News-Ticker zur Corona-Pandemie

Rund 126 000 Corona-Nachweise in Deutschland - Frankreich verlängert Ausgangssperre

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Rheinland-Pfalz, Hahn: Ein Mitarbeiter des Gesundheitsamts in Schutzkleidung misst nach der Landung von rund 160 rumänischen Erntehelfern am Flughafen Hahn die Körpertemperatur. Wegen der Coronavirus-Pandemie war lange unklar, ob rechtzeitig Arbeiter aus Osteuropa einreisen dürfen, um unter anderem bei der Spargelernte zu helfen.

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Montag, 13. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 1835, Landkreis Traunstein 750, Landkreis Berchtesgadener Land 224, Landkreis Mühldorf 388, Landkreis Altötting 419
  • Mindestens 2.799 Todesopfer in Deutschland (820 in Bayern) 
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (vorerst bis 19. April)
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Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Der Landkreis Rosenheim hat angekündigt, erst am Dienstag (14. April) wieder aktuelle Zahlen zu den Corona-Fällen zu veröffentlichen.

Update, 20.34 Uhr: Frankreich verlängert Ausgangssperre bis zum 11. Mai

Deutschlands Nachbarland Frankreich hat die Ausgangssperre bis zum 11. Mai verlängert. Das gab Präsident Macron am Abend in einer Fernsehansprache bekannt. 

Wie es mit der Ausgangsbeschränkung in Deutschland und Bayern weitergeht, wird in den nächsten Tagen entschieden. Offiziell gilt die Ausgangsbeschränkung in Bayern bis zum 19. April.

Update, 18.09 Uhr - Rund 126 000 Corona-Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bis Montagnachmittag mindestens 126.000 (Vortag: 123 600) Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden.

Mindestens 2942 (Vortag: 2800) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 64.300 Menschen die Infektion überstanden. Damit gelten etwa die Hälfte der bisher erfassten Infizierten inzwischen als genesen. Die tatsächliche Zahl dürfte noch weit darüber liegen - unter anderem, weil zahlreiche milde oder symptomlose Verläufe gar nicht durch Tests erfasst wurden.

Besonders hohe Infiziertenzahlen haben den Test-Statistiken zufolge Bayern mit mehr als 33.300 nachgewiesenen Fällen und mindestens 834 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 26 900 Fällen und mindestens 613 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 24.400 bestätigten Fällen und mindestens 669 Toten.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 254,9 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 151,6. Allerdings ist die Anzahl der Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

dpa

Update, 17.01 Uhr - Bilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord zum Oster-Wochenende

Über die Osterfeiertage, im Zeitraum von Freitag, 10. April bis zum Ostermontag, 13. April, führten die Einsatzkräfte der Dienststellen, teilweise mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei, Kontrollen zur Überwachung der bestehenden Ausgangsbeschränkung durch. Vom Karfreitag beginnend bis heute Morgen wurden 8300 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden rund 1000 Verstöße festgestellt und etwas über 500 zur Anzeige gebracht. Wie schon in den vergangenen Tagen handelt es sich fast ausnahmslos um Zuwiderhandlungen gegen die Ausgangsbeschränkungen.

Die niedrige Zahl von Beanstandungen zeigt nach wie vor eine hohe Akzeptanz für die getroffenen Schutzmaßnahmen und spiegelt das in der großen Mehrzahl der Bürger vorhandene Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit der Lage wider.

Was den Ausflugsverkehr betrifft, so meldeten die Verkehrsdienststellen an die Koordinierungsgruppe des Polizeipräsidiums für den Freitag und Samstag auf den Bundesstraßen und Autobahnen lediglich ein geringes bis mäßiges Verkehrsaufkommen ohne Störungen.

Von den anderen Polizeiinspektionen wurde ein überwiegend geringer Ausflugsverkehr an den Naherholungsgebieten, insbesondere auch an den Seen im südlichen Präsidialbereich übermittelt. Größere Gruppenansammlungen waren lediglich an den Seeanlagen im Dienstbereich der Polizeiinspektion Dießen am Ammersee festzustellen. Viele Familien nutzten die Gelegenheit zum Ausflug, was nicht zu beanstanden war.

