News-Ticker zur Corona-Pandemie

Söder zweifelt regulären Schulbetrieb nach den Ferien an - Und will Corona-Testzentren an bayerischen Flughäfen

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Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt seit Monaten in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Wochenende (18./19. Juli) im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Rosenheim 2828, Traunstein 1308, Berchtesgadener Land 337, Mühldorf 510, Altötting 603
  • Aktive Fälle: Rosenheim 200, Traunstein 2, Berchtesgadener Land 5, Mühldorf 9, Altötting 2
  • Todesfälle: Rosenheim 222, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 9082 Todesopfer in Deutschland (2613 in Bayern) 
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Update, 20. Uhr - Söder will Corona-Testzentren an bayerischen Flughäfen

Deutsche Urlaubsrückkehrer sollen sich in Kürze direkt an den bayerischen Flughäfen kostenlos und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen können. Das kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntag im ZDF-Sommerinterview an. "Wir jedenfalls überlegen uns jetzt und werden es auch machen, dass wir an unseren Flughäfen Testzentren einrichten, dass man, wenn man aus dem Urlaub zurückkommt, sich auch dort jederzeit testen lassen kann", sagte er.

Wann genau die Testzentren ihren Betrieb aufnehmen sollen, ließ Söder offen. Er deutete als sinnvolles Ziel aber den Beginn der bayerischen Sommerferien am kommenden Wochenende an. Grundsätzlich plädierte der CSU-Politiker für mehr Tests nach den Ferien. "Wir müssen uns sehr auf die Urlaubsrückkehrer einstellen, das gilt auch für den Schulbeginn."

Angesichts der Corona-Situation in Teilen Europas meldete Söder Zweifel an, ob die Schule in Bayern nach den Sommerferien tatsächlich wieder regulär starten kann. "Ich sag' Ihnen ganz offen, ich bin noch nicht so überzeugt, dass es einen ganz normalen Regelunterricht geben wird", sagte er. "Wir müssen uns auch Alternativkonzepte überlegen, ein abgestuftes System, für den Fall, dass es wieder schlimmer wird."

Update, 17.55 Uhr - Söder zweifelt regulären Schulbetrieb nach den Ferien an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angesichts der Corona-Situation in Teilen Europas Zweifel angemeldet, ob die Schule in Bayern nach den Sommerferien tatsächlich wieder regulär starten kann. "Ich sag' Ihnen ganz offen, ich bin noch nicht so überzeugt, dass es einen ganz normalen Regelunterricht geben wird", sagte Söder am Sonntag im ZDF-Sommerinterview. Er betonte: "Wir müssen uns auch Alternativkonzepte überlegen, ein abgestuftes System, für den Fall, dass es wieder schlimmer wird."

Ziel der Staatsregierung ist es eigentlich, nach den Sommerferien wieder zum täglichen Präsenzunterricht für alle Schüler zurückzukehren - nach langem Corona-Ausnahmezustand. Zunächst waren die Schulen wochenlang komplett geschlossen. Und bis zu den Ferien findet der Unterricht für die allermeisten Schüler in Bayern nun lediglich im Wechsel in kleineren Gruppen statt. Die Staatsregierung hatte zuletzt bereits angekündigt, sich für den Herbst mit mehreren Alternativkonzepten für unterschiedliche Corona-Lagen zu wappnen.

Update, 16.35 Uhr - WHO: Ärzte und Pflegekräfte machen 10 Prozent aller Corona-Fälle aus

Mehr als 1,3 Millionen Ärzte und Pflegekräfte weltweit sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang am neuartigen Coronavirus erkrankt. Beschäftigte im Gesundheitssektor machten bisher etwa 10 Prozent aller weltweiten Covid-19-Fälle aus, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. Die Johns-Hopkins-Universität zählte bis Freitag 13,8 Millionen erfasster Coronavirus-Infektionen auf der ganzen Welt. Die jüngste Zahl der WHO lag am Donnerstag bei 13,4 Millionen Fällen.

