News-Ticker zur Corona-Pandemie

Söder befürchtet zweite Corona-Welle - Gericht erklärt weitere Maßnahme als "unverhältnismäßig"

Pk nach Beratungen der Koalitionsspitzen
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Pk nach Beratungen der Koalitionsspitzen

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts bereits deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Montag, 22. Juni, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2798, Landkreis Traunstein 1326, Landkreis Berchtesgadener Land 310, Landkreis Mühldorf 500, Landkreis Altötting 601
  • Todesfälle: Rosenheim 217, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 58
  • Mindestens 8885 Todesopfer in Deutschland (2567 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wurde zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Neue Corona-Warn-App vorgestellt:www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Aktuell stehen leider keine Grafiken zu den aktuellen Fallzahlen aus den Landkreisen der Region zur Verfügung. Der Grund hierfür ist, dass die zuständigen Gesundheitsämter nun teilweise von einer täglichen auf eine wochenweise Übermittlung der Fallzahlen umgestiegen sind. Die Redaktion wird die Grafik(en) demnächst auf eine wochenweise Darstellung umstellen und dann voraussichtlich immer freitags gesammelt für alle Landkreise veröffentlichen. Die Zahlen unter der Rubrik "Das Wichtigste in Kürze" werden weiterhin - sofern möglich - täglich aktualisiert.

Update, 20. 48 Uhr: Söder warnt vor zweiter Corona-Welle

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat auf einem Online-Podium der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft vor einer zweiten Corona-Welle gewarnt. Er sei sicher, "dass es eine zweite Welle gibt". Man dürfe die bisherigen Erfolge im Kampf gegen das Virus nicht leichtfertig aufs Spiel setzen, so Söder weiter.

Update, 18.32 Uhr: BRK-Landesvorstand würdigt Einsatz aller Helferinnen und Helfer

Der Landesvorstand des Bayerischen Roten Kreuzes tagte am 22. Juni 2020 erstmalig seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Form einer Videokonferenz. „Als Zeichen der Solidarität und des Dankes ist es dem Landesvorstand ein Anliegen, die Macher in dieser Krise in den Mittelpunkt zu stellen“, so Präsident Theo Zellner, der gemeinsam mit Vizepräsidentin Brigitte Meyer und Vizepräsident Dr. Paul Wengert einen ausführlichen Bericht über die bisherige Bewältigung der Pandemie vorgetragen hat.

Präsident Zellner betont: „Bisher sind wir in Bayern mit einem blauen Auge davon gekommen. Das ist in allererster Linie dem beherzten, umsichtigen und tief solidarischen Einsatz der vielen Pflegerinnen und Pfleger, Retterinnen und Retter im Freistaat zu verdanken.“ Weiterhin lobte Zellner die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem BRK und der Politik bzw. Staatsregierung.

Gleichzeitig bestätigt der Landesvorstand die Forderung des Präsidenten, mehr in den nationalen Katastrophenschutz und somit in die Errichtung von Vorhaltungen medizinischer Güter zu investieren. „Ziel muss sein, ein Wiederholen der Materialknappheit zu vermeiden, die Selbstständigkeit der Bundesrepublik auch bei globalen Krisen herzustellen und langfristig die Stellung jener Beruf zu steigern, die in dieser Krise ihre Systemrelevanz unter Beweis gestellt haben“, so Zellner in der Sitzung des Landesvorstands.

Wesentlich unterstützt durch eigene Beschaffungsanstrengungen des BRK ist es gelungen, die anfängliche Not an Material abzuwenden. Dabei wurden 570 Tonnen Material auf 1.454 Paletten an alle bayerischen Hilfsorganisationen ausgeliefert. Das entspricht 43 vollbeladenen Sattelzügen.

Pressemitteilung BRK Landesgeschäftsstelle

Update, 16.52 Uhr - Gericht: Corona-Maßnahmen in Kitas unverhältnismäßig

Vermutlich muss die bayerische Staatsregierung ein weiteres Mal mit den Beschränkungen zur Eindämmung der Verbreitung des neuartigen Corona-Virus zurückstecken. Grund dafür ist der Entschluss des Verwaltungsgerichtes Regensburg, dass das bis Monatsende geltende Verbot des normalen Betriebs in Kindertageseinrichtungen nicht mehr für verhältnismäßig erklärte.

