News-Ticker zur Corona-Pandemie

Sommerurlaub im Ausland "eher unwahrscheinlich" - Rückgang der Kriminalität in Rosenheim

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Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Donnerstag, 16. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:



Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update 20.08 Uhr: Wegen Corona wohl kein Sommerurlaub im Ausland 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält Sommerurlaube im Ausland in diesem Jahr für "eher unwahrscheinlich". Die einheimische Gastronomie- und Hotelbranche könne laut Ministerpräsident daher mit einem "Run" rechnen. Söder spekuliert darauf, dass Menschen eher im Inland Urlaub machen als im Ausland. In der Branche teilt man diese Einschätzung nur bedingt.

Update, 19.10 Uhr: Polizei beendet “Partys” an Isar, in Park und Lokal 

Rund 5.300 Kontrollen führte die Münchner Polizei in der Zeit zwischen Mittwoch und Donnerstag, jeweils 6 Uhr, durch. Dabei wurden über 250 Verstöße festgestellt. 

Am Mittwochabend gegen 19.20 Uhr lösten die Beamten zunächst am Isarufer im Bereich der Wittelsbacherbrücke eine unerlaubte Versammlung von vier Feiernden auf. Die Personen im Alter zwischen 27 und 39 Jahren hatten bereits reichlich Alkohol konsumiert und zeigten sich bezüglich der Maßnahmen sehr uneinsichtig. Gegen 20.15 Uhr ging es dann im Stadtteil Laim weiter. Dort saßen sechs Personen im Alter zwischen 20 und 26 Jahren in einem Park und tranken ebenfalls Alkohol. Auch diese “Veranstaltung” wurde sofort beendet. 

Gegen 21.45 Uhr staunte die Polizei dann nicht schlecht, als im Stadtteil Pasing aus einem Lokal Musik drang. Das Geschäft hatte die Ladentür geöffnet und sechs darin befindliche Personen konsumierten ebenfalls alkoholische Getränke. Zum Teil waren diese Menschen bereits stark angetrunken. Die “Party” wurde aufgelöst und alle nach Hause geschickt. In allen drei Fällen wurden alle Beteiligten nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Update, 18.32 Uhr: Bundestags-Gutachten zweifelt an bayerischem Infektionsschutzgesetz

Ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags zweifelt in Teilen die Rechtmäßigkeit des bayerischen Infektionsschutzgesetzes zur Eindämmung der Corona-Pandemie an. Konkret bezieht sich die Kritik des fünfseitigen Gutachtens, welches der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, auf die im Landesgesetz geregelten Möglichkeiten, medizinisches Material zu beschlagnahmen und medizinisches sowie pflegerisches Personal für bestimmte Arbeiten zu verpflichten. Um diese Befugnisse nutzen zu können, muss die Regierung aber zuvor den Gesundheitsnotstand ausrufen.

Da die Beschlagnahmungen auch im Infektionsschutzgesetz (IfSG) des Bundes geregelt sei, sehen die Gutachter eine direkte Konsequenz für das bayerische Gesetz: “Es dürfte daher davon auszugehen sein, dass Paragraf 5 Abs. 2 Nr. 4 IfSG eine Sperrwirkung in Bezug auf Regelungen zur Versorgung der Bevölkerung mit medizinischem und sanitärem Material bewirkt”, heißt es wörtlich im Gutachten.

Noch kritischer wird die Verpflichtungsoption für Mediziner und Pfleger interpretiert. Das Bundesgesetz enthält eine solche Regelung nicht, obwohl dies auch ursprünglich angedacht war. “Die Tatsache, dass der Bund einen bestimmten Bereich ungeregelt gelassen hat, bedeutet jedoch nicht notwendigerweise, dass daraus eine Regelungskompetenz der Länder folgt”, heißt es im Gutachten.

Update, 17.55 Uhr: Rückgang der Kriminalität durch Corona

Die Ausgangsbeschränkung führt in Stadt und Landkreis Rosenheim offenbar zu einem deutlichen Rückgang der Kriminalität.

In den ersten vier Monaten dieses Jahres hat die Polizei nach eigener Aussage weniger Einbrüche, weniger Diebstähle, weniger Raub und weniger Körperverletzungen im Vergleich zum Vorjahr registriert. Nur die Zahl der Drogendelikte sei gleichgeblieben, heißt es. was die häusliche Gewalt betrifft, da hätte es noch keinen Anstieg der Fälle gegeben. Allerdings wird hier auch von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen. Gerade durch die Ausgangsbeschränkung könnten einige Anzeigen noch nicht eingegangen sein.

