News-Ticker zur Corona-Pandemie

Fast 125.000 Infektionen in Deutschland -  60.000 Menschen wieder genesen

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Ungarn, Budapest: Soldaten in Schutzanzügen kommen in ein Altenpflegeheim, in dem mehr als 198 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert wurden und acht Menschen gestorben sind.

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Sonntag, 12. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 1835, Landkreis Traunstein 742, Landkreis Berchtesgadener Land 222, Landkreis Mühldorf 382, Landkreis Altötting 419
  • Mindestens 2.673 Todesopfer in Deutschland (786 in Bayern) 
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (vorerst bis 19. April)
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Hinweise der Redaktion:

  • Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.
  • Der Landkreis Rosenheim wird erst am Dienstag (14. April) wieder aktuelle Zahlen zu den Corona-Fällen veröffentlichen.

Update, 20.40 Uhr: Die Zahlen in Deutschland am Abend des 12. Aprils

In Deutschland sind bis zum Abend mindestens 124.167 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag; 20.15 Uhr: 121.30 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit.

Mindestens 2830 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag; 20.15 Uhr: 2670). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 60.200 Menschen die Infektion überstanden.

Besonders hohe Infiziertenzahlen haben Bayern mit mehr als 32.780 nachgewiesenen Fällen und mindestens 803 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 26.330 Fällen und mindestens 569 Toten sowie Baden-Württemberg mit rund 24.431 Fällen und mindestens 669 Toten.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 250,7 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 148,7. Allerdings ist die Anzahl der Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

dpa

Update, 20.11 Uhr: Mehr als 14.000 Corona-Tote in Frankreich

Über 14.000 Menschen sind in Frankreich bisher an Covid-19 gestorben. Insgesamt seien seit Anfang März 14.393 Menschen in Krankenhäusern sowie Pflege- und Altersheimen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntagabend mit. 

Am vierten Tag in Folge ist die Zahl der Menschen, die auf der Intensivstation behandelt werden, leicht rückläufig. Es habe dort 220 Aufnahmen und 255 Entlassungen gegeben, es gebe also einen kleinen Rückgang von 35.

Update, 17.45 Uhr: Schulbetrieb soll schrittweise wieder anlaufen 

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Bundesländer zu einer gemeinsamen Linie bei der Wiederöffnung der Schulen aufgerufen. „Der Staat sollte in dieser Krise möglichst abgestimmt vorgehen“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Die Bundesländer sollten möglichst einheitliche Kriterien für eine Rückkehr in den normalen Schulbetrieb entwickeln.

Konsens scheint zu sein, dass der Schulbetrieb wegen der Corona-Krise nach den Osterferien nur schrittweise wieder anlaufen sollte. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, plädiert dafür, zuerst die Abschlussklassen zurückkehren zu lassen. Einen Unterrichts-Vollstart werde es nach den Osterferien an den Schulen jedenfalls nicht geben, hatte Meidinger gesagt.

Update 16.52 Uhr: 10.000 Corona-Tote in Großbritannien

Mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen sind nach der offiziellen Statistik in Großbritannien bereits gestorben. Es wird aber mit einer großen Dunkelziffer gerechnet; vor allem viele Todesopfer in Seniorenheimen sind noch nicht erfasst.

Update 16.10 Uhr - 20 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf

Pressemitteilung im Wortlaut: 

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es 20 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 12. April, 15 Uhr).

Dabei handelt es sich um 11 Erwachsene über 60 Jahre und 9 Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 382 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 154 Personen bereits wieder genesen, 34 davon werden stationär behandelt. Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen: 

  • Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 45 
  • Stationäre Corona-Positivfälle: 77 
  • Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 13

Pressemitteilung des Landratsamts Mühldorf a. Inn

Update 15.59 Uhr - 742 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Traunstein

Pressemitteilung im Wortlaut:

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 742 bestätigte Corona-Fälle vor. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 47 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich 16 Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (11 in Traunstein und 5 in Trostberg).

