News-Ticker zur Corona-Pandemie

Brüssel für Verlängerung des Einreisestopps in die EU bis 15. Juni - Grenzkontrollen bis November?

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Freitag, 8. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2.619, Landkreis Traunstein 1.261, Landkreis Berchtesgadener Land 296, Landkreis Mühldorf 493, Landkreis Altötting 589
  • Todesfälle: Rosenheim 174, Traunstein 77, Berchtesgadener Land 22, Mühldorf 25, Altötting 51
  • Mindestens 7.266 Todesopfer in Deutschland (2.134 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 20.40 Uhr: Brüssel für Verlängerung des Einreisestopps in die EU

Seit knapp zwei Monaten ist die EU weitgehend dicht. Wegen der Corona-Krise dürfen kaum noch Menschen einreisen. Die EU-Kommission schlägt nun vor, die Einschränkungen erneut zu verlängern.

Die weitreichenden Einreisebeschränkungen in die EU wegen der Corona-Krise sollten aus Sicht der EU-Kommission um weitere 30 Tage bis zum 15. Juni verlängert werden. Dies schlug die Brüsseler Behörde am Freitag vor. Die Lage in Europa und weltweit bleibe instabil.

"Daher sollten Maßnahmen an den Außengrenzen fortgesetzt werden, um das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Krankheit durch Reisen in die EU zu verringern", teilte die EU-Kommission mit. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums erklärte auf Anfrage, die Bundesregierung werde über die neue Empfehlung der EU-Kommission in der kommenden Woche entscheiden. Sie verwies zudem auf laufende Gespräche des Innenministeriums mit den deutschen Bundesländern sowie Nachbarländern zum Thema.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst einzuschränken. Vor einem Monat war der Einreisestopp schon einmal verlängert worden, am 15. Mai liefe er eigentlich aus. Es gelten Ausnahmen unter anderem für EU-Bürger, Ärzte und Pflegekräfte. Die Entscheidung über derlei Einreisebeschränkungen kann jedes Land für sich treffen.

Unberührt von dem Vorschlag der EU-Kommission bleiben die Kontrollen an den Binnengrenzen Europas. Etliche Staaten hatten zu Beginn der Corona-Krise Grenzkontrollen im eigentlich kontrollfreien Schengenraum eingeführt - auch Deutschland. Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, dürfen seither nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen. Jeder, der aus dem Ausland nach Deutschland einreist, muss sich für zwei Wochen in Quarantäne begeben.

dpa

Update, 19.55 Uhr - Verfassungsgericht: Einschränkungen bleiben in Kraft

Gegner der Corona-Pandemie mussten erneut einen Dämpfer einstecken. Der bayerische Verfassungsgerichtshof hat entschieden, dass die Regelungen in der Corona-Krise bestehen bleiben und lehnten somit ab, die Regelungen per einstweiliger Anordnung außer Kraft zu setzen. Das geht aus einem Bericht des BR hervor.

Demnach begründeten die Richter ihr Urteil damit, dass die Verordnung vom 3. Mai seit den jüngsten Lockerungen nicht mehr gelten würden. Zudem könne "nicht von offensichtlichen Erfolgsaussichten" des Hauptantrags ausgegangen werden.

Update, 18.50 Uhr - Österreich gibt Verordnung zur Gastro-Öffnung bekannt

Allgemein gilt, dass Österreich in der Entwicklung der Corona-Krise gut zwei Wochen gegenüber Bayern voraus sei, so auch in der Gastronomie. Während in unserem Nachbarstaat Restaurants bereits am 15. Mai wieder öffnen dürfen, wird es in Bayern erst Ende Mai so weit sein.

Nun hat das österreichische Gesundheitsministerium eine Verordnung zur Gastro-Öffnung veröffentlicht, dass vielleicht auch in Bayern eine Rolle spielen könnte. Hier ein Auszug:

Die Betriebe dürfen zwischen 6:00 und 23:00 Uhr geöffnet haben

Maximal vier Erwachsene mit zugehörigen Kindern dürfen an einem Tisch gemeinsam sitzen. In diesem Fall kann der Mindestabstand von einem Meter auch ausnahmsweise unterschritten werden.

