News-Ticker zur Corona-Pandemie

Fallzahlen in Deutschland - Haft wegen mehrfacher Corona-Verstöße

+

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Freitag, 24. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2.352, Landkreis Traunstein 1035, Landkreis Berchtesgadener Land 273, Landkreis Mühldorf 463, Landkreis Altötting 564
  • Mindestens 5321 Todesopfer in Deutschland (1525 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (verlängert bis vorerst 3. Mai)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 21.35 Uhr -  Aktuelle Zahlen in Deutschland

In Deutschland sind bis Freitagabend mehr als 152.300 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: Mehr als 149.900 Infektionen). Mindestens 5454 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 5261). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Donnerstag wie in den beiden Vortagen bei 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel fast jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt und die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht.

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 106.800 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 40.400 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1.548 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 31.100 Fällen und mindestens 1.052 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 30.300 bestätigten Fällen und mindestens 1.203 Toten. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland.

Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 309,5 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 183,2. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

dpa

Update, 19.34 Uhr: Zum dritten Mal: Mann wegen Corona-Verstößen in Haft

Ein 27-jähriger Landshuter zeigte sich nun bereits zum wiederholten Male lernresistent. Bekannt wurde der Mann, weil er als erster in Bayern in Hafte musste. Er hatte zu diesem Zeitpunkt bereits wiederholt gegen die erlassene Ausgangsbeschränkung verstoßen. Wie die Landshuter Polizei nun berichtet, befindet sich der Mann nun bereits zum dritten Mal in Haft. "Sowohl um 16.40 Uhr, als auch um 18.40 Uhr wurde er im Innenstadtbereich von der Polizei angetroffen, als er bewusst mit anderen Personen in Kontakt trat und somit gegen die Ausgangsbeschränkungen verstieß", teilt die Polizei mit. Am Donnerstag nahmen den 27-jährigen Asylbewerber aus Syrien nun erneut fest. Der zuständige Ermittlungsrichter des Landshuter Amtsgerichts bestätigte den Haftbefehl und schickte ihn erneut in die JVA - diesmal bis zum 4. Mai.

Update, 19.05 Uhr: Mühldorfer Altstadtfest abgesagt

Aufgrund der Corona-Epidemie kann auch das diesjährige Mühldorfer Altstadtfest nicht stattfinden, das haben die noch amtierende Bürgermeisterin der Kreisstadt, Marianne Zollner und ihr Amtsnachfolger Michael Hetzl gemeinsam entschieden. Die Kreisstadt hofft, dass im kommenden Jahr ein schönes, friedliches und familienfreundliches Altstadtfest in Mühldorf wieder für vergnügliche Stunden am schönen Mühldorfer Stadtplatz sorgen kann. 

Unabhängig von der Absage des Altstadtfestes wird die Kreisstadt Mühldorf auch weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um der Ausbreitung des Coronavirus konsequent entgegenzutreten. Auch die Ü-60-Messe am 17. Juni 2020 im Haberkasten muss heuer leider entfallen.

Update, 17.55 Uhr: Erste Schritte für Rückkehr bestimmter Krankenhäuser zum Regelbetrieb ab Mitte Mai 

"Wir arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung des Stufenplans, den der Ministerrat am Dienstag beschlossen hat. Wir werden nicht das Risiko eingehen, dass eine zu rasche Abkehr von der jetzigen Linie die bisherigen Erfolge zunichtemacht", erklärt Gesundheitsministerin am Freitag Melanie Huml und fügt hinzu: "Die bayerischen Krankenhäuser stehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie weiter vor einer großen Herausforderung. Die gute Nachricht ist: Unser schnelles und konsequentes Vorgehen hat bislang eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindert. Es hat sich gezeigt, dass die Strategie der Staatsregierung richtig war. Aber auch planbare Krankenhausbehandlungen sind wichtig - deshalb wollen wir sie je nach Lage wieder ermöglichen. Wir beobachten genau, wann wieder Kapazitäten dafür frei sind."

Die Ministerin fügte hinzu: "Corona wird noch lange das Geschehen in den Kliniken beeinflussen - teils mehr, teils weniger stark, je nach lokaler Betroffenheit."

