News-Ticker zur Corona-Pandemie

Massive Steuereinbrüche für den Freistaat - Zahlen für Bayern und die Welt

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Polizei-Einsatz in der Krankenhausstraße in Bad Aibling am 14. Mai.

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Donnerstag, 14. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2693, Landkreis Traunstein 1275, Landkreis Berchtesgadener Land 298, Landkreis Mühldorf 495, Landkreis Altötting 592
  • Todesfälle: Rosenheim 186, Traunstein 83, Berchtesgadener Land 22, Mühldorf 25, Altötting 54
  • Mindestens 7723 Todesopfer in Deutschland (2229 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 21.45 Uhr - Steuereinbrüche für den Freistaat

Die Corona-Krise wirkt sich auf Bayerns Wirtschaft massiv aus. Auch die Steuereinnahmen des Freistaats brechen massiv ein. Ganze 5,5 Milliarden Euro wird Bayern laut den Steuerschätzern dieses Jahr weniger einnehmen, als noch im November 2019 berechnet wurde. Das berichtet die dpa. 

Update, 19.40 Uhr - Zahlen für Bayern, Deutschland und die Welt

Wie das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilt, sind inzwischen 4.218.212 weltweit am Corona-Virus erkrankt, 290.242 davon starben. Deutschlandweit erkrankten 172.239, von denen 7.723 Menschen das Leben verloren. 

Allein in Bayern wurden 45.352 Menschen mit dem Virus infiziert, 2.250 davon überlebten nicht. Von den in Bayern erkrankten sind inzwischen 39.140 wieder genesen. Diese Zahl beruht auf einer Schätzung, die sich an den Kriterien des RKI orientiert.

Update, 18.45 Uhr - Polizei München mit Konzept für Demonstration

Am kommenden Samstag, 16. Mai finden im Stadtgebiet München nach dem aktuellen Erkenntnisstand mehrere Versammlungen statt, die sich thematisch zumeist mit den getroffenen Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie beschäftigen. Die derzeit größte Versammlung findet von 15 bis 17 Uhr auf der Theresienwiese statt. 

Versammlungen mit ähnlichem Hintergrund, die bereits in den vergangenen zwei Wochen stattgefunden haben, hatten Teilnehmerzahlen, die höher als angemeldet bzw. genehmigt waren. Gerade am Samstag, 9. Mai fanden sich bei einer Versammlung am Marienplatz, die für 80 Teilnehmer genehmigt war, über 3.000 Personen ein, wobei der vorgeschriebene Mindestabstand zwischen den Versammlungsteilnehmern nicht mehr eingehalten werden konnte. An Hand dieser Erfahrungen wurde das Sicherheitskonzept der Münchner Polizei in dieser Woche überprüft und in Abstimmung mit der Versammlungsbehörde der Landeshauptstadt München angepasst. Die Einsatzziele der Münchner Polizei für die Versammlungslage lauten:

  • Bestmöglicher Schutz der Bevölkerung vor Infektionen mit dem gefährlichen Coronavirus 
  • Die Beeinträchtigung für die Bevölkerung so gering wie möglich halten 
  • Gewährleistung einer störungsfreien und friedlichen Versammlung 
  • Konsequentes Vorgehen gegen Personen, die das Versammlungsgeschehen für Störungen oder Gewalttätigkeiten nutzen oder unbeteiligte Dritte, Passanten oder Medienvertreter angehen.

Die Münchner Polizei weist in diesem Zusammenhang für das kommende Wochenende auf folgende Punkte hin:

  • Nach wie vor sind Versammlungen nach den §§ 5 und 7 BayIfSMV landesweit untersagt. Die Zulässigkeit einer Versammlung ergibt sich nur bei Einhaltung bestimmter Parameter bzw. bei Erteilung einer Ausnahmegenehmigung durch das Kreisverwaltungsreferat als zuständige Versammlungsbehörde. 
  • Es werden am kommenden Samstag weit über 500 Polizeibeamte im Einsatz sein, um eine Durchführung von erforderlichen polizeilichen Maßnahmen zu gewährleisten 
  • Im Bereich der Innenstadt und vor allem im Bereich des Altstadtrings werden unabhängig von der Veranstaltung auf der Theresienwiese Einsatzkräfte der Münchner Polizei sichtbare Präsenz zeigen. 
  • Die genehmigten Teilnehmerzahlen und der Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern unter diesen Teilnehmern sind Auflagen, die unbedingt einzuhalten sind 
  • Bei Missachtung der Auflagen droht den Versammlungsteilnehmern eine Geldbuße in Höhe von 500 Euro

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Münchner Polizei alle erforderlichen Maßnahmen treffen wird, um eine störungsfreie Durchführung der genehmigten Versammlungen im Einklang mit einer Einhaltung der geltenden Regelungen des Infektionsschutzes gewährleisten zu können.

