News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bald regelmäßige Tests für Erzieher und Krankenpfleger? - Enorme Lockerungen in Thüringen

Coronavirus - Bayern
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Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings Schritt für Schritt weitere Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Montag, 25. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2757, Landkreis Traunstein 1296, Landkreis Berchtesgadener Land 305, Landkreis Mühldorf 497, Landkreis Altötting 597
  • Todesfälle: Rosenheim 203, Traunstein 86, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 25, Altötting 55
  • Mindestens 8247 Todesopfer in Deutschland (2391 in Bayern)
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 19.10 Uhr - Regelmäßige Tests für Erzieher, Lehrer und Krankenpfleger?

Angehörige sozialer Berufe wie Erzieherinnen, Krankenpfleger und wohl auch Lehrer sollen sich in Bayern bald regelmäßigen Tests auf das Coronavirus unterziehen können. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag bei einem Besuch in einem Nürnberger Kindergarten an. Die Kindertagesstätten beherbergen nach seinen Worten inzwischen wieder 50 Prozent der dort im Normalbetrieb betreuten Kinder. 

Zum 1. Juli könnten unter bestimmten Umständen wieder alle Kindergarten-Kinder in ihre Einrichtungen gehen, falls sich das Infektionsgeschehen nicht wieder verschlimmere. Die Tests sollten für Bedienstete von Kitas und vieler anderer Bereiche regelmäßig und für die Betroffenen kostenlos durchgeführt werden, sagte Söder. 

"Wir überlegen derzeit ein Konzept." Sollten positive Tests auftreten, gebe es dann die Möglichkeit, schnell einzugreifen. Er nannte Angörige von Berufen in Risikobereichen wie Kinderbetreuung, Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern als Beispiele. Auf die Frage, ob dies auch die Lehrer in Bayerns Schulen betreffe, antwortete Söder: "Wahrscheinlich ja."

dpa

Update, 17.33 Uhr - Enorme Lockerungen in Thüringen: Söder spricht von "fatalem Signal"

Im Zuge der angekündigten und weitreichenden Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen in Thüringen will der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Zweifel mit Gegenmaßnahmen reagieren. Hierzu werde man noch bei Bedarf ein Konzept erarbeiten.

Er bezeichnete die geplanten Lockerungen zudem als „fatales Signal“. Söder meinte weiter, dass Bayern vom Infektionsgeschehen in der Nachbarschaft betroffen sei. „Ich möchte nicht, dass Bayern noch mal infiziert wird, durch eine unvorsichtige Politik, die in Thüringen gemacht wird."

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sprach davon, zum 6. Juni auf die bisher bestehenden Corona-Schutzvorschriften zu verzichten. Das Einhalten von Mindestabständen, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und die Kontaktbeschränkungen würden somit nicht mehr gelten.

Update, 17.10 Uhr - Huml: "Es ist sehr wichtig, neue Infektionen möglichst zu vermeiden.“

Nachdem die Lockerungen beschlossen und heute wirksam gemacht wurden, appeliert die bayerische  Gesundheitsministerin Melanie Huml an das Verständnis der bayerischen Bürger und setzt sich für die Einhaltung der Schutz-Maßnahmen ein.

„Die sogenannte Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr gilt weiterhin. Denn es ist wichtig, sich und andere vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu schützen. Dafür ist eine Alltagsmaske oder ein Schal vor Mund und Nase in bestimmten Situationen ein zusätzlicher Baustein.“ betonte die Gesundheitsministerin.

Update, 16.55 Uhr - Aktuelle Fallzahlen aus Mühldorf am Inn

Derzeit meldet das Landratsamt Mühldorf den dritten Tag in Folge  keine neuen Corona-Fälle. Die Gesamtzahl bleibt damit bei 497 bestätigten Fällen. Es werden im Moment noch vier der sieben aktiven Corona-Fälle stationär behandelt. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt damit bei 1,7.

Die Reihentestung am Putenschlachthof Ampfing zeigte auch bereits erfreuliche Ergebnisse. Die 530 ausgewerteten Proben zeigten keinen positiven Fall.

