News-Ticker zur Corona-Pandemie

Rund 738 Neuinfektionen in Deutschland - Wieder Demos gegen Corona-Beschränkungen

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Hessen, Frankfurt/Main: Demonstranten halten ein Plakat auf dem Kundgebungsplatz. An diesem Wochenende versammeln sich wieder einige tausend Menschen in deutschen Städten zu Demonstrationen gegen die Coronavirus-Beschränkungen. Ein Demo findet derzeit auch in der Frankfurter Innenstadt und am Mainufer statt.

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings deutliche Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Samstag, 30. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2778, Landkreis Traunstein 1314, Landkreis Berchtesgadener Land 306, Landkreis Mühldorf 499, Landkreis Altötting 598
  • Todesfälle: Rosenheim 209, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 25, Altötting 57
  • Mindestens 8540 Todesopfer in Deutschland (2441 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 21.13 Uhr: Lufthansa-Rettung nimmt wichtige Hürde

Staatshilfe gibt es nur gegen Start- und Landerechte: Berlin und Brüssel haben sich auf zentrale Eckpunkte zur Rettung der Lufthansa geeinigt. In trockenen Tüchern ist das Paket aber noch nicht.

Berlin/Brüssel/Frankfurt (dpa) - Nach harten Verhandlungen zwischen Brüssel und Berlin hat das Rettungspaket für die schwer angeschlagene Lufthansa eine wichtige Hürde genommen.

Die Bundesregierung und die EU-Kommission einigten sich auf Auflagen für die Kapitalspritze, und der Lufthansa-Vorstand stimmte in der Nacht zum Samstag zu. Demnach müsste die größte deutsche Airline an ihren wichtigsten Flughäfen Frankfurt und München Start- und Landerechte an Konkurrenten abgeben. Die Einigung ist nur ein Zwischenschritt. Aufsichtsrat und Aktionäre müssen beraten, und die förmliche Genehmigung aus Brüssel steht noch aus.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zeigte sich erfreut über "gute Nachrichten zu Pfingsten für über 100 000 Lufthansa-Beschäftige und ihre Familien". Auf Twitter schrieb er: "Der heute erzielte Durchbruch in den Gesprächen mit Brüssel macht deutlich: Die Lufthansa wird eine große und weltweit erfolgreiche Airline bleiben!"

dpa

Update, 20.05 Uhr: 738 Neuinfektionen in Deutschland

Die Corona-Lage in Deutschland bleibt weiter vergleichsweise entspannt. Die Zahl der bundesweit gemeldeten Neuinfektionen pro Tag bleibt unter 1000. Die Reproduktionszahl steigt über den kritischen Wert von 1. 

Die Zahl der Neuinfektionen verharrt in Deutschland weiter auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 738 Corona-Infektionen binnen eines Tages.

Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 181.196 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt (Datenstand 30.05. 0 Uhr). Das RKI weist darauf hin, dass es aufgrund von Qualitätsprüfungen noch zu Änderungen der tagesaktuellen Daten kommen kann. Außerdem könne die Zahl der neuen Fälle aus technischen Gründen auch Fehler enthalten.

Bislang starben nach RKI-Angaben 8489 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 39. 164.900 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 800 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag bei 1,03 (Datenstand 30.5. 0 Uhr; Vortag: 0,85). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel mehr als acht weitere Personen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

dpa

Update, 18.48 Uhr: Virologe: Schule ohne Abstandsregeln jetzt vertretbar

Die Wiedereinführung von Schulunterricht ohne Abstandsregeln in der Corona-Krise ist nach Auffassung des Kieler Infektionsmediziners Helmut Fickenscher gerade vor den Sommerferien ein guter Zeitpunkt.

"Die bisher erfolgreiche Eindämmung des Virus macht dies vertretbar und man kann in den wenigen Wochen bis zu den Ferien Erfahrungen sammeln, bei Gefahrensituationen gegensteuern und hat die langen Ferien als zeitlichen Sicherheitspuffer" sagte Fickenscher der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist besser, als nach den Ferien ohne eine solche Erprobungsphase ins neue Schuljahr ohne Abstandsregeln zu starten und dann möglicherweise in schwierige Situationen zu kommen."

Fickenscher ist Direktor des Instituts für Infektionsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten.

