News-Ticker zur Corona-Pandemie

Acht Tote im Raum Rosenheim - liegt die Stadt über der neuen Obergrenze?

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Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Mittwoch, 6. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2.564, Landkreis Traunstein 1.228, Landkreis Berchtesgadener Land 291, Landkreis Mühldorf 490, Landkreis Altötting 587
  • Todesfälle: Rosenheim 169, Traunstein 73, Berchtesgadener Land 21, Mühldorf 25, Altötting 48
  • Mindestens 7.000 Todesopfer in Deutschland (2.043 in Bayern) 
  • Kontaktbeschränkung ab 6. Mai
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 22 Uhr - Mehr als 165 900 Corona-Nachweise in Deutschland - Über 7.000 Tote

In Deutschland sind bis Mittwochabend über 165 900 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag 20.15 Uhr: mehr als 164 800 Infektionen). Mindestens 7092 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 6942). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Mittwoch bei 0,65. Das bedeutet, dass zehn Infizierte zwischen sechs und sieben weitere Personen anstecken.

Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 137 400 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 43 800 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2043 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 33 900 Fällen und mindestens 1357 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 32 700 bestätigten Fällen und mindestens 1497 Toten. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland.

Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 335,0 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 199,6. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Update, 20.08 Uhr - Neuwagenzulassungen gehen deutlich zurück

Im April 2020 wurden 120.840 Personenkraftwagen neu zugelassen. In diesem von Corona-Schutzmaßnahmen geprägten Berichtsmonat gingen die Neuzulassungen im Vergleich mit dem Vorjahresmonat um -61,1 Prozent zurück. Das vermeldet das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg. 

Als einzige Importmarke erreichte Tesla im April mit +10,4 Prozent ein Neuzulassungsplus.

Update, 18.00 Uhr – Liegt Stadt Rosenheim über der neuen Obergrenze?

Auf dem Gipfel zwischen Bund und Länder wurde laut Markus Söder eine „Notbremse“ beschlossen. Sollte es in einem Landkreis mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage geben, wird sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt.

Die kreisfreie Stadt Rosenheim liegt mit einem Wert von 52,1 (Stand: 5. Mai, 24 Uhr) knapp über dem Limit. Das geht aus den Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervor. Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim sieht jedoch keinen Grund, die angekündigten Lockerungen in Rosenheim auszusetzen bzw. die bereits zulässigen Erleichterungen wieder zurückzunehmen, heißt es in einer Pressemitteilung.  

Als Begründung verweist Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes, auf die notwendige differenzierte Betrachtung der Fallzahlen. Wenn man diese miteinbezieht, so liege die 7-Tage-Inzidenz für die Stadt Rosenheim derzeit bei 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern und damit weit unter 50-er Marke.

„Diese erfreuliche Entwicklung ist Ergebnis der Disziplin und des Verantwortungsbewusstseins der Menschen in Rosenheim bei der Einhaltung der Beschränkungen. Es ist ein hoffnungsvolles Signal, dass langsam ein Stück Normalität zurückkehren kann“, so der städtische Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl zu den heutigen Beschlüssen.

Update, 17.17 Uhr - Asylunterkunft  in Babensham unter Quarantäne

Die Asylunterkunft in Babensham ist am Mittwoch nach einem positiven Corona-Test unter Quarantäne gestellt worden. Das gab das Landratsamt in einer Pressemeldung bekannt. Die restlichen 62 Bewohner sollen im Laufe der Woche getestet werden. Wenn die Testergebnisse vorliegen, soll über das weitere Vorgehen entschieden werden. 

Es wurde ein Bauzaun um die beiden Wohncontainer gezogen. Damit haben die Bewohner der Asylbewerberunterkunft trotz der verhängten 14-tägigen Quarantäne die Möglichkeit an die frische Luft zu gehen.

Update, 17.01 Uhr - Sechs neue Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern sechs weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt, sodass die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle auf 291 steigt (Meldestand: 06.05.2020, 10:00 Uhr). 

