News-Ticker zur Corona-Pandemie

Kontaktbeschränkungen bis 3. Mai verlängert - Große Hilfsbereitschaft in der Region

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Markus Söder und Angela Merkel äußern sich bei einer Pressekonferenz zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise.

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Mittwoch, 15. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 1.960, Landkreis Traunstein 794, Landkreis Berchtesgadener Land 227, Landkreis Mühldorf 398, Landkreis Altötting 444
  • Mindestens 3.254 Todesopfer in Deutschland (995 in Bayern) 
  • Mehrere Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Kontaktsperre in Deutschland bis 3. Mai verlängert
  • Geschäfte bis 800qm können ab 20. April wieder öffnen
  • Großveranstaltungen in Deutschland bis 31. August untersagt
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 22.32 Uhr: Echelon 2020 fällt aus

Das Echelon Open Air muss im Jahr 2020 ausfallen, so viel steht seit der Pressekonferenz von Angela Merkel am 15. April sicher fest. Das Echelon 2020 hätte ursprünglich von 21. bis 23. August stattfinden sollen. Nun hat sich auch der Veranstalter auf Facebook zu Wort gemeldet. 

"Tief traurig müssen wir nun die allseits gefürchteten News veröffentlichen: Das Echelon Open Air 2020 wird leider nicht stattfinden können. Das Coronavirus hat das Land weiterhin noch zu fest im Griff und es führt kein Weg an einer Verlängerung der Veranstaltungssperre vorbei. Sämtliche Großveranstaltungen wurden kategorisch bis zum 31.08.2020 untersagt, was unmittelbar auch das massivste elektronische Spektakel Süddeutschlands betrifft."

Update, 21.31 Uhr: Große Hilfsbereitschaft in der Region

Bei der Eindämmung der Corona-Pandemie gibt es im Landkreis Rosenheim eine große Solidarität und viel Unterstützung. Das Schweizer Unternehmen Clariant hat der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim jetzt kostenlos schon 4.000 Liter Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Das dringend benötigte Mittel wurde jetzt von Kräften des THW an den Unternehmensstandorten in Gendorf und Heufeld abgeholt. Vier große Behälter mit jeweils 1.000 Litern Desinfektionsmittel hat das Unternehmen zur Verfügung gestellt. 

Die Firma Krones in Rosenheim stellte anschließend ebenfalls kostenlos rund 9.000 Kunststoff- Flaschen zur Verfügung, damit das Desinfektionsmittel in endverbraucherfreundlichere Portionen abgefüllt werden konnte. Abgefüllt wurde das Hände-Desinfektionsmittel in Zusammenarbeit mit der Firma Mühlberger und der Feuerwehr Pfraundorf in Raubling. Tausende Flaschen mit einem Fassungsvermögen von 1,5 Litern, 1 Liter und einem halben Liter wurde abgefüllt und etikettiert. Das Desinfektionsmittel wird dringend in Kliniken, Alten- und Pflegeheime, Ärzte, Rettungsdienste und Pflegedienste benötigt.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Update, 20.22 Uhr: Einige Maßnahmen in Bayern wohl "zeitverzögert"

Die Schulen sollen in Deutschland ab 3. Mai  öffnen, Geschäfte bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ab 20. April. Aber gelten diese Daten auch für Bayern? Markus Söder äußerte sich auf der Pressekonferenz mit Angela Merkel vorsichtig.  

Die Schulen werden in Bayern wohl erst ab 11. Mai öffnen. Die Geschäfte sollen "im Süden zeitverzögert" öffnen, so Söder. Genaue Details für den Corona-Fahrplan in Bayern wird der Bayerische Ministerpräsident vermutlich am 16. April bekannt gegeben.

Update, 20.09 Uhr: Aktuelle Fallzahlen für Deutschland

In Deutschland sind bis Mittwochnachmittag mehr als 130.300 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: Mehr als 127.900 Infektionen). Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern die meisten Infektionen.

Mindestens 3456 (Vortag Stand 16.15 Uhr: 3143) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 72.600 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

dpa

Update, 19.35 Uhr: Frühlingsfest Wasserburg 2020 abgesagt

Nach dem allgemeinen Verbot von Großveranstaltungen in der Bundesrepublik bis zu, 31. August ist es unausweichlich geworden: Der Wirtschaftsförderungsverband Wasserburg hat schweren Herzens das Wasserburger Frühlingsfest 2020 abgesagt

Bereits gekaufte Frühlingsfest-Marken können zurückgegeben werden. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Marken einfach im nächsten Jahr zu verbrauchen.

