News-Ticker zur Corona-Pandemie

Geschäfte öffnen am Montag - Altmeier warnt vor "Hühnerhaufen"-Verhalten

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier: "Wir dürfen nicht durcheinander laufen wie ein Hühnerhaufen."

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Sonntag, 19. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2160, Landkreis Traunstein 924, Landkreis Berchtesgadener Land 255, Landkreis Mühldorf 440, Landkreis Altötting 522
  • Mindestens 4415 Todesopfer in Deutschland (1271 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (verlängert bis vorerst 3. Mai)
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Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 22.17 Uhr - Aktuelle Zahlen für Deutschland: Bayern weiterhin "Spitzenreiter"

Die Deutsche Presse-Agentur hat neue Corona-Fallzahlen veröffentlicht, die auf die neuesten Erhebungen der Bundesländer zurückgehen. Demnach sind bis Sonntagabend in Deutschland mehr als 142.300 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: Mehr als 140.400 Infektionen). Die Johns-Hopkins-Universität verzeichnet sogar 143.779 Infizierte in Deutschland.

Mindestens 4415 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte seien den Angaben der dpa zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.30 Uhr: 4.288). Die Johns-Hopkins-Universität spricht von 4543 Todesopfer. 

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre jeweiligen Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 88.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 37.700 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1271 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 29.500 Fällen und mindestens 882 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 28 000 bestätigten Fällen und mindestens 965 Toten.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 289,0 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 171,2. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Ansteckungsrate am Samstag leicht höher als am Freitag. Ein neuerer Wert lag bis Sonntagabend zunächst nicht vor. Die Reproduktionszahl stieg von 0,7 auf 0,8. Allerdings wurde für Samstag eine statistische Schwankungsbreite von 0,7 bis 1 angegeben. Das heißt in jedem Fall, ein Mensch steckt im Schnitt einen oder weniger als einen anderen an. Bei einer Reproduktionszahl von 0,8 geben zehn Infizierte das Virus an acht andere Menschen weiter - was bedeutet, dass die Zahl der täglichen Neuansteckungen zurückgeht: Bei einem Wert unter 1 flaut eine Epidemie nach und nach ab.

Update, 19.55 Uhr - Geschäfte dürfen wieder öffnen 

Trotz ungewisser Aussichten beginnt Deutschland in der Corona-Krise mit der vorsichtigen Rückkehr zur Normalität. Erstmals wird eine ganze Reihe von Einschränkungen gelockert. Nach einem Monat Zwangspause dürfen Geschäfte unter einer Fläche von 800 Quadratmetern an diesem Montag wieder aufmachen. Die Details hängen von Branche und Bundesland ab. In den ersten Ländern geht am Montag und in den Tagen danach für die Abschlussklassen die Schule wieder los. Die strikten Kontakt- und Abstandsregeln gelten jedoch weiter.

Im internationalen Vergleich steht Deutschland besser da als viele andere Länder.  Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) haben etwa 88 000 Erkrankte die Infektion überstanden. Die tatsächlichen Zahlen liegen nach Meinung von Experten um einiges höher - so wie anderswo auch.

Nach dem jüngsten Beschluss von Bund und Ländern dürfen kleine und mittelgroße Geschäfte an diesem Montag wieder öffnen. Autohäuser, Fahrradhändler und Buchhandlungen dürfen sogar alle wieder aufmachen. Allerdings müssen sich die Kunden in manchen Bundesländern länger gedulden als anderswo - abhängig davon, wie streng die Landesregierung ist. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mahnte in der "Bild am Sonntag": "Wir dürfen nicht durcheinander laufen wie ein Hühnerhaufen." Trotzdem gibt es kein einheitliches Bild.

Die ersten Abschlussklassen kehren am Montag in Sachsen für die Prüfungsvorbereitung an die Schule zurück. In Berlin und Brandenburg beginnen die Abiturprüfungen - allerdings sind sie nicht die ersten Länder: Hessen und Rheinland-Pfalz hatten ihre Abiprüfungen trotz der strikten Kontaktbeschränkungen durchgezogen. In den anderen Ländern geschieht dies erst später.

Update, 19.10 Uhr - THW vor Ort: Max Haimerl besucht Ortsverband Mühldorf

Das THW ist bundesweit zur Bewältigung der Corona-Pandemie im Einsatz. Der künftige Landrat Max Haimerl informiert sich vor Ort über die THW- Einsätze und Aktivitäten im Landkreis Mühldorf. 