Bisher sind 250 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Das sind vier Personen mehr im Vergleich zur gestrigen Meldung. Zum heutigen Stand befinden sich nur noch 52 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

Update, 16.57 Uhr - 18 neue Fälle im Raum Traunstein

Wie das Landratsamt Traunstein bekannt gab, liegen mittlerweile insgesamt1228 bestätigte Corona-Fälle vor (18 mehr als gestern). Trotzdem sank die 7-Tage-Inzidenz auf 25,41. Damit setzt sich die positive Entwicklung seit Monatsbeginn fort (am 30.04.20 lag die 7-Tage-Inzidenz noch bei 89,22). Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 760 Personen (67 mehr als gestern).

Seit gestern gab es leider auch zwei w eitere Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um eine Frau und einen Mann (zwischen 76 und 81 Jahren). Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 73 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor. Elf Patienten befinden sich nach Angaben des Landratsamtes in intensivmedizinischer Betreuung (acht in Traunstein und drei in Trostberg).

Update, 16.50 Uhr - Je drei Neuinfektionen in den Landkreisen Mühldorf und Altötting

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es drei neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 06. Mai, 14 Uhr). Dabei handelt es sich um einen Erwachsenen in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre und zwei Minderjährige. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 490 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 371 wieder genesen.

Auch im Landkreis Altötting (Stand: 6. Mai, 15 Uhr) gibt es drei neue Fälle (587 insgesamt). Bei den Neuinfektionen handelt es sich um eine Burghauserin, einen Mann aus Burghausen und einer männlichen Person aus Perach. Die Anzahl der Verstorbenen liegt bei 48 Personen, als genesen gelten inzwischen 429 Menschen. 

Update, 16.41 Uhr – Acht Tote in Rosenheim 

Während der Pressekonferenz von Kanzlerin Angela Merkel sind auch die aktuellen Zahlen der Landratsämter verschickt worden. Wie das Landratsamt Rosenheim verkündet hat, gab es seit gestern acht weitere Todesfälle. Die Gesamtzahl beläuft sich jetzt auf 169 Personen. In Stadt und Landkreis sind bisher insgesamt 2564 Fälle von COVID-19 aufgetreten (Stand: 5. April, 24 Uhr). Das sind neun Neuinfektionen mehr. Als genesen gelten inzwischen mindestens 1.200 Personen.

Update, 16.22 Uhr - Söder zum Bundesliga-Start: "Vertretbarer Kompromiss"

Auch zur Fortsetzung der Fußball-Bundesliga in der zweiten Maihälfte äußert sich Markus Söder. „Es ist ein Kompromiss, der vertretbar ist. Aber ich appelliere an die Verantwortlichen, vorsichtig zu sein“, so Bayerns Ministerpräsident auf der Pressekonferenz. Der Beschluss hierzu sei übrigens einstimmig gewesen.

Update, 16.17 Uhr - Eine feste Kontaktperson für Pflegebedürftige

Für Pflegebedürftige soll es laut Söder in Zukunft eine feste Kontaktperson geben. Auch wenn die aktuelle Situation nicht gefährlich scheint, soll das Gesundheitssystem weiter gestärkt werden. „Bisher liegt in Bayern die Aufstockung der Intensivbetten bei 31 Prozent, Ziel müssen aber 50 Prozent sein. Auch die Versorgung an Schutzmaterialen müsse weiterhin gewährleistet sein.

Update, 16.09 Uhr - Söder: "Gefahr weiterhin vorhanden"

Bayerns Ministerpräsident äußert sich auch zum Gipfel: "Wir sind in einer Situation, in der es ein leichtes Aufatmen geben kann. Ein Dankeschön an die Bevölkerung, die toll mitgemacht haben. Die Zahlen sind positiv. Aktuell sind nur 0,05 Prozent der Bevölkerung infiziert".