Update, 17.38 Uhr: Huml spricht sich für vereinfachtes Zulassungsverfahren für "Landarztquote" aus 

Bayerns Gesundheitsministerin setzt angesichts der Corona-Pandemie in Bayern bei der Zulassung der Studienbewerber im Rahmen der "Landarztquote" für das Wintersemester 2020/2021 auf pragmatische Lösungen. Huml betonte am Freitag in München nach einem entsprechenden Beschluss des Landtags: "Die Zulassung unserer Bewerber zur 'Landarztquote' wird - einmalig auf das Wintersemester 2020/2021 begrenzt - ausschließlich nach der in der ersten Stufe des Auswahlverfahrens ermittelten Rangliste erfolgen. Denn eine Gesundheitsgefährdung der beteiligten Prüfer und Bewerber bei Auswahlgesprächen müssen wir ausschließen. Der Schutz vor Infektionen hat für uns oberste Priorität." 

Die Ministerin ergänzte: "Die Corona-Pandemie stellt uns alle vor große Herausforderungen. Aber gerade der medizinische Nachwuchs soll dadurch keinen Nachteil bekommen. Das garantieren wir mit dem vereinfachten Zulassungsverfahren. Ab dem Wintersemester 2021/22 sollen die Studienplätze im Rahmen des 'Landarztquote' dann wieder nach dem zweistufigen Modell vergeben werden."

Huml erläutert: "Wir bieten auch jungen Menschen ohne Einserabitur die Möglichkeit eines Medizinstudiums. Konkret werden bis zu 5,8 Prozent aller Medizinstudienplätze in Bayern für Studierende vorgehalten, die ein besonderes Interesse an der hausärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum haben – das sind rund 110 Studienplätze jährlich. Dafür verpflichten sie sich, später mindestens zehn Jahre lang als Hausärztin oder Hausarzt in einer Region zu arbeiten, die medizinisch unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht ist. Es ist zu erwarten, dass viele dabei eine enge Bindung an ihren Arbeitsort aufbauen und auch nach den zehn Jahren dortbleiben werden."

Update, 16.58 Uhr: Gottesdienste ab 4. Mai unter Auflagen wieder erlaubt

Unter strengen Auflagen sollen öffentliche Gottesdienste in Bayern ab dem 4. Mai trotz der andauernden Corona-Krise wieder erlaubt sein. Dies teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Mittag am Rande einer Landtagssitzung in München mit.

Update, 16.20 Uhr: Jetzt 463 Corona-Fälle im Raum Mühldorf 

Acht neue bestätigte Fälle gibt es im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf. Dabei handelt es sich um zwei erwachsene Personen über 60 Jahre und sechs Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 463 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 288 bereits wieder genesen, 21 davon werden stationär behandelt. In der Klinik Mühldorf wer den derzeit 44 stationäre Corona-Verdachtsfälle behandelt und 56 stationäre Corona-Positivfälle. Davon sind neun intensivpflichtig. Drei Patienten konnten entlassen werden. 

Update, 16.13 Uhr: Erneut Corona-Einsätze in Asyl-Unterkünften in Traunreut und Trostberg

Großeinsatz der Polizei im Raum Traunstein: In der Traunreuter Gemeinschaftsunterkunft kam es am Freitag zu einer erneuten Abverlegung von Bewohnern in eine häusliche Quarantäne unter hoher Polizeipräsenz. Zeitgleich findet ein größerer Einsatz in der Trostberger Gemeinschaftsunterkunft statt. 