Das Technische Hilfswerk (THW) ist täglich mit rund 1200 THW-Einsatzkräften bundesweit zur Bewältigung der Corona-Pandemie im Einsatz. Neben der Übernahme zentraler Logistikaufgaben für die Bundesregierung und die Bundesländer sind die ehrenamtlichen THW-Einsatzkräfte auch für die Landkreise und Kommunen aktiv. 

Personen von links: Max Haimerl, Kraftfahrer Manfred Stöger, Ortsbeauftragter Florian Seemann

Über die THW- Einsätze und Aktivitäten für den Landkreis Mühldorf informierte sich der künftige Landrat Max Haimerl bei seinem Besuch am Samstag den 18. April im THW Ortsverband Mühldorf. In den letzten Wochen fielen im Ortsverband Mühldorf 800 ehrenamtliche Einsatzstunden im Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona- Pandemie an. Die Mühldorfer THW-Helfer leisten damit einen wichtigen Beitrag als zuverlässiger Logistikpartner für den Landkreis zur Eindämmung der Ausbreitung. 

Gemeinsam mit Ortsbeauftragtem Florian Seemann und einem Kraftfahrer wurden dann dringend benötigte Materialien an zwei Bedarfsträger im Landkreis verteilt. Informationen zu den Einsätzen des Technischen Hilfswerkes während der Corona- Pandemie finden Sie auch unter www.thw.de.

Update, 18.25 Uhr - Söder hält zweite Regierungserklärung zu Corona

Einen Monat nach der ersten Regierungserklärung zum Coronavirus will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch am Montag (10 Uhr) im Landtag über die Folgen der Pandemie sprechen. Im Fokus dürften dabei die in der vergangenen Woche vom Kabinett beschlossenen - und ab morgen geltenden - Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen stehen. 

Unter anderem ist es ab dem 20. April in Bayern wieder erlaubt, sich auch mit einer Person zu treffen, mit der man nicht in einem Haushalt lebt. Auch dürfen Baumärkte und Gärtnereien wieder öffnen. Und für den 27. April ist unter anderem die schrittweise Öffnung der Schulen für Abschlussklassen geplant.

Der Freistaat geht damit bei der Abkehr der Corona-Beschränkungen langsamer vor, als die restlichen Bundesländer. Söder begründete dies mehrfach mit der besonderen Lage, in der Bayern in der aktuellen Krise stecke. In keinem anderen Bundesland sind mehr Infektionen und auch mehr Todesfälle aufgrund von Sars-CoV-2 bekannt.

Nach der Regierungserklärung stehen im Plenum auch noch Beratungen zum Nachtragshaushalt sowie zu anderen Gesetzesvorhaben der Staatsregierung während der Corona-Pandemie an. Der zweite Nachtragshaushalt in wenigen Wochen ist notwendig, da der Freistaat seine Finanzhilfen für die Wirtschaft deutlich erhöhen will. In Summe sieht der Rettungsschirm ein Volumen von 60 Milliarden Euro vor.

Dabei dürfte auch die jüngste Kritik des Obersten Rechnungshofes zur Sprache kommen. Die Behörde hatte unter anderem moniert, dass zur Finanzierung des im Rettungsschirm geplanten Bayern-Fonds Schulden in einem Extrahaushalt aufgenommen werden sollen und nicht direkt im Staatshaushalt. Ein solcher Schattenhaushalt entziehe sich der wichtigen parlamentarischen Kontrolle.

Update, 17.40 Uhr - Die Lage in den Seniorenheim des Landkreises Rosenheim

Im Landkreis Rosenheim gibt es aktuell über 60 Alten- und Pflegeeinrichtungen. Grundsätzlich ist es Aufgabe der Heimbetreiber, den Betrieb sowie die medizinische und pflegerische Versorgung der Bewohner sicherzustellen. Doch auch für die Alten- und Pflegeheime in der Region ist die Corona-Pandemie eine besondere Zeit und mit besonderen Herausforderungen verbunden. In den Einrichtungen gibt es vor allem einen großen Bedarf an Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel. Darum werden neben Krankenhäusern vor allem auch die Alten- und Pflegeheime vorrangig mit Schutzausrüstung, Masken und Desinfektionsmittel beliefert. 

