News-Ticker zur Corona-Pandemie

Thüringer Krankenhaus bestätigt Infektion von 69 Mitarbeitern - neue Einreiseverordnung für Bayern

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt seit Monaten in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Donnerstag, 2. Juli, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Rosenheim 2805, Traunstein 1306, Berchtesgadener Land 321, Mühldorf 500, Altötting 602
  • Aktive Fälle: Rosenheim 200, Traunstein 15, Berchtesgadener Land 10, Mühldorf 0, Altötting 2
  • Todesfälle: Rosenheim 218, Traunstein 88, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 57
  • Mindestens 8994 Todesopfer in Deutschland (2597 in Bayern) 
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV seit 27. April
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Update, 18.37 Uhr - Thüringer Krankenhaus bestätigt Infektion von 69 Mitarbeitern

Das Greizer Kreiskrankenhaus in Thüringen hat bestätigt, dass zwischen dem 19. März und dem 18. Mai 69 Mitarbeiter des Hauses positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Seither seien keine neuen Corona-Fälle innerhalb der Klinikbelegschaft nachgewiesen worden, teilte das Krankenhaus am Donnerstag in Greiz mit. Unklar sei, ob die Mitarbeiter sich im beruflichen oder privaten Umfeld infiziert hatten.

Das Klinikum reagierte mit einer Stellungnahme auf einen Bericht der Wochenzeitung "Die Zeit". Den darin geäußerten Verdacht, mehr positive Fälle seien nur deshalb nicht erkannt worden, weil nur zurückhaltend auf eine Infektion getestet worden sei, wies die Klinik zurück. Auch aus Sicht des Gesundheitsamtes seien die Testkapazitäten im Klinikum Greiz zu jeder Zeit ausreichend gewesen.

Der Kreis Greiz mit rund 98 000 Einwohnern war lange der größte Hotspot der Corona-Pandemie in Thüringen und sorgte mit hohen Infektionsraten auch bundesweit für Aufsehen. Nach Zahlen des Sozialministeriums sind bisher in dem Landkreis 669 Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden, 48 sind an oder mit einer solchen Infektion gestorben.

Update, 17.31 Uhr - Regelung der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung

Die Infektionszahlen in Deutschland und der Europäischen Union sind, bis auf Schweden, aktuell auf einem niedrigen Niveau. Die Situation ist aber in sehr vielen Ländern außerhalb der EU eine andere. Um denImport der COVID-19-Erkrankung aus stärker betroffenen Staaten zu verhindern, haben die Bundesländer in Verordnungen Maßnahmen zur Absonderung nach Einreise aus einem Risikogebiet geregelt. Ob ein Staat oder eine Region ein Risikogebiet ist, wird durch das Robert Koch-Institut (RKI) bewertet und auf seiner Homepage veröffentlicht. In Bayern wurde hierzu die Einreise-Quarantäneverordnung, kurz EQV erlassen. Sie regelt, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten für 14 Tage in häuslicher Quarantäne abgesondert werden müssen.

„Insbesondere mit der nun beginnenden Urlaubszeit sollten Reisende auf die Ausweisung der Risikogebiete achten“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim. „Neben Schweden als einzigem Land der EU gibt es eine Reihe europäischer Staaten, wie zum Beispiel Albanien, Bosnien-Herzegowina oder Serbien, bei denen nach der Rückreise die 14-tägige häusliche Quarantäne einzuhalten ist. Aber auch weltweit sind eine Vielzahl beliebter Reiseländer als Risikogebiete eingestuft. Hierunter fallen zum Beispiel Ägypten, die Türkei, zahlreiche Bundesstaaten in den USA sowie Staaten in Südamerika und Afrika.“

Als europäische Risikogebiete definiert das RKI (Stand: 01.07.2020):

  • Albanien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Kosovo
  • Nordmazedonien
  • Republik Moldau (Moldawien)
  • Russland
  • Schweden
  • Serbien
  • Türkei
  • Ukraine
  • Weißrussland

„Sofern Sie aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreisen, begeben Sie sich bitte umgehend für 14 Tage in Ihrer Wohnung in häusliche Quarantäne. Ausnahmen sind möglich, wenn Sie einen negativen Coronatest sowie ein ärztliches Attest vorlegen können. Dieses Attest bescheinigt, dass keine Hinweise oder Symptome für eine SARS-CoV-2-Infektion vorliegen. Diese ärztliche Untersuchung dient als zusätzliche Sicherheit, um das Virus nicht weiter zu verbreiten.

Es gibt die Möglichkeit, Test und Untersuchung noch im Urlaubsland vorzunehmen. Das ärztliche Attest muss in deutscher oder englischer Sprache ausgestellt sein. Außerdem darf der Abstrich mittels PCR-Testung bei der Einreise nicht älter als 48 Stunden sein. Das RKI hat eine Liste von Staaten veröffentlicht, deren Labortests von den deutschen Behörden anerkannt werden.