Update, 19.20 Uhr: Neue Allgemeinverfügung für Stadt und Landkreis Rosenheim

Das Landratsamt Rosenheim hat eine neue Allgemeinverfügung für den Landkreis und die Stadt Rosenheim erlassen. 

Die neue Allgemeinverfügung soll die Quarantäne bereits ab Kenntniserlangung des positiven Befundes anordnen. Dadurch kann die zeitliche Lücke zwischen Kenntnis des Befundes und Anordnung durch das Gesundheitsamt geschlossen werden. 

Update, 18.35 Uhr: Die wichtigsten Punkte aus der Pressekonferenz

Die seit Mitte März geltenden Kontaktbeschränkungen werden grundsätzlich bis zum 3. Mai 2020 verlängert.

  • Der Schulbetrieb soll ab 4. Mai schrittweise wieder aufgenommen werden - zunächst prioritär für Abschlussklassen und qualifikationsrelevante Jahrgänge sowie die letzte Klasse der Grundschule. 
  • Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen der Abschlussklassen dieses Schuljahres sollen wieder stattfinden können. 
  • Die Kultusministerkonferenz wird beauftragt, bis zum 29. April ein Konzept für weitere Schritte vorzulegen, wie der Unterricht insgesamt wieder aufgenommen werden kann. 
  • Die Notbetreuung wird fortgesetzt und auf weitere Berufs- und Bedarfsgruppen ausgeweitet. 
  • Geschäfte bis zu 800 qm Verkaufsfläche sowie, unabhängig von der Verkaufsfläche, Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen können wieder öffnen. Dabei müssen sie Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen beachten. 
  • Friseurbetriebe sollen sich darauf vorbereiten, unter den gleichlautenden Auflagen sowie unter Nutzung persönlicher Schutzkleidung ab dem 4. Mai den Betrieb wieder aufzunehmen. 
  • Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen und Synagogen sowie religiöse Feierlichkeiten und Veranstaltungen sollen zunächst weiter nicht stattfinden. 
  • Die Bürgerinnen und Bürger bleiben aufgerufen, auf private Reisen und Besuche weiterhin zu verzichten. 
  • Großveranstaltungen bleiben mindestens bis zum 31. August 2020 untersagt.

Rechtzeitig vor dem 4. Mai werden die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder die Entwicklung erneut bewerten und weitere Maßnahmen beschließen.

>>> Der Beschluss im Wortlaut zum Nachlesen

Update, 18.05 Uhr: Die Pressekonferenz live - Wie geht es weiter mit den Coronamaßnahmen?

Seit 14 Uhr haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs über mögliche Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen diskutiert. Jetzt verkünden Merkel, Markus Söder als aktueller Vorsitzender der Ministerpräsidenten-Konferenz und Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher die Ergebnisse:

Kontaktbeschränkungen bleiben bis mindestens 3. Mai bestehen, Großveranstaltungen werden bis 31. August verboten. 

Öffnung von Geschäften bis 800 Quadratmeter, weitere Infos am 30. Mai

Die Öffnung der Geschäfte solle mit Schutzkonzepten nach und nach erfolgen, hieß es weiter. Dazu sollte die Kultusministerkonferenz in den nächsten Wochen ein Konzept entwickeln. Es brauche reduzierte Gruppen, was einen hohen logistischen Aufwand bedeute, so Merkel. Shopping-Malls können weiter nicht geöffnet werden. Friseure dürfen unter Schutzmaßnahmen ab Montag wieder öffnen. 

Weiter Mindesabstand - Verstöße werden geahndet 

Die bisherigen getroffenen Maßnahmen bezüglich des Mindesabstands sollten eingehalten werden. Vertsöße würden geahndet, so Merkel.

Tragen von Masken wird empfohlen 

"Es ist geboten diese Masken im öffentlichen Leben zu tragen, vor allem auch im ÖPNV und im Einkauf", sagte Merkel. "Wir glauben, dass wir jeden Tag jetzt mehr Masken bekommen."

„Wir haben etwas erreicht. Unser Gesundheitssystem konnte am Laufen gehalten werden“, sagte Merkel zu Beginn. Aber auch: „Was wir erreicht haben ist ein zerbrechlicher Erfolg.“ Ganz wichtig sei weiterhin, einen Mindestabstand von 1,5 Metern beizubehalten.