Die Gäste müssen sitzen und zwischen den Gästen, die nicht an einem Tisch gemeinsam sitzen, muss ein Mindestabstand von einem Meter gewährleistet sein.

Schankbetrieb an der Theke ist nicht erlaubt

Das Servicepersonal muss im Indoor-Bereich Mund-Nasen-Schutz tragen, Gäste müssen am Tisch keinen Mund-Nasen-Schutz tragen

Tische sind in der Regel vorab zu reservieren

Es sind keine Gruppenreservierungen für mehrere Tische erlaubt.

Link zur Verordnung

Update, 18.09 Uhr – Herrmann: „Abschaffung der Grenzkontrollen kommt nicht in Frage“

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat klargestellt, dass die Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze, die bis zum 11. November verlängert wurden, unabhängig von den temporären Schließungen und durch die Corona-Maßnahmen bedingten Verschärfungen im Grenzverkehr weiterhin notwendig und unerlässlich sind. "Ich setze mich dafür ein, zum Beispiel kleine, völlig geschlossene Grenzübergänge wieder zu öffnen und Berufspendlern die täglichen Fahrten zu erleichtern. Eine Abschaffung der Grenzkontrollen kommt für mich nicht in Frage", so der Innenminister in einer Pressemitteilung des Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration. 

Man stehe wegen praktischer Erleichterungen im ständigen Austausch mit dem Bund sowie mit den österreichischen und tschechischen Nachbarn. So sehr die Bayerische Staatsregierung aber auch ein Interesse an kurzfristigen Erleichterungen im nahen grenzüberschreitenden Verkehr und im Berufsverkehr habe, so sehr halte sie aber auch eine Fortsetzung der Grenzkontrollen zum jetzigen Zeitpunkt für unabdingbar. "Ich sehe nicht, dass wir in naher Zukunft auf Grenzkontrollen ganz verzichten können", so Herrmann.

Update, 17.40 Uhr – Drei Mitarbeiter der Klinik in Berchtesgaden positiv getestet 

In der Kreisklinik Berchtesgaden wurden zuletzt elf Neuinfektionen festgestellt. Dabei handelt es sich um acht Patienten und drei Mitarbeiter. "Die Patienten zeigten während des Aufenthalt Symptome und wurden umgehend abgestrichen, isoliert und zur weiteren Versorgung in die dafür ausgelegte Klinik nach Bad Reichenhall verlegt. Sie sind dort in stabilem, altersentsprechenden Zustand", so der Sprecher des Landratsamtes. Alle drei Mitarbeiter seien in häuslicher Quarantäne, wie es den Richtlinien nach vorgesehen ist.

Update, 17.01 Uhr - Höchste Arbeitslosenzahl in USA seit dem Zweiten Weltkrieg

Die US-Wirtschaft ist infolge der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den USA ist wegen der Coronavirus-Pandemie so verheerend wie seit Beginn des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Das berichtet die dpa. Die Arbeitslosenquote stieg im April auf 14,7 Prozent.

Präsident Donald Trump verbreitet unterdessen trotz anhaltender Pandemie Zuversicht. "Diese Jobs werden alle zurückkommen. Und sie werden bald zurückkommen." Das kommende Jahr werde für die USA in wirtschaftlicher Hinsicht "phänomenal" werden.

Update, 16.24 Uhr - Drei Neuinfektionen und ein Todesfall im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es drei neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 08. Mai, 14 Uhr). Dabei handelt es sich um eine Person über 60 Jahre und zwei Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. Ein 63-jähriger, der mit dem Corona-Virus infiziert war, ist verstorben. Damit erhöht sich die Zahl der Verstorbenen auf insgesamt 26. 

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 493 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 381 wieder genesen, 12 davon werden stationär behandelt. Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen: 

Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 42 

Stationäre Corona-Positivfälle: 31 

Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 4

Update, 16.17 Uhr - Zehn neue Fälle und ein Toter im Landkreis Traunstein

Das Landratsamt Traunstein hat soeben die aktuellen Zahlen vorgelegt. Demnach gibt es insgesamt 1261 bestätigte Corona-Fälle vor (Stand: 8. Mai, 16 Uhr). Das ist ein Anstieg von zehn Neuinfektionen. Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 808 Personen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 34,45.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 31 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich acht Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sieben in Traunstein und einer in Trostberg).