Wie das Landratsamt via Aussendung weiter bekanntgibt, gelten 69 Personen als geheilt. 17 Menschen sind im Landkreis Traunstein am Corona-Virus gestorben. 

Pressemitteilung des Landratsamts Traunstein

Update, 15.34 Uhr - Bayern macht bis zu 20 Milliarden Euro neue Schulden

Wie das "Handelsblatt" berichtet, planen die Länder derzeit mit 65 Milliarden Euro neuer Schulden im Zuge der Corona-Krise. Dies habe eine Umfrage unter den Länder-Finanzministerien ergeben. 

Dabei gebe es große Unterschiede: Große Länder wie NRW oder Bayern würden sich stark neu verschulden. NRW rechnet mit 25 Milliarden Euro, Bayern will dieses Jahr 20 Milliarden Euro Schulden aufnehmen. Dies entspricht 3,2 Prozent des bayerischen Bruttoinlandsprodukts. 

Es gebe aber auch Länder, bei denen kaum oder gar keine neuen Schulden geplant seien. Thüringen etwa will ausgeglichen bilanzieren. 

Die unterschiedlichen Neuverschuldungen hingen mit unterschiedlichen Strategien der Länder zusammen, wie das "Handelsblatt" ausführt. So habe Bayern das dichteste Hilfsnetz geknüpft. Allen Firmen bis 250 Mitarbeitern stünden Soforthilfen von bis zu 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Überdies stünden 20 Milliarden Euro bereit, um im Notfall Firmen verstaatlichen zu können.

Insgesamt betrage der bayerische Rettungshaushalt 60 Milliarden Euro. 

Update, 14.59 Uhr - 222 bestätigte Corona-Infektionsfälle im Berchtesgadener Land

Pressemitteilung im Wortlaut:

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 222 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (10 Uhr); das bedeutet einen Anstieg um einen Corona-Infektionsfall im Vergleich zum Vortag. Gegenüber gestern ist kein weiterer Convid-19-Patient verstorben. 88 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Bei den 129 aktuell in Behandlung befindlichen COVID-19-Patienten ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen wie z. B. eine häusliche Quarantäne ein. Gegenwärtig befinden sich 191 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 465 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile aus der Quarantäne entlassen worden.

Aktuell sind im Landkreis Berchtesgadener Land insgesamt 50 COVID-19-Patienten in stationärer Behandlung, 10 davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung. Diese 50 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 222 bestätigten BGL-Corona-Fälle.

Nach drei Todesfällen am 31. März und je einem am 02 April und am 11. April gemeldeten Sterbefall summiert sich die Gesamtzahl der im Landkreis Berchtesgadener Land verstorbenen COVID-19-Patienten auf nach wie vor insgesamt 5 Personen.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 14.46 Uhr - Boris Johnson aus Klinik entlassen

Der britische Premierminister Boris Johnson ist laut DPA am Sonntag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er werde aber nicht sofort wieder mit seiner Arbeit beginnen, teilte ein Regierungssprecher in London mit.

Wie die "Welt" weiters berichtet, dankte Johnson den Mitarbeitern der Klinik, in welcher er behandelt wurde. "Ich kann ihnen nicht genug danken, ich verdanke ihnen mein Leben", teilte Johnson am Samstagabend mit. 

Update, 14.23 Uhr - Zahl der Todesfälle in Spanien steigt wieder an

Im stark von der Corona-Pandemie betroffenen Spanien bleibt die Zuwachsrate der Neuansteckungen weiter vergleichsweise niedrig. Innerhalb von 24 Stunden seien knapp 4200 neue Fälle registriert worden, eine Zunahme um knapp 2,6 Prozent auf insgesamt 166 000, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Vor zwei Wochen lag die Rate teilweise bei fast 20 Prozent.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Todesfälle wieder leicht an. Binnen 24 Stunden kamen 619 Patienten im Zusammenhang mit Covid-19 ums Leben, am Vortag waren es 510 Tote. Die Gesamtzahl belief sich am Ostersonntag auf fast 17 000. Den bisher schlimmsten Tag hatte Spanien am 2. April erlebt, als 950 neue Todesfälle gemeldet worden waren.