Update, 16.45 Uhr - Altenheim in Freilassing unter Quarantäne

Im AWO in Freilassing wurde eine Person positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Dies bestätigte Stefan Neiber vom Landratsamt Berchtesgadener Land gegenüber bgland24.de. In der Folge wurden 16 Bewohner und fünf Mitarbeiter des Pflegeheims unter Quarantäne gestellt. 

"Die betroffene Person wurde bereits am 20. Mai aus anderem Anlass in eine Klinik aufgenommen." führte Neiber weiter aus. Alle Personen, welche sich aktuell in Quarantäne befinden und möglicherweise Kontakt mit der infizierten Person hatten, wurden dementsprechend ebenfalls auf das neuartige Coronavirus getestet. "Ein Ergebnis einer Abstrichuntersuchung liegt aktuell noch nicht vor".

Update, 16 Uhr - Aktuelle Fallzahlen aus dem Landkreis Traunstein

Seit der letzten Meldung des Gesundheitsamtes Traunstein sind zwei Neuinfektionen dazugekommen. Damit liegen im Moment 147 aktive Corona-Fälle vor und die Gesamtzahl ist auf 1296 Fälle gestiegen. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert beträgt 11,29.

Ein weiterer Todesfall liegt vor und einer der 13 aktuell in Behandlung befindlichen Patienten wird im Klinikum Traunstein intensivmedizinisch betreut. Die Zahl der Genesenen steigt hingegen um acht auf mindestens 1063 an.

Update, 15.45 - Fußball Bundesliga: 3. Liga wird fortgesetzt

Nachdem die 1. und die 2. Bundesliga den Spielbetrieb wieder aufgenommen haben, wurde nun auch die Wiederaufnahme des Spielbetriebs der 3. Liga vom DFB Bundestag beschlossen. Die Abstimmung wurde mit überraschenden 94,87% für Ja beendet, wie der Kicker berichtet. Ein Drittliga-Aus ist damit abgewendet.

Update, 15.30 - Aktuelle Fallzahlen aus Altötting

Die Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Fälle stieg über das Wochenende um einen weiteren an. Somit gibt es 597 Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Davon sind in der Zwischenzeit 514 wieder gesund und 56 verstorben.

Update, 15.15 Uhr - LGL: So sind die bayernweiten Coronazahlen

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit meldet in 57 neue Infizierte im Vergleich zum Vortag. Damit liegt die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Bayern bei 21.184. Die Zahl der Todesfälle stieg um fünf weitere auf 933 an.

Regierungsbezirk

Anzahl der Fälle

Fälle Änderung zum Vortag

Fallzahl pro 100.000 Einwohner

Fälle der letzten 7 Tage

7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner

Anzahl der Todesfälle

Todesfälle Änderung zum Vortag

Oberbayern

21.184

(+ 57)

452,05

294

6,27

933

(+ 5)

Niederbayern

4.668

(+ 4)

376,90

44

3,55

274

-

Oberpfalz

5.189

(+ 54)

467,79

182

16,41

342

(+ 1)

Oberfranken

3.683

(+ 16)

345,02

118

11,05

215

(+ 3)

Mittelfranken

4.718

(+ 4)

266,49

48

2,71

258

(+ 1)

Unterfranken

3.408

(+ 1)

258,75

25

1,90

183

-

Schwaben

3.792

(+ 1)

200,87

28

1,48

197

(+ 1)

Gesamtergebnis

46.642

(+ 137)

356,68

739

5,65

2.402

(+ 11)

Update, 15.05 Uhr - Aktuelle Fallzahlen aus Rosenheim

Über das Wochenende meldet das Landratsamt insgesamt neun neue Infektionen mit Covid-19. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der Coronafälle im Stadt- und Landkreis auf 2757, wobei mittlerweile 1875 der Erkrankten wieder genesen sind.

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert ist damit für die Stadt Rosenheim 4,74 und für den Landkreis 10,73. Der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim Dr. Wolfgang Hierl empfiehlt, sich "weiterhin verantwortungsvoll an das Abstandgebot und die Hygieneregeln zu halten zum Schutz der Gesundheit."

Update, 14.50 Uhr - Sondergenehmigung für Kasperltheater

Das Landratsamt Rosenheim hat eine Ausnahmegenehmigung für das Chiemsee-Kasperltheater erteilt. Unter den Auflagen, nur 50 Besucher pro Aufführung zu empfangen, welche sich an den Mindestabstand von 1,5 m halten müssen und einer Vorführung unter freiem Himmel, wird das beliebte Theater möglich.

