News-Ticker zur Corona-Pandemie

Innenminister Herrmann kündigt härteres Durchgreifen bei Demos an 

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Montag, 11. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2.655, Landkreis Traunstein 1.271, Landkreis Berchtesgadener Land 298, Landkreis Mühldorf 494, Landkreis Altötting 589
  • Todesfälle: Rosenheim 177, Traunstein 77, Berchtesgadener Land 22, Mühldorf 25, Altötting 51
  • Mindestens 7.443 Todesopfer in Deutschland (2.167 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 20 Uhr - Härtere Maßnahmen bei regelwidrigen Demos

Nach ausufernden Protesten gegen die Corona-Maßnahmen hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei Verstößen auf künftigen Corona-Demonstrationen ein härteres Durchgreifen angekündigt. "Die Polizei wird bei den Versammlungen in den nächsten Wochen noch stärker präsent sein", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag). 

Ähnlich äußerte er sich am Montagabend im Sender Bayern 2, "radioWelt am Abend". "Wir werden sehr genau hinschauen, insbesondere bei den Leuten, die den Staat als Ganzes ablehnen und aggressiv auftreten", kündigte Herrmann an. Denn: "Das Grundgesetz gewährt nicht nur Versammlungs- und Meinungsfreiheit, es gibt dem Staat auch auf, seine Bürger zu schützen vor der rücksichtslosen Gefährdung durch andere." 

Am Wochenende hatten in mehreren Städten Bayerns Tausende Menschen gegen die ihrer Meinung nach zu strikten Regulierungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie protestiert. In München und Nürnberg waren deutlich mehr Menschen gekommen als angemeldet, Abstands- und andere Regeln zum Corona-Schutz wurden nicht mehr eingehalten. Zu sich immer weiter verbreitenden Verschwörungstheorien sagte Herrmann der Zeitung, er betrachte die Entwicklung mit großer Sorge. 

"Selbst wenn jemand völlig realitätsfernen Blödsinn von sich geben möchte, hat er nach unserer Verfassung dieses Recht", erklärte Herrmann. "Aber wenn aus abstrusen Theorien und aus links- wie rechtsextremistischem Gedankengut ein hetzerischer Cocktail angerührt wird und auf Versammlungen unbeteiligte Passanten gefährdet werden, dann muss der Rechtsstaat klare Kante zeigen", betonte er.

dpa

Update, 19.30 Uhr - Krisenstab der Kliniken Südostbayern

Die Corona-Pandemie stellt die ganze Gesellschaft, insbesondere aber das Gesundheitswesen vor gewaltige Herausforderungen. Darauf hat die Kliniken Südostbayern AG (KSOB) beizeiten mit der Einrichtung eines Krisenstabes reagiert. „Er ist ein hervorragendes Instrument, die aktuelle Lage täglich neu zu bewerten und bei Bedarf rasch zu handeln“, so KSOB-Vorstand Elisabeth Ulmer. Neben „schnellen Entscheidungen“ nennt Reinhold Frank, Leiter der Qualitäts- und Organisationsentwicklung, „eine breite Kommunikation“ als Plus des Stabes.

Die beiden Führungskräfte gehören zu dem sechsköpfigen Krisenstab der KSOB. „Wir haben gemerkt, dass wir schnell Entscheidungen treffen, Themen bündeln und abarbeiten müssen“, sagt Elisabeth Ulmer. Angelehnt an die bei Rettungsdiensten und aktuell auch im Gesundheitsamt des Landratsamtes Traunstein etablierten Krisenstäbe sei daher der aussechs Sachgebieten bestehende Krisenstab ins Leben gerufen worden. Er tagt täglich. Dies tun auch die Krisenstäbe aller sechs Häuser des Klinikverbundes bei ihren Standortbesprechungen morgens um 9 Uhr zur aktuellen Lage. Eine Stunde später, um 10 Uhr, treffen sich dann der standortübergreifende Krisenstab und die Vertreter der Standorte zur „Videokonferenz in kleiner Runde“, so Ulmer. Eine große Lagebesprechung mit rund 50 Führungskräften als Vertreter aller relevanten Berufsgruppen findet dann täglich um 12 Uhr statt. 

„So können wir die Weitergabe von wichtigen Informationen nicht nur über unsere digitalen Medien wie das Intranet sicherstellen, sondern auch durch persönliche Multiplikatoren vor Ort, das hat auch den Vorteil besonders rascher Rückmeldungen von dort“, betont Reinhold Frank.

Denn zu kommunizieren gibt es in den bewegten Zeiten von Corona viel. Informationen über notwendige Maßnahmen und Verhaltensvorschriften oder zu neuen Arbeitsabläufen müssen in der Breite weitergegeben und schlüssig erklärt, behördliche Anordnungen zur Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern nachvollziehbar umgesetzt werden. Die tägliche Arbeit und Kommunikation des Krisenstabes ermöglicht bedarfsgerechtes, zügiges Handeln. 

