News-Ticker zur Corona-Pandemie

Forscher skeptisch über Corona-Lockerungen - Seehofer gegen vorzeitige Öffnung der Grenzen

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Bayern, München: Ein Zettel, der an einem Geschäft klebt, weist auf den Mindestabstand von 1,5 Meter hin, der einzuhalten ist.

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktsperre umgewandelt. Die Entwicklungen am Donnerstag, 7. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2.584, Landkreis Traunstein 1.251, Landkreis Berchtesgadener Land 295, Landkreis Mühldorf 490, Landkreis Altötting 588
  • Todesfälle: Rosenheim 169, Traunstein 76, Berchtesgadener Land 21, Mühldorf 25, Altötting 49
  • Mindestens 7.119 Todesopfer in Deutschland (2.071 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 21.34 Uhr: WHO Europa warnt vor Zunahme der häuslichen Gewalt

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO hat vor einer Zunahme der häuslichen Gewalt im Zuge der Coronavirus-Pandemie gewarnt.

Mehrere europäische Länder wie Belgien, Frankreich, Spanien und Großbritannien hätten Anstiege bei der zwischenmenschlichen Gewalt gegen Frauen, Männer und Kinder gemeldet, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge auf seiner wöchentlichen Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Manche Staaten berichteten etwa von einer deutlichen Zunahme von Frauen, die im April Gewalt durch ihren Partner ausgesetzt gewesen seien.

Während der Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen erlebten Menschen unter anderem Beeinträchtigungen des sozialen Umfelds, Unsicherheiten und finanzielle Belastungen, sagte Kluge. Für Gewalt - sei sie körperlicher, sexueller, emotionaler oder einer anderen Art - gebe es trotzdem keine Entschuldigung.

"Gewalt ist keine private Angelegenheit", machte Kluge klar. Wer Fälle beobachte, solle dies umgehend melden. Betroffene sollten sich zudem niemals als Schuldige betrachten. "Gewalt gegen Sie ist niemals Ihre Schuld. Ihr Zuhause sollte ein sicherer Ort sein", sagte Kluge. Regierungen hätten darüber hinaus eine moralische Verpflichtung, dieser Form von Gewalt zu begegnen. "Gewalt ist vermeidbar, nicht unausweichlich."

dpa

Update, 19.10 Uhr - Forscher skeptisch über Corona-Lockerungen

Bund und Länder haben ihre weitreichenden Lockerungen in der Corona-Krise aus Sicht des Infektionsforschers Michael Meyer-Hermann zu früh getroffen.

In den vergangenen Tagen sei die Zahl der Neuinfektionen wieder gestiegen, erläuterte der Leiter der Abteilung System-Immunologie am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung am Donnerstag. Die genauen Ursachen seien noch ungewiss.

Skepsis gibt es auch an der vereinbarten sogenannten Notbremse, wonach ab 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen ein Beschränkungskonzept greifen soll. Der Wert erscheine weit über den derzeitigen Kapazitäten der Gesundheitsämter zu liegen, sagte Rafael Mikolajczyk, Epidemiologe und Institutsdirektor der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg.

Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer kritisierte: "Wir wollen zu viel auf einmal." Er sagte "hessenschau.de": "Das kann gewaltig nach hinten losgehen." Er habe große Zweifel, ob die Sicherheitsmaßnahmen in der Gastronomie bei allen Bemühungen ausreichend eingehalten werden können. "Beim Essen muss man eben den Mundschutz abnehmen."

Update, 18.23 Uhr - Galeria Karstadt Kaufhof Rosenheim ab 11. Mai wieder komplett geöffnet

„Wir sind wieder ganz für unsere Kunden da“ - unter diesem Motte versendete Galeria Karstadt Kaufhof Rosenheim eine Pressemitteilung mit dem Hinweis, dass die Filiale ab Montag, den 11. Mai, wieder komplett geöffnet ist.