Weitere Informationen zu den Vorführungen erhaltet Ihr unter www.chiemsee-kasperl.de

Update, 14.05 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Berchtesgadener Land

Die Gesamtzahl der mit SARS-CoV-2 infizierten Personen im Beechtesgadener Land ist aktuell auf 305 angestiegen. Damit sind seit Freitag, den 22. Mai, lediglich zwei Neuinfektionen hinzugekommen. 274 Personen sind mittlerweile schon wieder genesen und der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt nach wie vor bei 4,7.

Im Moment befinden sich im Berchtesgadener Land noch 27 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Das sind zwar fünf Personen mehr als bei der letzten Meldung, jedoch wurden seit März insgesamt 833 Kontaktpersonen wieder aus der Quarantäne entlassen. Eine weitere positive Nachricht: seit Freitag hat sich die Zahl der stationär zu behandelnden Personen mit Covid-19 Infektion von zwölf auf zehn verringert.

Update, 13.45 Uhr - Augsburger Wirtin und ihre Mutter greifen Polizisten an

Wegen Lärmbelästigung und Verstößen beim Ausschank wurde am Freitagnachmittag, den 22. Mai, die Polizei zu einer Bar gerufen. Wie die Polizei mitteilte, wurde die Wirtin von der Polizistin wegen der Verstöße belehrt, als die eine der Frauen unvermittelt zuschlug. Der Schlag ins Gesicht der Polizistin sorgte für das Eingreifen der anderen anwesenden Beamten. Als auch die andere Frau laut Aussage der Polizei gewalttätig wurde, wurden beide zu Boden gebracht.

Der Vorfall sorgte dafür, dass sich aus der Menge der Schaulustigen einige Menschen mit der Wirtin und ihrer Mutter solidarisierten. Becher wurden nach Beamten geworfen und der Name des Lokals gesungen. Drei der vier Beamten, welche Kratzer, Schläge und Bisse erlitten, waren nicht mehr dienstfähig. Der Barbetrieb wurde eingestellt.

Update, 12.49 Uhr - Aiwanger: Biergärten ab Pfingsten bis 22 Uhr auf

Seit heute gelten neue Lockerungen in Bayern: So dürfen Gaststätten nun auch im Innenbereich Gäste bewirten. Doch die Regeln für den Innen- und Außenbereich unterscheiden sich derzeit noch. Im Innenbereich dürfen derzeit Gäste bis 22 Uhr, im Außebereich/Biergarten jedoch nur bis 20 Uhr.

Dies würde Wirtschaftsminister Aiwanger jedoch spätestens ab Pfingsten ändern: "Wir können nicht die Leute vom Biergarten verscheuchen und die drängen sich dann in Innen-Restaurants. Das wäre kontraproduktiv. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir uns in der Koalition einigen, dass wir an Pfingsten alles öffnen bis 22 Uhr", so Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im BR-Interview.

Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits am Freitag eine Änderung der Öffnungszeiten der Außengastronomie "ab der Pfingstwoche" bis 22 Uhr in Aussicht gestellt.

Update, 11.51 Uhr - Dringender Gesprächsbedarf: Corona-Kabinett überraschend abgesagt

Die für diesen Montag geplante Sitzung des Corona-Kabinetts der Bundesregierung ist kurzfristig abgesagt worden. Das bestätigte eine Regierungssprecherin auf Anfrage. Zu den Gründen machte sie zunächst keine Angaben. 

Der Sender RTL/ntv berichtete unter Berufung auf das Kanzleramt, es bestehe nach dem Vorstoß des thüringischen Ministerpräsidenten Thüringens Bodo Ramelow (Linke) „dringender Gesprächsbedarf“ zwischen Bund und Ländern.

Im Corona-Kabinett sollte am Vormittag auch über mögliche weitere Lockungen beraten werden.