Der Test und die ärztliche Untersuchung können aber auch nach der Einreise in Deutschland, zum Beispiel beim Hausarzt oder in einer Corona-Infektpraxis, durchgeführt werden. Dafür ist eine vorherige telefonische Terminvereinbarung notwendig. 

Wenn der Test und die ärztliche Beurteilung keine Rückschlüsse auf eine Infektion mit dem Corona-Virus geben, kann die Quarantäne aufgehoben werden. Für alle Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Rosenheim gilt, wenn Sie aus einem Risikogebiet zurückkommen, melden Sie sich bitte unter Angabe von Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Anschrift, Erreichbarkeit per Telefon und E-Mail, Einreisedatum und des Reiselandes beim Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim per E-Mail unter gesundheitsamt@lra-rosenheim.de an. 

„Sobald Erkältungssymptome auftreten, kontaktieren Sie bitte umgehend das Gesundheitsamt. Dann besteht der Verdacht, dass Sie sich angesteckt haben könnten. Nur durch diese Maßnahme kann die Wahrscheinlichkeit für ein erneutes Ausbrechen der Erkrankung in unserer Region deutlich verringert werden.“, so Dr. Hierl. 

Unabhängig von der Reiserückkehr gilt laut Hierl auch weiterhin: „Ich appelliere eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich auch weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, zum Schutz unserer Gesundheit einzuhalten.“ 

Das Robert Koch-Institut hat in einer Risikoanalyse gemeinsam mit Bundesgesundheits- und - innenministerium sowie dem Auswärtigem Amt eine Liste von Staaten und Regionen festgelegt, in denen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. In dieser Liste werden auch Staaten und Regionen aufgenommen, die den genannten Grenzwert nominell unterschreiten, in denen dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliegt.

Meldung des Landratsamtes Rosenheim

Update, 16.35 Uhr - Traunstein: Ein neuer Corona-Fall und fallende 7-Tages-Inzidenz

Aktuell liegen nach Angaben des Landratsamts Traunstein vom 2. Juli um 15.30 Uhr 15 aktive Coronafälle im Landkreis Traunstein vor. Eine Neuinfektion wurde heute gemeldet. Die 7-Tagesinzidenz liegt damit bei aktuell 0,56.

Das Landratsamt weißt darauf hin, dass alle Gesundheitsämter in Bayern jüngst eine umfassende Datenprüfung vorgenommen haben und die Fallzahlen seit Beginn der Pandemie entsprechend bereinigt wurden. Unter anderem wurden dabei bestätigte Fälle dem Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes an ihrem Hauptwohnsitz zugeordnet, die aufgrund ihres Aufenthaltes am Zweitwohnsitz im Landkreis Traunstein nach der Infektion zunächst hier betreut und erfasst wurden.

Update, 15.44 Uhr - Grünes Licht für Schwimmbad-Attraktionen in Traunstein

Ab 3. Juli hält das Erlebnis-Warmbad Traunstein wieder besondere Schmankerl für seine Gäste bereit. Wasserrutsche, Wasserpilz und Massagedüsen können von den Schwimmbad-Fans wieder genutzt werden, wie die Stadt Traunstein in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Neben der auf 500 begrenzten Besucherzahl, welche durch ein automatisches Zählsystem umgesetzt wird, darf der Aufenthalt drei Stunden nicht überschreiten. Die Maskenpflicht bleibt im Eingangs- und Kassenbereich, am Kiosk und auf den Toiletten weiterhin bestehen. An der Kasse ist nur Barzahlung möglich, zudem müssen die Badegäste vor Eintritt in das Schwimmbad Namen, Adresse und Telefonnummer angeben.

Update, 14.45 Uhr - Ein neuer Fall im Berchtesgadener Land

Insgesamt 321 SARS-CoV-2-Fälle mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land wurden registriert. Davon gelten mittlerweile 287 Personen wieder genesen. Ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Derzeit befinden sich insgesamt noch neun mit dem neuartigen Corona-Virus Infizierte in medizinischer Behandlung.

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern ein weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gegeben hat. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle steigt somit auf 321. Für den 7-Tages-Inzidenzwert bedeutet das einen aktuellen Wert von 4,7 nach dem Stand 2. Juli 10 Uhr.