Update, 17.40 Uhr: Kontaktbeschränkungen bis 3. Mai verlängert

Die seit Wochen geltenden Kontaktbeschränkungen werden grundsätzlich bis mindestens 3. Mai verlängert. Darauf verständigten sich Bund und Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Update, 17.30 Uhr: 74 Verstorbene im Landkreis Rosenheim 

Die Zahl der nachweislich mit dem Corona-Virus infizierten Menschen im Bereich des Rosenheimer Gesundheitsamtes ist auf 1.960 Personen gestiegen (Stand: 14.04.2020 / 24 Uhr). Auch die Zahl der Verstorbenen hat sich erneut erhöht. Sie liegt nun bei insgesamt 74 Verstorbenen. Einige der Personen sind bereits über das Osterwochenende verstorben. Auch die Zahl der Genesenen hat einen Sprung nach oben gemacht. Bei insgesamt mindestens 340 Personen wurde die Genesung dokumentiert.

Update, 17.20 Uhr: Verhandlungen stocken

Laut der Bild.de gibt es bei den Verhandlungen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder Streit um Ladenöffnungen. Nach BILD-Informationen stocken die Corona-Verhandlungen seit einer Stunde. 

Update, 17 Uhr: Schulstart schrittweise ab 4. Mai

Der Schulbetrieb in Deutschland soll am 4. Mai beginnend mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und den obersten Grundschulklassen wieder aufgenommen werden. Anstehende Prüfungen sind bereits vorher möglich. Darauf haben sich Bund und Länder am Mittwoch verständigt, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

Update, 16.45 Uhr: Intensivbetten im Landkreis Rosenheim derzeit ausreichend

Heute Nachmittag fand ein Video-Pressegespräch des Landratsamtes Rosenheim statt. Neben dem Ärztlichen Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz Dr. Michael Städtler standen auch die Pandemiebeauftragten der Kliniken bzw. Klinik-Verbünde im Rettungsdienstbereich (Stadt und Landkreis Rosenheim sowie Landkreis Miesbach) Rede und Antwort und berichteten über die aktuelle Lage. 

Die Anzahl der Intensivbetten und der Beatmungsgeräte würden laut Dr. Städtler derzeit ausreichen. Es seien genügend Betten frei. Bei einer starken Zunahme könnten zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden. „Aktuell befinden sich knapp 200 Covid-Erkrankte in den RoMed-Kliniken“, berichtet Dr. Hanns Lohner, Pandemiebeauftragter der RoMed-Kliniken. Ein Hilfskrankenhaus, das zuletzt diskutiert wurde, wird aufgrund der ausreichenden Kapazitäten derzeit nicht benötigt. „Wir haben ein Konzept, aber wir haben keinen konkreten Standort, weil man es derzeit nicht braucht“, erklärt Dr. Städtler. 

Das Coronavirus werde die Bevölkerung noch länger begleiten, sowohl innerklinisch als auch außerklinisch. „Ich habe den Eindruck, dass es sich auf einem gewissen hohen Niveau stabilisiert. Es wird aber sehr spannend, wenn die Ausgangsbeschränkungen zurückgenommen werden“, so Dr. Städtler. Eine Prognose könne man nicht abgeben. Vergangene Vorhersagen seien rückblickend nicht zutreffend gewesen. 

Bezüglich der mangelnden Schutzkleidung konnte Dr. Lohner etwas Entwarnung geben: „Es hat sich stabilisiert. Es gab Phasen, in den wir nur noch Material für eine Woche hatten. Dies hat sich jedoch zunehmend gebessert“. 

Ein ausführlicher Bericht zu diesem Pressetermin erscheint am Donnerstag auf rosenheim24.de.

Update, 16.35 Uhr: Großveranstaltungen bleiben weiter verboten

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten. Bund und Länder wollen nach BILD-Informationen alle Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August verbieten.

Update, 16.30 Uhr: Offenbar keine generelle Maskenpflicht geplant

Im Kampf gegen das Coronavirus wollen Bund und Länder das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel nach dpa-Informationen "dringend" empfehlen. Eine generelle bundesweite Maskenpflicht soll es demnach aber nicht geben.

Update, 16.25 Uhr: Fünf neue Fälle in Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es fünf neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 15. April 2020, 15.00 Uhr).

Dabei handelt es sich um zwei Erwachsene über 60 Jahre und drei Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 398 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 197 Personen bereits wieder genesen, 27 davon werden stationär behandelt. Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen: 

  • Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 38 
  • Stationäre Corona-Positivfälle: 59 
  • Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 12 
  • Entlassene Corona-Patienten: 27

Update, 16.10 Uhr - Fronten zwischen Laschet und Söder verhärten sich

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Landes-Chefs verhandeln zur Stunde um Verlängerung und Lockerung der Corona-Maßnahmen. Was werden sie entscheiden? Per Video-Konferenz entscheiden sie, ob, wie und wann Schulen und Läden wieder öffnen, Kontaktverbote gelockert werden können.

