News-Ticker zur Corona-Pandemie

Freier und Prostituierte vergnügen sich trotz Verbot in München - Maskenpflicht ab morgen im Raum Rosenheim

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Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Dienstag, 21. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2.232, Landkreis Traunstein 959, Landkreis Berchtesgadener Land 263, Landkreis Mühldorf 448, Landkreis Altötting 547
  • Mindestens 4.598 Todesopfer in Deutschland (1.354 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (verlängert bis vorerst 3. Mai)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 20.40 Uhr: Stadtfest Freilassing fällt aus

Das Stadtfest Freilassing, das am 18. Juli auf dem Rathausplatz stattgefunden hätte, entfällt wegen der Corona-Pandemie für dieses Jahr ersatzlos. Diese Veranstaltung findet im Zweijahres-Rhythmus das nächste erst wieder im Sommer 2022 statt. Wir bitten um Verständnis für diese Entscheidung und wollen damit zum Ausdruck bringen dass uns die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger und unserer auswärtigen Gäste sehr am Herzen liegt. Ihre Stadt Freilassing.

Update, 19.30 Uhr: Freier und Prostituierte vergnügen sich trotz Verbot in München

Insgesamt über 6.100 Mal kontrollierte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis in der Zeit zwischen Montag, 6 Uhr, und Dienstag, 6 Uhr, die bestehenden Ausgangsbeschränkungen. Die Verstöße fielen mit 111 dabei relativ moderat aus. Allerdings nahmen es eine rumänische Prostituierte und ihr Freier mit den Ausgangsbeschränkungen und dem Infektionsschutzgesetz nicht so genau. Am Montagabend gegen 21.45 Uhr konnten Zivilbeamte beobachten, wie die 22-Jährige von einem Bordell im Münchner Norden mit einem Taxi zu einer Wohnung im Stadtteil Bogenhausen fuhr.

Dort ging die Frau in ein Mehrfamilienhaus. Beim Verlassen wurde sie von der Polizei kontrolliert. Im Rahmen des Gespräches gab die 22-Jährige von sich aus zu, dass sie soeben bei einem Freier sexuelle Handlungen gegen Entgelt durchgeführt hatte. Die Personalien dieses Kunden konnten durch die Beamten vor Ort ebenfalls ermittelt werden. Beide Personen erhielten entsprechende Anzeigen.

Update, 19.05 Uhr: Maskenpflicht ab morgen im Raum Rosenheim

Im Zuge der Corona-Krise ist das Fahrgastaufkommen im Rosenheimer Stadtbusverkehr massiv eingebrochen. Das eigenwirtschaftliche Betriebssystem funktioniert nicht mehr. Deshalb hat die Rosenheimer Verkehrsgesellschaft (RoVG) die Fa. Kroiss im Wege einer sog. Notvergabe mit der Fortführung des Stadtverkehrs beauftragt. Andernfalls hätte das Unternehmen den Verkehr aus wirtschaftlichen Gründen einstellen müssen.

Die inzwischen gefundene Lösung sieht vor, dass über eine Linienbedienung wie sie über den bisherigen Nachtverkehr gewährleistet wurde künftig eine Verkehrsleistung von rd. 8.000 Kilometern pro Woche aufrechterhalten werden kann. Dieses modifizierte Leistungsangebot der Fa. Kroiss umfasst die Linien „Corona NV 1“, „Corona NV 2“, „Corona NV 3“ sowie „Corona NV 9“. „Die Einstellung des gesamten Rosenheimer Stadtbusverkehrs wäre auch unter dem Vorzeichen der geltenden Ausgangsbeschränkungen unzumutbar. Gerade ältere und gehbehinderte Mitbürgerinnen und Mitbürger sind, auch unter den Vorzeichen von Corona, auf einen funktionierenden Stadtbusverkehr zwingend angewiesen.

Deshalb hat die RoVG den Weiterbetrieb des Rosenheimer Stadtbusverkehrs finanziell sichergestellt. Die Entscheidung darüber, wie der Stadtbusverkehr ab Mai 2020 fortgeführt werden soll ist im Lichte der weiteren Entwicklungen der Corona-Krise und der möglichen Wiederaufnahme des Schulbetriebs und damit der Schulbusverkehre zu treffen“, so der städtische RoVG-Geschäftsführer und Ordnungsdezernent Herbert Hoch.

Pressemeldung Stadt Rosenheim

Update, 18.33 Uhr: Maskenpflicht in Deutschland: Wo gilt was ab wann?

Die Stadt Jena in Thüringen war die erste, die eine Maskenpflicht verordnet hatte, Sachsen zog als erstes Bundesland nach und nun folgen immer mehr: Mittlerweile haben die meisten Landesregierungen eine Maskenpflicht verabschiedet, jedoch gelten überall andere Regeln.  

In Bayern ordnete Ministerpräsident Söder die Maskenpflicht für das Betreten aller wieder geöffneter Läden und Geschäfte, Lebensmittel- und Drogeriemärkte sowie sowie den ÖPNV ab Montag, 27. April, an. Eine Sonderregelung erfolgt vorab im Landkreis Rosenheim: Hier gelten die Sonderreglen für die Bürger ab dem morgigen Mittwoch, 22. April. Ein Schal, der über Mund und Nase gezogen werden kann,  sei im Sinne der Maskenpflicht jedoch ausreichend. Diese Regeln gelten seit 20. April bereits in Sachsen

In Sachsen-Anhalt tritt die Regelung der Maskenpflicht ab Donnerstag, 23. April in Kraft. Baden-Württemberg folgt seinem Nachbarn Bayern und führt ab dem 27. April eine Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Thüringen zieht am Freitag, 24. April, nach - zuvor galt die Pflicht (seit 6. April) nur in Jena für Nahverkehr und Einzelhandel.