Die Starnberger Polizei registrierte ein erhöhtes Besucheraufkommen am Ostufer des Starnberger Sees, dem Badegelände „Percha-Beach“. Die Besucher hielten die Abstände zueinander ein. Gründe für ein Einschreiten gab es nicht.

In ähnlicher Weise fielen die Lagemeldungen für den Sonntag aus.

Ein gerne in Kauf genommener österlicher Stau ergab sich im Landkreis Freising. Am Ostersonntag fanden am Vormittag in mehreren Ortschaften Weihen für Körbe mit Osterfrühstück statt. Die Osterkorbweihe in Attenkirchen in der Variante „Drive Through“ war besonders gefragt. Ab 08.30 Uhr zählte die Polizei rund 1200 Fahrzeuge. Der Andrang war so groß, dass sich die Autos bis zur Bundesstraße stauten. Die Polizei übernahm die Absicherung

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Update 16.20 Uhr - Asylunterkunft in der Äußeren Oberaustraße unter Quarantäne 

Nachdem inzwischen zwei Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft in der Äußeren Oberaustraße ebenfalls positiv getestet wurden, hat das Rosenheimer Gesundheitsamt am 13. April auch über diese Einrichtung ab sofort die Quarantäne verhängt. Zuvor war bereits die Asylunterkunft in der Karlsbader Straße unter Quarantäne gestellt worden. 

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Update 16.13 Uhr - Lkr. Traunstein: Keine Entwarnung trotz weniger neuer Fälle

Pressemitteilung im Wortlaut:

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 750 bestätigte Corona-Fälle vor. Dies ist gleichbedeutend mit einer Zunahme von acht infizierten Personen im Vergleich zum Vortag. 

Das Landratsamt weist darauf hin, dass der vergleichsweise geringe Anstieg der Fallzahlen am heutigen Ostermontag aufgrund der eingeschränkten Tätigkeit einiger Testlabore über die Feiertage keine Rückschlüsse auf die allgemeine Entwicklung zulasse.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 66 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich 15 Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (11 in Traunstein und 4 in Trostberg).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilug eine Todesmeldung eingegangen. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine 87-jährige Frau. Es wurde auch eine COVID-19-Infektion diagnostiziert. Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 18 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vor. 88 Personen sind wieder genesen. 

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update 15.49 Uhr - Ein weiteres Todesopfer, sechs neue Fälle im Landkreis Mühldorf

Pressemitteilung im Wortlaut:

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es sechs neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 13. April, 15 Uhr). Dabei handelt es sich um zwei Erwachsene über 60 Jahre, drei Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre und eine minderjährige Person.

Davon werden zwei Personen stationär behandelt. Ein 85-jähriger, der mit dem Corona- Virus infiziert war, ist verstorben.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. 

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 388 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 155 Personen bereits wieder genesen, 33 davon werden stationär behandelt. Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen: 

  • Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 49 
  • Stationäre Corona-Positivfälle: 80 
  • Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 14 
  • Entlassene Corona-Patienten: 5

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf am Inn

Update 15 Uhr - Osterwochenende: Innenminister Herrmann zieht positive Bilanz

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zieht eine positive erste Bilanz, wie die Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung des Coronavirus am langen Osterwochenende eingehalten wurde: "Die Allermeisten haben sich bislang sehr vorbildlich an unsere Schutzregeln gehalten, trotz schönstem Osterwetter." Laut Herrmann gab es an allen Tagen nur einen geringen bis mäßigen überörtlichen Ausflugsverkehr. In den Naherholungsgebieten waren vor allem nachmittags viele Fußgänger und Radfahrer an der frischen Luft unterwegs. In den Bergen gab es nur wenige Wanderer. Für die gezeigte Vernunft und Disziplin ist Herrmann außerordentlich dankbar, denn nur mit größter Vorsicht und Rücksichtnahme könne die Ausbreitung des hochgefährlichen Coronavirus verlangsamt werden. "Die Infektionslage hat sich bislang bereits leicht entspannt", so der Minister. "Darauf müssen wir auch die kommenden Tage aufbauen."