In Schleswig-Holstein sollen vom 8. Juni an alle Grundschüler wieder in ihren Klassen ohne Abstandsregeln unterrichtet werden. Noch vor den dort am 29. Juni beginnenden Sommerferien sollen zudem alle Schüler aller Schularten zumindest tageweise zusammen kommen. Ab Mitte Juni peilt auch Sachsen-Anhalt für Grundschüler einen Betrieb in voller Klassenstärke an. In Baden-Württemberg ist das ab Ende Juni geplant.

Update, 18.02 Uhr: Wieder Corona-Demos in deutschen Großstädten

In mehreren deutschen Städten haben wieder Menschen gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus demonstriert - aber nach weitreichenden Lockerungen weit weniger als an vergangenen Wochenenden.

Mancherorts gab es auch Demonstrationen, die sich gegen Rechtsextremisten und Verschwörungstheoretiker richteten.In Frankfurt am Main demonstrierten bei mehreren Veranstaltungen insgesamt rund 550 Menschen. Nach einem Zusammenstoß zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten schritt die Polizei ein.

Insgesamt wurden vier Menschen festgenommen, zwei wegen eines Angriffs auf Polizisten, einer wegen Hausfriedensbruchs und der Vierte wegen Störung einer Versammlung, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Zudem wurden fünf Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen Abstands- und Mundschutzregeln eingeleitet. "Überwiegend waren die Demonstrationen aber friedlich", sagte der Sprecher.

In Berlin bewegten sich die Teilnehmerzahlen bis Samstagnachmittag deutlich unter den angekündigten Werten, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Lage sei weitestgehend ruhig geblieben, zu vielen Demonstrationen seien um die 50 Menschen gekommen. Es sei eine "bunte Mischung" aus Demos gegen die Maßnahmen zur Corona-Eindämmung und Gegenprotesten, im Einsatz seien rund 550 Polizisten.

Zu einer Kundgebung des Vegan-Kochs Attila Hildmann nahe dem Bundeskanzleramt kamen laut Polizei in der Spitze 150 Teilnehmer. Weitere Versammlungen waren am Nachmittag noch im Gange. Nach wochenlangen Einschränkung gibt es in Berlin inzwischen keine Begrenzung der Teilnehmerzahl für Demonstrationen mehr.

In Bayern fand eine der größten Versammlungen in München statt. Auf der Theresienwiese demonstrierten am Nachmittag unter dem Motto "Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung" rund 700 Menschen. Laut einer Polizeisprecherin war das Versammlungsgeschehen ruhig, auch die Abstandsgebote wurden eingehalten. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts durften an der Veranstaltung höchstens 1000 Menschen teilnehmen.

Update, 16.37 Uhr: Informationen zum Coronavirus im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 145 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 6,78.

Heute sind beim Gesundheitsamt fünf Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1314 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mittlerweile mindestens 1082 Personen (drei mehr als gestern).

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt sieben COVID-19-Patienten behandelt, davon befindet sich ein Patient in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 15.49 Uhr: Covid-19-Lagebericht für Stadt und Landkreis Rosenheim

Am 29. Maiwurden dem Gesundheitsamt ein neuer Fall für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2778 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1973 Personen eine Genesung dokumentiert. 211 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 30.05.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 6,32 für den Landkreis Rosenheim bei 9,96.

Update, 14.33 Uhr: Formel-1-Saison kann mit zwei Rennen in Österreich starten

Die Formel-1-Saison 2020 kann mit den Rennen am 5. und 12. Juli in Österreich verspätet beginnen.

Das österreichische Gesundheitsministerium bestätigte nach Angaben der Nachrichtenagentur APA, dass das Gesundheitskonzept der Veranstalter die aktuellen Erfordernisse in der Corona-Pandemie erfülle.

dpa

Update, 13.19 Uhr: Ansturm auf Ausflugsziele bisher ausgeblieben

Der vielerorts erwartete Ansturm auf die Ausflugsziele in Südbayern ist am Samstag zunächst ausgeblieben. So war es am ersten Tag der Pfingstferien auf den Straßen ausgesprochen ruhig, wie die Polizei Oberbayern auf Anfrage mitteilte. "Mich wundert das auch", sagte ein Sprecher, es sei vor allem auf den Autobahnen bisher sehr wenig los. Lediglich am Grenzübergang nach Salzburg gebe es etwas Rückstau bei der Ausreise.

Allgemein wird für diese Wochenende jedoch erwartet, dass die Menschen nach den wochenlangen Beschränkungen durch die Corona-Krise wieder zu den Ausflugszielen in die Berge und an die Seen strömen werden, zumal auch die Wetteraussichten gut sind.