Bei vier der über 60 Einrichtungen gab es dringenden Bedarf an zusätzlichen Pflegekräften, um das vorhandene Personal zu entlasten. Drei der Einrichtungen im Landkreis Rosenheim wurden bereits personell unterstützt. Eine weitere Einrichtung bekommt im Laufe der Woche zusätzliche Pflegekräfte zur Entlastung. Das zusätzliche Personal stammt aus eigener Organisation der Heime, aus dem Pflegepool sowie vom Bayerischen Roten Kreuz

Vereinzelt wurden auch Bewohner verlegt, was für eine weitere Entlastung gesorgt hat. Solange die Versorgung der Bewohner sowohl in pflegerischer als auch in medizinischer Hinsicht gewährleistet werden kann, wird versucht, sie in ihrer gewohnten Umgebung zu lassen. Zusätzlich gibt es in jedem Alten- und Pflegeheim einen Pandemiebeauftragten. Parallel wurde allen Einrichtungen bereits eine Schulung zum richtigen Umgang mit Schutzausrüstung und zur Optimierung des Ablaufs im Hygieneprozess angeboten, die von den meisten Einrichtungen genutzt wurde. 

Mit allen Alten- und Pflegeeinrichtungen stehen das Gesundheitsamt Rosenheim, die Heimaufsicht sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim im engen Austausch. Bei etwa der Hälfte dieser Einrichtungen gab es bereits Termine vor Ort, um sich ein direktes Bild zu machen und um zu besprechen, was die Heime benötigen und wie sie noch besser unterstützt werden können. Die verbleibenden Heime im Landkreis Rosenheim werden noch in dieser Woche besichtigt.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Am Beispiel von Feldkirchen-Westerham (Landkreis Rosenheim) beleuchten wir konkret auch ein Altenheim in der Region. Den Artikel unserer Reporterin Marina Birkhof über die aktuellen Strapazen und besonderen Momente dort lest Ihr am Montag hier. 

Update, 17.15 Uhr - Wie geht es unseren Partnerstädten in Europa?

Schwierig ist die Lage wegen des Coronavirus derzeit überall in Europa, aber wie sieht es in unseren Partnerstädten aus? Unser Reporter Heinz Seutter hat sich umgehört, wie die Lage in den befreundeten Städten von Laufen, Altötting, Traunstein, Rosenheim und Neumarkt-St.Veit ist - Stimmungsbilder aus Portugal, England oder Italien. 

Update, 16.35 Uhr - Zahlen zeigen: So weit ist uns Österreich in der Corona-Eindämmung voraus

Auch in Bayern gehen die Zahlen an Neuinfizierten zurück, aber ein Blick über die Grenze zeigt: Österreich ist uns mindestens einen Schritt voraus. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit meldet am Sonntag 532 Fälle mehr als am Vortag, in Österreich konnte die Zahl der Neuinfizierten jetzt erstmals seit dem Höhepunkt unter die 100-Personen-Marke gedrückt werden - in den vergangenen 24 Stunden wurden nur noch 78 Neuerkrankungen gezählt. In Tirol kam seit Samstagabend kein einziger Neuinfizierter hinzu. Zur Relation: Bayern hat rund 13 Millionen Einwohner, Österreich etwa neun Millionen. 

Die Zahlen der Johns-Hopkins-Universität im Vergleich: 

Österreich

Bayern

Deutschland

Infizierte gesamt

14.696

37.786

143.779

Genesene

10.501

21.620

88.000

Infizierte aktuell

3.796

14.895

51.236

Verstorbene

452

1271

4543

Hier findet Ihr weitere Zahlen aus Ländern weltweit

Update, 15.55 Uhr - Wenige Neuinfektionen und keine neuen Todesfälle in Traunstein und Mühldorf

Das Traunsteiner Gesundheitsamt veröffentlicht die neuesten Zahlen: 16 Neuinfizierte kamen seit Samstag hinzu, damit liegt die Gesamtzahl an Corona-Fällen im Landkreis nun bei 924. In dieser Zahl sind aber die 217 Geheilten und 30 Verstorbenen ebenso enthalten. Neue Todesfälle müssen nicht vermeldet werden. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 68 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich elf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein und fünf in Trostberg).