Update, 17.20 Uhr: Alle Infos zur Absage des Rosenheimer Sommerfestivals

Es sollte das zehnjährige Jubiläum des Rosenheimer Sommerfestivals werden mit großen Namen: Zum zehnjährigen Jubiläum waren Künstler wie Deep Purple, Lena oder auch James Blunt gebucht. Doch seit Mittwoch steht fest: Das Festival im Rosenheimer Mangfallpark wird wegen Corona abgesagt

"Die Entwicklung der CORONA- Pandemie und die Anordnung der verantwortlichen Behörden lassen uns keine andere Wahl", so die Veranstalter. "Natürlich ist es auch uns als Veranstalter klar, dass die Bekämpfung des Virus und die Gesundheit der Bevölkerung oberste Prämisse besitzen. Dennoch ist die Absage für uns schmerzlich, auch und gerade weil es unser 10. Jubiläum ist."

Nun gibt es die ersten Infos, wie die Veranstalter mit der Rücknahme der bereits verkauften Tickets umgehen wollen.

Update, 16.40 Uhr: Weitere Asylbewerberunterkunft unter Quarantäne

Die Asylbewerberunterkunft an der Kufsteiner Straße musste heute (16.04.) gegen 15.30 Uhr unter Quarantäne gestellt werden. Dies teilte der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl, am Nachmittag mit. 

Hintergrund ist, dass sieben der insgesamt 40 Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft positiv auf Covid-19 getestet wurden. In Abstimmung mit dem Rosenheimer Gesundheitsamt und den zuständigen Polizeibehörden wurde über die gesamte Einrichtung eine Quarantäne-Regelung verfügt. Die Abzäunung des Areals um die Unterkunft ist erforderlich, um den Kontakt zwischen Asylbewerbern, die in dieser Einrichtung leben und anderen Asylbewerbern im Stadtgebiet zu verhindern. „Es geht darum, die Infektionsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen. Deshalb ist diese Maßnahme unumgänglich. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung werden regelmäßig medizinisch und mit Lebensmitteln versorgt“, so Meyrl.

Update, 16.30 Uhr: Nähere Infos zur Absage des Echelon

Da auch das beliebte

Echelon Openair Festival in Bad Aibling

unter die Kategorie Großveranstaltung fällt, wird es 2020 nicht stattfinden.

Die Veranstalter sind nach eigener Aussage "schwer erschüttert und können es kaum glauben, dass in dieser Saison kein Echelon präsentiert werden kann." Über die letzten Monate habe man bereits unzählige Stunden investiert & neue Konzepte ausgearbeitet, die das lang ersehnte Echelon Wochenende auf einer neuen Ebene stattfinden lassen hätte, so die Veranstalter am Donnerstag in einer Mitteilung an die Medien.

Zu den bereits erworbenen Tickets und allem Weiteren meldet sich der Veranstalter in den kommenden Tagen. Hier wird nun etwas Zeit benötigt, um die bestmögliche Lösung zu finden. Der geplante Termin für das Echelon Openair Festival 2021 ist wie gewohnt am dritten August Wochenende.

Update, 16.05 Uhr: Die Zahlen aus dem Landkreis Rosenheim

Am 15.4. wurden dem Gesundheitsamt 79 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2039 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde beimindestens 360 Personen eine Genesung dokumentiert. 85 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. 

Von den Verstorbenen waren vier  Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt. 263 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 45 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an belegten Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt.

Aufgrund der hohen Infektionsrate in Stadt und Landkreis Rosenheim empfiehlt das Gesundheitsamt Rosenheim weiterhin ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern.

Update, 16.00 Uhr: 26 neue bestätigte Fälle in Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es 26 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 16. April 2020, 15.00 Uhr). Dabei handelt es sich um sechs Erwachsene über 60 Jahre, 19 Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre und eine minderjährige Person. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. 

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 424 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 211 Personen bereits wieder genesen, 27 davon werden stationär behandelt. Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen: 

  • Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 45 
  • Stationäre Corona-Positivfälle: 51 
  • Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 12 
  • Entlassene Corona-Patienten: 10

Update, 15.55 Uhr: Situation im Landkreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 480 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Das sind 37 Fälle mehr als am Vortag. 

Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind oder bei denen der Verdacht auf diese Erkrankung besteht werden im Covid-Schwerpunkt-Krankenhaus Mühldorf behandelt.

Mit dem SARS-CoV-2 Virus infizierte Schwangere und an Covid-19 erkrankte Kinder werden an der Kreisklinik Altötting behandelt.

Durch frühzeitige Identifikation von Verdachtsfällen und das konsequente Management von Kontaktpersonen trägt die Arbeit des Gesundheitsamt Altötting dazu bei, die Weiterverbreitung zu verzögern.

Update, 15.45 Uhr: Vier weitere Tote im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 842 bestätigte Corona-Fälle vor. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 67 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich unverändert zehn Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein und vier in Trostberg).