Update, 13.36 Uhr - Spa & Familien Resort RupertusTherme ist ab Montag wieder geöffnet

Nach der über dreimonatigen Zwangspause öffnet das Spa&Familien Resort RupertusTherme am kommenden Montag (6. Juli um 10 Uhr) wieder seine Türen. In den vergangenen Wochen hat die Thermengeschäftsführung das Maßnahmen- und Hygienekonzept der bayerischen Staatsregierung umgesetzt. Gemäß den gesetzlichen Vorgaben sind daher einige Angebote nur beschränkt nutzbar. Dafür wurden die Eintrittspreise reduziert.

Jeder Gast wird ab Montag gebeten, beim Eintritt die Hände zu desinfizieren – Spender werden bereitgestellt – und bis zur Umkleide eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen. In der Anlage selbst kann diese abgesetzt werden. Lediglich beim Besuch der Gastronomie besteht bis zum Niedersetzen am Tisch ebenfalls Maskenpflicht. Ein Sicherheitsabstand von eineinhalb Meter ist überall einzuhalten. 

Der Thermentageseintritt für Erwachsene kostet demnach statt 23,50 Euro nur 22 Euro und das Saunatagesticket 30 Euro statt 31,50 Euro. Im Familienbad, das von keinen Bauarbeiten betroffen ist, hat sich zwar der Tagespreis von 17,50 Euro auf 19 Euro erhöht, dafür muss er erst ab der sechsten Stunde entrichtet werden, ebenso zum Vorteil der Gäste. Davor gilt die 4-Stunden Karte Familienbad. Die 2-Stunden Karte kann nun den ganzen Tag lang gekauft werden, nicht wie bisher bei Eintritt bis 11 Uhr.

Alle Informationen zum Hygienekonzept, den Eintrittspreisen und dem Auslastungsstatus auf www.rupertustherme.de.

Update, 12.28 Uhr - Söder und Aiwanger deuten Corona-Lockerungen bei Veranstaltungen an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger haben noch für den Juli weitere Corona-Lockerungen für Veranstaltungen und Kneipen in Aussicht gestellt.

Wenn alles stabil bleibe, könne er sich vorstellen, die erlaubte Zahl von Besuchern bei Veranstaltungen zu erhöhen, sagte Söder am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. Und man könne auch über die Öffnung von Schankwirtschaften reden, unter bestimmten Voraussetzungen, "aber eben nicht überstürzt".

Aiwanger sagte der "Bild"-Zeitung, alle bisherigen Öffnungen hätten sich bewährt und seien wirtschaftlich dringend nötig gewesen. "Jetzt fehlen noch die 5000 Schankwirtschaften wie Kneipen und Bars. Es muss auch die Anzahl der Gäste bei Geburtstagen, Hochzeiten, Tagungen von derzeit 50 drinnen beziehungsweise 100 draußen erhöht werden." Gleiches gelte für die Besucherbegrenzung bei Kulturveranstaltungen. "Die Gespräche in der Koalition dazu laufen", betonte Aiwanger.

Söder dämpfte derweil Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Maskenpflicht: Man werde diese schon noch länger brauchen.

Update, 11.23 Uhr - Österreich rät Sexarbeitern von „einander zugewandten Positionen“ ab

Wochenlang ging gar nichts, jetzt dürfen Sexarbeiter in Österreich ihre Dienste wieder anbieten. Das Gesundheitsministerium gibt ihnen jedoch Empfehlungen mit auf den Weg. 

Das Gesundheitsministerium empfiehlt unter anderen:

- Der Körperkontakt soll auf das notwendige Maß beschränkt werden.

- Ein Einweg- oder Stoff-Mund-Nasen-Schutz soll sowohl von Sexarbeitern als auch von Kunden getragen werden. Masken, Handtücher und Matratzenbezüge sollten nach jedem Kontakt heiß gewaschen werden.

- Aufgrund der Virusübertragung durch Speicheltröpfchen wird empfohlen, auf jegliche Formen des Speichelaustauschs und einander zugewandte Sexpositionen zu verzichten. Möglichst keine Küsse.

- Kontakt wird nur zwischen zwei Personen empfohlen. Von Gruppensex wird abgeraten.

- Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen werden ermutigt, den Gesundheitszustand ihrer Kunden vor Beginn der Dienstleistung zu überprüfen. Bei Symptomen, die auf eine Covid-19-Erkrankung hindeuteten, solle auf Sex verzichtet und Abstand gehalten werden.

Update, 10.24 Uhr - Ab heute Maskenpflicht im Bayerischen Landtag

Im Bayerischen Landtag müssen von diesem Donnerstag (2. Juli) an auch alle Abgeordneten verpflichtend einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) ordnete die Maskenpflicht am Mittwoch an. Abgeordnete, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Zwangsgeld rechnen. Dieses sollen nach Mitteilung des Landtagsamts zunächst 150 Euro sein - das entspricht dem Bußgeld, das auch normalen Bürgern droht, wenn sie gegen die in vielen öffentlichen Bereichen geltende Maskenpflicht verstoßen.