„Wir freuen uns sehr unsere Kundinnen und Kunden endlich wieder auf der gesamten Verkaufsfläche begrüßen zu dürfen (…). So können wir das tolle Einkauferlebnis bieten, das die Menschen von uns gewohnt sind.“, berichtet Jens Steinbrecher, Filialgeschäftsführer von Galeria Karstadt Kaufhof Rosenheim.

"Besonders auf den Großflächen sind wir in der Lage ein sicheres und dennoch buntes Einkaufserlebnis auf Distanz anzubieten. Wir können ohne Kompromisse alle Hygieneanforderungen umsetzen. Die Anzahl der Kundinnen und Kunden wird am Eingang erfasst, damit jeder viel Platz zum Einkaufen hat und der Mindestabstand ohne Probleme eingehalten werden kann.“ 

Die Filiale hat wie gewohnt Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 19 Uhr und Samstag von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Update, 17.52 Uhr – Seehofer bleibt hart, keine vorzeitigen Grenzöffnungen

Passend dazu äußert sich Bundesinnenminister Horst Seehofer bei der „Bild“ zu einer vorzeitigen Grenzöffnung: "Es besteht Einvernehmen in der Bundesregierung, die Kontrollen zunächst bis zum 15. Mai fortzusetzen", sagt der CSU-Politiker. Die Kontrollen an den Grenzen seien Teil des bisherigen Erfolgs bei der Eindämmung des Coronavirus.

Wie es danach weitergehen soll, darüber wird nächste Woche entschieden werden. Dann soll es Gespräche mit den Bundesländern und den Nachbarstaaten geben.

Update, 17.17 Uhr – Burghausen für Lockerungen beim Grenzverkehr

Die Grenze zwischen Österreich und Deutschland war bereits Thema um 11.31 Uhr in unserem Ticker. Dort wurde eine Petition gegen Grenzschließung bei Bayerisch Gmain ins Leben gerufen. Auch in Burghausen bedauert Bürgermeister Florian Schneider, dass die Stadt keinen Einfluss auf Lockerungen im Grenzverkehr hat.

Mittlerweile fanden auch bereits Demonstrationen dagegen statt. „Ich verstehe sehr gut, dass etwa Großeltern ihre Kinder und Enkelkinder wieder besuchen wollen, jetzt wo auch in Bayern immer mehr Lockerungen in der Corona-Krise gemacht werden und Familien sich wieder vermehrt treffen dürfen“, erklärt Schneider in einer Pressemitteilung der Stadt. Daher appelliert der neue Amtsinhaber an die Regierung, Lockerungen für Familien vorzunehmen.

Update, 16.46 Uhr – 23 neue Fälle und drei Tote in Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 1251 bestätigte Corona-Fälle (Stand: 7. Mai, 16 Uhr) vor und damit 23 mehr als gestern. Das teilte das Landratsamt soeben in einer Pressemitteilung mit. Das ist der höchste Neuanstieg seit dem 30. April. Damals waren es sogar 40 neue Fälle.

14 der 23 positiven Nachweise stammen aus Reihenuntersuchungen, die der Landkreis Traunstein als Teil seiner Pandemie-Strategie gezielt und anlassbezogen durchführt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 28,80.   

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 38 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich neun Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sieben in Traunstein und zwei in Trostberg). Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 795 Personen (35 mehr als gestern).   

In den letzten 24 Stunden sind leider auch drei neue Todesfälle hinzugekommen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann (zwischen 63 und 93 Jahren). Bei allen Personen war auch eine COVID-19-Infektion diagnostiziert worden. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 76 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Update, 16.17 Uhr - 20 neue Fälle und drei Tote im Raum Rosenheim

Am 6. Mai wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim20 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2584 Fälle (Stand: 6. Mai, 24 Uhr) von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 1236 Personen eine Genesung dokumentiert. 

172 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Das ist ein Zuwachs von drei Todesfällen in den letzten 24 Stunden. Von den Verstorbenen waren sechs Personen unter 60 Jahren. 114 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 201 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 29 Patienten auf einer Intensivstation.

