News-Ticker zur Corona-Pandemie

Weitere Lockerung in Bayern - „Wir sind systemrelevant, aber wir sind keine Helden“

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Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Dienstag, 12. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2.673, Landkreis Traunstein 1.271, Landkreis Berchtesgadener Land 298, Landkreis Mühldorf 494, Landkreis Altötting 591
  • Todesfälle: Rosenheim 181, Traunstein 82, Berchtesgadener Land 22, Mühldorf 25, Altötting 52
  • Mindestens 7.533 Todesopfer in Deutschland (2.202 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 20 Uhr - Weitere Lockerung mit sofortiger Wirkung

Die bayerische Regierung lockerte eine weitere Einschränkung, die für viele Menschen eine besondere Belastung in einer ohnehin schlimmen Situation darstellte. Künftig dürfen bei Bestattungen unter freiem Himmel nicht mehr nur 15, sondern 50 Menschen Trauernde anwesend sein, berichtet unser Partnerportal merkur.de. Das habe das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Der Mindestabstand von 1,50 Metern muss aber weiter eingehalten werden. 

Update, 18.45 Uhr - „Wir sind systemrelevant, aber wir sind keine Helden“

Volker Schmidt ist Gesundheits- und Krankenpfleger am RoMed-Klinikum Rosenheim und ehrenamtlicher Vorsitzender der Gesundheitsbeschäftigen bei ver.di Bayern. Er erklärt, über die öffentliche Anerkennung in der Bevölkerung freuten sich die Beschäftigten. Das sei genau das, wofür man als Pflegekraft ausgebildet werde: „Wir sind systemrelevant, aber wir sind keine Helden. Wir machen unsere Arbeit profesionell. Allerdings wollen wir diese so gut wie möglich tun und dafür brauchen wir dauerhaft bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal.“

Win Windisch, ver.di Sekretär für die Gesundheitsberufe in Oberbayern, betont, jetzt käme es darauf an, dass man die richtigen Lehren aus den letzten schweren Monaten ziehe: „Es ist gut, wenn Ministerpräsident Söder ankündigt, dass er den Kliniken mehr finanziellen Spielraum geben möchte. Der ist auch bitter nötig, aufgrund des Investitionsstaus, der in den Kliniken entstanden ist.“ Viel zu oft, so Windisch wurde Geld, dass für Personal vorgesehen war letztendlich für Baustellen ausgegeben. Die Erhöhung der Zuschüsse durch den Freistaat seit 2018 könne nur teilweise das ausgleichen, was seit 2003 zu wenig gezahlt wurde. Bayern zahle zwar mehr als andere Bundesländer, aber trotzdem noch deutlich zu wenig: „Jetzt sind wir quasi, noch nicht mal auf dem Stand von 2002. Wir unterstützen daher die Forderungen nach einer weiteren Erhöhung der jährlichen Investitionen durch den Freistaat, wie sie z.B. auch von der Bayerischen Krankenhausgesellschaft kommen.“

Rudy Kreuzeder, Altenpfleger im AWO Seniorenzentrum Laufen, beteiligt sich ebenfalls am heutigen Tag der Pflegenden zusammen mit allen Berufsgruppen in der Einrichtung: „Auch an diesem Tag ist es mir wichtig, dass Pflege Teamarbeit ist. Unsere Bewohner können nur die bestmögliche Versorgung erhalten, wenn alle Beschäftigten an einem Strang ziehen. Dafür fordern wir alle gemeinsam mehr Wertschätzung und bessere Arbeitsbedingungen. Das bedeutet auch jeden Monat bessere Löhne und nicht nur einmalige Bonus-Zahlungen.“

Pressemeldung ver.di Bezirk Rosenheim

Update, 18 Uhr - Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Nach dem Beschluss der Bayerischen Staatsregierung, Museen und Ausstellungshäuser vorsichtig und kontrolliert zu öffnen, schließen viele bayerische Museen heute ihre Türen für den Besucherverkehr wieder auf. Kunstminister Bernd Sibler überzeugte sich zusammen mit dem Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Prof. Dr. Bernhard Maaz und dem Direktor des Museums für die Sammlung Brandhorst Achim Hochdörfer im Museum Brandhorst von den getroffenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen. "Die bayerischen Museen haben sich während der Corona-Schließungen einiges an digitalen Angeboten einfallen lassen, um Kunst weiterhin zu den Menschen zu bringen. 