Zudem vermeldet das Gesundheitsamt einen neuen Todesfall. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen Mann (84 Jahre). Es wurde auch eine COVID-19-Infektion diagnostiziert. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 77 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Update, 15.40 Uhr – Familienbesuche am Muttertag nach Österreich möglich

Der Besuch von Angehörigen in Österreich ist für Personen aus dem Ausland möglich, wenn bestimmte "berücksichtigungswürdige Gründe" vorliegen. Das geht aus einem Bericht der „Tiroler Tageszeitung hervor. Für eine Einreise ohne Quarantänepflicht müsse aktuell ein besonders berücksichtigungswürdiger Grund im familiären Kreis vorliegen. 

Laut dem Gesundheitsministerium würden Muttertagsbesuche aber darunter fallen. Man wolle Familien nicht auseinanderreißen, daher bestehe seit Lockerung der Maßnahmen in Österreich ab 2. Mai die Möglichkeit zu Familienbesuchen. 

An der Grenze müsse es jedoch einen Nachweis der Familienverhältnisse vorgelegt werden, beispielsweise durch die Vorlage einer Geburtsurkunde, einer Meldebestätigung oder Passkopie des Familienmitgliedes. Zu dem Familienkreis, der besucht werden dürfe, gehörten demnach konkret Eltern und Großeltern, Kinder und Enkelkinder sowie Geschwister.

Update, 15.25 Uhr – Verwirrung um Grenzwert von 50 Neuinfektionen in Rosenheim

Die Corona-Regeln wurden am Mittwoch. 6. Mai erneut gelockert. Doch die Lockerungen sollen dann zurückgenommen werden, wenn die Zahl der Neuinfektionen in einem Landkreis binnen sieben Tagen die Zahl von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner übersteigt. Ist die Stadt Rosenheim jetzt betroffen oder nicht? rosenheim24.de hat bei den zuständigen Behöden nachgefragt.

Update, 14.53 Uhr - Bayern startet Antikörperstudie mit bis zu 4.500 Blutproben

Bayern startet eine neue Studie zu Covid19-Infektionen: Mit Hilfe einer zufälligen Stichprobenanalyse im Landkreis Tirschenreuth wollen Wissenschaftler der Universitätsklinik in Regensburg und Erlangen durch den Nachweis von Virus-spezifischen Antikörpern herausfinden, wie viele Menschen sich dort mit dem Virus infiziert haben. Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in einer Pressemitteilung mit. 

Die Wissenschaftler vermuten eine viel höhere Anzahl an Infizierten als bisher gemeldet. Die Studie kann Aufschluss über die Immunität in der Bevölkerung geben, was wiederum Rückschlüsse auf die Ausbreitungsdynamik zulässt. Der Landkreis Tirschenreuth weist vergleichsweise viele gemeldete COVID19-Fälle auf.

Geplant ist, im Landkreis bis zu 4.500 Blutproben aus repräsentativ ausgewählten Haushalten zu sammeln. Die Studie soll noch im Mai mit der Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beginnen. Nach der ersten Erhebung im Mai sind zwei weitere im Abstand von vier bis sechs Monaten vorgesehen.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler: „Wir müssen alle zusammen helfen, um mehr über das neuartige Virus zu lernen, es zu bekämpfen und unsere Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Ich bitte daher alle, die ein Einladungsschreiben erhalten, uns dabei zu unterstützen und bei der Studie mitzumachen. Sie wird uns wertvolle Erkenntnisse für die Antikörper-Forschung liefern."

Der Freistaat Bayern finanziert dieses wichtige Projekt im Kampf gegen die Pandemie mit weit über einer halben Million Euro, betonte Sibler. Mit den Ergebnissen wissenschaftlicher Studien zu COVID19 könne man zum Beispiel "besser beurteilen, wie wirksam die aktuellen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung sind".

Update, 14.21 Uhr - Neue Zahlen aus Bayern - 63 Tote

In Bayern sind inzwischen 44.295 Menschen positiv auf das Coronavirus (Sars-CoV-2) getestet worden (Stand: 8. Mai, 10 Uhr). Das ist ein Anstieg um 231. Gestorben sind bisher 2.134 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das sind 63 Tote mehr als gestern. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 37.050 Menschen.

