News-Ticker zur Corona-Pandemie

Innovatives Temperaturmessen in Altötting - Österreich lockert Einreisebestimmungen

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Auf dem Bildschirm wird in Echtzeit die Temperatur der Personen angezeigt. Dies dient der Sicherheit um die Klinik davor zu schützen, dass Menschen mit Fieber diese betreten.

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Freitag, 17. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2102, Landkreis Traunstein 887, Landkreis Berchtesgadener Land 249, Landkreis Mühldorf 429, Landkreis Altötting 511
  • Mindestens 3.868 Todesopfer in Deutschland (1.164 in Bayern) 
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (verlängert bis vorerst 3. Mai)
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Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 19.14 Uhr: Innovatives Temperaturmessen beim InnKlinikum Altötting

Das InnKlinikum Altötting dürfte eine der ersten Kliniken bundesweit sein, die mittels eines hochentwickelten Kamerasystems die Temperatur der Mitarbeiter und Besucher ermittelt. Seit Dienstag, 14. April 2020 ist das System am Haupteingang im Einsatz und hat sich in dieser kurzen Zeit schon bewährt. Besonders zu den Stoßzeiten bei Schichtbeginn ergibt sich dadurch für die Klinikbeschäftigten eine erhebliche Verkürzung der Wartezeiten. Bisher wurde bei jedem Mitarbeiter und den vereinzelten Besuchern, die im Ausnahmefall die Klinik betreten durften, von Klinikpersonal mit einem Fieberthermometer die Temperatur gemessen. Dadurch bildeten sich teilweise längere Schlangen vor dem Haupteingang. 

Das Kamerasystem kann theoretisch bis zu 20 Personen gleichzeitig erfassen und zeigt auf einem Bildschirm für jede dieser Personen die Temperatur an. Liegt diese im Normalbereich, ist die Anzeige grün, bei erhöhter Temperatur ist sie rot. Wird bei einer Person eine erhöhte Temperatur angezeigt, wird diese manuell nachgemessen. Bestätigt sich das Ergebnis wird die Person abgesondert und es folgt die Abklärung bezüglich einer möglichen Corona-Infektion. Auf die Idee, dieses System in Altötting zu installieren, kam EDV-Leiter Hubert Vigl. „Ich habe in der Tagesschau gesehen, dass dieses Kamerasystem am Flughafen in Peking eingesetzt wird und war begeistert. Über einen österreichischen Distributor ist es mir dann gelungen, ein Exemplar für unsere Klinik zu bekommen.” 

Die Mitarbeiter, die bisher von Hand die Temperatur gemessen haben, sind durchweg begeistert von der Arbeitserleichterung durch die technische Innovation und die vielen Klinikbeschäftigten freuen sich über eine schnelle Abfertigung bei Schichtbeginn.

Update, 18.40 Uhr: Österreich lockert Bestimmungen

Seit Anfang der Woche wurden die Einreisebestimmungen nach Österreich für Familienmitglieder und Fernbeziehungen gelockert. Demnach ist die Einreise von Deutschen nach Österreich unter „besonders berücksichtigungswürdigen Gründen im familiären Kreis“ möglich. „Die besonderen Gründe sind aber an der Grenze glaubhaft zu machen“, so Hans Wolfgruber von der Polizei Salzburg, „also eine Kopie des Reisepasses und des Meldescheines und ein Schreiben oder Mail des zu besuchenden Partners genügen dafür“.

In Deutschland gelten nach wie vor die strengen Einreisebestimmungen vom 16. März, die zwar jedem Deutschen grundsätzlich die Einreise ermöglichen, bei jedem Nicht-Deutschen allerdings einen wichtigen Grund erfordern

Update, 17.55 Uhr: Statement von Traunsteins Landrat Siegfried Walch 

Traunsteins Landrat Sigfried Walch äußert sich im Video zu den neuen Corona-Maßnahmen:

Update, 17.33 Uhr: Die Sterblichkeitsraten der Region

In Deutschland sind anscheinend bislang weniger Corona-Erkrankte gestorben als in anderen Ländern. Die Rate der Todesfälle liegt in Deutschland laut der Johns-Hopkins-Daten aktuell bei etwa 2,8 Prozent, in den USA bei 4,5 Prozent, in der Schweiz bei 4,7 Prozent sowie in Frankreich, Italien, Großbritannien und Italien sogar bei rund 13 Prozent. Die höchste Zahl an Verstorbenen in Europa verzeichnet demnach aktuell Belgien mit 13,2 Prozent. 