Die Zahl der Menschen, die als genesen gelten, steigt stetig. Seit Samstag kamen fast 3300 hinzu, somit sind knapp 62 400 Menschen wieder gesund. In einigen Regionen waren zuletzt erstmals seit Beginn der Krise mehr entlassene Patienten als Neuinfektionen gemeldet worden.

Die Zahlen zeigen seit Tagen eine positive Tendenz. "Die Pandemie wird kontrolliert. Die Daten werden in den kommenden Wochen dank des wirtschaftlichen Winterschlafes noch besser sein", sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez bei einer Videokonferenz mit den Regionalpräsidenten. Gemeint ist das seit zwei Wochen geltende Verbot, arbeiten zu gehen. Im Rahmen der strikten Ausgehsperre durften seit Ende März nur noch solche Arbeitnehmer weiterarbeiten, die in wesentlichen Sektoren tätig sind. Ab kommender Woche kehren die Spanier nun in ihre Jobs zurück.

Update, 13.58 Uhr - Papst fordert wegen Corona Schuldenerlass für arme Länder

Papst Franziskus hat die üblicherweise große Ostermess e wegen der Corona-Krise in ganz kleinem Rahmen gefeiert. Der Gottesdienst begann am Sonntagvormittag im fast leeren Petersdom. Normalerweise feiert der Papst das Fest der Auferstehung von Jesus Christus vor Zehntausenden Besuchern im Freien auf dem blumengeschmückten Petersplatz. Gegen 12 Uhr sprach das 83 Jahre alte katholische Kirchenoberhaupt den Segen "Urbi et Orbi".

Der Segen "Urbi et Orbi" (der Stadt und dem Erdkreis) ist der wichtigste der katholischen Kirche und wird zu Weihnachten, Ostern und nach einer Papstwahl gesprochen. Wegen der Corona-Krise hatte der Papst am 27. März zusätzlich einen solchen Sondersegen gespendet. Üblicherweise wird er von der Loggia des Petersdoms gespendet. Am Sonntag hat der Papst auch diesen Teil der Osterbotschaft im Dom verkündet.

In seiner erstmals im Internet übertragenen Messe forderte das Kirchenoberhaupt einen Schuldenerlass für arme Länder wegen der Corona-Krise, wie die "Welt" berichtet. Zudem fordert der Papst einen weltweiten Waffenstillstand. 

Update, 13.28 Uhr - Landratsamt Rosenheim bittet um Rücksicht auf Tiere!

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Natürlich zieht es uns gerade in diesen Zeiten raus in die Natur. Bewegung an der frischen Luft, ein wenig entspannen vom anstrengenden Alltag, die Seele baumeln lassen und auf andere Gedanken kommen. Das ist gut für ein harmonisches Miteinander und für die Gesundheit von Körper und Geist. 

„In den letzten Tagen und Wochen lässt sich bei uns jedoch auch beobachten, dass viele Leute an immer unzugänglichere Stellen der beiden Naturschutzgebiete „Eggstätt-Hemhofer Seenplatte“ und „Seeoner Seen“ vordringen, um ein Plätzchen im Grünen für sich alleine zu „ergattern“, sagt Gebietsbetreuer Patrick Guderitz. Das ist natürlich verständlich, auch angesichts der Vorgaben sich nicht zu Gruppen zusammen zu finden. Es bringt aber auch Probleme mit sich, so Guderitz. 

So sind es oftmals gerade diese versteckten, schwer zugänglichen Plätze, die seltenen und gefährdeten Tieren und Pflanzen als letzte Rückzugsorte dienten. Hier lebten sie oft noch recht unbehelligt von Störungen durch Menschen. Die Gebietsbetreuung der Eggstätt Hemhofer Seenplatte und Seeoner Seen bittet deshalb Bürgerinnen und Bürger, insbesondere in den Naturschutzgebieten auf den Wegen zu bleiben und sich nicht in die letzten Winkel der Seenplatte zu begeben. „Gerade jetzt nach dem Winter brauchten viele Tiere vermehrt Ruhe und Ungestörtheit. Zudem haben viele Tiere nun Nachwuchs - oder sind dabei an diesem „zu arbeiten“, sagt Guderitz. 