Nun ist es Zeit für einen Neustart. Mit ihren durchdachten Hygiene- und Schutzmaßnahmen ermöglichen sie eine Wiedereröffnung und laden ihre Besucherinnen und Besucher zum Kunstgenuss vor Ort ein. Als Kunstminister freue ich mich sehr, dass damit wieder ein Stück mehr kulturelles Leben im Freistaat möglich ist. Kunst und Kultur nehmen gerade in schwierigen Zeiten wie diesen eine sinnstiftende und verbindende Funktion ein", so Sibler. Er hatte sich frühzeitig dafür eingesetzt, dass Museen und Ausstellungshäuser unter strengen Auflagen des Gesundheitsschutzes wieder öffnen dürfen. Zudem arbeitet die Bayerische Staatsregierung bereits intensiv an einem abgewogenen Konzept für Lockerungen für weitere kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungen.

"Museen sind Orte für das Gespräch zur Kunst - über Generationen, Nationen und Konfessionen hinweg. Das Museum ist ein unentbehrlicher Ort des Austauschs zu Menschheitsfragen. Auch wenn das Gespräch wegen der obligatorischen Hygienevorschriften jetzt erschwert sein mag, hoffen wir doch auf reichen Besuch. In der nächsten Zukunft liegt die Chance darin, dass wir anstatt in die Ferne zu reisen, die Entdeckungen am Ort machen, in den Pinakotheken und bald auch in den Staatsgalerien in ganz Bayern. Für den Überblick empfehlen wir die Website der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, des Kunstareals, der vielen Häuser: Kommen Sie, schauen und genießen Sie!", sagt Bernhard Maaz, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.

Hygiene- und Schutzkonzept der bayerischen Museen während der Corona-Pandemie Zum Hygiene- und Schutzkonzept der bayerischen Museen gehört u.a. ein regulierter Einlass der Besucherinnen und Besucher. Die Besucherzahl wird dadurch auf einen Museumsgast pro 20 m2 Ausstellungsfläche limitiert. Markierungen auf dem Boden weisen die Besucherinnen und Besucher auf den einzuhaltenden Mindestabstand von 1,5 Metern hin. Leitsysteme führen die Gäste durch die Ausstellungen. 

Auf das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung wird geachtet. Zudem haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechende Hygiene-Schulungen erhalten: "Bis zuletzt haben wir die Markierungen auf die Böden gebracht, insgesamt über 120 Laufmeter Klebestreifen, Plexiglas-Trennschutzwände installiert, tausende von Masken für unsere Aufsichten besorgt und Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Die Besucherinnen und Besucher können sich also absolut sicher fühlen und sich voll und ganz auf den Kunstgenuss konzentrieren", ergänzt Achim Hochdörfer, Direktor des Museums Brandhorst.

Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Update, 17.30 Uhr - Grenze bei Bayerisch Gmain wird geöffnet

Berufspendler mit Wohnsitz bzw. Arbeitsplatz in den Gemeinden Großgmain, Bayerisch Gmain und in Bad Reichenhall sowie Schüler können ab Mittwoch, 13. Mai zeitweise die Grenzübergangsstelle Bayerisch Gmain – Großgmain nutzen. Dies hat die Bundespolizei mit den österreichischen Behörden vereinbart.

Update 17 Uhr - Bad Feilnbach für RKI-Studie ausgewählt

Das Robert Koch Institut hat die Gemeinde Bad Feilnbach für eine Studie zum „Corona-Monitoring lokal“ ausgewählt. Insgesamt 2.000 Personen sollen bei der Untersuchung getestet werden. Die Studie soll voraussichtlich im Sommer durchgeführt werden. Einen genauen Termin gibt es noch nicht.

Update, 16.30 Uhr  - Keine neuen Fälle aber ein Toter im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es keinen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 12. Mai, 14 Uhr). Ein 70-jähriger Mann, der mit dem Corona-Virus infiziert war, ist verstorben. Damit erhöht sich die Anzahl der Verstorbenen auf insgesamt 27.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 494 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 411 wieder genesen. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle liegt derzeit bei 56, davon werden zwölf stationär behandelt. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 6,0.

Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich folgende Zahlen: Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 51 Stationäre Corona-Positivfälle: 24 Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 6 Entlassene Corona-Patienten: 4

Fälle

Genesene

Landkreis, gesamt

494

411

Ampfing

32

30

Aschau am Inn

10

9

Bucbach

12

12

Egglkofen

3

3

Erharting

2

2

Gars am Inn

30

27

Haag

27

21

Heldenstein

8

7

Jettenbach

0

0

Kirchdorf 

12

11

Kraiburg

52

37

Lohkirchen

3

2

Maitehbeth

10

7

Mettenheim

7

5

Mühldorf am Inn

79

69

Neumarkt-Sankt Veit

17

14

Niederbergkirchen

9

9

Niedertaufkirchen

12

11

Oberbergkirchen

2

2

Oberneukirchen

4

4

Obertaufkirchen

9

8

Polling

7

4

Rattenkirchen

6

6

Rechtmehring

17

17

Reichertsheim

8

6

Schönberg

7

4

Schwindegg

15

12

Taufkirchen

20

19

Unterreit

7

5

Waldkraiburg

63

45

Zangberg

4

3

Pressemeldung Stadt Mühldorf

Update, 15.56 Uhr - Weiterer Todesfall im Kreis Traunstein

Das Traunsteiner Gesundheitsamt hat in den letzten 24 Stunden keine Neuinfektionen verzeichnen müssen. Es liegen somit weiterhin insgesamt 1271 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Im Rahmen der Pandemie-Strategie im Landkreis Traunstein führt das Gesundheitsamt gezielt anlassbezogene Reihentestungen in Gemeinschaftseinrichtungen durch. Durch Reihentestungen werden bisher unentdeckte Virenträger positiv getestet, die bislang keine Symptome gezeigt haben und vermutlich auch nie zum Arzt gegangen wären.

Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 880 Personen (neun mehr als gestern). Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 32,75. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 24 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich sechs Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Lage-Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine Frau (85 Jahre). Es wurde auch eine COVID-19-Infektion diagnostiziert. Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 82 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Update, 15.36 Uhr - LGL: Zahl der Infektionen in Oberbayern um 130 Fälle angestiegen

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus ist in Oberbayern im Vergleich zum Montag um 130 gestiegen (von Sonntag auf Montag waren es 33 Fälle). Damit liegt laut LGL die Anzahl der Fälle bei 20.474.

Oberbayern hat damit weiterhin die größte Anzahl an Infizierten im gesamten Freistaat, vor der Oberpfalz mit 4.905 Fällen. Die Fallzahl pro 100.000 Einwohnern liegt bei rund 437, damit liegt Oberbayern hinter der Oberpfalz (442 / 100.000 EW). Die Zahl der Todesfälle im Bezirk liegt bei 826, das sind 14 mehr als gestern.

Regierungsbezirk

Anzahl der Fälle

Fälle Änderung zum Vortag

Fallzahl pro 100.000 Einwohner

7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner

Anzahl der Todesfälle

Todesfälle Änderung zum Vortag

Oberbayern

20.474

(+ 130)

436,90

14,00

826

(+ 14)

Niederbayern

4.495

(+ 21)

362,93

9,77

255

(+ 6)

Oberpfalz

4.905

(+ 26)

442,18

10,91

325

(+ 3)

Oberfranken

3.440

(+ 8)

322,25

10,21

184

(+ 4)

Mittelfranken

4.548

(+ 23)

256,89

7,63

247

(+ 3)

Unterfranken

3.340

(+ 9)

253,58

4,71

180

-

Schwaben

3.731

(+ 2)

197,64

2,22

185

(+ 2)

Gesamtergebnis

44.933

(+ 219)

343,61

9,53

2.202

(+ 32)

Die Sieben-Tage-Inzidenz (in Bezug auf 100.000 Einwohner gerechnet) liegt in Gesamt-Oberbayern bei 14. Das ist der höchste Wert unter den bayerischen Bezirken. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aller oberbayerischen Städte und Landkreise hat noch immer Rosenheim-Stadt mit 47,38.