Woran liegt es, dass die Rate in Deutschland niedriger ist? Die Johns-Hopkins-Universität selbst schreibt auf ihrer Internetseite, dies liege unter anderem an der Zahl der getesteten Personen: Je mehr Leute auf das Virus untersucht werden, desto mehr milde Fälle werden gefunden. Damit sinkt folglich die Rate der Todesfälle. Tatsächlich liegt in Island, wo mit großem Abstand am meisten getestet wird, dieser Wert deutlich niedriger: bei etwa 0,5 Prozent. Dort wurden bereits mehr als 100 Tests pro 1000 Einwohner durchgeführt.

Die Sterblichkeitsraten der OVB24-Landkreise im Überblick (gerundet):

Rosenheim: 4,04 Prozent

Traunstein: 3,27 Prozent

Mühldorf: 2,48 Prozent

Altötting: 4,31 Prozent

Berchtesgadener Land: 3,61 Prozent

Update, 17.00 Uhr: Drei Tote mehr im Landkreis Traunstein

im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 887 bestätigte Corona-Fälle vor. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 65 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich unverändert zehn Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein und vier in Trostberg).

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Lage-Pressemitteilung drei Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um eine Frau und zwei Männer (zwischen 55 und 72 Jahren). Bei allen drei Personen war auch eine COVID-19-Infektion diagnostiziert worden. Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 29 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Update, 16.35 Uhr: Zwei Todesfälle - fünf neue bestätigte Fälle im LK Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es fünf neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 17. April 2020, 14.00 Uhr).

Dabei handelt es sich um einen Erwachsenen über 60 Jahre und vier Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. Eine 84-Jährige und ein 76-Jähriger, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, sind verstorben.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 429 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 225 Personen bereits wieder genesen, 20 davon werden stationär behandelt. Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen: 

  • Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 42 
  • Stationäre Corona-Positivfälle: 45 
  • Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 12 
  • Entlassene Corona-Patienten: 16

Update, 16.00 Uhr: Infos zum Herbstfest Rosenheim 2020

Nach der Entscheidung der Bundesregierung und dem Freistaat Bayern bis einschließlich 31. August 2020 sämtliche Großveranstaltungen, einschließlich Volksfeste, zu untersagen, hat sich der Wirtschaftliche Verband Rosenheim e.V. als Veranstalter des Rosenheimer Herbstfestes zur Sachlage beraten

Eine Entscheidung über eine Absage oder zu einer möglichen Durchführung wird zunächst auf einen späteren Termin Mitte Mai vertagt. Bis dahin soll die weitere Entwicklung der Coronakrise und den damit verbundenen Rahmenbedingungen abgewartet und gemeinsam mit der Stadt Rosenheim, den beteiligten Behörden, Brauereien, Wirten und Schaustellern geprüft werden, ob Szenarien für eine Durchführung des Festes in Frage kommen können.

Update, 15.22 Uhr - Sachsen führt als erstes Bundesland Maskenpflicht ein

Sachsen hat als erstes Bundesland für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel eine Maskenpflicht beschlossen. Die Regelung gelte von Montag an, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Dresden. Zur Abdeckung von Nase und Mund müsse es keine teure FFP2-Maske sein, es reiche auch ein einfaches Tuch oder ein Schal, betonte der Regierungschef.

Wenn man in so vielen Bereichen zusätzliche Kontakte von Menschen zulasse, sei eine Maskenpflicht "die richtige Antwort", so Kretschmer. Von Montag an sollen in Sachsen einige Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelockert werden.

Es sei ein "zumutbares Instrument" für die größeren Bewegungsmöglichkeiten, die die Menschen in Sachsen nun hätten. Einen solchen Schutz gebe es mittlerweile in vielfältiger Weise, man könne ihn selbst nähen oder kaufen. "Ich denke wir sind an einem Punkt, wo wir das verpflichtend vorgeben können", sagte Kretschmer.

Update, 15.13 Uhr - Weiterer Todesfall im Kreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 511 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Das sind elf Fälle mehr als am Vortag. Das Altöttinger Landratsamt meldet mit Stand 17. April 14 Uhr einen weiteren Todesfall. Demnach ist eine Frau aus Burghausen am Donnerstag (16. April) verstorben.