Die Entscheidung fand weitreichenden Zuspruch. Nicht zuletzt, da schon ab 1. Juli sind die Kisas normal geöffnet werden sollen. Auch aus der Opposition wurden Gegenstimmen laut. Ein Sprecher der Staatsregierung teilte mit: "Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass der Weg der schrittweisen Lockerungen geboten und notwendig ist, um die erreichten Erfolge bei der Bekämpfung der Pandemie nicht zu gefährden. Für uns steht der Schutz der Kinder, ihrer Eltern und auch der Beschäftigten in unseren Kitas nach wie vor an erster Stelle." Grüne, SPD und FDP kritisieren dennoch vehement, man wende hier "abstruse Regelungen" an.

Gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Regensburg, welche am Montag bekanntgegeben wurde, werde manseitens der Staatsregierung Beschwerde einlegen, wie diese mitteilte. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieses Urteil zu einer weiteren Niederlage entwickelt.

Update, 16.32 Uhr - Ein Corona-Toter und ein Genesener mehr im Landkreis Traunstein

Die Lage im Kreis Traunstein beruhigt sich. Laut der aktuellen Zahlen des Landratsamtes Traunstein liegen eine neue Todesmeldung und eine hinzugekommenen Genesung im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion vor. 

Somit gelten nach aktuellem Stand 1175 Personen als genesen und es liegen 88 Todesfälle vor. Zu der Gesamtzahl der Infektionen kamen zu dem letzten Stand zwei neue Meldungen hinzu, was die Zahl auf 1330 bestätigte Fälle steigen lässt. Die 7-Tages-Inzidenz liegt derzeit bei 2,26.

Update, 16.22 Uhr - Prienavera hat wieder geöffnet

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie war das Prienavera Erlebnisbad seit Mitte März 2020 geschlossen. Rund zwei Wochen nachdem das Prienavera Strandbad die Pforten für Besucher wieder öffnen durfte, folgt nun das Hallenbad am morgigen Dienstag 23. Juni 2020 zu eingeschränkten Öffnungszeiten, täglich von 10 bis 18 Uhr

Basierend auf der Grundlage der aktuellen Bayrischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung liegt die derzeitige maximale Anzahl der zugelassenen Gäste bei 150 Personen im Erlebnisbad sowie 500 Besuchern im Strandbad. Für die Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten COVID-19-Falles unter Gästen oder Personal, ist eine elektronische Reservierung unter Angabe von Namen, Adresse und E-Mail vorgeschrieben. 

Die Buchungen können auf der Internetseite www.prienavera.de erfolgen. Der Einlass von Kindern unter zwölf Jahren ist nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigen oder für die Betreuungen zuständige Erwachsenen erlaubt. Die allgemein gültigen Sicherheitsbestimmungen, wie beispielsweise der Mindestabstand von eineinhalb Metern gelten auch hier. 

Die Tragepflicht entfällt im Schwimmbad sowie im Außenbereich. Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung ist bis zum Umkleidebereich (solange Personen Straßenbekleidung tragen) erforderlich. Die Einzelheiten des Hygienekonzepts sowie weitere Informationen sind im Prienavera Erlebnisbad unter Telefon +49 8051 60957-0 oder www.prienavera.de erhältlich.

Pressemitteilung der Chiemsee Marina GmbH

Update, 15.50 Uhr - Für die "Besten der Besten" des BGL: Schülerehrung nur per Post

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Aufgrund der aktuellen Situation muss heuer leider die geplante Festveranstaltung zur Ehrung der besten Absolventinnen und Absolventen der Schulen

und Bildungseinrichtungen des Landkreises Berchtesgadener Land und einiger Schulen des Landkreises Traunstein durch Landrat Bernhard Kern entfallen.

Wer in diesem Schuljahr seine Abschlussprüfung bestanden hat, hat wahrlich etwas Besonderes erreicht – unabhängig von der erzielten Note. Unterrichtsausfälle, Homeschooling und

die Ungewissheit, ob und wann die geplanten Abschlussprüfungen überhaupt stattfinden, machten es den Schülerinnen und Schülern nicht leicht. Wer selbst unter diesen Umständen noch mit der Note 1,5 oder besser abgeschnitten hat, hätte eine kleine Feierstunde verdient, zu der Landrat Bernhard Kern die Absolventinnen und Absolventen nur allzu gerne eingeladen hätte. Diese besondere Leistung kann jedoch situationsbedingt nicht wie in den vergangenen Jahren im Rahmen einer Veranstaltung im Landratsamt geehrt werden. „Mir ist es ein besonderes persönliches Anliegen, die hervorragenden schulischen Ergebnisse,

die nur mit Fleiß, Zielstrebigkeit und großem Engagement zu erreichen gewesen sind, zumindest in anderer Form zu würdigen“, so Landrat Bernhard Kern. Die „Besten der Besten“ werden

ihre Urkunden und kleinen Geschenke auf dem Postweg erhalten.