So sei auf kurzem Wege Schulungsbedarf bei Mitarbeitern abgeklärt und „in einer Ad-hoc-Entscheidung von einem Tag auf den anderen“ eine Weiterbildung durchgeführt worden, nennt Frank ein Beispiel. Zwei in der Anfangszeit der Corona-Krise dringliche Themen habe der Krisenstab dank seiner strukturierten Organisation und effizienten Arbeitsweise zeitnah erfolgreich abarbeiten können: Engpässe bei Materialien und Medikamenten. „Wir sind immer routinierter geworden“, freut sich Elisabeth Ulmer. „Der Vorteil des Krisenstabes ist ein guter Überblick über die Gesamtlage und all ihre relevanten Facetten. Unsere Besprechungen werden täglich mitprotokolliert und so dokumentiert, das hilft uns dabei, die Lage immer wieder neu zu bewerten.“

Dass der Krisenstab laufend die sich ändernde Lage beobachtet, ist also die Grundlage seiner Arbeit. Dafür arbeitet der Stab der KSOB eng mit den Krisenstäben in den Gesundheitsämtern der Landratsämter Traunstein und Berchtesgadener Land zusammen - und kann darüber hinaus jederzeit auf eigene Spezialisten zurückgreifen. „Unser Infektiologe Prof. Thomas Glück an der Kreisklinik Trostberg ist wirklich ein Glücksfall, dank seiner ausgezeichnete Expertise sind wir sehr gut aufgestellt, davon profitieren natürlich auch unsere Patientinnen und Patienten“, so Vorstand Elisabeth Ulmer.

Zusammenarbeit und Vernetzung mit Rettungsdiensten oder Reha-Kliniken - für die Verlegung nicht mehr akut Notfallbehandlungsbedürftiger Patienten – gehören ebenso zum Krisenstab-Alltag wie die vielen Absprachen mit den Gesundheitsämtern oder das Klären von aktuell relevanten Fragen wie der, wie erfolgreich versorgte Heimbewohner wieder gut in ihre Einrichtungen zurückverlegt werden können. Der Krisenstab ist immer auf dem neuesten Stand der Informationen zur Corona-Lage in den Landkreisen. „Anlassbedingt treffen wir uns auch am Wochenende zur Lagebesprechung, das war zum Beispiel am Ostersamstag wegen hoher Fallzahlen so“, sagt Reinhold Frank.

Er bilanziert: „Wir haben einen guten Dialog.“ Dies gelte sowohl innerhalb des Krisenstabes als auch bei dessen Kommunikation mit externen Kooperationspartnern und innerhalb der KSOB. Im Verbund gelte: „Die Mitarbeiter haben sechs klare Ansprechpartner, sie können sich zum Beispiel für Fragen im Bereich Personal an Elisabeth Ulmer oder bei solchen zur allgemeinen Lagesituation an mich wenden“, erläutert Reinhold Frank. Für die Kommunikation auf kurzem Wege sei der Krisenstab auch über eine eigene Email-Adresse erreichbar. Eine lebendige Kommunikation von Informationen nehme Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch nachvollziehbare Ängste und Unsicherheiten, so Elisabeth Ulmer. „Ich kann allen Mitarbeitern in jedem unserer Bereiche nur danken, dass sie sich auch in diesen herausfordernden Zeiten so enorm engagieren, gemeinsam nach Lösungen suchen und sich gegenseitig unterstützen“, betont sie ausdrücklich.

Weitere Mitglieder im Krisenstab sind Dr. Uwe Gretscher (Vorstandsvorsitzender), Dr. Stefan Paech (Medizinischer Direktor), PD Dr. Tom Philipp Zucker (Ärztlicher Direktor), Andreas Lange (Infrastruktur, Logistik und Versorgung), Thomas Fürst (Interne Organisation Krisenstab), Ines Freude-Dammasch und Ramona Möstl (Assistenz)

Pressemeldung Kliniken Südostbayern

Update, 18.30 Uhr - Traunsteiner Landrat Walch über Demos: "Das ist unsolidarisch"

In einem Facebook-Video wandte sich der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch an die Bürger. Er zeigte sich schockiert über die Demonstration, die am Wochenende am Stadtplatz in Traunstein stattfand, um sich gegen die derzeitigen Corona-Maßnahmen zu stellen. 

Es fehle meilenweit an Verantwortungsbewusstsein bei denen, die zu dieser Demonstration aufgerufen haben. "Es war unsolidarisch, es war unkameradschaftlich, und zwar vor allem gegenüber den Menschen in unserer Region die seit Wochen mit viel Mühe und viel Selbstdisziplin versuchen", diese schweren Auflagen mitzumachen, betonte Walch. Der Coronavirus könne nur gemeinsam eingedämmt werden. 

Abschließend betonte der Landrat, dass in Absprache mit dem Oberbürgermeister, künftig keine Demonstrationen mehr am Stadtplatz genehmigt werden. 

Update, 18 Uhr - BKA: Rechte kapern Demos gegen Corona-Maßnahmen

Verschwörungstheoretiker haben das Thema Coronavirus nach den Worten des Chefs des Bundeskriminalamts, Holger Münch, “dankend aufgenommen”. In den ersten Wochen der Pandemie seien nicht unbedingt mehr solcher Inhalte kursiert, sagte Münch am Montag in Berlin - allerdings habe das Virus eine größere Rolle gespielt. 