Traunreut: Corona-Einsatz in Asyl-Unterkunft

 © FDL/BeMi
 © FDL/BeMi
 © FDL/BeMi
 © FDL/BeMi
 © FDL/BeMi
 © FDL/BeMi
 © FDL/BeMi
 © FDL/BeMi
 © FDL/BeMi
 © FDL/BeMi
 © FDL/BeMi
 © FDL/BeMi
 © FDL/BeMi
 © FDL/BeMi
 © FDL/BeMi

Bilder vom Großeinsatz in Trostberg

 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/L amminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger
 © FDL/Lamminger

Update, 15.47 Uhr: Mindestens 340 Infizierte im Raum Traunstein geheilt 

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 1035 bestätigte Corona-Fälle vor (20 mehr als am Vortag, 23. April). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 46 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich neun Patienten in intensivmedizinischer Betreuung  -sieben in Traunstein und zwei in Trostberg. Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 340 Personen - 29 mehr im Vergleich zum Vortag. Insgesamt 51 Personen sind an dem Virus im Raum Traunstein verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt am Freitag, 24. April bei 98,26.

Update, 15.32 Uhr: Jetzt 564 Corona-Infizierte im Raum Altötting 

Es gibt drei neue Fälle an Corona-Infizierten im Raum Altötting. Damit beläuft sich die Zahl auf insgesamt 564 Infizierte. Bereits am Freitagmorgen meldete das Landratsamt ein Plus von vier Infektionen (siehe Update 7.53 Uhr). 310 Landkreisbürger sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 32 Personen sind bislang im Kreis Altötting an der Erkrankung verstorben. Das ist ein weiterer Todesfall innerhalb der letzten 24 Stunden.

Update, 15.14 Uhr: Altheim-Überprüfung im Raum Rosenheim abgeschlossen

In etwa zwei Drittel aller Alten- und Pflegeheime im Landkreis Rosenheim gibt es aktuell keine Fälle von COVID-19. Das bestätigt das Landratsamt am Freitagnachmittag und beruft sich auf die Ergebnisse von Sichtungen aller Einrichtungen, die von der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim und der Örtlichen Einsatzleitung beauftragt und begleitet wurde. Oberstes Ziel der Aktion war, Probleme zu erkennen und Hilfe anzubieten und zu leisten sowie den Status bezüglich Personal, Patienten- bzw. Bewohnerklientel und Material festzustellen. Bei der Schutzausrüstung bemühte sich der Landkreis Rosenheim massiv, Masken, Handschuhe, Kittel und Desinfektionsmittel zu beschaffen. 1,2 Millionen Euro wurden bisher ausgegeben. 

Neben den gut 40 Covidfreien Häusern gibt es 18, in denen das neuartige Corona-Virus bei Bewohnern, zum Teil aber auch bei Mitarbeitern nachgewiesen wurde. In einzelnen Häusern wurde nach Lösungen gesuchtinfizierte Bewohner isolieren zu können. Es wurden Strukturen geschaffen, die Infizierte von negativ Getesteten trennen. Für die Pandemiebeauftragten in den Pflegeheimen wurde ein virtuelles Schulungsangebot organisiert. 

Für die Führungsgruppe Katastrophenschutz und die Örtliche Einsatzleitung waren fünf Erkundungsteams im Einsatz. Jedem gehörte jeweils ein Arzt mit rettungsdienstlicher Erfahrung, ein Einsatzleiter Rettungsdienst sowie eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen an.

Update, 14.44 Uhr: Wo gibt es die meisten Infizierten im Raum Rosenheim? 

Täglich verkünden die Landratsämter in der Region die aktuellen Zahlen. Dabei stellt sich vor allem die Frage, wo im Landkreis gibt es die meisten Infizierten, in welcher Gemeinde treten viele Fälle auf? Das Landratsamt Rosenheim hat die aktuellen Zahlen aus jeder Gemeinde im Landkreis veröffentlicht, die wir in einem gesonderten Artikel festgehalten haben. 

Update, 14.31 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Bayern 

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vermeldet am Freitag, 24. April, insgesamt 40.473 Coronavirus-Fälle in ganz Bayern. Das sind 653 mehr im Vergleich zum Vortag (23. April). Insgesamt gibt es in Bayern bislang 1.548 Tote (46 mehr als am Vortag). Am stärksten betroffen ist weiterhin der Regierungsbezirk Oberbayern mit 18.172 Infektionen und insgesamt 533 Todesfällen.