Insbesondere in dieser sensiblen Zeit der Brut oder der Aufzucht der Jungen wiegen Störungen schwer. Sie können mitunter verheerende Folgen haben. „Ein gutes Beispiel hierfür sind Wiesenbrüter wie der Kiebitz oder der Große Brachvogel. Wenn Spaziergänger die gewohnten Wege verlassen oder gar Hunde frei in den Brutgebieten laufen lassen, kann dies dazu führen, dass sie ihre Brut aufgeben. Ähnliches gilt für zahlreiche weitere Arten in den Naturschutzgebieten, dem Biotopverbund und auch außerhalb dieser Gebiete“, gibt Guderitz zu bedenken und ergänzt: „Bitte nehmen Sie Rücksicht auf die Natur und ihre Bewohner, damit auch sie heil durch diese Zeit kommen“.

Gebietsbetreuer Patrick Guderitz bittet um Rücksichtnahme. 

Pressemitteilung des Landratsamts Rosenheim

Update, 13 Uhr - Besuchsrecht von Partnern bei geschlossenen Grenzen: Verwirrung

Für Verwirrung sorgt derzeit die Frage, ob sich Lebenspartner in Zeiten geschlossener Grenzen besuchen dürfen. Das bayrische Gesundheitsministerium hatte dies unter Bedingungen erlaubt. Dem widerspricht nun aber die Bundespolizei via Twitter-Post: Auch zu Besuchszwecken sei die Einreise nach Deutschland nicht gestattet. 

Wie "br24.de" berichtet, hatte das Landratsamt Lindau die juristische Auslegung der donnerstags in Kraft getretenen Einreise-Quarantäneverordnung vom bayerischen Gesundheitsministerium prüfen lassen. Als Antwort habe man erhalten, dass Besuche von Lebenspartnern über die Grenze möglich sind - allerdings unter Bedingungen. Ein in Deutschland lebender Partner müsse beispielsweise binnen 48 Stunden wieder vom Besuch seines Lebenspartners im Ausland zurückkehren. Auch der im Ausland lebende Partner könne nach Deutschland einreisen, um seinen Partner zu besuchen. 

Die Bundespolizei bittet nun um Verständnis, dass keine Partner nach Deutschland dürften. 

Update, 12.10 Uhr - 13.945 Infizierte, 350 Tote in Österreich

Im südlichen Nachbarland hat sich die Zahl der Neuinfektionen deutlich verlangsamt. Die Zahl der Infizierten stieg am Samstag um zwei Prozent. Laut den aktuellen Zahlen des österreichischen Innenministeriums vom Sonntagvormittag (Stand 11 Uhr) sind in Österreich 13.945 Infizierte gemeldet. 350 Personen starben an Corona. 6.987 Menschen gelten als genesen. Wie "oe24.at" berichtet, gelten in Österreich damit etwa die Hälfte der Infizierten wieder als genesen. 

Nach Ostern kündigte Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) einen Test-Schwerpunkt in Alters- und Pflegeheimen an. 

Österreichs Gesundheitsminister Anschober kündigt Test-Schwerpunkt in Alters- und Pflegeheimen an.

Update, 11.35 Uhr - Polizeieinsatz in München: Dutzende drängen in Geschäft

Die Münchner Polizei verzeichnete wieder mehrere Einsätze im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie. In Berg am Laim versuchten etwa Dutzende, in ein Geschäft zu drängen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Im Zeitraum von Samstag, dem 11. April, 6 Uhr, bis Sonntag, dem 12. April, 6 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München), um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen. Knapp über 6.400 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 303 Verstöße angezeigt, von denen 291 die Ausgangsbeschränkung betrafen. 