Mit dem Aufkommen von Demonstrationen hätten vor allem Akteure aus dem rechten Spektrum versucht, die Proteste des bürgerlichen Lagers, das von den Corona-Maßnahmen belastet sei, zu kapern, sagte Münch. “Die Wahrscheinlichkeit, dass das zu einem wirklich ernsthaften Problem werden kann, steigt mit der Abnahme der Akzeptanz der Maßnahmen einerseits oder der Frage, ob wir ein wirklich großes wirtschaftliches Problem gerade für viele Bundesbürger bekommen.” 

Damit die Proteste kein Besorgnis erregendes Ausmaß annähmen, sei Aufklärung sehr wichtig, sowohl über das Coronavirus als auch über Möglichkeiten zu wirtschaftlicher Unterstützung, sagte Münch. Zwar sei die Unzufriedenheit noch nicht so groß wie in der Flüchtlingskrise. Er halte es aber für möglich, dass es eine ähnliche Entwicklung geben könne.

Update, 17.21 Uhr - Vier Todesfälle im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 1271 bestätigte Corona-Fälle vor (vier mehr als gestern). Des Weiteren sind beim Landratsamt vier Todesmeldungen eingegangen. 

Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Frauen und zwei Männer (zwischen 81 und 99 Jahren). Bei allen Personen war auch eine COVID-19-Infektion diagnostiziert worden. Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 81 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt. Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 871 Personen (41 mehr als gestern). 

Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 36,70. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 25 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich sieben Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein und einer in Trostberg). 

Update, 17 Uhr - Quarantäne von Asylbewerberunterkunft in Karlsbader Straße aufgehoben

Die am 11. April 2020 verhängte Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft in der Karlsbader Straße ist ab sofort aufgehoben. Dies ist das Ergebnis der laufenden Testreihen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung auf das Corona-Virus. 

Weil es damit nach derzeitigem Stand in der Einrichtung keine Infizierten mehr gibt, kann der Bauzaun am frühen Abend wieder abgebaut werden. Keine der infizierten Personen musste ins Klinikum eingeliefert werden. Die medizinische Betreuung hat reibungslos funktioniert“, so der Leiter der städtischen Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), Hans Meyrl. 

Über das weitere Vorgehen bei den ebenfalls unter Quarantäne stehenden Asylbewerberunterkünften in der Kufsteiner Straße und der Äußeren Oberaustraße wird die FüGK nach Vorliegen der neuesten Testergebnisse entscheiden.

Update, 16.42 Uhr - Gesundheitsamt Rosenheim besorgt

Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus widerspiegeln. 

Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 10. Mai (Stand: 24 Uhr). Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Am 9. Mai und 10. Mai wurden dem Gesundheitsamt 24 neue Fälle gemeldet. Hiervon sind 22 durch Reihenuntersuchungen aufgefallen. Bisher sind insgesamt 2.655 Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. 

Mittlerweile wurde bei mindestens 1470 Personen eine Genesung dokumentiert. 177 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 

117 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 166 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 33 Patienten auf einer Intensivstation.

 „Wenn ich die Bilder der Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen vom Wochenende sehe, bei denen die erforderlichen Abstände zum Teil nicht eingehalten wurden, keine Mund- Nasen-Bedeckung getragen wurde und deutlich mehr als 50 Personen teilgenommen haben, so habe ich große Sorge, dass wir das in der Pandemiebekämpfung Erreichte verspielen könnten. 

Das Gesundheitsamt wird die Lage weiterhin genau beobachten, um bei einem Anstieg der Infektionszahlen rechtzeitig die erforderlichen Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das kann auch bedeuten, dass dann bereits eingetretene Lockerungen der Kontaktbeschränkungen wieder 11. Mai zurückgenommen werden müssen“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes.

Update, 16.20 - So sieht es in den einzelnen Gemeinden im Landkreis Mühldorf aus

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es einen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 11. Mai 2020, 14 Uhr). Dabei handelt es sich um eine Person über 60 Jahre, die stationär behandelt wird.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 494 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 390 wieder genesen. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle liegt derzeit bei 78, davon werden 13 stationär behandelt. 

Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 6,1

Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich folgende Zahlen: 

  • Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 55 
  • Stationäre Corona-Positivfälle: 29 
  • Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 5
7-Tage-Indenz pro 100.000 Einwohner. 

Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung nach Städten/Märkten/Gemeinden:

Fälle

Genesene

Landkreis, gesamt

494

390

Ampfing

32

25

Aschau am Inn

10

9

Buchbach

12

12

Egglkofen

3

3

Erharting

2

2

Gars am Inn

30

27

Haag in OB

27

21

Heldenstein

8

7

Jettenbach

0

0

Kirchdorf

12

11

Kraiburg am Inn

52

37

Lohkirchen

3

2

Maitenbeth

10

7

Mettenheim

7

5

Mühldorf am Inn

79

61

Neumarkt-Sankt Veit

17

14

Niederbergkirchen

9

9

Niedertaufkirchen

12

11

Oberbergkirchen

2

1

Oberneukirchen

4

3

Obertaufkirchen

9

8

Polling

7

4

Rattenkirchen

6

6

Rechtmehring 

17

17

Reichertsheim

8

6

Schönberg

7

3

Schwindegg

15

12

Taufkirchen

20

18

Unterreit

7

5

Waldkraiburg

63

41

Zangberg

4

3

Update, 15.54 Uhr - Stabile Zahlen auch im Kreis Altötting

Auch im Landkreis Altötting sind die Zahlen seit Freitag stabil geblieben. Bislang wurden im Landkreis Altötting 589 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Somit gibt es seit Freitag keinen neuen Infektionsfall.