Der Sieben-Tage-Inzidenz in der Region:

  • Stadt Rosenheim: 47,38
  • Landkreis Rosenheim: 34,1
  • Landkreis Traunstein: 32,75
  • Landkreis Altötting: 3,6
  • Landkreis Mühldorf: 6,07
  • Landkreis Berchtesgadener Land: 10,4

Update, 15.23 Uhr - Weiterer Todesfall im Kreis Altötting

Auch aus dem Landkreis Altötting gibt es nun die aktuellen Zahlen. Bislang wurden hier 591 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Das entspricht einem Plus von zwei Fällen innerhalb der letzten 24 Stunden. Es handelt sich dabei laut Altöttinger Landratsamt um eine Frau aus Altötting und eine Teisingerin.

469 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. Der Landkreis Altötting hat bislang 52 Todesfälle zu verzeichnen, ein Fall mehr als am Montag.

Update, 15.02 Uhr - Stabile Zahlen im BGL

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit drei Tagen keine weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis Berchtesgadener Land gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle verbleibt somit konstant bei 298 (Meldestand: 12.05.2020, 10 Uhr). Aktuell steht der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert für den Landkreis bei 12,3.

Erfreulich ist auch die Entwicklung bei den in den Kliniken im Berchtesgadener Land stationär behandelten COVID-19-Patienten. Dies sind insgesamt nur noch 32 und somit drei Patienten weniger im Vergleich zur gestrigen Meldung. Vier dieser Patienten befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung.

Update, 14.42 Uhr - Vier neue Todesfälle im Kreis Rosenheim

Das Rosenheimer Gesundheitsamt verzeichnete für den 11. Mai 19 neue Fälle. Hiervon sind 12 durch Reihenuntersuchungen aufgefallen. Bisher sind insgesamt 2673 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1517 Personen eine Genesung dokumentiert. 

181 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben, dies entspricht einem Anstieg von vier Fällen. Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 117 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 

165 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 33 Patienten auf einer Intensivstation. „Wir beobachten die Lage weiterhin genau, um bei einem Anstieg der Infektionszahlen rechtzeitig die erforderlichen Gegenmaßnahmen ergreifen zu können“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes.

Fallzahlen in Stadt und Landkreis Rosenheim

PK im Video: Bayern plant neues Konzept für Versammlungen

Update, 13.58 Uhr - Huml setzt auf Frühwarnsystem: „Ausbruchsgeschehen lokal eingrenzen"

Nach Angaben von Gesundheitsministerin Melanie Huml gibt es mittlerweile 44.933 bestätigte Corona-Fälle in Bayern. Das sind 219 mehr als am Montag. Aktuell sind demnach offiziell rund 4.300 Menschen im Freistaat erkrankt. Dazu komme eine Dunkelziffer von Infizierten, die nicht getestet wurden oder die Infektion ohne Symptome überstehen. Bisher sind im Freistaat laut Huml 2.202 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. „Jeder Tote ist natürlich einer zu viel“. Es sei weiterhin wichtig, Vorsicht walten zu lassen.

Um einer starken Ausbreitung in Bayern vorzubeugen setzt der Freistaat laut der Gesundheitsministerin auf ein "Frühwarnsystem". Demnach sollen die Behörden nicht erst bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage aktiv werden. Das Frühwarnsystem solle bereits bei 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern greifen, um der Ursache und den Umständen des Anstiegs nachzugehen. Das Ausbruchsgeschehen solle dann lokal eingegrenzt werden, wie es beispielsweise im Kreis Traunstein gehandhabt werde. Dort wurde das Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen sowie den Kliniken bis 15. Mai verlängert.

Update, 13.44 Uhr - Aiwanger: Bayern zurück auf dem Weg zur Normalität

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zieht ein positives Zwischenfazit der Ladenöffnungen im Freistaat. Nachdem der gesamte Handel seit Montag wieder geöffnet sei, kehre Bayern "zurück auf den Weg der Normalität in Wirtschaft und Gesellschaft". Laut Aiwanger vermelden die Geschäfte bisher rund 50 Prozent des sonst üblichen Umsatzes, das mache "Lust auf mehr". 

Generell hoffe er, dass sich einige Wirtschaftsbereiche und Branchen in einigen Wochen soweit stabilisiert haben, dass sie ohne staatliche Unterstützung auskommen. „Bitte nehmen Sie das Angebot auch an“, bittet der Wirtschaftsminister in Bezug auf die Öffnungen in der Gastronomie. Zugleich lobte er die Bevölkerung. Die Menschen hätten seien sehr vernünftig und verantwortungsvoll. Sie hielten sich an die Regeln wie das Abstandsgebot und die Maskenpflicht.

