesperren problematisch sein könnten. Wichtig sei daher eine Einbindung des Bundesinnenministeriums sowie gegebenenfalls der Innenministerkonferenz, um hier praktikable Lösungen zu finden.

Update, 12.11 Uhr - Keine elektronische Anmeldung: 500 Euro Strafe auf Kreta

Mindestens zwei Passagiere eines Fluges aus Berlin, der am Donnerstag auf Kreta landete, mussten eine Strafe in Höhe von 500 Euro zahlen, weil sie kein Formular ausgefüllt hatten, mit dem sie lokalisiert werden können, solange sie sich in Griechenland aufhalten. Die Betroffenen sagten Reportern am Flughafen von Heraklion, niemand habe sie vor Antritt der Reise informiert, das sie dieses Formular ausfüllen müssen. Es war das erste Mal, dass die griechischen Behörden diese Geldstrafe verhängten. Bislang war es möglich, das Formular auch schriftlich nach der Ankunft an einem griechischen Flughafen auszufüllen. Eine Reaktion des Tourismusministeriums in Athen gab es zunächst nicht.

Alle Urlauber, die auf dem Luftweg nach Griechenland kommen, müssen sich mindestens 24 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und angeben, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Ein Algorithmus errechnet dann, ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen.

Urlauber, die auf dem Landweg kommen, können nur aus dem bulgarischen Kulata nach Griechenland einreisen und müssen einen negativen Coronavirus-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Anderenfalls werden sie zurückgewiesen. Griechenland ist eines der EU-Länder mit den wenigsten Corona-Infektionen.

Update, 11.23 Uhr - Schlimmste Corona-Schäden laut Studie nicht in der Lunge

Die schlimmsten Schäden richtet Corona laut einer Studie nicht an der Lunge an. Wie "oe24" unter Berufung auf Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern der Universitäten Yale und Harvard berichtet, könnten die langfristigen Schäden schlimmer sein. 

Die Forscher fanden heraus, dass die Blutgerinnung bei Corona-Patienten sehr stark war. Zudem wiesen sie hohe Blutzuckerwerte auf - auch wenn sie kein Diabetes hatten. Viele Erkrankte hätten außerdem Schäden an Herz und Nieren erlitten. Studien-Hauptautor Aakriti Gupta, ein Kardiologe vom Irving Medical Center der Columbia Universität in New York, erklärt, was das Ergebnis bedeute: "Ärzte müssen Covid-19 als eine Multisystemerkrankung betrachten!"

Update, 9.32 Uhr - Tönnies startet nach Zwangspause Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück

Nach vier Wochen Zwangspause hat Deutschlands größter Schlachtbetrieb Tönnies am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück am Donnerstag seine Produktion wieder hochgefahren. Am frühen Morgen wurden die ersten Schweine angeliefert. Nachdem rund 1400 Corona-Infizierte in der Tönnies-Belegschaft nachgewiesen worden waren, hatten die Behörden Mitte Juni die Produktion in dem Werk im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh gestoppt.

Nach der Schlachtung folgt in der Produktionskette die Zerteilung der Tiere für die weitere Verarbeitung. Eine Genehmigung für den zweiten Produktionsschritt ist allerdings noch offen. Den hat die Stadt Rheda-Wiedenbrück noch nicht erteilt. Zuvor soll es ebenfalls am Donnerstag nochmals eine Begehungen der Behörden in diesem Bereich geben. Gutachter sollen sich beispielsweise Trennelemente aus Plexiglasscheiben anschauen, die die Arbeiter bei der schweren körperlichen Arbeit voneinander trennen. Am Freitag soll der Bereich nach Angaben der Stadt im Probebetrieb wieder aufgenommen werden.

Die angekündigt Wiederaufnahme der Schlachtung bei Tönnies wurden von den Landwirten begrüßt. "Dieser Schritt war dringend notwendig, auch überfällig und schließlich auch ein wichtiges Signal zur Normalisierung der Märkte", sagte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken.

Update, 7.22 Uhr -  RKI: Rund 4800 aktive Corona-Fälle in Deutschland

Den Zahlen des Robert-Koch-Instituts zufolge gibt es in Deutschland noch rund 4800 aktive Corona-Fälle. Die Zahl der registrierten Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat die Marke von 200.000 überschritten. Seit Beginn der Corona-Krise waren mindestens 200.260 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 16.7., 0.00 Uhr). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des RKI 534 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages.

In Deutschland starben den RKI-Angaben zufolge bislang 9078 mit dem Virus infizierte Menschen - das sind sieben mehr im Vergleich zum Vortag. Bis Donnerstagmorgen hatten 186.400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 15.7., 0.00 Uhr, bei 1,02 (Vortag: 1,06). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 15.7., 0.00 Uhr, bei 0,95 (Vortag: 0,91). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Krebspatient verstirbt innerhalb weniger Tage nach Corona-Infektion

Sein Zustand hat sich "innerhalb kürzester Zeit" zum schlechten gewandelt. Zunächst haben alle drei Fälle unter den Behandelten keinerlei Symptome gezeigt. Doch wie das Landratsamt Freising mitteilt, sind diese dann doch bei einem der Krebskranken "akut" aufgetreten.

Am Abend des 14. Juli traten die Symptome bei dem Infizierten plötzlich auf. Nach nur einem Tag wurde nun dessen Tod bestätigt, wie der BR berichtet. Infolge wurden nun durch das Landratsamt Massentests bei den Klinikmitarbeitern genommen. Insgesamt wurden hierbei über 1000 Abstriche genommen. Mit Ergebnissen sei frühestens am heutigen Tag, den 16. Juli zu rechnen.

Schon am 13. Juli berichtete unser Partnerportal Merkur über den Patient Null - einen Pflegeschüler - und die durch ihn angesteckten Mitarbeiter und Patienten. Das Klinikum reagierte sofort mit der Schließung der Onkologie. Der Pflegeschüler hatte sich unwohl gefühlt und wurde nach Hause geschickt. Rachenabstrich und folgender Test zeigten: Er war mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert.

Sämtliche Vorsichtsmaßnahmen wurden eingehalten und der junge Mann habe in voller Schutzkleidung gearbeitet betonte Dr. Markus Neumaier, Ärztlicher Direktor des Klinikums. Es wird von einer Beteiligung einer Tröpfcheninfektion ausgegangen.

mda/mh/dpa

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