News-Ticker zur Corona-Pandemie

EU-Finanzminister einigen sich auf Rettungspaket - 112.000 Infizierte und 2300 Tote in Deutschland 

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Italien, Bologna: Gesundheitspersonal versorgt Coronavirus-Patienten auf einer Intensivstation im Sant'Orsola Malpighi Krankenhaus.

Landkreis/München - Das Coronavirus hat das öffentliche Leben in der Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff und sorgt für zahlreiche Einschränkungen. Weiterhin gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Donnerstag, 9. April, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 1.686, Landkreis Traunstein 646, Landkreis Berchtesgadener Land 216, Landkreis Mühldorf 346, Landkreis Altötting 386
  • Mindestens 2.301 Todesopfer in Deutschland (653 in Bayern) 
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Ausgangsbeschränkung in Bayern (vorerst bis 19. April)
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 22.25 Uhr: EU-Finanzminister einigen sich auf milliardenschweres Rettungspaket

Die Finanzminister der Europäischen Union haben sich am Abend nach zähen Verhandlungen auf einen Deal zur Hilfe gefährdeter Staaten geeinigt.  Die Abmachung sieht eine Hilfe von 500 Milliarden Euro vor. Frankreichs Finanzminister sprach von einer "ausgezeichneten Vereinbarung" auf Twitter.

Update, 20.56 Uhr: Mindestens 112.000 Corona-Infizierte in Deutschland - 2300 Tote

In Deutschland sind bis Donnerstagabend mindestens 112.600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag, 20.15 Uhr: mehr als 108.100 Infektionen).

Mindestens 2301 mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierte Menschen bislang bundesweit gestorben (Vortag, 20.15 Uhr: 2071).

Update, 19.28 Uhr - Katastrophenschutz: "Wir sind noch nicht am Ziel!"

Die Stadt Rosenheim hatte in den letzten Wochen zur Entwicklung der Ausbreitung des Coronavirus eine interessante Analyse angestellt und nun veröffentlicht (siehe Update 15 Uhr). Dazu zog nun Hans Meyrl, der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, ein Fazit: 

"Daraus (Anm. der Red.: aus der Analyse der Stadt) lässt sich schließen, dass die Rosenheimerinnen und Rosenheimer die Ausgangsbeschränkungen und die Appelle zum sogenannten "Social Distancing" in hohem Maße beachten. Dennoch zeigt die Entwicklungsdynamik in Stadt und Landkreis Rosenheim auch, dass wir beim Versuch, die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Viruserkrankungen zu dämpfen, noch nicht am Ziel sind. 

Wir appellieren deshalb an die Bürgerinnen und Bürger, die Ausgangsbeschränkungen weiterhin zu respektieren. Nur so kann der bisherige exponentielle Krankheitsverlauf eingedämmt werden."

Update, 18.55 Uhr: Zwei neue Todesfälle im Landkreis Altötting

Im Landkreis Altötting sind zehn weitere Menschen (sechs männliche und vier weibliche Personen) positiv auf das Coronavirus getestet worden, die Gesamtzahl der Fälle liegt damit bei 386. Zwei Frauen im Landkreis sind an den Folgen von Covid-19 gestorben.

Update, 18.39 Uhr: Menschen meiden Notaufnahmen wegen Coronavirus - Ärzte besorgt

Der Rückgang von Patienten in den Notaufnahmen alarmiert Mediziner. Chefärzte vom Nürnberger Klinikum warnen davor, wegen der Corona-Pandemie dringend notwendige Behandlungen aufzuschieben. Die Folgen seien für viele Menschen wahrscheinlich gefährlicher als das geringe Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, teilte das Klinikum am Donnerstag mit. 

So seien in den vergangenen Wochen deutlich weniger Menschen mit einem leichten Herzinfarkt oder Schlaganfall in die Notaufnahme gekommen. In die Kliniken kämen dafür vermehrt Patienten, bei denen die Beschwerden schon weiter fortgeschritten seien als üblich.

Update, 18.12 Uhr: Weiterer Todesfall in Salzburg

Das österreichische Bundesland Salzburg meldet in Sachen Coronavirus einen moderaten Anstieg um "nur" 12 Fälle (Stand: Donnerstag, 9. April, 11.30 Uhr). Insgesamt sind in Salzburg bislang 1.149 Menschen an dem Virus erkrankt. 432 Menschen davon gelten bereits wieder als gesund. Leider gab es allerdings auch einen neuen Todesfall zu vermelden. Am Donnerstagvormittag verstarb eine 71-jährige Frau.