465 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen, so das Landratsamt Altötting auf seiner Homepage. 51 Personen sind bisher im Kreis Altötting an der Erkrankung verstorben.

Update, 15.37 Uhr - Keine weiteren Todesfälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es weiterhin keine weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis Berchtesgadener Land gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle verbleibt somit konstant bei 298 (Meldestand: 11.05.2020, 10 Uhr). Aktuell steht der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert für den Landkreis bei 13,22. Auch die Zahl der Todesfälle habe sich seit Freitag nicht weiter erhöht und stehe somit weiterhin bei 22.

Von den insgesamt 298 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind bisher 257 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Insgesamt befinden sich derzeit noch 19 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung

Update, 15.16 Uhr - Merkel: Neue Phase der Pandemie – Bürger sollen sich an Grundgebote halten

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich nach einer Videokonferenz mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Harz mit einem kurzen Statement an die Öffentlichkeit gewendet. "Ich wollte mich damit bei allen Gesundheitsämtern bedanken und mich gleichzeitig über die Arbeit der Gesundheitsämter informieren", beginnt Merkel ihr Statement. Es handele sich um eine ganz wichtige Stelle, ob bei Neuinfizierten alle Kontakte nachvollzogen werden könnten. "Da arbeiten engagierte Menschen. Die werden diese Arbeit schaffen. Und wo Verstärkung nötig ist, werden wir sie schaffen."

Merkel betont: „Mir ist es sehr wichtig darauf aufmerksam zu machen, dass wir in eine neue Phase der Pandemie kommen und dass es jetzt notwendig sein wird, dass wir bei all den Lockerungen auch wirklich Sicherheit haben, dass die Menschen sich an die Grundgebote halten, also Abstand, Mundschutz tragen, mit Nasenschutz aufeinander Rücksicht nehmen – das ist ganz wichtig“, schließt die Kanzlerin ihr kurzes Statement.

Update, 14.43 Uhr - Im Livestream: Kanzlerin Merkel warnt vor Corona-Mutproben

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auch angesichts der Demonstrationen gegen Auflagen in der Corona-Krise erneut zur Vorsicht beim Umgang mit der Pandemie gemahnt. Ihr sei berichtet worden, dass viele Menschen am Wochenende ohne Schutzmasken Einkaufen gewesen seien, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Montag in einer Videoschalte des CDU-Präsidiums. Zum Teil sei dieses Verhalten sogar als Mutprobe angesehen worden, kritisierte die Kanzlerin. Das Gebot sei aber immer noch, sich an die geltenden Abstandsregeln zu halten. 

Merkel sagte demnach weiter, erst in zwei bis drei Wochen werde man wissen, wie sich die vergangene Woche beschlossenen Lockerungen der Corona-Beschränkungen auf die Infektionszahlen auswirkten. Sie habe zudem angekündigt, sich an diesem Mittwoch im Bundestag bei der Regierungsbefragung erneut zu den für die Bundesregierung relevanten Maßzahlen zur Einordnung des Pandemiegeschehens zu äußern. Merkel und der Bundesregierung war zuletzt vorgehalten worden, mit unterschiedlichen Kennzahlen für Verwirrung gesorgt zu haben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hob nach diesen Informationen in der Schalte hervor, Deutschland sei bislang auch deswegen so erfolgreich im Umgang mit der Pandemie gewesen, weil sich die Bürger an die Einschränkungen gehalten hätten. Er forderte die Menschen auf, die Hygienestandards weiterhin einzuhalten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt um 15 Uhr im Anschluss an die Videokonferenz mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Harz ein Statement. rosenheim24.de wird das Statement wie gewohnt per Livestream anbieten.

Update, 14.02 Uhr - Tierpark Hellabrunn am ersten Öffnungstag komplett ausgebucht

Große Freude bei allen Tierparkfreunden: Hellabrunn darf seit heute (Montag, den 11. Mai) zum ersten Mal wieder für Besucher öffnen. „Wir sind dankbar, dass der Tierpark als wichtige Bildungs- und Naturschutzeinrichtung wieder besucht werden kann und freuen uns sehr auf die bevorstehende Wiederöffnung“, gibt Tierparkdirektor Rasem Baban bekannt. Wichtig sei es, bei aller Euphorie, nun auch die Auflagen der Ordnungsbehörden zu beachten, um die positive Entwicklung nicht leichtfertig zu gefährden. Denn die Wiederöffnung der Außenbereiche des Tierparks erfolgt nur unter strengen Auflagen. 

„Die letzten Wochen haben wir intensiv genutzt, um auf eine verantwortungsbewusste Wiederöffnung hinzuarbeiten. Hierbei wird es eine behördliche angeordnete Zugangsbeschränkung für die Zahl der Tierparkbesucher geben. Diese liegt bei maximal 2.185 Gästen täglich auf dem Tierparkgelände“, erklärt der Tierparkdirektor. Laut dem Bayerischen Rundfunk ist der Tierpark am Montag komplett ausgebucht.

