News-Ticker zur Corona-Pandemie

Piazolo: Termin für Abi-Prüfungen bleibt - 37.254 bestätigte Coronavirus-Fälle im Freistaat

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Die Folgen der Corona-Pandemie für die Schulen sorgt in Bayern auch für einen Konflikt zwischen Bildungspolitikern und Schülervertretungen.

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Samstag, 18. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2123, Landkreis Traunstein 908, Landkreis Berchtesgadener Land 250, Landkreis Mühldorf 435, Landkreis Altötting 516
  • Mindestens 3.868 Todesopfer in Deutschland (1.164 in Bayern) 
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (verlängert bis vorerst 3. Mai)
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Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 19.30 Uhr - Piazolo: Termin für Abi-Prüfungen bleibt - Lösung für Klausuren

Die Folgen der Corona-Pandemie für die Schulen sorgt in Bayern auch für einen Konflikt zwischen Bildungspolitikern und Schülervertretungen. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) will am coronabedingt verschobenen Start der Abiturprüfungen am 20. Mai nicht rütteln. Dafür gibt es nach seinen Worten aber bereits eine einvernehmliche Lösung, damit noch ausstehende Klausuren bis dahin nicht in der geplanten Form geschrieben werden müssen.

Bezirksschülervertreter hatten den Zeitplan kritisiert. Der Landesschülerrat distanzierte sich am Samstag jedoch von deren Forderung, die Abiturprüfungen zu verschieben.

"Wir wollen am Termin für die Abiturprüfungen festhalten, das ist das Ziel", sagte Piazolo am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in München. "Deshalb sind wir intensiv mit dem Landesschülerrat in Kontakt und haben auch schon eine einvernehmliche, gute Lösung gefunden. Klar ist: Noch ausstehende Klausuren müssen nicht in der eigentlich vorgesehenen Form geschrieben werden." Die genauen Details will Piazolo erst Anfang der neuen Woche bekanntgeben.

Piazolo reagierte mit seiner Klarstellung auf die Kritik der Bezirksschülersprecher der Gymnasien aus Unterfranken, Niederbayern, Schwaben und der Oberpfalz. Diese hatten gefordert, die Prüfungen auf einen Termin nach den Pfingstferien zu verschieben. Viele Schüler befürchten offenbar, dass sie in verschiedenen Fächern noch Klausuren des laufenden Halbjahres nachschreiben müssen. In dieser Logik blieben am Ende nur vier freie Tage zur Vorbereitung der eigentlichen Prüfungen. Vor der Corona-Krise waren dafür mehr als drei Wochen vorgesehen.

Piazolo sagte dazu: "Auch der Landesschülerrat war eingebunden und ist einverstanden. Das konnte lediglich in der Eile offenbar noch nicht an alle Schülervertretungen kommuniziert werden."

Nach wochenlangen coronabedingten Schulschließungen hatten Bund und Länder am vergangenen Mittwoch einen langsamen Neustart in Stufen beschlossen. Das bayerische Kabinett hatte daraufhin am Donnerstag entschieden, dass als erstes die Abschlussklassen an den verschiedenen Schularten wieder zurück an die Schulen sollten, und zwar im Freistaat am 27. April.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bekräftigte unterdessen, dass er eine Verkürzung der Sommerferien wegen der Corona-Krise ablehne. Im Bayerischen Rundfunk sagte er am Samstag, dass allerdings der Notenschluss in diesem Schuljahr später stattfinden solle. Söder sagte im Interview mit Bayern 3, der Vorschlag von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, die Sommerferien zu verkürzen, um entstandene Stofflücken zu schließen, habe ihn gewundert. Wegen Corona solle auch kein Schüler sitzen bleiben, das Versetzen auf Probe werde deutlich großzügiger ausgelegt, kündigte Söder an.