Update, 16.09 Uhr – Kein neuer Fall im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es keine neuen bestätigten Corona-Fälle (Stand: 07. Mai, 14 Uhr). Das gab das Landratsamt soeben bekannt. Insgesamt liegen damit weiterhin 490 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 376 wieder genesen, 13 davon werden stationär behandelt. 

Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen: 

Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 40 

Stationäre Corona-Positivfälle: 31 

Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 4 

Entlassene Corona-Patienten: 2

Update, 15.55 Uhr - Seit einer Woche keinen Todesfall im Berchtesgadener Land

Wie das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land soeben mitgeteilt hat, gibt es seit gestern vier weitere bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt, sodass die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle auf 295 steigt (Meldestand: 07.05.2020, 10:00 Uhr). 252 Personen sind wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. 

Aktuell steht der 7-Tage-Inzidenz-Wert für den Landkreis bei 11,3. Die 7-Tage-Inzidenz bemisst die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage auf 100.000 Einwohner bezogen. Sollte dieser Wert über 50 steigen, soll es im betroffenen Landkreis wieder striktere Beschränkungen geben. Erfreulich ist, dass es seit einer Woche keinen Todesfall zu vermelden gab. Die Gesamtzahl der bisher mit oder an einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen bleibt unverändert bei 21.

Die insgesamt 295 bestätigten Corona-Fälle verteilen sich auf folgende Altersgruppen: 

Altersgruppen

Männlich

Weiblich

Gesamt

0-18 Jährige

16

5

21

19-65 Jährige

84

89

173

älter als 65 

49

52

101

Gesamt (Geschlecht)

149

146

295

Update, 15.39 Uhr - Tourismusverband: "Mehr als bedrohliche Lage"

Jetzt ist es amtlich: Die Märzzahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik offenbaren die ersten enormen Auswirkungen der CoViD-19-Pandemie auch für die heimische Tourismusregion. So brachen die Gästezahlen in Stadt und Landkreis Rosenheim um knapp 59,5 Prozent (Bayernweit: 61,5 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Auch bei den Übernachtungszahlen musste ein Rückgang von 43,1 Prozent (Bayernweit: 53,4 Prozent) registriert werden. Das teilte Chiemsee-Alpenland Tourismus in einer Pressemitteilung mit.

Seit Einführung der Reisebeschränkungen am 18. März 2020 können die Beherbergungsbetriebe ihre Übernachtungsmöglichkeiten nur noch für notwendige, jedoch nicht mehr touristische Zwecke anbieten. Auch die kommenden Monate werden für den Tourismus in Stadt und Landkreis Rosenheim eine große Herausforderung werden, so Christina Pfaffinger, Geschäftsführerin Chiemsee-Alpenland Tourismus.

Schon jetzt steht fest, dass die Aprilzahlen, die erst in ein paar Wochen vorliegen, noch dramatischer ausfallen. „Das ist eine mehr als bedrohliche Lage für die Gastronomie- und Tourismusbetriebe,“ meint Pfaffinger. Auch wenn für Ende Mai Öffnungen vorgesehen sind, könne aufgrund der „Corona-Krise“ nicht mehr mit einem normalen Jahr gerechnet werden. Trotzdem sei die Hoffnung berechtigt, dass es im zweiten Halbjahr 2020 zu einer deutlichen Besserung der Lage komme. Der Tourismusverband Chiemsee-Alpenland werde auch in dieser schweren Zeit, den Betrieben, wo es nur geht, unterstützend mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Update, 15.06 Uhr - Landkreis Altötting vermeldet einen Neuinfizierten

Das Landratsamt Altötting gab soeben bekannt, dass es einen neuen Fall gibt. Bei dem Neuinfizierten handelt es sich um eine männliche Person aus Burghausen. Insgesamt verzeichnet das Gesundheitsamt nun 588 positive Fälle. Die Anzahl der Genesenen liegt bei 429. Gestorben sind bisher 49 Personen.