Die Bayerische Polizei hat die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung vor allem an beliebten Treffpunkten und Ausflugsorten verstärkt kontrolliert. Dabei wurden die örtlichen Polizeiinspektionen täglich mit bis zu 400 Kolleginnen und Kollegen der Bereitschaftspolizei unterstützt. Wie Herrmann erläuterte, hat die Polizei am Osterwochenende von Freitag, 6 Uhr, bis Montag, 6 Uhr, insgesamt rund 78.000 Kontrollen durchgeführt, die nicht nur die Ausgangsbeschränkung selbst umfassten, sondern beispielsweise auch Kontrollen der Gastronomie und der Ladengeschäfte. Bei der Überwachung der Ausgangsbeschränkung mussten die Polizisten am Osterwochenende bislang rund 10.000 Verstöße verzeichnen. Am meisten war am Ostersamstag mit rund 27.000 Kontrollen und circa 3.800 Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung los, am wenigsten am Ostersonntag mit etwa 24.000 Kontrollen und rund 3.100 Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung. Seit 21. März 2020 gab es bayernweit bereits insgesamt circa 591.000 Kontrollen sowie etwa 73.000 festgestellte Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung.

Augenmaß und Fingerspitzengefühl waren laut Herrmann die klare Leitlinie der Polizei. "Entscheidend für das Einschreiten der Polizei ist das Infektionsrisiko", erläuterte Herrmann. "Wir wollen niemanden gängeln." Nach Herrmanns Worten gab es eine Reihe von Fällen, in denen die Polizei tätig werden musste. In der Nacht auf Sonntag stellte die Münchner Polizei beispielsweise eine widerrechtlich geöffnete Gaststätte mit einigen Gästen fest. Insbesondere der Gastwirt muss sich auf eine hohe Geldbuße in vierstelliger Höhe einstellen. Außerdem lösten Polizisten in der Nacht auf Montag eine Party mit rund 50 Gästen in einem Münchner Studentenwohnheim auf. Auch hier gab es Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz.

Update, 14.30 Uhr - Mehrheit der Deutschen gegen Lockerung des Kontaktverbots

Die Mehrheit der Deutschen ist gegen eine Lockerung des Kontaktverbots zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur plädierten 44 Prozent für eine Verlängerung der Maßnahmen über den 19. April hinaus, 12 Prozent sind sogar für eine Verschärfung. Nur 32 Prozent sind für eine Lockerung und 8 Prozent für eine Abschaffung der von Bund und Ländern beschlossenen Einschränkungen. 5 Prozent machten keine Angaben.

Am Mittwoch berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder, wie man nach dem 19. April verfahren will. Die Runde hatte am 22. März zunächst für zwei Wochen umfassende Einschränkungen der Bewegungsfreiheit beschlossen und sie später über Ostern bis zum 19. April verlängert. Schon vorher waren Sport- und Kulturveranstaltungen mit Zuschauern verboten und die meisten Geschäfte - mit Ausnahme vor allem des Lebensmittelhandels - geschlossen worden.

Die Akzeptanz der Einschränkungen ist nach wie vor groß: 78 Prozent sagen, dass sie sich vollständig daran halten, 18 Prozent nur zum Teil und 2 Prozent gar nicht. Damit ist die Disziplin nur wenig geringer als zu Beginn des Kontaktverbots Ende März. Damals sagten 83 Prozent, dass sie die beschlossenen Regeln vollständig befolgen, 12 Prozent zum Teil und 2 Prozent ignorierten sie schon damals.

Je älter die Befragten, desto größer ist die Bereitschaft sich an die Maßnahmen zu halten. Von den 18- bis 24-Jährigen befolgen sie nur 65 Prozent vollständig, von den Menschen über 55 dagegen 84 Prozent. Keinen großen Unterschied zwischen Jung und Alt gibt es dagegen bei der Frage nach der Lockerung der Einschränkungen. Auch von den Befragten zwischen 18 und 24 sind 56 Prozent für eine unveränderte Beibehaltung oder für eine Verschärfung der Maßnahmen. Unter den über 55-Jährigen sind es mit 59 Prozent nicht viel mehr.