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Lage-Pressemitteilung vier Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um eine Frau und drei Männer (zwischen 80 und 91 Jahren). Bei allen vier Personen war auch eine Covid-19-Infektion diagnostiziert worden. Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 26 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor. 148 Personen gelten als geheilt

Update, 15.32 Uhr - Amateurfußball-Saison in Österreich abgebrochen

Nach England hat sich nun auch der Österreichische Fußball Bund (ÖFB) dazu entschieden, die Saison im Amateurfußball mit sofortiger Wirkung abzubrechen. Die Ergebnisse der aktuellen Saison werden annulliert. Es gibt demzufolge keine Auf- und Absteiger, wie beinschuss.de nun berichtet.

"Es war eine sehr schwere Entscheidung, alle Bewerbe im Landesverbands-Bereich abzubrechen, aber angesichts der derzeitigen Lage letztendlich eine alternativlose", sagte ÖFB-Präsident Leo Windtner. Wie es im Freistaat Bayern in den Ligen des Bayerischen Fußball Verbandes (BFV) weitergeht, ist derzeit noch offen.

Update, 15.08 Uhr - Weiterer Todesfall im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 233 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Meldestand: 16.04.2020, 10 Uhr); das bedeutet einen Anstieg um sechs Corona-Infektionsfälle im Vergleich zum Vortag. 

116 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Gegenwärtig befinden sich 152 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 527 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile aus der Quarantäne entlassen worden.

Altersgruppe

männlich

weiblich

gesamt

0 - 18-Jährige

14

5

19

19 - 65-Jährige

71

70

141

> 65-Jährige

37

36

73

Gesamt

122

111

233

Nach drei Todesfällen am 31.03.2020, je einem am 02.04.2020 und am 11.04.2020 sowie zwei am 15.04.2020 gemeldeten Sterbefällen hat sich die Zahl der Todesfälle seit dem gestrigen Tag auf acht COVID-19-Patienten erhöht.

Update, 14.32 Uhr - LGL: 32 weitere Todesfälle in Oberbayern

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zählt 32  neue Todesfälle aufgrund des Coronavirus in Oberbayern (Stand 16.04.2020, 10 Uhr). Damit ist die Zahl der Gestorbenen auf 352 Fälle angestiegen. 16.033 Menschen sind mit dem Virus infiziert, das sind 365  mehr.

In Oberbayern sind damit 342 Menschen pro 100.000 Einwohner infiziert. Oberbayern liegt weiterhin hinter der Oberpfalz (356) an zweiter Stelle der bayerischen Bezirke. 

Regierungsbezirk

Anzahl der Fälle

Fälle Änderung zum Vortag

Fallzahl pro 100.000 Einwohner

Anzahl der Todesfälle

Todesfälle Änderung zum Vortag

Oberbayern

16.033

+365

342,13

352

+32

Niederbayern

3526

+108

284,69

153

+8

Oberpfalz

3949

+103

356,00

162

+18

Oberfranken

2691

+52

252,09

87

+0

Mittelfranken

3464

+90

195,66

116

+8

Unterfranken

2689

+74

204,16

102

+4

Schwaben

3171

+67

167,98

8

+5

Gesamtergebnis

35.535

+859

271,65

1070

+75

Die Pressekonferenz der Staatsregierung:

Update, 14.21 Uhr - Bundesliga: Entscheidung über Geisterspiele in den nächsten Wochen

Im Fall eines Neustarts der Fußball-Bundesliga hält Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Spiele ohne Zuschauer für nicht ausgeschlossen. Man werde die Möglichkeit von Geisterspielen in den nächsten Wochen diskutieren, sagte Söder. "Ich halte es für denkbar."

Söder sagte, dass das Thema Profifußball in den nächsten Wochen weiter diskutiert werde. "Die Liga selber erstellt ein intensives, und wie ich auf den ersten Blick sehe und höre, sehr gutes" Hygienekonzept. "Wir werden es jetzt nochmal genau bewerten und dann muss man sehen, ob man Geisterspiele erlaubt. Also Spiele mit Zuschauern sicher nicht, aber das andere muss man bewerten." Söder verwies darauf, dass die "Relevanz von Fußball möglicherweise nicht allein in der finanziellen Wirkung liegt, sondern auch in der psychologischen Wirkung". Der Fußball sei für "sehr viele Menschen" ein "Teil von Freude".

Die Bundesliga pausiert wegen der Corona-Krise noch mindestens bis Ende April. Die für diesen Freitag geplante außerordentliche Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga zu weiteren Maßnahmen wurde auf den 23. April verlegt.

Update, 13.55 Uhr - „Großveranstaltung“ nicht exakt definiert

Was exakt unter einer „Großveranstaltung“ zu verstehen ist, die mit dem Beschluss am Mittwoch definitiv bereits bis 31. August untersagt wurden, blieb in der Video-Pressekonferenz der Staatsregierung zunächst offen. Söder nannte zwar explizit „Festivals“ und „Volksfeste“, genauere Angaben machte er jedoch nicht. „Bei kleineren Veranstaltungen muss man sehen, was im Laufe des Jahres eventuell möglich sein wird“, sagte der Ministerpräsident.