Auch im Landkreis Mühldorf kamen im Vergleich zum Vortag nur fünf neue bestätigte Corona-Fälle hinzu - drei von ihnen sind über 60 Jahre alt. Die Zahl der Verstorbenen bleibt unverändert. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 440 bestätigte Corona-Fälle vor, davon sind insgesamt 237 Personen bereits wieder genesen, 19 davon werden stationär behandelt. 

Update, 15.20 Uhr - Freie Wähler wollen Maskenpflicht und Gastro-Lockerungen

Die Freien Wähler, Teil der Regierungskoalition im Freistaat, preschen nach vorne: Die Partei von Hubert Aiwanger fordert nun eine vierwöchige Maskenpflicht, wie der Merkur berichtet - ab sofort und für vier Wochen. Gelten soll sie bei Einkäufen und im öffentlichen Nahverkehr. Schals, Tücher oder selbstgenähte Masken sollen genauso akzeptiert werden. 

Damit nicht genug: Die Freien Wähler fordern außerdem, dass im Mai die Vorschriften für Wirtshäuser gelockert werden. Es soll ein abgestuftes Konzept zur Wiedereröffnung geben, mit zwei Meter Mindestabstand zwischen den Gästen und Öffnungszeiten zumindest bis 20 Uhr. In der jüngsten Pressekonferenz machte Ministerpräsident Markus Söder den Wirten dagegen noch wenig Hoffnung auf eine baldige Lockerung. "Wenn wir Glück haben, könnte es Pfingsten eine bessere Perspektive für das Hotelgewerbe und die Gastronomie geben", so Söder jüngst gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Update, 15 Uhr - Bund will bis zu zwölf Milliarden Schutzmasken anschaffen

In Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen gilt ab Montag in Teilen des öffentlichen Lebens eine Schutzmaskenpflicht. Derartige Vorschriften werden auch bundesweit diskutiert, vorgesehen sind sie aber noch nicht. Trotzdem will die Bundesregierung vorsorgen: "Wenn wir allen Menschen in Deutschland das Arbeiten, Einkaufen und Busfahren mit Mundschutz ermöglichen möchten, brauchen wir zwischen acht und zwölf Milliarden Masken pro Jahr", so Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Interview mit der "Bild am Sonntag".

Die ersten Zuschläge für die Produktion in Deutschland für medizinische Masken sind laut Altmaier diese Woche vergeben worden. Man könne den Unternehmen nicht vorschreiben, was sie produzieren sollen, doch mit Investitionszuschüssen und Abnahmegarantien wolle man Anreize für die Maskenproduktion setzen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Update, 14.30 Uhr - Weiterer Todesfall im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert am Sonntag, dass es mittlerweile insgesamt 255 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt. Das bedeutet einen Anstieg um fünf Corona-Infektionsfälle im Vergleich zum Vortag. Seit dem letzten Meldezeitpunkt (18. April) ist aber leider auch ein weiterer Todesfall zu vermelden. 

Eine 78-jährige Patientin, bei der eine Covid-19-Infektion diagnostiziert wurde, ist verstorben. Somit erhöht sich die Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Sterbefälle im Berchtesgadener Land auf insgesamt 14. Bei den bereits am Samstag gemeldeten vier Todesfällen handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 88 bzw. 92 Jahren und um zwei Männer, 76 bzw. 88 Jahre alt.

Aktuell befinden sich noch 97 Covid-19-Patienten in Behandlung, das sind 17 weniger im Vergleich zum Samstag. Bei diesen Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen wie z. B. eine häusliche Quarantäne ein. Gegenwärtig befinden sich 146 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 578 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile aus der Quarantäne entlassen worden.

Zum heutigen Meldestand sind im Landkreis Berchtesgadener Land insgesamt 60 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, neun davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung. Diese 60 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 255 bestätigten BGL-Corona-Fälle. 144 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen.

Update, 13.45 Uhr - Wann darf man wieder in heimischen Seen und Schwimmbäder?

Eine Frage, die sich vor allem bei den frühlingshaft warmen Temperaturen stellt: Wann dürfen wir wieder baden gehen? Inwieweit die Seen und Bäder in Burghausen und Altötting schon vorbereitet wären, welche Restriktionen und Lockerungen gelten, dazu hat unser Reporter Jens Zimmermann Stimmen eingeholt

Update, 13.05 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Rosenheim

37 neue Fälle von Corona-Infektionen meldet das Rosenheimer Gesundheitsamt, insgesamt also 2160 Fälle - doch gleichzeitig wird angemerkt: "Nach Abzug der Zahl der Genesenen hat sich die Zahl der aktuell noch Infizierten seit mehreren Tagen kaum verändert." Denn in die Gesamtzahl von 2160 Fällen fließen auch die wieder Gesundeten, sowie Verstorbene ein. Mittlerweile wurde bei mindestens 575 Personen eine Genesung dokumentiert. 104 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 4 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt.