Anschließend widmet sich Aiwanger ausführlich dem Thema Soforthilfen: „Den Großteil der Berechtigten haben wir mit Geld bedient." Es sei ein Dickicht an Vorschriften zu bewältigen gewesen. Nun sei aber "ein Ende des Themas in Sicht". In rund zehn Tagen werde der allergrößte Teil des Geldes ausbezahlt sein.

Update, 13.36 Uhr - Konzept für Gastronomie wird "geschärft"

„Wenn es keine Rückschläge gibt im Infektionsgeschehen“, könne der Fahrplan in Sachen Gastronomie beibehalten werden, sagt Herrmann. In Biergarten und Restaurants wird laut Staatskanzleichef Herrmann ein Abstandsgebot von 1,5 Metern gelten - sowohl für Gäste als auch für Mitarbeiter. Familien könnten aber beieinander sitzen. 

Es werde eine Mundschutz-Pflicht gelten - außer am Tisch. Das Konzept werde derzeit noch geschärft, damit für alle Beteiligten Klarheit gewährleistet sei. Dieser Bereich sei naturgemäß eine besondere Herausforderung: „Gastronomie lebt von der Enge“, sagt Herrmann.

Update, 13.28 Uhr - Staatskanzleichef kritisiert Verstöße bei Demos

Herrmann thematisiert und kritisiert die Demonstrationen in Nürnberg und München vom Wochenende, bei der die Auflagen nicht eingehalten wurden. Herrmann spricht von „verstörenden Bildern“, die es am Wochenende gegeben hätte. Für Demonstrationen seien klare Richtlinien festgelegt worden. „Es gibt aber eine Diskrepanz zwischen einer Anmeldung und einer tatsächlichen Teilnehmerzahl“, erklärt der Staatskanzleichef. 

In Sachen Distanzgebot habe man jedoch erhebliche Mängel feststellen müssen: „Die Grenzen sind da, wo man andere bedroht. Passanten wurden bewusst angegangen. (..) Alle Freiheiten haben auch Grenzen!“ Man wolle eine „ganz klare Linie“ verfolgen. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sei daher beauftrag worden, in Zusammenarbeit mit den Kommunen ein Konzept zu erarbeiten, um ähnliche Situationen zu verhindern. Es müsse möglich sein, Versammlungen durchzuführen, ohne andere zu gefährden.

Update, 13.22 Uhr - Bayern setzt weiter auf Kurs der Vorsicht

Staatsminister Dr. Florian Herrmann eröffnet die Pressekonferenz nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts. Hauptsächlich sei es auch heute um die Corona-Krise gegangen. Die Erleichterungsmaßnahmen würden fortgesetzt, dabei müssten aber die Zahlen genau beobachtet werden, dass die Corona-Lockerungen keine negativen Konsequenzen hätten. 

„Wir können feststellen, dass die bisherige Entwicklung unsere Strategie, unseren Kurs der Vorsicht und Umsicht, bestätigt. Wir wollen uns jetzt nicht verstolpern“, sagt der Staatskanzleichef.

Update, 12.47 Uhr - Kabinett berät über Corona-Auflagen und -Lockerungen - PK um 13 Uhr

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) leitet in der Staatskanzlei die Sitzung des bayerischen Kabinetts. Wie in den Vorwochen steht auch heute die Corona-Pandemie im Mittelpunkt der Beratungen. Konkrete Themen der Sitzung sollen neben Hygienevorgaben für die Gastronomie, die mögliche Wiedereröffnung von Jugendzentren und Volkshochschulen auch das Vorgehen der Polizei bei Demonstrationen sein. 

Nach der Kabinettssitzung informieren um 13 Uhr Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) über die wichtigsten Ergebnisse.

rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich wieder live!

Update, 12.05 Uhr - München will Oktoberfest-Buden in der Stadt verteilen

Nach der Absage des Oktoberfests und anderer Volksfeste will die Stadt München neue Wege gehen: Buden und möglicherweise auch bestimmte Fahrgeschäfte könnten den Überlegungen zufolge dezentral an verschiedenen Orten in der Stadt aufgestellt werden. Es sei kein Wiesn-Ersatz, betonte der Münchner Wirtschaftsreferent und Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU) am Dienstag. Es gehe vielmehr darum, den Sommer in der Stadt zu gestalten und zugleich den unter den Folgen der Corona-Krise leidenden Schaustellern zu helfen.