Regierungsbezirk

Fälle

+ Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

+ Todesfälle

Oberbayern

20.132

(+ 142)

429,61

795

(+ 46)

Niederbayern

4.434

(+ 18)

358,01

247

(+ 2)

Oberpfalz

4.847

(+ 15)

436,95

318

(+ 8)

Oberfranken

3.380

(+ 19)

316,63

178

(+ 1)

Mittelfranken

4.479

(+ 28)

252,99

237

(+ 3)

Unterfranken

3.310

(+ 3)

251,31

179

(+ 2)

Schwaben

3.713

(+ 6)

196,69

180

(+ 1)

Gesamtergebnis

44.295

(+ 231)

338,73

2.134

(+ 63)

Update, 14.12 Uhr - Zwei Tote und eine Neuinfektion im Landkreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 589 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen (Stand: 8. Mai, 14 Uhr). Dabei handelt es sich um eine Frau aus Kastl.

438 Landkreisbürger/Innen sind bislang von der Erkrankung an Covid-19 wieder genesen. 51 Personen sind an der Erkrankung verstorben. Das sind zwei Fälle mehr als gestern. 

Update, 14.03 Uhr - Ein neuer Fall und eine Tote im Landkreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land hat soeben die aktuellen Zahlen bekannt gegeben. Seit gestern gibt es einen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis Berchtesgadener Land gibt, sodass die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle auf 296 steigt (Stand: 8.Mai, 10 Uhr). 

Seit der gestrigen Meldung ist eine 75-jährige mit Corona infizierte Frau verstorben, Insgesamt gibt es damit 22 Todesfälle im Landkreis Berchtesgadener Land. Aktuell steht der 7-Tage-Inzidenz-Wert für den Landkreis bei 13,2. Von den insgesamt 296 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2-Fällen sind bisher 253 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen.

Aktuell befinden sich in den Kliniken im Berchtesgadener Land nur noch 39 COVID-19-Patienten in stationärer Behandlung (drei weniger im Vergleich zu gestern), weiterhin sind davon noch fünf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung. Viele dieser 39 Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten 296 BGL-Corona-Fälle.

Update, 13.22 Uhr - 36 neue Fälle und fünf Tote in Rosenheim

Im letzten Meldezeitraum (Stand: 7. Mai, 24 Uhr) wurden dem Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim 36 neue Coronafälle gemeldet. Hiervon sind 17 durch Reihenuntersuchungen aufgefallen. Damit stieg die Gesamtzahl aller in Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldeten Infektionen auf 2.619

Zudem wurden auch fünf weitere Todesopfer bekannt. Die Gesamtzahl der Toten im Raum Rosenheim liegt nun bei 174. Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahre alt, 115 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. Mittlerweile wurde bei mindestens 1.267 Personen eine Genesung dokumentiert. 205 Menschen werden aktuell noch in Krankenhäusern behandelt, 37 davon auf einer Intensivstation.

Den aktuellen Wert der Sieben-Tage-Inzidenz, nach dem die neue "Obergrenze" berechnet wird, teilte das Landratsamt nicht mit. "Wir beobachten die Lage weiterhin genau, um bei einem Anstieg der Infektionszahlen rechtzeitig die erforderlichen Gegenmaßnahmen ergreifen zu können", so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter desGesundheitsamtes.

Update, 13.15 Uhr - Landkreis Traunstein verlängert Besuchsverbot

Der Landkreis Traunstein weist statistisch eine vergleichsweise hohe Covid-19-Fallzahlenbelastung auf. Gleichzeitig zeigt sich seit Anfang Mai eine deutliche Besserung bei der Entwicklung des Infektionsgeschehens, welche konkret in einem starken Rückgang der Sieben-Tage-Inzidenz zum Ausdruck kommt. Am 30. April lag der Wert bei 89,22, am 7. Mai nur noch bei 28,80

Um diese "positive Entwicklung zu verstetigen" und "um besonders vulnerable Personengruppen weiterhin bestmöglich zu schützen", hat sich der Landkreis jedoch dazu entschlossen, das bestehende Besuchsverbot in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Altenheimen und Seniorenresidenzen im Landkreis Traunstein bis einschließlich 15. Mai zu verlängern.