Seit Samstag dürfen Hotels und andere Beherbergungsbetriebe auch wieder touristische Übernachtungen anbieten, ebenso nehmen die Seenschifffahrt und die Seilbahnen ihren Betrieb wieder auf. Angesichts der erwarteten Park- und Verkehrsprobleme in den Erholungsgebieten mahnte die Polizei, sich an die Regeln zu halten.

Update, 12.46 Uhr: Greenpeace lehnt Kaufprämien für Autos ab

Die Umweltorganisation Greenpeace lehnt die von der Autobranche geforderten Kaufprämien für Neuwagen strikt ab. Verkehrsexperte Tobias Austrup sprach von einer wirtschaftlich unsinnigen und ökologisch schädlichen Prämie. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf das geplante Konjunkturpaket der Bundesregierung: "Nur wenn Konjunkturhilfen ganz gezielt in die Energiewende, saubere Mobilitätslösungen und effiziente Gebäude fließen, entstehen aus diesem Programm sichere Arbeitsplätze und ein Beitrag zu einem intakten Planeten."

Die Koalition will direkt nach Pfingsten Entscheidungen über ein Konjunkturprogramm treffen. In einem internen Papier des Finanzministeriums sind Kaufprämien nicht aufgeführt. Diese werden neben den Herstellern auch von den Ländern Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg gefordert, in denen die wichtigen Hersteller BMW, VW und Daimler ihren Sitz haben. Sie wollen eine Prämie auch für moderne Benziner und Dieselautos.

Die Nachfrage nach Autos ist in der Corona-Krise eingebrochen. Die Branche befindet sich ohnehin in einem schwierigen Umbruch hin zu alternativen Antrieben, dazu kommt der digitale Wandel mit immer mehr Internet an Bord eines Fahrzeugs.

Update, 11.16 Uhr - Hotels, Seilbahnen, Ausflugsdampfer und Busse nehmen Betrieb auf

Mit dem ersten Tag der Pfingstferien nimmt in Bayern die Tourismusbranche ihren Betrieb nach der Corona-Pause wieder auf. Hotels und andere Beherbergungsbetriebe dürfen ab Samstag wieder touristische Übernachtungen anbieten. Seenschifffahrt und Seilbahnen befördern wieder Gäste - mit Abstandsgebot, Masken sowie verringerter Kapazität. Touristische Busfahrten sind wieder gestattet, solange es sich nicht um Gruppenreisen handelt. Zudem dürfen wieder Angebote wie Stadtführungen gemacht werden.

Auch die Schlösserverwaltung öffnet ihre Objekte zu Pfingsten wieder. Nur einige Besuchermagnete wie Neuschwanstein, Linderhof oder die Residenzen in Würzburg und München müssen bis nach dem verlängerten Wochenende warten und sind erst ab dem 2. Juni wieder zugänglich. Zudem werden auch hier die Besucherzahlen beschränkt und bleiben Sehenswürdigkeiten mit zu engen Innenräumen geschlossen.

Die Pfingstferien und der erwartete Ansturm machen den Touristenzielen allerdings auch Sorgen. So mahnte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) die Urlauber und Ausflügler zu Vorsicht und Rücksichtnahme. "Wir wollen kein zweites Ischgl werden", sagte sie. Denn an Badeseen und auf den Bergen dürfte es so voll werden wie selten.

Angesichts der erwarteten Park- und Verkehrsprobleme in den Erholungsgebieten mahnte die Polizei, sich an die Regeln zu halten. Die Beachtung der Parkordnung und das Freihalten der Rettungswege in den Ausflugsregionen werde verstärkt kontrolliert.

Sich abends in einen Biergarten zu setzen wird für die Ausflügler und Touristen dagegen entspannter: Die ursprünglich erst für Dienstag vorgesehene Ausweitung der Öffnungszeiten für die Außengastronomie von 20.00 auf 22.00 Uhr wurde vorgezogen und gilt laut Staatskanzlei bereits seit Freitag.

Update, 10.42 Uhr - Zahlreiche Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen erwartet

In vielen bayerischen Städten wollen Menschen am Wochenende erneut gegen die ihrer Meinung nach zu strengen Corona-Maßnahmen auf die Straßen gehen. Allein für den Samstag seien mehr als 50 Versammlungen angemeldet worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag in München. Für das gesamte verlängerte Wochenende seien knapp 70 Versammlungen geplant, unter anderem in Würzburg, Augsburg, Kempten und Ingolstadt.