Die Kanzlerin will nach Informationen von ntv die Beschränkungen bis 3. Mai verlängern. So sollen beispielsweise die Kontakt- und Reisebeschränkungen bestehen bleiben. Das ist bisher durchgesickert. Der Einzelhandel soll möglicherweise in einer bestimmten Größenordnung wieder geöffnet werden. Allerdings unter Auflagen. Großen Streit wird es geben was die Schulen und Hochschulen betrifft. Das ist Ländersache. 

Die Fronten sind verhärtet. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet auf der einen Seite, der gestern einen Exit-Fahrplan vorstellte und eine schnellere Öffnung der Geschäfte fordert. Auf der anderen Seite Bayerns Landes-Chef Markus Söder, der die harten Einschränkungen aufrechterhalten will. Der Freistaat zählt die meisten Corona-Fälle.

Update, 15.45 Uhr - Vier Tote im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 794 bestätigte Corona-Fälle vor. Das sind 23 Fälle mehr als am Vortag. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 63 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich zehn Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein und vier in Trostberg).

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Lage-Pressemitteilung vier Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um eine Frau und drei Männer (zwischen 75 und 84 Jahren). Bei allen vier Personen war auch eine COVID-19-Infektion diagnostiziert worden. Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 22 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor.

Update, 15.25 Uhr - Die Zahlen aus Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 444 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Das sind sieben Fälle mehr als am Vortag. 

Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind oder bei denen der Verdacht auf diese Erkrankung besteht werden im Covid-Schwerpunkt-Krankenhaus Mühldorf behandelt. Mit dem SARS-CoV-2 Virus infizierte Schwangere und an Covid-19 erkrankte Kinder werden an der Kreisklinik Altötting behandelt.

Update, 14.43 Uhr - Zwei weitere Todesfälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 227 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Meldestand: 15. April, 10 Uhr); das bedeutet einen Anstieg um einen Corona-Infektionsfall im Vergleich zum Vortag. 108 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen.

Aktuell sind im Landkreis Berchtesgadener Land insgesamt 53 COVID-19-Patienten in stationärer Behandlung, neun davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung. Diese 53 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 227 bestätigten BGL-Corona-Fälle.

Nach fünf bisher gemeldeten Sterbefällen im Landkreis hat sich die Zahl der Todesfälle seit dem Dienstag auf sieben COVID-19-Patienten erhöht.

Update, 14.28 Uhr - LGL: 40 weitere Todesfälle in Oberbayern

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zählt 40  neue Todesfälle aufgrund des Coronavirus in Oberbayern (Stand 14.04.2020, 10 Uhr). Damit ist die Zahl der Gestorbenen auf 320 Fälle angestiegen. 15.558 Menschen sind mit dem Virus infiziert, das sind 336 mehr.

In Oberbayern sind damit 334 Menschen pro 100.000 Einwohner infiziert. Oberbayern liegt weiterhin hinter der Oberpfalz (346) an zweiter Stelle der bayerischen Bezirke. 

Regierungsbezirk

Anzahl der Fälle

Fälle Änderung zum Vortag

Fallzahl pro 100.000 Einwohner

Anzahl der Todesfälle

Todesfälle Änderung zum Vortag

Oberbayern

15.668

+336

334,35

320

+40

Niederbayern

3418

+61

275,97

145

+14

Oberpfalz

3846

+56

346,71

144

+12

Oberfranken

2639

+86

247,22

87

+7

Mittelfranken

3374

+108

190,58

108

+21

Unterfranken

2615

+47

198,54

98

+6

Schwaben

3104

+57

164,43

93

+4

Gesamtergebnis

34.664

+751

265,08

995

+104

Update, 13.54 Uhr - Söder klar gegen schnelle Öffnung von Schulen

Am Nachmittag werden bei einer Videoschalte zwischen Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder weitreichende Entscheidungen erwartet, wie es in Sachen Lockerung der Corona-Beschränkungen in Bayern und Deutschland weitergehen wird. Im Vorfeld hat sich Bayerns Landeschef Markus Söder (CSU) dabei ganz klar positioniert und spricht sich gegen schnelle Öffnungen von Schulen aus, wie beispielsweise von Nordrhein-Westfalen gefordert.

"Ich bin sehr zurückhaltend bei Schulen", sagte Söder und erklärte, dass er es skeptisch sehe, dass Grundschulen als Erstes geöffnet werden sollen: "Da habe ich eine grundlegend andere Auffassung. (...) Bei den Abschlussprüfungen, glaube ich, kann man großzügig sein, denn die Schülerinnen und Schüler brauchen ja einen Abschluss auch für den weiteren Berufsweg." Hier ließen sich Schutz- und Hygienemaßnahmen zudem deutlich einfacher organisieren.