Im privaten Bereich bleiben die Regelungen für Geburtstagspartys, Hochzeiten oder Taufen bis auf weiteres wie gehabt. „Die Regelungen, die bislang galten, gelten weiter. Die nächste Evaluierung soll am 30. April erfolgen“, so Söder.

Update, 13.42 Uhr - Huml: Bisher 35.523 Infektionen im Freistaat nachgewiesen

Bisher wurden im Freistaat Bayern 25.523 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Somit stieg laut Gesundheitsministerin Melanie Hume die Zahl im Vergleich zum Vortag um 2,5 Prozent. Sie kündigte an, die Testkapazitäten in Bayern weiter auszubauen

Söder betonte zuvor, bei den täglichen Zuwachsraten sei man vor einigen Wochen zum Teil noch bei mehr als 20 Prozent gelegen. Jetzt liege man bei unter fünf Prozent. Die Verdopplungszeit liege mittlerweile bei etwa 22 Tagen.

Update, 13.20 Uhr - So soll der Unterricht in Bayern funktionieren 

Kultusminister Michael Piazolo (FW) stellte in der Presskonferenz vor, wie der Unterricht (vorerst) funktionieren soll. Er kündigte an, dass ab 27. April die Abschlussklassen wieder in die Schule dürfen - das seien 14 Prozent der bayerischen Schüler. Allerdings gebe es Vorsichtsmaßnahmen: Es soll sich maximal die halbe Klassenstärke in einem Raum aufhalten und es werde eine besondere Sitzordnung mit einem Mindestabstand von eineinhalb Metern geben. Gruppenarbeit sei nicht möglich. Pausenverkauf und Mensen werden geschlossen bleiben. Auf das Tragen von Masken soll in den Schulen übrigens verzichtet werden. Begründung: In Schulen treffen sich nur kleine Gruppen mit immer denselben Schülern.

Mehr als 80 Prozent der Schüler müssten vorerst weiterhin zu Hause lernen. Wie zuvor schon Söder betonte auch Piazolo, dass es "kein Corona-Sitzenbleiben" geben werde. Schülern soll im Fall der Fälle ein Vorrücken auf Probe in großzügiger Art und Weise erlaubt werden, hieß es.

Update, 13.14 Uhr - "Hoffnungsschimmer für die Wirtschaft"

Die Wiedereröffnung von kleineren Geschäften erlaubt Bayern im Gegensatz zu anderen Bundesländern erst mit einer Woche Verzögerung ab dem 27. April. Das betrifft alle Läden mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern. Laut Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) sind dies gut 80 Prozent aller Geschäfte im Freistaat. Dies sei laut Aiwanger "ein Hoffnungsschimmer für die Wirtschaft". Die 800-Quadratmeter-Obergrenze, die am Mittwoch vereinbart worden war, lässt die Staatsregierung also unverändert. Vor der Pressekonferenz hatte es Spekulationen über eine geringere Quadratmeter-Zahl gegeben.

Bisher gingen in Bayern nach Angaben von Wirtschaftsminister Aiwanger schon 400.000 Anträge auf Soforthilfe von kleinen Unternehmen ein. Ein Drittel der Antragssteller habe bereits Geld bekommen, sagte der Minister. Er bat Kleinunternehmer und Selbstständige zugleich um ehrliche Angaben: "Das ist kein Spielgeld."

Update, 13.03 Uhr - "Maskengebot" in Geschäften und ÖPNV

Für die Wiederöffnung von Geschäften werden übrigens strenge Hygieneregeln gelten. Dazu zählt auch ein sogenanntes "Maskengebot", wie Söder sagte. Dabei handelt es sich zunächst bewusst "nur" um ein Gebot. Wenn die Staatsregierung allerdings feststellt, dass sich kaum Bürger an dieses Gebot halten würden, könnte dies auch rasch in eine Pflicht umgewandelt werden, hieß es. "Ich bitte die Bürger, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein und während des Geschäftsbesuches einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen", sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW). Dieses Gebot gilt übrigens auch für die Benutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Zu den Infektionszahlen sagte Söder, dass es Anlass zu "vorsichtigem Optimismus, aber keineswegs zu Übermut" gäbe. Die Verdoppelungsquote sei inzwischen auf 22 Tage angestiegen und die Reproduktionszahl ist von anfangs sechs auf inzwischen unter eins gesunken. Obwohl die Zahl der Todesfälle in Bayern inzwischen über 1.000 gestiegen ist, machte Söder mit Einschränkungen Mut: "Wir bekommen das Virus langsam unter Kontrolle. Aber dies ist ein zartes Pflänzchen. Es ist deswegen weiterhin absolute Vorsicht geboten. (…) Sonst droht ein erheblicher Rückfall. (…) Die bayerische Staatsregierung wird keine Experimente mit der Gesundheit der Bürger und mit Corona zulassen."