Update, 14.05 Uhr - Bgland: 224 Corona-Fälle, 96 Personen wieder genesen

Pressemitteilung im Wortlaut:

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 224 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Meldestand: 13. April, 10 Uhr); das bedeutet einen Anstieg um zwei Corona-Infektionsfälle im Vergleich zum Vortag. Auch gestern ist kein weiterer Covid-19-Patient verstorben. 96 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Bei den 128 aktuell in Behandlung befindlichen COVID-19-Patienten ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen wie z. B. eine häusliche Quarantäne ein. Gegenwärtig befinden sich 185 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 480 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile aus der Quarantäne entlassen worden.

Aktuell sind im Landkreis Berchtesgadener Land insgesamt 43 COVID-19-Patienten in stationärer Behandlung, 8 davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung. Diese 43 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 224 bestätigten BGL-Corona-Fälle.

Die Gesamtzahl der im Landkreis Berchtesgadener Land verstorbenen COVID-19-Patienten summiert sich auf nach wie vor insgesamt fünf Personen.

Pressemitteilung des Landratsamts Berchtesgadener Land

Update, 13.28 Uhr - Beschränkter Ausgang an Ostern: Polizeipräsidium zieht Bilanz

Seit Samstag, 21. März 2020, gilt für den Freistaat Bayern eine vorläufige Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie. Seitdem kontrollieren die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd die Einhaltung der Abstands- und Schutzregeln. Wie in den Wochen zuvor, fällt auch die Wochen- und Osterbilanz positiv aus. Fast alle Menschen im südlichen Oberbayern hielten sich trotz beinahe vorsommerlichen Wetters an den Osterfeiertagen an die Ausgangsbeschränkung.

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Update, 13.27 Uhr - Ausgangssperre missachtet - kuriose Strafe für Urlauber 

Wegen eines Spaziergangs in Indien mussten zehn Touristen 500 Mal schreiben: "Ich habe mich nicht an die Ausgangssperre-Regeln gehalten und das tut mir sehr leid." Die Polizei in der bei Yoga-Fans beliebten nordindischen Stadt Rishikesh habe sich zu dieser Strafe entschieden, weil sich in letzter Zeit mehrere Ausländer nicht an die Regeln gehalten hätten, sagte ein Polizeimitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur am Montag. In Indien darf man zurzeit nur raus, um Lebensmittel oder Medikamente zu kaufen sowie bei Notfällen. Die Polizei habe die Touristen aus Australien, Mexiko, den USA und Israel aber dabei ertappt, wie sie am Wochenende an den Ufern des heiligen Ganges-Flusses entlangspazierten.

In einem Video, das örtliche Medien zeigten, sieht man einen Polizisten, der die zehn Touristen warnt: "Heute gebe ich Euch nur diese sehr kurze Strafe. Ansonsten werde ich Euch auf die Polizeiwache mitnehmen und Ihr müsst ins Gefängnis."

Indische Polizisten haben die Ausgangssperre schon mit anderen unkonventionellen Methoden durchgesetzt. Einige erschreckten Regelbrecher etwa mit bunten Helmen in Form eines Coronavirus. Andere zwangen sie, Kniebeugen zu machen oder sie drohten ihnen, sie in einen Raum einzusperren und dort ununterbrochen Bollywood-Filmlieder spielen zu lassen. In Indien gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 9100 Covid-19-Fälle, mehr als 300 Menschen starben an den Folgen der Krankheit.

Update, 12.35 Uhr - Leopoldina empfiehlt baldige Schulöffnung

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, unter bestimmten Voraussetzungen so bald wie möglich zuerst Grundschulen und die Sekundarstufe I schrittweise zu öffnen. In der am Montag veröffentlichten Stellungnahme der Wissenschaftler, die sich mit weiteren Schritten in der Corona-Pandemie beschäftigt, heißt es unter anderem zu den Voraussetzungen, die Infektionen müssten auf niedrigem Niveau stabilisiert und die bekannten Hygieneregeln eingehalten werden. 

Zudem sprechen sich die Experten für eine Masken-Pflicht etwa in Bussen und Bahnen aus.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Studie der Leopoldina als "sehr wichtig" für das weitere Vorgehen bezeichnet.

In der Stellungnahme "Die Krise nachhaltig überwinden" sagen die Experten, dass auch viele weitere Teile des öffentlichen Lebens schrittweise unter bestimmten Voraussetzungen wieder normalisiert werden können. Zunächst könnten etwa der Einzelhandel, das Gastgewerbe und Behörden öffnen. Aber auch private und dienstliche Reisen sowie gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Veranstaltungen könnten wieder stattfinden.