Söder distanziert sich damit nicht nur von Nordrhein-Westfalen, sondern auch von einer Empfehlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Grundschulen mit als Erstes wieder zu öffnen. Der CSU-Politiker forderte hingegen ein "längerfristiges Konzept". Als Beispiele nannte er Lehr- und Zeitpläne, die neu definiert, und Abstandsregeln, die organisiert werden müssten.

Update, 13.10 Uhr - Beschlussvorlage: Geschäfte bis 800 Quadratmeter Öffnung ermöglichen

Der Bund will ermöglichen, Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wieder zu öffnen. Das sieht eine Beschlussvorlage des Corona-Kabinetts für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder vor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Mittwoch vorlag. 

Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass der Bund empfehlen will, bereits am 20. April Geschäften des Einzelhandels mit einer Größe von maximal 400 Quadratmetern die Öffnung zu erlauben, allerdings unter Bedingungen.

Bundeskanzlerin Merkel wird um ca. 16.30 Uhr in einer Pressekonferenz weitere Maßnahmen in der Corona-Krise bekannt geben. Erwartet wird eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis zum 3. Mai. Zur Debatte stehen Schulöffnungen und Mundschutzpflicht. Die Abstimmung mit den Ländern startet um 14 Uhr.

rosenheim24.de wird wie gewohnt einen Livestream der PK anbieten!

Update, 13 Uhr - Österreich gibt vielen Freizeitsportlern grünes Licht 

In Österreich dürfen Freizeitsportler vom 1. Mai an trotz Coronakrise bestimmten Sportarten wieder nachgehen. Sportminister Werner Kogler nannte am Mittwoch in Wien Leichtathletik, Tennis, Golf, Reiten, Bogenschießen und Segelfliegen. Laufen und Radfahren waren bereits bisher erlaubt. "Wir wollen was ermöglichen", so Kogler. Sport sei gerade in diesen Zeiten wichtig.

Die Definition der zu beachtenden Hygiene-Regeln werde den jeweiligen Sportverbänden überlassen, sagte der Minister. Bei Tennis liege es nahe, dass jeder Spieler seine eigenen Bälle benutze und nicht die des Gegners anfasse. Zu den Verhaltensregeln zählen auch der Verzicht auf Laufen und Radfahren im Windschatten. Beim Laufen soll der Mindestabstand zum Vordermann etwa fünf Meter betragen, beim Radfahren etwa 20 Meter. Das hänge mit dem veränderten Verhalten beim Ein- und Ausatmen zusammen, sagte Kogler. Die Devise sei nun, diagonal versetzt zu laufen oder zu fahren.

Update, 12.40 Uhr - Angriff auf Fußgänger

Wie die Polizei erst jetzt meldete, war bereits am vergangenen Dienstag, 7. April, ein 62-Jähriger zu Fuß auf der Trogerstraße im Münchner Stadtteil Haidhausen unterwegs. Dabei wurde er gegen 16.15 Uhr von einem dreisten Jogger ohne Grund angerempelt. Als sich der Fußgänger beschwerte, hustete ihn der Jogger laut Polizei mehrmals an und rief dabei "Corona, Corona". Anschließend beleidigte der Jogger den Münchner auch noch mehrfach.

Die Polizei ermittelt und hat nun eine Beschreibung des Läufers veröffentlicht: männlich, vermutlich Deutscher, 30 – 35 Jahre alt, etwa zwei Meter groß, schwarze kurze Haare, muskulös, breitschultrig, schwarz gekleidet unter anderem mit schulterfreien schwarzen T-Shirt. Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter Telefon 089/2910-0 entgegen.

Update, 11.50 Uhr - Grenzkontrollen werden offenbar verlängert

Deutschland plant offenbar die Verlängerung der bestehenden Grenzkontrollen um weitere 20 Tage. Das verlautete nun aus Sicherheitskreisen. Über Einzelheiten will Innenminister Horst Seehofer (CSU) noch mit den Ministerpräsidenten der Länder sprechen.

Die Kontrollen waren vor einem Monat eingeführt worden. Seither werden die Grenzen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz überwacht. 

Update, 11.27 Uhr - UEFA mit "Geheimplan" für Champions League 

Die Europäische Fußball Union (UEFA) arbeitet laut Medienberichten offenbar an einem spektakulären Plan, um trotz Coronakrise die Champions League in dieser Saison noch zu Ende spielen zu können. Betroffen wäre auch der FC Bayern, der nach einem 3:0-Sieg im Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Chelsea beste Aussichten auf die Runde der letzten Acht hat. 