Pressemitteilung des Landratsamtes Berchtesgadener Land

Update, 15.30 Uhr - LGL: Zwei weitere Todesfälle in Oberbayern

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilt, gab es auf der Gegenseite der mittlerweile 44.620 Genesenen zwei neue Todesfälle. Hierbei handelt es sich um den Stand um 10 Uhr am 22. Juni.

Todesfälle nach Landkreisen

Regierungsbezirk

Anzahl der Fälle

Fälle Änderung zum Vortag

Fallzahl pro 100.000 Einwohner

Fälle der letzten 7 Tage

7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner

Anzahl der Todesfälle

Todesfälle Änderung zum Vortag

Oberbayern

21.592

(+ 22)

460,76

137

2,92

988

(+ 2)

Niederbayern

4.765

(+ 1)

384,73

11

0,89

295

-

Oberpfalz

5.364

(+ 1)

483,56

11

0,99

367

-

Oberfranken

3.873

(+ 4)

362,82

26

2,44

235

-

Mittelfranken

4.801

(- 3)

271,18

28

1,58

286

-

Unterfranken

3.504

-

266,03

14

1,06

184

-

Schwaben

3.960

(+ 3)

209,77

17

0,90

209

-

Gesamtergebnis

47.859

(+ 28)

365,99

244

1,87

2.564

(+ 2)

Update, 14.59 Uhr - 7-Tages-Inzidenzwert steigt auf über 263 im Kreis Gütersloh

Ein solcher Anstieg wird unweigerlich mit dem in Rheda-Wiedenbrück angesiedelten Fleischwerk von Tonnies in Zusammenhang gebracht. Wie die dpa berichtet, stieg der 7-Tages-Inzidenzwert auf 263,7 an, was für die Zahl der Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner steht.

Ob diese Entwicklung örtlich begrenzt werden kann, entscheidet über weitere Maßnahmen. Im benachbarten Kreis Warendorf stieg der Wert auf 41,8 an, wie das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit als Stand zum 22. Juni 0 Uhr angibt.

Zwar sollen bei einem Übersteigen der 50er-Marke stärkere Einschränkungen folgen, was aber bei lokaler Eingrenzung nicht zwangsläufig notwendig sein soll. Armin Laschet (CDU) schließt einen Lockdown jedoch nicht aus.

Update, 14 Uhr - Ein neuer Fall im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land hat soeben einen neuen Coronavirus-Fall bestätigt (Stand: 22. Juni, 10 Uhr). Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle steigt somit auf 310. Die 7-Tage-Inzidenz für das Berchtesgadener Land steigt dadurch auf 3,8. 

Von den insgesamt 310 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind bereits 282 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Es befinden sich derzeit noch insgesamt vier SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen bleibt unverändert bei 24.

Update, 13.41 Uhr - Covid-19-Zahlen steigen: 14 Infizierte in Salzburg

Nach einer Veranstaltung in der Stadt Salzburg vergangener Woche häufen sich die Corona-Fälle im Bundesland derzeit wieder: Über das Wochenende wurden mehr als 100 Menschen getestet, 14 Infizierte konnten dabei dem sogenannten "Corona-Cluster A" zugeordnet werden.

Für das Land Salzburg ist dies allerdings noch kein Grund, den Covid-19-Einsatzstab wieder zu aktivieren: "Das ist derzeit nicht geplant. Wir müssen uns einfach darauf einstellen, dass so etwas immer wieder einmal vorkommt", so Franz Wieser, Pressesprecher des Landesmedienzentrums, im Gespräch mit salzburg24.at.

Erst bei einer weiteren Eskalationsstufe der Corona-Krise würde laut Wieser der Einsatzstab die Arbeit wieder aufnehmen. Eine etwaige Verschärfung der Corona-Maßnahme stehe derzeit ebenfalls nicht im Raum.