184 Landkreisbürger (Stand 17. April, 7 Uhr) sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen.

Update 14.57 Uhr - Weiterer Todesfall im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 249 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Meldestand: 17.04.2020, 10 Uhr); das bedeutet einen Anstieg um 16 Corona-Infektionsfälle im Vergleich zum Vortag. 123 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen.

Aktuell sind im Landkreis Berchtesgadener Land insgesamt 63 COVID-19-Patienten in stationärer Behandlung, neun davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung. Diese 63 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 249 bestätigten BGL-Corona-Fälle.

Nach drei Todesfällen am 31.03.2020, je einem am 02.04.2020 und am 11.04.2020, zwei am 15.04.2020 und einem am 16.04.2020 gemeldeten Sterbefällen hat sich die Zahl der Todesfälle seit dem gestrigen Tag auf neun COVID-19-Patienten erhöht.

Update, 14.32 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Kreis Rosenheim

Am 16. April wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim 63 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2102 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 429 Personen eine Genesung dokumentiert. 

99 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Gestern meldete das Rosenheimer Landratsamt insgesamt 85 Verstorbene. Von den Verstorbenen waren vier Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt. 294 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 52 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an belegten Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt.

So sieht die Situation in Ihrer Gemeinde aus.

Aufgrund der hohen Infektionsrate in Stadt und Landkreis Rosenheim empfiehlt das Gesundheitsamt Rosenheim weiterhin ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Bitte denken Sie auch daran, z.B. bei Einkäufen ausreichenden Abstand zu anderen Personen einzuhalten. 

Update, 14.17 Uhr - LGL: 36 weitere Todesfälle in Oberbayern

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zählt 36 neue Todesfälle aufgrund des Coronavirus in Oberbayern (Stand 17.04.2020, 10 Uhr). Damit ist die Zahl der Gestorbenen auf 388 Fälle angestiegen. 16.494 Menschen sind mit dem Virus infiziert, das sind 461  mehr.

In Oberbayern sind damit 351 Menschen pro 100.000 Einwohner infiziert. Oberbayern liegt weiterhin hinter der Oberpfalz (364) an zweiter Stelle der bayerischen Bezirke. 

Regierungsbezirk

Anzahl der Fälle

Fälle Änderung zum Vortag

Fallzahl pro 100.000 Einwohner

Anzahl der Todesfälle

Todesfälle Änderung zum Vortag

Oberbayern

16.494

+461

351,97

388

+36

Niederbayern

3613

+87

291,72

157

+4

Oberpfalz

4040

+91

364,20

174

+12

Oberfranken

2777

+86

260,14

100

+13

Mittelfranken

3575

+111

201,93

132

+16

Unterfranken

22741

+52

208,10

110

+8

Schwaben

3280

+109

173,75

103

+5

Gesamtergebnis

36.520

+997

279,27

1164

+94

Update, 13.49 Uhr - Über 6.000 Kontrollen in München

Über 6.100 Mal kontrollierte die Münchner Polizei zwischen Donnerstag- und Freitagmorgen in Stadt und Landkreis bezüglich der bestehenden Ausgangsbeschränkungen. Dabei wurden knapp 150 Verstöße festgestellt.

Unter anderem wurde der Polizei am frühen Freitagmorgen gegen 1.20 Uhr per Notruf mitgeteilt, dass sich in der Weddigenstraße im Stadtteil Altperlach mehrere Personen in einem Hinterhof treffen würden. Die eingesetzten Beamten trafen dort dann auf zwei Personen mit Wohnsitzen in München (17 und 22 Jahre), die beide nicht dort wohnten, aber zusammen Alkohol konsumierten. Das Duo wurde wegen eines Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt. Der 22-Jährige erhielt einen Platzverweis und der 17-Jährige wurde an einen Sorgeberechtigten übergeben.

Update, 13.17 Uhr - Wirtshauskultur-Verein sendet Hilferuf

Enorme Umsatzeinbußen, finanzielle Schwierigkeiten, Existenzängste: Unzählige Gastronomen in Bayern stehen vor dem Aus. Der Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) fordert deswegen jetzt dringend, die Gastronomie bis spätestens 1. Mai mit entsprechenden Hygienemaßnahmen wieder zu öffnen. Anderenfalls befürchtet der VEBWK ein Wirtshaussterben nie gekannten Ausmaßes.