Update, 12.15 Uhr - Polizei muss Studenten-Fete mit Dutzenden Gästen beenden

Pressemitteilung im Wortlaut

Im Zeitraum von Sonntag, 12. April, 6 Uhr, bis Montag, 13. April, 6 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München), um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen. Knapp 5.900 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 317 Verstöße angezeigt, von denen alle ausschließlich die Ausgangsbeschränkung betrafen. 

Am Sonntag, 12. April, gegen 19.45 Uhr, ging bei der Münchner Einsatzzentrale ein Hinweis auf eine Grillparty mit 20 bis 30 Personen im Bereich eines Anwesens in München-Neuhausen ein. Die Polizeibeamten trafen vor Ort insgesamt 51 Personen an, die im Innenhof eines Studentenwohnheims eine Party feierten. Alle 51 Beteiligten, die größtenteils zwischen 20 und 30 Jahre alt waren, wurden wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München

Update, 11.54 Uhr - 14.080 Fälle in Österreich - dauert Pandemie 4-6 Jahre?

In Österreich waren am Montag (stand 9.30 Uhr) 14.080 Menschen mit Corona infiziert. Dies entspricht einer Zunahme von 135 Personen - oder in Prozent ausgedrückt 0,97. Die Zahl der Covid-Erkrankten in Kliniken ist laut "Standard" auf 981 Personen gesunken, die Zahl der Menschen in Intensivstationen ging auf 239 zurück. 7.343 Menschen gelten in Österreich als geheilt. 368 Menschen starben am Corona-Virus. 

Der Kommandant des Österreichischen Roten Kreuzes und Sonderberater der Regierung, Gerry Foitik, rechnet in einem Tweet indes Szenarien vor, wann die Pandemie beendet sein könnte. Dies, so Foitik, sei erreicht, wenn eine Herdenimmunität erreicht sei. In einem Tweet rechnet er drei Szenarien vor. Bei einer "kontrollierten Durchseuchung" rechnet er mit vier bis sechs Jahren. Die Zeit bis zu einer möglichen Durchimpfung der Bevölkerung schätzt er auf 10 bis 18 Monate, wie "oe24.at" berichtet. 

Update, 11.24 Uhr - OPEC beschließt historische Öl-Förderkürzung

Mit einer als historisch geltenden Drosselung der Ölproduktion stemmen sich wichtige Förderländer gegen einen weiteren Preisverfall beim Rohöl. Das Ölkartell Opec und seine Partner einigten sich bei einer Sondersitzung per Video am Sonntagabend auf eine Kürzung um 9,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) am Tag für die Monate Mai und Juni, wie die mexikanische Energieministerin Rocío Nahle auf Twitter schrieb. Auch das Energieministerium in Kasachstan bestätigte laut der kasachischen Agentur Tengrinews und russischer Agenturen die Einigung.

Die Menge liegt um 300 000 Barrel am Tag unter dem ursprünglichen, am Freitag beschlossenen Ziel. Mexiko hatte sich bis zuletzt geweigert, die geforderten 400 000 Barrel beizusteuern und blieb bei seinem Angebot, 100 000 Barrel aus der Produktion zu nehmen. US-Präsident Donald Trump hatte bereits angekündigt, die USA seien bereit, ihre Ölproduktion in Abstimmung mit Mexiko entsprechend zu kürzen. Die gesamte Produktionskürzung entspricht rund zehn Prozent der täglichen Ölförderung weltweit.

Die Coronakrise mit dem folgenden Einbruch der Nachfrage nach Öl hatte den Ölpreis in den Keller stürzen lassen. Ob die Entscheidung aber den Benzinpreis den Tankstellen wieder steigen lässt, ist noch nicht klar. Zugleich ist ein stabiler Ölpreis wichtig für die Sicherheit der Ölversorgung, die mit immensen Investitionen verbunden ist.