Auch während des Tierparkbesuchs ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen. Besucherinnen und Besucher werden zudem um die konsequente Beachtung der Abstands- und Hygieneregelungen gebeten. Eintrittskarten müssen mindestens am Vortag des geplanten Besuchs über München Ticket gebucht werden. Alle Details zum Tierpark-Besuch findet Ihr hier.

Update, 13.31 Uhr - Umfrage: Was haltet Ihr von Anti-Corona-Demos?

Demonstrationen gegen die "Anti-Corona-Maßnahmen" haben heftige Debatten entfacht. Während viele Bürger um ihre Grundrechte auf öffentlichen Plätzen kämpfen wollen, sehen andere diese Maßnahmen für egoistisch und unverantwortlich. 

Auch in unserer Region (in Prien am Chiemsee, Rosenheim und Traunstein) gingen zahlreiche Menschen auf die Straßen, um zu demonstrierten. Dabei wurde die genehmigte Teilnehmerzahlen zum Teil deutlich überschritten. Ebenso wurden die Corona-Richtlinien missachtet. Diese Tatsachen haben eine harte Kontroverse hervorgerufen.

Update, 12.54 Uhr - Herrmann kündigt nach Demos Konsequenzen an: "Das darf sich so nicht wiederholen"

Nachdem am Wochenende zahlreiche Proteste in Bayern gegen Corona-Beschränkungen aus dem Ruder gelaufen sind, will Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ähnliche Zustände am nächsten Wochenende unbedingt verhindern und kündigte im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk am Montag "völlig andere Konzepte" für das nächste Wochenende an.

So "krasse Verstöße", die nicht nur die Gesundheit von Demonstranten, sondern auch von Passanten in den Fußgängerzonen gefährdeten, könnten auf keinen Fall akzeptiert werden, betonte Herrmann. Für das nächste Wochenende kündigte der Innenminister indirekt ein deutlich höheres Polizeiaufgebot an: Es müsse die Frage geklärt werden, wie die Einhaltung der Auflagen für die Demonstration mit einem "entsprechend starken Polizeieinsatz" auch durchgesetzt werden könne. Zudem könnte sich Herrmann vorstellen, dass künftig Demos nicht mehr mitten in der Stadt bzw. der Fußgängerzone stattfinden sollen, sondern ziehe auch eine Verlegung beispielsweise an den Stadtrand in Betracht.

Darüber hinaus müssen sich Demonstranten auf Strafen einstellen, wenn sie Regeln nicht einhalten. Wer bei einer solchen Kundgebung "klar und zwar absichtlich provozierend das Abstandsgebot von 1,5 Metern" nicht einhalte, müsse genauso belangt werden wie jeder andere Bürger, der in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Einkauf gegen Vorschriften verstoße, betonte Herrmann.

Update, 12.17 Uhr - Mit 2,22 Promille aber ohne Mundschutz im ÖPNV unterwegs

Bereits am Freitag (8. Mai) war ein 61-jähriger Deutscher am Ostbahnhof gegenüber Mitarbeitern der Deutsche Bahn Sicherheit aggressiv. Er war ohne Mund- und Nasenschutz in einer ÖPNV-Einrichtung unterwegs, so die Münchner Bundespolizei in einer Pressemitteilung. 

Da der Mann aus Berg am Laim zudem Reisende belästigte und die Bahn-Security beleidigte, wurde die Bundespolizei angefordert. Während der Sachverhaltsaufnahme durch die Beamten beleidigte der Mann einen Bahnmitarbeiter ob seiner Herkunft. Zudem verhielt er sich auch gegenüber den Beamten wenig kooperativ und zunehmend aggressiv. Auf der Dienststelle beleidigte der mit 2,22 Promille Alkoholisierte anwesende Beamte und leistete bei Durchsuchungsmaßnahmen Widerstand. Zudem sprach er weitere Bedrohungen gegen die DB-Mitarbeiter sowie anwesende Beamte aus.

Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamten, Bedrohung und Beleidigung sowie einer Ordnungswidrigkeit wegen Verstoßes gegen die Pflicht in ÖPNV-Einrichtungen Mund- und Nasenschutz zu tragen, wurde der 61-Jährige auf freien Fuß gesetzt. Aufgrund des Wortlautes gegenüber den Bahn-Securitys sowie den Beamten ermittelt nun auch der Staatsschutz des Polizeipräsidiums München gegen den 61-Jährigen.

Update, 11.46 Uhr - Ifo-Umfrage: Corona trifft Arbeitsmarkt im Süden am härtesten

Ausgerechnet die beiden Musterschüler in Sachen Arbeitslosigkeit könnten von der Corona-Krise am härtesten getroffen werden. In Baden-Württemberg und Bayern hat laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts bereits rund ein Fünftel der Unternehmen beschlossen, Jobs abzubauen. "Von nun an schlägt die Krise auf den deutschen Arbeitsmarkt durch", sagt Klaus Wohlrabe vom Ifo-Institut.

Konkret gaben 22 Prozent der befragten Betriebe in Baden-Württemberg und 20 Prozent in Bayern an, einen Beschäftigungsabbau bereits beschlossen zu haben. Dahinter folgten die Region "Nordwest-Deutschland" aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen sowie Nordrhein-Westfalen mit jeweils 18 Prozent, Hessen kommt auf 16 Prozent.