In Berlin gilt hingegen gilt ab der kommenden Woche die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr aber nicht im Einzelhandel. In Mecklenburg-Vorpommern sind Masken ab 27. April ebenso Pflicht - auch nur im Nahverkehr.

Die Bürger im Bundesland Hessen und in Hamburg müssen ab Montag, 27. April, einen Mund-Nase-Schutz in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr tragen. Auch Schleswig-Holstein verpflichtet seine Bundesbürger zum Tragen einer Mund-Nasen-Abdeckung beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln - jedoch erst ab Mittwoch, 29. April. 

Die Maskenpflicht gilt dann in mindestens zehn Bundesländern, es werden diverse Kommunen - ebenfalls womöglich mit Sonderregelungen - nachziehen.

Update, 17.56 Uhr: Landratsamt Rosenheim informiert zur baldigen Maskenpflicht 

Ab dem morgigen Mittwoch, 22. April, gilt für den Raum Rosenheim eine verfrühte Maskenpflicht. Damit ist der Landkreis Roseneim Vorreiter, denn in vielen Bundesländern wird erst ab Montag, 27. April, eine Maskenpflicht erlassen (siehe Update 12.48 Uhr). 

Das Landratsamt Rosenheim hat dazu eine Information herausgegeben. 

Update, 17.29 Uhr: Asylbewerber-Unterkunft in Bad Aibling unter Quarantäne

Die Asylbewerber-Unterkunft in der Krankenhausstraße in Bad Aibling wird unter Quarantäne gestellt. Das teilt das Landratsamt Rosenheim soeben mit.Der Grund: Zwei Bewohner waren positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. 

Aktuell wird ein Bauzaun um die drei Containergebäude gezogen. Er war vom Landkreis-Bauhof angeliefert worden. Beim Aufstellen helfen acht Mann der Feuerwehr Bad Aibling. Der Helferkreis sowie ein Team des Bereichs Asylunterkünfte im Landratsamt Rosenheim sind vor Ort. Die Versorgung der Bewohner ist sichergestellt. Für die Mitarbeiter der Security ist ein eigener Container aufgestellt worden.

Update, 17.25 Uhr: Weiter keine Entscheidung zum Rosenheimer Herbstfest 

Die Gerüchteküche um das Herbstfest in Rosenheim, sie brodelt weiter - gerade jetzt, nachdem Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter sich "schweren Herzens", wie sie am Dienstagmorgen in einer Pressekonferenz erklärten, für eine Absage des diesjährigen Oktoberfests in der Landeshauptstadt aussprachen (siehe Update 9.05 Uhr). 

Eifrig verfolgt haben diese Entscheidung auch die Verantwortlichen des Rosenheimer Herbstfests um Klaus Hertreiter, den Geschäftsführer des Wirtschaftlichen Verbands Rosenheim. Auf Nachfrage von rosenheim24.de allerdings scheint es, als wolle er die Karten im Hintergrund weiter mischen: "Mit Blick auf die Presseerklärung von Ministerpräsident Markus Söder heute Morgen teilen wir gerne mit, dass wir uns in Bezug auf das Rosenheimer Herbstfest zu gegebener Zeit mit einer aktuellen Information an Sie wenden werden." 

Eine endgültige Entscheidung, ob die Krüge im Herbst 2020 auf der Lorettowiese trotz der Corona-Krise gen Himmel schnellen werden steht also weiterhin aus

Update, 16.51 Uhr: Zwei neue Corona-Tote im Raum Mühldorf 

Im Landkreis Mühldorf wurden zwei Corona-Todesfälle bestätigt. Zwei Frauen im Alter von 95 und 97, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, sind verstorben. Zudem verzeichnete das Landratsamt fünf neue bestätigte Fälle am Dienstagnachmittag, 21. April. Dabei handelt es sich um zwei Erwachsene über 60 Jahre und drei Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 448 bestätigte Fälle vor, davon sind 268 bereits genesen, 18 davon werden stationär behandelt. In der Klinik Mühldorf werden aktuell 36 stationäre Corona-Verdachtsfälle, 49 Personen sind stationäre Corona-Positivfälle, davon sind zehn intensivpflichtige Corona-Patienten. Vier Corona-Patienten konnten entlassen werden. 

Update, 16.08 Uhr: Insgesamt 15 Todesfälle im Raum Berchtesgadener Land 

Im Landkreis Berchtesgadener Land liegen insgesamt 263 bestätigte Coronainfektions-Fälle vor. Das bedeutet einen Anstieg um sechs Coronainfektions-Fälle im Vergleich zum Vortag (20. April). 

Seit gestern ist eine weitere Covid-19-Patientin im Alter von 94 Jahren verstorben, sodass die Zahl der gemeldeten Corona-Sterbefälle auf 15 Personen steigt. Von den Verstorbenen lebten vier Personen in einem Seniorenheim im Landkreis Berchtesgadener Land. 150 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell befinden sich nur noch 98 COVID-19-Patienten in Behandlung, sodass die Zahl der Genesenen die der positiv getesteten Corona-Fälle erfreulicherweise übersteigt. 

Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen wie eine häusliche Quarantäne ein. Gegenwärtig befinden sich 119 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 619 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile aus der Quarantäne entlassen worden.

Update, 16.02 Uhr: Insgesamt 37 Todesfälle im Kreis Traunstein 

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 959 bestätigte Corona-Fälle vor. Das sind 23 mehr im Vergleich zum Vortag (20. April). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 58 an Corona erkrankte Patienten behandelt, davon befinden sich elf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein und fünf in Trostberg). Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 234 Personen und damit neun mehr als am Montag.

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Lage-Pressemitteilung sechs Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um drei Frauen und drei Männer (zwischen 68 und 88 Jahren). Bei allen sechs Personen war auch eine COVID-19-Infektion diagnostiziert worden. Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 37 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Update, 15.53 Uhr: Aktuelle Infektionszahlen aus dem Landkreis Altötting 

Bereits am Morgen des 21. Aprils vermeldete das Landratsamt Altötting auf ihrer Homepage einen neuen Corona-Fall über Nacht (siehe Update 8.02 Uhr). Am Dienstagnachmittag korrigierte sich diese Zahl um acht neue Corona-Fälle weiter nach oben. Damit sind im Landkreis Altötting insgesamt 547 Personen mit Sars-CoV-2 infiziert. Insgesamt 27 Menschen sind im Kreis Altötting an dem Virus verstorben, 257 Infizierte sind laut Landratsamt wieder genesen. 

Update, 15.15 Uhr - 20 neue Fälle im Raum Rosenheim

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim meldete für seinen Zuständigkeitsbereich bis zum letzten Messzeitpunkt (Montag, 20. April, 24 Uhr) 20 neue Coronafälle. Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Rosenheim auf 2.232. Davon gelten 627 Personen bereits als genesen. 109 Patienten sind bislang an den Folgen der Erkrankungen verstorben. 316 Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 50 Personen auf einer Intensivstation.

Die ab Mittwoch, 0 Uhr, gültige Maskenpflicht in Stadt und Landkreis Rosenheim wird vom Gesundheitsamt Rosenheim ausdrücklich begrüßt. "Jede engere Begegnung mit einem anderen Menschen birgt im Moment die Gefahr einer Übertragung von SARS-CoV-2. Dies gilt auch im Kontakt mit Menschen, die bisher keine Symptome zeigen", sagte der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Wolfgang Hierl. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist aus seiner Sicht eine Möglichkeit, die Infektionsgefahr zu reduzieren, da hierdurch eine Übertragung unwahrscheinlicher wird.

Update, 15.04 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Bayern

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldete mit Stand Dienstag, 21. April insgesamt 38.618 Coronavirus-Fälle in Bayern. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vortag um 386 Fälle. Insgesamt gibt es in Bayern bislang 1.354 Tote (55 mehr als am Vortag). Am stärksten betroffen ist weiterhin der Regierungsbezirk Oberbayern mit 17.392 Infektionen und insgesamt 464 Todesfällen.

Regierungsbezirk

Fälle

+ zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

+ Todesfälle

Oberbayern

17.392

(+ 226)

371,14

464

(+ 25)

Niederbayern

3.823

(+ 19)

308,67

180

(+ 4)

Oberpfalz

4.291

(+ 32)

386,83

190

(+ 2)

Oberfranken

2.944

(+ 20)

275,79

119

(+ 7)

Mittelfranken

3.840

(+ 40)

216,90

147

(+ 6)

Unterfranken

2.911

(+ 36)

221,01

130

(+ 4)

Schwaben

3.417

(+ 13)

181,01

124

(+ 7)

Gesamtergebnis

38.618

(+ 386)

295,32

1.354

(+55)

Update, 14.40 Uhr - Maskenpflicht gilt in Bayern ab sieben Jahren 

Die Maskenpflicht wird in Bayern ab einem Alter von sieben Jahren gelten. Bei Verstößen wird ein Bußgeld fällig. Dies teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Mittag auf einer weiteren Pressekonferenz in München mit. Zuvor hatte der Ministerrat über die genaue Ausgestaltung der Ankündigung, die Ministerpräsident Söder (CSU) bereits am Montag in seiner Regierungserklärung gemacht hatte, beraten. Wie hoch mögliche Strafen ausfallen könnten, blieb zunächst offen.

Das Tragen einer Maske gilt bayernweit ab Montag, 27. April. In Stadt und Landkreis Rosenheim tritt diese Verpflichtung bereits am Mittwoch, 22. April, in Kraft. "Dabei geht es nicht um hochwertige Masken, die das medizinische Personal benötigt. Für die Bevölkerung genügt auch die selbst genähte Maske, ein Schal oder ein Halstuch", sagte der Staatskanzleichef.

Update, 14.18 Uhr - "Sind noch lange nicht am Ende"

Gesundheitsminister Anschober (Grüne) warnte zum Abschluss der Pressekonferenz vor einer möglich aufkommenden Euphorie: "Wir sind noch lange nicht am Ende angekommen." Was die Betrachtung der Zahlen aber betreffe, sei man aber auf einem sehr gutem Weg. Die schönste Nachricht sei, dass man seit vielen Tagen unter ein Prozent an Neuerkrankungen von Covid-19 in Österreich verzeichne. Im Vergleich zu den anderen europäischen Länder sei das eine sehr gute Entwicklung, hieß es. Auch die Reproduktionszahl ist auf 0,67 gesunken, was laut Anschober "optimistisch stimmend" sei.

