News-Ticker zur Corona-Pandemie

Großdemo gegen Einschränkungen in Berlin - Münchner Chefarzt macht in Bezug auf Medikament Hoffnung

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Ein Demonstrant wird bei der Kundgebung in Berlin abgeführt. Die Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie greifen auch in Grundrechte ein. Während viele das hinnehmen oder allenfalls zu Hause murren, gehen andere auf die Straße - teilweise ohne Erlaubnis. 

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Samstag, 25. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2.392, Landkreis Traunstein 1.064, Landkreis Berchtesgadener Land 276, Landkreis Mühldorf 466, Landkreis Altötting 564
  • Mindestens 5.622 Todesopfer in Deutschland (1584 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (verlängert bis vorerst 3. Mai)
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
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Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr...

Update, 20.50 Uhr - Demos gegen Corona-Einschränkungen in Berlin

Trotz eines weitgehenden Verbots von Demonstrationen haben sich am Samstag in Berlin mehr als 1.000 Menschen versammelt, um gegen die Corona-Einschränkungen zu protestieren.

Viele der Demonstranten standen vor Absperrgittern, die die Polizei rund um den Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte aufgestellt hatte, um zu verhindern, dass der Platz zu voll wird. Die Polizei forderte die Menschen immer wieder auf, den Ort zu verlassen. 

Einzelne Teilnehmer wurden von der Polizei vorläufig festgenommen. Schließlich zerstreute sich die überwiegend friedliche Menschenmenge nach und nach am Nachmittag. Genaue Zahlen zu Teilnehmern und Festnahmen lagen zunächst noch nicht vor.

Die Polizei war mit knapp 200 Beamten, die Schutzmasken trugen, im Einsatz. Es sei verhindert worden, dass sich eine große geschlossene Menschenmenge gebildet habe, sagte ein Polizeisprecher.

Die Mehrheit der Protestierer ließen sich nicht eindeutig bestimmten politischen oder anderen Gruppen zuordnen. Unter den Teilnehmern waren allerdings einige bekannte Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretiker. Einige Meter entfernt vom Platz und den Absperrungen protestierten etwa 20 linke Aktivisten gegen die größere Kundgebung.

Update, 19.05 Uhr - Medikamenten-Durchbruch? Chefarzt aus Münchner Klinik macht Hoffnung

Gibt es einen Medikamenten-Durchbruch? Frühe Studiendaten zur Therapie der Lungenkrankheit Covid-19 mit dem Medikament Remdesivir haben für Wirbel gesorgt.

Das Medikament, welches ursprünglich gegen Ebola entwickelt wurde, habe bei Patienten in der München Klinik Schwabing erste Erfolge gebracht, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der dortigen Klinik für Infektiologie, berichtet unser Partnerportal tz.de

Nach zurückhaltenden Schätzungen habe die Hälfte seiner Patienten profitiert.

Update, 18.23 Uhr - 

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann will für Cafés, Kneipen und Restaurants im Land eine schnelle Perspektive bieten, wann sie wieder öffnen können. Sollte es die Entwicklung der Infektionszahlen in der Corona-Krise zulassen, dann solle die Gastronomie schon im Mai wieder beginnen können, sagte der SPD-Politiker.

Aus seiner Sicht sollte darüber nachgedacht werden, erste Angebote schon vor Himmelfahrt wieder zu ermöglichen. Dafür müsse es strenge Abstandsregeln zwischen den Tischen und eine begrenzte Gästezahl geben, auch eine Mundschutzpflicht für das Personal könne sinnvoll sein.

Update, 17.45 Uhr - Bayern weiterhin trauriger Spitzenreiter in Deutschland

In Deutschland sind bis Samstagnachmittag mehr als 154 100 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag 16.15 Uhr: Mehr als 151 700 Infektionen). Mindestens 5622 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag 16.15 Uhr: 5407). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Freitag wie in den drei Tagen zuvor bei 0,9. Das bedeutet, dass im Mittel fast jeder Infizierte eine weitere Person ansteckt und die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht.

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 109 800 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 40 900 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1584 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 31 400 Fällen und mindestens 1084 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 30 300 bestätigten Fällen und mindestens 1203 Toten. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland.

Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 313,2 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 185,3. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Update, 17.10 Uhr - Kein Maibaumbrauch in Bayern

Am 1. Mai werden in vielen Ländern traditionell neue Maibäume aufgestellt. Dieses Jahr bleibt manches Dorf maibaumfrei, und auch der Tanz in den Mai fällt flach: Die Corona-Krise durchkreuzt das Brauchtum. 

Fast 42 Meter hoch sollte er aufragen: Der neue Maibaum in Hohenschäftlarn bei München. Noch größer als sein Vorgänger sollte er sein. Doch jetzt bleibt der Platz unterhalb der Dorfkirche leer. Mit den Beschränkungen in der Corona-Krise sind alle weiteren Vorbereitungen für das Aufstellen des "Neuen" gestoppt. "Die Hälfte ist gehobelt. Dann haben wir aufgehört", berichtet der Hohenschäftlarner Burschenvereinsvorsitzende und Oberbursch Florian Metz. 

Die Maifeier, die im Dorf seit eineinhalb Jahren vorbereitet wurde, fällt aus - wie in vielen anderen Orten in ganz Deutschland. 

Bayern, Hohenschäftlarn: Nur eine leere Maibaum-Halterung ist an einem Platz unterhalb der Dorfkirche zu sehen. Durch die Coronapandemie konnten die Arbeiten am neuen Maibaum nicht fortgesetzt werden, die Maibaumwachen und das traditionelle feiern in der Wachhütte wurden durch die Kontaktbeschränkungen plötzlich untersagt. Nach monatelangen Vorbereitungen der Burschen- und Trachtenvereine entfallen die Festtage wohl in diesem Jahr. Traditionell werden in Bayern meist alle fünf Jahre die Maibäume neu aufgestellt.

Am 1. Mai werden traditionell in Bayern, aber auch in anderen Ländern wie Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen neue Bäume aufgestellt. Hunderte dürften es allein im Freistaat sein. Die Größe ist nicht zuletzt eine Prestigefrage. Als natürliche Begrenzung gilt wegen Blitzschlags, aber auch aus Respekt: Nicht höher als der Kirchturm.

Update, 16.32 Uhr - Maßnahmenverordnung kann angefordert werden

Im Bürgerbüro von Staatssekretär Stephan Mayer häufen sich Anfragen, die derzeit gültige Fassung der Maßnahmenverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betreffend. 

Eine auf dem Verordnungstext fußende Lesefassung kann bei MdB Mayer per E-Mail (stephan.mayer.ma04@bundestag.de) oder telefonisch (08671/881885) angefordert werden. Der Text beinhaltet unter anderem die Regelungen zur Öffnung von Ladengeschäften des Einzelhandels, der Schutzmaskenpflicht in Geschäften und beim öffentlichen Personennahverkehr.

Update, 16.20 - Italien-Studie zeigt: Tränen werden zur Ansteckungsgefahr

Wie italienische Wissenschaftler erforscht haben, soll das Coronavirus nicht nur über Atemwege, sondern auch über Tränen übertragbar sein. Dort soll es sich auch vermehren können.

In einer neuen Studie des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten Spallanzani in Rom sammelt sich laut blick.ch das Virus in den Tränen, vermehrt sich dort und kann bis zu einem Monat darin nachgewiesen werden. Dieses Ergebnis lieferte die Untersuchung des Augensekret einiger Covid-19-Patienten. Besonders gefährlich könnte es demnach für Augenärzte und Optiker werden.

Update, 15.55 Uhr - Landkreis Mühldorf: 289 Personen wieder genesen

Pressemitteilung im Wortlaut:

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es drei neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 25. April, 14 Uhr).

Dabei handelt es sich um eine Erwachsene über 60 Jahre, eine Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre und eine minderjährige Person.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 466 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 289 bereits genesen, 23 davon werden stationär behandelt.

Pressemitteilung des Landratsamts Mühldorf

Update, 15.40 Uhr - 346 Personen im Landkreis Traunstein geheilt

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 1064 bestätigte Corona-Fälle vor (29 mehr als gestern), wie das Landratsamt in einer Presseaussendung mitteilt. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 54 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich zehn Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sieben in Traunstein und drei in Trostberg).

51 Personen starben im Landkreis an Covid-19. Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 346 Personen (6 mehr als gestern).

Update, 15 Uhr - Übersicht über alle Rosenheimer Gemeinden

Bereits am Freitag, den 24. April, informierte das Landratsamt Rosenheim über die aktuellen Fallzahlen in den Gemeinden. 