Eine schnelle Rückkehr der Kindergarten- und Grundschulkinder in die Einrichtungen sei momentan nicht geplant, auch keine schnelle Öffnung von Spielplätzen. Allerdings soll bei der Notfallbetreuung nachjustiert werden, zum Beispiel sollten mehr Kinder von Alleinerziehenden aufgenommen werden. Bisher durften Eltern die Notbetreuung nur in Anspruch nehmen, wenn Vater und Mutter in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten.

dpa

Update, 18.45 Uhr - Landesamt meldet 37.254 Coronavirus-Fälle in Bayern

In Bayern sind inzwischen 37.254 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das sind 734 Fälle mehr als am Vortag, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mitteilte. Die Zahl der Toten, die mit dem Virus infiziert waren, stieg im selben Zeitraum um 62 auf insgesamt 1226. Die geschätzte Zahl der Genesenen betrug 20.880 Menschen.

dpa

Update, 18.15 Uhr - Münchner Stadtrat zieht in Deutsches Theater um

Der Münchner Stadtrat wird seine Eröffnungssitzung mit anschließender Vereidigung sowie die darauffolgenden Plenarsitzungen voraussichtlich im Deutschen Theater abhalten. Dies berichtet der Bayerische Rundfunk. Nur so sie gegeben, dass alle 80 Mitglieder des Stadtrats die Abstandsregeln einhalten könnten.

Update 17.25 Uhr - Lage der Tierheime in Waldkraiburg und Rosenheim

Kaum in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden momentan die Tierheime. Zum einen nehmen sie weniger Spenden ein als sonst, weil ein "Tag der offenen Tür" oder andere Veranstaltungen nicht stattfinden können. Zum anderen können derzeit kaum Tiere vermittelt werden, um die Tierheime zu entlasten. Unser Reporter Heinz Seutter hat mit den Tierheimen in Waldkraiburg und Rosenheim gesprochen.

Update 16.45 Uhr - Ainringer Hotelier-Familie Berger in ARD-Tagesthemen

Die Anliegen der Hoteliers und Wirte konnten am Freitagabend Thomas und Hansi Berger in den ARD-Tagesthemen vertreten. Sie führen den "Rupertihof" in Ainring (Berchtesgadener Land), doch momentan sind alle Angestellten wegen der erzwungenen Schließung in Kurzarbeit. "Von heute auf morgen keinen Gast und keinen Cent Einnahme. Das hält keiner lange aus", so Thomas Berger in der Sendung, der sich als "Singender Wirt" überregional einen Namen machte. 

"Wir haben alle Gäste nach hause geschickt, die sind in zwei Bussen weggefahren, das hat mir das Herz gebrochen", so Hansi Berger, der den Betrieb heuer übernahm. Er beschreibt die momentane Situation in den ARD-Tagesthemen als "Katastrophe". In den Augen seines Vaters Thomas denke die Politik zu wenig an Hoteleris und Gasthäuser: "Wir sind immer für die Leute da, es ist ein Geben und ein Nehmen, aber man darf uns bitte nicht ganz vergessen." 

Hier könnt Ihr die Tagesthemen vom Freitag, 17. April, noch einmal anschauen. Der Beitrag aus Ainring kommt gleich zu Beginn.

Verkürzte Sommerferien, wie sie in der Politik derzeit diskutiert werden, wären der nächste schwere Schlag für Gastgeber wie die Familie Berger aus Ainring. Die Forderung stellte beispielsweise bereits Wolfgang Schäuble auf. Von Ministerpräsident Söder kam für Bayern umgehend eine klare Absage. Die Sommerferien seien für Tourismus, Gastgewerbe und Hotels in Bayern eine Chance, die Ausfälle teils wieder aufzuholen. Das bekräftigte Söder am Samstag erneut gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Update 16 Uhr - Neue Todesfälle auch in Kreisen Mühldorf und Traunstein

Im Landkreis Mühldorf gibt es, Stand Samstag, 14 Uhr, sechs neue bestätigte Corona-Fälle, wie das Landratsamt nun mitteilt. Insgesamt sind es demnach 435 Fälle im Landkreis. 234 von ihnen sind aber schon wieder genesen. Auch einen weiteren Todesfall gibt es: Ein 98-Jähriger, der mit dem Corona-Virus infiziert war, ist verstorben. Stationär werden in Mühldorf derzeit 43 Personen behandelt, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, zehn davon intensivpflichtig.

Ein Plus von 21 neuen Coronavirus-Infizierten meldet das Gesundheitsamt Traunstein. Insgesamt sind es jetzt 908 Corona-Fälle im Landkreis. Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 217 Personen. Eine weitere verstorbene Person ist zu beklagen, es handelt sich um eine 91-jährige Frau. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 30 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 67 COVID-19-Patienten behandelt, neun davon in intensivmedizinischer Betreuung.