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, nimmt an einer Sitzung des bayerischen Kabinetts teil und hält dabei einen Mundschutz mit der bayerische Rautenflagge in den Händen.

Update, 12.50 Uhr - Abschlussklassen starten ab 27. April

Auch für die bayerischen Schulen gibt es nun einen ersten Fahrplan. Das Konzept lautet „Ältere vor Jüngeren“. Ab 27. April werden die Abschlussklassen, also die Prüfungsjahrgänge, den Schulbetrieb wieder aufnehmen. „Wir haben bewusst nicht den 20. April gewählt, weil wir Hygienestandards einhalten müssen und auch wollen, dass die Lehrer sich einbringen und vorbereiten können“, so Söder.

Ab 11. Mai sollen dann die Anschlussklassen, wie zum Beispiel die Q11 an Gymnasien, folgen. Am 29. oder 30. April will das Kultusministerium diesbezüglich weitere Entscheidungen bekannt geben, wie es für alle anderen Schüler weitergeht. Grundschulen und Kitas blieben vorerst zu, betonte Söder, der allerdings klar stellte: "Wir wollen prinzipiell schon, dass in diesem Schuljahr nochmal Schule stattfindet."

Update, 12.43 Uhr - Erste kleine Lockerungen in Bayern

Wie sieht der bayerische (Sonder-)Weg aus der Coronakrise aus? Die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen wurden bis 3. Mai verlängert. Einzige Erleichterung: Ab Montag darf man wieder Kontakt zu EINER anderen Person außerhalb des eigenen Haushalts/der eigenen Familie haben. Damit soll vor allem Alleinstehenden geholfen werden. Das machte Ministerpräsident Markus Söder soeben auf einer Pressekonferenz (Beginn: 12.30 Uhr) deutlich.

Ab 20. April dürfen Bau- und Gartenmärkte wieder aufsperren. Ab 27. April sind Geschäftsöffnungen für Läden bis zu einer Fläche von 800 Quadratmetern wieder erlaubt. Kaufhäuser und Shopping-Malls müssen hingegen bis auf weiteres geschlossen bleiben. Ab 4. Mai sollen Söder zufolge Friseure öffnen dürfen – mit Schutzkonzept und Maskengebot.

Gastronomie und Hotels werden dagegen wohl noch längerfristig geschlossen bleiben müssen, betonte Söder. „Wir hoffen, dass sich die Lage bis Pfingsten entspannt. Aber das muss erst noch evaluiert werden und ist jetzt noch kein Versprechen“, so Söder. Bezüglich des Oktoberfestes sagte Söder: "Ich kann mir das dieses Jahr ehrlicherweise nicht vorstellen."

Update, 12.20 Uhr - Pressekonferenz im Live Stream

Um 12.30 Uhr will Ministerpräsident Söder zusammen mit Gesundheitsministerin Huml (beide CSU), Wirtschaftsminister Aiwanger und Kultusminister Piazolo (beide FW) vor die Presse treten. Danach wird wohl Klarheit herrschen, wie es in Sachen Corona-Maßnahmen im Freistaat Bayern weitergeht (Stream/Video: siehe oben).

Update, 12.03 Uhr - Wacken, Rock im Park und am Ring offiziell abgesagt

Rock am Ring, Rock im Park, Wacken - die großen Sommerfestivals haben nun auch offiziell ihre Konzerte abgesagt. "Wir müssen euch schweren Herzens mitteilen, dass es in diesem Jahr kein Wacken Open Air geben wird", teilten die Wacken-Organisatoren am Donnerstag auf ihrer Internetseite mit. 

Eine solche Situation habe es in der 30-jährigen Geschichte des Festivals noch nicht gegeben, die Entscheidung der Bundesregierung werde aber mitgetragen. "Diese Nachricht trifft uns tief und muss auch von uns erst einmal verarbeitet werden", hieß es in der Mitteilung der Organisatoren weiter. Derzeit werde an den Optionen für die bereits verkauften Tickets gearbeitet. Käufer würden noch um etwas Geduld gebeten.

Auch die Veranstalter von "Rock am Ring" und "Rock im Park" bitten um Geduld. Das Tragische: Das Format hätte dieses Jahr sein 35-jähriges Jubiläum gefeiert. Noch Anfang April hatte es geheißen, die Festivals sollten in diesem Jahr wie geplant stattfinden - da waren längst strenge Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Kraft getreten. "Die Neuansetzung der Jubiläumsfestivals von "Rock am Ring" und "Rock im Park" ist jetzt für das zweite Juni-Wochenende 2021 terminiert."

