News-Ticker zur Corona-Pandemie

Merkel unterstützt Sammlung von Milliarden für einen Corona-Impfstoff

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Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Freitag, 1. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2.510, Landkreis Traunstein 1.199, Landkreis Berchtesgadener Land 282, Landkreis Mühldorf 485, Landkreis Altötting 582
  • Todesfälle: Rosenheim 158, Traunstein 62, Berchtesgadener Land 21, Mühldorf 23, Altötting 44
  • Mindestens 6.481 Todesopfer in Deutschland (1.886 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (verlängert bis vorerst 10. Mai)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
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Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 19.35 Uhr - Merkel unterstützt Sammlung von Milliarden für einen Corona-Impfstoff

Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere Staats- und Regierungschefs haben einen Aufruf zur Sammlung von 7,5 Milliarden Euro für Impfstoffe und Arzneien gegen das Coronavirus gestartet. Sie äußerten sich vor einer für Montag geplanten internationalen Geberkonferenz in einem gemeinsamen Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag).

"Wir werden alle unsere eigenen Zusagen auf den Tisch legen, und wir freuen uns, von Partnern aus der ganzen Welt begleitet zu werden", heißt es in dem Aufruf. "Die Mittel, die wir mobilisieren, werden eine beispiellose globale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Regulierungsbehörden, Industrie und Regierungen, internationalen Organisationen, Stiftungen und Vertretern des Gesundheitswesens in Gang setzen."

Unterzeichnet haben neben Merkel der französische Präsident Emmanuel Macron, Italiens Regierungschef Giuseppe Conte, die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg, EU-Ratschef Charles Michel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Von der Leyen hatte die Konferenz Mitte April angekündigt.

Ziel ist es, weltweit die Kräfte zur Entwicklung von Impfstoffen, Arzneien und Tests gegen das Coronavirus zu bündeln. Sobald die Mittel gefunden sind, sollen sie zu erschwinglichen Preisen weltweit verfügbar gemacht werden. Die anvisierten 7,5 Milliarden Euro gelten als Anschubfinanzierung. Das Geld soll in erster Linie an anerkannte globale Gesundheitsorganisationen fließen. dpa

Update, 18.20 Uhr - Auch Bayern-Stars auf Corona getestet

Der FC Bayern hofft wie andere Clubs auf eine Genehmigung der Behörden, damit er bald wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen kann. Nachdem die Vereine der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Donnerstag damit begonnen haben, Spieler, Trainer und Betreuer auf das Coronavirus zu testen, wurden auch beim deutschen Fußball-Rekordmeister nach dpa-Informationen vom Freitag Tests vorgenommen.

Die Münchner sind seit vier Wochen wieder im Training auf dem Platz, allerdings bislang nur in Kleingruppen. Ein konkretes Datum für die Rückkehr zum Teamtraining gibt es für den Tabellenführer von Trainer Hansi Flick nicht.

Regelmäßige Kontrollen sind ein Teil des DFL-Konzepts, um noch im Mai die Bundesliga-Saison mit Geisterspielen fortsetzen zu können. Dazu sollen sich die Spieler möglichst nur auf dem Trainingsgelände, im Hotel und zu Hause aufhalten. Damit soll die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus so gering wie möglich gehalten werden.

dpa

Update, 17.21 Uhr - Demonstrationen zum 1. Mai in Bayern: Corona-Auflagen überwiegend eingehalten

Unter strengen Corona-Auflagen haben in Bayern zum 1. Mai mehrere kleinere Demonstrationen stattgefunden. "Die Regeln wurden größtenteils überall eingehalten", sagte ein Polizeisprecher in Nürnberg am Freitag. Zwar habe sich nach einer Veranstaltung am Petra Kelly Platz ein "Spaziergang" mit rund 300 Menschen gebildet, jedoch wurden die nötigen Abstandsregeln eingehalten. Erlaubt waren eigentlich nur maximal 50 Demonstranten gleichzeitig.

