News-Ticker zur Corona-Pandemie

Virologe Drosten warnt: „In zwei Monaten werden wir ein Problem haben“

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Christian Drosten, Direktor am Institut für Virologie im Charite Berlin.

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt seit Monaten in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Dienstag, 23. Juni, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2798, Landkreis Traunstein 1331, Landkreis Berchtesgadener Land 310, Landkreis Mühldorf 500, Landkreis Altötting 601
  • Todesfälle: Rosenheim 217, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 58
  • Mindestens 8895 Todesopfer in Deutschland (2571 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wurde zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Aktuell stehen leider keine Grafiken zu den aktuellen Fallzahlen aus den Landkreisen der Region zur Verfügung. Der Grund hierfür ist, dass die zuständigen Gesundheitsämter nun teilweise von einer täglichen auf eine wochenweise Übermittlung der Fallzahlen umgestiegen sind. Die Redaktion wird die Grafik(en) demnächst auf eine wochenweise Darstellung umstellen und dann voraussichtlich immer freitags gesammelt für alle Landkreise veröffentlichen. Die Zahlen unter der Rubrik "Das Wichtigste in Kürze" werden weiterhin - sofern möglich - täglich aktualisiert.

Update, 19.37 Uhr: Virologe Christian Drosten warnt vor zweiter Welle

Der Virologe Christian Drosten befürchtet nach den erneuten Corona-Ausbrüchen eine unbemerkte Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland. Die Verbreitung zu verhindern, sei jetzt das Entscheidende, sagte der Charité-Wissenschaftler am Dienstag im NDR-Podcast. Generell gebe es in mehreren Orten eindeutige Anzeichen, dass Sars-CoV-2 wieder komme.

Schon jetzt ist aus Sicht des Virologen große Vorsicht geboten, dass sich keine zweite Welle entwickelt. Er verwies auf die Lage in den Südstaaten der USA, wo sich trotz hoher Umgebungstemperaturen eine „furchtbare Situation“ entwickle. Dort sei zu früh gelockert worden.

„Ich bin nicht optimistisch, dass wir in einem Monat noch so eine friedliche Situation haben wie jetzt, was die Epidemietätigkeit angeht“ sagte Drosten. „In zwei Monaten, denke ich, werden wir ein Problem haben, wenn wir nicht jetzt wieder alle Alarmsensoren anschalten.“ Die Bevölkerung müsse einsehen, dass die Gesundheitsbehörden Unterstützung und Konsens benötigten.

Update, 18.13 Uhr: Pläne zum kommenden Schuljahr lassen die Schulen aufatmen

Kultusminister Piazolo bestätigte in der heutigen Pressekonferenz die Wünsche der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Lehrerverbände (abl) für die Schulfamilie: Schülerinnen und Schüler können dieses Schuljahr gemeinsam mit Ihren Lehrkräften im bereits begonnenen Modus zu Ende führen. 

Für das kommende Schuljahr legte Piazolo einen Fahrplan in vier Szenarien vor, der seitens der abl ebenfalls begrüßt wird. Aller Voraussicht nach wird das Schuljahr 2020/21 im Regelbetrieb und mit Hygieneauflagen starten. Für die abl wunschgemäß ohne Maskenpflicht im Unterricht und mit begleitenden Testungen. 

Auch die angekündigte Organisation der Fördermaßnahmen entspricht weitgehend den Vorschlägen, die die Vorsitzenden der abl-Verbände, Jürgen Böhm (brlv), Walburga Krefting (KEG), Pankraz Männlein (VLB) und Michael Schwägerl (bpv), in mehreren Gesprächen eingebracht hatten: Schülerinnen und Schüler, die sich mit dem Distanz-Unterricht schwer taten, können in den ersten Monaten des neuen Schuljahres passgenaue Fördermaßnahmen in ihren Schulen in Anspruch nehmen. Ziel ist es, diese Kinder und Jugendliche insbesondere im Falle des Vorrückens auf Probe bestmöglich zu begleiten. 

Für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte bleibt also vor dem neuen Schuljahr die nötige Zeit zum Durchatmen. „Das derzeitige Infektionsgeschehen und der heute bekanntgegebene Fahrplan lassen hoffen, dass wir das Schuljahr 2020/21 unter annähernd normalen Umständen beginnen können“, so Krefting, die Präsidentin der abl.