Am Samstag, dem 11.April gegen 11.45 Uhr bemerkte eine Polizeistreife ein großes Personenaufkommen im Bereich eines Lebensmittelgeschäftes in Berg am Laim. Die vor dem Geschäft Wartenden drängten dabei in den Laden hinein bzw. hielten sich nicht an die Einhaltung des Mindestabstandes. Es handelte sich um zirka 70 Personen, die hier außerhalb des Geschäftes standen. Im Laden selbst wurden anschließend nochmals zirka 110 Personen festgestellt, was unter den momentanen Bedingungen eine definitive Gefahrenlage für alle darstellte. Durch die Polizeibeamten wurde nun der Kontakt mit dem Geschäftsführer aufgenommen. Anschließend wurde das Geschäft zunächst komplett geräumt. Es wurde vereinbart, dass sich immer gleichzeitig höchstens 15 Personen im Laden aufhalten dürfen und das dortige Personal für die Einhaltung des Mindestabstandes im Bereich der Warteschlange verantwortlich ist. Der 22-jährige Geschäftsführer aus München wurde nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums München

Update, 10.56 Uhr - USA verzeichnen weltweit meiste Tote in Corona-Krise

Die USA haben in absoluten Zahlen weltweit die meisten Toten durch die Corona-Epidemie zu verzeichnen - und somit Italien überholt. Das geht aus Zahlen der amerikanischen Universität Johns Hopkins von Samstagabend (Ortszeit) hervor. In den Vereinigten Staaten starben demnach mehr als 20 600 Menschen in Folge der Corona-Pandemie, in Italien wurden 19 468 Tote registriert. Das südeuropäische Land hatte bislang bei der Gesamtzahl der Toten international an erster Stelle gelegen. Die Daten ändern sich allerdings rasant: Verschiebungen, welches Land in der Corona-Krise traurige Zahlen-Rekorde bricht, unterliegen somit einigen Schwankungen.

Erstmals wurden bis Freitagabend (Ortszeit) binnen 24 Stunden in den USA mehr als 2000 Tote registriert. Dabei handelt es sich um den höchsten Anstieg an verzeichneten Toten binnen eines Tages in einem Land seit Beginn der globalen Pandemie.

In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es auch deutlich mehr bestätigte Infektionen mit dem Virus als in jedem anderen Staat der Welt: Laut der US-Universität sind es bereits mehr als eine halbe Million Infektionen.

Die Werte einzelner Länder lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und erwarteten hohen Dunkelziffer insgesamt allerdings nur schwer vergleichen. Zudem hinkt der Vergleich der absoluten Zahlen wegen der unterschiedlichen Bevölkerungsgrößen.

Update, 10.01 Uhr - München prüft weiter Zusage als Spielort für verlegte EM

Für die verlegte Fußball-EM 2021 steht die endgültige Zusage von München als Spielort laut DPA weiter aus. "Nach der Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft EURO 2020 auf das Jahr 2021 wird das weitere Vorgehen der Landeshauptstadt München aktuell stadtintern geprüft", hieß es aus dem zuständigen Sportreferat der Stadt. Der europäische Dachverband UEFA hatte das Turnier wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben und prüft nun, ob alle zwölf geplanten Spielorte auch dann wieder zur Verfügung stehen. Eine Entscheidung soll wohl bis Ende April fallen.

Möglicherweise können manche Spielorte durch die Corona-Folgen ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Der "Kicker" hatte zuletzt über Probleme in drei Austragungsorten berichtet, darunter Bilbao. Alexej Sorokin, Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, hatte der Agentur Tass zu einem solchen Szenario gesagt: "Sollte irgendeine Stadt ausfallen, bleiben nur wenige Varianten." Es würden neue Austragungsorte ausgewählt oder Spiele auf die übrigen Städte verteilt. "Die zweite Option ist weniger zeitaufwendig", sagte der Russe Sorokin, der auch das Organisationsteam des Spielorts St. Petersburg leitet.