Die Gefahr sei aber weiterhin vorhanden. Es gebe noch keinen Impfstoff. "Wir brauchen einen verantwortungsvoller Pfad. Es ist wichtig, Freiheit zu ermöglichen, aber die Sicherheit nicht zu vernachlässigen. Deshalb haben wir mit der Obergrenze eine Notbremse vereinbart. Wenn die Zahl überschritten wird, muss gehandelt werden", so Söder. Regionale Lösung seien sehr wichtig, dies wären zielgenaue Maßnahmen. Die Vorsorge müsse bleiben.

Update, 16.05 Uhr – Merkel über Entscheidungen - Obergrenze beschlossen

„Die Hygienevorschriften müssten in allen Bereichen eingehalten werden. Egal ob in der Gastronomie oder in anderen Bereichen“, so Merkel. Neben den Öffnungen aller Geschäfte, dem Start der Bundesliga in der zweiten Maihälfte und den Lockerungen im Freizeitsport sei die beschlossene Obergrenze der wichtigste Aspekt des heutigen Gipfels.

Sobald es in einem Landkreis mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage gibt, wird sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt.

Update, 15.47 Uhr – Merkel bestätigt Kontaktbeschränkungen bis 5. Juni

„Die erste Phase der Pandemie ist vorbei, aber das ist noch lange nicht das Ende“, berichtet Kanzlerin Angela Merkel auf der Pressekonferenz nach dem Gipfel zwischen Bund und Ländern. Die Zahlen vom RKI seien erfreulich. Die Zahl der Neuinfektion sei an manchen Tagen nur noch dreistellig. DieReproduktionszahl sei weiterhin unter dem kritischen Wert 1.

„Wir sind an einem Punkt, die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt zu haben. Die jetzige Situation macht es möglich, weitere Lockerungen zu beschließen“, so die Kanzlerin. Bis zum 5. Juni gelten weiterhin die Kontaktbeschränkungen. In Zukunft dürfen sich allerdings auch Angehörige von zwei Haushalten treffen.

Update, 14.55 Uhr - Bundesliga soll noch im Mai starten

Die Fußball-Bundesliga soll in der zweiten Maihälfte wieder starten. Die Bild berichtet hierzu über eine Einigung zwischen Kanzlerin Merkel und den Länderchefs. Die Liga soll demnach selbst über einen genauen Termin entscheiden. Alle Spiele sollen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Update, 14.29 Uhr – Neue Details sickern durch

Es sickern immer mehr Details aus der Besprechung zwischen Bund und Ländern durch. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfahren haben will, soll der Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wieder erlaubt sein – aber nur unter bestimmten Auflagen.

Update, 14.11 Uhr – PK mit Merkel verzögert sich – wegen Streit?

Laut Bild hat die Verzögerung der Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel einen triftigen Grund. Demnach soll es zwischen Merkel und dem Regierungschef von Hamburg zu einem Streit gekommen sein. Hintergrund dieser Auseinandersetzung soll die Verlängerung der Kontaktbeschränkung sein, die der Regierungschef aus Hamburg strikt ablehne.

Update, 13.56 Uhr – Kontaktbeschränkung bis 5. Juni mit weiterer Lockerung?

Die Kontaktbeschränkungen in Deutschland sollen grundsätzlich bis zum 5. Juni verlängert werden. Darauf einigten sich Bund und Länder heute bei ihrer Telefonkonferenz. Das berichtet ntv. Allerdings gewähren sie eine Lockerung. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen sollen sich künftig auch Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen. Das dürfte Merkel in Kürze auf der Pressekonferenz bekannt geben.

Update, 13.25 Uhr - Polizei stoppt Treiben in "Massagestudio" 

Zwischen Dienstag, 6 Uhr, und Mittwoch, 6 Uhr, kontrollierte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis fast 5.000 Mal bezüglich der aktuell bestehenden Verordnungen. Es gab lediglich 28 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung, die bis Mitternacht galt, und 17 gegen die Maskenpflicht. 