Ärzte und Pflegekräfte riskierten nicht nur ihr Leben, sondern litten vielfach auch an körperlicher und psychischer Erschöpfung nach Monaten extrem fordernder Arbeit während der Pandemie, sagte Tedros. "Wir alle schulden den Beschäftigten im Gesundheitssektor enorm viel", betonte er. Ausbreitung und Risiken von Infektionen unter medizinischen Fachkräften sollen besser erforscht werden.

Der Start der von der WHO geplanten Untersuchungsmission zum Ursprung der Pandemie in China soll sich derweil mindestens bis August verzögern. Der Arbeitsplan müsse entworfen, das Team aus der ganzen Welt zusammengestellt und dessen Quarantäne-Zeit in China abgewartet werden, sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. Vor rund einer Woche hatte die WHO zwei Experten nach China geschickt, um die Untersuchung gemeinsam mit chinesischen Fachleuten vorzubereiten.

Update, 14.39 Uhr - Die aktuellen Zahlen aus dem Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom 17. Juli einen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 19. Juli, 12 Uhr). Dabei handelt es sich um 1 Erwachsenen in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen des Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 510 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 474 wieder genesen. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, liegt unverändert bei 27. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 3,45. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 9 aktive Fälle, davon wird 1 Person stationär behandelt.

Update, 13.50 Uhr - Gemüsehof in NRW als Corona-Hotspot

In NRW weisen laut einer Liste des Landesgesundheitsministeriums 15 Städte und Kreise vierstellige Fallzahlen auf: darunter Köln, Düsseldorf, Duisburg, Dortmund sowie die Kreise Heinsberg, Gütersloh und Borken. Im Kreis Borken steht ein Gemüsehof nach einem Corona-Ausbruch im Fokus der örtlichen Behörden. Dort arbeiten den Angaben zufolge vorwiegend rumänische Beschäftigte, die auch auf dem Betriebsgelände wohnen.

Die Mitarbeiter dürften das Betriebsgelände vorerst nicht verlassen, teilte der Kreis mit. Derzeit seien aber erst 88 von 148 Abstrichproben ausgewertet - mit zunächst 8 positiven Ergebnissen. Zu Wochenbeginn würden weitere Befunde erwartet; eine erneute Testung der gesamten Belegschaft sei geplant.

Landesweit kletterten die Gesamtinfektionszahlen in NRW über das Wochenende wieder leicht nach oben: nach Statistiken des Gesundheitsministeriums zwischen Freitag und Sonntag um 314 auf über 46.000 seit Beginn der Pandemie. Davon sind die weitaus meisten den Angaben zufolge wieder genesen. Mehr als 1700 Menschen mit Coronavirus sind in NRW gestorben. Nur Bayern hat im Ländervergleich höhere Fallzahlen (49.710) und Todesfälle (2616) zu beklagen als das einwohnerstärkste Bundesland NRW.

Update, 11.09 Uhr - Österreich strebt Wiedereinführung der Maskenpflicht an

Nachdem in Österreich die Infektionsraten wieder steigen und Cluster in der Zahl steigen, will der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz eine Wiedereinführung der Maskenpflicht. Wie OA24.at berichtet, soll am heutigen Sonntag, den 19 Juli, darüber entschieden werden.

Zusammen mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Vizekanzler Werner Kogler soll über das Ausmaß entschieden werden. Derzeit ist lediglich das tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen für Supermärkte entschieden worden.

Wie Kurz auf seinem Twitter-Profil schon am 9. Juli mitteilte, ist ihm die schnelle Umsetzung des Ampel-Systems sehr wichtig. Dieses soll die Einstufung einzelner Bezirke nach deren Gefährlichkeit ermöglichen.

Update, 9.48 Uhr - Aufklärung über Corona für Menschen mit Migrationshintergrund

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

In Bayern werden Menschen mit Migrationshintergrund auch in ihrer Muttersprache über die Corona-Gefahren informiert. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Sonntag hingewiesen. Die Ministerin betonte: "Um die Corona-Pandemie wirksam zu bekämpfen, muss jeder die Schutzmaßnahmen gegen das Virus kennen. Deshalb brauchen Menschen, die kaum Deutsch sprechen und in Bayern leben, Zugang zu Informationen über das Virus in ihrer Muttersprache. Hier leistet unser Projekt ‘MiMi – Mit Migranten für Migranten‘ einen wichtigen Beitrag."