Update, 12.55 Uhr - Rosenheim öffnet teilweise Kultur- und Sportstätten

DieStadt Rosenheim reagiert auf die von der bayerischen Staatsregierung beschlossenen Lockerungen mit der teilweisen Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen, Sportstätten und Spielplätzen. Das Städtische Museum, das Holztechnische Museum, die Städtische Galerie und die Stadtbibliothek öffnen ab Dienstag, 12. Mai, wieder ihre Pforten für Besucher. Der Lokschuppen zieht dann mit der Ausstellung "Saurier – Giganten der Meere" ab Freitag, 15. Mai, nach. In allen Fällen gelten strenge Hygieneauflagen.

Der Betrieb von Sporthallen, Sportplätzen, Sportanlagen und Sporteinrichtungen und deren Nutzung bleibt grundsätzlich untersagt. Das bedeutet, dass die städtischen Sporthallen, das ROFA-Stadion und das Freibad bis auf weiteres geschlossen bleiben. Ebenso wie die Freisportanlage an der Luitpoldhalle, der Kunstrasenplatz an der Jahnstraße sowie die städtischen Bolzplätze. Der Trainingsbetrieb von Individualsportarten kann unter bestimmten Voraussetzungen wieder aufgenommen werden. Das Jahnstadion ist zum Beispiel für die Leichtathletik wieder nutzbar. Die Skate-Anlagen in Egarten und in Oberwöhr sowie der Fitness-Parcour an der Klepperstraße sind seit Freitag, 8. Mai, wieder freigegeben, ebenso wie die Spielplätze im Stadtgebiet.

Update, 12.10 Uhr - 2.800 Personen an Grenze zu Salzburg gestoppt

Exakt 2.795 Personen haben Soldaten des österreichischen Bundesheeres im April die Einreise von Bayern ins Salzburger Land verweigert. An insgesamt sieben Kontrollstellen wurden insgesamt rund 185.000 Personen unter die Lupe genommen. Bei den Abgewiesenen hat es sich laut Polizei unter anderem um Rumänen gehandelt, deren weitere Ausreise aus Österreich wegen der Grenzsperre zu Ungarn nicht sichergestellt gewesen wäre. 

Aber auch Bürger aus Bayern und damit der Region blitzten ab. "Die zahlreichen Ausnahmen für die Einreise nach Österreich sind alle bekannt, trotzdem kommen immer wieder Reisende an die Grenze, die zum Beispiel schnell zum Billig-Tanken nach Salzburg fahren wollen", sagte Karl Wochermayr, der Einsatzleiter der Grenzkontrollen bei der Polizei Salzburg, gegenüber BGLand24.de. Besonders seit der schrittweisen Öffnung von Einkaufszentren in Salzburg hätten die Einreiseversuche zugenommen, hieß es.

Update, 11.22 Uhr - "Hotspots lokalisieren und gezielt Maßnahmen ergreifen"

Am Mittwoch haben sich Bund und Länder auf eine Obergrenze bei Neuinfektionen geeinigt (50 auf 100.000 Einwohner binnen der letzten sieben Tage). Anfangs war auch die Lage in der Stadt Rosenheim kritisch, lag der Wert doch bei 52,1. Am Donnerstag fiel er jedoch bereits auf 33,2.

Rosenheims neuer Oberbürgermeister Andreas März (CSU).

Die hohe Zahl am Mittwoch erklärte die Stadt unter anderem mit gehäuften Infektionen in einer Asylbewerberunterkunft. Da das Heim unter Quarantäne steht, hält Oberbürgermeister Andreas März es für sinnvoll, diese Zahlen herauszurechnen. Vielmehr sei es sinnvoller, "Hotspots" innerhalb der Stadt zu lokalisieren und dann gezielt Maßnahmen zu ergreifen, anstatt wieder einen "Lockdown" über die gesamte Stadt zu verhängen. "Das gesellschaftliche Leben muss nicht sofort wieder komplett eingestellt werden, nur weil es in einer Unterkunft möglicherweise ein Problem gibt", betonte der CSU-Politiker nun gegenüber der Bild-Zeitung.