295 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 50 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an belegten Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt. Nach Auftragung der Fallzahlen im Diagramm flacht die Kurve im Verlauf weiter ab. „Dies ist zusammen mit der steigenden Verdoppelungszeit ein deutliches Zeichen, dass die Ausgangsbeschränkungen Wirkung zeigen.“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.

Die Statistik vom Sonntag, 19. April

Update, 12.45 Uhr - Illegale Partys in München und Niederbayern

5300 Kontrollen führte die Münchner Polizei am Samstag und bis Sonntagmorgen durch, 259 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen mussten dabei verhängt werden. Unter anderem wurde in der Nacht auf Sonntag eine Party im Stadtteil Am Hart aufgelöst, wie die Münchner Polizei nun mitteilt. Neun Personen, alle zwischen 16 und 21 Jahre alt, feierten dort. Der Hinweis darauf kam aus der Bevölkerung, doch bereits beim Eintreffen bemerkten die Beamten die jungen Leute auf dem Balkon

Einer der Feiernden, ein 21-jähriger Münchner, wollte die vier Polizeistreifen noch im Treppenhaus am Betreten der Wohnung hintern. Er stellte sich den Beamten in den Weg und versuchte die Tür zu schließen. Laut Polizei war er aggressiv und verweigerte den Zutritt. Er musste von den Beamten überwältigt und gefesselt werden. Dabei wurden drei Beamte leicht verletzt. Sie waren alle weiterhin dienstfähig.

Wie berichtet wurden vergangene Nacht auch in Niederbayern vier Partys aufgelöst. Die Polizei musste drei Privatpartys in Straubing und eine in Arnstorf (Kreis Rottal-Inn) beenden. In Straubing handelte es sich um eine Grillfeier mit fünf Personen sowie zweimal um Geburtstagsfeiern, bei denen einmal neun und einmal 14 Menschen zusammenkamen. In Arnstorf waren es sieben Leute, die ein Lagerfeuer veranstalteten. Alle wurde wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Update, 11.55 Uhr - Polizei stoppt Europa-Städtetouristen bei Siegsdorf

Darüber könne man "nur verwundert den Kopf schütteln", berichtet die Polizei jetzt über einen Fall aus Siegsdorf vom Freitag, 17. April: Eine Streife kontrollierte eine Auto mit drei Franzosen an Bord, ein 37-jähriger Mann, seine 38-jährige Partnerin und ihr gemeinsames Kleinkind. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass die Familie zuvor daran gescheitert war nach Österreich einzureisen - sie gaben dort nämlich an, sich auf einer "europaweiten Städtetour" zu befinden, so die Polizei. 1400 Kilometer hatten die Franzosen schon heruntergespult.

Doch es kommt noch "besser": Die Polizei fand heraus, dass das Pärchen drei ihrer weiteren Kinder - allesamt minderjährig - einfach daheim in Frankreich gelassen hat. "Die Kinder hatten sich deshalb bereits an die französische Polizei gewandt", teilt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd weiter mit. Die Franzosen mussten in Siegsdorf ein Bußgeld zahlen und die Polizei hofft nun, dass sie sich auf dem Heimweg befinden. "Glücklicherweise stellen Sachverhalte wie länderübergreifende Städtetouren mit dem Auto in dieser Zeit die absolute Ausnahme dar", so Polizeipräsident Robert Kopp. 

Überhaupt ist die Polizei ansonsten recht zufrieden mit der Disziplin der Menschen im südlichen Oberbayern: "Wie in den Wochen zuvor, fällt auch die Bilanz nach der nun mehr vierten Woche positiv aus. Fast alle Menschen akzeptieren die Regeln und halten sich nach wie vor an die Beschränkung." Bei 13.000 Kontrollen in dieser Woche im südlichen Oberbayern mussten 791 Anzeigen wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkung erstattet werden. 