Update, 15.01 Uhr - Neue Zahlen aus Bayern

In Bayern sind inzwischen 44.064 Menschen positiv auf das Coronavirus (Sars-CoV-2) getestet worden (Stand: 7. Mai, 10 Uhr). Das ist ein Anstieg um 257. Gestorben sind bisher 2.071 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 36.420 Menschen.

Regierungsbezirk

Fälle

+ Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

+ Todesfälle

Oberbayern

19.990

(+ 121)

426,58

749

(+ 9)

Niederbayern

4.416

(+ 24)

356,55

245

(+ 5)

Oberpfalz

4.832

(+ 30)

435,60

310

(+ 2)

Oberfranken

3.361

(+ 19)

314,85

177

(+ 2)

Mittelfranken

4.451

(+ 34)

251,41

234

(+ 6)

Unterfranken

3.307

(+ 17)

251,08

177

(+ 3)

Schwaben

3.707

(+ 12)

196,37

179

(+ 1)

Gesamtergebnis

44.064

(+ 257)

336,97

2.071

(+ 28)

Update, 14.42 Uhr - Drei Pflegekräfte beim BRK Berchtesgadener Land seit Beginn der Krise positiv getestet

Der Pflegedienst des Roten Kreuzes im Berchtesgadener Land versorgt aktuell trotz der Corona-Krise täglich gut 300 Menschen in den eigenen vier Wänden, die auf die elementare Hilfe der Rotkreuzler angewiesen sind, um möglichst gesund zu bleiben und den Alltag in den eigenen vier Wänden zu meistern. In einem Bericht auf ihrer Webseite heißt es nun, dass drei Pflegekräfte von insgesamt über 100 Beschäftigten in Pflege, Betreuung und hauswirtschaftlicher Versorgung seit Beginn der Krise positiv auf das Virus getestet wurde, wobei niemand schwerer erkrankt sei. 

Betreuen täglich bis zu 300 Menschen täglich: Die Mitarbeiter des BRK-Pflegedienstes im Berchtesgadener Land. 

„Trotz aller zusätzlichen Sicherheits- und Hygiene-Maßnahmen ist die Angst vor einer Ansteckung eine außergewöhnliche psychische Belastung für Pflegekräfte, Patienten und Angehörige, die wir sehr ernst nehmen und der wir mit möglichst transparenter Kommunikation und zusätzlichen Ideen begegnen“, erklärt Kreisgeschäftsführer Tobias Kurz, der froh ist, wie verständnisvoll und besonnen alle Beteiligten mit der insgesamt schwierigen Lage umgehen, die letztlich trotz aller Vorkehrungen jeden Lebensbereich betrifft. „Wir können die Risiken durch konsequentes Handeln immer nur minimieren, aber nie komplett ausschalten, da auch durch private Kontakte in der Familie und durch andere ein Ansteckungsrisiko für Mitarbeiter und Patienten besteht.“

Update, 13.57 Uhr - Saison soll bis 30. Juni beendet sein - Spiele im Free-TV?

„Es wäre fahrlässig gewesen ohne die durchgeführten Test den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Das Konzept könnte für viele andere Sportarten als Vorbild dienen“, so Seifert. Man könne im Fußball keine Masken tragen oder den Mindestabstand einhalten.

Die Entscheidung über die Fortsetzung darf aber nicht dazu führen, dass Corona nicht mehr ernst genommen wird. Die Saison soll bis zum 30. Juni durchgespielt werden.

Ob die Spiele im Free-TV zu sehen sind, ist derzeit noch nicht klar. Die DFL sei mit allen Rechteinhabern in "sehr konstruktiven und guten Gesprächen". Sky beispielsweise plane aber einige Maßnahmen, die der Sender dann rechtzeitig bekannt geben wird.

Update, 13.49 Uhr - FC Bayern startet am 17. Mai in Berlin

Die Vereine der 1. und 2. Bundesliga haben sich mit der gestrigen Entscheidung befasst. Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, äußert sich zur Fortsetzung der Fußball-Bundesliga: „Im Namen aller 36 Clubs möchte ich mich bedanken, dass die Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann.“

Grundlage sei das hygienische Konzept, das den Arbeitsschutz aller Beteiligten weitestgehend gewährleisten soll. „Am Samstag 16. Mai geht es los. Aber es ist kein normaler Spielbetrieb. Wir spielen auf Bewährung. Sich nicht anzustecken liegt in der Verantwortung aller Beteiligten“.