"Die Gastronomiebranche ist wohl der am stärksten von der Coronakrise betroffene Wirtschaftsbereich“, sagt VEBWK-Vorsitzender Franz Bergmüller aus Feldkirchen-Westerham. "Die Umsätze brachen den Unternehmern von einen Tag auf den anderen weg. Fixkosten für Energie, Gebühren, laufenden Finanzierungen, Pacht und Mitarbeiter laufen weiter. Wir sprechen hier nicht von einzelnen Gasthäusern, die um ihre Existenz bangen. Uns steht ein landesweites Wirtshaussterben bevor, wie wir es bisher noch nicht erlebt haben", wird Bergmüller in dem "Hilferuf" des Vereins weiter zitiert.

Update, 12.39 Uhr - Stadt Rosenheim gibt Parks und Liegewiesen frei

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) in der Stadt Rosenheim hat soeben beschlossen, die Liegewiesen im Naherholungsgebiet am Happinger- und Happinger-Au-See ab sofort (bis auf weiteres) wieder freizugeben. Das gilt auch für alle städtischen Parkanlagen, also den Riedergarten, den Salingarten, den Luitpoldpark, den Hohenzollernpark und den gesamten Mangfallpark. Kinderspielplätze und Skate-Parks bleiben jedoch weiterhin gesperrt.

"Es ist unbedingt notwendig, auch bei der jetzt erfolgten Lockerung das Abstandsgebot weiterhin zu beachten und gegebenenfalls sogar einen Nasen-Mund-Schutz zu tragen", appelliert Hans Meyrl, der städtische FüGK-Leiter. "In der Stadt Rosenheim sind zum heutigen Zeitpunkt 345 Menschen infiziert. Deshalb muss Vorsicht weiterhin das Gebot der Stunde sein", so Meyrl.

Update, 12.30 Uhr - Einrichtungen in Traunreut bleiben geschlossen

Das Rathaus der Stadt Traunreut bleibt bis einschließlich 3. Mai geschlossen. Für unaufschiebbare, dringende Behördengänge sind telefonische Termine zu vereinbaren. Unangemeldete Besuche sind ab sofort nicht mehr möglich. Für weitere Anfragen stehen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung telefonisch und per E-Mail weiterhin zur Verfügung. Die entsprechenden Sachgebiete erreichen Sie jeweils unter den auf der Internetseite www.traunreut.de veröffentlichten Kontaktdaten. 

Die Ausschusssitzungen in der Kalenderwoche 17 finden wie gewohnt im Rathaussaal statt. Die Stadtratssitzung am 30. April findet hingegen im Kultur- und Veranstaltungszentrum k1 statt. In beiden Fällen gibt es nur begrenzt Sitzplätze für die Öffentlichkeit.

Das Stadtarchiv, der städtische Bauhof, das Kultur- und Veranstaltungszentrum k1, die Stadtbibliothek, die Stadtwerke Traunreut inkl. des städtischen Hallenbades sowie Städtische Sing- und Musikschule Traunwalchen bleiben ebenfalls bis 3. Mai geschlossen

Update, 12.06 Uhr - Tenglinger Band schreibt Corona-Song

Die Band "Tenchilo" aus Tengling am Waginger See steht eigentlich für bayerische Texte, rockige Melodien und einen Hauch Reggae. Doch in der Coronakrise haben die Mitglieder Simon und Stefan Fellner sowie Christoph Öttl und Bassist David Maréchal aus der Not jetzt eine Tugend gemacht. Als eines der Bandmitglieder als Kontaktperson eines Corona-Infizierten für zwei Wochen in Quarantäne musste, hat sich die Gruppe etwas ganz besonderes einfallen lassen und sozusagen aus dem Home Office heraus den Song "Ciao Corona" komponiert und aufgenommen. 

"Seit 2018 war es etwas still um uns geworden. Durch mehrere Auslandsaufenthalte und Studienabschlüsse etc. konnten wir uns nicht mehr regelmäßig treffen. Als dann die Quarantäne kam, kam uns die Idee zu diesem Lied. Ein paar Telefonate, Skype-Sitzungen und Chats später haben wir jeweils zu Hause die Instrumente eingespielt, Gesang aufgenommen und die Videoclips produziert", so Bandmitglied Christoph Öttl gegenüber chiemgau24.de.