Regierungsbezirk

Anzahl der Fälle

Fälle Änderung zum Vortag

Fallzahl pro 100.000 Einwohner

7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner

Anzahl der Todesfälle

Todesfälle Änderung zum Vortag

Oberbayern

18.172

(+ 247)

387,78

32,63

533

(+ 5)

Niederbayern

4.074

(+ 119)

328,94

34,88

204

(+ 12)

Oberpfalz

4.514

(+ 65)

406,93

38,85

226

(+ 11)

Oberfranken

3.071

(+ 68)

287,69

26,60

135

(+ 4)

Mittelfranken

4.045

(+ 56)

228,48

24,40

171

(+ 4)

Unterfranken

3.062

(+ 51)

232,48

22,02

141

(+ 3)

Schwaben

3.535

(+ 47)

187,26

13,19

138

(+ 7)

Gesamtergebnis

40.473

(+ 653)

309,50

27,89

1.548

(+ 46)

Update, 14.05 Uhr: Insgesamt 273 bestätigte Corona-Infektionsfälle im Berchtesgadener Land 

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land gibt am 24. April insgesamt 273 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land heraus. Das bedeutet einen Anstieg um sechs Corona-Infektionsfälle im Vergleich zum Vortag (23. April). Seit Donnerstag, 23. April, gab es einen weiteren Todesfall einer 83-jährigen Covid-19-Patientin, sodass die Zahl der verstorbenen Covid-19-Patienten im Landkreis auf 18 Personen steigt.

186 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell befinden sich nur noch 69 COVID-19-Patienten in Behandlung, sodass die Zahl der Genesenen die der positiv getesteten Corona-Fälle erfreulicherweise übersteigt. Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Gegenwärtig befinden sich 75 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 691 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile aus der Quarantäne entlassen worden.

Aktuell befinden sich 64 COVID-19-Patienten in stationärer Behandlung, davon nur noch sieben Patienten in intensivmedizinischer Betreuung - drei Patienten weniger als am Vortag. Diese 64 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 267 bestätigten BGL-Corona- Fälle.

Update, 13.48 Uhr: Jetzt 2352 Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim 

Am Donnerstag, 23. April, wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim 58 neue Fälle gemeldet, sodass bisher insgesamt 2352 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 769 Personen eine Genesung dokumentiert. 124 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren fünf Personen unter 60 Jahren und mehr als die Hälfte  über 83 Jahre alt. 

278 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 45 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an belegten Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt. Da aktuell keine exponentielle Entwicklung mehr vorliegt, ist die Zahl der in den jeweils letzten sieben Tage aufgetretenen Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner der Verdoppelungszeit vorzuziehen. Seit dem 6. April sinkt die Zahl der Neuerkrankungen der jeweils letzten sieben Tage. "Aus den Daten ergibt sich, dass sich der Trend der abnehmenden Fallzahlen und die Unterbrechung der Infektionsketten verstetigt hat", erklärt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.

Das Gesundheitsamt Rosenheim empfiehlt weiterhin ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern.

Update, 13.25 Uhr - Verstoß gegen Mundschutzpflicht kann bis zu 5000 Euro kosten

Das bayerische Innenministerium und das Gesundheitsministerium haben den Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus erweitert. Neu aufgenommen wurden Verstöße gegen die ab 27. April 2020 geltende Pflicht für Personen ab dem siebten Lebensjahr (das heißt ab dem sechsten Geburtstag), beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen

"Wer gegen die 'Maskenpflicht' verstößt, muss mit 150 Euro Geldbuße rechnen, die bei mehrmaligen Verstößen verdoppelt werden kann", erklärte dazu Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. "Die Einhaltung wird selbstverständlich kontrolliert." Ladenbetreiber, die nicht sicherstellen, dass ihr Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, drohen sogar 5000 Euro Geldbuße

In Geschäften sind insbesondere die Ladenbetreiber als Hausrechtsinhaber gefordert, dafür zu sorgen, dass Schutz- und Hygienekonzepte erstellt werden. Schon jetzt nutzen viele Läden spezielles Sicherheitspersonal zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen und Hygienevorschriften. "Wenn alle Appelle der Ladenbetreiber an uneinsichtige Kunden nichts nutzen, kann auch die Polizei einschreiten", so Herrmann.