Update, 17.36 Uhr - Neue Zahlen für Deutschland

In Deutschland sind bis Donnerstagnachmittag mindestens 111 118 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: mehr als 106 700 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Mindestens 2223 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 2007). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 46 300 Menschen die Infektion überstanden.

Besonders hohe Infiziertenzahlen haben Bayern mit mehr als 29 200 nachgewiesenen Fällen und mindestens 653 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 23 300 Fällen und mindestens 445 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 21 400 Fällen und mindestens 514 Toten.

Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 223,8 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 133,6. Allerdings ist die Anzahl der Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Update, 17.16 Uhr - Neue Corona-Notfallpraxis in Bad Feilnbach

Am Samstag, 11. April, startet eine neue Corona-Notfallpraxis in Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim). Diese ist ein Zusammenschluss der Bad Feilnbacher Hausärzte und ist täglich von 11 bis 12 Uhr in den Räumen des ehemaligen Jugendtreffs (Bahnhofstr. 9) geöffnet, wie die Gemeinde nun mitteilte. 

Dort werden vor allem Tests durchgeführt und Fragen zu Corona- und/oder Quarantäne-Fragen und Ansteckungsprophylaxe beantwortet. Eine telefonische Voranmeldung (08064/754) ist zwingend erforderlich.

Diese Notfallpraxis ist ausschließlich für die Bürger der Gemeinde Bad Feilnbach. Damit sollen die regulären Arztpraxen entlastet werden. Bürgermeister Anton Wallner begrüßt diese Initiative sehr, um eine optimale Versorgung der Gemeindebürger zu gewährleisten.

Update, 15.57 Uhr - Ein Todesfall und 62 neue Infektionen im Kreis Rosenheim

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Bereich des Rosenheimer Gesundheitsamtes ist im Vergleich zum Vortag um 62 Personen angestiegen. Damit gab es in Stadt und Landkreis Rosenheim (Stand: 8. April / 24 Uhr) insgesamt 1.686 bestätigte Fälle

Die Zahl der Verstorbenen hat sich um eine Person auf 41 Verstorbene erhöht. Mittlerweile wurde bei mindestens 224 Personen die Genesung dokumentiert.

Update, 16.49 Uhr - Rosenheims OB Gabriele Bauer mit Appell

Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, in der Corona-Krise weiter durchzuhalten: „Wir sind noch nicht über den Berg.“

Update, 16.25 Uhr - Patienten aus Klinik Mühldorf verlegt

Am Donnerstagnachmittag kam es am Mühldorfer Krankenhaus zu einem größeren Einsatz. Dort wurden sechs Patienten, teils bettlägerig, teils in Rollstühlen, aus der Klinik gebracht und mit Rettungs- bzw. Krankentransportwagen weggefahren.

Einen expliziten Zusammenhang mit dem Coronavirus wollte die Pressestelle des Landratsamtes Mühldorf auf Anfrage von innsalzach24.de nicht bestätigen. "Es handelte sich um eine gewöhnliche Verlegung von insgesamt sechs nicht infizierten Patienten innerhalb des gemeinsamen Inn-Klinikums Altötting und Mühldorf, da das Covid-Zentrum Mühldorf schwerpunktmäßig die positiven Fälle beider Landkreise behandelt", teilte Pressesprecherin Simone Kopf mit.

Großeinsatz wegen Verlegung von Patienten am Krankenhaus Mühldorf

Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, wollte die Pressestelle des Landratsamtes Mühldorf auf Anfrage nicht bestätigen. © fib/Eß
Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, wollte die Pressestelle des Landratsamtes Mühldorf auf Anfrage nicht bestätigen. © fib/Eß
Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, wollte die Pressestelle des Landratsamtes Mühldorf auf Anfrage nicht bestätigen. © fib/Eß
Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, wollte die Pressestelle des Landratsamtes Mühldorf auf Anfrage nicht bestätigen. © fib/Eß
Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, wollte die Pressestelle des Landratsamtes Mühldorf auf Anfrage nicht bestätigen. © fib/Eß
Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, wollte die Pressestelle des Landratsamtes Mühldorf auf Anfrage nicht bestätigen. © fib/Eß
Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, wollte die Pressestelle des Landratsamtes Mühldorf auf Anfrage nicht bestätigen. © fib/Eß
Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, wollte die Pressestelle des Landratsamtes Mühldorf auf Anfrage nicht bestätigen. © fib/Eß
Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, wollte die Pressestelle des Landratsamtes Mühldorf auf Anfrage nicht bestätigen. © fib/Eß
Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, wollte die Pressestelle des Landratsamtes Mühldorf auf Anfrage nicht bestätigen. © fib/Eß
Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, wollte die Pressestelle des Landratsamtes Mühldorf auf Anfrage nicht bestätigen. © fib/Eß
Ob ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht, wollte die Pressestelle des Landratsamtes Mühldorf auf Anfrage nicht bestätigen. © fib/Eß

Update, 16.15 Uhr - 18 neue Fälle im Landkreis Mühldorf

Das Gesundheitsamt Mühldorf meldete am Donnerstagnachmittag 18 neue Coronafälle (Stand: Donnerstag, 9. April, 15 Uhr). Bei den Neu-Infizierten handelt es sich um drei Erwachsene über 60 Jahre und 15 Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. Davon werden drei Personen stationär behandelt.  