Update, 13.35 Uhr - Erster Lichtblick für Gastronomie in Österreich 

Über die Fortsetzung oder Lockerung der bestehenden Ausgangsbeschränkungen wollen Kurz und sein Kabinett am kommenden Dienstag, 28. April, informieren. Alle Schritte sollen stets genau bedacht und überprüft werden, betonte der Bundeskanzler. 

Auch für die schwer gebeutelte Gastronomiebranche scheint es einen ersten Lichtblick zu geben: Ab 15. Mai sollen laut Kurz erste Gastronomiebetriebe wieder eröffnen dürfen, wenn auch unter strengen Schutz- und Hygieneauflagen. Zum Beispiel darf eine bestimmte Gästezahl nicht überschritten werden, Gruppengrößen sollen genau reguliert werden und außerdem werden Öffnungen keinesfalls länger als bis 23 Uhr möglich sein.

Update, 13.30 Uhr - Weitere Geschäfte öffnen ab 4. Mai

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) beurteilte die Entwicklung in Österreich als "sehr positiv". Zum ersten Mal seien am Montag in Österreich unter 100 Neuinfektionen gezählt worden. Das Motto für die kommenden Wochen lautet deswegen "So viel Freiheit wie möglich, so wenig Einschränkungen wie nötig"

Seit Dienstag haben die kleineren Geschäfte in der Alpenrepublik wieder geöffnet. Ab Montag, 4. Mai, sollen dann andere Läden nachziehen dürfen. Dazu zählen unter anderem auch alle Dienstleistungsunternehmen wie Frisöre, Nagelstudios und ähnliches, so Kurz.

Am 4. Mai sollen außerdem die Matura-Absolventen sowie Schüler, die vor ihren Abschlussprüfungen stehen, in ihre Schulen zurückkehren dürfen. Zum 15. Mai ist dann geplant, dass dann schrittweise die restlichen Kinder und Jugendlichen wieder in ihre Bildungseinrichtungen dürfen.

Update, 13.15 Uhr - Wie geht es in Österreich weiter?

Wie haben sich die Corona-Zahlen in Österreich entwickelt? Sind weitere Lockerungen für die Bevölkerung möglich? Darüber informieren ab 13 Uhr Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober (beide Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). Nach Informationen von oe24.at soll es angeblich auch um die weitere Vorgehensweise in der Gastronomie, im Tourismus und in den Schulen gehen.

Update, 12.56 Uhr - Krisenstab begründet Entscheidung

"Die Zahl der Infizierten steigt in Stadt und Landkreis Rosenheim immer noch an und liegt unter den Top-10 in Deutschland. Unter diesen Rahmenbedingungen ist es gerechtfertigt und geboten, die Maskenpflicht vorzeitig in Kraft zu setzen", sagte der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl. Die allgemeine Maskenpflicht im Freistaat wurde eigentlich erst zum 27. April angekündigt.

"Ziel dieser Maßnahme ist es, Ansteckungsgefahren zu vermindern. Wer eine Maske trägt, schützt seine Mitmenschen vor möglichen Tröpfcheninfektionen", begründete Dr. Wolfgang Hierl, der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, die Entscheidung des Krisenstabes. 

Unter dem Begriff Masken fallen dabei die üblichen Nase-Mund-Schutzmasken ebenso wie selbsthergestellte Masken aus Stoff, die sogenannten "Alltagsmasken". Auch Schals oder eng anliegende Halstücher dürfen verwendet werden. Einzelheiten der Maskenpflicht regeln Allgemeinverfügungen von Stadt und Landkreis. Sie sind im Internet unter www.rosenheim.de und unter www.landkreis-rosenheim.de abrufbar.

Update, 12.48 Uhr - Maskenpflicht in Rosenheim ab morgen

Ab morgen, Mittwoch, 22. April, gilt in Stadt und Landkreis Rosenheim für alle Besuche von Geschäften sowie für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs eine Maskenpflicht. Die beiden Kommunalbehörden machen damit von einer Ermächtigung Gebrauch, die der bayerische Ministerpräsident Markus Söder am Montagvormittag für sogenannte "Corona-Hotspots" angekündigt hatte. Das teilte die Stadt Rosenheim soeben mit.

*Weitere Informationen folgen in Kürze!*

Update, 12.37 Uhr - Milliarden-Minus für Österreichs Tourismus

Das vorzeitige Ende der Wintersaison aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat dem Tourismus in Österreich laut einer ersten Einschätzung einen Umsatzverlust von 1,8 Milliarden Euro beschert. So hat das abrupte Saisonende Mitte März im Vergleich zu den Vorjahren 8,1 Millionen weniger Gäste in Österreichs Skigebiete gebracht, wie aus einer Erhebung eines Marktforschungsinstituts im Auftrag eines Fachverbands der Wirtschaftskammer Österreich hervorgeht. Der Rückgang bei den Gästezahlen habe zu einem Ausfall von 7,4 Millionen Übernachtungen geführt. 

Auch die Seilbahnwirtschaft habe ein immenses Minus verbucht. Am stärksten betroffen sei Tirol, weil dort etwa die Hälfte aller österreichweiten Seilbahnumsätze erzielt würden und einige Skigebiete normalerweise auch nach Ostern offen seien. In Österreich war wegen der Corona-Pandemie der Skibetrieb rund einen Monat vor Saisonschluss beendet worden. Der Chef des Fachverbands der Seilbahnwirtschaft, Franz Hörl, forderte einen Rettungsplan. "Wenn wir unsere Täler, unsere Talschlüsse und die peripheren Regionen opfern, wird dies wirtschaftlich und sozial ein Desaster", sagte er der Tiroler Tageszeitung. Die Seilbahnen und der Tourismus müssten im Sommer bei Einhaltung strenger Vorschriften wieder anlaufen.