Update, 15.35 Uhr - So viele Infizierte in Bayern sind wieder genesen

Rund 56 Prozent aller Corona-Infizierten in Bayern sind nach einer Statistik des Landesamtes für Gesundheit wieder genesen. Im ganzen Freistaat zählt man 37.254 Fälle, bei 20.880 Personen geht man davon aus, dass sie die Infektion inzwischen überstanden haben. Insgesamt 1126 Menschen sind in Bayern mit oder an einer Coronavirus-Erkrankung gestorben - das heißt, dass das Landesamt hier auch coronainfizierte Personen mitzählt, bei denen die Todesursache einen anderen Grund hatte. 

Update, 15.10 Uhr - Vier weitere Verstorbene im Berchtesgadener Land

Das Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 250 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis gibt (Meldestand: 18. April, 10 Uhr). Das bedeutet einen Anstieg um einen Corona-Infektionsfall im Vergleich zum Vortag. 123 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Leider sind aber auch vier weitere Patienten, bei denen eine Covid-19-Infektion diagnostiziert wurde, seit dem letzten Meldestand verstorben. Somit hat sich die Gesamtzahl der gemeldeten Corona- Sterbefälle auf insgesamt 13 erhöht.

Zum heutigen Meldestand sind im Landkreis Berchtesgadener Land insgesamt 62 COVID-19-Patienten in stationärer Behandlung, zehn davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung. Diese 62 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 249 bestätigten BGL-Corona-Fälle.

Update, 14.40 Uhr - 6900 Corona-Kontrollen durch Münchner Polizei

Wie die Münchner Polizei mitteilt wurden zwischen Freitag, 6 Uhr, und Samstag, 6 Uhr, in Stadt und Landkreis München insgesamt über 6900 Kontrollen durchgeführt, um die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen zu überprüfen. Das Ergebnis: 151 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen führten zu einer Anzeige. 

Dass es sich dabei nicht um grobe Verstöße gehandelt haben kann, wird klar, wenn man den einen Fall betrachtet, den die Polizei gesondert erwähnt: Am Freitag gegen 23:50 Uhr teilte ein Zeuge mit, dass sich in der Lasallestraße in der Fasanerie mehrere Personen treffen würden und laut wären. Eine Streife traf dort auf zwei 18-jährige Münchner. Sie saßen dort und tranken alkoholische Getränke. Einen triftigen Grund, warum sie ihre Wohnungen verlassen hatten, konnten sie laut Münchner Polizei nicht angeben. Auch der Mindestabstand sei nicht eingehalten worden. 

Update, 14.15 Uhr - 102 Tote im Kreis Rosenheim, aber geringe Zahl an Neuinfizierten

Insgesamt 2123 Fälle von COVID-19 sind bisher in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Gegenüber dem Donnerstag entspricht das einem Plus von 21 neuen Fällen. Das ist die geringste Zahl an Neuinfektionen in Stadt und Landkreis innerhalb eines Tages seit 22. März. Während der Osterfeiertage wurden keine Zahlen übermittelt. Mittlerweile wurde bei mindestens 440 Personen eine Genesung dokumentiert. 

102 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben, das sind drei mehr als am Tag zuvor. Von den Verstorbenen waren vier Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt. 298 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 51 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an belegten Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt.

Update, 13.05 Uhr - Keine Änderungen bei Abitur und Sommerferien

Klare Ansagen von der Bayerischen Staatsregierung: "Wir wollen am Termin für die Abiturprüfungen festhalten", so Kultusminister Michael Piazolo gegenüber der dpa. Datum wäre der 20. Mai. Nachdem sich Piazolo bereits am Donnerstag für ein Festhalten am eigentlichen Abi-Termin aussprach, kam Kritik von Schülervertretern. Bezirksschülersprecher aus Unterfranken, Niederbayern, der Oberpfalz und Schwaben forderten einen Termin nach Pfingsten. Der Kultusminister kündigte in der kommenden Woche weitere Details zum laufenden Schuljahr an. 