Am Mittwoch will der Stadtrat über die Vorschläge beraten. In einem fraktionsübergreifenden Antrag haben SPD, Grüne und CSU die Stadtverwaltung aufgefordert, "schnellstens zu ermöglichen", dass Münchner Schausteller an bestimmten Plätzen volksfesttypische Speisen zum Mitnehmen anbieten können.

Am 21. April hatten Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das Oktoberfest für dieses Jahr wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus abgesagt.

Update, 11.35 Uhr - Handel fordert verkaufsoffene Sonntage wegen Corona

Um den Konsum in der Corona-Krise wieder anzukurbeln, fordert der Einzelhandel in Bayern einfachere Vorschriften für verkaufsoffene Sonntage. "Es wäre allen gedient, wenn die rechtlichen Auflagen für verkaufsoffene Sonntage für vorübergehende Zeit ruhen könnten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Wolfgang Puff, der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag). "Wir müssen den Kunden ein Einkaufserlebnis bieten, um die Geschäfte und die Innenstädte zu beleben", betonte er.

Bislang dürfen bayerische Kommunen Geschäften erlauben, an maximal vier Sonn- oder Feiertagen zu öffnen - und auch nur zu konkreten Anlässen wie Märkten, Messen oder Stadtfesten. Lange vor der Corona-Pandemie hatte es immer wieder Diskussionen um die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage in Bayern gegeben. Vor knapp einem Jahr hatte der Landtag einen Vorschlag der FDP-Fraktion abgelehnt, die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage von vier auf sechs zu erhöhen.

Update, 11.14 Uhr - Gericht setzt generelle Quarantäne-Pflicht außer Vollzug

Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die generelle Quarantänepflicht für Menschen außer Vollzug gesetzt, die aus dem Ausland ins Land einreisen. Das teilte die Justizbehörde am Montagabend mit. Die Richter gaben damit dem Eilantrag des Eigentümers einer Ferienhausimmobilie in Schweden statt.

Zur Begründung erklärte das Gericht, dass im Hinblick auf die weltweiten Zahlen - auch unter der Berücksichtigung einer hohen Dunkelziffer - ein Einreisender "nicht pauschal als Krankheits- oder Ansteckungsverdächtiger angesehen werden" dürfe. Der Staat könne jedoch Reisende bei ihrer Rückkehr dazu verpflichten, sich bei den zuständigen Infektionsschutzbehörden zu melden. Dann könnten die Behörden im Einzelfall geeignete Maßnahmen veranlassen, hieß es.

Update, 10.29 Uhr - RKI: Ab diesem R-Wert wird es kritisch

"Aber wir nähern uns einem Plateau der Fallzahlen. Die Reproduktionszahl kann auch künftig um 1 schwanken. Und wir müssen ihren Verlauf weiter beobachten", führt RKI-Vize Schaade weiter aus.

Eine konstante Reproduktionszahl um 1 könne auch bedeuten, dass sich die Infektionszahlen "auf einem Plateau einpendeln". Umso wichtiger sei es, weiterhin die Hygieneregeln einzuhalten. "Das Virus ist immer noch in Deutschland. Das Virus ist nicht weg."

"Wenn die Reproduktionszahl dauerhaft über 1 ist, sind wir in einem exponentiellen Wachstum. Dann nehmen die Fälle sehr stark zu." Ein bis zwei Tage mit einem geringen Wert über 1 sei jedoch zunächst nicht bedenklich. Dennoch würden die Wissenschaftler in diesem Fall sehr genau hinschauen. Kritisch würde es etwa bei dauerhaften Werten von etwa 1,2 oder 1,3, erklärt Schaade.

Update, 10.18 Uhr - So erklärt das RKI den aktuell erhöhten R-Wert

Schaade geht nun auch auf die Reproduktionszahl ein. Dieser Wert lag in den letzten Tagen konstant über dem kritischen Wert 1. Der RKI-Vize betont, dass der R-Faktor nur ein Wert sei, um die Pandemie einzuordnen. "Ein anderer wichtiger Parameter ist die Zahl der Neuinfektionen." Elementar sei es, auch lokale Ausbruchsherde zu beobachten. Auch die Schwere der Erkrankungen sei wichtig für die Bewertung der jeweils notwendigen Maßnahmen.