Update, 11.57 Uhr - Was bedeutet die Oktoberfest-Absage für das Herbstfest Rosenheim?

Das Oktoberfest findet wegen Corona heuer nicht statt. Die endgültige Absage verkündeten Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter am frühen Vormittag. Wegen der Pandemie stehen nun auch weitere Feste im Spätsommer und Herbst zur Disposition

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) machte deutlich, es könne Volksfeste, vor allem natürlich das Oktoberfest, aber “auch andere in dieser Zeit einfach nicht geben”. Das Herbstfest Rosenheim ist bislang noch nicht offiziell gecancelt, eine endgültige Entscheidung darüber wollte der Veranstalter, der Wirtschaftliche Verband Rosenheim, eigentlich Mitte Mai bekannt geben. 

Warum die Absage wohl nur noch Formsache ist, lest Ihr hier.

Update, 11.35 Uhr - BRK Rosenheim: Zuviel Bürokratie beim Pflegepool Bayern

Die Situation in den Alten- und Pflegeheimen, zu wenig Schutzbekleidung und zu wenig Pflegekräfte - diese Themen beschäftigen derzeit das Bayerische Rote Kreuz in Rosenheim und bereiten Sorgen. 

Deutlich wurde das bei einem Gespräch mit der CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig. Dabei bezeichnete der BRK-Kreisgeschäftsführer Martin Schmid die Situation bei der Schutzbekleidung und bei den Pflegekräften als angespannt und unbefriedigend. "Wir helfen mit unseren Einsatzkräften so gut es geht in Alten- und Pflegeheimen aus. Aber wir können das nicht auf Dauer leisten", so Schmid. Derzeit gebe es zu wenig Kittel und Schutzanzüge, bei Masken habe sich die Lage entspannt. Beim letzten Kauf habe man nur sieben Prozent des Bedarfs an Schutzmaterial abdecken können.

BRK-Kreisgeschäftsführer Schmid appellierte dringend an die Politik für mehr Material zu sorgen. Außerdem kritisierte das BRK die Bürokratie beim Pflegepool Bayern. Es dauere viel zu lang, bis Pflegekräfte, die sich dort gemeldet haben, eingesetzt werden könnten. 49 Pflegekräfte hätten sich über den Pool für die Region gemeldet, erst zwei davon hätten ihre Arbeit bislang antreten können. "Bis die alle kommen, überrennt uns die Situation", heißt es vom BRK Kreisverband Rosenheim.

Update, 11.03 Uhr - Maskenpflicht in Rosenheim schon früher? Krisenstab tagt

Um 11 Uhr wird der Krisenstab von Stadt und Landkreis Rosenheim eine Sondersitzung abhalten. Dies bestätigte Thomas Bugl, Pressesprecher der Stadt Rosenheim, soeben auf Anfrage von rosenheim24.de. Dabei wird nach Informationen von rosenheim24.de über eine vorzeitige Einführung einer Maskenpflicht in Stadt und Landkreis Rosenheim debattiert, da die Region als einer der bayerischen "Hotspots" in der Coronavirus-Pandemie gilt.

Am Montag hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in seiner Regierungserklärung bereits bekannt gegeben, dass es ab kommender Woche eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Bayern geben wird. "In dieser Woche gibt es ein Maskengebot, aber ab nächster Woche wird es mit der Öffnung weiterer Geschäfte eine Maskenpflicht erlassen", sagte Söder, der jedoch klar stellte, dass einzelne Kommunen eine solche Pflicht ggf. auch schon früher umsetzen dürften.

Update, 10.40 Uhr - RKI: „Jeder kann schwer an Covid-19 erkranken“

Lars Schaade, Vize-Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), hat am Dienstag an die deutsche Bevölkerung appelliert, weiter die Anti-Corona-Empfehlungen einzuhalten. Schaade: „Wir haben in den vergangenen Wochen einiges erreicht, aber ernst ist die Situation dennoch immer noch. Es ist kein Ende der Epidemie in Sicht, das Virus ist nicht weg, die Fallzahlen können wieder steigen. Bleiben Sie zu Hause, halten sie Abstand – mindestens 1,5 Meter –, halten sie die Hustenregeln ein und tragen sie in öffentlichen Räumen Mund-Nasen-Masken.“

Wir müssten noch immer „Angst um die Überlastung des Gesundheitssystems“ haben. Ein solches Szenario müsse unbedingt verhindert werden. Schaade: „Jeder kann schwer an Covid-19 erkranken. Das gilt nicht nur für Risikogruppen.“

Der tägliche Anstieg der Covid-19-Fallzahlen sei nun im Vergleich zur Vorwoche geringer, so Schaade. Der Reproduktionsfaktor stehe bei 0,9. Das Durchschnittsalter der Infizierten liege in Deutschland derzeit bei 50 Jahren, sei damit etwas angestiegen. Das RKI zählt 4598 Tote, 1785 steckten sich in den letzten 24 Stunden neu mit dem Virus an (insgesamt 14.3457).