Update, 12.54 Uhr - Ehemaliger Hotspot: Rottal-Inn ist infektionsfrei

Der einst als Corona-Hotspot geltende Landkreis Rottal-Inn ist infektionsfrei. Das geht aus einer Mitteilung des Landratsamts hervor. Darin heißt es, dass ein wichtiger Etappensieg gegen das Corona-Virus erzielt werden konnte. Der letzte Corona-Infizierte sei aus der Quarantäne entlassen worden. 

"Jetzt dürfen wir natürlich nicht leichtsinnig werden. Es gilt, weiterhin vorsichtig zu sein. […] Aber im Moment können wir uns, so denke ich, alle auch einmal über diese gute Nachricht freuen", wird Landrat Michael Fahmüller in der Mitteilung zitiert.

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Update, 12.02 Uhr - Bayern am stärksten von Kurzarbeit betroffen

Die Kurzarbeit in der Corona-Krise trifft Bayern nach Erhebungen des Ifo-Instituts am härtesten. Dort waren im Mai 26 Prozent der Sozialversicherungspflichtigen in Kurzarbeit, wie aus einer am Montag veröffentlichten Schätzung der Münchner Ökonomen hervorgeht. Insgesamt kommen die Wirtschaftsforscher für Bayern auf rund 1,47 Millionen Kurzarbeiter - auch absolut erreicht der Freistaat damit den höchsten Wert im Ländervergleich und kommt auf minimal mehr Kurzarbeiter als das deutlich bevölkerungsreichere Nordrhein-Westfalen.

"Gerade in den Ländern mit bedeutender Automobil- und Zuliefererindustrie wird besonders viel Kurzarbeit gefahren", sagte Ifo-Experte Sebastian Link. Geht man nach dem Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, folgen auf Bayern Baden-Württemberg und die in der Schätzung zusammengefassten Länder Niedersachsen und Bremen mit jeweils 23 Prozent.

Insgesamt geht das Ifo-Institut von 7,3 Millionen Kurzarbeitern im Mai aus. Es bezieht sich dabei auf Beschäftigte, die tatsächlich in Kurzarbeit sind. Die Zahl der Beschäftigten, für die grundsätzlich Kurzarbeit angemeldet ist, liegt höher. Die Schätzung beruht auf Daten aus der Konjunkturumfrage des Instituts.

Update, 11.08 Uhr - RKI: 537 registrierte Neuinfektionen binnen eines Tages

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 537 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 190.359 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Montag meldete (Datenstand 22.06., 0 Uhr).

8885 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von drei im Vergleich zum Vortag. Etwa 175.300 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle in den letzten 7 Tagen

7-Tage-Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg*

35.272

0

109

1,0

1.824

Bayern

47.867

+24

233

1,8

2.567

Berlin

7.833

+29

472

12,6

211

Branden­burg

3.394

+6

50

2,0

163

Bremen

1.648

+3

56

8,2

49

Hamburg

5.170

+7

25

1,4

259

Hessen

10.578

+3

214

3,4

501

Meck­lenburg-

Vor­pommern

792

0

9

0,6

20

Nieder­sachsen

13.283

+147

344

4,3

618

Nord­rhein-West­falen

41.218

+297

1860

10,4

1.663

Rhein­land-Pfalz

6.917

+10

71

1,7

234

Saarland*

2.778

0

10

1,0

168

Sachsen*

5.408

0

60

1,5

221

Sachsen-Anhalt

1.844

+2

74

3,4

57

Schles­wig-Holstein

3.136

+2

17

0,6

152

Thüringen

3.221

+7

41

1,9

178

Gesamt

190.359

+537

3.645

4,4

8.885

Update, 10.04 Uhr - Chiemgau Therme als einzige in der Region ab heute offen

Nach über drei Monaten dürfen ab heute (22. Juni) auch wieder Themen ihre Tore für Besucher öffnen. Die Einzige, die das auch macht, ist die Chiemgau Therme in Bad Endorf – allerdings mit verkürzten Öffnungszeiten. Die Therme wird nur bis 21 Uhr aufmachen. Die Stunde weniger sei notwendig, um ausgiebig zu reinigen und zu desinfizieren, so die Verantwortlichen. Außerdem wird bei den Saunaaufgüssen auf das Wedeln verzichtet und auch der Bereich Dampf bleibt geschlossen. 