Auch in München versammelten sich einem Polizeisprecher zufolge bei einer Demonstration an der Schwanthalerstraße statt 50 zeitweise 300 bis 350 Menschen. Die Demonstranten zogen unter Einhaltung der Abstandsregeln weiter bis zum Sendlinger Tor, wie der Polizeisprecher weiter sagte. Der Zug sei kurzfristig vom bayerischen Verwaltungsgerichtshof erlaubt worden.

Wegen des Coronavirus konnten dieses Jahr nur wenige Veranstaltungen und Demonstrationen zum 1. Mai stattfinden. Vor einem Jahr hatten die Gewerkschaften in Bayern rund 75 000 Menschen zu ihren Kundgebungen gelockt. Dieses Jahr gab es stattdessen Videobotschaften und Online-Aktionen. So rief beispielsweise der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in München dazu auf, sich mit Spielzeug oder Gummibärchen eine eigene Demo zu basteln und ein Foto oder Video davon im Netz zu posten.

dpa

Update, 16.40 Uhr - Gefahr am Innkanal – DLRG warnt

Seit Beginn der Corona-Beschränkungen sind laut dem Deutschen Lebens-Rettung-Gesellschaft (DLRG) Kreisverband Mühldorf noch mehr Personen am beliebten Innkanal unterwegs. „Sieben mal wurden wir bisher seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen allein an den Innkanal alarmiert“, so Alexander Fendt, Leiter Einsatz im DLRG Kreisverband Mühldorf a. Inn in einer Pressemitteilung.

Bei vielen Einsätze handelte es sich um Tierrettungen. „Gerade bei Hunden im Wasser ist häufig das Problem, dass Herrchen oder Frauchen eigene Rettungsversuche starten und sich so in Lebensgefahr bringen – gerade in einem gefährlichen Gewässer wie dem Innkanal ertrinken häufig die Menschen, während die Hunde es doch wieder nach draußen schaffen.“, so Fendt.

Besonders auf der Berme (dem letzten Absatz am Wasser) sei die Gefahr groß. Zuletzt befand sich ein betrunkener Jugendlicher auf einer Berme, konnte das Wasser aber zum Glück selbst verlassen. Am Donnerstag sonnte sich eine Person in diesem gefährlichen Bereich. „Man geht auch nicht auf dem Standstreifen der Autobahn spazieren“, zieht Fendt einen Vergleich. Zudem gehört der Innkanal samt Ufer dem Kraftwerksbetreiber – das Betreten ist verboten. Eine alarmierte Polizeistreife beendete diesen lebensgefährlichen Ausflug.

Absolut gefährlich – der Aufenthalt auf der Berme. Diese Person wurde am vergangenen Donnerstag von der DLRG auf der Berme festgestellt, die Polizei beendete diesen lebensgefährlichen Ausflug.

Das Wasser ist laut DLRG das ganze Jahr über extrem kalt. Zudem herrsche mit zwei bis drei Metern pro Sekunde eine hohe Fließgeschwindigkeit. „Gerade in der aktuellen Zeit müssen wir mit personellen wie auch materiellen Ressourcen haushalten – da dürfen vermeidbare oder durch Leichtsinn ausgelöste Einsätze nicht zusätzlich die Wasserrettungsorganisationen belasten.“, so Fendt.

Update, 15.53 Uhr - Erfreuliche Nachrichten aus Mühldorf

Wie das Landratsamt Mühldorf mitteilt, gab es im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn keine neuen bestätigten Corona-Fälle (Stand: 1. Mai 2020, 14.00 Uhr). Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf unverändert 485 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 353 wieder genesen, 21 davon werden stationär behandelt.

Update, 15.42 Uhr - Zwei Tote und zwölf neue Fälle im Landkreis Traunstein

Das Staatliche Gesundheitsamt Traunstein vermeldet soeben insgesamt 1.199 Coronafälle in Stadt und Landkreis Traunstein. Das ist ein Anstieg um zwölf Fälle im Vergleich zum Vortag (Stand: Freitag, 1. Mai, 15.30 Uhr). Am Donnerstag waren es sogar 40 Neuinfektionen. 