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 346 bestätigte Fälle vor. 40 davon werden stationär behandelt. Insgesamt 114 Personen (kumuliert) sind bereits wieder genesen.

Update, 15.55 Uhr - 80 neue Fälle und zwei Tote in Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein ist die Zahl der bestätigten Coronafälle stark angestiegen. Mit Stand Donnerstag, 9. April, 15 Uhr, wurden 80 neue Fälle gemeldet. Das ist der höchste Anstieg binnen eines Tages, seit die Zahlen zum Virus erfasst werden. Die Gesamtzahl der Infizierten stiegt damit auf 646

Zudem wurden zwei weitere Todesfälle gemeldet. Bei den Verstorbenen handelt es sich um eine Frau und einen Mann (85 und 87 Jahre). Bei allen zwei Personen war eine Covid-19-Infektion diagnostiziert worden. Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung. Damit gibt es nun insgesamt 17 Tote in Stadt und Landkreis Traunstein. 

Darüber hinaus werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein derzeit insgesamt 53 Coronavirus-Patienten stationär behandelt, davon befinden sich 14 Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (acht in Traunstein und sechs in Trostberg).

Update, 15.40 Uhr - Das sagt die Bundeskanzlerin

Nun informiert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf einer Pressekonferenz zur aktuellen Situation in der Coronakrise. "Wir haben in den letzten Wochen viel Kraft bewiesen. Jetzt gilt es, nicht nachzulassen. (...) Wir müssen konsequent bleiben und durchhalten. Dann können wir das Land gegen das Virus verteidigen und diese schwere Prüfung, die wohl noch einige Zeit andauern wird, bestehen", sagte Merkel in ihrer Rede. Die Lage sei insgesamt nach wie vor "fragil".

Update, 15.15 Uhr - Fünf neue Fälle in Altötting - Masken bestellt

Das Gesundheitsamt Altötting meldete am Donnerstagnachmittag, 9. April, fünf neue Coronafälle. Damit ist die Gesamtzahl der Infizierten im Landkreis auf 376 gestiegen. Bei den neuinfizierten Personen handelt es sich um einen Mann aus Töging sowie Frauen aus Garching/Alz, Kirchweidach und Burghausen (2).

Zudem gab das Landratsamt Altötting bekannt, dass die für das vom Kreistag beschlossene Schutzmaskenkonzept benötigten Masken nun bestellt und voraussichtlich bis Ende April geliefert werden sollen. Nach Erhalt werden diese zusammen mit einem Beiblatt an die Bevölkerung der teilnehmenden Kommunen verteilt. 

Landrat Erwin Schneider: "Auch wenn es derzeit keine gesetzliche Verpflichtung gibt, so bin ich dennoch der festen Überzeugung, dass das Tragen von Schutzmasken ein wesentlicher Bestandteil einer Exit-Strategie sein wird, mit der man Schritt für Schritt wieder zur Normalität gelangen kann. Ich bin sehr froh, dass wir insgesamt 20 Städte und Gemeinden gewinnen konnten, die sich an der Aktion der Masken finanziell beteiligt haben."

Update, 15 Uhr - Stadt Rosenheim mit interessanter Analyse

Die Stadt Rosenheim hat nun eine höchstinteressante Analyse zur Ausbreitung des Coronavirus in der Region Rosenheim angestellt. Dabei wurden die Infektionszahlen von Stadt und Landkreis Rosenheim mit den Fallzahlen aus Tirol und Südtirol verglichen. Um besser vergleichen zu können, wurden die Fallzahlen jeweils auf 100.000 Einwohner umgerechnet.

Demnach erhöhte sich die Anzahl der bestätigten Coronafälle in der Stadt Rosenheim zwischen 16. März und 7. April von fünf auf 346 Fälle beziehungsweise um den Faktor 69,2. In Südtirol stieg die Anzahl der Fälle im gleichen Zeitraum von einem mit 45 Fällen höheren Ausgangsniveau aus auf zuletzt 337 Fälle. Dies entspricht einem Faktor von 7,5. In Tirol sind die Fallzahlen in dieser Zeit von 41 auf 385, also um den Faktor 9,4 angestiegen. Der Landkreis Rosenheim weist mit aktuell 501 bestätigten Infizierten pro 100.000 Einwohnern gegenüber 13 am 16. März einen Vervielfältigungsfaktor von 38,5 auf

Der Verlauf der Kurven zeigt dabei, dass Stadt und Landkreis Rosenheim von der Coronakrise mit einer Zeitverzögerung von zwei bis drei Wochen gegenüber Tirol und Südtirol erreicht wurden.