Update, 11.58 Uhr - Österreichs Schulstart mit Schichtbetrieb und ohne Klausuren

Bei der Wiedereröffnung der Schulen im Mai setzt Österreich auf Schichtbetrieb und verzichtet zudem auf Klausuren und Schularbeiten. Wie Bildungsminister Heinz Faßmann am Freitag mitteilte, sollen die Klassen in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Die erste Gruppe darf dann von Montag bis Mittwoch in die Schule, die zweite Gruppe am Donnerstag und Freitag. In der Woche darauf werden die Tage getauscht. Abschlüsse sollen weiter gemacht werden können. In den Grundschulen wird das Sitzenbleiben ausgesetzt.

Der Neustart der Schulen beginnt in Österreich am 4. Mai für Abiturienten und andere Schüler, die kurz vor ihrem Abschluss stehen. Sollte es keinen Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen geben, darf ab dem 18. Mai der Großteil der Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 14 Jahre wieder zur Schule gehen. Vor diesem Schritt werde auch auf die Entwicklungen in Dänemark und Norwegen geachtet, "die eine frühere Öffnung beschlossen haben", sagte Faßmann.

Für die älteren Schüler wird der Unterricht laut der Strategie am 3. Juni wieder aufgenommen. "Auch sie sollen eine Chance haben, die lernplanspezifischen Grundkompetenzen zu stärken und das Erlebte gemeinsam zu reflektieren", sagte Faßmann. Auf dem Weg zur Schule sollen alle Schüler einen Mundschutz tragen, für alle Kinder ab zehn Jahren gilt dies auch in den Pausen. Im Unterricht soll darauf aber verzichtet werden können.

Update, 11.10 Uhr - Feuerwehr Bad Aibling bittet um Hilfe bei Maskenproduktion

Für die Aktion „Maskenhilfe - Landkreis Rosenheim“ benötigt die Feuerwehr Bad Aibling "nach wie vor alle Hilfe die wir bekommen können." Dies teilt die Feuerwehr auf ihrer Homepage mit. 

Für Stadt und Landkreis Rosenheim stünden derzeit 20 Rollen Vlies vom bayerischen Wirtschaftsministerium zur Verfügung. Daraus könnten ca. 49.000 Masken für den medizinischen und pflegerischen Bereich gefertigt werden. "Viele Näherinnen und Näher unterstützen uns bereits aktiv und mit großem Engagement. Um die Menge an benötigten Masken herstellen zu können benötigen wir allerdings noch weitere Hilfe", so die Feuerwehr weiter. Die

Maskenverfügbarkeit in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie bei den Rettungsdiensten sei nach wie vor kritisch.

Falls Sie auch aktiv mithelfen wollen, gesund sind und Masken nähen können, bitten wir Sie sich auf folgender Internetseite anzumelden: www.kfv-rosenheim.de/corona.

Jetzt live: RKI informiert über aktuelle Lage

Auch heute gibt das Robert-Koch-Institut ein Update zur Corona-Lage in Deutschland

Update, 10.26 Uhr - RKI: Weitere Lockerungen erst bei täglich wenige hundert Neuinfizierten

"Dass wir in Deutschland vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen sind, haben wir den Maßnahmen zu verdanken. Wenn es wieder zu mehr engen Kontakten zwischen Menschen kommt, wird es auch mehr Ansteckungen geben", führt Schaade weiter aus. Und mahnt deshalb nochmal eindringlich: "Halten Sie sich weiterhin an die Maßnahmen. Helfen Sie dabei, das Virus in Schach zu halten." Ihm und dem gesamten Institut sei bewusst, wie schwierig die momentane Situation sei, betont der RKI-Vize.

Laut Schaade dürfe man derzeit noch nicht über weitere Lockerungen nachdenken. "2000 Fälle pro Tag sind noch sehr viel", sagt Schaade. Die Fallzahlen müssten erst auf wenige hundert pro Tag sinken, damit man über weitere Lockerungen nachdenken kann. "Nach zwei Wochen sehen wir frühestens positive oder negative Auswirkungen auf die Fallzahlen."