Bislang galt für alle Mitarbeiter und Beschäftigte im Landtag eine Maskenpflicht, für die Abgeordneten hatte es Aigner zunächst bei einer dringenden Empfehlung, einem Maskengebot, belassen. Weil sich die Mehrzahl der AfD-Abgeordneten nicht daran hielt, machte Aigner nun von ihrem Hausrecht Gebrauch und ordnete auch für alle Parlamentarier eine Maskenpflicht an. Die AfD kündigte dem Vernehmen nach im Ältestenrat des Landtags an, rechtlich dagegen vorzugehen.

Update, 9.18 Uhr - RKI: Rund 5900 aktive Corona-Fälle in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 503 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 195.228 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 2.7., 0.00 Uhr).

8994 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 9 im Vergleich zum Vortag. Etwa 180.300 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 1.7., 0.00 Uhr, bei 0,86 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle in den letzten 7 Tagen

7-Tage-Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

35.744

+50

240

2,2

1.838

Bayern

48.547

+67

384

2,9

2.597

Berlin

8.302

+59

237

6,3

214

Branden­burg

3.443

+3

24

1,0

165

Bremen

1.670

+3

15

2,2

53

Hamburg

5.211

+7

30

1,6

260

Hessen

10.869

+58

184

2,9

507

Mecklenburg-Vor­pommern

803

0

7

0,4

20

Nieder­sachsen

13.605

+28

188

2,4

632

Nord­rhein-West­falen

43.436

+194

1.282

7,1

1.684

Rhein­land-Pfalz

7.036

+14

88

2,2

235

Saarland

2.807

+1

6

0,6

173

Sachsen

5.457

+6

16

0,4

224

Sachsen-Anhalt

1.876

+3

14

0,6

59

Schles­wig-Holstein

3.163

+4

23

0,8

152

Thüringen

3.259

+6

18

0,8

181

Gesamt

195.228

+503

2.756

3,3

8.994

Update, 7.57 Uhr - Aktuelle Zahlen aus München

In ihrem letzten Update hat die Stadt München bekannt gegeben, dass 29 neue Corona-Fälle gemeldet wurden. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.794 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.226 Personen, die bereits genesen sind, sowie 220 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 6,80. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz). Um lokale Ausbruchsereignisse rechtzeitig eindämmen zu können, wurde für die 7-Tage-Inzidenz ein Schwellenwert von 50 sowie als „Frühwarnsystem“ ein Signalwert von 35 festgelegt.

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,08 (Stand 1.7.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 108 Menschen neu anstecken. Je deutlicher die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu erwarten.

Corona-Fälle bei Caterer in Oberbayern: Weitere Tests in Unterkunft

Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg arbeiten die Behörden mit Hochdruck daran, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Am Mittwoch sollten unter anderem sämtliche Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Pöcking auf das Virus getestet werden, nachdem es dort einen positiven Fall gegeben hatte. Zudem wurde eine weitere Asylunterkunft unter Quarantäne gestellt - die mittlerweile Fünfte.

Es handle sich um die Asyl-Gemeinschaftsunterkunft in Weßling, teilte das Landratsamt am Abend mit. Ein Bewohner, der bei dem Caterer arbeitet, sei positiv auf Corona getestet worden. In den fünf Asyl-Unterkünften, die unter Quarantäne stehen, gibt es unterdessen sechs bestätigte Corona-Fälle. Der erste Corona-Fall war in einer Unterkunft in Hechendorf aufgefallen.

Nach Angaben des Landratsamtes wird auch eine Gemeinschaftsunterkunft im Herrschinger Ortsteil Breitbrunn durchgetestet. Die Bewohner hätten sehr engen Kontakt mit Bewohnern einer weiteren Herrschinger Unterkunft gehabt, wo bereits getestet wurde und ein positiver Fall aufgefallen war.

Eine ganze Reihe der insgesamt rund 120 Mitarbeiter des Caterers Apetito im oberbayerischen Gilching waren einer Sprecherin des Landratsamtes zufolge in Flüchtlingsunterkünften untergebracht. Sie seien vorsorglich nach München in eine Isoliereinrichtung gebracht worden, um dort getestet zu werden. Bis Mittwochabend ergaben die Reihentestungen insgesamt 46 positive Fälle.

Im Landkreis Starnberg waren im Februar die bundesweit ersten Corona-Fälle aufgetreten. Eine chinesische Mitarbeiterin hatte das Virus beim Autozulieferer Webasto eingeschleppt. Die Infektionsketten konnten damals erfolgreich unterbrochen werden - der Betrieb blieb für zwei Wochen geschlossen, alle Kontaktpersonen mussten in Quarantäne.

mh/mz/dpa

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