Update, 11.24 Uhr - Sommerferien verkürzen? Söder lehnt Schäuble-Vorschlag ab

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat eine Verkürzung der Sommerferien ins Gespräch gebracht. "Bis auf Ausnahmen bleiben die Schulen noch einige Zeit geschlossen. Daher frage ich mich, ob die Verantwortlichen in den Ländern darüber nachdenken, die Schulferien in der Sommerzeit etwas zu verkürzen", sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeine" (siehe Update 9.12 Uhr).

Ministerpräsident Markus Söder hat auf diesen Vorschlag ablehnend reagiert. "Bayern denkt nicht über eine Verkürzung der Sommerferien nach", sagte Söder am Freitag in einer Live-Sendung von "Bild". Söder hält gegenwärtig eine solche Maßnahme für nicht nötig und plädiert für einen flexiblen Umgang mit Unterricht und Versetzung: "Ich möchte nicht, dass jemand wegen Corona durchfällt", sagte Söder.

Da in der Corona-Krise Schülern Zeit fehle, um schlechte Leistungen auszubügeln, werde man beim Thema Durchfallen in diesem Jahr "sehr großzügig" im Sinne der Schüler vorgehen. Söder deutete an, dass Schüler allenfalls auf freiwilliger Basis sitzenbleiben sollen, ansonsten ein Vorrücken in die höhere Klasse "auf Probe" gewährt werde.

Update, 10.44 Uhr - Viele Todesfälle in dieser Woche

Prof. Dr. Wieler sprach anschließend davon, dass es in dieser Woche zwar "den größten Anstieg von Todesfällen" gegeben hätte, sah allerdings im Hinblick auf Neu-Infektionen und Reproduktionsrate, welche auf 0,7 sank, eine "sehr gute Entwicklung". Von den knapp 134.000 bekannten Coronafällen sind bereits rund 81.000 Personen wieder genesen. Die Teststrategien müssten und sollen in den nächsten Tagen und Wochen aber noch weiter verfeinert und verbessert werden, hieß es weiter.

Prof. Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch Instituts.

Update, 10.25 Uhr - "Hoffen auf schrittweise Normalität"

Bundesgesundheitsminister Spahn dankte in seinen Ausführungen den vielen Kliniken in Deutschland, die die Zahl der Intensivbetten in den letzten Wochen unter großen Kraftanstrengungen auf insgesamt 40.000 erhöht hätten. Glücklicherweise seien diese bislang nicht alle benötigt worden.

Als nächster Schritt soll das bundesweite Register ausgebaut werden, mit dem rasch freie Intensivbetten gefunden werden können. Im Gegenzug sollen die Krankenhäuser langsam in den Normalbetrieb zurückgeführt werden. "Wir hoffen auf schrittweise Normalität im Klinikbetrieb ab Anfang Mai", sagte Spahn. 25 bis 30 Prozent aller Intensivbetten sollen allerdings weiter für Covid-19-Patienten vorgehalten werden.

Insgesamt sind in der Bundesrepublik bislang 1,7 Millionen Coronatests durchgeführt worden. Parallel dazu sind auch die Laborkapazitäten zur Auswertung bestmöglich erhöht worden. "Wichtig ist, dass wir zielgerichtet testen, insbesondere natürlich Verdachtsfälle und deren Kontaktpersonen. Und natürlich auch das Personal im pflegerischen und medizinischen Bereich", sagte Spahn zur Marschroute der Bundesregierung.

Update, 10.06 Uhr - Pressekonferenz mit Spahn und Wieler

Um 10 Uhr hat eine Bundespressekonferenz mit BundesgesundheitsministerJens Spahn (CDU) und Prof. Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), begonnen. Dabei geht es um die neuesten Entwicklungen in Sachen Corona-Pandemie.

Update, 10 Uhr - Busverkehr in Rosenheim nur noch mit Not-Fahrplan 

Dem Busverkehr in der Stadt Rosenheim brechen in der Coronakrise die Fahrgäste und Einnahmen weg. Seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen nutzen rund 80 Prozent weniger Kunden das Angebot der Firma Kroiss. Mittlerweile würden die Einnahmen nicht einmal mehr die Treibstoffkosten decken, hieß es. Deswegen hat man sich nun dort dazu entschlossen, ab Montag, 20. April, nur noch einen Not-Fahrplan im wesentlichen auf den Routen des Nachtverkehrs durchzuführen. Wie bisher beginnen die Linien Montag bis Freitag um 5 Uhr, am Samstag um 7.30 Uhr. 