Der Forderung, die Sommerferien heuer zu verkürzen, wie sie beispielsweise von Wolfgang Schäuble kam, oder gar zu streichen erteilte Ministerpräsident Söder für Bayern eine klare Absage. Die Sommerferien seien für Tourismus, Gastgewerbe und Hotels in Bayern eine Chance, die Ausfälle teils wieder aufzuholen. Das bekräftigte Söder am Samstag erneut gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Auch solle niemand wegen des Coronavirus sitzenbleiben. Allerdings solle der Notenschluss in diesem Schuljahr später stattfinden.

Eine schnelle Rückkehr der Kindergarten- und Grundschulkinder in die Einrichtungen sei momentan nicht geplant, auch keine schnelle Öffnung von Spielplätzen. Allerdings soll bei der Notfallbetreuung nachjustiert werden, zum Beispiel sollten mehr Kinder von Alleinerziehenden aufgenommen werden. Bisher durften Eltern die Notbetreuung nur in Anspruch nehmen, wenn Vater und Mutter in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten.

Update, 12.20 Uhr - Biathlon-Sommer-WM in Ruhpolding auf der Kippe

Ein sportliches Highlight in der Region ist in Gefahr: Ruhpolding würde von 19. bis 23. August die Weltmeisterschaft im Sommer-Biathlon austragen. Herbert Fritzenwenger, Vorsitzender des SC Ruhpolding und bekannt auch als Co-Kommentator beim Biathlon im ZDF, sieht aber schwarz: Die Veranstaltung ohne Zuschauer durchzuführen sei "finanziell nicht machbar", so Fritzenwenger im Gespräch mit unserem Reporter

Update, 11.55 Uhr - Salzburg hat Coronavirus scheinbar im Griff

Bei unseren Nachbarn im Bundesland Salzburg scheint die Lage inzwischen relativ entspannt. Am Freitagabend kam zwar ein Todesfall neu hinzu, im gesamten Bundesland hat man damit 29 Todesopfer zu beklagen. Zum Vergleich: Im Landkreis Traunstein sind es momentan ebenfalls 29 Todesopfer, und das obwohl der Landkreis nicht mal ein Drittel der Einwohner des Bundeslandes Salzburg (555.000) hat. In Stadt und Landkreis Rosenheim (324.000 Einwohner) sind es aktuell gar 99 Verstorbene.

Von den 1.213 Personen positiv auf das Coronavirus getesteten Personen sind 875 im Bundesland Salzburg schon wieder genesen, wie salzburg24.at berichtet. Noch positiver ist das Verhältnis in ganz Österreich: Von rund 14.600 insgesamt Infizierten sind mehr als 10.000 schon wieder gesund. Ab Mitte Mai soll die Gastronomie laut Regierungsplan in Österreich schrittweise wieder hochgefahren werden.

Update, 11.35 Uhr - Neue Ausrüstung für Feuerwehren im Landkreis Mühldorf

4.000 FFP2-Masken und mehrere hundert Liter Handdesinfektionsmittel: am Freitagabend wurden alle 72 Feuerwehren im Landkreis Mühldorf mit frischer Ausrüstung ausgestattet, dringend benötigtes Material im Kampf gegen die Corona-Krise. Die Ausgabe erfolgte in der Halle des Landkreises in Heldenstein, unser Reporter war vor Ort

Hilfsmittel werden an Feuerwehren verteilt

 © fib/Eß
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Update, 11.15 Uhr - Die Mobilität in Deutschland und der Region nimmt wieder zu

Die Mobilität der Menschen nimmt - trotz weiterhin geltender Ausgangsbeschränkungen - wieder zu. Das zeigen die Zahlen des Software-Entwicklers "Teralytics" in Kooperation mit der "Bild". Vergleicht man den 9. mit dem 16. April stieg die Mobilität im Bundesschnitt wieder um vier Prozent - etwas höher ist der Anstieg teils in unserer Region: Landkreis Traunstein plus 7 Prozent, Berchtesgadener Land plus 6 Prozent, Rosenheim plus 5. In den Landkreisen Mühldorf und Altötting bleib das Niveau mit einem Plus von einem Prozent nahezu gleich.