Pressemeldung Polizei München

Update, 17.58 Uhr - Die Lage in den Asylunterkünften

Am Donnerstag (14. Mai) wurden in mehreren Asylunterkünften im Landkreis Rosenheim den Bewohnern die Coronavirus-Testergebnisse mitgeteilt. Die Quarantäne in der Asylbewerberunterkunft in Samerberg ist aufgehoben. Die letzten Tests auf das Corona-Virus haben keine weiteren positiven Befunde ergeben. Der Bauzaun wurde bereits entfernt.In Babensham und Bad Aibling gab es noch positive Fälle weswegen dort die Quarantäne weiter bestehen bleibt.

Update, 17.30 Uhr - Die Zahlen aus dem Landkreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 592 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. 491 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 54 Personen sind an der Erkrankung verstorben.

Update, 16.45 Uhr - Ein neuer Fall im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es einen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 14. Mai 2020, 14.00 Uhr). Dabei handelt es sich um eine minderjährige Person. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen des Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 495 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 445 wieder genesen. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle liegt derzeit bei 23, davon werden 11 stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 4,3.

Update, 16.10 Uhr - 7-Tage-Inzidenz in Traunstein sinkt auf 21,46

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit noch 263 aktive COVID-19-Fälle vor. Heute sind beim Gesundheitsamt vier Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1275 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 929 Personen (21 mehr als gestern).

Die 7-Tage-Inzidenz sinkt auf 21,46. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 16 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich vier Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (vier in Traunstein).

Update, 15.36 Uhr - Zehn neue Fälle im Landkreis Rosenheim

Am 13.05. wurden dem Gesundheitsamt zehn neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2693 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1603 Personen eine Genesung dokumentiert. 186 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 122 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 

160 COVID-19- Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 32 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Stand 13.05.2020 (10:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 52,11 für den Landkreis Rosenheim bei 36,02.

Update, 15.19 Uhr - Gerüchte um abgelaufene Masken im Kreis Altötting

Im Landkreis Altötting kursieren derzeit Gerüchte, dass die vom Landkreis verschickten KN-95 Masken bereits abgelaufen wären. Hier gibt das Landratsamt nun Entwarnung. In einem Facebook-Post heißt es: "Als vermeintliches Ablaufdatum wird der 20.4.2020 genannt. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um das Produktionsdatum handelt. Die Haltbarkeit der Masken beträgt 2 Jahre."

Update, 14.55 Uhr - Bundestag billigt europäische Corona-Krisenhilfen

Der Bundestag hat die milliardenschweren Corona-Krisenhilfen über den Eurorettungsfonds ESM gebilligt. Die Abgeordneten stimmten der Kreditlinie am Donnerstag mit großer Mehrheit zu. Damit kann der formale Beschluss auf EU-Ebene am Freitag getroffen werden und das Geld dann sofort bereitstehen.

Um die vorsorglichen Kreditlinien im Umfang von bis zu 240 Milliarden Euro hatten die EU-Finanzminister lange gerungen. Einzige Bedingung soll sein, dass das Geld - bis zu zwei Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung - für direkte oder indirekte Gesundheitskosten verwendet wird.

Gedacht sind die Hilfen vor allem für Länder wie Italien oder Spanien, die hoch verschuldet und zugleich von der Pandemie besonders hart getroffen sind. Bislang hat allerdings noch kein Land einen Antrag gestellt. 

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte für die Kredite geworben. "Es muss überall in Europa die Möglichkeit bestehen, das Notwendige zu tun, um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen", sagte er im Bundestag.

Auch die Opposition mit Ausnahme der AfD befürwortet europäische Hilfen grundsätzlich. Linke und Grüne betonten aber, die geplanten Kredite reichten nicht aus. Nötig sei ein massives Konjunkturprogramm. 

Update, 14.29 Uhr - Noch wenig Infizierte im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es weiterhin keinen weiteren bestätigten Coronavirus-Fall im Landkreis Berchtesgadener Land gibt. 

Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle verbleibt somit seit sechs Tagen konstant bei 298 (Meldestand: 14. Mai, 10 Uhr). 

Seit der letzten Meldung ist eine 95-jährige mit Corona infizierte Frau verstorben, sodass die Zahl der Verstorbenen Covid-19-Patienten auf 23 steigt. 

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für den Landkreis ist auf 2,8 gefallen.

Von den insgesamt 298 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2- Fällen sind bisher 260 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Das ist eine Person mehr im Vergleich zur Meldung am Mittwoch. 

Insgesamt befinden sich nur noch 15 Corona-Infizierte (zwei weniger als Mittwoch) aktuell in medizinischer Behandlung.

Altersgruppen

Männlich

Wieblich

Gesamt (Altersgruppen)

0-18 Jährige

16

5

21

19- 65-Jährige

83

89

172

>65-Jährige

50

55

105

Gesamt 

149

149

298

Update, 14.19 Uhr - Verschwörungstheorien: Meistens kein Fall für den Verfassungsschutz

Verschwörungstheorien haben gerade enormen Aufwind, ein Fall für den Verfassungsschutz sind sie aber meistens nicht. "Unser Beobachtungsauftrag ist dann eröffnet, wenn eine Bestrebung das Ziel verfolgt, wesentliche Verfassungsgrundsätze oder Grundrechte außer Kraft zu setzen", sagte der bayerische Verfassungsschutzpräsident Burkard Körner der Deutschen Presse-Agentur. Die kursierenden Verschwörungstheorien hätten häufig keine politische Zielrichtung, so Körner.

In bestimmten Bereichen gebe es allerdings ein deutliches Übergangsfeld. Ein Beispiel sei "QAnon", eine Verschwörungstheorie aus den USA, "die jetzt auch gerade in Zeiten von Corona in besonderem Maße an Bedeutung gewonnen hat". 

Diese Verschwörungstheorie bediene antisemitische Narrative, etwa das der Weltverschwörung einer jüdischen Finanzelite. Damit werde mittelbar auch ein Feld geschaffen, in dem rechtsextremistische Anhänger und Verschwörungstheoretiker einen gemeinsamen Nenner finden, erläuterte Körner. 

"Da besteht dann die Gefahr, dass antisemitische Narrative in eine Gesellschaftsgruppe getragen werden, die bisher von diesen antisemitischen Narrativen nicht geprägt war."

Update, 13.52 Uhr -  Krankschreibungen per Telefon nur noch bis Ende Mai

Arbeitnehmer können sich noch bis Ende Mai auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt krankschreiben lassen. Ab 1. Juni soll dann wieder ein Praxisbesuch dafür nötig sein, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen am Donnerstag einstimmig beschloss.

Das Ende der Sonderregelung wegen der Corona-Krise stehe im Einklang mit der aktuellen Einschätzung der Gefährdungslage, die zu Lockerungen in vielen Bereichen geführt habe, machte der Vorsitzende des Gremiums, Josef Hecken, deutlich.

Noch bis 31. Mai gilt nun, dass Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wegen leichter Atemwegserkrankungen für bis zu sieben Kalendertage auch telefonisch zu bekommen sind. Dies kann ebenfalls per Telefon um weitere sieben Tage verlängert werden.

Update, 13.27 Uhr - Griechenland begrenzt Baden im Meer

Gute Nachrichten für unseren Sommerurlaub, aber... Vor einer erwarteten Hitzewelle in den kommenden Tagen hat der griechische Corona-Krisenstab die Öffnung aller 515 organisierten Badeanstalten des Landes ab Samstag erlaubt. Es wurden jedoch strenge Auflagen für die Badenden erlassen. So sollen nur 40 Menschen pro 1000 Quadratmeter zugelassen werden. 

Der Abstand zwischen den Sonnenschirmen muss mindestens vier Meter betragen. Und unter den Schirmen dürfen höchstens zwei Liegen stehen. Die Strandbars dürfen außerdem nur verpacktes Essen verkaufen und keinen Alkohol ausschenken, wie das Staatsfernsehen (ERT) am Donnerstag berichtete.

Bislang war das Baden im Meer in Griechenland wegen der Corona-Epidemie nur an nicht organisierten Küstenabschnitten erlaubt. Die organisierten Badeküstenabschnitte sollten eigentlich erst im Juni öffnen. Dies führte aber dazu, dass die Menschen in den nicht organisierten Stränden die Abstände nicht einhielten, wie griechische Medien berichteten.