Zudem war die Polizei am helllichten Montagnachmittag an einem "Massagestudio" im Stadtteil Haidhausen gefordert. Die Beamten trafen dort auf einen 62-jährigen Münchner, der gerade das Studio verlassen hatte. Er gab an, dort eine "Massage" erhalten zu haben. In den Betriebsräumlichkeiten befanden sich zwei Frauen (45 und 48 Jahre alt, beide mit Wohnsitzen in München), die nach den ersten Ermittlungen dort die Massage durchgeführt hatten. Nach Erkenntnissen der Polizei kommt es in solchen Betrieben auch immer wieder zur verbotenen Ausübung von Prostitution. Alle drei Personen wurden letztlich wegen eines Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Update, 13.03 Uhr - Rathaus Stephanskirchen wieder geöffnet

Seit Mittwochmorgen, 6. Mai, hat das Rathaus Stephanskirchen wieder geöffnet. Es werden wieder die kommunalen Dienstleistungen angeboten, Parteiverkehr ist unter bestimmten Schutzauflagen möglich. Dies teilte die Gemeinde Stephanskirchen soeben mit. Es herrscht unter anderem Maskenpflicht.

Um im Falle eines positiven Kontakts mit einem an Covid-19 erkrankten Bürger das "Kontaktmanagement" zu ermöglichen, werden die Personalien der vorsprechenden Bürger beim Eingang protokolliert. Es empfiehlt sich weiterhin, die Dienstleistungen der Gemeinde möglichst telefonisch oder auch elektronisch durch Download der jeweiligen Formulare auf der gemeindlichen Homepage www.stephanskirchen.de zu beanspruchen.

Update, 12.40 Uhr - Obergrenze bei Neuinfektionen wahrscheinlich

Zur möglichen Obergrenze bei Neuinfektionen sind nun weitere Informationen an die Öffentlichkeit gedrungen. Demnach hätten sich Bund und Länder darauf verständigt, dass es die jeweiligen Länder die Verantwortung dafür übernehmen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt werden muss. 

Update, 12.10 Uhr - Friseure endlich wieder geöffnet

Zuletzt blieben die Türen der Friseurgeschäfte sechs Wochen lang geschlossen. Am Montag, den 4. Mai, durften Kunden unter gewissen Auflagen wieder zum Haare schneiden. Im Gespräch mit innsalzach24.de berichtete Anna Dudek, Inhaberin von Headwork in Burghausen, wie der erste Tag nach der Wiedereröffnung lief.

Update, 11.45 Uhr - Mehr Details zur Bund-Länder-Konferenz sickern durch

Immer mehr Details zur Bund-Länder-Konferenz mit Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten sickern durch. Es ist offenbar von weitreichenden Lockerungen und auch einer Obergrenze bei Neuinfektionen die Rede. 

So bald die Pressekonferenz beginnt, berichtet rosenheim24.de natürlich wieder live!

Update, 10.33 Uhr - Corona-Soli in Bad Reichenhall?

Der ehemalige Stadtrat Friedrich Hötzendorfer aus Bad Reichenhall hat einen Antrag bei der Stadt eingereicht. Er möchte, dass sich das neue Gremium mit einer bestimmten Hilfsmöglichkeit befasst. Er werde als Anwalt mit Anfragen zu Kurzarbeit von Unternehmen überflutet, berichtete er im Gespräch mit BGLand24.de

Darum hat er einen Antrag eingereicht, der fordert, dass der Stadtrat darüber entscheidet, eine Solidaritätsabgabe einzuführen, die den von der Corona-Krise gebeutelten Betrieben in der Kurstadt zu Gute kommt. Diese Abgaben würden seinem Vorschlag nach von denjenigen gezahlt, die keine finanzielle Zusatzlast durch die Corona-Krise erleiden.

Update, 9.32 Uhr - Folgt heute das "Ja" zur Bundesliga-Fortsetzung? 