Der FC Bayern startet am Sonntag 17. Mai um 18 Uhr mit einem Auswärtsspiel gegen Union Berlin. Am ersten Spieltag wird es zudem kein Freitagsspiel geben. 

Update, 13.37 Uhr - Bundesliga spielt wieder ab 16. Mai

Die Pressekonferenz der Deutschen Fußball-Liga (DFL) mit Geschäftsführer Christian Seifert hat begonnen. Seifert sagte, dass man sich streng an die Anweisungen/Vorgaben der Politik halten und den Spielbetrieb in der 1. und 2. Liga ab dem 16. Mai fortsetzen werde.

*Weitere Informationen folgen in Kürze!*

Update, 13.05 Uhr - Rückt der Abbruch der 3. Liga näher? 

Die Ansage der Politik war unmissverständlich: Sollte neben den Bundesligen auch die 3. Liga ihre Saison mit Geisterspielen fortsetzen wollen, müsse der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dafür "tragfähige Zukunftskonzepte" entwickeln. Dies bedeutet, dass man sich wohl am Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) orientieren muss, was für viele Klubs aus vielerlei Gründen jedoch ein zu hoher und teurer Aufwand werden dürfte, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) nun erfahren hat.

Dazu müsste unter anderem ein Hygienebeauftragter eingestellt werden, zudem müssten beispielsweise ein eigener Koch oder mehrere Mannschaftsbusse zur Verfügung stehen. Zudem müssten bei einigen Vereinen Container aufgebaut werden, weil in Kabinen und Duschen nicht der nötige Abstand eingehalten werden kann. Hinzu kommt, dass sich einige Klubs scheuen, den Trainingsbetrieb wieder aufzunehmen, weil sie dazu die Spieler aus der Kurzarbeit zurückholen müssten. Ob die Saison weitergehen kann, ist nach dieser Entscheidung deutlich fraglicher geworden. Dabei wollten die bayerischen Klubs unter anderem der TSV 1860 München und die SpVgg Unterhaching, eigentlich unbedingt fortsetzen.

Update, 12.23 Uhr - Treffen zweier Haushalte auch in Bayern möglich 

Am Mittwoch hatten Bund und Länder beschlossen, die Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juni zu verlängern. Allerdings wurden auch Lockerungen beschlossen, die nun auch in Bayern umgesetzt werden sollen. Bis dato galt im Freistaat (nach Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen), dass man sich jetzt wieder mit der Familie und einer haushaltsfremden Person treffen darf.  

Dies soll dahingehend geändert werden, dass sich künftig Angehöriger zweier ganzer Haushalte treffen dürfen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat im Radio bei Bayern 1 angekündigt, dass eine solche Regelung nun auch für den Freistaat "rechtlich vorbereitet" werde. Söder sagte: "Wir werden das so umsetzen, dass das ab morgen (Anm. der Red.: Freitag, 8. Mai) gut machbar ist.

Update, 11.31 Uhr - Petition gegen Grenzschließung bei Bayerisch Gmain 

Bayerisch Gmain im Berchtesgadener Land (Bayern) und Großgmain im Salzburger Land (Österreich) liegen eigentlich nur ein paar hundert Meter Luftlinie auseinander. Doch momentan trennen die beiden Orte Welten. Denn die Staatsgrenze, die zwischen beiden Orten verläuft, ist angesichts der Coronakrise nach wie vor geschlossen. 