Mit 1.500 angemeldeten Personen wird eine der größten Kundgebungen in Nürnberg vor der Meistersingerhalle erwartet. Auch in München soll unter dem Motto "Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung" eine große Kundgebung auf der Theresienwiese stattfinden. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts dürfen dort am Samstag weiterhin höchstens 1.000 Menschen teilnehmen. Die Richter lehnten einen Eilantrag des Veranstalters ab, der gefordert hatte, 10.000 Menschen zu der Demonstration zuzulassen.

Update, 10.13 Uhr - Diese Lockerungen gelten ab Pfingsten

In den Pfingstferien soll in Bayern der Tourismus wieder anlaufen. Unter den inzwischen üblichen Sicherheitsbestimmungen dürfen Beherbergungsbetriebe vom Hotel bis zum Campingplatz wieder öffnen. Auch für Bergbahnen, andere touristische Angebote und Reisebusunternehmen und Bildungseinrichtungen endet die Corona-Zwangspause. Und die nächsten Lockerungen stehen bereits bevor. Einen Überblick findest Du hier.

Update, 9.31 Uhr - Bayern-Profis verzichten bis Saisonende auf Teil des Gehalts

Die Profis von Fußball-Rekordmeister FC Bayern akzeptieren in Zeiten der Corona-Pandemie auch weiterhin Gehaltseinbußen. Das erklärte Präsident Herbert Hainer in der "Bild"-Zeitung (Samstag-Ausgabe). "Es ist sehr erfreulich, dass unsere Mannschaft vollstes Verständnis für die Situation hat und bis zum Saisonende weiter auf Gehalt verzichten wird", sagte der 65-Jährige. Bisher war ein Gehaltsverzicht der Münchner für den April in Höhe von 20 Prozent bekannt.

Wann diese Saison für den Bundesliga-Spitzenreiter endet, ist derzeit noch nicht klar. Die Liga soll am 27. Juni abgeschlossen werden. Sollten die Bayern das DFB-Pokalfinale erreichen, müssten sie dort am 4. Juli in Berlin antreten. In der Champions League steht das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea noch aus, das Endspiel dürfte voraussichtlich erst Ende August stattfinden, weil zuvor die anderen nationalen Ligen beendet werden sollen.

Update, 8.45 Uhr - Studie: Sterberisiko nach Operationen bei Corona-Infizierten erhöht

Eine Coronavirus-Infektion erhöht einer internationalen Studie zufolge das Sterberisiko von Patienten nach einer Operation. Vor planbaren Eingriffen sollte deshalb eine Infektion mit Sars-CoV-2 möglichst ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse wurden von dem Forschungsnetzwerk CovidSurg Collaborative im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlicht. Beteiligt war auch das Universitätsklinikum Tübingen, das in einer Mitteilung über die Untersuchung informierte.

Demnach haben die Forscher Daten von 1.128 Patienten aus 235 Krankenhäusern in 24 Ländern untersucht. Das waren vor allem Krankenhäuser in Europa, aber auch in Afrika, Asien und Nordamerika. Mit dem Coronavirus Infizierte haben der Studie zufolge wesentlich schlechtere postoperative Ergebnisse als Patienten ohne die Infektion. Insgesamt betrug die Mortalität - also die Sterblichkeit - während der ersten 30 Tage nach der Operation 23,8 Prozent. Die Mortalität der Covid-19-Patienten war der Studie zufolge in allen Untergruppen erhöht, etwa bei Notfalleingriffen, bei kleineren OPs oder bei geplanten - elektiven - Eingriffen.

"Normalerweise erwarten wir, dass die Sterblichkeitsrate von Patienten, die sich elektiven Operation unterziehen, unter einem Prozent liegt", sagt der Tübinger Mitautor der Studie, Alfred Königsrainer, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Allgemeine, Viszeral- und Transplantationschirurgie laut Mitteilung. "Diese Studie zeigt nun aber, dass die Sterblichkeitsrate bei Patienten, die mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sind, selbst bei Routineoperationen ganz wesentlich erhöht ist." Sie betrug in dieser Gruppe den Angaben zufolge fast 19 Prozent.