Das im Jahr 2008 gestartete Gesundheitsprojekt "MiMi" bildet gut integrierte Migrantinnen und Migranten zu interkulturellen Gesundheitsmediatoren aus. In ihrer Muttersprache informieren sie ihre in Deutschland lebenden Landsleute zu gesundheitsbezogenen Themen - so auch über das Sars-CoV2-Virus. Bayern hat im Rahmen seiner Initiative "Gesund.Leben.Bayern" bereits mehr als 1,6 Millionen Euro für dieses interkulturelle Gesundheitsprojekt bereitgestellt.

Huml ergänzte: "Leider kursieren im Internet immer wieder Falschmeldungen zum Coronavirus. Menschen, die sich mangels deutscher Sprachkenntnisse nicht aus anderen verlässlichen Quellen informieren können, sind besonders auf geprüfte Informationen in ihrer Herkunftssprache angewiesen. Das Projekt leistet hierbei einen wichtigen Beitrag. Durch ihre Sprachkenntnisse und ihr kulturelles Verständnis bauen die ehrenamtlichen Mediatorinnen und Mediatoren Brücken zwischen den Herkunftsländern und ihrer neuen Heimat. Für ihr großartiges Engagement danke ich allen Beteiligten herzlich."

Über den Projektpartner Ethno-Medizinisches Zentrum e.V. werden Informationen zum Coronavirus in mittlerweile 33 verschiedenen Sprachen von Arabisch bis Farsi, von Amharisch bis Russisch auf Faltblättern und online zur Verfügung gestellt. Als Informationsquelle werden hierbei das Robert Koch-Institut, das Bundesgesundheitsministerium und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung genutzt. Die Informationen sind unter folgendem Link abrufbar: http://corona-ethnomed.sprachwahl.info-data.info/.

Außerdem kann auf der Homepage der Bayerischen Integrationsbeauftragten Gudrun Brendel-Fischer das Plakat "Corona-positiv: Was dann?" abgerufen werden. Darauf werden in 13 Sprachen Informationen zum empfohlenen Verhalten nach einem positiven Corona-Testergebnis gegeben. Das Plakat finden Sie unter folgendem Link: http://integrationsbeauftragte.bayern.de/downloads/

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 19. Juli 7.40 Uhr - Krise führt zu Wandel: Homeoffice statt Büro

Die Corona-Krise könnte nach Einschätzung von Ökonomen Katalysator für mobiles Arbeiten werden. "Arbeitnehmer wie Arbeitgeber haben in der Lockdown-Phase gemerkt, dass es relativ gut funktioniert im Homeoffice", sagte IW-Forscher Michael Voigtländer der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. "Viele Firmen werden sich auch überlegen, wie sie angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage Flächen sparen und damit Kosten reduzieren können."

In einer aktuellen Analyse von Voigtländer und Arbeitsexpertin Andrea Hammermann schreiben die IW-Forscher, Unternehmen dürften "verstärkt überlegen, ob sie Bürobeschäftigung dorthin verlagern, wo sie günstiger ausgeführt werden kann". Als Grundlage für weitere Berechnungen haben die Autoren des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW/Köln) in ihrer Studie Zahlen zur Bürobeschäftigung in Deutschland zusammengetragen.

Nach den Erfahrungen im Corona-Jahr 2020 könnten diese Zahlen weiter steigen. "Ich glaube nicht, dass sich Arbeit komplett nach Hause verlagern wird", sagte Voigtländer. "Aber wir werden eine neue Balance sehen zwischen Arbeit im Büro und Arbeit im Homeoffice."

Der Begriff "Homeoffice" ist in der IW-Analyse weit gefasst: Damit sei "sowohl das fallweise Arbeiten von zu Hause aus als auch die rechtlich definierte Telearbeit gemeint, also der vom Arbeitgeber fest eingerichtete Bildschirmarbeitsplatz im Privatbereich der Beschäftigten", erklären die Autoren.

Update, 18.12 Uhr - Motorradfahrer demonstrieren gegen Fahrverbote

Rund 6000 Motorradfahrer haben am Samstag gegen mögliche Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen protestiert. Zeitweise legten sie den kompletten Nürnberger Stadtring lahm. Die Stimmung sei aber friedlich gewesen.

