News-Ticker zur Corona-Pandemie

Freistaat hilft Kulturschaffenden - Wieder "Corona-Demos" am Wochenende

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Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Freitag, 15. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2700, Landkreis Traunstein 1276, Landkreis Berchtesgadener Land 298, Landkreis Mühldorf 495, Landkreis Altötting 594
  • Todesfälle: Rosenheim 192, Traunstein 83, Berchtesgadener Land 22, Mühldorf 25, Altötting 54
  • Mindestens 7824 Todesopfer in Deutschland (2277 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 19.30 Uhr – Freistaat hilft Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturschaffenden

"Mit einem Kultur-Rettungsschirm von 200 Millionen Euro und sechs aufeinander abgestimmten Programmen helfen wir von Seiten des Freistaats Bayern, die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende und Kreative sowie die Kulturlandschaft abzufedern und Existenzen zu sichern", gab Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler gestern in München gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder einen Überblick über Hilfsprogramme für Kunst- und Kulturschaffende.

Aufgrund der notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung mussten geplante Veranstaltungen abgesagt und kulturelle Einrichtungen bis auf Weiteres geschlossen werden. "Kunst und Kultur sind für uns lebenswichtig. Deshalb wollen wir von Seiten des Freistaats auch in der Krise ein verlässlicher Partner sein. Bayern ist sich als Kulturstaat seiner besonderen Verantwortung für unsere Kulturschaffenden bewusst", so Sibler. Er stellte unbürokratische Hilfe über die verschiedenen Programme in Aussicht.

Informationen zur Hilfe für Künstler und Kreative mit Hinweisen auch zum Sozialschutz, zur Künstlersozialversicherung, zu steuerlichen Hilfsmaßnahmen und zum Kurzarbeitergeld gibt es auf der Webseite der Bundesregierung.

Update, 18.30 Uhr - Wieder "Corona-Demos" am Wochenende

Die "Corona-Demos" polarisierten am vergangenen Wochenende die Region. Am Samstag gehen die Kundgebungen in die nächste Runde - wir haben eine Einschätzung der Polizei und die Termine.

Update, 17.50 Uhr – Münchner Flughafen bereitet sich auf mehr Betrieb vor

Der Münchner Flughafen bereitet sich auf mehr Reiseverkehr vor. So gilt ab Montag, 18. Mai, eine Masken-Tragepflicht. Bodenmarkierungen vor dem Check-In-Schaltern sollen für den Mindestabstand sorgen. Ebenso werden die Reinigungsintervalle erhöht und die Oberflächen regelmäßig desinfiziert.

Update, 17.17 Uhr – Österreich plant Öffnungen von Theater und Kinos

Österreich will Theater und Kinos stufenweise wieder öffnen. Das teilten Vizekanzler Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober mit. In 14 Tagen sollen kulturelle Veranstaltungen mit Bestuhlung bis 100 Personen stattfinden können. Ab 1. August sollen dann auch wieder Veranstaltungen bis zu 1.000 Personen machbar sein.

Update, 16.32 Uhr – BMW produziert 200.000 Masken pro Tag

BMW hat am Freitag mit der industriellen Herstellung von Schutzmasken für seine Mitarbeiter in aller Welt begonnen. Das berichtet die dpa. Im bayrischen Wackersdorf würden täglich 200 000 Masken hergestellt, teilte der Autokonzern mit. An zwei Produktionslinien arbeiteten bis zu 15 Mitarbeiter in drei Schichten. Die Spezialmaschinen und das Vlies kämen von bayerischen Unternehmen in Amberg und Schwarzenbach an der Saale. 

Die Anlagen in Wackersdorf verschweißen drei Lagen Vlies und bringen den Nasenbügel sowie die Ohrenbänder an. Die Masken werden von dort dann zur weiteren Verwendung an die internationalen BMW Group Standorte verteilt, teilte BMW mit. "Gleichzeitig entlasten wir den externen Beschaffungsmarkt für Masken", sagte Einkaufsmanager Ralf Hattler.

Update, 16.04 Uhr – Kein neuer Fall im Landkreis Mühldorf

Gute Neuigkeiten aus dem Landkreis Mühldorf: Das Landratsamt gab soeben bekannt, dass es keinen neuen Fall gibt (Stand: 15. Mai, 14 Uhr). Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf weiterhin 495 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 451 wieder genesen. Die Zahl der aktiven Corona-Fälle liegt derzeit bei 17, davon werden sieben stationär behandelt. Die 7-Tage-Inzidenz, die den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen entspricht, liegt zum heutigen Stichdatum-/zeitpunkt bei 1,7.

Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich folgende Zahlen:

Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 36 

Stationäre Corona-Positivfälle: 10 

Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 3 

Entlassene Corona-Patienten: 3

Update, 15.56 Uhr – 256 aktive Fälle, eine Neuinfektion im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit noch 256 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt auf 11,86.

Innerhalb der letzten 24 Stunden gab es eine Neuinfektion. Insgesamt liegen somit 1276 bestätigte Fälle vor (Stand: 15. Mai, 15.30 Uhr). Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 937 Personen (acht mehr als gestern). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 17 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich fünf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (fünf in Traunstein).

Update, 15.35 Uhr – Zwei Neuinfektionen im Landkreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 594 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Das sind zwei Fälle mehr als gestern. Dabei handelt es sich um zwei weibliche Personen. Ein Fall davon stammt aus Altötting, die andere Infizierte aus Neuötting. Zum Glück gibt es keinen neuen Todesfall zu vermelden. Demnach bleibt die Zahl der Verstorbenen bei 54 Personen.

Update, 15.23 Uhr - 45.532 Coronavirus-Fälle in Bayern und 2277 Tote

In Bayern sind inzwischen 45 532 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2277 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Freitag (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 39 510 Menschen.

Update, 15.08 Uhr - Asylunterkunft Brannenburg: Quarantäne aufgehoben

Für die Asylbewerberunterkunft in Brannenburg wurde die Quarantäne wieder aufgehoben. Dies meldet das Landratsamt Rosenheim. Die Bewohner wurden darüber informiert, dass alle zuletzt genommenen Abstriche negativ getestet worden waren. 

Der Bauzaun um die Unterkunft wird am Montag abgebaut.

Update, 14.45 Uhr - Keine Neuinfektionen oder Todesfälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es weiterhin keinen weiteren bestätigten Corona-Fall im Landkreis Berchtesgadener Land gibt. 

Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle verbleibt somit konstant bei 298 (Meldestand: 15. Mai, 10 Uhr). Der 7-Tage- Inzidenz-Wert für den Landkreis ist auf 1,9 gefallen.

Von den insgesamt 298 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2- Fällen sind bisher 263 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. 

Insgesamt befinden sich nur noch  zwölf Infizierte in medizinischer Behandlung. Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen wie z. B. eine häusliche Quarantäne ein. 

Gegenwärtig befinden sich 13 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (6 weniger im Vergleich zu gestern). 822 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile wieder aus der Quarantäne entlassen worden.

Update, 14.23 Uhr - Das sind die aktuellen Zahlen aus den Gemeinden im Kreis Rosenheim

Täglich verkünden die Landratsämter in der Region die aktuellen Corona-Fallzahlen. Dabei stellt sich vor allem die Frage, wo im Landkreis gibt es die meisten Infizierten, in welcher Gemeinde treten wenige Fälle auf? Das Landratsamt Rosenheim hat dazu nun die aktuellen Zahlen veröffentlicht. Bad Aibling, Kolbermoor und Stadt Rosenheim zählen zum Beispiel die meisten Infektionen. 

Update, 14.08 Uhr - Stadt Rosenheim: 7-Tage-Inzidenz liegt bei 23,7

Die Stadt Rosenheim hat in einer aktuellen Pressemitteilung mitgeteilt, dass der die 7-Tage-Inzidenz sinke. „Lag die 7-Tage-Inzidenz als inzwischen entscheidender Indikator des Infektionsgeschehens am 23. April noch bei 127,9, ist der Wert bis heute auf 23,7 zurückgegangen. Ohne Berücksichtigung der Infektionsfälle von Asylbewerbern liegt der Wert sogar nur noch bei 15,8“, so der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl, bei der Vorstellung einer Längsschnitt-Analyse des bisherigen Infektionsgeschehens in der Stadt Rosenheim.

Kurz zuvor hatte das Landratsamt Rosenheim unter Berufung auf die Zahlen des Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Stand 14.05.2020 (10 Uhr) mitgeteilt, das die 7-Tage-Inzidenz für die Stadt Rosenheim bei 53,69 liege (siehe Update 13.24 Uhr).

Wie der städtische Pressesprecher Thomas Bugl jedoch zu bedenken gibt, befinde sich das allgemeine Infektionsgeschehen im Stadtbereich auf einem Niveau, das dem dem im benachbarten Tirol "inzwischen ziemlich hinterherhinkt". In Tirol läge die die 7-Tage-Inzidenz zuletzt am 17. April auf einem vergleichbaren Wert. Inzwischen sei der Tiroler Wert auf 0,9 gesunken. „Es ist dringend notwendig, dass die Regeln des Abstands, des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes, des regelmäßigen Händewaschens und der allgemeinen Hygienegebote weiter eingehalten werden“, appelliert Meyrl. Das sei eine wichtige Voraussetzung, um der Öffnung der Grenzen zwischen Bayern und Tirol tatsächlich näherzukommen.