Update, 12.51 Uhr - Studie: Corona könnte vor allem beim Sprechen übertragen werden

Das Coronavirus könnte einer neuen Studie zufolge möglicherweise vor allem beim Sprechen übertragen werden. Wie die am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung im Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America" (PNAS) zeigt, können beim Sprechen ausgestoßene Mikrotröpfchen in einem geschlossenen Raum mehr als zehn Minuten lang in der Luft bleiben.

Die Forscher ließen für die Studie eine Testperson 25 Sekunden lang laut den Satz "Stay healthy" (bleib gesund) wiederholen. Im Durchschnitt blieben die Tröpfchen zwölf Minuten lang in der Luft. Wegen der Konzentration des Virus im Speichel könne jede Minute lauten Sprechens mehr als tausend virusbelastete Tröpfchen produzieren, so die Studie.

Sollte sich das Ausmaß der Ansteckungsgefahr durch Sprechen bestätigen, könnte dies die schnelle Ausbreitung des Virus erklären und zugleich Empfehlungen in vielen Ländern für das Tragen von Gesichtsmasken wissenschaftlich untermauern.

Update, 12.17 Uhr - Sprunghafter Corona-Anstieg in Priener Pflegeheim

Auch im Caritas-Altenheim St. Josef in Prien ist es nun zu mehreren Coronavirus-Fällen gekommen. Das bestätigte Ina Krug, die Pressesprecherin des Landratsamtes Rosenheim, gegenüber rosenheim24.de.

Bei zehn Bewohnern dieser Einrichtung und zwei Mitarbeitern des Altenheimes seien die Tests positiv ausgefallen. Deshalb sei man zu der Entscheidung gelangt, nun alle Mitarbeiter und Bewohner der Einrichtung auf eine Coronavirus- Infektion zu testen.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr hier.

Update, 11.45 Uhr - Kein Mundschutz, kaum Abstand - Österreichs Kanzler Kurz in Kritik

Der erste offizielle Besuch außerhalb Wiens seit Beginn der Corona-Krise hat Österreichs Kanzler Sebastian Kurz heftige Kritik eingebracht. Der konservative Politiker war am Mittwoch im Kleinwalsertal ohne Mundschutz unterwegs. Außerdem wurde der Sicherheitsabstand von einem Meter vielfach nicht eingehalten. Von dem Besuch kursierten am Donnerstag Aufnahmen im Internet, unter anderem von den "Vorarlberger Nachrichten". Zu sehen ist, wie Besucher und Politiker ohne Maske eng beieinander sind.

Ein Abgeordneter der liberalen Partei Neos kündigte an, Anzeige zu stellen. "Ich gehe davon aus, dass die Verordnung im Kleinwalsertal genauso gilt wie in Wien", sagte Sepp Schellhorn dem TV-Sender OE24. In Wien würden Menschen wegen kleiner Vergehen gegen die Corona-Maßnahmen hart bestraft. Der Kanzler reise aber ohne Schutzvorkehrungen nach Vorarlberg.

Der Kleinwalsertaler Bürgermeister Andi Haid (vorne l-r), Sebastian Kurz, Bundeskanzler von Österreich, und Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner sprechen zu Medienvertretern nach einem Treffen zur Grenzsituation. Der österreichische Kanzler Kurz kündigte an, die Grenze nach Deutschland am 15. Juni wieder vollständig zu öffnen.

Das Kanzleramt antwortete auf die Kritik, obwohl man sich bemüht habe, sei von Bewohnern und Medienvertretern "teilweise der Mindestabstand leider nicht eingehalten" worden. Kurz habe auf der Straße mehrmals darum gebeten, die Abstandsregeln zu beachten, sagte ein Sprecher nach einem Bericht der Nachrichtenagentur APA.

Söder-PK im Video: So geht es mit der Kulturszene in Bayern weiter

Update, 10.53 Uhr - Söder: Rockkonzerte stehen am Ende der Neustart-Kette

"Was wir heute machen, ist tatsächlich ein umfangreiches Programm, um für die nächsten Wochen und Monate die Kultur am Leben zu halten", erläutert Ministerpräsident Söder auf Nachfrage eines Journalisten die geplanten Konzepte genauer. Manche Bereiche seien schwerer wiederzueröffnen als andere, so Söder. Unter anderem Rockkonzerte würden am Ende der Neustart-Kette stehen. "Wenn etwas geöffnet wird, ist es nicht so, dass es sofort einen Massenandrang gibt", gibt der Ministerpräsident mit Blick auf Theater zu Bedenken.