Update, 10.18 Uhr - RKI: "Sehen keine Übersterblichkeit in Deutschland"

In den letzten Tagen wurden in Deutschland etwa pro Tag 2000 neue Fälle gemeldet, teilt Prof. Lars Schaade, Vize-Chef des RKI mit. Die Zahl der Genesenen in Deutschland läge nun bei 106.800. Die Reproduktionszahl läge mit dem Datenstand von gestern auf 0,9. Das heißt, so Schaade, jeder Infizierte stecke also noch eine weitere Person an.

Einige Länder in Europa, wie Italien, Frankreich und Spanien verzeichnen derzeit noch immer eine Übersterblichkeit. Sie sei deutlich höher als das bei Grippewellen der Fall ist.  In Deutschland gäbe es allerdings derzeit keine flächendeckende Übersterblichkeit. Man sehe eine erhöhte Mortalitätsrate nur in zwei deutschen Bundesländern - Hessen und Berlin.

Update, 9.46 Uhr - Österreich stellt Plan für Schulöffnungen vor

Sechs Wochen nach Bekanntgabe der Schließung der Schulen aufgrund der Corona-Pandemie stellt Österreichs Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) um 10 Uhr den Fahrplan für eine Wiederöffnung vor.

Bereits bekannt ist, dass als erste ab 4. Mai die Maturanten bzw. die Abschlussklassen an den berufsbildenden mittleren Schulen und Berufsschulen zurückkehren werden. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte zuletzt angekündigt, dass die Schüler der anderen Schulstufen gestaffelt ab 15. Mai wieder an die Schulen kommen sollen.

Mehrere Medien berichten bereits vorab, dass die Klassen geteilt werden sollen - die eine Hälfte soll von Montag bis Mittwoch Unterricht haben, die andere Donnerstag und Freitag. In der Woche darauf soll es dann umgekehrt sein.

Update, 9.21 Uhr - Ampelanlagen in Burghausen laufen wieder

Seit den Morgenstunden des 24. April 2020 hat die Stadt Burghausen die außer Betrieb genommenen Ampelanlagen Glöcklhofer, Robert-Koch-Straße/Badhöringer Straße und Robert-Koch- Straße/Unghauser Straße wieder in Betrieb genommen. Hintergrund ist der ab der kommenden Woche erwartete verstärkte Verkehr aufgrund der allgemeinen Geschäftsöffnungen im Stadtgebiet.

Burghausen hatte aufgrund der Geschäftsschließungen und Ausgangsbeschränkung die Ampelanlagen vom Netz genommen. Das Verkehrsaufkommen war so gering, dass es die Ampeln für einen funktionierenden, fließenden Verkehr nicht gebraucht hatte.

Update, 8.53 Uhr - RKI: 2337 weitere Infektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Morgen die Fallzahlen in Deutschland aktualisiert. Mit Stand 24. April um 0 Uhr zählte das RKI nun 150.383 Infektionen. Das entspricht einem Plus von 2337 Fällen innerhalb der letzten 24 Stunden. Daraus ergibt sich eine Fallzahl mit 181 pro 100.000 Einwohner.

In Bayern verzeichnete das RKI einen Anstieg von 544 Fällen binnen eines Tages. Somit sind im Freistaat nun 39.939 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Die Todeszahlen überstiegen erstmals die 1500-Fall-Marke mit jetzt insgesamt 1525 Verstorbenen.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle/ 100.000 Einw.

Todesfälle

Baden-Württem­berg

29.792

+349

269

1.153

Bayern

39.939

+544

305

1.525

Berlin

5.459

+135

146

112

Brandenburg

2.536

+89

101

90

Bremen

707

+35

104

27

Hamburg

4.358

+72

237

122

Hessen

7.712

+119

123

296

Mecklenburg-

Vor­pommern

661

+2

41

16

Niedersachsen

9.544

+153

120

364

Nordrhein-West­falen

31.106

+522

173

1052

Rhein­land-Pfalz

5.731

+88

140

136

Saarland

2.445

+50

247

105

Sachsen

4.377

+50

107

135

Sachsen-Anhalt

1.436

+11

65

35

Schles­wig-Holstein

2.557

+27

88

88

Thüringen

2.023

+91

94

65

Gesamt

150.383

+2.337

181

5.321

Update, 7.53 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Kreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 561 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Das entspricht einem Plus von vier Infektionen. Laut Altöttinger Landratsamt handelt es sich bei den vier Fällen um zwei Männer aus Burghausen, einer Frau aus Neuötting und einem Mann aus Burgkirchen