Update, 10.29 Uhr - Zahl der zusätzlichen Todesfälle durch Corona unklar

Wie viele Menschen mehr als sonst wegen der Corona-Pandemie sterben, lässt sich für Deutschland bislang nur schwer beziffern. Das zeigen Anfragen der Deutschen Presse-Agentur in den Bundesländern. Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, die besonders hohe Infiziertenzahlen melden, liegen nach eigenen Angaben bislang keine aktuellen Daten dazu vor.

Zwar sind in Deutschland bislang mehr als 4500 Corona-Infizierte gestorben. Allerdings ist insbesondere bei sehr alten und stark vorerkrankten Menschen oft unklar, ob sie nicht auch ohne das Virus innerhalb eines bestimmten Zeitraumes gestorben wären.

„Für Hessen lässt sich derzeit keine Übersterblichkeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus feststellen“, hieß es aus dem Gesundheitsministerium in Wiesbaden. „Bisher sind in keiner der Altersgruppen signifikante Abweichungen von den normalerweise zu erwartenden Todesfällen festzustellen.“ Die Gesundheitsverwaltung in Berlin teilte mit, dass in den letzten Wochen nur eine geringe Übersterblichkeit - also mehr Tote als gewöhnlich - festzustellen war. Sie sei wahrscheinlich primär auf Influenza, nicht auf Covid-19, zurückzuführen.

Update, 10.02 Uhr - PK vom Robert-Koch-Institut im Livestream

Das Robert-Koch-Insitut (RKI) gibt aktuell erneut eine Pressekonferenz zur aktuellen Lage in Deutschland. Heute mit Prof. Lars Schaade (Vizepräsident vom RKI).

Update, 9.38 Uhr - Reporter: "Herbstfest Rosenheim wird abgesagt"

Wie geht es weiter mit dem Herbstfest Rosenheim? Diesbezüglich hatte rosenheim24.de bereits vergangene Woche beim Veranstalter, dem Wirtschaftlichen Verband Rosenheim, nachgefragt. Damals hieß es, eine endgültige Entscheidung über die Rosenheimer Wiesn solle Mitte Mai bekannt gegeben werden.

Geht es jetzt deutlich schneller? Florian Danner, der in der Regel gut informierte Wiesn-Reporter des Bayerischen Rundfunks, sagte im Vorlauf der Pressekonferenz der Pressekonferenz von Ministerpräsident Söder und Münchens Oberbürgermeister Reiter in der BR Sendung "Rundschau Extra" wörtlich: "Das Herbstfest Rosenheim wird abgesagt!" Woher er seine Informationen bezog, blieb unklar, denn unmittelbar danach wurde Danner unterbrochen und der Moderator musste zur beginnenden Pressekonferenz abgeben. Eine offizielle Bestätigung für eine Absage in Rosenheim liegt allerdings bislang nicht vor.

Das Herbstfest Rosenheim ist für das Jahr 2020 bislang für die Zeit von 29. August bis 13. September datiert. Bis einschließlich zum 31. August sind Großveranstaltungen allerdings bereits zwingend untersagt worden.

Update, 9.17 Uhr - „Gefahr von weiterer Corona-Welle viel zu hoch“

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und wollten diese jetzt nicht noch ein, zwei Monate hinauszögern“, so Reiter, der darlegte, dass rund 70 Prozent der insgesamt sechs Millionen Oktoberfest-Besucher aus Bayern kämen und rund 30 Prozent aus dem Ausland. Das sind rund zwei Millionen Menschen aus aller Welt. Die Gefahr der Auslösung „einer weiteren Corona-Welle“ wäre einfach viel zu hoch, betonte das Stadtoberhaupt, der abschließend bekannt gab, dass auch das Zentrale Landwirtschaftsfest (ZF), das eigentlich parallel zur Wiesn hätte stattfinden sollen, ebenfalls abgesagt wird.

Pressekonferenz von Söder und Reiter zu Oktoberfest-Absage

Coronavirus - Oktoberfest abgesagt
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt © dpa
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt © dpa
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt © dpa
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt © dpa
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt © dpa
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt © dpa
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt © dpa
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt © dpa
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt
Coronavirus - Oktoberfest abgesagt © dpa

Update, 9.10 Uhr - OB Reiter: "Es ist ein trauriger Tag auch für mich"

„Dieter Reiter und ich hatten in den letzten Wochen jeden Tag miteinander Kontakt. Wir sind überein gekommen, dass das Risiko für das Oktoberfest zu hoch ist und deswegen heuer nicht stattfinden wird. Es tut uns weh, es ist unglaublich schade. Aber es ist kein normales Jahr und deswegen erfordert dies besondere Maßnahmen“, sagte Söder.

„Die Abstimmung zwischen der Landeshauptstadt München und dem Freistaat Bayern und Ministerpräsident Söder war sehr eng und gut. Es ist ein trauriger Tag auch für mich, da es das zentrale Ereignis und Fest für ganz viele Menschen ist. Es hat auch in ökonomischer Sicht auch ganz erhebliche Auswirkungen“, sagte Oberbürgermeister Reiter, der den Umsatzausfall für alle Beteiligten auf 1,2, bis 1,3 Milliarden Euro bezifferte.

Update, 9.05 Uhr - Oktoberfest heuer offiziell abgesagt

Das Oktoberfest findet wegen der Corona-Pandemie heuer nicht statt. Dies haben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) soeben auf einer gemeinsamen Pressekonferenz offiziell bekannt gegeben.

In den letzten Wochen hatte es bereits mehrfach entsprechende Gerüchte gegeben. Zuletzt hatten sich die Hinweise für eine Absage immer mehr verdichtet.