Corona gebe einem allerdings nicht die nötige Planungssicherheit. "Ich bin da einfach noch zurückhaltender", fügt der Ministerpräsident hinzu. Beim Lockdown habe man gemerkt, wie was wirke. Aktuell sei man noch am Überlegen, ob Zahl oder Zeit entscheidend seien, erläutert Söder. Man müsse noch die richtige Justierung hinbekommen. "Ich sag mal so: Selbst ein kleines Starkbierfest hat nochmal eine ganz andere Wirkung als eine Veranstaltung am Staatstheater", meint Söder.

Update, 10.44 Uhr - Söder knöpft sich Corona-Skeptiker vor

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich in einem Nebensatz auch an Corona-Skeptiker gewandt, die die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie kritisieren. "Denjenigen, die der Auffassung sind, das wär vielleicht alles übertrieben, kann ich nur sagen: Es gibt Gegenden der Welt, da hören wir Nachrichten, dass es einen Rückfall geben könnte", sagt er. 

Es gebe nach wie vor Regionen, in denen "dramatische Zustände" herrschten. "Seien wir glücklich und dankbar", dass die Situation in Deutschland bislang vergleichsweise glimpflich abgelaufen sei. Die beschlossene Wiederöffnung der Grenzen bedeute eine neue Freiheit, aber auch eine neue Herausforderung.

Update, 10.38 Uhr - Gerlach: Öffnungszeitpunkt für Kinos noch offen

Digitalministerin Juditz Gerlach verspricht mit Blick auf die Kinos eine "schnelle Hilfe, eine unbürokratische". Hier seien im Gegensatz zur Gastronomie nicht einmal Lieferdienste möglich. "Sie benötigen deswegen Starthilfe, auch in der Phase der Wiedereröffnung", so Gerlach. Rund 12 Millionen Euro seien als finanzielle Unterstützung angedacht, so die Digitalministerin.  

Je nach den Entwicklungen der Situation werde man sich für einen möglichen Öffnungszeitpunkt der Kinos entscheiden. Kinos seien jedoch auf Filme angewiesen, die sie zeigen könnten - diese würden jedoch meist bundesweit anlaufen. Daher sei ein mit den anderen Bundesländern abgestimmtes Vorgehen sinnvoll, so Gerlach. Bayern sei laut Digitalministerin Judith Gerlach deswegen bereit, sich mit fünf Millionen Euro an einem bundesweiten Ausfallfonds für künftige Kino-Produktionen zu beteiligen.

Digitalministerin Juditz Gerlach

Update, 10.29 Uhr - Siebler: Zeit für Neustart in Kunst und Kultur

"Kunst und Kultur sind lebenswichtig", sagt Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler. Mit den 200 Millionen, die in die Kultur gesteckt würden, sei man in Bayern "ganz weit vorne." Laut Sibler habe man viele Gespräche mit Angehörigen der Kulturszene geführt. Mit Blick auf die finanziellen Hilfer sagt er: "Je nach Verdienstausfall entscheidet sich, wie hoch die Beiträge jeweils sind." In der kommenden Woche starte die Unterstützung, eine Software sei dazu eingerichtet worden.

Die Rahmenbedingungen für Spielstätten würden langfristig schwierig sein, so Sibler. Bis Ende es Jahres wolle man rund 700 Betriebe in Bayern finanziell unterstützen, darunter Kinos, Kabarets oder Theater.

Laut Kunstminister ist es eindeutig Zeit für einen Neustart in Kunst und Kultur. Deswegen habe er als Vorsitzender der Kultusministerkonferenz ein Konzept entwickelt das der Bundeskanzlerin vorgelegt werden und von den Ministerpräsidenten am 20. Mai beraten werden solle. Dabei seien Hygienemaßnahmen zentral, möglicherweise könne man im Open-Air-Bereich sogar schon nach Pfingsten wieder an den Start gehen.

Update, 10.19 Uhr - Wie geht es mit dem kulturellen Leben insgesamt weiter?

"Wir haben das Ohr sehr an der Szene", meint Söder. Die Kulturminister hätten ein Konzept für die Öffnung der Kreativbranche erarbeitet. Einen konkreten Termin, wann Theater und Kinos wieder aufmachen können, nennt Söder zunächst nicht

Söder spricht von Perspektiven für die Zeit nach Pfingsten. "Das Modell der Kirchen könnte da ein sehr gutes Modell sein", führt der Ministerpräsident an. Ab den Sommerferien sei eine Öffnung für den Großteil der Spielstätten in Aussicht, so Söder.