Update, 11.28 Uhr - Bericht: Bundesregierung will Kontaktbeschränkungen schon bald lockern

Heute treffen sich die Staatskanzleichefs der Länder. Im Vorfeld hat Kanzleramtschef einen Vorschlag für die Runde ausgearbeitet. In der Vorlage wird grundsätzlich an den Abstandregelungen (mindestens 1,5 Meter) und Maskenpflicht festgehalten. Bei den Kontaktbeschränkungen soll es ab dem 6. Juni Lockerungen geben: In dem Papier, das der "Bild"-Zeitung vorliegt, empfiehlt der Bund, „private Zusammenkünfte, wenn möglich, im Freien abzuhalten, da hier ein erheblich geringeres Infektionsrisiko besteht, und diese generell auf höchstens 20 Personen zu beschränken“. Bei Treffen im Inneren soll die Zahl auf zehn begrenzt werden. Die Länder wollen die Zahl der Personen, die sich treffen dürfen, dagegen selbst regeln.

Zu Treffen im öffentlichen Raum heißt es in der Vorlage: „Angesichts der niedrigen Infektionszahlen in Deutschland soll der Aufenthalt im öffentlichen Raum jedoch ab dem 6. Juni nur noch dort durch verbindliche Anordnung beschränkt werden, wo die regionale Dynamik im Infektionsgeschehen dies erfordert.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Update, 10.41 Uhr - Sachsen kündigt Wende bei Corona-Einschränkungen an

Nach Thüringen hat auch Sachsen eine grundlegende Änderung beim Umgang mit Einschränkungen in der Corona-Krise angekündigt. "Wenn die Zahl der Neuinfektionen weiterhin stabil auf einem niedrigen Niveau bleibt, planen wir für die Zeit ab dem 6. Juni in der nächsten Corona-Schutzverordnung einen Paradigmenwechsel", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Montag in Dresden.

"Statt wie jetzt generell Beschränkungen zu erlassen und davon viele Ausnahmen für das zu benennen, was wieder möglich ist, wird dann generell alles freigegeben und nur noch das Wenige an Ausnahmen benannt, was noch nicht möglich sein wird", erklärte Köpping. Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" berichtet.

Die Regierung beobachte das Infektionsgeschehen sehr genau, um zu beurteilen, wie die aktuellen Maßnahmen wirken, sagte die Ministerin. "Viel hängt davon ab, dass die Menschen Verantwortung übernehmen und sich an Abstandsgebot und Maskenpflicht halten. Man sieht bei den Infektionen in Gaststätten, Schulen, Kitas oder Gottesdiensten, wie schnell es zu einem Ausbruch kommen kann." Ob und wann die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung und zum Abstandhalten aufgehoben wird, sollte bundesweit gemeinsam entschieden werden.

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping

Update, 10.28 Uhr - Regensburg reißt Corona-Grenzwert deutlich

Der Landkreis Regensburg liegt zu Beginn der neuen Woche deutlich über dem Corona-Grenzwert. Der Kreis vermeldete in den vergangenen sieben Tagen 72,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Das liegt vor allem an einem Virus-Ausbruch in einem Asylbewerberheim. Das geht aus den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Auch die Kreise Coburg und Lichtenfels liegen bei mehr als 35 Fällen.

Bundesweit liegt die Grenze bei 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Das bayerische Kabinett hatte die Grenze jedoch auf 35 Fälle runtergesetzt. Sobald die Grenze gerissen wird müssen die Maßnahmen verschärft werden.

Update, 9.54 Uhr -  RKI: 289 Neuinfektionen und zehn weitere Todesfälle

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen Anstieg der Corona-Infektionen um 289 auf nunmehr 178.570 Fälle. Die Zahl der Toten sei zum Vortag um zehn auf 8257 geklettert. Es ist in Deutschland von etwa 9100 aktiven Corona-Fällen auszugehen.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

Baden-Württem­berg

34.431

+32

311

1.698

Bayern

46.326

+120

354

2.382

Berlin

6.642

+5

177

191

Brandenburg

3.214

0

128

154

Bremen

1.312

+13

192

41

Hamburg

5.069

+3

275

241

Hessen

9.770

+8

156

460

Mecklenburg-Vor­pommern

760

0

47

20

Niedersachsen

11.578

0

145

572

Nordrhein-West­falen

37.298

+75

208

1.565

Rhein­land-Pfalz

6.596

+6

161

228

Saarland

2.716

+3

274

157

Sachsen

5.231

+10

128

205

Sachsen-Anhalt

1.694

0

77

54

Schles­wig-Holstein

3.062

0

106

137

Thüringen

2.871

+14

134

152

Gesamt

178.570

+289

215

8.257

Update, 9.30 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Kreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 596 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Das Landratsamt meldete am Montag eine Neuinfektion über das Wochenende. Bei dem neuen Fall handelt es sich um eine Frau aus Töging.