Anmerkung: Die Stadt Rosenheim wies in einer Pressemitteilung ausdrücklich darauf hin, dass wegen der methodischen Normierung der Fallzahlen auf jeweils 100.000 Einwohner diese Häufigkeitszahlen nicht mit den vom Rosenheimer Gesundheitsamt publizierten Zahlen an bestätigten Infizierten verglichen werden können. Die Umrechnung der Infektionszahlen auf jeweils 100.000 Einwohner ist notwendig, um die unterschiedlichen Bevölkerungsgrößen von Stadt und Landkreis Rosenheim sowie Tirol und Südtirol miteinander in Beziehung setzen zu können. 

Update, 14.25 Uhr - Pressekonferenz mit Jens Spahn

Aktuell informieren Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Familienministerin Franziska Giffey und Prof. Dr. Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, in der Bundespressekonferenz über den aktuellen Stand im Kampf gegen das Coronavirus.

Update, 14.20 Uhr - "Nur" zwei neue Fälle im Berchtesgadener Land 

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land meldet (Stand: Donnerstag, 9. April, 12 Uhr) zwei neue Coronafälle. Damit gibt es im Landkreis nun insgesamt 216 infizierte Personen. Glücklicherweise gibt es keine weiteren Todesfälle zu vermelden.

84 Personen sind mittlerweile wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Bei den nunmehr 128 aktuell in Behandlung befindlichen Covid-19-Patienten ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Aktuell sind im Landkreis insgesamt 47 Patienten in stationärer Behandlung. Elf davon liegen auf Intensivstationen.

Update, 13.55 Uhr - Verletzte Polizisten und illegale "Corona-Party"

Zwischen Mittwoch, 6 Uhr, und Donnerstag, 6 Uhr, führte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis insgesamt rund 5.400 Kontrollen bezüglich der Ausgangsbeschränkungen durch. Dabei wurden 179 Verstöße festgestellt. 

Am Mittwochabend gegen 22.20 Uhr sollten im Stadtteil Freimann drei Personen von Zivilbeamten kontrolliert werden, weil der Verdacht bestand, dass sie gegen die Verordnungen verstoßen hatten. Ein 15-Jähriger aus der Gruppe attackierte die beiden Polizisten dabei unvermittelt und verletzte sie im Gesicht so schwer, dass sie später in einer Klinik behandelt werden mussten. Anschließend flüchtete er. Auf seiner Flucht warf er auch mit Steinen nach dem Sicherheitsmitarbeiter einer Tankstelle, der ebenfalls die Verfolgung aufgenommen hatte. Die Polizei fahndete mit zehn Streifen und konnte den jungen Mann rund eine Stunde später festnehmen. Er erhielt mehrere Anzeigen und wurde anschließend in sein Jugendwohnheim zurückgebracht. 

Am Donnerstag in den frühen Morgenstunden beendete die Polizei dann in Schwabing eine "Corona-Party". Auf einem Balkon in der Römerstraße hatten drei Münchner (eine 36-Jährige, ein 36- und 42-Jähriger), die nicht im selben Haushalt wohnten, lautstark gefeiert und getrunken. Nachbarn riefen daraufhin gegen 3.30 Uhr die Polizei. Ein Mann der Gruppe bekam einen Platzverweis. Das komplette Trio wurde wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Update, 13.25 Uhr - Bayerischer Sonderweg beim "Exit"?

In Bayern gelten die Ausgangsbeschränkungen bis auf weiteres mindestens zum 19. April. Nach Ostern wollen die Ministerpräsidenten der Länder gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten, wie mögliche "Exit-Strategien" aussehen könnten. Dabei hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder einen möglichen Sonderweg für den Freistaat angedeutet. 

"Tatsächlich ist die Situation regional unterschiedlich - in Bayern und Baden-Württemberg ist sie anders als in Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein", sagte der CSU-Politiker in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Dort sei von Anfang an das Infektionsgeschehen deutlich niedriger gewesen. "Insofern muss auch das gemeinsame Konzept in Deutschland den unterschiedlichen Situationen gerecht werden", so Söder. Konkrete Maßnahmen wurden jedoch nicht genannt.