Update, 11.38 Uhr - Herrmann: Familienfeier ist keine Großveranstaltung

Gilt eine Hochzeit mit hundert Gästen als Großveranstaltung? Diese Frage wollten viele Zuschauer am Mittwochabend in der Sendung "Jetzt red i" des Bayerischen Rundfunks wissen. Innenminister Joachim Herrmann macht den Fragenden Hoffnung: "Mit Großveranstaltungen sind jetzt typische Familienfeiern so noch nicht gemeint." 

Eine genaue Zahl, ab wann man von einer Großveranstaltung spricht, sei noch nicht geklärt worden, jedoch wären damit Events "mit Tausenden" Besuchern gemeint. Jedoch, so mahnt der CSU-Politiker, seien auch Familienfeste derzeit wegen der Corona-Krise noch nicht zulässig.

Man werde jedoch alles dafür tun, dass "private Feiern in einer überschaubaren Größe wieder möglich werden". Schließlich müsse man das soziale Miteinander bald ermöglichen. Jedoch schrittweise.

Update, 11.21 Uhr - Neun weitere Tote in Salzburg und Tirol 

Im österreichischen Bundesland Salzburg ist am Mittwochnachmittag, 15. April, eine weitere Person an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben. Es handelt sich dabei um eine 87-jährige Frau, wie das Landesmedienzentrum bekannt gab. Insgesamt gibt es in Salzburg nun 1.204 bestätigte Fälle und 27 Todesfälle. 

Aus Tirol wurden insgesamt nur 10 Neu-Infizierte gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl der Fälle auf 3.297. 2.244 Personen davon sind jedoch bereits wieder genesen. Allerdings gab es leider acht weitere Todesfälle zu beklagen. Es handelt sich dabei um einen 93-Jährigen aus dem Bezirk Schwaz, zwei 80-Jährige und ein 71-Jähriger aus Innsbruck, eine 67-Jährige und ein 89-Jähriger aus dem Bezirk Landeck sowie ein 54-Jähriger und ein 83-Jähriger aus dem Bezirk Kufstein. Die Gesamtzahl der Toten steigt in Tirol damit auf 80.

Update, 10.46 Uhr - Veranstalter in Waldkraiburg und Mühldorf warten ab

Wie für die Rosenheimer Wiesn gibt es auch für das Volksfest Waldkraiburg und das Traditionsvolksfest Mühldorf derzeit noch keine endgültigen Entscheidungen bezüglich einer Absage und/oder Verschiebung. Die Veranstalter erklärten unisono gegenüber innsalzach24.de, dass man erst die Entscheidungen aus der Staatskanzlei abwarten wolle, ehe man über weitere Maßnahmen entscheiden könne.

Update, 10.29 Uhr - Erste Details zu Schulöffnungen in Bayern

Gut zwei Stunden vor der Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sickern erste Details durch, wie es mit den Schulen in Bayern weitergehen könnte. Merkur-Redakteur Dirk Walther twitterte, dass es angeblich am 27. April mit den Abschlussklassen, also zum Beispiel den Q12 an Gymnasien, wieder losgehen soll.

Zwei Wochen später, also am 11. Mai, sollen dann Anschlussklassen, also zum Beispiel das Q11, zum Unterricht zurückkehren. Was mit den vierten Klassen der Grundschulen passiert, ist laut dem Tweet vorerst weiter offen.

Update, 10.19 Uhr - Noch keine Entscheidung zum Herbstfest Rosenheim

Der Wirtschaftliche Verband Rosenheim hat (Stand: Donnerstag, 9.30 Uhr) noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob das Herbstfest Rosenheim heuer stattfindet oder abgesagt wird. Geplant ist das Fest eigentlich vom 29. August bis zum 13. September.

"Es gibt noch zu viele Fragezeichen", erklärte Projektleiter Klaus Hertreiter soeben gegenüber rosenheim24.de. Er will abwarten, was Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Mittag bekannt gibt. "Dann werden wir uns zusammensetzen, beraten und eine Entscheidung treffen", so Hertreiter.

Weitere Informationen bezüglich der Rosenheimer Wiesn gibt es auf herbstfest-rosenheim.de!

Update, 9.37 Uhr - Sondersitzung im Tiroler Landtag

Im Tiroler Landtag läuft seit 9 Uhr eine Sondersitzung zum Thema "Das Coronavirus in Tirol". Anstatt der regulär 36 Abgeordneten nehmen nur 20 Politiker an der Zusammenkunft in Innsbruck teil. 