Pressemitteilung Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern

Update, 17.05 Uhr - Huml vereinbart wichtigen Schritt für Bayerisches Corona-Testkonzept

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml einen wichtigen Schritt zur Umsetzung des Bayerischen Testkonzepts vereinbart. Huml unterzeichnete am Dienstag in München mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) einen Vertrag, mit dem bislang offene Kostenfragen geklärt werden. Damit kann das gesamte Testkonzept nun in der nächsten Woche vorgestellt werden.

Die Ministerin betonte: "Der Ausbau der Testkapazitäten und deren Ausschöpfung ist von entscheidender Bedeutung für eine weiterhin erfolgreiche Eindämmung der Corona-Pandemie. Wir haben daher in Bayern eine massive Ausweitung der Testungen auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 beschlossen. Mit der heute unterzeichneten Vereinbarung stellen wir unser Testkonzept auf eine solide Grundlage."

Huml erläuterte: "Die im Rahmen des Bayerischen Testkonzepts erbrachten Leistungen rechnen die Vertragsärztinnen und -ärzte mit der KVB als ihrem etablierten Ansprechpartner ab. Die KVB wird dann deren Vergütungen vierteljährlich mit dem Freistaat abrechnen."

Das Bundesgesundheitsministerium hatte eine Verordnung zur Übernahme von weiteren Laborkosten im Rahmen der GKV vorgelegt. Die dort angelegten Möglichkeiten zur Kostenübernahme – zum Beispiel für Testungen asymptomatischer Bewohner in Pflegeheimen – sind zwar von Bayern begrüßt worden und sollen im Freistaat regelmäßig ausgeschöpft werden. Die Bundesverordnung sieht aber nur eine GKV-Kostenübernahme für die Laborkosten vor – jedoch nicht für die Abstrichnahme und auch nicht für alle asymptomatischen Fälle. Die entsprechenden Kostenlücken wird der Freistaat schließen.

Die Ministerin fügte hinzu: "Die Vereinbarung mit der KVB regelt zum einen die Kostentragung für die Abstrichnahme durch beauftragte Vertragsärzte für vom Bund vorgesehene Testungen. Zum anderen wird die Abrechnung von Abstrichnahme und Laborkosten für diejenigen Personen vereinbart, die nur im Rahmen des Bayerischen Testkonzepts einen Corona-Test erhalten können."

Der Ministerrat hatte vergangene Woche ein Bayerisches Testkonzept beschlossen, das über die Regelungen des Bundes hinausgeht. Huml erläuterte: "Ein Eckpunkt ist, dass alle Personen, die auf eine COVID-19-Erkrankung getestet werden wollen, Gewissheit darüber erhalten sollen, ob sie sich infiziert haben. Allen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns wird deshalb zeitnah angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen. Wichtig ist: Symptomatische Verdachtsfälle auf eine COVID-19-Erkrankung sollen wie bisher prioritär getestet werden."

Zudem sollen die freiwilligen Testungen in Einrichtungen mit vulnerablen Personengruppen in Pflege- und Altenheimen, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und in der ambulanten Eingliederungshilfe und Krankenhäusern ausgebaut werden. Gleiches gilt für die Testungen von Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern sowie von Betreuungsrichterinnen und -richtern.

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 15.35 Uhr: Informationen zum Coronavirus im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 66 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt weiterhin bei 2,26. In den Kliniken im Landkreis Traunstein müssen derzeit keine COVID-19-Patienten behandelt werden.

Update, 15.02 Uhr - Landesamt: 47.896 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2568 Tote

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47.896 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2568 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Webseite mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44.660 Personen.