Update, 13.24 Uhr - Vier weitere Todesfälle in Rosenheim

Am Donnerstag (14. Mai) wurden dem Gesundheitsamt sieben neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2700 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1633 Personen eine Genesung dokumentiert. 192 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 127 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 

130 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 33 Patienten auf einer Intensivstation (Stand 15.05., 9 Uhr). Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten sieben Tage) liegt laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Stand 14.05.2020 (10 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 53,69 für den Landkreis Rosenheim bei 29,50.

Update, 12.46 Uhr - Droht Straubing der Lockdown?

Bei der großangelegten Corona-Testung in einem Schlachthof im Landkreis Straubing-Bogen ist das Virus bei 59 Menschen festgestellt worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Kreisen der Gesundheitsbehörden. 

Zuvor war bei 18 Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden. Daraufhin hatten die Behörden eine Reihenuntersuchung aller rund 1000 Mitarbeiter angeordnet. Damit sind nach jetzigem Stand insgesamt 77 Beschäftigte infiziert. Rund 150 weitere Mitarbeiter sollen aber noch getestet werden, die bislang bei den Tests verhindert waren.

Vertreter der Stadt Straubing, des Landkreises Straubing-Bogen und weiterer zuständiger Stellen arbeiten laut BR-Informationen an einem Konzept, um einen erneuten Lockdown in der Region abzuwenden. Wie dieses Konzept aussieht, sei derzeit noch nicht bekannt.

Update, 12.15 Uhr - "Jetzt gibt es klare Regeln für alle Fahr- und Fluggäste"

Wer in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, muss Mund und Nase mit einer Maske, einem Tuch oder Schal bedecken. Das gilt schon jetzt im ÖPNV, an Haltestellen, Bahnhöfen – und nun auch in allen Zügen im Fernverkehr und ab Montag im Flugverkehr

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer: „Damit schaffen wir Klarheit für alle Fahrgäste, egal, in welchem öffentlichen Verkehrsmittel sie unterwegs sind. Gleichzeitig ist das ein weiterer Schritt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Unser Motto „Dein Schutz schützt uns alle“ gilt natürlich auch im Fernverkehr auf der Schiene und in der Luft. Schließlich hält sich das Corona-Virus nicht an die Grenzen von Städten, Landkreisen oder Bundesländern.“

Im Personenfernverkehr der Bahn gilt in ganz Deutschland die Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase. Ausgenommen sind Kinder unter 6 Jahren. Ebenfalls neu ist in Bayern ab kommendem Montag (18. Mai) die Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase im Flugverkehr und ab Betreten der dafür notwendigen Abfertigungsgebäude. Die Regelung gilt auch für das Kontroll- und Servicepersonal, soweit es in Kontakt mit Fahr- und Fluggästen kommt. Geregelt ist das in der Änderung der Vierten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Update, 11.32 Uhr - Priener Feuerwehr im Video: Darum keine Maske in der Mikrowelle reinigen

Schon öfter haben Feuerwehren davor gewarnt, Gesichtsmasken in der Mikrowelle zu reinigen. Der Grund: Schon öfter sind deswegen Brände ausgebrochen. 

Wie so eine "Reinigung" in der Mikrowelle im Ernstfall aussehen kann, hat die Priener Feuerwehr nun in einem Video festgehalten:

Update, 10.52 Uhr - Bis 2022: Bayern drohen 10,8 Milliarden Euro Steuerverluste

Wegen der Corona-Krise drohen dem Freistaat Bayern bis 2022 Steuerverluste von mehr als zehn Milliarden Euro. Dies sieht die am Freitag von Finanzminister Albert Füracker (CSU) in München vorgestellte Mai-Steuerschätzung vor.

Demnach entgehen dem Fiskus verglichen mit der bisherigen Steuerkalkulation in diesem Jahr 5,5 Milliarden Euro, 2021 weitere 2,7 Milliarden und 2022 noch einmal 2,6 Milliarden Euro. "Das ist eine erhebliche Summe", sagte Füracker.

Der Freistaat verfalle nun aber nicht in Panik oder Hektik, sagte Füracker. Es gehe nun vielmehr darum, ohne Jammern und Selbstmitleid Bayern durch die Krise zu führen. Es sei nun Auftrag politischen Handelns, sich mit aller Kraft gegen die Krise zu stemmen. Ziel aller Maßnahmen müsse es sein, dass sich die wirtschaftliche Erholung möglichst schnell einstellen könne.