>>>Wir haben die Daten hier in einem Artikel aufbereitet. <<<

Das Landratsamt weist darauf hin, dass es bei der berichteten Verteilung der Fälle auf die Gemeinden durch festgestellte Ausbrüche z.B. in Pflegeeinrichtung zu einer deutlich höheren Fallzahl kommen kann als in umliegenden Gemeinden. Im Rahmen von Reihenuntersuchungen werden hier Fälle entdeckt, die in anderen Gebieten nicht entdeckt wurden, so dass die Fallzahlen kein Abbild der Erkrankungen in der Bevölkerung darstellen. Hierbei werden auch Personen positiv getestet, die einen Verlauf ohne Symptome zeigen. Zusätzlich kann das Testverhalten zu regionalen Unterschieden führen. Deshalb kann man im Moment keine Rückschlüsse auf eine höhere oder niedrigere Gefahr in den unterschiedlichen Gemeinden ziehen.

Update, 14.28 Uhr - 276 bestätigte Corona-Infektionsfälle im Berchtesgadener Land

Pressemitteilung im Wortlaut:

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 276 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Meldestand: 25. April, 10 Uhr); das bedeutet einen Anstieg um drei Corona-Infektionsfälle im Vergleich zum Vortag. 

Seit gestern sind keine weiteren COVID-19-Patienten im Landkreis Berchtesgadener Land verstorben. 188 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell befinden sich noch 70 COVID-19-Patienten in Behandlung. Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen wie z. B. eine häusliche Quarantäne ein. Gegenwärtig befinden sich 66 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 692 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile aus der Quarantäne entlassen worden.

In stationärer Behandlung befinden sich 62 COVID-19-Patienten, davon acht Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (1 Patient mehr als am Vortag). Diese 62 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 276 bestätigten BGL-Corona-Fälle.

Pressemitteilung des Landratsamts Berchtesgadener Land

Update, 13.42 Uhr - München: Polizei muss Menschenmenge von 200 Personen auflösen

Pressemitteilung im Wortlaut:

Im Zeitraum von Freitag, dem 24. April, 6 Uhr, bis Samstag, dem 25. April, 6 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München), um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen. Über 5.500 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 108 Verstöße angezeigt, von denen 102 die Ausgangsbeschränkung betrafen. 

Am Freitag, dem 24 April, wurde gegen 21 Uhr von einer Polizeistreife festgestellt, dass sich zirka200 Personen auf dem Gärtnerplatz aufhielten. Zum Teil standen diese auch in größeren Gruppen zusammen und hielten sich somit auch augenscheinlich nicht an die aktuellen Regelungen im Zusammenhang mit der Ausgangsbeschränkung. Auch von Seiten der Anwohner ging eine gleichlautende Meldung bei der Polizeieinsatzzentrale ein. Die Polizeibeamten vor Ort forderten aufgrund der vielen Menschen Verstärkung an, die sich nun auch zum Gärtnerplatz begab. Bereits durch die Präsenz der ersten Streife entfernte sich ein großer Teil der Personen, die sich zuvor dort niedergelassen hatten. Beim Eintreffen weiterer Polizeibeamter wurde der Rest der Menge kontrolliert und auf die Einhaltung der geltenden Verordnungen hingewiesen. Alle Personen verhielten sich kooperativ. Ein direkter Regelverstoß konnte nicht festgestellt werden. 

Im Zeitraum zwischen Mittwoch, dem 22. April, 9 Uhr, und Donnerstag, dem 23. April, 9 Uhr, kam es in einem Münchner Krankenhaus zu einem auf die aktuelle Lage bezogenen Diebstahl. Durch einen bislang unbekannten Täter wurden hier aus einem verschlossenen Raum sechs Packungen mit Mund-Nase-Schutz-Masken (sogenannte OP- Masken) entwendet.

Einen Täterhinweis gibt es bisher nicht. Der Gesamtwert der gestohlenen Gegenstände liegt in einem zweistelligen Eurobereich. Die Münchner Kriminalpolizei ermittelt.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums München

Update, 13.07 Uhr - 40 Neuerkrankungen im Landkreis Rosenheim

Wie das Landratsamt via Aussendung bekanntgibt, wurden dem Gesundheitsamt 40 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2.392 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 784 Personen eine Genesung dokumentiert. 130 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben.