Im aktuellen Jahr erwarte man "substanzielle Rückgänge der Steuereinnahmen", so Söder. Dennoch schließt der Ministerpräsident, wie gestern bereits Kanzlerin Angela Merkel, Steuererhöhungen bis auf weiteres aus. "Wir werden überlegen, was wir in Bayern machen können, um Bayern zu stärken und den Freistaat voranzubringen", so Söder.

Update, 10.12 Uhr - Söder: Kultureller Rettungsschirm auf 200 Millionen Euro erhöht

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betont gleich zu Beginn, dass man zwar schwere Zeiten erlebt habe, aber bisher gut durch die Krise gekommen sei. Im Vergleich mit anderen Ländern habe man unglaubliches Glück gehabt. Die gute Lage sei gemeinsam erarbeitet worden. Man dürfe aber nicht unbesonnen werden.

Die Kultur habe erhebliche Einbußen erleben müssen, gerade wirtschaftlich. Söder meint, aktuell sei die "Seele Bayerns" zentral, um neuen Mut zu geben. Um Künstlern eine Perspektive zu eröffnen, habe man sich mit Kulturschaffenden "aus allen Branchen zusammengesetzt", so der bayerische Ministerpräsident. "Unser kultureller Rettungsschirm wird auf 200 Millionen Euro erhöht", erklärt Söder. Neben den Künstlern, die die Künstlersozialkasse einzahlen, sollen auch weitere Kreative Anspruch auf Unterstützung bekommen. Dazu zählen dem Ministerpräsidenten zufolge auch Journalisten. Techniker, Maskenbildner, Kameraleute sollten ebenfalls profitieren. 

Auch Spielstätten wie Theater oder Kinos wolle man Unterstützung zusichern, rund 50 Millionen Euro sind hierfür vorgesehen. Bis zu 260 Kinos sollen in den finanziellen Schirm eingeschlossen sein, daneben soll es eine Hilfe für Filmproduktionen geben. Außerdem soll "Laienmusik" mit rund 10 Millionen Euro gefördert werden.

Update, 9.38 Uhr - Weniger Verkehrsunfälle durch Corona

Durch die Corona-Pandemie ist es im März zu deutlich weniger Unfällen in Bayern gekommen. Im Vergleich zu Vorjahresmonat sei die Zahl der Verkehrsunfälle um 29,8 Prozent auf 23.270 gesunken, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit. 2019 gab es im März noch 33.136 Verkehrsunfälle. 

Entsprechend sank auch die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten Personen. Die Zahl der Verkehrstoten sei von 41 im März 2020 auf 21 im März diesen Jahres gesunken. Die Zahl der Schwerverletzten ging um etwa 30 Prozent und die der Leichtverletzten um mehr als 38 Prozent zurück.

Die ausführliche Statistik findet Ihr hier.

Update, 9.14 Uhr - Wie geht es weiter für die Kulturszene? Söder-PK um 10 Uhr

Wie geht es mit Kunst und Kultur in Bayern weiter? Zu dieser Frage will sich am Donnerstag (10 Uhr) Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München äußern. Auch Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Digitalministerin Judith Gerlach (beide CSU) sind anwesend. Bei dem Pressegespräch soll es unter anderem um weitere Hilfen für die krisengeschüttelte Kulturbranche gehen.

Filmschaffende, Musiker, Künstler, Schauspieler, Veranstalter und viele andere Kulturschaffende stecken wegen der coronabedingten Schließungen in großen finanziellen Schwierigkeiten oder sehen gar ihre Existenz bedroht. Sie fordern eine bessere finanzielle Unterstützung und endlich eine Perspektive, wann Theater, Kinos, Konzertsäle und andere Einrichtungen wieder öffnen können. Erst vergangene Woche hatte Sibler die Hoffnungen aber gedämpft und von einem schweren Sommer für Theater- und Konzertveranstalter gesprochen. Derzeit richte man alle Planungen darauf aus, zur neuen Spielzeit im Herbst zu beginnen.

Die Kulturminister der Länder arbeiten momentan an einem Konzept für mögliche Öffnungen im Kunst- und Kulturbereich. Das soll dann der Ministerpräsidentenkonferenz vorgelegt werden.