Eigentlich war erwartet worden, dass beim neuerlichen Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch (11 Uhr) in Berlin weitere Entscheidungen bezüglich Corona-Lockerungen fallen werden. Der Freistaat Bayern ist dem jetzt schon zuvor gekommen und hat bereits einen Tag vorher umfangreiche Maßnahmen präsentiert. Dennoch blicken vor allem die Fußballfans mit großer Spannung in die Hauptstadt: Denn es wird heute dort über die Fortsetzung der Bundesliga entschieden

Die Vorzeichen deuten auf ein "Ja" aus der Politik hin, doch ein Signal von höchster Stelle - von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) - fehlt bislang. Merkel müsste dem breiten Konsens der Ministerpräsidenten über eine Fortsetzung der 1. und 2. Liga "nur" noch zustimmen. Bei einem entsprechenden Votum könnte der Ball vor leeren Zuschauerrängen schon am 15. Mai, spätestens aber in zweieinhalb Wochen wieder rollen. Der genaue Starttermin ist noch unklar, denn die Bild-Zeitung will nun erfahren haben, dass dem ersten Spieltag nach der Pause eine zweiwöchige Quarantänezeit für alle Teams vorausgehen müsse.

Update, 8.55 Uhr - Umfangreiche Lockerungen in ganz Deutschland erwartet

Bayern hat seinen Plan für Lockerungen bereits vorgestellt. Doch wie geht es im Rest des Landes weiter? Darum (und um eine möglichst einheitliche Linie) geht es in der heutigen Bund-Länder-Konferenz. Anschließend wird Kanzlerin Angela Merkel (CDU) voraussichtlich am späten Nachmittag über die Ergebnisse auf einer Pressekonferenz informieren.

Vorab ist bereits durchgesickert, dass es in ganz Deutschland laut einer Beschlussvorlage offenbar "umfangreiche Lockerungen" geben soll, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet. So sollen alle Geschäfte unabhängig von der Größe wieder öffnen dürfen und alle Schüler bis zu den Sommerferien nach und nach wieder an die Schulen zurückkehren. Auch mit einer baldigen Fortsetzung der Fußball-Bundesliga sieht es wohl gut aus. Unklar ist, ob eine mögliche "Obergrenze" bei Neuinfektionen eingeführt wird, nach deren Überschreitung etwaige Lockerungen wieder zurückgenommen würden.

Update, 8.33 Uhr - RKI veröffentlicht neue Zahlen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Morgen wieder die neuesten Fallzahlen für Deutschland veröffentlicht (Stand: 6. Mai, 0 Uhr). Demnach gibt es in der Bundesrepublik nun exakt 164.807 Fälle sowie 6.996 Todesopfer. Bayern ist dabei nach wie vor das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland. Die Todesfälle überstiegen im Freistaat nun erstmals die 2.000er-Marke (2.001).

Bundesland

Fälle

+ Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

Baden-Württem­berg

32.576

+94

294

1.481

Bayern

43.371

+209

332

2.001

Berlin

6.092

+50

163

159

Brandenburg

2.969

+29

118

127

Bremen

916

+21

134

31

Hamburg

4.664

+20

253

190

Hessen

8.642

+57

138

386

M.-Vor­pommern

711

+8

44

19

Niedersachsen

10.453

+73

131

470

Nordrhein-West­falen

33.977

+249

189

1.358

Rhein­land-Pfalz

6.191

+31

152

187

Saarland

2.627

+9

265

141

Sachsen

4.784

+39

117

177

Sachsen-Anhalt

1.590

+5

72

46

Schles­wig-Holstein

2.815

+16

97

119

Thüringen

2.429

+37

113

104

Gesamt

164.807

+947

198

6.996

Update, 7.55 Uhr - Auch Söder für Obergrenze bei Neuinfektionen

In der Debatte um Corona-Lockerungen setzt sich nun auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder für eine Obergrenze bei Neuinfektionen ein. "Ja, ich halte diese Idee für richtig", sagte der CSU-Politiker in einer TV-Sondersendung im Bayerischen Rundfunk. 