Als die Letzten starteten, kamen die Ersten wieder an: Motorradfahrer haben bei einer Demonstration gegen mögliche Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen den Nürnberger Stadtring umfahren. Andere Verkehrsteilnehmer mussten teilweise bis zu einer Stunde warten, sagte ein Sprecher der Polizei am Samstag. Zeitweise waren nach Schätzungen der Polizei rund 6000 Motorradfahrer in Nürnberg unterwegs. Zu Beginn gingen die Beamten von etwa 5000 Demonstranten aus. Die Veranstalter rechneten im Vorfeld mit 2000 Teilnehmern.

In einer Kolonne umfuhren die Motorradfahrer den in etwa 20 Kilometer langen Ring um die Nürnberger Innenstadt. Die Fahrt startete um 10.45 Uhr. Die Spitze befand sich nach einer Stunde kurz vor der Rückkehr zur Großen Straße, dem Start- und Zielort, während das Ende erst losfuhr. Im Anschluss fand dort eine Abschlusskundgebung statt. Die Stimmung sei friedlich gewesen.

Bei der Polizei gingen am Samstag einige Beschwerden ein, doch "mit Verkehrsbehinderungen auf den Straßen und Verspätungen im öffentlichen Nahverkehr war zu rechnen", so ein Polizeisprecher. Die Kreuzungen und Auffahrten zum Nürnberger Stadtring mussten zwischenzeitlich gesperrt werden. Zu Unfällen kam es nicht.

Die Demonstranten reisten aus ganz Mittelbayern an. "Man sieht Kennzeichen aus Regensburg, Tirschenreuth und Bayreuth", berichtete ein Beamter vor Ort.

Ähnliche Protestfahrten hatte es in den vergangenen Wochen in München, Berlin und anderen Großstädten gegeben. Hintergrund der Aktion ist ein Beschluss des Bundesrates, der die Bundesregierung zur Umsetzung von zeitlich befristeten Einschränkungen auffordert, mit denen der Motorradlärm etwa in beliebten Ausflugsgegenden reduziert werden soll.

Update, 16.45 Uhr - Tönnies will Lohnkostenerstattung notfalls gerichtlich durchsetzen

Der Fleischproduzent Clemens Tönnies will trotz heftiger Kritik nicht darauf verzichten, Lohnkostenerstattung wegen der behördlichen Schließung seines Hauptwerks geltend zu machen. Notfalls wolle er das auch gerichtlich durchfechten. "Darüber wird im Zweifelsfall auch Recht gesprochen werden", sagte er dem "Westfalen-Blatt" (Samstag).

Daraufhin erneuerte SPD-Bundestagsfraktionsvize Katja Mast ihre Kritik am Vorgehen von Tönnies. "Dieses Verhalten zeigt: Es fehlt jegliche Einsicht und jegliches Gespür, um was es geht. Um Anstand und Verantwortung", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. "Was Tönnies macht, unterstreicht einmal mehr: Gesetzesverschärfungen sind dringend nötig und müssen kommen. Und das werden sie."

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) geht davon aus, dass Tönnies keinen Regress für die vierwöchige Zwangspause nach massenhaften Corona-Infektionen in seinem Stammwerk im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh geltend machen kann. Tönnies hielt dagegen, er wolle verhindern, dass seine Mitarbeiter und Dienstleister bei der Verteilung von Quarantänehilfen "stigmatisiert" würden.

Bei Tönnies hatten sich nachweislich rund 1400 Arbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Vorübergehend waren deshalb, neben der inzwischen aufgehobenen Betriebsschließung in Rheda-Wiedenbrück, weitgehende Corona-Einschränkungen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf verhängt worden. Tönnies sieht allerdings keine schuldhaften Versäumnisse. Der massenhafte Corona-Ausbruch in seinem Werk habe "nichts mit Werkvertragsarbeit oder den Wohnverhältnissen zu tun", sondern vor allem mit der "Umluftkühlung, die eigentlich jeder Betrieb hat".

Tönnies und mehrere Subunternehmer hatten bereits vor einiger Zeit Anträge auf Erstattung von Lohnkosten durch das Land NRW gestellt. Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte dieses Vorgehen kritisiert.