Update, 9.25 Uhr - Söder begründet "Vorsicht" - PK um 12.30 Uhr

Dass Bayern auch wegen seiner geografischen Nähe zu großen Infektionsherden wie Tirol oder Italien "langsamer" und "vorsichtiger" bei den Corona-Lockerungen agieren möchte, hatte Ministerpräsident Söder bereits angekündigt. Der CSU-Politiker begründete dies auch noch genauer. Vorsicht und Besonnenheit seien auch in der jetzigen Phase mit einer abflachenden Infektionskurve von großer Bedeutung, betonte er in Berlin. "Solange es keine Medikamente gibt, solange müssen wir einen Weg, ein Konzept finden, mit Corona zu leben", sagte er. Hier gelte es nach dem Motto "So viel Sicherheit wie nötig und so viel Freiheit wie möglich" zu agieren. 

Pressekonferenz mit Merkel und Söder in Berlin

Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt © dpa
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt © dpa
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt © dpa
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt © dpa
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt © dpa
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt © dpa
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt © dpa
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt © dpa
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt
Coronavirus - Pressekonferenz im Bundeskanzleramt © dpa

Am Mittag will Söder die Entscheidungen des Kabinetts dann auch den Bürgern bei einer Pressekonferenz erklären. Gemeinsam mit Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Kultusminister Michael Piazolo (beide Freie Wähler) wird er ab 12.30 Uhr Rede und Antwort stehen. 

rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich im Live Stream!

Update, 8.29 Uhr - Erstmals über 1.000 Tote in Bayern registriert

Am Donnerstagmorgen hat das Robert-Koch-Institut (RKI) neue Zahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht. Die Gesamtzahl der Infizierten stieg auf 130.450. Insgesamt wurden bislang 3.569 Todesfälle in Deutschland registriert. In Bayern waren 35.142 Infektionen gemeldet. Die Anzahl der Toten überstieg im Freistaat erstmals die 1000er-Marke. Derzeit sind 1.049 Todesfälle bekannt.

Bundesland

Anzahl

Plus zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

Baden-Württem­berg

25.881

+443

234

802

Bayern

35.142

+848

269

1.049

Berlin

4.848

+126

129

74

Brandenburg

2.058

+108

82

54

Bremen

507

+7

74

21

Hamburg

3.953

+84

215

80

Hessen

6.470

+123

103

187

M.-Vor­pommern

634

+10

39

13

Niedersachsen

8.188

+169

103

248

Nordrhein-West­falen

26.383

+548

147

663

Rhein­land-Pfalz

5.087

+83

125

87

Saarland

2.201

+56

222

71

Sachsen

3.955

+136

97

94

Sachsen-Anhalt

1.248

+25

57

26

Schles­wig-Holstein

2.294

+49

79

55

Thüringen

1.601

+51

75

45

Gesamt

130.450

+2.866

157

3.569

Update, 8 Uhr - Gesundheitsamt Rosenheim erlässt neue Verfügung 

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim hat jetzt eine neue, aktualisierte Allgemeinverfügung zum Coronavirus erlassen. Diese ist am Donnerstag, 16. April, um 0 Uhr in Kraft getreten. Die neue Verfügung ordnet die obligatorische 14-tägige Quarantäne nun bereits ab Kenntniserlangung des positiven Befundes an. 

Dadurch könne "die zeitliche Lücke zwischen Kenntnis des Befundes und Anordnung durch das Gesundheitsamt geschlossen" werden, hieß es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes. Dies sei jedoch nur relevant, wenn die Testung durch die Ärzteschaft oder die KVB erfolgt ist. In diesen Fällen erfahren die Patienten zunächst vom Hausarzt den positiven Befund und nicht direkt vom Gesundheitsamt.

Update, 7.19 Uhr - Söder: "Das Oktoberfest steht auf der Kippe"

Eigentlich gehört das Oktoberfest zu München und Bayern wie der süße Senf zur Weißwurst. Doch heuer wird es wohl anders kommen. Gemäß der Einigung zwischen Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten bleiben Großveranstaltungen heuer bis mindestens 31. August definitiv verboten. Zwar findet die Wiesn immer erst ab der zweiten September-Hälfte statt, aber in diesem Jahr könnte das größte Volksfest der Welt wohl der Pandemie zum Opfer fallen

Dies räumte nun auch Ministerpräsident Markus Söder ein. "Das Oktoberfest steht auf der Kippe", sagte der CSU-Politiker am Mittwochabend in der "Rundschau" des Bayerischen Rundfunks. "Ich habe mich mit dem Münchner Oberbürgermeister ausführlich beraten, wir haben da die gleiche Meinung. Wir werden wohl in den nächsten zwei Wochen eine abschließende Entscheidung gemeinsam treffen", so Söder weiter. 