Zudem mussten leider zwei weitere Todesfälle bekannt gegeben werden. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Männer (zwischen 88 und 89 Jahren). Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 62 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Update, 15.24 Uhr - „Gmiatliche Wiesn“ in Feldkirchen abgesagt

Keine große Überraschung, aber jetzt auch offiziell: Der TV Feldkirchen 1903 e.V. muss seine beliebte „gmiatliche Wiesn“ am 9. August schweren Herzens ausfallen lassen. Somit findest erstmals seit der Erstaustragung im Jahre 1973 anlässlich der 70-Jahr-Feier des Vereins kein Volksfest an der Jahnstraße statt.

Aufgrund des Verbots von Großveranstaltungen bis Ende August fällt das Volksfest im Jahre 2020 ins Wasser. Davon betroffen ist ebenfalls das „MaxlRockt!FELDKIRCHEN“, welches am Vortag der Volksfesteröffnung stattgefunden hätte.

Update, 14.48 Uhr - Neue Zahlen aus Bayern

In Bayern sind inzwischen 42.916 Menschen positiv auf das Coronavirus (Sars-CoV-2) getestet worden. Gestorben sind bisher 1.886 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen (Stand: Freitag, 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 32.580 Menschen.

Oberbayern ist weiterhin mit fast der Hälfte der Fälle (19.407) und 674 Toten der zahlenmäßig am stärksten betroffene Regierungsbezirk im Freistaat.

Regierungsbezirk

Fälle

+ Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

+ Todesfälle

Oberbayern

19.407

(+ 249)

414,13

674

(+ 38)

Niederbayern

4.309

(+ 35)

347,91

226

(+ 3)

Oberpfalz

4.723

(+ 27)

425,78

282

(+ 14)

Oberfranken

3.260

(+ 38)

305,39

162

(+ 5)

Mittelfranken

4.305

(+ 26)

243,17

211

(+ 4)

Unterfranken

3.255

(+ 30)

247,13

162

(+ 4)

Schwaben

3.657

(+ 16)

193,72

169

(+ 2)

Gesamtergebnis

42.916

(+ 421)

328,19

1.886

(+ 70)

Update, 14.33 Uhr - Ein neuer Fall und ein weiterer Toter im Landkreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land gab soeben bekannt, dass sich seit Beginn der Corona-Pandemie 282 Personen im Landkreis Berchtesgadener Land am Coronavirus infiziert haben (Stand: 1. Mai, 14 Uhr). Damit kam ein neuer Fall im Vergleich zum Vortag hinzu. 

Seit gestern ist ein weiterer COVID-19-Patient, ein 74-jähriger Mann, verstorben. Die Gesamtzahl beläuft sich nun auf 21. Von den insgesamt 282 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2- Fällen sind bisher 232 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Dies entspricht einem Anteil von 82,3 Prozent an den insgesamt bestätigten Corona-Fällen.

Aktuell befinden sich in den Kliniken im Berchtesgadener Land noch 58 COVID-19-Patienten in stationärer Behandlung (ein Patient mehr im Vergleich zum Vortag), davon weiterhinsieben Patienten in intensivmedizinischer Betreuung. Viele dieser 58 Patienten haben aber ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten 282 BGL-Corona-Fälle.

Update, 13.55 Uhr - Erleichterungen bei Besuchsverbot in Altenheimen? 

In einer Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege äußert sich Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml zu einer Prüfung, ob es Erleichterungen bei dem zum Schutz vor Corona-Infektionen erlassenen Besuchsverbot für Altenheime und Pflegeeinrichtungen geben kann. 

"Wir wissen, dass das Besuchsverbot sehr belastend für die Betroffenen ist. Deshalb erarbeiten wir derzeit Vorschläge und überlegen zum Beispiel, ob es auch von festen Kontaktpersonen Besuche geben kann. Wir wollen Lösungen finden, die dem Infektionsschutz dienen und gleichzeitig das Problem der Einsamkeit bei einem Besuchsverbot lösen“, so Huml am Freitag. 