In der Allianz Arena in München, dem einzigen deutschen EM-Standort, soll neben den Gruppenspielen der DFB-Auswahl gegen Frankreich, Portugal und einen Playoff-Sieger noch ein Viertelfinale stattfinden.Ob es Zweifel bei den Verantwortlichen in München an einer erneuten Gastgeber-Rolle gibt, ist offen. Bei der Kommunalwahl am 15. März hatten sich die Mehrheitsverhältnisse im Münchner Stadtrat deutlich geändert. Die Grünen wurden stärkste Kraft, vor CSU und SPD. Oberbürgermeister der Landeshauptstadt bleibt Dieter Reiter (SPD).

Update, 9.58 Uhr - Laut John Hopkins 125.452 Infizierte in Deutschland

Wie die John Hopkins Universität bekanntgibt, betrage die Zahl der in Deutschland Infizierten 125.452 Personen. 53.913 Menschen werden als geheilt angesehen. Das Robert Koch Institut gibt die Zahl der Infizierten mit 120.479 Personen an (Stand 10 Uhr).

Update, 9.34 Uhr - Mindestens 2.673 Todesopfer in Deutschland, 786 in Bayern

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Sonntagmorgen die aktuellen Corona-Fallzahlen für Deutschland veröffentlicht. Bayern ist nach wie vor das Bundesland mit den meisten Corona-Erkrankten Personen. Die Zahl der Erkrankten hat im Vergleich zum Vortag um 829 Personen zugenommen. Insgesamt sind in Bayern 32.282 Menschen am neuartigen Corona-Virus erkrankt, 786 starben an der Erkrankung. 

In Deutschland sind laut RKI insgesamt 120.479 Menschen erkrankt. Dies ist gleichbedeutend mit einer Zunahme von 2.821 Krankheitsfällen im Vergleich zum Vortag. Bundesweit erlagen 2.673 Menschen den Folgen der Corona-Infektion.

Update, 8.52 Uhr - 2500 Plegekräfte melden sich freiwillig zum Corona-Einsatz

Rund 2500 Pflegekräfte haben sich in Bayern bereiterklärt, wegen der Corona-Pandemie freiwillig in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu arbeiten. Bei personellen Engpässen könne nun auf Unterstützung durch den neuen, sogenannten bayerischen Pflegepool zurückgegriffen werden, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern, mit der ihr Ministerium über eine Online-Plattform nach Freiwilligen sucht, könne den Katastrophenschutzbehörden auf Nachfrage die für die Region freiwillig gemeldeten Personen vermitteln.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus benötigen viele Krankenhäuser und Heime dringend mehr Personal. Einige Einrichtungen versuchten etwa, Ärzte und Pflegekräfte vorübergehend aus dem Ruhestand zurückzuholen. Für den Pflegepool weiterhin gesucht werden nach Angaben des Ministeriums Menschen mit einer Ausbildung oder Erfahrung in einem pflegerischen Beruf sowie Medizinisch-technische Assistenten und Medizinische Fachangestellte, die beispielsweise den Job gewechselt haben. Auch Notfallsanitäter, Hebammen, Operationstechnische Assistenten und Anästhesietechnische Assistenten könnten sich melden.

Huml betonte, dass gemeldete Freiwillige während ihres Einsatzes von der Arbeit für ihren Arbeitgeber freigestellt würden und ihr Arbeitsentgelt fortgezahlt bekämen. Selbstständige Freiwillige erhielten Ersatz für ihren Verdienstausfall.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Update, 8.24 Uhr - Ruhestörer hustet Polizisten an und übernachtet im Polizeigewahrsam

Ein 44-jähriger Coesfelder hat am Karfreitagabend (10. April) zuerst seine Nachbarschaft gestört und sich dann mit der Polizei angelegt. Als die Polizisten den Betrunkenen zur Ruhe ermahnten und seine Personalien erbaten, wurde dieser ausfallend, beleidigte die Beamten aufs Übelste und versuchte, diese zu ergreifen

Die Beamten fixierten den Störer. Dieser zeigte sich völlig uneinsichtig und wollte die Lautstärke seiner Musik selbst bestimmen. Die Polizisten nahmen den Coesfelder in Gewahrsam. Auf dem Weg zum Streifenwagen hustete der Störenfried den Polizisten ins Gesicht und gab an, am Coronavirus erkrankt zu sein. Im weiteren Verlauf versuchte er, Polizisten anzuspucken. 