Damit unterstützt Söder den Vorschlag beziehungsweise den Kurs von Bundeskanzlerin Merkel.  Diese Obergrenze bedeutet, dass bei Überschreitung in einer bestimmten Stadt/einem Landkreis mögliche Erleichterungen für die Bevölkerung dort wieder zurückgenommen würden. Wie hoch die "Obergrenze" ausfallen soll/darf, muss noch diskutiert werden. Angeblich gibt es ein vertrauliches Konzept, das besagt, dass die Lockerungen dann gestoppt werden sollen, wenn eine Stadt/ein Landkreis binnen sieben Tage mehr als 50 Neuinfektionen (auf 100.000 Einwohner gerechnet) zu verzeichnen hat.

Update, 7.11 Uhr - "Bayern-Plan": Was im Freistaat ab wann erlaubt ist

Die bayerische Staatsregierung hatte am Dienstag für den Weg aus der Coronakrise ein umfassendes Konzept, den sogenannten "Bayern-Plan", präsentiert (rosenheim24.de hat auch einen Extra-Artikel dazu verfasst). Was ist in Bayern wann wieder erlaubt/geöffnet?

  • Ausgangsbeschränkung wird ab Mittwoch, 6. Mai, zur Kontaktbeschränkung
  • Schule mit Vier-Stufen-Plan: Nächster Schritt (4. Klasse Grundschule, Abschluss 2021) ab 11. Mai
  • Kitas: Schrittweise Öffnung ab Montag, 11. Mai
  • Spielplätze werden bereits ab Mittwoch, 6. Mai, geöffnet. Bolzplätze bleiben zu.
  • Pflege-/Seniorenheime: Besuche ab 9. Mai durch eine "registrierte Kontaktperson" wieder möglich
  • Handel: Umstrittene "800-Quadratmeter-Regel" fällt ab Montag, 11. Mai
  • Gastronomie: Stufenweises Konzept beginnend ab 18. Mai mit Biergärten, ab 25. Mai Speiselokale
  • Hotels: Ab Pfingstsamstag, 30. Mai, mit strengen Auflagen wieder geöffnet
  • Sport: "Kontaktloser Einzelsport" (z.B. Leichtathletik, Tennis) ab 11. Mai wieder erlaubt
  • Zoos/Museen: ab 11. Mai unter Auflagen wieder geöffnet
  • Großveranstaltungen bleiben bis mindestens 31. August untersagt

Update, 6.45 Uhr - Sechs weitere Tote in München

In München wurden jetzt (Stand: Dienstag, 5. Mai) 64 neue Coronafälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.118 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 4.643 Personen, die bereits genesen sind, 929 Münchner Covid-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 179 Todesfälle. Die Zahl der Toten in der Landeshauptstadt stieg dabei im Vergleich zum Vortag leider um sechs Personen.

Kontakt- statt Ausgangsbeschränkung seit Mitternacht

Am Dienstagmittag (News-Ticker Dienstag, 5. Mai) hatte die bayerische Staatsregierung eine umfangreiche Exit-Strategie aus der Coronakrise, den sogenannten "Bayern-Plan" vorgestellt. Die erste Maßnahme daraus ist bereits um Mitternacht in Kraft getreten: Die bislang vorhandene Ausgangsbeschränkung wurde in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Das heißt, man darf nun auch wieder ohne triftigen Grund seine Wohnung verlassen. Treffen von Familien auf gerader Linie (Kinder, Eltern, Großeltern) sind wieder möglich. Allerdings darf man sich weiterhin mit nur EINER haushaltsfremden Person treffen. Die entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln sind einzuhalten.

Derweil wurden bis zum späten Abend in Deutschland insgesamt über 164.800 Infektionen mit dem Coronavirus registriert (Vortag: mehr als 164.000 Infektionen). Mindestens 6.942 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag: 6.803). Das geht aus der neuesten Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor. Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Dienstag bei 0,71.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge weiterhin Bayern mit mehr als 43.500 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1.974 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 33.700 Fällen und mindestens 1.331 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 32.500 bestätigten Fällen und mindestens 1.482 Toten.

mw/dpa

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