310 Landkreisbürger sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 32 Personen sind bislang im Kreis Altötting an der Erkrankung verstorben, so das Landratsamt auf seiner Homepage. Das ist ein weiterer Todesfall innerhalb der letzten 24 Stunden.

Update, 7.30 Uhr -  Weitere Lockerungen für "kleines deutsches Eck"

Nachdem am Mittwoch das "kleine deutsche Eck" für Berufspendler geöffnet worden war, wird es ab Freitag (24. April) weitere Erleichterungen im Korridorverkehr vom Pinzgau über Bayern nach Salzburg geben. Die Lockerungen beim Grenzübertritt betreffen medizinische Fälle, den gesamten Warenverkehr und Unternehmer, die einen beruflichen Auftrag zu erledigen haben. 

„Jetzt sind auch medizinisch bedingte Fahrten zu Ärzten oder ins Spital, etwa für Untersuchungen oder Therapien möglich. Auch Selbstständige wie Ein-Personen-Unternehmer und alle Arten von Warentransporten können über das kleine deutsche Eck aus- und einreisen und sparen sich damit viele Kilometer“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Landesrat Stefan Schnöll.

"Die Umwegverkehre haben erhebliche Kosten und Probleme für Transporteure verursacht. Das ist nun ausgeräumt", erklärte der neue Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg, Peter Buchmüller gegenüber salzburg24.at. Er gab zu bedenken, dass sobald wie möglich auch der Pendler- und Lieferverkehr zwischen benachbarten Gemeinden wie Großgmain und Bayerisch Gmain gelockert werden sollten.

Update, 7.05 Uhr - Infektionszahlen im Land Salzburg gehen bergab

Die Infektionszahlen (aktive Fälle) für das Land Salzburg ist in den letzten Tagen deutlich zurückgegangen. "Es geht bergab! Als wir diese Grafik von unseren Kollegen der Landesstatistik gesehen haben, haben wir uns richtig gefreut", schreibt das Land Salzburg auf seiner offiziellen Facebook-Seite. Nach dem aktuellen Stand (23. April, 17.30 Uhr) gibt es noch 181 aktiv Infizierte im Land und seit vier Tagen keine Neuinfektionen.

Bis dato wurden insgesamt 1.222 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, 1008 sind gesund geworden. 90 werden im Krankenhaus behandelt, davon 12 auf der Intensivstation. 33 Personen sind leider verstorben.

Aufgrund der positiven Fallentwicklung will das Land Salzburg wieder einen Schritt zurück zur Normalität machen. Am Freitag (11 Uhr) werden die Regierungsspitzen Wilfried Haslauer, Heinrich Schellhorn und Andrea Klambauer präsentieren, wie es in Salzburg weiter geht.

Update, 6.33 Uhr - Münchner Polizist (57) stirbt nach Corona-Erkrankung

Ein Polizist der Inspektion München Flughafen ist an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Der 57-Jährige verstarb am Sonntagmorgen (19. April 2020) und hatte sich zuvor mit dem Coronavirus angesteckt. 

Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord dem Portal t-online.de bestätigte, hatte der verstorbene Beamte typische Symptome einer Corona-Infektion. Daraufhin kam der Polizist in eine Klinik, wo er schließlich am Sonntag verstarb. Über mögliche Vorerkrankungen des Beamten ist derzeit noch nichts bekannt.

Dem Bericht von t-online.de zufolge, soll sich der 57-Jährige während seines Dienstes am Münchner Flughafen mit dem Virus angesteckt haben. Doch ob das so gewesen ist, sei dem Polizeisprecher noch völlig unklar. Der Polizist sei seit einigen Jahren in einem kleineren Sonderteam am Flughafen tätig gewesen. Die sechs Kollegen des Mannes befänden sich aktuell in Quarantäne.