Update, 12.47 Uhr - Bayern hält an Soforthilfen fest - trotz Stopp in NRW

Während Nordrhein-Westfalen die Auszahlung von Corona-Soforthilfen für Unternehmen wegen Betrugsversuchen stoppt, hält Bayern an der Auszahlung fest. "Die Hilfen laufen weiter", sagte ein Sprecher des bayerischen Wirtschaftsministeriums am Donnerstag in München. Aus Bayern seien keine Betrugsversuche bekannt.

Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium hatte den dortigen Stopp der Auszahlungen in Abstimmung mit dem Landeskriminalamt (LKA) beschlossen. Den Ermittlern zufolge hatten Betreiber von Fake-Seiten "mit gefälschten Antragsformularen Daten abgefischt und diese mutmaßlich für kriminelle Machenschaften genutzt". Die Täter haben demnach dann wohl selbst betrügerische Anträge gestellt.

Update, 12.22 Uhr - Bundeskanzlerin Merkel gibt Oster-Statement ab

Offenbar wird Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstagnachmittag um 15.30 Uhr ein Oster-Statement abgeben. Das berichtet aktuell die Bild unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters.

Inhaltlich ist bisher nur bekannt, dass es um die Corona-Krise gehen soll.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt im Livestream.

Update, 11.50 Uhr - Tirol und Salzburg von Krise besonders stark betroffen

Die Corona-Krise trifft in unserem Nachbarland Österreich die Bundesländer Tirol und Salzburg derzeit am stärksten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Wiener Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo).

Diese beiden Länder hätten den mit Abstand höchsten Anteil an Arbeitnehmern in denjenigen Branchen, die durch den Ausbruch des Coronavirus besonders stark geschwächt wurden - nämlich vor allem in den Bereichen Gastronomie und Tourismus. Dahinter landen laut der Analyse Kunst, Unterhaltung, Erziehung und Unterricht. Aber auch der Handel, das Verkehrswesen und die Versicherungsbranche hätten mit erheblichen Einbußen zu kämpfen, hieß es.

Update, 11.25 Uhr - Electric Love Festival in Salzburg abgesagt

Das Electric Love Festival, das heuer vom 9. bis 12. Juli am Salzburgring hätte steigen sollen, muss im Zuge der Corona-Krise abgesagt werden. Das gaben die Veranstalter am Mittwochabend bekannt. "Damit ist für uns nach Wochen des Hoffens der Moment gekommen, an dem wir erkennen müssen, dass es diesen Sommer wohl Wichtigeres gibt und Electric Love in der Art, wie ihr und wir es lieben, dieses Jahr wohl nicht gestattet werden wird", ist im Online-Post der Veranstalter zu lesen.

Wer sich schon ein Ticket für 2020 gekauft hat, hat nun mehrere Möglichkeiten: "Wandelt euer ELF20 Ticket in eines für das Electric Love 2021 um und sichert euch damit einen Platz bei der #EditionOne. Natürlich könnt ihr auch, wie von uns in unserem ersten Statement vom 05. März 2020 zu der aktuellen Situation und Entwicklung versprochen, euer Ticketgeld refundieren lassen." Der kostenlose Tickettausch ist ab heute bis zum 1. Juli möglich.

Update, 10.51 Uhr - Gratisurlaub für "Corona-Helden" in Inzell

Vermieter im Urlaubsort Inzell wollen helfen - und das obwohl sie von der Coronakrise selbst schwer gebeutelt werden. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, laden die Inzeller Vermieter "Corona-Helden" zu einem kostenlosen siebentägigen Urlaub ein. Es gebe zahllose Helden, die beispielsweise im Krankenhaus oder Seniorenheim arbeiten, die ihre eigene Gesundheit riskieren; nach der Krise hätten diese eine Verschnaufpause verdient.

Es haben sich offenbar bereits mehr als 20 Gastgeber zu dieser Aktion entschlossen. Der Bewerbungsbogen dafür kann bis 30. April per Mail unter dem Motto „Urlaub für Corona Helden“ beim Touristikbüro Inzell unter info@inzell.de angefordert werden

Update, 10.11 Uhr - Betrugsverdacht: NRW stoppt Auszahlung von Soforthilfen

Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium stoppt wegen mutmaßlich betrügerischer Internetseiten die Soforthilfe-Auszahlungen für Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise. Die Entscheidung sei in Abstimmung mit dem Landeskriminalamt (LKA) gefallen, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Laut den Ermittlern haben Betreiber der Fake-Seiten "mit gefälschten Antragsformularen Daten abgefischt und diese mutmaßlich für kriminelle Machenschaften genutzt", hieß es. Offenbar haben die Täter demnach dann selbst betrügerische Anträge gestellt.