Update, 11.25 Uhr - So geht es ab Montag an den Hochschulen weiter

Es könne "kein perfektes, aber doch ein sehr gutes Semester" werden, so Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler in einer aktuellen Pressemitteilung. Am morgigen Montag, den 20. April, beginnt an den Hochschulen wieder die Vorlesungszeit für rund 350.000 Studenten - aber anders als gewohnt: alles wird online erfolgen, nur Prüfungen und bestimmte Praxisveranstaltungen seien im Einzelfall ab 27. April möglich und das auch nur bei strengen Hygienemaßnahmen. 

Für das kommende Sommersemester gilt laut Wissenschaftsministerium:

  • Bei Prüfungen im Sommersemester 2020 sind die Hochschulen bestrebt praktikable Formate zu finden. Mit Blick auf ihren Lernfortschritt liegt es im eigenen Interesse der Studenten, diese Angebote wahrzunehmen.
  • Damit Studenten keine Nachteile aufgrund prüfungsrechtlicher Regeltermine und Fristen sowie der Regelstudienzeit entstehen, wird aktuell an einer Regelung gearbeitet, nach der sich Fachsemester- bzw. Regelstudienzeiten-gebundene Regeltermine und Fristen automatisch verschieben bzw. verlängern.
  • Wissenschaftsminister Bernd Sibler wird sich dafür stark machen, dass für Studenten hinsichtlich BAföG, Kindergeld oder Krankenversicherung flexible Regelungen gefunden werden und ihnen, auch was die Regelstudienzeit anbelangt, keine Nachteile entstehen.
Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler.

Update, 10.40 Uhr - Vier Privatpartys in Niederbayern von Polizei aufgelöst

In Niederbayern wurde sich in vier Fällen in der vergangenen Nacht nicht an die Kontaktverbote gehalten. Die Polizei musste drei Privatpartys in Straubing und eine in Arnstorf (Kreis Rottal-Inn) auflösen. In Straubing handelte es sich um eine Grillfeier mit fünf Personen sowie zweimal um Geburtstagsfeiern, bei denen einmal neun und einmal 14 Menschen zusammenkamen. In Arnstorf waren es sieben Leute, die ein Lagerfeuer veranstalteten. Alle wurde wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Update, 10 Uhr - Tiroler Soldaten kontrollieren Wanderer

Auch solche Bilder gehören wohl leider zur Corona-Pandemie: Das Militärkommando Tirol veröffentlichte auf Facebook am Samstag Fotos, wie sie Wanderer am Hechtsee, zwischen Kufstein und Kiefersfelden, kontrollieren. Wanderer aus Deutschland würden erfasst und zurückgeschickt, heißt es. Seit Freitag werden solche Kontrollen durchgeführt. Es handle sich um einen "Sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz 'Grenzraumüberwachung'". 

Das Militärkommando Tirol erklärt die Fotos: "Die Soldaten erfüllen damit den gesetzlichen Behördenauftrag und haben dies mit ihrer zugewiesenen Waffe durchzuführen." Die Kontrollen seien bisher freundlich und ohne Zwischenfälle verlaufen - man sehe sich als "Helfer zum Schutz der Bevölkerung in der Coronakrise".

Update, 9.45 Uhr - Neue Zahlen aus dem Landkreis Altötting

Das Altöttinger Gesundheitsamt informiert mit den neuen Zahlen der Covid-19-Erkrankungen im Landkreis: Aktuell wurde bei 522 Bürgern eine Infektion nachgewiesen - im Laufe des Samstags also nur ein leichter Anstieg um sechs weitere Personen. Neue Todesopfer gibt es glücklicherweise nicht. 23 Personen mussten, Stand heute, ihr Leben in Folge einer Coronainfektion lassen. 184 Menschen aus dem Landkreis Altötting sind nach der Infektion inzwischen auch wieder genesen. 

Update, 9.10 Uhr - Urlaub in Österreich heuer möglich?

Vor allem für Touristiker und Gastronomen könnte das Jahr 2020 ein völliger Einbruch werden. Gerade in Österreich spielt der Tourismus eine große Rolle, vor allem auf deutsche Urlauber ist man angewiesen. Das Land scheint sich langsam vom Coronavirus zu erholen - und denkt laut über das Tourismusjahr 2020 nach.  