Regierungsbezirk

Anzahl der Fälle

Fälle Änderung zum Vortag

Fallzahl pro 100.000 Einwohner

Fälle der letzten 7 Tage

7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner

Anzahl der Todesfälle

Todesfälle Änderung zum Vortag

Oberbayern

21.625

(+ 33)

461,46

150

3,20

990

(+ 2)

Niederbayern

4.773

(+ 8)

385,38

11

0,89

295

-

Oberpfalz

5.382

(+ 18)

485,18

13

1,17

367

-

Oberfranken

3.879

(+ 6)

363,38

27

2,53

236

(+ 1)

Mittelfranken

4.767

(- 34)

269,26

23

1,30

287

(+ 1)

Unterfranken

3.510

(+ 6)

266,49

16

1,21

184

-

Schwaben

3.960

-

209,77

19

1,01

209

-

Gesamtergebnis

47.896

(+ 37)

366,27

259

1,98

2.568

(+ 4)

Update, 14.21 Uhr - Kein neuer Corona-Fall im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern keinen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gegeben hat. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle bleibt somit bei 310 (Meldestand: 23.06.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bleibt ebenfalls bei 3,8.

Von den insgesamt 310 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind nach wie vor 282 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Es befinden sich derzeit insgesamt vier SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen bleibt unverändert bei 24. Nach wie vor werden in den Kliniken im Berchtesgadener Land keine Covid-19-Patienten mehr stationär behandelt.

Update, 13.27 Uhr - Piazolo: „Wollen Brücke zum neuen Schuljahr bauen“

Piazolo war es wichtig zu betonen, dass das jetzige Schuljahr nach Ausbruch der Pandemie alle Beteiligten vor „besondere Herausforderungen“ gestellt habe. An der Umsetzung des vorgestellten vierstufigen Plans will der Freistaat jedoch bis zum Ende des Schuljahres im Juli festhalten.

„Wir wollen aber gleichzeitig die Brücke zum nächsten Schuljahr mit einem Bündel von Maßnahmen bauen“, sagte Piazolo. Lehrpläne sollen angepasst, Lücken schnellstmöglich geschlossen werden. Zudem soll ein großzügiges Vorrücken auf Probe gewährt werden. Entsprechende Nachberatungen mit Eltern sind ebenso geplant wie ferien-pädagogische Angebote. 

Wichtig sei es dann auch, zu Beginn des neuen Schuljahres den Lernstand jedes einzelnen Schülers genau festzustellen, vor allem in Kernfächern wie Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen. Defizite sollen dann nach einem exakt festgelegten Zeitplan aufgearbeitet werden.

Update, 13.19 Uhr - Schule ab September: Regierung entwickelt vier Szenarien

In elf Wochen beginnt das neue Schuljahr (2020/21). Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo (Freie Wähler) ging auf die weiteren Planungen der Staatsregierung ein. Viele Familien würden auf entsprechende Perspektiven warten, betonte der Minister.

Die Staatsregierung hat dazu insgesamt vier verschiedene Szenarien entwickelt. Im ersten Szenario sei das Ziel, ab 8./9. September „einen Regelbetrieb mit Hygieneauflagen“ hinzubekommen. Alle Schüler sollen wieder täglichen Präsenzunterricht bekommen - bei voller Klassenstärke. Piazolo räumte ein, dass dann das Abstandsgebot von 1,5 Metern nicht mehr eingehalten werden könne. Mit dem Gesundheitsministerium sollen allerdings entsprechende Alternativen erarbeitet werden.

Sollte dies wegen der Entwicklung des Infektionsgeschehens nicht möglich sein, gibt es drei Alternativszenarien. Alternative eins wäre dann wieder ein Unterricht im Wechsel (also z.B. wochenweise). Sollten regional wieder Hotspots auftreten, würde man lokal reagieren und ggf. auch wieder die eine oder andere Schule schließen. Gibt es sogar eine echte „zweite Welle“, können es auch wieder flächendeckende Schulschließungen notwendig werden, sagte der Minister. 

Alle Szenarien sollen in den nächsten Wochen weiter ausgearbeitet und entsprechend präzisiert werden, damit alle Schulen im Ernstfall bestmöglich vorbereitet sind. Parallel soll daran gearbeitet werden, dass der Lernfortschritt von Schülern auch im Fall von erneutem Distanzunterricht besser kontrolliert werden könne, hieß es.