Das wollen sich die Menschen nun nicht länger gefallen lassen und haben deswegen eine Petition ins Leben gerufen. Sie fordern darin von den Politikern in Berlin beziehungsweise Wien die sofortige Öffnung des Grenzübergangs. "Der Grenzübergang ist bis jetzt hermetisch abgeriegelt mit Metallgitterzaun und Sichtschutzfolien. Zur Vervollkommnung fehlt nur noch eine Stacheldraht-Barriere. (...) Wir sind in unseren Grundrechten stark eingeschränkt und wollen wieder ein grenzüberschreitendes gemeinsames Leben haben (...)", heißt es in der Petition wörtlich.

Pressekonferenz des Robert-Koch-Institutes (RKI)

Update, 10.49 Uhr - "Können zweite Welle durch Verhalten beeinflussen"

Wird es, und wenn ja wann, eine zweite Welle in Deutschland geben? Das Virus sei immer noch in Deutschland präsent, erklärte Schaade dazu. Das RKI würde die Lage weiter beobachten. Die Lockerungen seien zum jetzigen Zeitpunkt "gesellschaftlich jedoch wichtig für Deutschland gewesen", hieß es. 

Eine zweite Welle sei aber in jedem Fall möglich. Der RKI-Vizepräsident stellte klar: "Beeinflussen können wir das zur Zeit nicht durch Impfstoffe, sondern nur durch unser Verhalten." Wann die mögliche zweite Welle kommt, ist unklar. Diese könne eventuell im Herbst, aber möglicherweise auch schon früher im Juli oder August auftreten.

Update, 10.33 Uhr - "Dauer der Nachverfolgung ist sehr variabel"

"Grundsätzlich gilt weiter die Empfehlung, dass Risikogruppen weiter besonders geschützt werden müssen. Deswegen sollte nur ein beschränkter Personenkreis diese Risikopersonen besuchen und dabei ganz besonders auf Hygienemaßnahmen achten", sagte Schaade auf die Frage, ob den zum Beispiel Enkel ihre Großeltern nun wieder "einfacher" besuchen könnten.

Zudem erklärte Schaade, dass es für die Bekämpfung der Pandemie besonders wichtig sei, dass die regionalen Gesundheitsämter jeden einzelnen Fall nachverfolgen können. Der Aufwand dabei ist unterschiedlich hoch. "Die Dauer der Nachverfolgung ist sehr variabel. Es gibt Fälle, die hatten nur fünf Kontaktpersonen, manche 10 bis 20. In manchen Fällen sind es sogar noch mehr. Das kann Stunden, manchmal jedoch auch Tage dauern“, so Schaade. Die Gesundheitsämter sind deswegen weiter personell verstärkt worden, hieß es.

Update, 10.17 Uhr - RKI: "Zahl der Todesfälle weiterhin recht hoch"

Prof. Dr. Lars Schaade, Vizepräsident des Robert-Koch-Institutes (RKI), hat am Vormittag über den aktuellen Stand der Corona-Pandemie in Deutschland berichtet. Das Pressebriefing wurde ausnahmsweise um einen Tag vorgezogen, da in Berlin, dem Sitz des RKI, am Freitag Feiertag ist.

Insgesamt wurden in Deutschland bislang knapp über 166.000 Infektionen gemeldet. 7.119 Todesfälle sind bekannt, was einer Sterberate von 4,3 Prozent besteht. „Die Anzahl der Verstorbenen ist weiterhin recht hoch. Das liegt daran, dass weiterhin Ausbrüche in Pflegeheimen oder Krankenhäusern zu verzeichnen sind. Diese Personen gehören ganz besonders zu den Risikogruppen“, sagte Schaade. Man müsse deswegen weiter mit Todesfällen rechnen, hieß es weiter.

Die Strategie gegen die Pandemie bleibt übrigens gleich: Es gelte das Virus einzudämmen, Risikogruppen konsequent zu schützen und parallel dazu die Kapazitäten im Gesundheitswesen weiter auf- und auszubauen. Da die „anfangs sehr dynamische Situation“ nun jedoch unter Kontrolle sei, wird das RKI aber kommender Woche keine regelmäßigen Pressebriefings mehr anbieten, sondern lediglich „anlassbezogen“ reagieren.