Update, 10.57 Uhr - Grenzöffnung "noch vor dem Sommer"

Die Öffnung der Grenze zwischen Deutschland und Österreich rückt nach Überzeugung von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) näher. Derzeit seien die Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus in Österreich geringer als in Deutschland. "Daher gehe ich auch davon aus, dass es zum Öffnen der Grenze zu Deutschland kommen wird noch vor dem Sommer", sagte Kurz bei einer Videokonferenz mit Vertretern des Gastgewerbes in Wien.

Die Regierung sei in dieser Frage in einem fast täglichen Kontakt zu den deutschen Partnern. Eine Grenzöffnung sei nicht nur aus touristischer Sicht wichtig, sondern würde auch für viele Familien, die momentan durch die Grenzkontrollen getrennt seien, eine erhebliche Erleichterung bedeuten. Das Gleiche gelte für Pendler und alle, die aus beruflichen Gründen einfach reisen müssten. 

Auch die EuRegio, ein freiwilliger Zusammenschluss von Gemeinden, Landkreisen, einer Privatperson und Interessensvertetungen im Chiemgau, Berchtesgadener- und Salzburger Land, drängen in einem offenen Brief, der chiemgau24.de vorliegt, auf eine baldige Grenzöffnung.

Pressekonferenz in Wien:

Update, 10.39 Uhr - Maskenpflicht jetzt auch auf Wochenmärkten 

Die Maskenpflicht gilt ab Montag, 11. Mai, im Landkreis Mühldorf auch auf Wochen- und Bauernmärkten. In Geschäften und im Nahverkehr müssen die Menschen in ganz Bayern bereits seit 27. April einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Bisher galt auf den Wochenmärkten ein Maskengebot, das heißt, es bestand die dringende Empfehlung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Ab kommenden Montag ist es nun verpflichtend, wie das Landratsamt mitteilte.

Update, 10.05 Uhr - Wer trägt Schuld am Corona-Hotspot Ischgl? 

Die Gemeinde Ischgl gilt in der Coronakrise als absoluter "Hotspot". Über den Skiort in Tirol konnte sich das Virus vermutlich tausende Male über ganz Europa verbreiten. Bei den Ermittlungen zu den Ereignissen liegt nun ein Zwischenbericht der österreichischen Polizei vor. Der etwa 1000-seitige Bericht sei "sehr detailliert und umfangreich", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, Hansjörg Mayr.

Nach Durchsicht der Akten werde entschieden, ob ein begründeter Verdacht vorliege. Es steht der Vorwurf der Vertuschung im Raum. Den Verantwortlichen wird vorgeworfen, bereits bekannte Infektionen nicht bzw. verspätet beim zuständigen Gesundheitsamt gemeldet zu haben, um so den Tourismus- und Skibetrieb im Ort noch länger aufrechterhalten zu können. Seit Ende März läuft bei der Staatsanwaltschaft bereits ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung durch ansteckende Krankheiten. Dem Verfahren haben sich laut Staatsanwaltschaft inzwischen auch 321 Betroffene angeschlossen, die meisten stammen aus Deutschland.

Update, 9.08 Uhr - 53 Prozent der Deutschen wollen Söder als Kanzler

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich in der Coronakrise laut einer Umfrage zum aussichtsreichsten potenziellen Kanzlerkandidaten der Union gemausert. 53 Prozent der Deutschen sind nach dem jetzt veröffentlichten "ARD-Deutschlandtrend" von Infratest dimap der Meinung, dass der CSU-Politiker ein guter Unions-Kanzlerkandidat wäre. Im Vergleich zur letzten Befragung im Februar legte Söder damit um 22 Prozentpunkte zu. 

Über Friedrich Merz sagten 33 Prozent der Deutschen, er wäre ein guter Kanzlerkandidat der Union (-7 Prozentpunkte), über Armin Laschet sagten das 27 Prozent (-3), über Norbert Röttgen 21 Prozent. Auch bei den Unions-Anhängern lag Söder in dieser Frage mit 67 Prozent Zustimmung vorne.