Die Absage - übrigens die erste seit dem Ende des zweiten Weltkriegs - ist ein harter Schlag für die Stadt, die Wirtschaft und alle Schausteller. Durchschnittlich sechs Millionen Besucher aus aller Welt kommen jedes Jahr zum größten Volksfest der Welt nach München. An gut besuchten Tagen sind bis zu 250.000 Besucher gleichzeitig auf dem Festgelände auf der Theresienwiese unterwegs. Eigentlich hätte die Wiesn heuer von 19. September bis 4. Oktober stattfinden sollen.

Update, 9 Uhr - Im Livestream: PK von Söder und OB Reiter zu Oktoberfest 2020

Fällt das Münchner Oktoberfest heuer wegen der Corona-Pandemie aus? Um darauf eine Antwort zu geben, treffen sich Ministerpräsident Söder und Münchens OB Reiter am Dienstagmorgen um 9 Uhr zu einer Pressekonferenz

Es gehe um den "aktuellen Sachstand des diesjährigen Oktoberfestes", heißt es wörtlich in einer Pressemitteilung der Staatskanzlei. Eine Absage würde Wirtschaft und Schausteller hart treffen.

Update, 8.26 Uhr - RKI: Corona-Reproduktionszahl wieder gestiegen

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sind in den vergangenen 24 Stunden 194 Menschen in Deutschland im Zusammenhang mit dem Coronavirus ums Leben gekommen. Damit steht die Gesamtzahl bei 4598 Toten. 1785 steckten sich neu mit dem Virus an (insgesamt 14.3457). Deutschland kann sich aber auch über 3700 Genesene freuen. 

Am schwersten von der Covid-19-Erkrankung betroffen sind die Bayern mit 1336 Todesfällen (insgesamt 38.310 Infizierte), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (896 Todesfälle/29.389 Infizierte).

Die sogenannte Reproduktionszahl ist am Montag wieder gegenüber dem Vortag gestiegen. Das geht aus einem Situationsbericht des Robert Koch-Instituts hervor. Demnach lag die Zahl am Montag bei 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel fast jede mit dem Coronavirus infizierte Person eine weitere Person ansteckt. Am Sonntag lag die Reproduktionszahl noch bei 0,8 – am Samstag sogar bei 0,7.

Update, 8.02 Uhr - Insgesamt 27 Todesfälle im Kreis Altötting

In Altötting wurden laut Homepage des Landratsamts vom Dienstagmorgen bislang insgesamt 539 Corona-Infektionen nachgewiesen und damit ein Fall mehr als noch am Vortag. Demnach wurde eine Frau aus Emmerting positiv getestet. 

257 Infizierte sind laut Landratsamt wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle wird mit 27 angegeben. Zuletzt (19. April) wurde gemeldet, dass 23 Personen dem Virus erlegen sind.

Update, 7.45 Uhr - Fußball-Fans dürfen auf Bundesliga-Wiederbeginn hoffen

Es ist das Zeichen, auf das Fußball-Fans und Clubs gleichermaßen gewartet haben. Am 9. Mai könnte die Bundesliga nach fast zwei Monaten Corona-Auszeit ihre Saison fortsetzen.

Dieses Datum brachten die Ministerpräsidenten Markus Söder und Armin Laschet (Nordrhein-Westfalen) am Montag in der Live-Sendung der "Bild" ins Gespräch, auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verschließt sich offenbar dem Wiederbeginn nicht und spricht von einem "Stück Normalität, wenn auch im leeren Stadion".

Die Clubs der 1. und 2. Bundesliga dürften aufatmen. Schließlich drohen bei einem Saisonabbruch der Verlust von TV- und Sponsorengeldern. Laut "Kicker" würde das 13 Clubs derart in eine finanzielle Schieflage bringen, dass gar die Insolvenz droht. Kein Wunder, dass die Liga einen Saisonabbruch wie in anderen Sportarten unbedingt abwenden will. Zuerst müssten jedoch noch einige Fragen geklärt werden.

Der offizielle Spielball der Bundesliga mit Mundschutz.

Update, 7.21 Uhr - Vorzeitige Maskenpflicht im Kreis Rosenheim?

Stadt und Landkreis Rosenheim wollen heute eine Entscheidung treffen, ob bereits in dieser Woche die Maskenpflicht eingeführt werden soll. Dies berichtet das OVB. Laut Stadt müsse dazu erst geklärt werden, ob man nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts als Hotspot gelte. Träfe dies zu, dürfe es schon in dieser Woche eine Maskenpflicht in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln geben. 

Ministerpräsident Markus Söder hatte gestern im Landtag eine bayernweite Maskenpflicht ab kommender Woche angekündigt und es "Hotspots" freigestellt, diese Maskenpflicht bereits früher umzusetzen. Straubing hat daraufhin verkündet, dass die Pflicht einen Mund-Nase-Schutz zu tragen, bereits am Donnerstag für ihre Stadt in Kraft tritt.

Update, 6.46 Uhr - Drei Todesfälle in Pidinger Seniorenheim

Drei Bewohner des Vivaldo Seniorenheims in Piding haben aufgrund Corona ihr Leben verloren, das teilte das Heim auf seiner Homepage mit (Stand Montag, 20. April). 