Auch je nach Branche unterscheiden sich die Antworten der Betriebe. So ist bei den Herstellern pharmazeutischer Erzeugnisse Beschäftigungsabbau kein Thema, am Bau nur bei drei Prozent und in der chemischen Industrie bei fünf Prozent der Befragten. In der Gastronomie dagegen steht bei 58 Prozent der befragten Betriebe Beschäftigungsabbau auf der Tagesordnung. Auch bei Leiharbeitsfirmen sind es mit 57 Prozent mehr als die Hälfte, im Bereich Beherbergung 50 und in der Herstellung von Lederwaren und Schuhen 48 Prozent. Ebenfalls hart getroffen ist die Reisebranche mit 43 Prozent sowie die Autoindustrie mit 39 Prozent.

Update, 11.02 Uhr - Rosenheim unterschreitet Obergrenze bei Neuinfektionen

Die Stadt Rosenheim hat in der Corona-Pandemie die Marke von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage wieder knapp unterschritten. Der Wert lag am Montag bei 49. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Am Sonntag hatte die Zahl für Rosenheim bei 50,5 gelegen. Diese erneut gestiegenen Fallzahlen seien durch eine Reihentestung in einer Asylbewerberunterkunft zu erklären, hieß es. 

Nach Mitteilung des Rosenheimer Gesundheitsamts vom Sonntag seien 21 der 31 Neuinfizierten in Stadt und Landkreis Rosenheim Bewohner von Asylbewerberheimen, teilte der Rosenheimer Wirtschaftsdezernent und Pressesprecher Thomas Bugl am Montag mit. "Daraus folgt als erforderliche Maßnahme, die drei großen Asylbewerberunterkünfte im Stadtgebiet Rosenheim weiterhin unter Quarantäne zu halten. Darüber hinausgehende Maßnahmen sind nicht erforderlich", erläuterte Bugl.

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hatte mitgeteilt, es wolle künftig eine Frühwarngrenze bei 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern einziehen. Das Ziel: Die betroffenen Kommunen sollen vorgewarnt werden, um dort rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten.

Update, 10.32 Uhr - Verband: Bergbahnen sollen ab 18. Mai wieder öffnen - mit Abstandsregeln

Die Bergbahnen in Bayern sollen laut Forderung des Verbandes Deutscher Seilbahnen zum 18. Mai wieder öffnen. Ein Hygienekonzept dafür sei vom Verkehrsministerium gemeinsam mit Seilbahnfachleuten und Hygieneexperten erarbeitet worden. Nach einhelliger Meinung könnten die Hygiene- und Abstandsregeln in den Seibahnen sehr gut umgesetzt werden, sagte Verbandspräsident Matthias Stauch der Deutschen Presse Agentur.

"Eines der wichtigsten Kriterien ist der überwiegende Aufenthalt der Personen im Freien", sagte Stauch, der auch Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn ist. "Darüber hinaus gilt neben den bekannten Abstandsregeln eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung für die Beförderung unserer Gäste."

Ab 18. Mai dürfen in Bayern Berghütten und -restaurants ihre Gäste wieder im Freien bewirten. Zudem könnten so vor dem Feiertag Christi Himmelfahrt am 25. Mai und vor den Pfingstferien die Hygienekonzepte einem Testlauf unterzogen und bei Bedarf angepasst werden.

Update, 9.54 Uhr - So soll die Gastronomie in Österreich unterstützt werden

Aktuell läuft eine Pressekonferenz mit Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Finanzminister Gernot Blümel, Tourismusministerin Elisabeth Köstinger und der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich Harald Mahrer. Thema: So soll die heimische Gastronomie unterstützt werden.

Die österreichische Regierung will der heimischen Gastronomie mit Steuererleichterungen durch die Corona-Krise helfen. So soll die Umsatzsteuer auf nicht-alkoholische Getränke gesenkt werden, sagt Kanzler Sebastian Kurz. Insgesamt werde für die Gaststätten ein 500 Millionen Euro schweres Hilfspaket geschnürt. In Österreich darf die Gastronomie ab dem 15. Mai unter Auflagen wieder öffnen. Die Hotellerie soll Ende des Monats folgen.

Update, 9.41 Uhr - Studie liefert Grund, warum Männer häufiger erkranken

Warum sind Männer häufiger von der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 betroffen? Eine niederländische Studie (im European Heart Journal veröffentlicht) will jetzt eine Erklärung dafür gefunden haben. Demnach weise das Blut von Männern eine höhere Konzentration des Schlüsselenzyms ACE2 (Angiotensin-konvertierendes Enzym 2) auf. Laut der Studie benötige das Coronavirus ACE2, um in gesunde Zellen zu infizieren, sich dort zu vermehren und anschließend in die Lunge überzugehen. Es werde angenommen, dass das Enzym eine wichtige Rolle beim Fortschreiten der Erkrankungen im Zusammenhang mit der Lungenerkrankung Covid-19 spiele.

Als mögliche Erklärungen zogen Wissenschaftler unter anderem einen höheren Anteil an Rauchern, ebenso ein geringeres Gesundheitsbewusstsein beim männlichen Teil der Bevölkerung in Betracht. Als wahrscheinlichsten Risikofaktor nannten Mediziner jedoch das Immunsystem. Die Immunabwehr von Frauen komme grundsätzlich besser mit Viren zurecht.