Update, 14.52 Uhr - 2.614 Tote durch Coronavirus in Bayern

In Bayern sind bisher 49 693 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag auf seiner Homepage mit (Stand: 9.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2614 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 46 050 Menschen.

Update, 13.25 Uhr: Umfrage zeigt: Corona hält Kunden vom Bankbesuch ab

Offenbar sorgt die Corona-Pandemie dafür, dass Kunden seltener Banken direkt aufsuchen. Jeweils knapp ein Drittel der Senioren und der Erwerbsfähigen im Alter von 18 bis 59 Jahren geht seit der Pandemie seltener zur Bank, wie eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Ipsos im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken ergab. Zuvor hatte die Funke Mediengruppe am Samstag über die Umfrage berichtet.

Mehr als die Hälfte der Erwerbsfähigen, die seltener zur Bankfiliale gehen, nutzt laut der Umfrage anstatt dessen Online-Banking. Bei den Senioren lag dieser Anteil hingegen bei nur gut einem Drittel.

Schon zu Beginn der Corona-Pandemie ging die Zahl der Filialbesuche über Jahre deutlich zurück., wie aus den Umfrage-Ergebnissen hervorgeht: Im Jahr 2001 noch 40 Prozent der Kunden mindestens einmal pro Woche zur Bank. Im Jahr 2014 waren es noch 27 Prozent und 2020 sind es nun nur 14 Prozent.

Dass die Pandemie diese Entwicklung verstärkt, wurde in der Präsentation der Ergebnisse mitgeteilt.

Update, 12.39 - Champions-League-Vorbereitungen starten beim FCB mit Corona-Tests und Cybertraining

Bayern-Trainer Hansi Flick hält Bodenständigkeit für wichtig "Man darf sich nicht so wichtig nehmen. Letztendlich machst du deinen Job genauso wie jeder andere auch", sagte der Coach von Double-Sieger FC Bayern im Podcast "Radio Onnerschda" des Mannheimer Komikers Bülent Ceylan. 

Der deutsche Fußball-Rekordmeister startet am Montag mit Corona-Tests und einer Cyber-Trainingseinheit in die Vorbereitung auf die Champions-League-Saison, in der es mit dem Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea am 8. August weitergeht. Das Hinspiel hatten die Münchner 3:0 gewonnen.

Update, 11.13 Uhr - Forderung: Kostenlose Corona-Tests an Flughäfen in Bayern

Nach den heftig kritisierten Corona-Partys auf Mallorca, kommt die Diskussion um den richtigen Umgang mit Urlaubsrückkehrern aus Risikogebieten wieder in Fahrt. Wie der Bayerische Rundfunk nun berichtet fordern SPD, FDP und auch Mediziner eine Ausweitung der verfügbaren Tests. Besonders an bayerischen Flughäfen.

Auf Seite der SPD fordert der Bundesabgeordnete und Epidemiologe Karl Lauterbach auf seinem Twitterprofil die Testung von Urlaubern bei deren Rückkehr. Dieses Vorgehen ist seiner Meinung nach sinnvoller als Massentests

Laut BR stehe die Thematik auch für die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) im Mittelpunkt. Das Thema soll zwar in der kommenden Woche mit Bund und Ländern abgestimmt werden, doch für die Zwischenzeit appeliert sie zunächst an die Eigenverantwortung der Bürger. "Wenn sich jemand in einem Flugzeug unwohl fühlt oder es einen Verdachtsmoment gibt, ist es jetzt schon so, dass vor Ort Maßnahmen ergriffen werden, aber die Frage ist, inwieweit man noch gezielter am Flughafen testen soll," betont die Gesundheitsministerin.

Weiter sagt sie: "Wir müssen die Menschen weiter darauf hinweisen, auch im Urlaub nicht sorglos zu sein, auch im Urlaub wirklich mit Vorsicht und Umsicht sich zu verhalten."

Update, 9.30 Uhr - Name von Kindergarten in Passau sorgt für Verwirrung

Der Heiligen Corona ist der Kindergarten im Passauer Stadtteil Patriching gewidmet. Bisher hat sich darüber niemand Gedanken gemacht. Doch seit der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus ist der Name des Kindergartens plötzlich Gesprächsthema. Die Leiterin Andrea Optiz sagt: "Ich werde sehr oft darauf angesprochen."