Derzeit stehen erst vier Viertelfinalisten (Paris, Bergamo, Atletico Madrid und Leipzig) fest. Die vier anderen Achtelfinal-Rückspiele sollen laut dem Geheimplan zunächst so schnell als möglich (als Geisterspiele) stattfinden. Danach plant die UEFA eine Art Finalturnier mit den besten acht Mannschaften. Gespielt werden soll an einem neutralen Ort, an denen Sicherheit, Isolation und medizinische Versorgung für alle Beteiligten gewährleistet sein sollen. Viertel- und Halbfinale würden dann aber in nur einem Match statt wie bislang üblich in Hin- und Rückspiel abgehalten werden. Ein konkreter Termin wurde in dem Bericht (noch) nicht genannt.

Update, 11.15 Uhr - Österreich präsentiert "Fahrplan" für Sport

In Deutschland wurde in fast allen Sportarten die Saison bzw. Wettkämpfe abgebrochen bzw. unterbrochen. Auch in Österreich ruht der Sportbetrieb derzeit. Doch in der Alpenrepublik wird nun überlegt, wie es in Sachen Sport konkret weitergehen könnte. Seit 11 Uhr informieren Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) auf einer Pressekonferenz. Erwartet wird, dass eine Art "Fahrplan" für die nächsten Wochen vorgestellt wird.

Update, 11.10 Uhr - Kontaktsperre bleibt wohl bis 3. Mai

Bevor am Nachmittag die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten per Videoschaltung konferieren, sickern nach und nach erste Details über mögliche Maßnahmen und Entscheidungen durch. Nach Informationen der Deutschen Presse Agentur (dpa) und Bild-Zeitung will der Bund den Ländern vorschlagen, die bestehenden Kontaktbeschränkungen für die Bürger noch mindestens bis zum 3. Mai aufrecht zu erhalten. Es soll bereits ein entsprechendes "Eckpunktpapier" geben.

Update, 11 Uhr - Neun Personen bei Maibaumwache infiziert

In Hohenschäftlarn im Landkreis München wird nur alle fünf Jahre ein Maibaum aufgestellt. Heuer wäre es wieder so weit gewesen - mit Betonung auf "wäre", denn die Feierlichkeiten, zu der rund 2.600 Gäste erwartet worden wären, wurden nun abgesagt. Das hat der örtliche Burschenverein inzwischen bestätigt. 

Auch in Holzhausen im Landkreis Bad-Tölz Wolfratshausen steckten Burschen und Madln schon mitten in den Vorbereitungen für ein Maibaum-Fest. Doch bei der obligatorischen Maibaumwache haben sich nun insgesamt neun Personen mit Corona infiziert. Deswegen wurde nun auch dort alles abgeblasen, wie unser Partnerportal merkur.de berichtet.

Update, 10.40 Uhr - Marc O'Polo stellt Schutzmasken zur Verfügung

Marc O’Polo in Stephanskirchen ist einer der größten Arbeitgeber in der Region Rosenheim und zeigt nun während der Coronakrise großes soziales und caritatives Engagement. Unter dem Motto "Stronger Together" hat die Firma ein großes Kontingent Baumwoll-Schutzmasken bestellt.  

Davon gehen 4.000 Masken an das Bayerische Rote Kreuz in Rosenheim. Weitere 1.000 Stück sind für den hiesigen Katastrophenschutz und das Technische Hilfswerk (THW) vorgesehen. 500 Masken sind für Senioren- und Pflegeheime reserviert und weitere 500 sollen in den nächsten Tagen an medizinische Institutionen wie Arztpraxen ausgegeben werden. Nach Angaben der Empfänger werden die Masken vorrangig intern Mitarbeitern, Patienten und Bewohnern zum Schutz zur Verfügung gestellt.

Update, 10.20 Uhr - Tierpark erarbeitet Pläne für Notschlachtung

Der Tierpark Neumünster in Schleswig-Holstein hat wegen der Corona-Zwangsschließung Notpläne für das Schlachten seiner Tiere erarbeitet. Dort stehe auch, wer im Fall des Falles zuletzt auf die Schlachtbank komme: Der 3,60 Meter große Eisbär "Vitus", sagte Zoodirektorin Verena Caspari. 

Eisbär Vitus, Deutschland größter Eisbär und Vater vom Berlins Eisbären Knut.

Hintergrund ist, dass der Tierpark zurzeit keine Einnahmen durch Besucher hat und ausschließlich durch Spenden am Leben erhalten wird. "Wir bekommen keine städtischen Gelder, und alles, was wir bis dato an Landesgeldern beantragt haben, ist noch nicht eingetroffen", erklärte Caspari. Bislang reiche das Geld. "Doch wenn - und das ist wirklich der aller worst, worst case - wenn ich kein Geld mehr habe, Futter zu kaufen, oder wenn es passieren sollte, dass mein Futterlieferant aufgrund neuer Restriktionen nicht mehr liefern kann, dann würde ich Tiere schlachten, um andere Tiere zu füttern." Das wäre dann aber der allerletzte Schritt.