Update, 13.07 Uhr - Bayern reagiert: Keine Gäste aus Risiko-Gebieten

Auch der Freistaat Bayern reagiert nun entsprechend: Die Staatsregierung hat entschieden, dass Beherbergungsbetriebe in Bayern bis auf weiteres keine Gäste aufnehmen dürfen, die aus einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt kommen, deren 7-Tage-Inzidenz den Wert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschritten hat. Diese Verfügung werde umgehend in die aktuellen Katalog der Verordnungen eingefügt, betonte der Staatskanzleichef.

Update, 13.03 Uhr - Herrmann: "Es genügt ein Funke..."

Staatskanzleichef Dr. Florian Herrmann (CSU) ging zunächst auf die aktuelle Fallzahlen-Entwicklung im Freistaat ein. Die Zahlen würden sich derzeit auf niedrigem Niveau bewegen, was den von der Staatsregierung eingeschlagenen Weg der Vor- und Umsicht bestätigen würde, hieß es. 

Herrmann warnte jedoch: „Die Lage ist noch nicht vorbei und die Pandemie ist noch nicht besiegt. Es genügt ein Funke, um das Infektionsgeschehen wiederaufleben zu lassen.“ Bayern begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich die vom Land Nordrhein-Westfalen ergriffenen Maßnahmen mit dem erneuten „Lockdown“ im Landkreis Gütersloh.

Update, 12.37 Uhr - Wie geht es mit dem Schulunterricht in Bayern weiter?

Seit 10 Uhr läuft in der Staatskanzlei eine weitere Kabinettssitzung der bayerischen Staatsregierung. Jetzt ist durchgesickert: Auch diesmal geht es im Kern um das weitere Vorgehen gegen die Corona-Pandemie. Konkret wird darüber gesprochen, wie der Schulunterricht in Bayern nach den Sommerferien ab September aussehen kann und wird. Offenbar strebt die Staatsregierung eine Rückkehr zum "normalen" Unterricht an. Klassenteilungen oder wöchentlicher Wechsel würden dann der Vergangenheit angehören.

Im Anschluss an die Beratungen wollen Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) gegen 13 Uhr die wichtigsten Beschlüsse auf einer Pressekonferenz vorstellen.

rosenheim24.de berichtet dann natürlich wieder live!

Update, 12.08 Uhr - RKI legt neueste Fallzahlen vor

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat auch am Dienstag wieder die aktuellsten Fallzahlen vorgelegt (Stand: 23. Juni, 0 Uhr). Der Freistaat Bayern ist dabei nach wie vor das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland (47.894 Fälle, 2571 Tote).

Bundesland

Fälle

+/- zum Vortag

Fälle in den letzten 7 Tagen

7-Tage-Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

35.365

+93

170

1,5

1.826

Bayern

47.894

+27

246

1,9

2.571

Berlin

7.916

+83

522

13,9

211

Branden­burg

3.407

+13

54

2,1

164

Bremen

1.654

+6

61

8,9

49

Hamburg*

5.170

0

24

1,3

259

Hessen

10.613

+35

242

3,9

501

M.-Vor­pommern

792

0

7

0,4

20

Nieder­sachsen

13.312

+29

337

4,2

619

Nord­rhein-West­falen

41.418

+200

1969

11,0

1.665

Rhein­land-Pfalz

6.919

+2

64

1,6

234

Saarland

2.778

0

9

0,9

168

Sachsen*

5.408

0

59

1,4

221

Sachsen-Anhalt

1.851

+7

75

3,4

57

Schles­wig-Holstein

3.136

0

15

0,5

152

Thüringen

3.229

+8

45

2,1

178

Gesamt

190.862

+503

3.899

4,7

8.895

* = Aus Sachsen wurden diesmalkeine Daten an das RKI übermittelt, die Daten aus Hamburg konnten aufgrund technischer Probleme nicht eingelesen werden. 

Update, 11.30 Uhr - Diese Regeln gelten nun im Kreis Gütersloh

Der Kreis Gütersloh wird erneut abgeriegelt und wie im März/April komplett heruntergefahren. Nach dem Massenausbruch bei Tönnies hat sich die Landesregierung zu dieser drastischen Maßnahme entschlossen.