Das weibliche Sexualhormon Östrogen verstärke dabei die antivirale Reaktion der Immunzellen. Im Gegensatz dazu reagiere das männliche Immunsystem zu wenig, zu langsam oder gar nicht, wenn es mit dem Coronavirus in Kontakt kommt. Das liegt dann am männlichen Sexualhormon Testosteron, das die Immunantwort unterdrückt.

Update, 9.07 Uhr - Münchens OB hat "gar kein Verständnis" für manche Demo-Teilnehmer

Weiterhin scharf debattiert wird über die Demonstration gegen die Coronaregeln am Samstagnachmittag auf dem Marienplatz. Statt der genehmigten 80 Personen versammelten sich dort letztlich rund 3000 Menschen. Von Abstand und Masken war dabei nur wenig zu sehen.

"Grundsätzlich habe ich Verständnis dafür, dass die Menschen sich durch die getroffenen Maßnahmen in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt fühlen und baldmöglichst wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren möchten. Gar kein Verständnis habe ich für Aktionen oder Demonstrationen, die durch fehlende Distanz und Mund- und Nasenschutz jede positive Entwicklung des Infektionsgeschehens konterkarieren und weitere Lockerungen eher gefährden als ermöglichen", sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter.

München: Menschen versammeln sich auf dem Marienplatz, um zu demonstrieren. Rund 3000 Menschen haben teils unter Missachtung aller Corona-Abstandsregeln gegen die aus ihrer Sicht zu strikten Infektionsschutzbestimmungen in Bayern und Deutschland demonstriert.

"Absolut unerträglich" nannte der SPD-Politiker die Tatsache, dass politisch extrem rechte Gruppierungen versucht hatten, die aufgeheizte Stimmung ausnutzen, um ihre Hetze unter die Leute zu bringen. Teilweise hatte auch die Polizei eingreifen müssen und unter anderem auch eine nicht genehmigte Veranstaltung aufgelöst. Es gab nach der Demonstration am Marienplatz auch mehrere Festnahmen.

Demonstration gegen Corona-Regeln in München

Coronavirus - Demonstration in München
Coronavirus - Demonstration in München © dpa
Coronavirus - Demonstration in München
Coronavirus - Demonstration in München © dpa
Coronavirus - Demonstration in München
Coronavirus - Demonstration in München © dpa
Coronavirus - Demonstration in München
Coronavirus - Demonstration in München © dpa
Coronavirus - Demonstration in München
Coronavirus - Demonstration in München © dpa
Coronavirus - Demonstration in München
Coronavirus - Demonstration in München © dpa

Update, 8.28 Uhr - RKI meldet 357 Neuinfektionen und 22 Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet in Deutschland 357 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit steigt die Zahl der Fälle auf insgesamt 169.575. Am Vortag waren es 667 Neuinfektionen an einem Tag.

Die Zahl der Toten wächst um 22 auf 7417. Nach Angaben des RKI sind rund 145.600 Menschen inzwischen genesen, das sind etwa 1300 mehr als am Vortag.

In Bayern verzeichnet das RKI einen Anstieg um 103 auf insgesamt 44.368 Fälle. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2155. Der Freistaat ist damit weiterhin das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle/ 100.000 Einw.

Todesfälle

Baden-Württem­berg

33.190

-97*

300

1.545

Bayern

44.368

+103

339

2.155

Berlin

6.272

+11

167

165

Brandenburg

3.106

+5

124

134

Bremen

1.055

+12

154

34

Hamburg

4.780

+8

260

204

Hessen

9.012

+14

144

412

Mecklenburg-Vor­pommern

728

+2

45

19

Niedersachsen

10.854

+27

136

498

Nordrhein-West­falen

35.132

+168

196

1.437

Rhein­land-Pfalz

6.313

+22

155

195

Saarland

2.665

+2

269

142

Sachsen

4.915

+29

121

187

Sachsen-Anhalt

1.643

+3

74

48

Schles­wig-Holstein

2.957

+19

102

124

Thüringen

2.585

+29

121

118

Gesamt

169.575

+357

204

7.417

*Aus einem Landkreis in Baden-Württemberg wurden gestern ca. 150 Fälle weniger als gestern übermittelt. Die Ursachen werden derzeit geprüft.

Update, 7.59 Uhr - Spahn fordert "konsequentes Durchgreifen" bei Obergrenze

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Behörden in Ländern und Kommunen aufgefordert, im Kampf gegen das Coronavirus konsequent durchzugreifen. "Wir brauchen das beherzte, umfassende Vorgehen vor Ort", betonte Spahn am Sonntagabend im "heute journal". Es sei sehr wichtig, alle Infektionen schnell nachzuvollziehen und Kontaktpersonen zu isolieren.

Dabei bezog sich der Minister auch auf die in der vergangenen Woche von Bund und Ländern beschlossene Obergrenze: Danach sollen in der betreffenden Region wieder strikte Beschränkungen greifen, wenn innerhalb einer Woche mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert werden. Nur wenn in den Landkreisen sofort gehandelt werde, könne verhindert werden, dass die Zahlen auch bundesweit wieder anstiegen, ließ Spahn verlauten. Allerdings werde die Debatte immer "polarisierter", deswegen müsse die Politik "die Entscheidungen noch besser erklären".