Andrea Opitz sagt, dass Menschen oftmals etwas ungläubig reagieren, wenn sie beispielsweise irgendwo anrufe, um etwas zu bestellen. "Dann meinen die Geschäftspartner gerade im Norden Deutschlands sehr häufig, dass ich sie auf den Arm nehmen will." Dann muss sie die Hintergründe und den Zusammenhang mit der Heiligen Corona erklären.

Die Heilige Corona ist der Legende nach eine frühchristliche Märtyrerin. Sie gilt als Patronin des Geldes, der Metzger und Schatzgräber - aber auch zufälligerweise als Fürsprecherin gegen Seuchen. In Bayern tragen neben dem Kindergarten in Passau mindestens sieben Kirchen oder Kapellen den Namen der Heiligen Corona.

Jugendherbergen unter Druck wegen Corona: Klassenfahrten bleiben aus

Nach Berechnungen des Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) in Bayern haben die Häuser durch die Absage mehrtägiger Klassenfahrten in Bayern mit einem Verlust von rund sechs Millionen Euro Umsatz zu rechnen. Bis einschließlich Januar 2021 reicht dieser düstere Ausblick. Das bringt die Jugendherbergen in finanzielle Bedrängnis. "Dieser Rückgang ist durch Einsparungen nicht zu kompensieren, ohne einen externen Geldzufluss sind wir ab Ende des Jahres wieder von einer Insolvenz bedroht", sagte DJH-Sprecher Marko Junghänel der Deutschen Presse-Agentur in München.

Die Jugendherbergen waren schon ab Mitte März wochenlang geschlossen und mussten infolge Umsatzeinbußen von insgesamt rund acht Millionen Euro verkraften. Mittlerweile gibt es nach ihrer Öffnung wieder Gäste, wenn auch nicht überall in gleichem Maße. An Seen und in den Bergen läuft das Geschäft der Einrichtungen wieder einigermaßen, so in Berchtesgaden, Lindau, Garmisch oder Oberstdorf. Bayernweit kämen dennoch im Juli und August nicht mal halb so viele Gäste wie im Vorjahr. 2019 zählte das DJH im Freistaat in den beiden Ferienmonaten 250 000 Übernachtungen, dieses Jahr sind es nur 100 000. Hautsächlich würden Familien aktuell das Angebot der Herbergen nutzen.

"Es dürfen keine Fahrten organisiert werden, wenn dafür Stornokosten anfallen würden."

Etwa 5,8 Millionen Euro Corona-Unterstützung hatte das Sozialministerium den Jugendherbergen Mitte Juni zugesagt. Außerdem gab es eine Entschädigung von bis zu 60 Prozent der entfallenden Einnahmen bis Ende Juli 2020. Junghänel sagt: "Nur mit dem Zuschuss aus dem Rettungsschirm ist unsere Liquidität nicht bis Ende 2020 gesichert." Ab September werde es werde es dann wieder eng.

Bislang wurden nach Auskunft des Sprechers rund 5,5 Millionen Euro an Stornokosten für Klassenfahrten durch das Kultusministerium erstattet. Dadurch sollen Eltern und Schulen nicht auf den Kosten von Fahrten, die wegen der Coronakrise abgesagt werden mussten, sitzenbleiben. Einige hoffen, dass diese Fahrten später doch noch irgendwann nachgeholt werden. "Dies können die Schulen zu gegebener Zeit unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens entscheiden", sagte der Sprecher.

Für die Schulen ist das aber ein erheblicher Planungsaufwand. Fahrten abzusagen oder Alternativen zu organisieren erfordert Zeit und eine Planbarkeit, die großteils nicht vorhanden ist. Die Unsicherheit sei deshalb ständiger Begleiter, sagte bpv-Sprecher Karl. "Es dürfen keine Fahrten organisiert werden, wenn dafür Stornokosten anfallen würden." Wanderungen oder kleine Exkursionen, die kostenlos abgesagt werden können, seien deshalb laut Karl bevorzugt.

mda/fg/dpa

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