Ob sich diese Daten auch auf deutsche Krankenhäuser übertragen lassen, solle nun weiter untersucht werden. Zu den Risikofaktoren für die postoperative Mortalität zählen neben Alter und Geschlecht auch vorbestehende schwere Erkrankungen, wie etwa Krebs, große Eingriffe und Notfalloperationen.

Das Forschungsnetzwerk CovidSurg Collaborative untersucht den Angaben zufolge, wie sich die Coronavirus-Pandemie auf die chirurgische Versorgung auswirkt. Am Netzwerk sind viele Tausend Chirurgen und Forscher aus mehr als 120 Ländern beteiligt.

Update, 8.15 Uhr - Bayern unterstützt Krankenhäuser bei der Rückkehr in den Regelbetrieb

Bayerns Gesundheitsministerium unterstützt die Krankenhäuser bei der Rückkehr in den Regelbetrieb. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte am Samstag in München: „Die bayerischen Krankenhäuser haben bei der Corona-Pandemie enorme Herausforderungen bewältigt. Umso wichtiger ist, dass nun schrittweise zur Normalität im Krankenhausbetrieb zurückgekehrt werden kann.“

Huml verwies darauf, dass seit dem 9. Mai wieder planbare Behandlungen in bayerischen Krankenhäusern möglich sind. Dabei gilt grundsätzlich, dass 30 Prozent der Intensivkapazitäten mit Möglichkeit zur invasiven Beatmung und 25 Prozent der Normalkapazitäten für die Behandlung von COVID-19-Erkrankten zur Verfügung stehen.

Die Ministerin hob hervor: „Diese Regeln haben wir jedoch bewusst flexibel ausgestaltet, weil wir wissen, dass es regional unterschiedliche Bedarfe gibt. Die Untergrenze bleibt aber bei 15 Prozent der Kapazitäten (Intensiv- und Normalbetten). Diese müssen in jedem Fall für die Behandlung von COVID-19-Patienten zur Verfügung stehen. Das heißt: 85 Prozent der Kapazitäten können wieder vollständig genutzt werden.“

Anträge auf Reduzierung der Vorhaltepflicht können bei der jeweils örtlich zuständigen Regierung gestellt werden.

Zahl erfasster Corona-Verstöße in einigen Bundesländern rückläufig

Auch am langen Pfingstwochenende gilt es, die Kontaktbeschränkungen wegen Corona einzuhalten. Polizei und Ordnungsämter haben seit Beginn der Auflagen Zehntausende Verstöße registriert. Doch bei der Zahl der Verstöße scheint sich etwas geändert zu haben.

Die Zahl der erfassten Verstöße gegen die Corona-Auflagen ist in den ersten Bundesländern rückläufig. Sie gehe kontinuierlich zurück, sagte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU). Gleichzeitig appellierte er angesichts des langen Pfingstwochenendes an die Bevölkerung, die Abstands- und Hygieneregeln weiter einzuhalten. Die Gefahr durch das Coronavirus sei nicht gebannt.

Vom Innenministerium in Nordrhein-Westfalen gab es bereits vor gut einer Woche solche Meldungen: Waren in den ersten Wochen der Corona-Auflagen 2000 bis 2500 Ordnungswidrigkeiten pro Woche im bevölkerungsreichsten Bundesland registriert worden, sank ihre Zahl auf zuletzt gut 300. Ein ähnliches Bild ergibt sich in Hessen, wo seit Inkrafttreten des dortigen Corona-Bußgeldkatalogs Anfang April rund 6300 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen registriert wurden. Davon wurden etwa 5000 allein im April verzeichnet und 1200 im Mai, wie das Innenministerium in Wiesbaden mit Blick auf den Stichtag 27. Mai mitteilte.

Offen blieb, ob die Rückgänge der Verstöße auch damit zusammenhängen, dass Polizei und Ordnungsämter womöglich inzwischen wieder weniger kontrollieren. In Polizeiberichten der vergangenen Wochen waren immer wieder Beispiele wie Verstöße während Anti-Corona-Demos oder illegale "Corona-Partys" enthalten.

in Bayern haben Zehntausende Menschen nach Behördenangaben gegen die Corona-Auflagen verstoßen. Zwischen dem Beginn der Ausgangsbeschränkung am 21. März und dem Stichtag 25. Mai erfassten die Polizisten im Freistaat 57 502 Vorgänge, wie das Innenministerium mitteilte. Betroffen davon seien 52 824 Personen.

fgr/dpa

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