Das LKA hatte am Mittwochabend öffentlich vor gefälschten Corona-Soforthilfe-Internetseiten gewarnt. Damit versuchten "skrupellose Betrüger von der Corona-Krise zu profitieren", hieß es in der Mitteilung. Die Täter würden die Fake-Internetseiten unter anderem prominent über Werbeanzeigen in Suchmaschinen platzieren. Soforthilfe könnten Unternehmer nur über die Seite https://soforthilfe-corona.nrw.de beantragen.

Das LKA hat eine Ermittlungskommission eingerichtet. "In den kommenden Tagen wird die Ermittlergruppe ihre Recherchen fortsetzen, um betrügerische Anträge zu identifizieren", teilte das Wirtschaftsministerium mit.

Update, 9.56 Uhr - "Coronadance" von bayerischen Sanitätern wird zum Hit

Unter dem Hashtag #coronadance kursiert seit Dienstag ein Video in den sozialen Medien. Darin fordern die zwei Sanitäter Tereza Homolková und Vojta Jahn von der BRK-Rettungswache in Furth im Wald (Landkreis Cham) das Virus mit einem Tanz heraus.

Ausgerüstet mit Atemschutzmaske bewegen sie sich zum Sound elektronischen Clubmusik und machen vor, worauf es beim Schutz vor einer Infektion ankommt: Abstand halten, Händewaschen und nicht ins Gesicht fassen, lauten die goldenen Regeln, die es jetzt endlich auch in einer eigenen Tanz-Choreographie gibt.

Gepostet wurde das Video, das knapp 40 Sekunden dauert, auf der zentralen Facebook-Seite des Bayerischen Roten Kreuzes. Dort wurde der Coronadance aus Furth im Wald inzwischen fast 190.000 Aufrufe, fast 2000 Mal geteilt und erhielt 2500 Likes (Stand Donnerstag 9.50 Uhr). 

Update, 9.33 Uhr - Erstmals mehr Genesene als Infizierte in Tirol, aber...

Diese Nachricht klingt doch recht ermutigend: Mit Stand Mittwochabend, 8. April, gab es im österreichischen Bundesland Tirol erstmals seit Ausbruch der Coronakrise mehr genesene als infizierte Patienten. Zum Messzeitpunkt um 18.30 Uhr galten 1.403 Personen als mit dem Coronavirus infiziert. 1.552 Personen waren dagegen vollständig geheilt. 

Allerdings ist das Virus noch lange nicht besiegt. Insgesamt gab es in Tirol bislang 53 Tote. Österreichweit waren - Stand: Donnerstagmorgen, 9. April - 12.943 Coronafälle registriert. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 273 - das sind 30 mehr als am Vortag und damit der höchste Anstieg binnen eines Tages seit Start der Aufzeichnungen zur Coronakrise. 273 Menschen werden derzeit auf Intensivstationen behandelt.

Update, 9.03 Uhr - RKI: Zahl der Todesopfer in Deutschland um 246 gestiegen

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bislang 2107 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Das sind 246 mehr als am Vortag. Mittlerweile wurden 108.202 Infektionsfälle bestätigt, 4974 mehr als am Tag zuvor. 

In Bayern stieg die Zahl der Infektionsfälle um 1263 auf insgesamt 28.827. Auch die Zahl der Todesfälle stieg auf 635 - das entspricht einem Plus von 46.

Update, 8.47 Uhr - Jetzt auch auf dem Samerberg: Parkplätze gesperrt

Auch die Gemeinde Samerberg sperrt ab Karfreitag, 10. April die öffentlichen Parkplätze für Wanderer. Damit wolle man die erlassene Ausgangsbeschränkung untermauern, so Bürgermeister Georg Huber.

Auch wenn sich viele Ausflügler an die strengen Bestimmungen gehalten haben, so die Erfahrung der letzten Tage, gebe es doch eine Reihe von Uneinsichtigen, die zum Teil von weit auswärts kommen, hieß es aus dem Samerberger Rathaus weiter. Damit sollen auch die Bergwacht und die übrigen Rettungsorganisationen von zusätzlichen Einsätzen entlastet werden.

Die Sperrung dauert vorerst bis zum Ende der Osterferien am Sonntag, 19. April. Bereits seit letzter Woche sind die Wanderparkplätze im Prien- und Achental gesperrt.

Update, 8.25 Uhr - Einkaufen in Corona-Krise: Einlasskontrollen, Pärchen-Verbot, Korbpflicht

Egal ob bei REWE, Aldi Süd oder dm. Überall werden derzeit Maßnahmen in den Filialen ergriffen, um den von der Bundesregierung geforderten Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Laut übereinstimmenden Aussagen der Firmen dienen die Maßnahmen dem Schutz der Mitarbeiter und der Kunden. 