55 Personen sind im Kreis Altötting bislang an der Erkrankung verstorben.

Update, 8.57 Uhr - Nach Restaurant-Besuch: Jetzt schon 18 Corona-Fälle in Leer

Der niedersächsische Landkreis Leer sucht nach den positiven Corona-Tests infolge eines Restaurantbesuchs in Ostfriesland weiter nach den Gründen für die Infektionen. Es werde geprüft, ob es in dem Lokal Verstöße gegen die Corona-Auflagen gab, sagte ein Sprecher des Landkreises. Einen Zwischenstand wollte er am Sonntag dazu nicht abgeben. "Das müssen wir abwarten", sagte er.

Eine Befragung der Gäste, die am 15. Mai im Restaurant waren, habe "Indizien geliefert, dass an dem Abend möglicherweise gegen Corona-Auflagen verstoßen wurde", hieß es in einer Mitteilung des Landkreises. Diesen Hinweisen werde in einem Ordnungswidrigkeiten-Verfahren nachgegangen, einschließlich einer Anhörung des Betreibers.

Die Zahl der positiv auf Corona Getesteten, die am 15. Mai in geschlossener Gesellschaft in dem Lokal in Moormerland waren, war im Laufe des Sonntags auf 14 gestiegen, hinzu kamen vier weitere Personen, die sich in der Folge angesteckt hatten. Für 118 Menschen wurde häusliche Quarantäne angeordnet.

Der Inhaber des Restaurants, der sich auch selbst mit dem Virus angesteckt hat, hatte am Wochenende gesagt, er wisse nicht, ob sich das Virus am 15. Mai beim Eröffnungsabend seines Lokals verbreitet habe. Es sei auch möglich, dass sich die Menschen vor oder nach dem Abend infiziert hätten. Falls sie sich tatsächlich in dem Lokal angesteckt haben, wäre dies der erste bekannt gewordene Fall dieser Art seit Wiedereröffnung der Gaststätten. Der Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Niedersachsen, Rainer Balke, sagte im Interview der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" über den Fall in Moormerland: "Da wurde offenbar einiges falsch gemacht, und es ist übel gelaufen."

Update, 8.13 Uhr -  Keine Corona-Intensiv-Patienten mehr in Salzburg

In Österreich gibt es nur noch in vier der neun Bundesländer am Coronavirus behandelte Intensiv-Patienten. Laut Information des Gesundheitsministeriums vom Sonntag befinden sich in Salzburg, Kärnten, Oberösterreich, Vorarlberg und im Burgenland keine Corona-Erkrankten mehr in intensiv-medizinischer Behandlung.

Mittlerweile sind nur mehr 800 Menschen in Österreich aktiv an Corona erkrankt (minus 24 Prozent im Vergleich zur Vorwoche), nur mehr 137 (minus 30 Prozent) davon müssen im Spital behandelt werden und nur mehr 29 Personen sind so schwer an Corona erkrankt, dass sie in Intensivabteilungen behandelt werden müssen (minus 39,6 Prozent im Vergleich zur Situation vor einer Woche).

Gesundheitsminister Rudi Anschober: „Besonders interessant wird die Evaluierung der Entwicklung des Corona-Virus in der kommenden Woche. Denn ab Mitte der Woche müssten sich allfällige Auswirkungen des dritten Öffnungsschrittes vom 15. Mai zeigen. Dieser ist ja unter anderem mit der Öffnung der Gastronomie besonders umfassend ausgefallen. Die ersten beiden Öffnungsschritte vom 14. April und 1. Mai haben keine negativen Auswirkungen auf die Corona-Entwicklung gebracht. So soll es bleiben. Denn wir wollen mit aller Kraft eine zweite Welle vermeiden. Denn sie wäre katastrophal für Gesellschaft, Gesundheit, Wirtschaft und damit auch für die soziale Lage. (...)"