Update, 6.44 Uhr - Kein Sommerfestival, kein Frühlingsfest

Wegen der Pandemie und dem daraus resultierenden Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August 2020 fallen heuer auch viele große Feste aus. Das Sommerfestival Rosenheim (10. bis 18. Juli) wird abgesagt. Das Frühlingsfest in Wasserburg (Mai) wurde bereits gecancelt. Das teilte der Veranstalter, der Wirtschaftsförderungsverband, mit. 

Ebenso ausfallen wird das beliebte Gäubodenvolksfest in Straubing (7. bis 17. August). Vorher waren schon andere beliebte Feste wie in Gars, Bad Aibling oder Pang abgesagt worden. Offen ist bislang hingegen, was beispielsweise mit dem Herbstfest Rosenheim (29. August - 13. September) passiert. Selbiges gilt für das Traditionsvolksfest in Mühldorf (28. August - 7. September).

rosenheim24.de wird zeitnah über die weitere Entwicklung bei den Festen informieren!

Update, 6.15 Uhr - Wie setzt Bayern die Maßnahmen um?

In einer Kabinettssitzung am Vormittag (10 Uhr) in München soll entschieden werden, wie in Bayern das am späten Mittwochnachmittag vorgestellte Lockerungs-Konzept genau ausgestaltet wird. Hier deutet sich ein Sonderweg des Freistaates an: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat dabei bereits angekündigt, dass er den eingeschlagenen Weg zwar grundsätzlich richtig findet, allerdings beim Zeitplan für Bayern "langsamer" und "zurückhaltender" vorgehen wolle. 

Konkret nannte Söder bereits eine spätere Öffnung der Schulen: Während bundesweit wohl der 4. Mai angedacht ist, strebt Bayern diesen erst eine Woche später, also zum 11. Mai, an. Mit der Prüfungsvorbereitung in Abschlussklassen - etwa Abitur oder Mittlerer Reife - solle aber schon ab dem 27. April begonnen werden. "Grundschulen und Kitas bleiben dann erst einmal zu – mit entsprechender Notfallbetreuung", sagte Söder. Ob und wann zumindest die vierten Klassen in den Grundschulen wieder starten können, blieb offen. 

Ein bayerischer Sonderweg zeichnet sich auch bei den Lockerungen im Handel an: Söder meldete in Berlin bereits Zweifel daran an, dass er den Kompromiss für eine Wiedereröffnung von kleineren Läden bis zu eine Größe von 800 Quadratmetern ab kommendem Montag für den Freistaat so übernehmen wolle. Er halte das für "zu viel", so Söder. Vielmehr liebäugelt man in München wohl eher mit einer Fläche von bis zu 400 Quadratmetern. Zudem werde man auch terminlich "etwas zeitversetzt" vorgehen. 

Ob und welche Geschäfte deswegen möglicherweise bereits am Montag, 20. April, wieder loslegen dürfen, ist deswegen weiter unklar. Große Möbelhäuser, Kaufhäuser und Shopping-Zentren werden hingegen definitiv weiter unbefristet geschlossen blieben - darauf legte sich Söder bereits fest.

Die wichtigsten Beschlüsse im Überblick

Mit rund zweistündiger Verzögerung informierten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Hamburgs regierender Bürgermeister Peter Tschentscher und Vizekanzler Olaf Scholz (beide SPD) am späten Mittwochnachmittag über die Ergebnisse der Videokonferenz zwischen Merkel und den Ministerpräsidenten (News-Ticker vom 15. April).

Dabei kündigte Söder bereits an, in Bayern, auch wegen der Nähe zu Österreich und Italien, "langsamer" vorgehen zu wollen. Die genaue Ausgestaltung für den Freistaat soll am Donnerstag, 16. April, ab 10 Uhr in einer Kabinettssitzung festgelegt werden.

Die wichtigsten Ergebnisse der Konferenz im Überblick:

  • Kontaktsperre wird grundsätzlich mindestens bis zum 3. Mai verlängert
  • Schrittweise Wiederaufnahme des Schulbetriebs ab 4. Mai (in Bayern wohl erst ab 11. Mai), zunächst für Abschlussklassen
  • Notbetreuung für Kinder wird auf weitere Berufs- und Bedarfsgruppen ausgeweitet
  • Geschäfte bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche sowie - unabhängig von der Verkaufsfläche Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen - können ab 4. Mai wieder öffnen (auch hier kann es eine Sonderregelung für Bayern geben). Strenge Hygieneauflagen sind zu beachten.
  • Masken in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln werden nicht vorgeschrieben, allerdings "dringend empfohlen"
  • Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen und Synagogen sowie religiöse Feierlichkeiten und Veranstaltungen sollen zunächst weiter nicht stattfinden.
  • Bürger sollen weiterhin auf private Reisen verzichten
  • Großveranstaltungen bleiben mindestens bis zum 31. August 2020 untersagt

Rechtzeitig vor dem 4. Mai soll dann über das weitere Vorgehen entschieden und informiert werden.

mw/mh

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