Überraschenderweise sind diese Maßnahmen teilweise sehr unterschiedlich und können auch beim selben Unternehmen sehr variabel sein. Wir haben die wichtigsten Informationen für Euch im Überblick.

In vielen Geschäften in der Region gelten derzeit Sonderregelungen, die Kunden beim Einkaufen beachten müssen.

Update, 7.53 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Kreis Altötting

Im Kreis Altötting wurden vier weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Es handelt sich um einen 86-Jährigen aus Erlbach, eine 64-jährige und eine 44-jährige Kirchweidacherin und einen 46-Jährigen aus Haiming. Damit erhöht sich die Fallzahl im Kreis Altötting auf insgesamt 371.

Update, 7.39 Uhr - Frau von Ex-Bayern-Star Robben mit Corona infiziert

Das Coronavirus und dessen Folgen machen auch vor Fußballstars und deren Familien nicht Halt. Jetzt hat es Ex-FC-Bayern-Profi Robben erwischt, der zusammen mit seinen drei Kindern 14 Tage in Quarantäne musste, nachdem sich seine Ehefrau Bernadien mit dem Virus infiziert hatte. "Zum Glück hat sie sich wieder erholt, aber es war nicht schön. Das Schlimmste war bei ihr der Druck auf der Brust, sie hatte Probleme beim Atmen“, schilderte der Niederländer den Infektionsverlauf gegenüber unserem Partnerportal tz.de.

Robben selbst und die Kinder wurden alle negativ getestet. Während der Quarantäne hätten die Robbens viel Unterstützung durch Freunde erhalten, zum Beispiel beim Einkaufen oder beim Gassigehen mit dem Hund. Robben mahnte: "Am Anfang haben es (Anm. der Red.: das Coronavirus) die Leute nicht ernst genommen, aber ich hoffe, dass es jetzt alle kapiert haben."

Update, 7.09 Uhr - Aufregung um eine Parkbank in München

Auf Twitter hatte am Dienstagvormittag die Mutter eines behinderten Sohnes gefragt, ob sie denn ein bisschen in der Natur sitzen dürfe, um “Luft und Sonne” abzubekommen. Das Social-Media-Team der Polizei antwortete daraufhin: “Längere Aufenthalte sind weiterhin nicht erlaubt, die Ausnahme sind hier kurze Pausen, gerade wenn die aus gesundheitlichen Gründen notwendig ist.”

Spazieren gehen könne ihr Kind nicht so gut, sie wolle sich daher lieber nur auf eine Bank setzen, präzisierte die Fragestellerin. Ob das denn gegenwärtig erlaubt sei? Nein, antwortete die Polizei sinngemäß, der bekannten “triftigen Gründe” wegen. Daraus entspann sich die Frage eines zweiten Users, ob denn das Lesen eines Buches alleine auf einer Bank ein zwingender Grund sei. Worauf hin die Polizei jenen besagten Satz schrieb: “Nein, ein Buch auf einer Bank lesen ist nicht erlaubt”.

Zahlreiche Menschen griffen den Tweet auf, darunter auch Juristen und viele Journalisten. Die Debatte erreichte schließlich sogar die Bayerische Staatsregierung. Ministerpräsident Markus Söder sagte am Mittwochvormittag bei “BILD live”: “Natürlich darf man ein Buch auf einer Parkbank lesen.”

Zur letzlichen Klarstellung gab der Bayerische Innenminister dann am Mittwoch noch eine Pressemitteilung heraus. "Die Freiheit der Menschen ist ein überragendes Gut, niemand soll in Bayern das Gefühl haben, er würde unnötig gegängelt", hieß es da.

Update, 6.47 Uhr - Spahn hält Lockerungen der Regeln nach Osterferien möglich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält erste Lockerungen der Restriktionen in der Corona-Krise nach den Osterferien für möglich. Bei den Infektionszahlen sei ein „positiver Trend“ zu beobachten, der sich aber noch „verstetigen“ müsse, sagte Spahn dem „Handelsblatt“. Voraussetzung möglicher Schritte in Richtung Normalität sei, dass sich sich die Bevölkerung auch über die Osterfeiertage an die Alltagsbeschränkungen halte.

Sollte die derzeitige positive Entwicklung bei den Infektionszahlen anhalten, werde die Bundesregierung mit den Regierungschefs der Bundesländer “über eine schrittweise Rückkehr zur Normalität nach den Osterferien reden können“, sagte Spahn. In einem freiheitlichen Rechtsstaat könnten weitreichende Einschränkungen von Grundrechten „nur so lange funktionieren, wie sie verstanden und akzeptiert werden“. Deshalb sei es nicht nur wichtig, das Handeln gut zu begründen, sondern auch „eine Perspektive aufzuzeigen“.