Update, 11.18 Uhr - Ivanka Trump wirbt auf Twitter für Corona-Masken

US-Präsidententochter Ivanka Trump wirbt in der Corona-Pandemie für das Tragen von Schutzmasken. Die 38-Jährige verbreitete am Sonntagabend auf Twitter ein Foto, das sie und ihre acht Jahre alte Tochter Arabella jeweils mit einem Mund-Nasen-Schutz zeigt. Die Masken hätten die beiden selbst gemacht, twitterte Trump. "Sie können online Anleitungen finden, wie man Masken macht", schrieb sie weiter und rief ihre Anhänger dazu auf, den Empfehlungen der US-Gesundheitsbehörde CDC zu folgen.

Die CDC hatte am vergangenen Wochenende empfohlen, zur Eindämmung der Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit Stoffmasken zu tragen, die Mund und Nase abdeckten. Die Empfehlung gilt demnach besonders für Gebiete, in denen es bereits viele Infektionen gibt. Im Internet und den US-Medien gab es umgehend viele Anleitungen zum Basteln von Masken. Die Schutzwirkung der improvisierten Stoffmasken ist indes umstritten.

Ivanka ist nicht die erste Frau in der Familie des US-Präsidenten, die sich für das Tragen von Masken stark macht. Zuvor hatte bereits First Lady Melania Trump über Twitter mit einem Maskenfoto für den Schutz geworben. Präsident Donald Trump hatte zuvor angegeben, selbst keine Maske tragen zu wollen.

Update, 10.40 Uhr - Tirol verlängert Quarantäne über Sölden um zwei Wochen

Wie das Land Tirol in einer Aussendung am Sonntag bekanntgibt, wird die Quarantäne über den Wintersportort Sölden um zwei Wochen verlängert. Sölden wird damit gleich wie das Tiroler Paznauntal und St. Anton am Arlberg bis zum 26. April komplett isoliert bleiben. 

Als Grund dafür führt der "Standard" die Ergebnisse der Corona-Testungen in diesen Gebieten an. Diese hätten ergeben, dass bis zu 19 Prozent der Einwohner infiziert seien. 

Update, 10.35 Uhr - Politisches Chaos nach Ausgangssperre in der Türkei

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu bleibt trotz seines erklärten Rücktritts weiter im Amt. Präsident Recep Tayyip Erdogan habe das Gesuch seines Innenministers nicht angenommen, Soylu werde "seine Aufgabe weiter ausführen", teilte Erdogans Büro am Sonntagabend mit.

Zuvor hatte Soylu wegen einer kurzfristig angekündigten Ausgangssperre angesichts der Corona-Krise und dem anschließenden Chaos seinen Rücktritt eingereicht. Er übernahm in seiner Rücktrittserklärung die volle Verantwortung für die Maßnahme. "Ich trenne mich von meinem Innenministeramt, das ich mit Stolz ausgeführt habe", schrieb Soylu. Er bat zudem das türkische Volk und Erdogan, "dem ich bis ans Ende meines Lebens treu sein werde", um Vergebung.

Das Innenministerium hatte am späten Freitagabend kurzfristig eine weitgehende Ausgangssperre wegen der Corona-Krise in 31 Städten beziehungsweise Provinzen verhängt, darunter in den Metropolen Istanbul, Ankara und Izmir. Die Kommunikation der Behörden war scharf kritisiert worden, weil die Maßnahme erst zwei Stunden vor Beginn der Frist bekannt wurde und Details der Regelung zunächst unklar waren.

Am Freitagabend war es deshalb zu Panikkäufen und Menschenansammlungen in den betroffenen Städten gekommen. Kritiker hatten der Regierung vorgeworfen, die Menschen durch den verunglückten Start der Maßnahme einer erheblichen Ansteckungsgefahr ausgesetzt zu haben.

Soylu war kurz nach dem Putschversuch vom Juli 2016 zum Innenminister ernannt worden. In dieser Rolle war er verantwortlich für die anschließende Verhaftungswelle gegen mutmaßliche Putschisten. In Teilen der Bevölkerung ist Soylu populär - unter anderem wegen seines harten Kurses gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK. Nach Soylus Rücktrittserklärung hatten zahlreiche Nutzer in den sozialen Medien Erdogan dazu aufgefordert, das Gesuch abzulehnen.