Update, 6.05 Uhr - Blockiert Nikotin den Weg des Coronavirus?

Französische Wissenschaftler vermuten, dass Nikotin möglicherweise eine Schutzwirkung bei einer Coronavirus-Infektion hat. Die Annahme beruht auf der geringen Zahl an Rauchern unter den Covid-19-Patienten. Weltweit liegt die Rate laut mehreren Studien zwischen 1,4 und 12,5 Prozent.

Im Pariser Krankenhaus La Pitié-Salpêtrière soll deshalb bald sowohl die präventive als auch die therapeutische Wirkung mithilfe von Nikotinpflastern untersucht werden.

Falschinformationen aus dem Ausland

Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang hat vor Falschinformationen über die Corona-Krise aus dem Ausland gewarnt. "Für viele Staaten ist die Corona-Pandemie eine Gelegenheit, um sich global vorteilhaft zu positionieren. Dabei verbreiten sie Desinformation, die in die bisherigen Narrative eingepflegt wird", sagte Haldenwang dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag).

Ohne bestimmte Länder beim Namen zu nennen, hob der Chef des Inlandsgeheimdienstes die erhöhte Wachsamkeit seiner Behörde hervor. "Auch wenn wir aktuell noch keine gezielten von anderen Nachrichtendiensten gestreuten Desinformationskampagnen gegen Deutschland feststellen, behalten wir diese Gefahr besonders im Blick. Wir monitoren entsprechende Aktivitäten aller infrage kommenden Staaten", sagte Haldenwang.

Die Europäische Union hatte am Donnerstag beklagt, dass insbesondere russische Medien in der Corona-Krise weiter mit Desinformation Stimmung gegen die Staatengemeinschaft machen. Allein in der vergangenen Woche seien 45 Fälle Kreml-freundlicher Falschnachrichten hinzugekommen, 30 von ihnen in Verbindung mit dem Coronavirus, teilte die EU-Kampagne "EU vs. Disinfo" mit. Sie seien auf Twitter, Facebook, Pinterest und Reddit rund 36 500 mal geteilt, kommentiert und mit einem Like versehen worden.

Nach RND-Informationen blickt die Bundesregierung verstärkt nach China. So bestehe der Verdacht, dass Peking gezielt falsche Informationen über Details des Ausbruchs und mögliche Ursachen der Pandemie in die Welt setze, hieß es. Die EU beklagt seit Beginn der Corona-Krise insgesamt ein hohes Aufkommen an Falschnachrichten. Der Außenbeauftragte Josep Borrell spricht von einem "globalen Kampf der Narrative".

Eltern stehen unter massiven Druck

Die Mehrheit der Eltern in Deutschland fühlt sich dem Fernunterricht ihrer Kinder in der Coronakrise auf Dauer nicht gewachsen. Das ist die zentrale Aussage einer am Freitag in Berlin veröffentlichten repräsentativen Umfrage von Infratest dimap, die von der gemeinnützigen Vodafone Stiftung in Auftrag gegeben wurde. 

Fast drei Viertel (73 Prozent) der Eltern sehen es demnach kritisch, die Lernunterstützung zu Hause über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. Fast die Hälfte (43 Prozent) meint, dass es für sie aktuell schwierig sei, die nötige Zeit zur Unterstützung des Lernens ihrer Kinder aufzubringen.

Unzufrieden ist die Mehrheit der Befragten, wie das Ersatzangebot gestaltet wird. Viele Schulen versendeten nur Lernstoff, böten aber wenig interaktive Lernformate an. "Digitalen Unterricht gibt es kaum in Deutschland: Nur 7 Prozent der Kinder nehmen täglich an digitalem Unterricht teil." 

Zwar versorgten die meisten Lehrkräfte ihre Schülerinnen und Schüler per Mail, Homepage oder Lernplattform mit Unterrichtsmaterialien - bei der Bearbeitung sind diese mit ihren Eltern aber weitgehend auf sich alleine gestellt.

mh/mz

Kommentare