Der Gesundheitsminister skizzierte auch seine Kriterien für ein schrittweises Wiederhochfahren der deutschen Wirtschaft. Eine Bedingung sei, „dass man die Fabrik oder das Geschäft sicher für Mitarbeiter und Kunden organisieren kann“. Unternehmen oder Branchen, die nachweisen könnten, dass sie die Hygiene- oder Abstandsregeln sicherstellen, könnten leichter zurück in den Alltag.

Update, 6.21 Uhr - Zwei weitere Todesfälle im Kreis Miesbach

Die aktuellen Corona-Zahlen aus dem Landkreis Miesbach: 437 Personen wurden bisher positiv auf das SARS-CoV2-Virus getestet (plus 13 zum Vortag). 204 Personen konnten die Quarantäne wieder verlassen, was ein deutliches Plus von 43 Personen im Vergleich zum Vortag ausmacht. Insgesamt 21 Personen werden stationär betreut, sieben davon intensivmedizinisch

Zwei weitere Personen im hohen Alter verstarben im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Einer der beiden Verstorbenen lebte im Landkreis Miesbach (und wird deshalb in der Statistik geführt), der andere lebte in der Stadt München.

Vorbericht - Karlsruhe weist Eilantrag gegen bayerische Corona-Maßnahmen ab

Ein Kläger aus Bayern ist beim Bundesverfassungsgericht mit einem Eilantrag gegen die Verbote und Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gescheitert. Die Richter lehnten es ab, die bayerischen Corona-Verordnungen bis zu einer Entscheidung über seine Verfassungsbeschwerde außer Kraft zu setzen. Die Maßnahmen beschränkten die Grundrechte zwar erheblich, teilte das Gericht in Karlsruhe am Mittwoch mit. Aber: "Gegenüber den Gefahren für Leib und Leben wiegen die Einschränkungen der persönlichen Freiheit weniger schwer."

Der Kläger hält es für zu weitgehend, dass er im Moment keine Freunde treffen, die Eltern nicht besuchen, nicht demonstrieren und keine neuen Menschen kennenlernen darf. So könne er etwa "keine Partnerschaft anbahnen" und auch nicht mit anderen musizieren.

Sein Eilantrag ist der erste in Karlsruhe, der die formalen Hürden genommen hat, so dass sich die Richter damit auch inhaltlich auseinandersetzten. Im Eilverfahren bedeutet das nur, dass sie eine sogenannte Folgenabwägung vornehmen: Sie bewerten, welche Nachteile es für den Kläger hätte, wenn seine Verfassungsklage am Ende Erfolg haben sollte, die Maßnahmen bis dahin aber weiter gelten. Das stellen sie dem gegenüber, was bei einem Außerkraftsetzen passieren würde.

Im Ergebnis halten die Richter die "erheblichen und voraussichtlich teilweise auch irreversiblen sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Folgen" der Beschränkungen nicht für unzumutbar. Die Verfassung verpflichte den Staat auch zu einem "möglichst weitgehenden Schutz von Gesundheit und Leben".

Ohne die Verbote würden Geschäfte wieder öffnen und Menschen häufiger vor die Tür gehen, um andere zu treffen, heißt es in dem Beschluss, der bereits am Dienstag gefasst wurde. "Damit würde sich die Gefahr der Ansteckung mit dem Virus, der Erkrankung vieler Personen, der Überlastung der gesundheitlichen Einrichtungen bei der Behandlung schwerwiegender Fälle und schlimmstenfalls des Todes von Menschen nach derzeitigen Erkenntnissen erheblich erhöhen."

Für die Richter spielte bei ihrer Abwägung eine Rolle, dass die Regelungen befristet sind. Bei den Ausgangsbeschränkungen seien außerdem viele Ausnahmen vorgesehen, und bei der Ahndung von Verstößen werde dem Einzelfall Rechnung getragen. Über die Verfassungsbeschwerde werden die Richter zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. "Sie bedarf eingehenderer Prüfung", hieß es.

Die Richter hatten Eilantrag und Beschwerde zugelassen, obwohl der Kläger direkt nach Karlsruhe gezogen war. Eigentlich hätte er sich zunächst an die Verwaltungsgerichte wenden müssen. Allerdings haben sowohl der Verwaltungs- als auch der Verfassungsgerichtshof in Bayern schon ähnliche Eilanträge abgewiesen. Vorher die Fachgerichte anzurufen, sei deshalb "derzeit offensichtlich sinn- und aussichtslos", entschieden deshalb die Karlsruher Richter.

mh/mw/dpa

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