Die Ministerin erläuterte: "Pflegebedürftige Menschen in Pflegeeinrichtungen sind durch die Corona-Pandemie besonders gefährdet. Bundesweit beobachten wir in Pflegeeinrichtungen Ausbruchsgeschehen mit oftmals bestürzenden Todeszahlen. Es ist daher von herausragender Bedeutung, Infektionen zu verhindern und Infektionsketten zu unterbrechen. Es ist eine schwierige Gratwanderung zwischen einem wirksamen Infektionsschutz durch Kontaktbeschränkungen und der Aufrechterhaltung der Teilhabe am sozialen Leben."

Update, 13.11 Uhr – 146 Anzeigen in München 

Mehr als 5.200 Kontrollen hat die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis München zwischen Donnerstag, 6 Uhr, und Freitag, 6 Uhr, durchgeführt, um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen. Insgesamt gab es 146 Anzeigen, 115 davon betrafen die Ausgangsbeschränkung und 27 die Maskentragepflicht. 

In diesem Zuge erwähnt die Polizei, dass zwar die überwiegende Zahl der Fahrgäste die Trageverpflichtung eines Mund- und Nasenschutzes in den Fahrzeugen des ÖPNV befolgen würden. Dennoch komme es zu Unklarheiten zur Trageverpflichtung in den Wartebereichen und auf den Bahnsteigen gerade auch bei Bussen und Trambahnen. 

Die sogenannte „Maskenpflicht“ gelte an den Haltestellen, in den Wartebereichen und an Bahnsteigen sowie auch an den Querbahnsteigen des ÖPNV. Erst wenn diese Bereiche verlassen werden, würde diese enden. Dies zähle auch für Bereiche, an denen es eine Mischnutzung von Fern- und Nahverkehr gibt.

Update, 12.29 Uhr - Weitere elf Tote im Raum Rosenheim

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim meldete zum letzten Messzeitpunkt (Stand: 30. April, 18 Uhr) 33 neue Coronafälle. Damit steigt die Gesamtzahl der infizierten Personen in Stadt und Landkreis Rosenheim auf 2.510 Personen. Am Vortag gab es dagegen nur 17 neue Infizierte. 

Zudem wurden elf weitere Todesfälle bekannt. Am Donnerstag hatte das Landratsamt insgesamt noch 147 verstorbene Personen gemeldet, am Freitag waren es hingegen 158.

Update, 11.58 Uhr - Wacker Chemie AG schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit 

Im Rahmen der Bekanntgabe der Quartalszahlen hat die Wacker Chemie AG bekannt gegeben, dass das Unternehmen einige Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken wird. Zwar würden sich die Auswirkungen der Corona-Krise für den Chemie-Konzern noch in Grenzen halten, dennoch gehe das Unternehmen davon aus, dass sie die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sehr viel deutlicher spüren werden. 

„Wir steuern deshalb mit Kurzarbeit gegen. In mehreren produktionsnahen und administrativen Einheiten an unseren deutschen Standorten haben wir die Einführung von Kurzarbeit zum 1. Mai bereits beschlossen, ebenso in unserer Polysiliciumproduktion“, so Konzernchef Rudolf Staudigl. Laut einem Bericht der PNP würden es sich um 500 Mitarbeiter am Burghauser Standort handeln.

Im ersten Quartal hat Wacker ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe von 174,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Das ist ein Anstieg von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (142,0 Millionen Euro). Die Prognose für das laufende Jahr stehe wegen der möglichen Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft aber unter Vorbehalt. Die Risiken, die sich daraus für die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ergeben, würden sich zunehmend konkretisieren

Update, 11.20 Uhr - Ist ein Sommerurlaub möglich? 

Diesen Aspekt thematisierten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf der Pressekonferenz am Donnerstag. „Das kann heute nicht überblickt werden“, sagte Merkel. Dennoch würde in Deutschland schon auf einem sehr komfortablen Niveau diskutiert werden. In einigen europäischen Ländern bestehe noch der totale Lockdown

„Die Entscheidung darüber, ob die Grenzen offen sind oder nicht, trifft ja der Bund. Sollte das Reisen innerhalb Deutschlands aber möglich sein, kann ich jedem sagen, der in den Süden kommt, man muss nicht nach Österreich. Man kann auch in Bayern Urlaub machen“, wirbt Söder.