Update, 8.53 Uhr - RKI: Neuinfektionen in Deutschland steigen leicht an

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt um 933 auf 172.239, wie Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Infektionskrankheiten zeigen. Die Zahl der Todesopfer steigt um 89 auf 7.723. Tags zuvor meldete des RKI 798 Neuinfektionen und 101 Tote.

In Bayern gab es innerhalb der letzten 24 Stunden einen Anstieg um 178 auf insgesamt 44.980 Fälle. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 2229.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle/ 100.000 Einw.

Todesfälle

Baden-Württem­berg

33.670

+152

304

1.608

Bayern

44.980

+178

344

2.229

Berlin

6.342

+44

169

173

Brandenburg

3.135

+10

125

138

Bremen

1.104

+27

162

37

Hamburg

4.976

+4

270

228

Hessen

9.169

+82

146

423

Mecklenburg-Vor­pommern

739

+3

46

20

Niedersachsen

11.003

+100

138

524

Nordrhein-West­falen

35.741

+186

199

1.483

Rhein­land-Pfalz

6.382

+22

156

212

Saarland

2.677

+10

270

145

Sachsen

5.031

+69

123

195

Sachsen-Anhalt

1.656

+6

75

52

Schles­wig-Holstein

2.982

+10

103

125

Thüringen

2.652

+30

124

131

Gesamt

172.239

+933

207

7.723

Update, 8.09 Uhr - 39 positive getestete Personen in Bernauer Pflegeheim

In der Gemeinde Bernau ist die Zahl der Corona-Infektionen in die Höhe geschnellt. Grund dafür ist ein durchgeführter Reihentest im Seniorenheim Lauerentiushof. Alle 76 Bewohner und die 105 Mitarbeiter des Laurentiushofs wurden innerhalb von nur zwei Tagen - am 4. und 5. Mai - getestet. 31 Bewohner und acht Mitarbeiter wurden positiv auf das Coronavirus getestet.

Im Gespräch mit rosenheim24.de lobte Heimleiter Robert Beck die gute Zusammenarbeit mit den Behörden, vor allem der Katastrophenschutz Rosenheim habe das Heim zuverlässig mit Schutzausrüstung versorgt. Zu den Lockerungen der Corona-Maßnahmen sagte Beck: "Es ist notwendig, vor allem aus menschlicher Sicht". Derzeit arbeitet das Heim an einem Besuchskonzept, damit irgendwann hoffentlich etwas "Normalität" in die Einrichtung zurückkehrt.

Update, 7.33 Uhr - Söder mahnt bei Grenzöffnungen zu Besonnenheit

Angesichts der Lockerungen der Grenzkontrollen mahnt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zur Umsichtigkeit. "Besonnenheit und Vorsicht ist sozusagen die oberste Stellschraube", sagte Söder im ZDF-"Spezial". Trotzdem sei es gut, dass es nun schrittweise Erleichterungen gebe, vor allem im unmittelbaren Grenzverkehr. Er warnte jedoch auch: Sollten sich die Infektionszahlen bis Mitte Juni deutlich erhöhen, könnten die Maßnahmen zur Beschränkung noch einmal verlängert werden. Es brauche einen Mix aus Beschlüssen der Länder und der Regionen.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Zwischen Österreich und Deutschland werden immer mehr Grenzübergänge wieder geöffnet. Am Mittwoch hat die Bundespolizei zunächst fünf der wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Übergänge wieder geöffnet. Sofern beide Länder die Corona-Krise weiter im Griff haben, sollen die Grenzen ab dem 15. Juni wieder komplett offen sein. Darauf hatten sich Österreich und Deutschland geeinigt. Bis dahin ist das Einreisen in die Nachbarländer allerdings weiterhin nur für Berufspendler oder aus "triftigen Gründen" erlaubt.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte dazu im "RTL Nachtjournal": "Wir haben das von uns aus nicht betrieben. Der Bundesinnenminister macht jetzt Vorschläge für die Grenzkontrollen, aufgrund der Forderungen, die ja vor allem in anderen Teilen Deutschlands erhoben worden sind." Herrmann verwies darauf, dass Bayern von den Entwicklungen in Österreich und Italien zwischen Februar und April besonders betroffen gewesen sei: "Das haben wir nicht vergessen."