Komplett zu bleibt im Landkreis Rosenheim heute noch die Therme Bad Aibling. Erst müssen die Becken befüllt und die Technik der Filteranlagen auf den neuesten Stand gebracht werden. Auch eine Grundreinigung ist nötig. Das Badria in Wasserburg wird Sauna und Hallenbad heute ebenfalls noch nicht öffnen

Die RupertusTherme in Bad Reichenhall hat bereits letzten Donnerstag (18. Juni) bekannt gegeben, dass die Thermen- und Saunalandschaft ab 6. Juli wieder öffnen wird.  Die Erdinger Therme hat auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht, dass sie ab Donnerstag (25. Juni) ihre Türen für Besucher wieder öffnen wird. Die Umsetzung der Hygienemaßnahmen bedürfe noch einige Vorbereitungszeit.

Update, 9.30 Uhr - Umweltminister Glauber: Höhere Preise für Fleisch nötig

Für bessere Arbeits- und Gesundheitsbedingungen in der Fleischindustrie müssen nach Ansicht von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber auch die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. "Wir werden auch bereit sein müssen, an der Ladentheke, an der Kasse, einen höheren Preis für die Wertschöpfung zu zahlen", sagte der Politiker der Freien Wähler am Montag im Interview des Bayerischen Rundfunks.

Glauber mahnte: "Wenn man sieht, was wir jeden Tag an Werbung ins Haus bekommen und die Produkte immer günstiger werden, muss man sich vor Augen halten, wie sind die Produktionsbedingungen, wenn Produkte immer günstiger, günstiger und noch günstiger werden?" Der Minister betonte, er unterstütze den Vorstoß auf Bundesebene, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten in der Fleischindustrie zu verbessern. "Aus meiner Sicht ist es dringend notwendig, hier wirklich Standards, Kontrollen und aber auch Vertragssituationen zu schaffen, damit wir diese Form der Arbeitsbedingungen nicht mehr haben."

In einer Fleischfabrik des Marktführers Tönnies im westfälischen Rheda-Wiedenbrück waren mehr als 1300 Arbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Produktion wurde für 14 Tage gestoppt. Der Fall hatte die Debatte um die Bedingungen in der Schlachtindustrie angeheizt.

Update, 8.10 Uhr - Neue Mega-Hotspots lassen Reproduktionszahl explodieren

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, stieg nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 21.6., 0 Uhr, auf 2,88 (Vortag: 1,79). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel zwischen zwei und drei weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Der Wert reagiere auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen, verursacht etwa durch einzelne Ausbrüche, empfindlich, wie das RKI erläutert. 

Insbesondere bei einer insgesamt kleinen Anzahl von Neuerkrankungen könne dies zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen. Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen stieg dieser Wert mit Datenstand 21.6., 0.00 Uhr, auf 2,03 (Vortag: 1,55). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update, 6.45 Uhr - Über 34 Millionen Soforthilfen für Landkreise MÜ und AÖ

Auch die ersten Zahlen aus den Corona-KfW-Darlehen deuten darauf hin, dass erhebliche Mittel aus den Hilfsprogrammen der Bundesregierung und des Freistaats Bayern auch in den Landkreisen Altötting und Mühldorf ankommen. Wie Staatssekretär Stephan Mayer (CSU) jetzt mitteilte, ergab die Schlussbilanz der Corona-Soforthilfen für die Landkreise Altötting und Mühldorf zum 31. Mai eine Summe von über 34 Millionen Euro.

Bei den KfW-Darlehen beträgt die Summe zum selben Stichtag 31,5 Millionen. Hier wurde am häufigsten der Unternehmerkredit für kleine und mittlere Unternehmen beantragt. "Ich will auch künftig gemeinsam mit meinen Landtagskollegen dafür Sorge tragen, dass unsere Bürger und Unternehmen auch bei den weiteren Programmen ordentlich bedacht werden", so Mayer. Weiterhin würden viele Anfragen hierzu in seinen Büros in Altötting und Berlin eingehen. Hier gelte es, für die Menschen in der Region die bestmögliche Hilfestellung zu gewähren, betonte Mayer.

Neue Regelungen in Bayern ab 22. Juni

Der Katastrophenfall ist aufgehoben, es kehrt mehr und mehr Entspannung in den Freistaat zurück. Auch wenn sich täglich noch Menschen mit dem Coronavirus infizieren, fährt die Staatsregierung die Gegenmaßnahmen wieder ein wenig herunter (News-Ticker Wochenende, 20./21. Juni).