Update, 10.21 Uhr - China meldet höchste Zahl an Neuinfektionen seit fünf Wochen

Wie die "Welt" berichtet, meldet das chinesische Festland am Sonntag 108 neue Coronavirus-Infizierte. Am Vortag waren es 99 gewesen. Dies sei gleichbedeutend mit der höchsten Zahl an Neuinfektionen seit fünf Wochen. 

Die überwiegende Zahl der Neuerkrankungen sei auf Einreisende zurückzuführen, wie die Nationale Gesundheitskommission ausführt. Insgesamt wurden in China 82.160 Fälle bestätigt. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 3.341 Personen.

Update, 9.41 Uhr - 733 Neuinfektionen in Bayern - über die Hälfte der Infizierten in Deutschland wieder gesund

Das Robert Koch Institut (RKI) hat die Corona-Zahlen für Montag, den 13. April, veröffentlicht. In Bayern beträgt die Zahl der Corona-Infektionen 33.015 Personen, dies bedeutet eine Zunahme um 733 Personen im Vergleich zum Vortag. Insgesamt starben 820 Menschen in Bayern an Corona.

Bundesweit erkrankten 123.016 Personen an Corona, dies sind 2.537 mehr als am Vortag. 2.799 Menschen verloren wegen des neuartigen Corona-Virus in Deutschland ihr Leben. 

Laut den RKI-Daten sank die Zahl der Neuinfektionen und die der Todesfälle den dritten Tag in Folge. Allerdings wurden in der Vergangenheit an Wochenenden häufig Fälle mit zeitlicher Verzögerung gemeldet. Wieder gesund sind laut dem Institut 64.300 Menschen, das ist ein Anstieg von mehr als 4.000 innerhalb 24 Stunden. Damit sind mehr als die Hälfte der Infizierten in Deutschland wieder genesen.

Update, 9.28 Uhr - Bad Reichenhall ruft zu gemeinsamen Singen am Balkon auf

Um ein gemeinsames Zeichen des Dankes an all jene zu setzen, die die Versorgung der Stadt aufrechterhalten und sich um die Kranken kümmern, rufen die Bad Reichenhaller Philharmoniker am Ostermontag zum gemeinsamen Musizieren und Singen auf.

Unter dem Motto „Klingendes Bad Reichenhall“ soll 13. April um genau 10:15 Uhr der Choral „Lobe den Herren“ (hier geht es zum Text) gesungen oder auf einem Instrument gespielt werden. „Das ist eine Idee unserer Musikerinnen und Musiker. Wir wollen mit den Menschen an Ostern singen und musizieren“, sagt Fred Ullrich, Stimmführer der 2. Violinen bei den Philharmonikern. „Alle sind herzlich eingeladen, Laien und Profis, Chöre, Kapellen, Vereine, Schulen, Groß und Klein. Wir wollen an den Fenstern, Balkonen oder durch offene Türen den Choral anstimmen. Selbstverständlich nicht nur in Bad Reichenhall, sondern auch in den benachbarten Gemeinden.“

Update, 8.38 Uhr -  Mehrheit der Deutschen gegen Lockerung des Kontaktverbots

Die Mehrheit der Deutschen ist gegen eine Lockerung des Kontaktverbots zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur plädierten 44 Prozent für eine Verlängerung der Maßnahmen über den 19. April hinaus, 12 Prozent sind sogar für eine Verschärfung.

Nur 32 Prozent sind für eine Lockerung und 8 Prozent für eine Abschaffung der von Bund und Ländern beschlossenen Einschränkungen. 5 Prozent machten keine Angaben.

Update, 7.58 Uhr - Keine Unterkunft wegen Corona - Mann sperrt sich in Kofferraum ein

Weil er wegen der Corona-Krise keine Übernachtungsmöglichkeit in Erfurt gefunden habe, hat sich ein Mann im Kofferraum seines Autos schlafen gelegt. Dabei sperrte er sich versehentlich dort ein und wurde erst Stunden später befreit, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Der 18-Jährige habe auf dem Weg von Würzburg nach Rostock mit dem Sportwagen der Reihe Mercedes-Benz SLK in Erfurt gestoppt. Er gab an, dass er wegen der Corona-Krise keine Unterkunft gefunden habe und sich so behelfen wollte. Hotels dürfen laut Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Thüringen aktuell nicht für Touristen geöffnet werden.