Update, 13.04 Uhr - Bad Endorf: Quarantäne für Haus Linde aufgehoben

Pressemitteilung im Wortlaut:

Die Quarantäne für das Haus Linde in Bad Endorf ist aufgehoben. Alle Abstriche sowohl von Bewohnern als auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind negativ. Die Umzäunung wird entfernt. Die Information, ein Bewohner sei positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden, stellte sich als falsch heraus. 

Tatsächlich gab es den dringenden Verdacht von Covid-19. Die Person zeigte klinische Symptome und auch die radiologische Untersuchung unterstützte den dringenden Verdacht einer Covid-19-Erkrankung. Die Einrichtung wäre auch in diesem Fall vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden. Das Haus Linde ist eine offene sozialtherapeutische Einrichtung zur Betreuung von Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Pressemitteilung des Landratsamts Rosenheim

Update, 12.30 Uhr - Virologe Drosten warnt erneut vor "Zweiter Welle"

Deutschlands Vorsprung - durch frühzeitiges Erkennen des Ausbruchs - stehe auf dem Spiel, warnt der Berliner Virologe Christian Drosten in seinem NDR-Podcast. Er kritisierte die derzeitigen Lockerungen heftig. Als Beispiel nannte er geöffnete Malls, in denen sich nun wieder viele Menschen sammelten, weil einzelne Geschäfte klein genug sind, um öffnen zu dürfen. 

Und er befürchtet, dass sich Menschen oder Firmen nun eigene Spielregeln überlegen, um zu einer Art Normalität zurückzufinden: "Wenn alle anfangen, sich die eigenen Interpretationsspielräume auszulegen ganz frei, dann starten an vielen Orten in Deutschland plötzlich neue Infektionsketten." Drosten warnte bereits vorige Woche von einer neuen Welle, die Deutschland mit größerer Wucht treffen könnte als bisher.

Update, 11.55 Uhr - Italien setzt im Kampf gegen Corona auf Schneekanonen

Schutz und Desinfektion sind in der Corona-Krise oberstes Gebot. Italien beschreitet bei der Bekämpfung des Virus nun neue Wege: Kurzerhand wurde Gerät, das im Winter eigentlich auf Pisten zu finden ist, zweckentfremdet. Mit Schneekanonen ausgerüstete Lastwagen, die mit verdünntem Wasserstoffperoxid gefüllt wurden, desinfizieren derzeit die Straßen. 

Bereits Anfang April wurde die Idee von einem Tiroler Unternehmen aufgebracht. Die Firma DAKA betonte, dass sich mit der Methode binnen kürzester Zeit große Flächen desinfizieren ließen - schließlich betrage die Wurfweite fünfzig Meter. 

Update, 10.47 Uhr - Boris Palmer und Julian Nida-Rümelin fordern Strategiewechsel

Mehrere bekannte Persönlichkeiten fordern einen Strategiewechsel in der Corona-Krise, wie die "Welt" unter Berufung auf einen im "Spiegel" veröffentlichten Appell berichtet. 

Demnach fordern der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, der Hallenser Medizinprofessor Alexander Kekulé, der frühere Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, der Münchner Ethikprofessor Julian Nida-Rümelin, der Hamburger Ökonom Thomas Straubhaar und die Potsdamer Schriftstellerin Juli Zeh, dass der Ausstieg aus dem Lockdown "so rasch wie möglich" erfolgen solle. Covid-19 sei für die Bevölkerung nicht gefährlicher als die Grippe, wenn man Ältere und Risikogruppen schütze. 

Zwar konstatieren die Autoren des Appells, dass der ursprüngliche Lockdown seine Richtigkeit gehabt habe, inzwischen sei er aber "im Begriff, unser soziales, kulturelles und wirtschaftliches Leben zu ruinieren."  Auch wirtschaftliche Beweggründe werden angeführt.

Die von Bund und Ländern zuletzt erlassenen Lockerungen halten sie für nicht ausreichend. Die Maßnahmen sollten auf Menschen mit Vorerkrankungen und Menschen über 65 Jahre konzentriert werden. 