Update, 10.36 Uhr - So gut läuft die Maskenpflicht im ÖPNV 

Seit Montag, den 27. April, müssen Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Bahnhöfen, Haltestellen und in Servicecentern Mund und Nase mit einer Maske, einem Tuch oder Schal bedecken. Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer zieht in einer Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr eine erste positive Zwischenbilanz

„Die Maskenpflicht stößt auf große Akzeptanz“, beobachtete Verkehrsministerin Schreyer. „Rückmeldungen von den Verkehrsverbünden zeigen, dass diegroße Mehrheit der Fahrgäste eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, an vielen Stellen sind es 98 oder sogar 99 Prozent. Bewusste Verstöße gibt es kaum. Dafür bin ich sehr dankbar. Wenn jeder eine Maske oder Vergleichbares trägt und dabei auch weiterhin ausreichend Abstand hält, können wir die Infektionsgefahr reduzieren.“

Update, 9.50 Uhr - RKI: 1.639 Neuinfizierte, 193 weitere Tote in Deutschland 

Neue Zahlen vom Robert-Koch-Institut: Demnach ist die Zahl der Corona-Infektionen binnen eines Tages um 1.639 auf 160.758 gestiegen. 193 weitere Personen seien zudem gestorben. Insgesamt liege dieTotenzahl damit bei 6.481.

In Bayern zählt das Institut 42.489 Infizierte. Damit gebe es gegenüber dem Vortag 409 Personen mehr. Innerhalb der letzten 24 Stunden seien zudem 51 Menschen im Freistaat am Coronavirus gestorben, insgesamt seien es nun 1850.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle/ 100.000 Einw.

Todesfälle

Baden-Württemberg

31.919

+310

288

1.385

Bayern

42.489

+409

325

1.850

Berlin

5.887

+60

157

149

Brandenburg

2.872

+41

114

120

Bremen

859

+32

126

30

Hamburg

4.604

+42

250

163

Hessen

8.376

+72

134

360

Mecklenburg-Vorpommern

693

+3

43

18

Niedersachsen

10.141

+74

127

429

Nordrhein-Westfalen

33.058

+371

184

1261

Rheinland-Pfalz

6.086

+57

149

172

Saarland

2.581

+29

261

135

Sachsen

4.592

+31

113

162

Sachsen-Anhalt

1.564

+15

71

44

Schleswig-Holstein

2.714

+24

94

110

Thüringen

2.323

+69

108

93

Gesamt

160.758

+1.639

193

6.481

Update, 9.35 Uhr - Ausgangsbeschränkung in Österreich ausgelaufen

Während in Deutschland noch über die Lockerungen diskutiert wird, ist Österreich bereits einen Schritt weiter. Die seit dem 16. März geltenden Ausgangsbeschränkungen enden mit dem heutigen Freitag. Im öffentlichen Raum muss dennoch ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden. In allen öffentlichen geschlossenen Räumen gilt nun eine Mundschutzpflicht.

Ab dem 2. Mai dürfen dann auch alle Geschäfte wieder öffnen. Bisher musste ab einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern geschlossen bleiben. Auch Masseure, Fußpfleger und Friseure dürfen wieder ihrer Tätigkeit nachgehen. In der Gastronomie sollenLokale ab Mitte Mai aufsperren, Hotels dann ab dem 29. Mai.

Update, 8.50 Uhr - Söder drückt für Bayern auf die Bremse

Nach der Einigung von Bund und Ländern bezüglich weiterer Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen drückt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder für den Freistaat auf die Bremse. "Das, was beschlossen wurde, muss jetzt aufgearbeitet werden, muss in den nächsten Kabinettssitzungen beraten werden. Wir werden nächste Woche den entsprechenden Fahrplan in Bayern machen", sagte der CSU-Politiker. 

Unter anderem hatten sich die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel auf die Öffnung von Spielplätzen, Museen und Zoos geeinigt - aber nur unter Auflagen. Bei Spielplätzen geht es laut Söder etwa darum, in welcher Form und wie gesichert Öffnungen umsetzbar seien ohne die Ansteckungsgefahr wieder zu erhöhen. "Der Spielplatz ist eigentlich nicht das Wichtigste, sondern wichtig ist, dass wir Kitas und Schulen einen Weg finden", betonte Söder. 