Update, 7.25 Uhr - Studie: 41 Corona-Tote wegen CL-Match in Liverpool?

Dutzende Todesfälle durch das Coronavirus in Großbritannien sind laut einer Studie möglicherweise auf das Champions-League-Spiel zwischen dem FC Liverpool und Atletico Madrid am 11. März in Liverpool zurückzuführen. Die Datenanalysefirma Edge Health schätzt, dass 41 Todesfälle mit dem Fußballmatch in Verbindung stehen, wie die britische Zeitung Sunday Times am Sonntag berichtete.

Diese Todesfälle traten zwischen 25 und 35 Tage nach dem Spiel in Krankenhäusern von Liverpool und Umgebung auf. Das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League war vor 52.000 Stadionbesuchern ausgetragen worden. Rund 3000 spanische Fans waren dafür angereist. Es war das letzte größere Fußballspiel, das in Großbritannien vor Verhängung der allgemeinen Corona-Restriktionen stattfand.

Der Bürgermeister des Liverpooler Stadtgebiets, Steve Rotheram, hatte bereits im April eine Untersuchung dazu gefordert, warum das Spiel noch vor Zuschauern im Stadion stattfinden durfte. Wenn sich Menschen bei einem Sportereignis angesteckt hätten, das nicht hätte stattfinden dürfen, sei dies "skandalös", sagte er dem Sender BBC.

Update, 6.53 Uhr - Sieben Neuinfektionen in München

In München wurden sieben neue Corona-Fälle (Stand Sonntag, 24. Mai, 13.30 Uhr) bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.740 getestete Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.653 Personen, die bereits genesen sind, sowie 212 Todesfälle.

Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,76 (Stand 21.5.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 76 Menschen neu anstecken. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 4,82. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

Update, 6.18 Uhr - Reproduktionszahl wieder gestiegen

Bundesweit sind bis zum späten Sonntagabend (News-Ticker Sonntag, 24. Mai) mehr als 178.500 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand: über 178.100 Infektionen). Mindestens 8252 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand: mindestens 8229). Das geht aus der neuesten Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 0,94 (Stand: 24. Mai). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag lag der Wert bei 0,83. Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Stand: 24. Mai) bei 0,93. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen. Über 160.000 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge weiterhin Bayern mit mehr als 46.500 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2391 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 37.200 Fällen und mindestens 1562 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 34.390 bestätigten Fällen und mindestens 1697 Toten.

Diese Corona-Regeln gelten ab Montag, 25. Mai

Seit Mitternacht gibt es in Bayern einen weiteren Schritt Richtung "neuer Normalität". Zu diesem Zeitpunkt wurden weitere Beschränkungen, die im Rahmen der Corona-Bekämpfung erlassen worden waren, gelockert. rosenheim24.de hat dazu auch einen Extra-Artikel veröffentlicht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Restaurants/Gastronomie: Lokale dürfen ab Montag, 25. Mai, auch ihre Innenbereiche wieder öffnen - und zwar in der Zeit zwischen 6 Uhr und 22 Uhr
  • Kitas/Kindergarten: Vorschulkinder und deren Geschwisterkinder dürfen ab Montag, 25. Mai, wieder in ihre Einrichtungen.
  • Hotellerie: Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen - unter strengen Auflagen - ab dem 30. Mai wieder aufsperren.
  • Freizeit: Freizeitparks dürfen ab 30. Mai wieder öffnen. Dann werden auch touristische Bus- und Bahnreisen, Fluss- und Seenschifffahrt sowie Fahrten mit Seilbahnen wieder möglich sein.
  • Sport: Fitnessstudios und Tanzstudios bleiben bis auf weiteres geschlossen. Freibäder sollen in Bayern ab der zweiten Woche der Pfingstferien wieder aufsperren dürfen.

In Bayern gilt weiterhin: Es können sich sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Raum mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen. Die Maskenpflicht gilt nach wie vor in Geschäften und im Nahverkehr und seit dem 18. Mai auch im Fernverkehr. Die Maskenpflicht besteht auch in dazugehörigen Einrichtungen wie Bahnhöfen oder Flughäfen.

mh/mw/dpa

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