Eine wichtige Rolle spiele auch das genaue Erkrankungsdatum. "Um ein möglichst realistisches Bild des Epidemie-Verlaufs zu übermitteln, müssen fehlende Angaben etwa zum Erkrankungsdatum durch Schätzungen mit einbezogen", erklärt Schaade. Dies sei Grundlage für das sogenannte Naucasting

Der RKI-Chef weist darauf hin, dass es Ungenauigkeiten bei der Berechnung des R-Faktors gebe. Der aktueller Wert in Höhe von 1,07 beziehe sich auf Infektionen, die im Zeitraum 28. April. bis 3. Mai. stattgefunden haben. Auf die ganz aktuellen Zahlen gehe der Wert nicht ein. 

Update, 10.08 Uhr - RKI: Anteil der Verstorbenen in den letzten Wochen kontinuierlich gestiegen

RKI-Vize Lars Schaade gibt zu Beginn der heutigen Pressekonferenz einen Überblick über die aktuelle Corona-Lage. Besonders betroffen seien nach wie vor die Vereinigten Staaten. "Mittlerweile sind mehr als vier Millionen Fälle weltweit gemeldet worden", so Schaade. 

170.508 Fälle wurden in Deutschland an das RKI übermittelt. "Die Zahlen bleiben in etwa vergleichbar mit den Zahlen der letzten Wochen", sagt der RKI-Vize. "Der Anteil der Verstorbenen ist in den letzten Wochen kontinuierlich gestiegen."

Update, 9.51 Uhr - Grenzübergang Bayerisch Gmain öffnet am Mittwoch

Schon seit Wochen ist der kleine Grenzübergang zwischen Bayerisch Gmain und Großgmain mit einem Metallzaun abgesperrt. Ab Mittwoch (13. Mai) soll der Grenzübergang zumindest tagsüber wieder geöffnet sein. Das hat die Gemeinde Großgmain mitgeteilt

Demnach dürfen Personen mit einem besonderen Grund zwischen 6 und 20 Uhr die Grenze passieren. Das gilt für Pendler, Schüler oder Menschen, die einen Arzttermin auf der anderen Seite der Grenze haben. Auch Familienbesuche und landwirtschaftliche Fahrten sollen möglich sein. Wer über die Grenze in Bayerisch Gmain bzw Großgmain will, sollte aber eine Bescheinigung dabei haben, um den Grund der Fahrt glaubhaft machen zu können

Update, 9.22 Uhr - Fast 1.000 Neuinfektionen, 116 weitere Todesfälle in Deutschland

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt um 933 auf 170.508, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der Todesopfer stieg binnen 24 Stunden um 116 auf 7.533.

In Bayern stieg die Zahl der Infizierten um 225 auf nun insgesamt 44.593 Fälle. Die Todesfälle nahmen um 27 zu, insgesamt starben 2182 Menschen in Bayern.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle/ 100.000 Einw.

Todesfälle

Baden-Württem­berg

33.359

+169*

301

1.568

Bayern

44.593

+225

341

2.182

Berlin

6.274

+2

167

165

Brandenburg

3.111

+5

124

136

Bremen

1.058

+3

155

35

Hamburg

4.960

+180*

269

216

Hessen

9.031

+19

144

415

Mecklenburg-Vor­pommern

729

+1

45

20

Niedersachsen

10.895

+41

136

507

Nordrhein-West­falen

35.333

+201

197

1.456

Rhein­land-Pfalz

6.355

+42

156

206

Saarland

2.665

0

269

144

Sachsen

4.947

+32

121

190

Sachsen-Anhalt

1.648

+5

75

50

Schles­wig-Holstein

2.956

-1*

102

125

Thüringen

2.594

+9

121

118

Gesamt

170.508

+933

205

7.533

*Aus einem Landkreis in Baden-Württemberg wurden die 148 Fälle, die vorgestern weniger übermittelt worden waren, gestern korrigiert und wieder übermittelt. Die Daten aus Hamburg wurden erneut validiert, sodass im Vergleich zu gestern 180 Fälle mehr gezählt werden, die jedoch auch schon länger zurückliegende Meldedaten haben. In Schleswig-Holstein wurden Einzelfälle korrigiert, daher wird 1 Fall weniger als gestern ausgewiesen.