In einem Facebook-Post betonte der Landeschef, dass man zwar weitere Schritte "zu einer Normalität mit Corona" unternehme, aber weiterhin "vorsichtig" und "geduldig" sein müsse.

Update, 8.05 Uhr - Diese Regeln werden nun (leicht) gelockert

Am Donnerstagnachmittag haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über die weiteren Schritte bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie beraten. Es gab einige Entscheidungen, andere wiederum wurden "vertagt".

Kontaktbeschränkungen:

Die Abstandsregeln für das öffentliche Leben bleiben vorerst bestehen. Ein konkretes Enddatum nannte Merkel am Donnerstag nicht - Kanzleramtschef Helge Braun hatte zuvor einen Zeitraum bis mindestens zum 10. Mai genannt. In Bayern wurden diese bereits verbindlich bis mindestens 10. Mai verlängert.

Spielplätze: 

Rutschen, Wippen und Schaukeln soll unter Auflagen wieder erlaubt werden. Merkel betonte allerdings, die endgültige Entscheidung über eine Öffnung träfen die Länder selbst. Bayern will hier behutsam vorgehen. Zudem könne es - wie auch bei anderen Themen - "regionale Abweichungen" geben, betonten Merkel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) unisono.

Museen, Zoos, Gedenkstätten:

Auch Museen, Zoos, Ausstellungen und Gedenkstätten sollen wieder öffnen dürfen. Warteschlangen sollen aber unbedingt vermieden werden. Damit die Abstandsregeln in kleinen und historischen Gebäuden eingehalten werden können, sollen Umbauten mit zehn Millionen Euro gefördert werden. Bayern hat hierzu noch keinen konkreten Termin genannt.

Gottesdienste:

Gemeinschaftliche Gottesdienste sollen ebenfalls wieder erlaubt werden - auch hier mit Abstands- und Hygieneregeln. Besondere religiöse Feste wie Taufen, Beschneidungen oder Hochzeiten sowie Trauergottesdienste sollen in kleinem Kreis wieder möglich sein. Einzelne Länder hatten auch hier schon Lockerungen vorgenommen oder angekündigt.

Schulen und Kitas:

Wann wieder mehr Kinder in Schulen und Kitas dürfen, bleibt offen. Bund und Länder wollen am 6. Mai genauer darüber beraten. Kanzleramtschef Helge Braun äußerte die Hoffnung, dass auch alle Kita-Kinder vor den Sommerferien noch einmal in Betreuung könnten. Bayern hatte die Schulen für die Abschlussklassen am Montag, 27. April, geöffnet.

Gaststätten und Hotels:

Hier gibt es keine Änderungen: Die Restaurants, Cafés und Hotels bleiben zu. Die Fachminister sollen bis zu der auf den 6. Mai folgenden Konferenz der Kanzlerin mit den Regierungschefs der Länder Vorschläge machen. Es gehe darum, Perspektiven aufzuzeigen, sagte Merkel. Auf die Frage, ob man diesen Sommer wohl wieder innerhalb Europas reisen könne, antwortete Merkel, das stehe jetzt noch nicht auf der Agenda.

Ladenöffnungen:

Keine Änderungen. Merkel verteidigte das umstrittene Verbot für größere Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern. Ziel sei es, nicht den gesamten "Personenverkehr" in den Innenstädten zu haben. Außerdem müsse man ausgewogen vorgehen, betonte die Kanzlerin. Der Einzelhandel hatte massive Kritik an der 800 Quadratmeter-Regel geübt.

Über 160.000 Infizierte nun in Deutschland

In Deutschland sind bis zum späten Donnerstagabend (News-Ticker Donnerstagmehr als 160.400 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag: mehr als 159.000 Infektionen). Mindestens 6.401 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag: 6.132). Das geht aus der neuesten Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor. Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Donnerstag bei 0,76. Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa sieben bis acht weitere Personen anstecken.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 42.400 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1.816 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 32.600 Fällen und mindestens 1.219 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 31.900 bestätigten Fällen und mindestens 1.387 Toten.

mw/jz

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