Update, 8.31 Uhr - Jetzt 2.114 Todesfälle in Bayern

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat soeben wieder die aktualisierten Fallzahlen (Stand: 8. Mai, 0 Uhr) vorgelegt. Demnach gibt es in Deutschland nun 167.300 gemeldete Infektionen und 7.266 Todesopfer. Bayern ist mit knapp 44.000 Fällen und 2.114 Toten weiterhin am stärksten betroffene Bundesland.

Bundesland

Fälle

+ zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

Baden-Württem­berg

32.898

+136

297

1.515

Bayern

43.905

+247

336

2.114

Berlin

6.209

+60

166

163

Brandenburg

3.037

+38

121

131

Bremen

997

+34

146

32

Hamburg

4.753

+49

258

201

Hessen

8.850

+114

141

403

M.-Vor­pommern

718

+3

45

19

Niedersachsen

10.686

+122

134

493

Nordrhein-West­falen

34.522

+273

193

1.397

Rhein­land-Pfalz

6.241

+28

153

192

Saarland

2.658

+3

268

140

Sachsen

4.839

+3

119

184

Sachsen-Anhalt

1.615

+13

73

48

Schles­wig-Holstein

2.860

+26

99

122

Thüringen

2.512

+60

117

112

Gesamt

167.300

+1.209

201

7.266

Update, 7.50 Uhr - Gästezahlen im Raum Rosenheim um 60 Prozent eingebrochen

Die März-Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik offenbaren die ersten enormen Auswirkungen der Coronakrise auch für die heimische Tourismusregion. So brachen die Gästezahlen in Stadt und Landkreis Rosenheim um knapp 59,5 Prozent (bayernweit: 61,5 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Auch bei den Übernachtungszahlen musste ein Rückgang von 43,1 Prozent (bayernweit: 53,4 Prozent) registriert werden.  

Durch Absagen von Messen, Veranstaltungen oder Ausstellungen sowie Grenzschließungen und Reiseverbote dürfte die nächste Bilanz sogar noch schlimmer ausfallen. Denn die Zahlen für April 2020 liegen noch gar nicht vor. "Das ist eine mehr als bedrohliche Lage für die Gastronomie und Tourismusbetriebe", sagte Christina Pfaffinger, Geschäftsführerin Chiemsee-Alpenland Tourismus. Auch wenn für Ende Mai Öffnungen vorgesehen sind, könne heuer nicht mehr mit einem normalen Jahr gerechnet werden, hieß es weiter.

Update, 7.01 Uhr - 53 weitere Fälle und zwei Tote in München

In München wurden jetzt (Stand: 7. Mai, 13.30 Uhr) 53 neue Coronafälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.199 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.029 Personen, die bereits genesen sind, 959 Münchner Covid-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 194 Todesfälle. Die Zahl der Toten stieg im Vergleich zum Vortag um zwei Personen.

Update, 6.14 Uhr - Weitere Lockerung in Kraft getreten

Um 0 Uhr ist in Bayern eine weitere Lockerung der Coronaregeln in Kraft getreten. Nachdem bereits ab Mittwoch, 6. Mai, wieder Besuche von Familien auf gerader Linie (Kinder, Eltern, Großeltern) erlaubt worden waren, wurde nun der Passus, dass man sich darüber hinaus mit nur einer haushaltsfremden Person treffen darf, umgewandelt. 

Seit Mitternacht sind nun auch wieder Treffen von Angehörigen zweier verschiedener Haushalte möglich - und zwar sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum. Das hatte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) bekannt gegeben. Mit der Änderung der entsprechenden Verordnung setzt der Freistaat damit schon vor der nächsten Kabinettssitzung einen Bund-Länder-Beschluss vom Mittwoch um.

Reproduktionszahl wieder angestiegen in Deutschland

In Deutschland sind bis zum späten Donnerstagabend (News-Ticker Donnerstag, 7. Mai) über 167.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag: mehr als 165.900 Infektionen). Mindestens 7.196 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag: 7.092). Das geht aus der neuesten Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor.

Die Reproduktionszahl lag nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Stand Donnerstag bei 0,71 (Vortag: 0,65). Das bedeutet, dass zehn Infizierte rund sieben weitere Personen anstecken. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 139.900 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland weiterhin mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 44.000 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2.071 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 34.200 Fällen und mindestens 1.371 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 32.800 bestätigten Fällen und mindestens 1.517 Toten.

mw/dpa

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