Schließlich erhielt er die Gelegenheit, sich in der Ausnüchterungszelle zu beruhigen. Nun erwarten ihn Anzeigen wegen Ruhestörung, Verweigerung der Namensangabe, Beleidigung und Körperverletzung. Eine Viruserkrankung konnte durch die Gewahrsamsärztin nicht diagnostiziert werden.

Update, 8.03 Uhr - Coronazahlen in Bayern steigen weiter

In Bayern sind nach Angaben des Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) inzwischen 31.773 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden, 911 Fälle mehr als noch am Freitag. Gestorben sind bisher 720 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag am Samstag bei 11.970 Menschen.

Oberbayern ist noch immer der Spitzenreiter aller Regierungsbezirke in Bayern (Stand Samstag 11. April, 10 Uhr):

Regierungsbezirk

Anzahl der Fälle

Fälle Änderung zum Vortag

Fallzahl pro 100.000 Einwohner

Anzahl der Todesfälle

Todesfälle Änderung zum Vortag

Oberbayern

14.370

+493

306,65

231

+13

Niederbayern

3195

+66

257,97

115

+5

Oberpfalz

3562

+95

321,11

121

+4

Oberfranken

2374

+46

222,39

66

+6

Mittelfranken

3043

+62

171,88

74

+3

Unterfranken

2370

+76

179,94

85

+6

Schwaben

2859

+73

151,45

68

+2

Gesamtergebnis

31.773

+911

242,97

760

+39

Update, 7.47 Uhr - Bayerische Museen legen Sammlungen der Corona-Krise an

Bayerische Museen legen erste zeitgeschichtliche Sammlungen der Corona-Krise an. "Solche Sammlungen sind gerade für Heimatmuseen wichtig", sagte Wolfgang Stäbler von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern. Die Corona-Krise sei schon jetzt Medizin- und Zeitgeschichte, aber die Erfahrungen der Menschen derzeit würden langfristig die Stadt- und Regionalgeschichte prägen.

Ein schnelllebiges Zeitzeugnis seien beispielsweise Zettel in Schaufenstern, mit denen momentan viele Geschäfte auf ihre Schließung bis Ende der Osterferien hinweisen. "Wenn wir davon jetzt kein Foto machen, ist es weg", sagte Stäbler.

Das Stadtmuseum München veröffentlichte auf seiner Website eine fotografische Spurensuche. Die Sonderausstellung "München in Zeiten von Corona - Fotografien von Olaf Otto Becker" zeigt Aufnahmen von einem menschenleeren Marienplatz, Stau bei der Drive-In-Teststelle und Spaziergänger entlang der Isar.

Zeitungsausschnitte der Corona-Berichterstattung, Videos von Balkonkonzerten oder Audioaufnahmen von Feuerwehrdurchsagen - kein Eindruck soll verloren gehen. "Wir legen ein Online-Gedächtnis für die Region an", erzählte Sabine Zehentmeier-Lang, Leiterin des Fichtelgebirgsmuseums im oberfränkischen Wunsiedel. "Wer heute noch mit Ausgangsbeschränkungen, Homeoffice und Hamsterkäufen konfrontiert ist, wird bald Zeitzeuge sein", sagte die Museumsleiterin.

Vorbericht - Mehr als 121.300 Corona-Nachweise in Deutschland - rund 2670 Tote

In Deutschland sind bis Samstagabend mindestens 121.324 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 116.600). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit.

Mindestens 2678 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: mindestens 2471). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 57.400 Menschen die Infektion überstanden.

Besonders hohe Infiziertenzahlen haben Bayern mit mehr als 31.770 nachgewiesenen Fällen und mindestens 760 Tote n, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 25.650 Fällen und mindestens 534 Toten sowie Baden-Württemberg mit rund 24.000 bestätigten Fällen und mindestens 641 Toten.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 243 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 145,9. Allerdings ist die Anzahl der Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

mh/dpa

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