Update, 9.47 Uhr - Pressekonferenzen von RKI und DFL live

Nach der Vorstellung des "Bayern-Plans" am Dienstag und den Ergebnissen der Bund-Länder-Schalte, bei der weitere Corona-Lockerungen beschlossen wurden, gibt es am Donnerstag zwei weitere Pressekonferenzen. Zunächst bringt das Robert-Koch-Institut (RKI) die Medienvertreter mit einem Briefing ab 10 Uhr auf den neuesten Stand bezüglich der Pandemie-Entwicklung in Deutschland. 

Ab 11 Uhr trifft sich die Deutsche Fußball Liga (DFL) zunächst hinter verschlossenen Türen zu einer Mitgliederversammlung. Dort sollen exakte Details zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes in der 1. und 2. Bundesliga ab 15. Mai besprochen werden. Anschließend gibt DFL-Geschäftsführer Christian Seifert eine Pressekonferenz

rosenheim24.de berichtet von beiden Pressekonferenzen natürlich wieder live!

Update, 9.02 Uhr - Neue Zahlen: Jetzt genau 2.050 Tote in Bayern 

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Donnerstagmorgen (Stand: 7. Mai, 0 Uhr) wieder die neuesten Fallzahlen für Deutschland vorgelegt. Demnach wurden bislang insgesamt 166.091 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Dies bedeutet einen Anstieg um 1.284 Fälle im Vergleich zum Vortag. Insgesamt gab es bislang 7.119 Tote. Aus Bayern wurden 43.658 Fälle gemeldet. Die Anzahl der Toten im Freistaat liegt derzeit bei 2.050.

Bundesland

Fälle

+ zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

Baden-Württem­berg

32.762

+186

296

1.497

Bayern

43.658

+287

334

2.050

Berlin

6.149

+57

164

162

Brandenburg

2.999

+30

119

129

Bremen

963

+47

141

32

Hamburg

4.704

+40

255

194

Hessen

8.736

+94

139

396

M.-Vor­pommern

715

+4

44

19

Niedersachsen

10.564

+111

132

478

Nordr.-West­falen

34.249

+272

191

1.372

Rhein­land-Pfalz

6.213

+22

152

189

Saarland

2.655

+28

268

143

Sachsen

4.836

+52

119

181

Sachsen-Anhalt

1.602

+12

73

48

Schles­wig-Holstein

2.834

+19

98

120

Thüringen

2.452

+23

114

109

Gesamt

166.091

+1.284

200

7.119

Update, 8.27 Uhr - 13 neue Todesfälle in München

In München wurden jetzt 28 neue Coronafälle (Stand: Mittwoch, 6. Mai, 13.30 Uhr) bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.146 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 4.921 Personen, die bereits genesen sind, 942 Münchner Covid-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 192 Todesfälle. Die Zahl der Toten in der Landeshauptstadt stieg dabei im Vergleich zum Vortag leider um 13 Personen.

Update, 7.45 Uhr - Aiwangers versprochene Schnelltests verzögern sich 

Die von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) für Anfang Mai angekündigten Corona-Schnelltests werden erst in einigen Wochen zur Verfügung stehen. "Aufgrund von internationalen Lieferengpässen (...) müssen aktuell noch alternative Lieferanten qualifiziert werden. Dies stellt für derartig regulierte diagnostische Produkte einen sehr aufwendigen Prozess dar, so dass voraussichtlich in einigen Wochen mit der Fertigstellung gerechnet werden kann", sagte ein Sprecher Aiwangers der Deutschen Presseagentur (dpa). 

Ende März hatte Aiwanger neue Schnelltests für das Coronavirus angekündigt. Er habe entsprechende Rückmeldungen erhalten, dass bis Anfang Mai Schnelltests in "großer Zahl" und "in wenigen Minuten" verfügbar seien. Bisher dauern die Tests mehrere Stunden.