Nach drei Monaten im Corona-Ausnahmezustand dürfen sich wieder bis zu zehn Menschen in Bayern im öffentlichen Raum treffen. Doch das sind nicht die einzigen Änderungen bei den Corona-Regeln. Eine Übersicht, was sich ab Montag, 22. Juni, im Freistaat ändert:

  • Kann ich wieder eine größere Party feiern? Ja - sofern es sich um Familienfeiern wie Hochzeiten oder Geburtstage handelt. Ab Montag sind in Innenräumen bis zu 50 Personen erlaubt, im Freien dürfen es sogar maximal 100 sein. Partys im Sinne eines Discobesuchs bleiben aber tabu. Auch öffentliche Festivitäten fallen unter das Verbot von Großveranstaltungen, das bis Ende August gilt.
  • Darf unsere Stammtischrunde wieder zusammenkommen? Ja. Zum einen wurden die Kontaktbeschränkungen gelockert: Seit Mittwoch dürfen zehn Personen im öffentlichen Raum zusammenkommen, die nicht mehr zwingend aus höchstens zwei Haushalten sein müssen. Das Abstandsgebot von 1,5 Metern und die Maskenpflicht gelten aber weiterhin. Zum anderen gelten die Lockerungen für Veranstaltungen beispielsweise auch für Vereinssitzungen.
  • Kann ich mehr shoppen? Jein. An den Öffnungszeiten ändert sich nichts, aber es dürfen mehr Menschen in ein Geschäft. Ab Montag können sich in Läden rund doppelt so viele Menschen pro Quadratmeter aufhalten wie bisher. Genau genommen muss der Handel andersrum denken: Zulässig ist eine Person pro zehn Quadratmeter - so kann jeder ausrechnen, wie viele Menschen in sein Geschäft dürfen. Bislang war nur eine Person auf 20 Quadratmetern erlaubt. Die heruntergesetzte Grenze gilt auch in Freizeit- und Kultureinrichtungen wie Museen und Zoos.
  • Brauchen Mitarbeiter weiter Masken? Wenn sie an Kassen oder Theken von Ladengeschäften oder an Rezeptionen sitzen, die etwa durch Glasscheiben zuverlässig geschützt werden, entfällt die Pflicht für eine Mund-Nasen-Bedeckung.
  • Wo ist Schwimmen möglich? Freibäder sind schon länger wieder geöffnet. Aber auch wenn das Wetter wieder besser wird, dürfen ab Montag ebenso Hallenbäder, Innenbereiche von Thermen und Hotelschwimmbäder samt Wellness-Bereichen wieder besucht werden.
  • Bleiben die Kinos so leer wie bisher? Das muss nicht sein. Bei Kulturveranstaltungen sind ab Montag wieder mehr Zuschauer erlaubt - in Innenräumen bis zu 100 mit zugewiesenen Sitzplätzen, in Außenbereichen bis zu 200. Auch hier gilt weiterhin die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Verdopplung der Höchstzahl bei den Besuchern soll der Kulturbranche entgegenkommen. Wegen der bisherigen Auflagen waren viele Veranstaltungen für die Organisatoren und Betriebe unwirtschaftlich.
  • Was ändert sich im Tourismus? Auf Campingplätzen sollen wieder gemeinsame Sanitärbereiche genutzt werden dürfen.
  • Werden die Abstandsregeln für Kirchenbesucher angepasst? Ja. Für öffentlich zugängliche Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen oder Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften gilt ab Montag ein Mindestabstand zwischen den Teilnehmern von 1,5 Meter und nicht wie bisher von 2 Metern. Für kirchliche Feiern wie Beerdigungen gelten zudem dieselben Teilnehmerzahlen wie für andere Veranstaltungen.
  • Darf wieder gesungen werden? Ja. Wegen der Verbreitung der Viruspartikel über sogenannte Aerosole stand das Singen lange in der Kritik. Laien-Chöre dürfen ab Montag aber wieder gemeinsam singen. Hier gilt allerdings ein größerer Sicherheitsabstand von zwei Metern. Außerdem sollen die Proben zeitlich begrenzt werden. Und regelmäßiges Lüften wird Pflicht.
  • Wie sieht es mit Sport aus? Ab Montag ist der Lehrgangsbetrieb wieder gestattet. Die bislang geltenden Obergrenzen für den Outdoor- und Indoor-Sport von 20 Personen werden aufgehoben. Die Teilnehmerbegrenzung ist dann abhängig von der Raumgröße und der Art der Belüftung.

mz/mw/mh/dpa

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