Update, 7.02 Uhr - R-Wert in München wieder über 1

In München wurden 72 neue Corona-Fälle bestätigt (Stand 13. Mai, 13.30 Uhr). Damit wurden in der bayerischen Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.563 getestete Infektionen gemeldet. In dieser Zahl sind 5.167 Personen enthalten, die bereits genesen sind, sowie 201 Todesfälle. In den vergangenen zwei Tagen ist also niemand an Covid-19 gestorben.

Die Reproduktionszahl für München ist wieder angestiegen und liegt derzeit bei 1,04 – das bedeutet, dass statistisch gesehen ein Infizierter einen Menschen neu ansteckt. Liegt die Reproduktionszahl über 1, steigen die Fallzahlen wieder. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 13,73.

Update, 6.28 Uhr - LGL: Rosenheim erneut über "Notbremse"-Marke

In Oberbayern gab es erneut 123 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Das hat das LGL auf seiner Homepage bekannt gegeben. Insgesamt steigt die Zahl der Fälle im Bezirk auf 20.597. Damit hat Oberbayern weiterhin die höchsten Fallzahlen in Bayern. Die Zahl der Todesfälle ist in Oberbayern seit dem Vortag um 15 auf 841 angestiegen. Damit hat Oberbayern die meisten Todesfälle in Bayern, vor der Oberpfalz mit 331 Toten.

Bei der 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt der Bezirk Oberbayern an der Spitze der bayerischen Bezirke: Innerhalb von sieben Tagen gab es laut LGL 14,47 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Die meisten Neuinfektionen unter den oberbayerischen Städten und Landkreisen gibt es weiterhin in der Stadt Rosenheim: Dort wird die kritische Marke von 50 neuen Fällen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner mit einem Wert von 52,11 knapp überschritten.

Die 7-Tage-Inzidenzen in der Region:

- Stadt Rosenheim: 52,11

- Kreis Rosenheim: 36,02

- Kreis Traunstein: 29.36

- Kreis Berchtesgadener Land: 8,51

- Kreis Altötting: 5,4

- Kreis Mühldorf: 5,21

Oberbürgermeister Andreas Merz (CSU) hatte am Montag in der Rundschau des BR Fernsehens erklärt, seine Stadt habe kein wirkliches Problem mit den Fallzahlen. Wenn man die Infektionen in Asylbewerberunterkünften, die man ja lokalisieren könne, herausrechne, liege die 7-Tage-Inzidenz in Rosenheim bei 16. Deshalb sehe man derzeit keine Veranlassung, die Stadt unter Quarantäne zu stellen.

Vorbericht - Eine Woche in der Schule, eine Woche zu Hause

Eine Woche Unterricht in der Schule, dann eine Woche Lernen zu Hause - mit einem solchen Wechselmodell sollen die Lehrer, Schüler und Eltern in Bayern nach langer Corona-Pause ganz langsam wieder zu mehr Normalität zurückfinden. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) setzt nach eigenen Worten große Hoffnungen auf das künftige "Lernen im Wechsel". "Es ist gut, dass die Schüler wieder schrittweise in den Unterricht an der Schule zurückkehren – denn nichts geht über Unterricht live", sagte Piazolo am Mittwoch in München. Damit werde es wieder eine regelmäßigere und direktere Kommunikation zwischen den Lehrern und ihren Schülern geben.

"Es geht darum, ein stabiles Unterrichtsangebot zu schaffen", betonte Piazolo. "Entscheidend ist: Die Präsenzwoche und die folgende Woche des "Lernens zu Hause" bilden eine sinnvoll verzahnte Einheit." Konkret heißt das: Die im Präsenzunterricht vermittelten Inhalte sollen anschließend zu Hause geübt und vertieft werden. Aufbauend auf dem Präsenzunterricht soll neues Wissen aber auch zu Hause erweitert werden – "mit Augenmaß", betonte das Ministerium. Die Themen müssten sich etwa hinsichtlich Umfang und Schwierigkeitsgrad dafür eignen.

Nach den Abschlussklassen sind seit Montag auch die Schüler wieder zurück in den Klassenzimmern, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen oder die vierte Klasse besuchen.

Kommende Woche sollen unter anderem die Erstklässler folgen, die 5. Klassen der Mittelschulen und die 5. und 6. Klassen an Realschulen und Gymnasien. Für alle anderen Klassen beginnt der Präsenzunterricht erst nach dem Pfingstferien Mitte Juni. Von Normalität kann aber noch keine Rede sein: Der Unterricht findet in kleineren Gruppen statt, in der Regel wochenweise im Wechsel, dafür werden Klassen also aufgeteilt.

mh/mz/dpa

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