Folgende Linien sind in Betrieb:

  • NV1: wurde verdichtet und fährt nun abwechselnd über den Kreisel Nähe Pfaffenhofen bzw. Egarten und Unterfürstätt 
  • NV2: bedient zusätzlich Kalteneck und Heilig Blut 
  • NV3: fährt nach der vollen Stunde nach Alt-Happing und Kastenau und nach der halben Stunde den Kurzläufer über Traberhof zur Stadtmitte
  • NV9: fährt in Kolbermoor bis zum Ende der Brückenstraße und dann wieder zurück nach Rosenheim. Kolbermoor Nord ist über die Alte Spinnerei, Kolbermoor Süd über die Behelfshaltestelle Lotterschmied (Nähe Haltestelle Artmeier) erreichbar.

"Der Stadtverkehr bedauert die Einschränkung, aber alternativ wäre nur die komplette Einstellung des Linienverkehrs möglich gewesen", hieß es in der Mitteilung des Unternehmens. Der Notfahrplan gilt zunächst bis 3. Mai, könnte allerdings verlängert werden. Weitere Infos auf www.stadtverkehr.ro.

Update, 9.12 Uhr - Debatte um verkürzte Sommerferien angestoßen

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat nun eine Verkürzung der Sommerferien ins Gespräch gebracht. "Bis auf Ausnahmen bleiben die Schulen noch einige Zeit geschlossen. Daher frage ich mich, ob die Verantwortlichen in den Ländern darüber nachdenken, die Schulferien in der Sommerzeit etwas zu verkürzen", sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". Ein solcher Schritt böte Schülern die Gelegenheit, den durch die Corona-Pandemie versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen.

"Im Moment ist ohnehin noch aus vielen Gründen unklar, wann und wie man im Sommer verreisen kann", sagte Schäuble. "Das Urlaubskonto vieler Eltern dürfte durch die Krise jetzt schon strapaziert sein." Deshalb könne er die verstehen, "die sich fragen, wie sie da noch sechs Wochen Sommerferien organisieren sollen."

Update, 8.46 Uhr - Reproduktionsrate sinkt auf 0,7

In Deutschland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen weiter angestiegen. Mit Stand Freitag, 0 Uhr, wurden 3.380 neue Fälle gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl auf 133.830. Zudem gibt es jetzt 3.868 Tote, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Homepage bekannt gab. In Bayern gibt es nun 36.027 Fälle und insgesamt 1.137 Tote.

Die Ansteckungsrate ist derweil gesunken. Laut der jüngsten RKI-Statistik beträgt die sogenannte Reproduktionsrate nur noch bei 0,7. Das bedeutet, dass die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht. Anfang März lag dieser wichtige Messwert noch bei drei, am 8. April bei rund 1,3 - jeweils mit Schwankungen. Alle Werte unter eins bedeuten, dass das Virus langsam gestoppt werden kann.

Bundesland

Fälle

Differenz zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

Baden-Württem­berg

26.543

+662

240

872

Bayern

36.027

+885

276

1.137

Berlin

4.945

+97

132

84

Brandenburg

2.120

+62

84

60

Bremen

556

+49

81

22

Hamburg

4.005

+52

218

84

Hessen

6.705

+235

107

197

M.-Vor­pommern

634

+0

39

13

Niedersachsen

8.442

+254

106

274

Nordrhein-West­falen

27.030

+647

151

726

Rhein­land-Pfalz

5.211

+124

128

92

Saarland

2.254

+53

228

76

Sachsen

4.048

+93

99

95

Sachsen-Anhalt

1.279

+31

58

28

Schles­wig-Holstein

2.349

+55

81

59

Thüringen

1.682

+81

78

49

Gesamt

133.830

+3.380

161

3.868

Update, 8.18 Uhr - "Wirtschaft und Gesundheit nicht gegeneinander ausspielen" 

Am Donnerstagmittag hatte die Staatsregierung die weitere Gestaltung der Corona-Maßnahmen in Bayern vorgestellt. Vor allem an der 800-Quadratmeter-Regel bei den Geschäften, die bis zu dieser Größe dann ab 27. April wieder öffnen dürfen, hatte es anschließend viel Kritik gegeben. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Kurs des Freistaates am Abend in einer Sondersendung des Bayerischen Rundfunks jedoch verteidigt. 