Palmer hatte sich schon Tage zuvor mit ähnlich lautenden Vorschlägen zu Wort gemeldet. So zweifelt er gegenüber der "Welt", dass die derzeitige Ausnahmesituation sehr viel länger als einen Monat durchzuhalten sei. "Wir müssen uns auf einen Wirtschaftseinbruch gefasst machen, der sich gewaschen hat. Die Rezession ist sicher", so Palmer.

Update, 10.10 Uhr - 5.500 Todesopfer in Deutschland, 1.566 in Bayern

Das Robert Koch Institut (RKI) veröffentlichte am Samstagmorgen die aktuellen Fallzahlen für Deutschland. In Bayern sind demnach 40.547 Menschen am neuartigen Corona-Virus erkrankt. Dies sind 608 mehr als am Vortag. 1.566 Menschen starben an den Folgen der Erkrankung.

In Deutschland 152.438 Menschen infiziert, was eine Zunahme von 2.055 Angesteckten im Vergleich zum Vortag bedeutet. Bundesweit starben 5.500 Menschen an Corona.

Update, 9.20 Uhr - 10.000 Deutsche sollen sich in Österreich angesteckt haben

Wie das Online-Investigativ-Medium "zackzack" meldet, sollen sich 10.000 Deutsche in Österreich mit Corona infiziert haben. Dies habe das Robert Koch Institut (RKI) auf Nachfrage bestätigt. Insgesamt seien es 9526 Deutsche gewesen, die mit COVID-19 aus Österreich zurückkamen. 

In 4147 Fällen sei auch das Bundesland bekannt, in welchen sich die Deutschen infizierten. 90 Prozent der Fälle seien auf Tirol zurückzuführen. Lediglich 428 Menschen hätten sich nachweislich außerhalb Tirols infiziert. 

Update, 8.03 Uhr - Warnung vor zu späten Arztbesuchen

Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bringen viele Eltern ihre Kinder nach Medizinerangaben nicht mehr zum Arzt. Das habe teils bedrohliche Folgen, sagte Wolfgang Kölfen, Vorsitzender des Verbands Leitender Kinder- und Jugendärzte Deutschlands, der Rheinischen Post. So habe es bereits Komplikationen bei Blinddarmentzündungen gegeben, weil Eltern zu lange gewartet hätten. Zudem fehle durch den Wegfall der Kitas ein Frühwarnsystem für Kinder aus schwierigen Verhältnissen.

Wenn ein Kind krank sei, solle es zum Arzt oder in eine Klinik gebracht werden: "Warten Sie nicht zu lange. Die Gefahr, dass ein Kind Covid-19 kriegt, ist minimal", mahnte Kölfen. Das gelte noch mehr für eine mögliche Ansteckung im Krankenhaus. Bei Corona-Verdacht würden Kinder in einem von den anderen Stationen abgetrennten Bereich getestet. "Die Gefahr, dass es sich bei anderen Kindern in der Klinik ansteckt, ist gleich null."

Über 150.000 Infizierte in Deutschland

In Deutschland gibt es nun mehr als 150.000 Infektionen mit dem Coronavirus. Bis zum späten Freitagabend (News-Ticker Freitag) waren 152.300 Fälle bekannt (Vortag: mehr als 149.900 Infektionen). Mindestens 5.454 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag: 5.261). Das geht aus der Auswertung der Deutschen Presseagentur (dpa) hervor, die jeweils die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Demnach ist Bayern mit mehr als 40.400 Fällen außerordentlich stark betroffen. Bislang gab es im Freistaat außerdem 1.548 Tote.

Traunreut: Corona-Einsatz in Asyl-Unterkunft

 © FDL/BeMi
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Am Freitag sorgten darüber hinaus zwei Einsätze an Asylbewerberunterkünften im Landkreis Traunstein für Aufsehen. Aus der Gemeinschaftsunterkunft Trostberg mussten 14 der insgesamt 86 Bewohner verlegt werden, in Traunreut mussten drei weitere Bewohner (insgesamt 182) in eine andere Einrichtung gebracht werden. Dort hat es bereits Mitte April schon einmal einen Großeinsatz gegeben.

Die häusliche Quarantäne für die Bewohner in Traunreut sowie die Zugangs- und Ausgangsbeschränkung wurden vom Landkreis Traunstein bis zum 8. Mai verlängert. Zudem wurde ein Sicherheitsdienst beauftragt, der die Einhaltung der Regeln kontrollieren soll.

mw/dp

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