Der Fremdenverkehr wäre "tot", wenn die Grenzen für deutsche Urlauber heuer nicht geöffnet würden, so Tourismusexperte Andreas Reiter gegenüber der "Kleinen Zeitung". Auch der Politik in Österreich scheint das bewusst zu sein: Bis Ende des Monats soll ein Stufenplan zum Hochfahren von Gastronomie und Tourismus vorliegen. "Eine Lockerung der Maßnahmen können wir Schritt für Schritt in Aussicht stellen. Wir planen durchaus auch, dass es im Sommer Ferientourismus geben wird", so Ministerin Elisabeth Köstinger gegenüber der "Presse".

Dass Köstinger damit nicht nur den Tourismus im eigenen Land, sondern explizit auch Urlauber aus Deutschland meint, macht sie im "Presse"-Interview auch klar: "Wenn Länder auf einem sehr guten Weg sind, wie beispielsweise Deutschland, dann gibt es durchaus auch die Möglichkeit, dass man sich bilateral einigt." Die Hoffnungen der einheimischen Touristiker, dass traditionelle Österreich-Urlauber heuer in Bayern halt machen, wäre dann wohl zerschlagen. 

Update, 8 Uhr - Trotz Ausgangsbeschränkung und betrunken: Mann fährt mit Auto gegen Hauswand

Am Abend des 18. April kam es in der Salzburger Str. in Wasserburg am Inn, auf Höhe des S4 Einkaufszentrums, zu einem Verkehrsunfall. Ein 31-jähriger Mann aus dem Gemeindebereich Edling fuhr mit seinem Audi gegen 21 Uhr vom Burgerfeld kommend stadteinwärts. In der Kurve zum Gimpelberg hinauf verlor er die Kontrolle über Fahrzeug, überfuhr zunächst ein Verkehrszeichen und prallte im Anschluss daran gegen die Hausmauer des Einkaufszentrums.

Es entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 6.000 Euro. Der Fahrer blieb unverletzt, die Unfallursache war jedoch schnell klar: Er hatte über 1,5 Promille Alkohol im Blut.

Nun erwartet den 31-jährigen eine Anzeige wegen einer Gefährdung des Straßenverkehrs infolge Alkohol. Ferner wurde sein Führerschein vorläufig sichergestellt.

Außerdem wurde gegen ihn eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet, da der Audi-Lenker, wie sich im Verlauf der Unfallaufnahme herausstellte, keinen triftigen Grund für seine Fahrt vorweisen konnte.

Pressemeldung Polizei Wasserburg

Erstmeldung

In Bayern sind inzwischen 37.254 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das sind 734 Fälle mehr als am Vortag, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mitteilte.

Im Landkreis Mühldorf gibt es, Stand Samstag, 14 Uhr, sechs neue bestätigte Corona-Fälle, wie das Landratsamt nun mitteilt. Insgesamt sind es demnach 435 Fälle im Landkreis. 234 von ihnen sind aber schon wieder genesen. Auch einen weiteren Todesfall gibt es: Ein 98-Jähriger, der mit dem Corona-Virus infiziert war, ist verstorben.

Ein Plus von 21 neuen Coronavirus-Infizierten meldet das Gesundheitsamt Traunstein. Insgesamt sind es jetzt 908 Corona-Fälle im Landkreis. Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 217 Personen. Eine weitere verstorbene Person ist zu beklagen, es handelt sich um eine 91-jährige Frau.

Das Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 250 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis gibt (Meldestand: 18. April, 10 Uhr). Das bedeutet einen Anstieg um einen Corona-Infektionsfall im Vergleich zum Vortag. 123 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Leider sind aber auch vier weitere Patienten, bei denen eine Covid-19-Infektion diagnostiziert wurde, seit dem letzten Meldestand verstorben.

Insgesamt 2123 Fälle von COVID-19 sind bisher in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Gegenüber dem Donnerstag entspricht das einem Plus von 21 neuen Fällen. Das ist die geringste Zahl an Neuinfektionen in Stadt und Landkreis innerhalb eines Tages seit 22. März. Während der Osterfeiertage wurden keine Zahlen übermittelt. Mittlerweile wurde bei mindestens 440 Personen eine Genesung dokumentiert.

102 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben, das sind drei mehr als am Tag zuvor.

Das Landratsamt Altötting veröffentlichte nun neue Zahlen: Im Laufe des Freitags ist wieder ein Todesopfer an einer Erkrankung in Folge des Coronavirus zu beklagen. 

jv

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