Als er sich schließlich in seinen Kofferraum legte, sei die Klappe zugefallen und nicht mehr von innen zu öffnen gewesen. Vier Stunden habe der Mann in der misslichen Lage verbracht - "vielleicht schlief er auch ein bisschen", hieß es in der Polizeimitteilung. Am frühen Samstagmorgen sei schließlich eine Fußgängerin auf seine Hilferufe aufmerksam geworden und habe die Polizei verständigt, die den Mann aus dem Kofferraum befreite. Konsequenzen habe die Aktion für den jungen Autofahrer nicht, sagte ein Polizeisprecher.

Update, 7.21 Uhr - 21 weitere Todesfälle in Oberbayern

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zählt 21 neue Todesfälle aufgrund des Coronavirus in Oberbayern (Stand 12.04.2020, 10 Uhr). Damit ist die Zahl der Gestorbenen auf 252 Fälle angestiegen. 14.884 Menschen sind mit dem Virus infiziert, das sind 514 mehr. 

In Oberbayern sind damit 317 Menschen pro 100.000 Einwohner infiziert. Oberbayern liegt weiterhin hinter der Oberpfalz (325) an zweiter Stelle der bayerischen Bezirke. Die meisten Fälle pro 100.000 Einwohner in Oberbayern zählt das LGL weiterhin im Landkreis Rosenheim, gefolgt von den Landkreisen Freising und Miesbach.

Regierungsbezirk

Anzahl der Fälle

Fälle Änderung zum Vortag

Fallzahl pro 100.000 Einwohner

Anzahl der Todesfälle

Todesfälle Änderung zum Vortag

Oberbayern

14.884

+514

317,62

252

+21

Niederbayern

3283

+88

265,07

116

+1

Oberpfalz

3610

+48

325,44

121

+0

Oberfranken

2419

+45

226,61

72

+6

Mittelfranken

3129

+86

176,74

76

+2

Unterfranken

2487

+117

188,82

88

+3

Schwaben

2970

+111

157,33

78

+10

Gesamtergebnis

32.782

+1009

250,69

803

+43

Vorbericht: Keine größeren Verstöße gegen Corona-Regeln am Ostersonntag

Die Menschen in Deutschland haben sich auch am Ostersonntag weitgehend an die geltenden Corona-Einschränkungen gehalten. Die Polizeien in den Bundesländern zeigten sich zufrieden mit dem Verhalten der Bürger. Nur vereinzelt kam es zu kleineren Verstößen. Die Bundesländer haben zur Eindämmung des Coronavirus unter anderem umfassende Einschränkungen der Bewegungsfreiheit verhängt.

In Bayern blieben bei frühlingshaftem Wetter die meisten Menschen daheim oder gingen lediglich - den Regeln entsprechend - in der Sonne spazieren oder zum Radfahren. Einige Verstöße registrierte die Polizei dennoch, darunter mehrere Partys am Samstagabend. Die Leute hielten sich insgesamt aber brav an die Vorgaben, sagte am Sonntagnachmittag beispielsweise ein Sprecher der Polizei in Kempten.

Ähnlich sah es in Hessen aus. Die Polizeidirektionen in dem Bundesland meldeten alle keine größeren Verstöße. "Der Großteil verhält sich absolut vorbildlich", sagte ein Polizeisprecher in Kassel. In Rheinland-Pfalz und im Saarland hielten sich die Bürger ebenfalls weitestgehend an die Kontaktbeschränkungen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen lag am Oster-Wochenende die Zahl der eingeleiteten Verfahren nach Ordnungswidrigkeiten zumeist unter der des Vorwochenendes, wie die Städte mitteilten. Wenig Arbeit gab es etwa auch für die Polizeidienststellen in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Auch die meisten Berlinerinnen und Berliner hielten sich am Ostersonntag an die Corona-Regeln. Die Parks und Grünanlagen seien gut besucht gewesen, die meisten Menschen hätten jedoch auf den Mindestabstand von eineinhalb Metern geachtet, sagte eine Polizeisprecherin. Am späten Nachmittag sprach die Polizei von einer entspannten Lage.

mh/dp/dpa

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