"Teralytics" wertet laufend über 30 Millionen anonymisierte Handy-Daten in Deutschland aus, konkret wenn sich Handys wegen eines Ortswechsels bei anderen Mobilfunkmasten einwählen. Am deutlichsten Stieg die Mobilität während dieser Zeit am Niederrhein mit teils über zehn Prozent in Köln, Düsseldorf oder Duisburg. Zurückhaltender waren die Menschen dagegen vor allem in Ostdeutschland, Schleswig-Holstein und Unterfranken.

Ein wahrer Einbruch der Mobilität konnte vor allem in der ersten Woche nach Bekanntgabe der Ausgangsbeschränkungen in Bayern Ende März festgestellt werden

Update, 10.50 Uhr - Strikte Regeln: Neuer Alltag für Priener Bestatter

Wie gehen Bestatter mit Verstorbenen um, die in Folge des Coronavirus ihr Leben lassen mussten? Und welche Regeln und neuen Abläufe herrschen auf Trauerfeiern in der Region? Unsere Reporterin Marina Birkhof hat mit dem Priener Bestatter Michael Hartl gesprochen - der aber auch Positives sieht: "Die Gespräche mit den Angehörigen verlaufen viel persönlicher", wohingegen die Menschen durch den Alltagsstress in den vergangenen Jahren immer "weniger Zeit für den Tod" gehabt hätten. 

Bestattungen in Zeiten der Corona-Krise stellen auch die Mitarbeiter des Unternehmens Hartl vor neue Herausforderungen, wie Geschäftsführer Michael Hartl im Gespräch mit rosenheim24.de erläutert.

Update, 10.35 Uhr - Maskenpflicht bald in ganz Deutschland?

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil erwartet in der Corona-Krise bald eine Maskenpflicht. "Ich bin überzeugt, dass Alltagsschutzmasken bald zu unserem öffentlichen Leben gehören und etwa im Öffentlichen Personennahverkehr auch bald zur Pflicht werden können, sobald sie ausreichend verfügbar sind", so der SPD-Politiker. Auch Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen verpflichten ihre Bürger ab Montag dazu, im Nahverkehr Mund-Nasen-Masken zu tragen. 

Beispielsweise der Landkreis Altötting will sich auf so eine Situation bereits seit Anfang April vorbereiten und hat Masken für alle der über 100.000 Landkreis-Bürger geordert. 

Update, 10.20 Uhr - Neue Zahlen aus dem Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting veröffentlichte nun neue Zahlen: Im Laufe des Freitags ist wieder ein Todesopfer an einer Erkrankung in Folge des Coronavirus zu beklagen. Die Gesamtzahl der Verstorbenen im Landkreis Altötting liegt damit bei 23. Bei insgesamt 516 Menschen wurde demnach das Virus "Sars-CoV-2" nachgewiesen, das sind fünf Personen mehr als noch am Vortag. In diese Zahl inbegriffen ist aber auch die derjenigen, die bereits wieder genesen sind - bei 184 Bürgern aus dem Landkreis ist das der Fall.

Zum Vergleich: Im Landkreis Rosenheim liegt die Zahl der Todesopfer aktuell bei 99 Personen, im Landkreis Traunstein sind es 29 und im Berchtesgadener Land neun. 

Update, 9.40 Uhr - Söder macht Wirten Hoffnung

Von den jüngst angekündigten Lockerungen im Zuge der Corona-Pandemie waren Gaststätten, Bars und Wirtshäuser in Bayern nicht betroffen. Im Interview mit der Passauer Neuen Presse (PNP) gibt Ministerpräsident Markus Söder den Betreibern nun aber zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer: "Wenn wir Glück haben, könnte es bereits Pfingsten eine bessere Perspektive für das Hotelgewerbe und die Gastronomie geben." Außerdem solle über den Bund erreicht werden, dass das Gastgewerbe nur noch sieben Prozent Mehrwertsteuer entrichten müsse, so Söder gegenüber der PNP. 

Bisher konnte Söder den Wirten keine Lockerungen in Aussicht stellen, vor allem weil sich ein Mundschutz bei den Gästen von Wirtshäusern praktisch kaum umsetzen lässt. "Wir leiden! Und wir wissen nicht mal einen genauen Zeitpunkt, wann es wieder losgeht. Das ist wirklich ganz, ganz schwierig für uns", so die Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands, Angela Inselkammer, im Interview mit Bayern 2.