Update, 10.15 Uhr - Deutsche Wirtschaft bricht in der Corona-Krise ein

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im ersten Quartal infolge der Corona-Krise eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Berlin mitteilte.

Update, 10.02 Uhr - Lokschuppen Rosenheim öffnet am 15. Mai mit Online-Tickets

Das Ausstellungszentrum Lokschuppen öffnet nach der Corona-Pause am 15. Mai die Pforten für die Besucher. Das Wichtigste vorab: Tickets gibt es bis auf weiteres nur online auf der Homepage www.lokschuppen.de zu kaufen. Wer ein Ticket erwirbt, muss sich für ein Zeitfenster für den Besuch festlegen. Nur auf diese Weise können Warteschlangen vermieden werden, denn die maximal zulässige Zahl der Gäste ist stark begrenzt. 

Die Riesenschildkröte „Archelon“ ist schon mal gut vorbereitet…

„Wir haben ein umfangreiches Hygiene-Konzept erarbeitet, um den Besuchern den größtmöglichen Schutz vor einer Ansteckung zu bieten“, betont der Leiter des Ausstellungszentrums Dr. Peter Miesbeck. So ist die Zahl der Gäste in der Ausstellung „Saurier – Giganten der Meere“ auf jeweils nur 73 Besucher in der Ausstellung und 27 Gäste im Foyer festgelegt.

Alle weiteren Infos findet Ihr hier.

Update, 9.41 Uhr - Söder zur Bundesliga: Notfalls “Notbremse” ziehen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist bei der Frage nach einem Ende der Bundesliga-Saison unter dem bestehenden Corona-Konzept "verhalten optimistisch". Das sagte er am Donnerstag dem TV-Sender Sky. "Aber noch einmal: wir müssen, wenn es nicht anders geht, auch die Notbremse ziehen", sagte der CSU-Politiker. Es gehe um den Schutz der Bevölkerung ebenso wie um den Schutz der Spieler und Journalisten im Stadion. "Sind wir ehrlich, Deutschland hat es besser überstanden als andere und ich möchte nicht, dass wir den Vorsprung verstolpern."

Die Deutsche Fußball Liga hat ein Hygiene-Konzept erarbeitet und will die Spielzeiten in der Bundesliga und 2. Bundesliga von diesem Wochenende an mit Geisterspielen ohne Stadion-Zuschauer zu Ende bringen. Söder, der sich für eine Fortsetzung der Saison eingesetzt hatte, lobte das Konzept erneut. Es gehe nun darum, dass die Regeln eingehalten würden. "Es gab da ja einige Querschläger von einigen Spielern, die sich nicht dran gehalten haben", sagte er. "Ich fand es sehr gut, dass die Vereine sehr scharf und konsequent reagieren, trotzdem steht jeder Spieltag sozusagen unter Bewährungsprobe."

Update, 9.08 Uhr - RKI: Reproduktionszahl R verharrt unter 1,0

Die Virus-Reproduktionszahl "R" verharrt in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) weiter unter dem kritischen Wert von 1,0. Der neue berechnete "7-Tage-R" liege aktuell bei 0,88, teilte das RKI mit. Das Institut hatte angekündigt, künftig diesen neuen "7-Tage-R" zu veröffentlichen, weil er einen stärkeren Ausgleich für Schwankungen gegenüber dem klassischen "R" ermöglicht. Auch diesen Wert gibt das RKI weiter an, er liegt aktuell bei 0,75. Am Mittwoch hatte er bei 0,81 gelegen, am Dienstag bei 0,94 und am Montag bei 1,07.

Die Zahl der festgestellten Infektionen erhöhte sich derweil um 913 auf 173.152, die Zahl der registrierten Covid-19-Todesfälle steigt um 101 auf 7.824.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

Baden-Württem­berg

33.851

+181

306

1.628

Bayern

45.143

+163

345

2.260

Berlin

6.397

+55

171

177

Brandenburg

3.158

+23

126

148

Bremen

1.129

+25

165

37

Hamburg

4.981

+5

271

228

Hessen

9.204

+35

147

429

Mecklenburg-Vor­pommern

740

+1

46

20

Niedersachsen

11.087

+84

139

534

Nordrhein-West­falen

35.967

+226

201

1.493

Rhein­land-Pfalz

6.413

+31

157

213

Saarland

2.684

+7

271

147

Sachsen

5.061

+30

124

195

Sachsen-Anhalt

1.668

+12

76

54

Schles­wig-Holstein

2.998

+6

103

126

Thüringen

2.681

+29

125

135

Gesamt

173.152

+913

208

7.824

Update, 7.59 Uhr - Kreis Traunstein lockert vorsichtig Besuchsverbot

Rechtzeitig zum Wochenende lockert auch der Landkreis Traunstein das Besuchsverbot in seinen Krankenhäusern, den Alten- und Pflegeheimen. Ab Samstag (16. Mai) können Patienten bzw. Bewohner dieser Einrichtungen wieder eingeschränkt Besuch empfangen. 