Update, 8.50 Uhr - Jetzt mehr als 3.200 Tote in Deutschland 

In Deutschland sind - Stand: Mittwochmorgen, 15. April - insgesamt 127.584 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Zudem waren 3.254 Todesfälle gemeldet worden. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben in Deutschland rund 68.200 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. 

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 34.200 nachgewiesenen Fällen und mindestens 954 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 25.800 Fällen und mindestens 607 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 25.400 bestätigten Fällen und mindestens 767 Toten.

Bundesland

Anzahl

Anstieg

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

Baden-Württem­berg

25.438

+398

230

767

Bayern

34.294

+725

262

954

Berlin

4.722

+54

126

62

Brandenburg

1.950

+34

78

42

Bremen

500

+8

73

21

Hamburg

3.869

+61

210

67

Hessen

6.347

+164

101

173

M.-Vor­pommern

624

+5

39

11

Niedersachsen

8.019

+134

100

224

Nordrhein-West­falen

25.835

+535

144

607

Rhein­land-Pfalz

5.004

+124

123

77

Saarland

2.145

+33

217

58

Sachsen

3.819

+68

94

73

Sachsen-Anhalt

1.223

+16

55

26

Schles­wig-Holstein

2.245

+81

78

54

Thüringen

1.550

+46

72

38

Gesamt

127.584

+2.486

153

3.254

Update, 8.16 Uhr - Vier Tote in Trostberger Pflegeheim

Ein riesengroßes Problem war, ist und bleibt die Ausbreitung des Virus in Alten- und Pflegeheim. Jetzt wurden in einem Pflegeheim in Trostberg (Landkreis Traunstein) vier Todesfälle im Zusammenhang mit Corona bestätigt. Dabei handelte es sich unter anderem um einen 83-jährigen Mann, der mit Symptomen in die Klinik Trostberg eingeliefert worden war und vor rund zwei Wochen dort starb. Drei weitere Personen verstarben direkt im Haus des Pflegezentrums, berichtet die Passauer Neue Presse. 

Inzwischen konnte die Heimleitung auch aufklären, wie das Virus trotz strikten Besuchsverbotes in die Einrichtung gelangen konnte. Demnach habe am 13. März eine Mitarbeiterin ihren demenzkranken Vater ins Pflegezentrum gebracht. Der Mann wurde dann nach wenigen Stunden in ein Krankenhaus verlegt. Dort wurde er jedoch nicht gleich auf Corona getestet, weil die Symptome "nicht einzuordnen gewesen" wären, hieß es. Anfang April wurde dann eine Infektion bei der Tochter (der Mitarbeiterin) nachgewiesen.

Update, 7.52 Uhr - "Erfreuliche Entwicklung" in Österreich

Bei unseren Nachbarn in Österreich scheint sich weiter ein positiver Trend abzuzeichnen. "Wie sich die Zahlen in Österreich entwickelt haben, ist absolut erfreulich", sagte die Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl von der Medizin-Uni Wien zur APA. Die Bevölkerung scheine bei den Maßnahmen "ganz massiv mitgemacht" zu haben, hieß es.

So wurden aus dem Bundesland Tirol beispielsweise "nur" 12 Neu-Infektionen im Vergleich zum Vortag gemeldet. Insgesamt gab es dort bislang 3.367 Fälle. Aktuell gelten noch 1.161 Patienten als positiv, der Rest ist bereits genesen. Tirol hatte bislang 72 Tote zu beklagen. 

Im Bundesland Salzburg hat die zuständige Landesregierung unterdessen die über mehrere Gemeinden verhängte Quarantäne nun aufgehoben. Seit 0 Uhr sind die Gemeinden Zell am See, Saalbach-Hinterglemm, Bad Gastein, Bad Hofgastein, Dorfgastein, Flachau, Großarl und Hüttschlag wieder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. In Salzburg waren insgesamt bislang 1.174 Menschen positiv getestet worden. Es gab 26 Tote.