Die wichtigsten Regeln, die jetzt rund um Gütersloh gelten:

  • Schulen und Kitas wurden bereits geschlossen
  • Kontakt nur zu Personen aus dem eigenen Haushalt und EINER haushaltsfremden Person
  • Verbot von Sport in geschlossenen Räumen und keine Kulturveranstaltungen
  • Fitnessstudios, Kinos und Bars werden ab sofort geschlossen
  • Mobile Testteams sollen nun die Bevölkerung umfangreich testen
  • Notfalls müssen Anordnungen mit Zwang durchgesetzt werden

Update, 11 Uhr - Pressekonferenz von NRW-Ministerpräsident Laschet

Update, 10.57 Uhr - Kreis wird wieder komplett heruntergefahren

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte soeben auf einer Pressekonferenz, dass der erneute "Lockdown" zunächst bis zum 30. Juni gelten soll. Mit dieser "prophylaktischen Maßnahme" könne der "Zustand des Überprüfens" am besten gesichert werden. In Detmold, Arnsberg und Münster sei ein gemeinsamer Krisenstab eingerichtet worden und die Verordnungen werden im Kreis Gütersloh wieder auf das Maß von Mitte März hochgefahren. Um die Einhaltung der Quarantäne-Maßnahmen überprüfen zu können, sind unter anderem drei Einsatz-Hundertschaften der Polizei in die Region geschickt worden.

"Es war mir jedoch sehr wichtig, dass man sich auch humanitär um die betroffenen Menschen kümmert", betonte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Es seien umfassende Maßnahmen vom Roten Kreuz und anderen Organisationen getroffen worden, sagte der Landeschef. Zudem sollen umfangreiche Corona-Testungen in der ganzen Bevölkerung vorgenommen werden. Auch in angrenzenden Landkreisen sollen die Maßnahmen wieder verschärft werden.

Update, 10.51 Uhr - Erneuter "Lockdown" im Kreis Gütersloh

1553 Tönnies-Mitarbeiter sowie einige Familienangehörige haben sich bei einem Massenausbruch mit dem Coronavirus infiziert. Deswegen greift das Land Nordrhein-Westfalen jetzt scharf durch. Über den Landkreis Gütersloh wird erneut ein kompletter Lockdown verfügt!

*Weitere Informationen folgen in Kürze!*

Update 10.21 Uhr - RKI: "Bitte bleiben Sie achtsam!"

"Bitte bleiben Sie achtsam. Wir können diese Pandemie weiterhin nur gemeinsam meistern", sagte Prof. Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Institutes (RKI). Letzte Woche sei - erstmals seit Mitte April - wieder ein Anstieg der Zahlen festgestellt worden. Die Reproduktionszahl liegt laut Wieler aktuell beim sensitiven R-Wert bei 2,76 und beim stabilen R-Wert bei 1,83. Die beiden Werte unterscheiden sich darin, dass der eine über vier Tage und der andere über sieben Tage betrachtet wird. Allerdings würde es sich dabei jeweils um „lokale Ausbruchsgeschehen“ handeln und die Steigerung würde sich auf entsprechend eingeleitete Reihentestungen zurückführen lassen.

Zudem gab es einen Überblick über die exakten Zahlen. Seit Ausbruch der Pandemie sind in Deutschland bislang rund 190.000 Infektionen festgestellt worden. Rund 175.700 Patienten sind inzwischen bereits wieder genesen. Insgesamt gab es bislang 8895 Tote (Anteil: 4,7 Prozent). 350 Patienten werden deutschlandweit derzeit noch auf einer Intensivstation behandelt. In den letzten sieben Tagen gab es im Schnitt 4,7 Fälle je 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz). Besonders stark betroffen sind derzeit die Landkreise Gütersloh und Warendorf (Fleischfabrik Tönnies) in Nordrhein-Westfalen, die Städte Göttingen und Magdeburg sowie der Berliner Stadtteil Neukölln.

Update, 10.09 Uhr - Pressekonferenz des RKI live

Update, 9.57 Uhr - Schifffahrt wieder im gewohnten Takt

"Ab Donnerstag, den 25. Juni, fahren die Schiffe der Bayerischen Seenschifffahrt wieder im gewohnten Takt und legen an allen Stegen an", kündigt Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) an. "Es freut mich, dass auf Grundlage der ersten Erfahrungen in den letzten Wochen jetzt zum gewohnten Normalbetrieb übergegangen werden kann. Aber natürlich gilt auch in Zukunft das Gebot der Vorsicht: Ich bitte alle an Bord, beim Genießen der Fahrt über den See weiterhin die notwendigen Hygieneregeln nicht zu vergessen."