Update, 8.57 Uhr - Elf Tote in Seniorenheim in Burghausen 

Elf Todesfälle, rund 25 infizierte Bewohner und rund 25 infizierte Mitarbeiter - das Heilig-Geist-Spital Burghausen entwickelte sich Anfang April zum Corona-Hotspot. Das berichtet die Passauer Neue Presse am Dienstag. Warum die Todes- und Infektionszahlen im Heilig-Geist-Spital deutlich höher sind als in den anderen fünf BRK-Altenheimen im Landkreis, konnte BRK-Geschäftsführer in Altötting Josef Jung nicht sagen. Er vermutet jedoch, dass sich die Menschen im März angesteckt haben, also vor Umsetzung der strengen Maßnahmen, so die PNP weiter.

Aktuell seien noch sechs Mitarbeiter und Bewohner in Quarantäne. "Das Virus ist im Heilig-Geist-Spital stark am abklingen", so Jung. Trotz der elf Totesfälle hatte das Seniorenheim allerdings auch gute Nachrichten zu verzeichnen: Mehrere "hochbetagte" Bewohner, darunter auch eine 100-Jährige, hätten das Virus überlebt.

Update, 8.04 Uhr - Pressekonferenz der Staatsregierung am Mittag 

Am Dienstagvormittag tritt wieder das bayerische Kabinett zusammen. Schwerpunkt der Sitzung ist natürlich weiterhin die Bekämpfung der Corona-Pandemie. Gegen 13 Uhr ist dann eine Pressekonferenz in der Staatskanzlei geplant. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) und Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) werden über die Ergebnisse/Beschlüsse der Sitzung informieren. 

rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich wieder live!

Update, 7.23 Uhr - 58 neue Fälle und drei weitere Tote in München

In München wurden jetzt 58 neue Coronafälle (Stand: 11. Mai, 13.30 Uhr) bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.423 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.095 Personen, die bereits genesen sind, sowie 201 Todesfälle. Die Zahl der Toten stieg dabei im Vergleich zum Vortag um drei Personen.

Update, 6.50 Uhr - Harte Linie gegen Corona-Störenfriede

Nach den ausufernden Protesten gegen die Corona-Regeln am Wochenende hat Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei Verstößen auf künftigen Corona-Demonstrationen ein härteres Durchgreifen angekündigt: "Die Polizei wird bei den Versammlungen in den nächsten Wochen noch stärker präsent sein."

Später ergänzte Herrmann in einem Radiointerview beim Bayerischen Rundfunk: "Wir werden sehr genau hinschauen, insbesondere bei den Leuten, die den Staat als Ganzes ablehnen und aggressiv auftreten." Die harte Linie begründete der Minister wie folgt: "Das Grundgesetz gewährt nicht nur Versammlungs- und Meinungsfreiheit, es gibt dem Staat auch auf, seine Bürger zu schützen vor der rücksichtslosen Gefährdung durch andere."

Demonstration gegen Corona-Regeln in München

Coronavirus - Demonstration in München
Coronavirus - Demonstration in München © dpa
Coronavirus - Demonstration in München
Coronavirus - Demonstration in München © dpa
Coronavirus - Demonstration in München
Coronavirus - Demonstration in München © dpa
Coronavirus - Demonstration in München
Coronavirus - Demonstration in München © dpa
Coronavirus - Demonstration in München
Coronavirus - Demonstration in München © dpa
Coronavirus - Demonstration in München
Coronavirus - Demonstration in München © dpa

Reproduktionszahl leicht auf 1,07 gesunken

Bundesweit sind bis Montagabend (News-Ticker Montag, 11. Mai) über 170.400 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand: mehr als 169.800 Infektionen). Mindestens 7.509 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand: 7.443). Das geht aus der neuesten Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor.

Die Reproduktionszahl lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 1,07 (Stand: 11. Mai, 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwas mehr als eine Person ansteckt. Der Wert liegt seit dem 9. Mai über der kritischen Marke von 1. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 145.600 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 44.700 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2.170 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 35.100 Fällen und mindestens 1.436 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 33.390 bestätigten Fällen und mindestens 1.570 Toten.

mh/mw/dpa

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