Update, 7.15 Uhr - Zwei Tote in Münchner Pflegeheim

In einem Pflegeheim im Münchner Stadtteil Westend sind über Ostern zwei Bewohnerinnen an Corona gestorben. Die beiden Frauen waren jeweils über 80 Jahre alt und hatten Vorerkrankungen. Darüber hinaus liegen fünf weitere Betroffene in Krankenhäusern. Das berichtet die Abendzeitung

Über die Osterfeiertage gab es für die Verantwortlichen dann Schwierigkeiten, ausreichend Personal für den Dienstplan zu finden. Aber man habe die Lage inzwischen im Griff, betonte Geschäftsführer Gerhard Prölß. Man habe auf den neu gegründeten Pflegepool des Gesundheitsministeriums zurückgreifen können, hieß es. Am Mittwoch sollen alle Heim-Mitarbeiter auf Corona getestet werden.

Unterdessen stieg die Gesamtzahl der Infizierten in München auf 4.717. Die Landeshauptstadt meldete zuletzt (Stand: Dienstag, 14. April, 13.30 Uhr) 102 neue Coronafälle. Bislang gab es 63 Tote in München (+11 im Vergleich zum Vortag).

Update, 6.47 Uhr - Über 600.000 Menschen in USA infiziert

Die renommierte Johns-Hopkins-Universität aus Baltimore hat wieder ihre weltweiten Zahlen zur Corona-Pandemie aktualisiert. Demnach sind in den USA nun deutlich mehr als 600.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Nach Spanien und Italien liegt Deutschland diesen Auswertungen zufolge weiter auf dem vierten Platz.

Covid-19: Die am stärksten betroffenen Länder (Stand: 15. April)

Update, 6.25 Uhr - Trump dreht WHO den Geldhahn zu 

Mitten in der Coronakrise hat US-Präsident Donald Trump einen Stopp der Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veranlasst. Trump machte die Organisation am Dienstagabend (Ortszeit) für die Vielzahl an Toten mitverantwortlich. Durch "das Missmanagement der WHO" und deren Vertrauen auf Angaben aus China habe sich die Epidemie dramatisch verschlimmert und rund um die Welt verbreitet, sagte Trump im Rosengarten des Weißen Hauses.  

Seine Regierung werde in den kommenden 60 bis 90 Tagen prüfen, welche Rolle die WHO bei der "schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus" gespielt habe. So lange lägen die Zahlungen auf Eis.

Update, 6 Uhr - Fallen heute wichtige Entscheidungen?

Seit Tagen wird heftig diskutiert, wann und wie Deutschland die im Kampf gegen das Coronavirus verhängten Einschränkungen etwas lockern kann. Vor Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten ist unklar, ob die Länder eine gemeinsame Linie finden.

Dabei gilt Nordrhein-Westfalens Länderchef Armin Laschet (CDU) als Befürworter rascher Erleichterungen für die Bevölkerung. Er forderte bereits mehrfach einen "Fahrplan in eine verantwortungsvolle Normalität". Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte dagegen: "Wir dürfen keinen Rückschlag riskieren!" Er sprach am Dienstagabend im ZDF heute journal einmal mehr von Lockerungen nur im Zusammenhang mit den Begriffen "verantwortungsvoll" und "mit klaren Auflagen". Merkels Ziel ist es, dass die Entscheidungen für alle Bundesländer nach Möglichkeit einheitlich ausfallen.

Es dürfte also sehr spannend werden, ob und auf welche Ergebnisse sich die Politiker am Nachmittag ab 14 Uhr in ihrer Videokonferenz einigen können. Vor allem die Öffnung der Schulen ist ein großes Streitthema. Bei anderen Themenfeldern sind dagegen offenbar schon erste Einigungen in Sichtweite. Demnach sollen laut Bild-Zeitung Kontaktsperren, Versammlungs- und Reiseverbote offenbar bis mindestens 3. Mai verlängert werden. Zur Belebung der Innenstädte soll außerdem die Wiedereröffnung kleinerer Läden möglicherweise bald erlaubt werden.

Diskussion um Lockerungen

Am Dienstag, 14. April, waren in der Region erneut zahlreiche neue Infektionen gemeldet worden, wenn gleich hier von den Behörden wegen der Osterfeiertage teilweise auch Meldungen für mehrere Tage zusammengefasst wurden. Zudem wurde bekannt, dass das Ruhpoldinger Krankenhaus vorübergehend vom Netz gehen muss, da sich mehrere Mitarbeiter mit Corona infiziert hatten. Außerdem wurden in Brannenburg und am Samerberg weitere Asylunterkünfte nach Coronafällen unter Quarantäne gestellt.

Zudem gewann die Diskussion um etwaige Lockerungen an Fahrt. Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und Gesundheitsminister Spahn (CDU) wollen, dass alle Länder an einem Strang ziehen. Derweil deutete Bayerns Gesundheitsministerin Huml (CSU) einen möglichen Sonderweg des Freistaates an.

mw/mh

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