Nach derzeitigem Stand seien 14 Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses St. Laurentius und sechs Mitarbeiter, die im selben Wohnbereich arbeiten, positiv auf Covid-19 getestet wurden. Drei dieser betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner sind in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Die betroffenen Mitarbeiter befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Das Vivaldo Haus St. Laurentius in Piding. Am Freitag wurden vier Bewohner in eine Klinik verlegt.

Ein Großeinsatz am Freitag, 17. April, sorgte bereits für Aufsehen. Es wurden wie geplant die letzten vier Bewohner, die am 15. April positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, in Kliniken verlegt. Ebenfalls am Freitag wurde mit den zuständigen Behörden sowie Ärztinnen und Ärzten festgelegt, dass weiterhin an der bisherigen Vorgehensweise festgehalten wird. Erkrankte Senioren werden aus der Einrichtung in Kliniken verlegt, auch wenn sie keine Symptome zeigen. So solle vermieden werden, dass sich weitere Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende anstecken.

Update, 6.16 Uhr -  Erstmals keine Corona-Neuinfektion in Salzburg

Nachdem am Sonntagabend bereits Tirol gute Nachrichten in Sachen Neuinfektionen hatte, kann nun Salzburg nachziehen. Von Sonntag auf Montag wurden insgesamt 350 Testabstriche ausgewertet, die alle negativ ausfielen. 

1.222 Personen wurden bislang im Bundesland Salzburg positiv auf das Coronavirus getestet. 94 Covid-19-Patienten sind aktuell im Land Salzburg im Krankenhaus, davon 15 auf Intensivstation, 30 Personen sind verstorben.

Update, 5.39 Uhr - Oktoberfest-Absage wegen Corona? - PK um 9 Uhr

Ein Jahr ohne Wiesn? Angesichts der Corona-Pandemie droht dem größten Volksfest der Welt die Absage. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Krankheit das Oktoberfest verhindert.

Die Hinweise auf eine Absage des Münchner Oktoberfests wegen der Corona-Pandemie verdichten sich. Wie die "Bild" am Montagabend berichtete, soll die Absage bereits beschlossene Sache sein. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wollen am Dienstag über ihre Beratungen zu einer möglichen Absage informieren. Die Staatskanzlei kündigte eine Pressekonferenz für 9 Uhr an.

"Wir beide haben eine ähnliche Einschätzung, dass wir sehr skeptisch darüber sind, ob ein Fest in der Größe, mit der Internationalität und unter den Bedingungen überhaupt einen Sinn macht", sagte Söder am Montag in seiner Regierungserklärung im Landtag. Reiter hatte vergangene Woche eine Entscheidung zum Oktoberfest noch im April angekündigt.

Auch andere Volksfeste wurden bereits abgesagt, darunter das Gäubodenvolksfest in Straubing. Es startet immer am zweiten Freitag im August und zählt mit rund 1,4 Millionen Gästen zu den größten Volksfesten in Bayern. Die Entscheidung über das Herbstfest Rosenheim wollen die Veranstalter im Mai fällen.

Noch Ende März hatte es geheißen, man wolle so spät wie möglich entscheiden - Ende Mai oder spätestens Anfang Juni. Dann hätten die Zulassungen für Wirte, Schausteller und Marktkaufleute durch die Stadt erteilt werden müssen. Anfang Juli hätte auf der Theresienwiese der Aufbau begonnen.

Schon im 19. Jahrhundert war das Oktoberfest wegen einer Seuche ausgefallen: Wegen der Cholera wurde das Fest 1854 und 1873 abgesagt. Auch zu Kriegszeiten gab es oft keine Oktoberfeste; während der Weltkriege wurde das Volksfest gestrichen, ebenso 1923 in der Phase der Hyperinflation.

Vorbericht - Kabinett beschließt Maskenpflicht und neue 500-Millionen-Corona-Hilfe

Zur Abfederung der Corona-Krise packt der Freistaat Bayern erneut ein Millionen-Paket auf den Tisch. Wie von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in seiner Regierungserklärung bereits angekündigt, will das Kabinett am Dienstag (10 Uhr) einen 500-Millionen-Euro-Fördertopf beschließen. Das Geld soll all jenen zu Gute kommen, die von den bereits zur Verfügung gestellten Soforthilfen nicht profitierten. Auch die bereits verkündete Maskenpflicht für Geschäfte und ÖPNV ab kommendem Montag muss formell vom Ministerrat abgesegnet werden.

Vorgesehen ist das Geld etwa für Rehakliniken, die zur Bewältigung der Krise einen Teil ihrer Bettenkapazitäten zur medizinischen Versorgung von Corona-Patienten zu Verfügung gestellt haben. Bayern will die Bundeshilfen um 50 Euro pro Bett und Tag aufstocken. Auch Mutter-Kind-Einrichtungen, Privatkliniken, Jugendherbergen, Schullandheime, Sozialeinrichtungen, Familienberatungen und Studentenwerke sowie Sportvereine und Sportstätten in Geldnot sollen Anspruch auf die Hilfen haben.

Aus dem Fördertopf soll laut Söder auch das Geld stammen, mit dem die Staatsregierung Kita-Gebühren und Hilfen für Künstler erstatten will. Für zunächst drei Monate sollen Eltern von den Zahlungen entlastet werden, solange diese durch die Corona-Krise geschlossen bleiben. Derzeit ist nicht absehbar, wann Kindergärten und Kindertagesstätten wieder öffnen können. Die rund 30.000 Künstler im Land, die bei der Künstlersozialkasse gemeldet sind, erhalten 1000 Euro im Monat.

mh/mw

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