Für Besuche gelten unter anderem folgende Vorgaben:

- Jeder Patient oder Bewohner darf einmal täglich von einer Person aus dem Kreis der Familienangehörigen (Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister) oder einer weiteren festen Person während einer festen Besuchszeit besucht werden.

- Minderjährige können auch von den Eltern oder Sorgeberechtigten gemeinsam oder einer weiteren festen Person während einer festen Besuchszeit besucht werden.

- Alle Besucher müssen namentlich bei der Einrichtung registriert sein.

- Für Besucher gilt eine Maskenpflicht und das Gebot, nach Möglichkeit durchgängig einen Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.

- Für alle betreffenden Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Altenheime und Seniorenresidenzen gilt ein spezielles Schutz- und Hygienekonzept.

- Die Begleitung Sterbender durch den engsten Familienkreis ist jederzeit zulässig.

- Alle Besucher sind aufgefordert, sich rechtzeitig vor dem geplanten Besuch mit der Klinik bzw. dem Alten- und Pflegeheim in Verbindung zu setzen.

Der Landkreis Traunstein hebt das Besuchsverbot eine Woche später auf als der Rest von Bayern. Laut Landratsamt seien die Corona-Infektionszahlen aber erst jetzt niedrig genug, um eine solche Lockerung verantworten zu können.

Update, 7.23 Uhr - Reproduktionszahl in München weiter über kritischem Wert

In München wurden 20 neue Corona-Fälle bestätigt (Stand 14. Mai, 13.30 Uhr). Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6583 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5280 Personen, die bereits genesen sind, sowie 203 Todesfälle. Damit wurden am Donnerstag so wenig Neu-Infektionen bestätigt wie seit dem 16. März nicht mehr.

Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,08 – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 108 Menschen neu anstecken. Liegt die Reproduktionszahl über 1, steigen die Fallzahlen wieder. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 16,45. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner.

Update, 6.41 Uhr - Bayerns Polizei setzt auf Großaufgebote bei Anti-Corona-Demos

Nach den Erfahrungen am vergangenen Wochenende verstärkt Bayerns Polizei bei den anstehenden Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen ihre Präsenz massiv. "Allein am Samstag setzen wir alle zur Verfügung stehenden Einsatzzüge der Bayerischen Bereitschaftspolizei für die zu erwartenden Versammlungslagen sowie zur Überwachung der Infektionsschutzmaßnahmen ein", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in München. Das seien 30 Einsatzzüge, also rund 900 Polizisten der Bereitschaftspolizei, die zusätzlich zu den eigenen Kräften und Einsatzzügen der Präsidien bereit stünden. Auch am Freitag und am Sonntag gebe es ein starkes Polizeiaufgebot.

Laut Herrmann sind der Polizei für das kommende Wochenende bayernweit bislang rund 50 Versammlungsanmeldungen bekannt. Alleine in München werden bei einer Veranstaltung 10.000 Teilnehmer erwartet. Für jede einzelne Demonstration werde es spezielle Konzepte von Kommunen und Polizei geben: "Unter welchen Voraussetzungen und Auflagen Demonstrationen möglich sind, kann nur vor Ort am konkreten Einzelfall entschieden werden", sagte er. Besonders wichtig sei die Wahl der Versammlungsorte, diese müssten genügend Platz für die vorgeschriebenen Mindestabstände zwischen den Teilnehmern bieten.

Vorbericht - RKI: 7-Tage-R bei 0,88

Bundesweit sind bis Donnerstagabend über 172.900 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 172.000 Infektionen). Mindestens 7788 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 7711). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagabend bei 0,75. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Donnerstag gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,88. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 150.300 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 45.300 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2250 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 35.700 Fällen und mindestens 1482 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 33.800 bestätigten Fällen und mindestens 1629 Toten. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert sowohl von Bundesland zu Bundesland als auch unter Umständen von Tag zu Tag.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 346,8 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 208,0. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

mh/mz/jz/dpa

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