Man dürfe Wirtschaft und Gesundheit "nicht gegeneinander ausspielen", sagte der Ministerpräsident bei BR-Extra: "Wir denken komplex, wir denken beides zusammen, deswegen sind die jetzigen Maßnahmen in sich schlüssig, abgestimmt und könnten auch helfen, das Ganze zu überstehen, und ich hoffe doch sehr, dass das Jahr 2021 ein deutlich anderes wird als das jetzige."

Zudem appellierte Söder weiter an die Geduld und Vernunft der Bürger. Der "Charaktertest" sei noch nicht zu Ende. Es werde Lockerungen in Bayern geben, allerdings sehr behutsam, denn die weiterhin bestehende Gefahr dürfe keinesfalls außer Acht gelassen werden.

Update, 7.25 Uhr - Chieminger Blasmusik mit kreativem Zeichen 

Die Chieminger Blasmusik hat Fotos und ein Video unter dem Motto "Mia machan Stimmung dahoam" produziert.

Die Chieminger Blasmusik setzt in der Coronakrise ein kreatives Zeichen zum Zusammenhalt und zeigt in einem Video unter dem Motto "Mia machan Stimmung dahoam", wie zu Hause musiziert wird.
Wegen der Pandemie mussten viele Veranstaltungen in diesem Jahr bereits abgesagt oder verschoben werden, so auch das Jahreskonzert der Kapelle, das eigentlich Ende März hätte stattfinden sollen. Seither entfallen auch die Proben der Blasmusik. "Doch wenn etwas die Menschen trotz Isolation verbindet, dann ist es eine Leidenschaft. Im Fall des Musikvereins Chieming ist es die Liebe zur Blasmusik und diese wollen wir auch mit Fotos und einem Video zeigen", teilte die Gruppe mit.

Update, 6.42 Uhr - Elf weitere Todesfälle in München 

In München sind im neuesten Messzeitraum (Stand: Donnerstag, 13.30 Uhr) insgesamt 107 neue Coronavirus-Fälle bestätigt worden. Dabei stieg die Gesamtzahl der Infizierten auf insgesamt 4.927. Auch bei den Toten gibt es in der Landeshauptstadt leider einen deutlichen Anstieg. Im Vergleich zum Vortag wurden elf neue Todesfälle gemeldet (gesamt nun 78).

Update, 6.05 Uhr - Was passiert mit dem Herbstfest?

Am Donnerstag (News-Ticker vom 16. April) waren in der Region wieder zahlreiche Neuinfektionen und einige Todesfälle gemeldet worden. Darüber hinaus war am Mittag die Staatsregierung an die Öffentlichkeit getreten, um die genaue Ausgestaltung der Corona-Maßnahmen und (leichten) Lockerungen für den Freistaat Bayern bis vorerst zum 3. Mai vorzustellen. 

Bereits vorher war klar, dass Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August diesen Jahres untersagt bleiben. Deswegen wurden in der Region bereits viele Großveranstaltungen abgesagt (Überblick), darunter auch das Sommerfestival Rosenheim oder das Echelon in Bad Aibling. 

Über das Herbstfest Rosenheim ist unterdessen noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Es gäbe "noch zu viele Fragezeichen", hatte Projektleiter Klaus Hertreiter am Donnerstag gegenüber rosenheim24.de erklärt. Nach Informationen von rosenheim24.de soll es möglicherweise am Freitag eine Pressemitteilung dazu geben. Dann tagt nämlich der Gesamtvorstand des Wirtschaftlichen Verbandes (WV), dem Veranstalter der Wiesn.

Nun über 3.800 Todesfälle in Deutschland

In Deutschland sind jetzt (Stand: später Donnerstagabend) mehr als 134.400 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Mindestens 3.800 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben in Deutschland rund 77.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge weiter Bayern mit mehr als 35.500 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1.070 Toten, Nordrhein-Westfalen mit 28.000 Fällen und mindestens 760 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 26.600 bestätigten Fällen und mindestens 874 Toten.

mw/mh

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