Insgesamt stehen damit wieder 33 Fahrgastschiffe am Königssee, Tegernsee, Starnberger See und Ammersee uneingeschränkt im Linienbetrieb für die Fahrgäste zur Verfügung. Seit 30. Mai fuhren die Schiffe bereits mit einem speziellen Rundfahrtangebot, das jetzt erweitert wird. Weiterhin gilt zum Schutz von Gästen und Besatzung eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung an Bord.

Update, 9.01 Uhr - Söder warnt vor zweiter Welle

Ministerpräsident Markus Söder hat davor gewarnt, die Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus leichtfertig zu verspielen. "Dass es eine zweite Welle gibt, da bin ich ganz sicher", sagte der CSU-Chef am Montagabend auf einem Online-Podium der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) in München. Die Ausbrüche in Nordrhein-Westfalen, Peking und anderswo zeigten, dass schon ein Funke genüge. Solange es keinen Impfstoff und kein Medikament gebe, sei die Sache noch nicht gelaufen.

Erwägungen, nach dem Corona-Ausbruch in der Fleischindustrie Leiharbeit und Werkverträge über diese Branche hinaus zu verbieten, lehnte Söder ab. Leiharbeit könne der angeschlagenen Wirtschaft nächstes Jahr sehr helfen. Vbw-Verbandspräsident Wolfram Hatz sagte, im Maschinenbau gehe es nicht ohne Leiharbeit und Werkverträge.

Am Vormittag tagt übrigens wieder das bayerische Kabinett. Anschließend soll es gegen 13 Uhr wieder eine Pressekonferenz, unter anderem mit Ministerpräsident Söder, geben.

Update, 7.55 Uhr - Fast 12 Millionen Downloads von Corona-App

Genau seit einer Woche ist die neue Corona-Warn-App nun in Deutschland verfügbar. Diese hat dabei einen erfolgreichen Start hingelegt. Bislang wurde die Applikation fast 12 Millionen Mal erfolgreich heruntergeladen, meldet nun die Deutsche Presse Agentur (dpa).

Die Bundesregierung hat dabei Verständnis für die Kritik gezeigt, dass die App auf älteren Smartphones nicht läuft. "Natürlich würde man sich wünschen, dass (...) jeder mit jedem alten Smartphone damit arbeiten könnte, aber es gibt da technische Gründe, die durch ein politisches Wollen der Bundesregierung nicht wegzuwischen sind", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert . Die App nutze neue Techniken und Sicherheitsverfahren, die ältere Smartphones nicht leisteten. Seibert ergänzte: "Sie läuft auf mehr als 85 Prozent der in Deutschland vorhandenen Smartphones!" Die Entwickler hätten zugesagt, noch einmal zu überprüfen, ob eine Steigerung möglich ist. Knapp eine Woche nach dem Start wurde die Corona-Warn-App nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen bereits 11,8 Millionen mal heruntergeladen.

Update, 7.17 Uhr - 45 neue Fälle in München

In München wurden am Samstag, 20. Juni, 29, am Sonntag, 21. Juni, 14 sowie am Montag, 22. Juni, zwei neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 22. Juni, 13.30 Uhr). Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6669 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6151 Personen, die bereits genesen sind, sowie 217 Todesfälle. Weitere Todesfälle über das Wochenende wurden glücklicherweise nicht bekannt. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt derzeit 5,03. Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,93 (Stand: 18. Juni).

Behörden melden 503 neue Coronafälle

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 503 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet (News-Ticker Montag, 22. Juni). Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 190.862 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Dienstagmorgen meldete (Stand: 23. Juni, 0 Uhr). 8895 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 10 im Vergleich zum Vortag. Etwa 175.700 Menschen gelten als bereits genesen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 2,76 (Stand: 22. Juni; Vortag: 2,88). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel zwischen zwei und drei weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen sank dieser Wert auf 1,83 (Stand: 22. Juni; Vortag: 2,03). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

mw/mh/dpa

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