Update, 6.55 Uhr - Rosenheim laut LGL-Zahlen deutlich über "Obergrenze"

Bei der Bund-Länder-Konferenz hat sich die Politik nach zähem Ringen auf eine sogenannte "Obergrenze" bei Neuinfektionen verständigt. Dabei sollen die Bundesländer nun sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt wird und Lockerungen zurückgenommen werden. 

Laut den Daten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wäre davon derzeit die Stadt Rosenheim betroffen. Rosenheim ist dort (Stand: 6. Mai, 10 Uhr) mit einer 7-Tage-Inzidenz von 52,11 aufgeführt und übersteigt den festgelegten Grenzwert offenbar deutlich. Die Stadt Rosenheim bestreitet dies. "Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim sieht keinen Grund, im Zuge der sogegannten Lokalisierung oder Regionalisierung des Infektionsgeschehens („Containment“) die angekündigten Lockerungen in Rosenheim auszusetzen bzw. die bereits zulässigen Erleichterungen wieder zurückzunehmen", hieß es in einer Mitteilung der Stadt. Laut aktuellem Situationsbericht des Robert-Koch-Institutes (RKI) habe der Wert - ebenfalls mit Stand Dienstag - bei 49 Fällen pro 100.000 Einwohner gelegen, hieß es weiter. Gesundheitsamts-Leiter Dr. Wolfgang Hierl wies darauf hin, dass eine "differenzierte Fallzahlenbetrachtung" notwendig sei.

Eine bekannte Virologin hält den gesetzten Grenzwert übrigens ohnehin für nicht ungefährlich. "Das ist eine recht hohe Zahl. Ich hätte mir gewünscht, dass wir deutlich darunter bleiben würden", sagte Melanie Brinkmann von der Technischen Universität Braunschweig am Mittwochabend in der ARD-Sendung "ARD Extra".

Laut den Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) liegt die Stadt Rosenheim über der neuen "Obergrenze" bei Neuinfektionen (Stand: 6.5.).

Update, 6 Uhr - Bundesliga wird am 15. Mai fortgesetzt

Am Mittwochnachmittag hatte die Politik grundsätzlich "Ja" zur Fortsetzung der Fußball-Bundesliga gesagt. Jetzt hat die Liga auch schon den exakten Starttermin festgelegt. "Nach Abwägung aller Argumente hat das DFL-Präsidium am heutigen Tage (Anm. der Red.: Mittwoch, 6. Mai) im Umlaufverfahren beschlossen, den Spielbetrieb der Bundesliga und 2. Bundesliga ab dem 15. Mai wiederaufzunehmen", heißt es in einem Schreiben der Deutschen Fußball Liga (DFL) an die 36 betroffenen Clubs. Die Bild-Zeitung hatte zuerst darüber berichtet.

"Die heutige Entscheidung ist eine gute Nachricht für die Bundesliga und die 2. Bundesliga. Sie ist verbunden mit einer großen Verantwortung für die Clubs und ihre Angestellten, die medizinischen und organisatorischen Vorgaben diszipliniert umzusetzen. Spiele ohne Stadion-Zuschauer sind für niemanden eine ideale Lösung. Es ist in einer für einige Clubs existenzbedrohenden Krise allerdings die einzige Möglichkeit, den Fortbestand der Ligen in ihrer jetzigen Form zu sichern (...)", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. Am Donnerstag, 7. Mai, soll in Absprache mit den Vereinen der exakte Spielplan gestaltet werden.

Inzwischen mehr als 7.000 Tote in Deutschland

In Deutschland sind bis zum späten Mittwochabend (News-Ticker Mittwoch, 6. Mai) über 165.900 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag: mehr als 164.800 Infektionen). Mindestens 7.092 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag: 6.942). Das geht aus der neuesten Auswertung der Deutschen Presseagentur (dpa) hervor. Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Mittwoch bei 0,65. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 137.400 Menschen die Infektion überstanden.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge weiterhin Bayern mit mehr als 43.800 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2.043 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 33.900 Fällen und mindestens 1.357 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 32.700 bestätigten Fällen und mindestens 1.497 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 335,0 die meisten Infektionen. 

mw/dpa

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