Update, 7.35 Uhr - Stadt Rosenheim überschreitet erneut kritischen Wert

In der Stadt Rosenheim ist erneut die Marke von 50 Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten worden. Der Wert habe am Sonntag bei 50,5 gelegen, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Sonntag in Erlangen mit (Stand: 10. Mai, 10 Uhr).

Die Stadt Rosenheim hatte bereits am 7. Mai den Grenzwert gerissen, den Bund und Länder am vergangenen Mittwoch festgelegt hatten. Die aktuell erneut gestiegenen Fallzahlen seien durch eine Reihentestung in einer Asylbewerberunterkunft zu erklären, teilte das Landesamt mit. Damit sind jetzt fünf Orte in Deutschland bekannt, in denen die vereinbarte Obergrenze überschritten wird: Neben Rosenheim die Landkreise Greiz und Sonneberg in Thüringen, Coesfeld in Nordrhein-Westfalen und Steinburg in Schleswig-Holstein.

Die Sieben-Tage-Inzidenzen in der Region: 

  • Stadt Rosenheim: 50,53 
  • Landkreis Rosenheim: 29,5 
  • Landkreis Traunstein: 37,83 
  • Landkreis Berchtesgadener Land: 12,3 
  • Landkreis Altötting: 3,6 
  • Landkreis Mühldorf: 6,94

Update, 7.01 Uhr - 45 neue Fälle in München

In München wurden 45 neue Coronafälle gemeldet (Stand: 10. Mai, 13.30 Uhr). Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.365 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.044 Personen, die bereits genesen sind, 993 Münchner Covid-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 198 Todesfälle. Die Zahl der Toten ist dabei im Vergleich zum Vortag um eine Person gestiegen.

Update, 6.26 Uhr - Diese Corona-Regeln gelten ab 11. Mai

Am Montag, 11. Mai, sind ab 0 Uhr weitere Lockerungen bei den Corona-Regeln in Kraft getreten. rosenheim24.de hat dazu auch einen Extra-Artikel verfasst.

  • Handel: Die umstrittene "800-Quadratmeter-Regel" ist gefallen. Das heißt, ab jetzt dürfen wieder alle Läden unabhängig von ihrer Größe aufmachen, also zum Beispiel auch große Kauf- und Möbelhäuser. Der Mindestabstand ist einzuhalten. Zudem darf pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche nur ein Kunde eingelassen werden.
  • Schule: Am Morgen tritt der zweite Schritt des sog. "Vier-Stufen-Plans" in Kraft. Dann kehren die 4. Klassen der Grundschulen sowie die Klassen der nächstjährigen Abschlussjahrgänge in ihre Einrichtungen zurück. Allerdings kann von "normalem" Unterricht kaum die Rede sein. Es gibt strenge Hygiene- und Abstandsregeln, Maskenpflicht im Schulbus, im Pausenhof oder auf den Gängen. Die Klassen werden geteilt und teilweise tageweise oder in "Schichten" (Vor- oder Nachmittag) unterrichtet. Präsenzunterricht wird sich mit Lernphasen zu Hause abwechseln.
  • Kitas nehmen langsam wieder den Betrieb auf. Allerdings handelt es sich dabei lediglich um eine erweiterte Notbetreuung. Auch Kinder mit Förderbedarf oder mit besonderem erzieherischen Bedarf dürfen in die Kita.
  • Zoo, Museum, Bibliothek: Unter Auflagen dürfen ab Montag, 11. Mai, auch Tierparks und botanische Gärten wieder Besucher empfangen. Das gilt jedoch nur für Außenanlagen. Gastronomie und Streichelzoos bleiben bis auf weiteres zu. Bibliotheken, Museen, Galerien, und Ausstellungen können unter Einhaltung strenger Regeln ebenfalls wieder öffnen.
  • Sport: "Kontaktloser Einzelsport" ist ebenfalls ab 11. Mai wieder erlaubt. Dazu zählen etwa Tennis, Leichtathletik, Reiten, Golf oder Segeln. Fitnessstudios und Freibäder bleiben weiter geschlossen.

Reproduktionszahl nochmal leicht gestiegen

In Deutschland sind bis zum Sonntagabend (News-Ticker Sonntag, 10. Mai) über 169.800 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand: mehr als 169.300 Infektionen). Mindestens 7.443 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand: 7.434). Das geht aus der neuesten Auswertung der Deutschen Presseagentur (dpa) hervor.

Die Reproduktionszahl lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntag bei 1,13 (Datenstand: 10. Mai, 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwas mehr als eine andere Person ansteckt. Der Wert ist damit erneut leicht gestiegen (Vortag: 1,10) und liegt weiterhin über der vom RKI als kritisch eingestuften Marke von 1,0. Das Institut hat immer wieder betont, die Reproduktionszahl müsse unter 1 liegen, um die Pandemie abflauen zu lassen. Am Donnerstag gab das RKI den Wert noch mit 0,71 an, am Mittwoch mit 0,65. Die Reproduktionszahl ist mit einer gewissen Unsicherheit behaftet.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 44.600 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2.167 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 34.900 Fällen und mindestens 1.424 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 33.200 bestätigten Fällen und mindestens 1.542 Toten.

mh/mw/dpa

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