Update, 9.05 Uhr - Frequency-Festival abgesagt

Jetzt trifft es das nächste große Musik-Festival: Das "Frequency" bei St. Pölten/Niederösterreich wurde am Freitag abgesagt. Damit fallen heuer in Österreich beide großen Festivals aus, denn auch das "Nova Rock" wurde bereits gestrichen. Das Frequency-Festival hätte von 20. bis 22. August stattgefunden. Auch große Musik-Festivals in Deutschland sind der Corona-Pandemie bereits zum Opfer gefallen: Rock am Ring, Rock im Park oder Wacken sind abgesagt - darüber hinaus auch die Festivals "Electric Love" bei Salzburg und "Echelon" bei Bad Aibling sowie eine Reihe weiterer Großveranstaltungen in unserer Region.

Update, 7.50 Uhr - Ergebnis von Söders Corona-Test

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat einen Coronavirus-Test machen lassen. Dieser fiel negativ aus, berichtete er der Zeitschrift Bunte. Den Test habe er vorsichtshalber machen lassen, doch er halte sich an alle Vorgaben und Regeln die die Regierung den Bürgern zumute.

Erstmeldung

Seit Anfang der Woche wurden die Einreisebestimmungen nach Österreich für Familienmitglieder und Fernbeziehungen gelockert. Demnach ist die Einreise von Deutschen nach Österreich unter „besonders berücksichtigungswürdigen Gründen im familiären Kreis“ möglich. „Die besonderen Gründe sind aber an der Grenze glaubhaft zu machen“, so Hans Wolfgruber von der Polizei Salzburg, „also eine Kopie des Reisepasses und des Meldescheines und ein Schreiben oder Mail des zu besuchenden Partners genügen dafür“.

In Deutschland sind anscheinend bislang weniger Corona-Erkrankte gestorben als in anderen Ländern. Die Rate der Todesfälle liegt in Deutschland laut der Johns-Hopkins-Daten aktuell bei etwa 2,8 Prozent, in den USA bei 4,5 Prozent, in der Schweiz bei 4,7 Prozent sowie in Frankreich, Italien, Großbritannien und Italien sogar bei rund 13 Prozent. Die höchste Zahl an Verstorbenen in Europa verzeichnet demnach aktuell Belgien mit 13,2 Prozent. 

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 887 bestätigte Corona-Fälle vor. Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Lage-Pressemitteilung drei Todesmeldungen eingegangen. 

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es fünf neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 17. April 2020, 14.00 Uhr).

Dabei handelt es sich um einen Erwachsenen über 60 Jahre und vier Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. Eine 84-Jährige und ein 76-Jähriger, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, sind verstorben.

Bislang wurden im Landkreis Altötting 511 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Das sind elf Fälle mehr als am Vortag. Das Altöttinger Landratsamt meldet mit Stand 17. April 14 Uhr einen weiteren Todesfall. Demnach ist eine Frau aus Burghausen am Donnerstag (16. April) verstorben.

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 249 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Meldestand: 17.04.2020, 10 Uhr); das bedeutet einen Anstieg um 16 Corona-Infektionsfälle im Vergleich zum Vortag. 123 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen.

Am 16. April wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim 63 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2102 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 429 Personen eine Genesung dokumentiert. 

99 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Gestern meldete das Rosenheimer Landratsamt insgesamt 85 Verstorbene. Von den Verstorbenen waren vier Personen unter 60 Jahren.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) in der Stadt Rosenheim hat soeben beschlossen, die

Liegewiesen im Naherholungsgebiet am Happinger- und Happinger-Au-See

ab sofort (bis auf weiteres)

wieder freizugeben

. Das gilt auch für alle städtischen Parkanlagen, also den Riedergarten, den Salingarten, den Luitpoldpark, den Hohenzollernpark und den gesamten Mangfallpark.

Kinderspielplätze und Skate-Parks bleiben jedoch weiterhin gesperrt

.

Nach der Entscheidung der Bundesregierung und dem Freistaat Bayern bis einschließlich 31. August 2020 sämtliche Großveranstaltungen, einschließlich Volksfeste, zu untersagen, hat sich der Wirtschaftliche Verband Rosenheim e.V. als Veranstalter des Rosenheimer Herbstfestes zur Sachlage beraten

jv

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